Heute wirds spannend

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Heute wirds spannend Study

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 27.07.02 18:07   [Artikel versenden]  [Artikel drucken]  [zurück]  

 
Elliottwellen - Dax: Nur Break von 3.820 verhindert weiteren Downmove bis unter 3.200    Newssuche  
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Aufwärtswelle zu Wochenbeginn erwartet
 

UPDATE Elliottwellen Analyse Dax


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Der Dax hat in der vergangenen Wochen gleich beide große Kursziele, nämlich das September-Tief und das eigentlich erst für Herbst anvisierte Ziel von 3.200-3.450 Punkte erreicht. Die Trenddynamik ist vergleichbar mit der Kursentwicklung im Herbst 1998 und September 2001. In der zweiten Wochenhälfte bildete der Dax eine Zwischenkorrektur aus.

Ausgehend vom Wochenchart kann man also feststellen, dass der Dax seine Kursziele erreicht hat und deshalb nicht mehr weiter fallen muss. Auch wellentechnisch liegen die Mindestvoraussetzungen für eine Trendwende vor. Wie die nachfolgende Detailanalyse aber noch zeigen wird, ist eine weitere Abwärtswelle klar zu favorisieren, damit sich ein harmonisches Wellenbild ergibt.

Interessanterweise ist aber häufig in solchen Extremsituationen beobachtbar, dass die Indizes keine idealtypischen Muster ausbilden. Häufig ist eine letzte Abwärtswelle zu favorisieren, die dann typischerweise ausbleibt. Insbesondere die Verbindung aus allgemeinem Marktpessimismus, sehr hoher Volatilität (die ja implizit die Marktunsicherheit anzeigt) und stark überverkaufter Markttechnik ist mittlerweile ein nicht unbedeutender Hinweis, dass der Dax unter Umständen in der vergangenen Handelswoche schon sein signifikantes Tief ausgebildet hat. Dass das Wochentief an einem zyklischen Trendwendetermin stattgefunden hat, darf aber in diesem Zusammenhang nicht überbewertet werden (nächster: 31. Juli).

Kritisch muss allerdings das mittelfristige Chartbild bewertet werden. Denn hier wurden (auch bei vielen anderen großen Indizes) die langfristigen Haussetrends durchbrochen und negative charttechnische Muster (z.B. SHS-Formationen) aktiviert, die deutliches Abwärtspotenzial generieren. Beim Dax wäre Verluste bis in den unteren 2.000-er Bereich realistisch.

Eine solche Entwicklung hätte auch weitreichende Auswirkungen auf das mittel- bzw. langfristige Wellenbild. Bislang wurde und konnte davon ausgegangen werden, dass der Dax (ebenso wie z.B. auch Dow Jones) in den vergangenen Jahren in der großen Korrekturwelle IV steckt. Dies impliziert, dass der Index den dicken Support bei 3.200-3.450 verteidigt. Langfristig steht bis 2012 jedenfalls noch eine letzte große Haussewelle auf dem Programm, bevor in der nächsten Dekade eine langfristige Baisse (vergleichbar wie in Japan seit 1989) beginnt. Sollte der Dax die genannte Unterstützung durchbrechen, verschieben sich die entsprechenden Wahrscheinlichkeiten für das langfristige Wellenbild. In diesem Fall wird es ab spätestens nächstem Jahr zu einer mehrmonatigen Rallye bis in den oberen 4.000-er Bereich kommen. Nichtsdestotrotz werden die Bäume in den Folgejahren nicht in den Himmel wachssen, da die große Baisse länger andauert.

Kann man also die jetzige Börsenphase mit der im Oktober 1998 und September 2001 vergleichen? Ja und nein. Parallelen im Grad der Übertreibung sind in jedem Fall erkennbar. Beispielsweise notiert der VDax nur knapp unterhalb der Niveaus von 1998. Andererseits ist aus markttechnischer Sicht Spielraum für weitere Verluste vorhanden, da problemlos weitere 1-3 negative Wochen möglich sind, bevor vergleichbare Niveaus beobachtbar sind.

Um die weiteren Erkenntnisse wieder einmal vorweg zu nehmen: Am Montag wird die Konsolidierung fortgesetzt. NUR, wenn es dem Dax gelingt über 3.850/3.900 zu steigen, wird eine short-squeeze zu schnellen Gewinnen bis 4.400 Punkte führen - also vergleichbar mit der Kursentwicklung im Oktober/November 1998 und 2001. ABER: So lange dieser Bruch nicht vorliegt, wird die Wiederaufnahme der Baisse ab Dienstag favorisiert, so dass es bis Wochenschluss Verluste bis 3.233 bzw. 3.185 gibt. Der Re-Break von 3.590 kann dann als Verkaufssignal verstanden werden.


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Kurzfristig: Die bisherige Wellenabzählung kann ohne größere Abstriche beibehalten werden. Am 18. Juli startete bei 4.152 Punkte die Hauptantriebswelle iii von C. Der genannte zentrale Widerstand 4.030 bzw. 3.940 blieben in der vergangenen Woche unberührt und somit der Abwärtstrend intakt. Auf Grund der Aufwärtswelle in der zweiten Wochenhälfte kann davon ausgegangen werden, dass das Wochentief der Endpunkt der Subwave iii ist. Ungewöhnlich ist lediglich die Tatsache, dass die 138%-Ausdehnung nur knapp erreicht wurde.

Sofern also diese Abzählung stimmt, steckt der Dax mitten in der Korrekturwelle iv von C. Somit würde es am Montag/Dienstag ein markantes Zwischenhoch geben. In jedem Fall ist ein Hochpunkt unterhalb von 3.820 Punkte zu präferieren, damit es nicht zu einer Wellenüberschneidung mit der Subwave ii kommt.

Entscheidend wird somit die Kursentwicklung am Montag bzw. Dienstag sein. Dreht der Dax nämlich bei rund 3.800 Punkte nicht wieder nach unten ab, muss davon ausgegangen werden, dass das Tief 3.265 so schnell nicht mehr erreicht wird. Auch würde sich dann der Aufwärtsfünfer 3.265-3.727 bedeutend besser als Wave i einer großen Aufwärtswelle abzählen. Es muss demnach genau beobachtet werden, was bei ca. 3.800 Punkte passiert.

Gelingt der Break, auch des dicken Widerstands im mittleren 3.800-er Bereich, wo neben wichtigen charttechnischen Widerständen und Retracements auch der kurzfristige Abwärtstrendkanal verläuft, so ist kurzfristig weiteres Aufwärtspotenzial bis 4.400/4.500 Punkte vorhanden.

Ein Abprallen muss negativ gewertet werden. Strategisch kann man auf eine Wellenüberschneidung bzw. Bruch des sehr kurzfristigen Aufwärtstrends warten, so dass sich erst beim Re-Break von 3.590 ein weiteres kurzfristiges Verkaufssignal ergibt. Die dann gestartete Welle v hat klare rechnerische Kursziele. Im Hinblick auf das mittelfristige Szenario kann zunächst noch eine Kurszielprojektion anhand der bisherigen Subwaves (seit dem Allzeithoch) vorgenommen werden. Demnach ergeben sich zwei Zielmarken: 3.185 und 3.233 (sowie das 2001 nicht erreichte Idealziel von 3.245 Punkte). Eine starke Übertreibung nach unten, also in den 2.000-er Bereich im Rahmen eines Sell-Out kann nicht vollends ausgeschlossen werden. Ein tieferer Support befände sich nämlich noch bei 2.757 Punkte.

Strategisch können am Montag bereits langfristige Long-Positionen aufgebaut werden. Diese sollten aber trotz längerem Zeithorizont vorerst eng abgesichert werden. Ein sinnvoller Stop ist 3.460 Punkte , später die diskutierte Chartmarke bei 3.590. Der Vorteil wäre bei einem eventuellen Bruch von 3.850/3.900 bereits frühzeitig investiert zu sein. Bei der Wiederaufnahme der Baisse (also Re-Break von 3.590) erhöht sich das Marktrisiko aber wieder enorm, so dass Positionen hier konsequent ausgestoppt werden sollten.

Markttechnik: Die Indikatoren und Oszillatoren auf Tagesbasis bleiben bei den stabilen Verkaufssignalen. Es gibt noch keinerlei nennenswerte bullische Divergenzen. Lediglich die grundsätzlich überverkaufte Situation kann relativ schnell, also innerhalb von 1-2 Tagen, zu einem Signalwechsel führen. Da aber das Niveau von September 2001 noch nicht erreicht wurde, muss davon ausgegangen werden, dass der Dax weiter fällt.

Fazit: Die sehr kurzfristigen Kursmuster deuten auf eine Fortsetzung der aktuellen Bearmarket-Rallye hin. Der Charakter eine Zwischenkorrektur bleibt so lange bestehen, wie es dem Dax nicht gelingt über 3.820/50 zu klettern. Aus aktueller Sicht ist deshalb ein Abprall realistischer, so dass es zügig Verluste bis rund 3.200 gibt.

 


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