Warum muss das den falsch sein?
In der Politik ist es doch genau so,siehe Verteidigungsminister!!
Wenn einer die Qualifizierung hat,muß der doch den Posten
schmeißen können.
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Darf ich das so verstehen, dass Du mir im Grund Recht gibst? Ich finde, dass sich jeder selbst fragen muss, was ihm wichtiger ist: die persönliche Integrität oder die Karriere. Es gibt Schlimmeres als zu Ja-Sager-Meetings nicht mehr eingeladen zu werden.
Sehen kann man dieses Problem übrigens auch in der Vita der Vorstände, in der ausschließlich Linzbach Industrieerfahrung jenseits der HDM-Welt nachweisen kann (typische HDM-Welt neben Wiesloch/Heidelberg: BA Mannheim und internationale Erfahrung maximal in einer der HDM-Gesellschaften). Darum war es für mich ein so wichtiger Meilenstein, als Linzbach endlich übernommen hatte. Diesen Weg muss HDM weiter gehen, ich teile Deine Einschätzung, dass die Firma momentan noch weitestgehend von rückgradlosen Karrieristen durchseucht ist. Gab ja jahrelang genug Anreize dafür. Um so wichtiger ist es, weiter Expertise von außen zu holen. Menschen, denen die internen Seilschaften egal sein können, weil sie selbst keine haben. Auch auf Bereichsleiterebene.
Linzbach fordert, dass Cost Center profitabel sind? Na endlich wird diese Idee mit Leben gefüllt. Ich finde es gab schon Zeiten, in denen die Zukunft für HDM weitaus düsterer aussah, auch wenn die Firma sicher noch nicht über den Berg ist.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
Wo hat Linzbach denn die Abwicklungserfahrung her? Habe jetzt nicht alle Unternehmen angesehen, die er mal geleitet hat. Aber beispielsweise Symrise hat sich sehr gut entwickelt (siehe deren Chart). Hoechst gibt es zwar nicht mehr, aber die ehemaligen Teile davon werden nicht selten als Spin-off oder unter anderem Dach fortgeführt.
Grundsätzlich denke ich, dass es eine legetime Option wäre, HDM abzuwickeln. Ein Unternehmen ist ja nicht zum Spass, sondern zum Geld verdienen da. Wenn es für die Eigentümer profitabler ist, den Laden abzuwickeln und die Assets zu verkaufen, als diesen weiter zu führen, dann ist dies eine realistische Option. Letztlich muss allen Beteiligten klar sein, dass der Laden den Aktionären gehört und diese mit ihrem Eigentum machen (lassen) dürfen, was sie wollen.
Grundsätzlich sehe ich auch nichts Verwerfliches daran, Gläubiger zu befriedigen, denn alles andere ist letztlich Vertragsbruch. Wenn Deine Bank Dir erzählt, dass es jetzt keine Zinsen mehr fürs Ersparte gibt und auch nur 70% des Guthabens ausgezahlt werden, will ich mal wissen wie Du das findest. Ob es sich bei den Gläubigern um Banken oder Privatpersonen handelt, ist letztich wurscht. Auch hinter Banken stehen Interessen von Privatpersonen (Fondsparer, Konteninhaber, etc. pp.).
Die Probleme, die Du nennst, sind sicher zutreffend. Aber letztlich ist es auch egal, ob eine profitable Betriebsführung an unfähigen Managern oder an überzogenen Forderungen der Belegschaft scheitert. Die Frage ist nur: läuft der Laden oder nicht. Wenn nicht wird eben dicht gemacht.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
In der Führung des Unternehmens wird sich aber schon was verändern müssen um den Erfolg zu haben. Linzbach wird hier liefern müssen. Und um ehrlich zu sein: Ich habe nie behauptet oder geglaubt, dass HDM eine tolle Firma ist. Die Aktien halte ich lediglich, weil sie im langjährigen Vergleich so billig zu haben sind. Bin aber selbst gespannt, wie Linzbach dem Laden eine Zukunftsperspektive geben will. Und vor allem bin ich gespannt wie lande die Firma noch auf dem Zahnfleisch gehen kann oder will, bis man sich endlich wieder zusammenrauft, aufhört mit dem Finger auf die anderen, vermeintlich Schuldigen zu zeigen und an einer gemeinsamen Zukunft arbeitet. Wenn das nicht möglich ist, sollte man lieber früher als zu spät den Laden abschließen, die Assets versilbern und die Restbeträge an die Aktionäre auszahlen.
Abfindungen müssen bei betriebsbedingten Kündigungen übrigens nicht gezahlt werden. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt ca. 500 MioEuro, Eigenkapital 400 MioEUR. Bezogen darauf sieht die Aktiva-Bilanz auch nicht schlecht aus, dort stehen über 2,3 MrdEUR auf der Guthabenseite (Jüngster Geschäftsbericht Seite 78). Ist nicht ganz unrealistisch, dass da mehr als der aktuelle Aktienpreis übrig bleibt, wenn man den Laden einfach abschließt. Je länger ich drüber nachdenke, desto interessanter erscheint mir diese Alternative.
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
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