Diese Einschätzung ist etwas kurz gegriffen. Wie man unschwer erkennen kann, befindet sich Hypoport in einer massiven Investitionsphase mit mehreren Segmenten, die noch operativ negativ operieren und 2018 wahrscheinlich nur break even erreichen. In den reiferen Geschäftsmodellen werden die zusätzlich vereinahmten Rohertragszuwächse fast zu 100% wieder in neue Mitarbeiter investiert. Entsprechend niedrig sind die Margen aktuell, in der Spitze der Prognose hätte Hypoport nur eine Ebitmarge von 13%. Das Potential sehe ich aber eher im Bereich 30-40% analog von Interhyp. Daher ist jeder Vergleich zu TecDax Werten die mit einstelligen organischem Wachstum am Margenpeak operieren mit Vorsicht zu genießen. Eine reine KGV Betrachtung bleibt aktuell verfehlt. Hypoport agiert aktuell so wie Amazon, was auch richtig ist, weil jetzt die Märkte verteilt werden. Jetzt den Laden auf Marge zu fahren ist mittelfristig gesehen Schwachsinn.
Interessant fand ich folgende Aspekte beim CC:
- Prognose beruht auf einem neutralen Baufimarkt. Gibt es einen Sprung wie 2015, explodieren wie damals die Erträge
- Die Immobewertung hat ein gleich hohes Marktpotential wie die der Europacetransaktionsmarkt. D.h. man hat damit das Marktpotential von Europace quasi verdoppelt.
- Ratenkreditplattform gewinnt weiter Marktanteile. Wenn man bedenkt, dass der Ratenkreditmarkt mit 100 Mrd. fast halb so groß ist wie der Baufimarkt, kann man das Potential erahnen.
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold