Als "Windowdressing zur Weihnachtszeit" bezeichnet SES
Research die Einziehung von 100.000 eigenen Aktien durch
Balda, die im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms
für 35 EUR je Aktie erworben worden waren. Infolge des
niedrigeren Kurses hätte im Jahresabschluss 2001 eine
Abschreibung von rund 2,1 Mio EUR bezüglich dieses Postens
angestanden, so SES. Dies hätte das im im Vergleich zum Vorjahr
vermutlich deutlich schlechtere Jahresergebnis zusätzlich
belastet.
Mit der Entscheidung, die Aktien einzuziehen, anstatt sie zu
verkaufen oder zum gesunkenen Wert zu bilanzieren, kann Balda
laut SES eine Verlustausweisung umgehen. Negativ zu beurteilen
sei jedoch, dass das Unternehmen seit dem Kaufzeitpunkt
Liquidität von 3,5 Mio EUR vernichtet hat und auf einen
Liquiditätszufluss von 915.000 EUR verzichtet, den ein Verkauf
eingebracht hätte.
Vor dem Hintergrund eines Finanzmittelbestandes,
der im dritten Quartal nur noch 5 Mio EUR betrug nach 9,3 Mio EUR
im zweiten Quartal, sei dies kein unerheblicher Betrag, betont das
Analysehaus. SES Research
stuft Balda weiter mit "Marketperformer" ein.
+++ Claus-Detlef Großmann
vwd/18.12.2001/cg/tw
18. Dezember 2001, 11:53
Balda AG: 521510