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Grünes Licht für die Euro-Rallye


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Grünes Licht für die Euro-Rallye

 
19.05.03 09:05
VIERJAHRES-HOCH

Der Euro ist am Montag im frühen Handel in Fernost zeitweise über 1,17 Dollar gestiegen. Hintergrund sind Hinweise, dass weder die Vereinigten Staaten noch die G8-Gruppe etwas gegen den Fall des Dollars unternehmen werden.


Tokio - Zuvor hatten Aussagen von US-Finanzminister John Snow Händler in ihrer Auffassung bestärkt, die US-Regierung sei derzeit mit dem schwächeren Dollar-Kurs zufrieden.

Gegen 02.40 mitteleuropäischer Sommerzeit notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1705 Dollar nach 1,1594 Dollar im späten New Yorker Handel am Freitag. Gegenüber dem Yen verlor die US-Währung zeitweise auf 115,43 Yen nach 115,87 Yen im späten US-Handel am Freitag. "Die G7-Minister haben die derzeitige Schwäche des Dollar akzeptiert", sagte Shogo Nagaya von Nomura Trust and Banking.

Snow hatte nach dem Treffen der sieben führenden Industrienationen (G7) am Wochenende im französischen Deauville, die Veränderungen der Wechselkurse in der jüngsten Zeit als "recht moderat" bezeichnet. Die jüngsten Kursverluste des Dollar gegenüber Euro und Yen wurden in der Abschlusserklärung der G8-Finanzminister nicht ausdrücklich erwähnt. Analysten hatten gewarnt, sollten die G7-Minister zum Thema Währung schweigen, würde dies im Devisenhandel als grünes Licht dafür verstanden, den Dollar weiter zu verkaufen.

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,249218,00.html
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*g*

 
19.05.03 09:24
       Grünes Licht für die Euro-Rallye 1035500
     
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Euro überspringt Startkurs

 
23.05.03 14:44
Am Freitagmorgen hat der Euro gegenüber dem Dollar ein neues Hoch erreicht. Aus Angst vor einer durch die Gemeinschaftswährung ausgelösten Deflation brach die Frankfurter Börse ein.

Frankfurt am Main - Mit einem Kurs von 1,1798 Dollar lag die Gemeinschaftswährung deutlich über dem bisherigen Höchststand von 1,1790 Dollar, der am 5. Januar 1999 erreicht wurde.

Zuletzt hatte ein Euro 1,1781 Dollar gekostet. Ein Dollar war 0,8484 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag noch auf 1,1720 (Mittwoch: 1,1689) Dollar festgesetzt.

"Mit viel Schwung hat der Euro seinen Höhenflug nach dem Überschreiten des Widerstandes bei 1,1750 Dollar fortgesetzt", sagte Devisenexperte Michael Burckhart von der Landesbank Hessen-Thüringen. Grund für den ungebrochenen Höhenflug seien weitere Umschichtungen auch aus dem Mittleren Osten zugunsten des Euro. Allerdings sei das Handelsvolumen angesichts der Feiertage an diesem Montag in Großbritannien und den Vereinigten Staaten "eher dünn".

Dies habe wohl zu der "heftigen Bewegung" am Morgen beigetragen. Der Kurs des Euros war binnen Minuten um über 0,5 US-Cent in die Höhe geschnellt.  
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Der Euro hat noch Luft nach oben

 
23.05.03 21:53
Erstmals seit vier Jahren hat der Euro am Freitag gegenüber dem Dollar den Kurs seiner Erstnotiz vom Januar 1999 übertroffen. Nach Einschätzung von Devisenhändlern wird sich der Aufwärtstrend der Gemeinschaftswährung auch in den kommenden Wochen fortsetzen.

Frankfurt am Main - Der Euro erreichte zeitweise etwas mehr als 1,18 Dollar, womit er nur noch rund einen Cent unter seinem bisherigen Rekordhoch von 1,19 Dollar notierte. "Der Trend des Euro ist klar aufwärts gerichtet", sagte ein Devisenhändler.
Am Freitagvormittag war es der europäischen Währung gelungen, die psychologisch wichtige Marke von 1,1747 Dollar zu durchbrechen. Zu diesem Kurs war der Euro am 4. Januar 1999 an den Märkten gestartet. Noch am selben Tag hatte der Euro auch sein Allzeithoch von rund 1,19 Dollar markiert, ehe er kontinuierlich bis Oktober 2000 rund 30 Prozent auf ein Rekordtief von 0,8225 Dollar einbrach.

Händler begründeten den Kursgewinn vor allem mit der Schwäche der US-Währung. Eine tagesaktuelle politische oder wirtschaftliche Nachricht, die die Euro-Käufe ausgelöst hätte, gab es laut Händlern nicht. Vielmehr hätten automatische Kaufaufträge den Euro binnen Sekunden um rund einen halben US-Cent steigen lassen.

Starker Dollar ade

Seit dem Jahresanfang hat der Euro mehr als zehn Prozent zur US-Währung zugelegt. Händler verwiesen darauf, dass bisher von Seiten der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Warnsignale ausgegangen seien. "Es ist nur natürlich, dass der Markt jetzt das Allzeithoch für den Euro austesten will", erklärte Shahab Jalinoos, Währungsstratege der UBS Warburg. "In den kommenden Wochen werden wir sicherlich neue Allzeithochs sehen - wenn es überhaupt noch so lange dauert", prognostizierte ein anderer Devisenhändler in Frankfurt. "Kurse von rund 1,20 Dollar dürften in unmittelbarer Zukunft erreicht werden."

Als Hintergrund für den Kursanstieg des Euro in den vergangenen Wochen nannten Marktteilnehmer erneut Äußerungen von US-Finanzminister John Snow. Dieser habe nicht den Eindruck erweckt, wegen der Kursschwankungen am Devisenmarkt besorgt zu sein. "Das wird als Abkehr von der Politik des starken Dollar gewertet. Es ist zumindest ein Signal dafür, dass die USA nicht am Markt eingreifen werden. Die Angst vor Interventionen ist gewichen", sagte der Händler.

Alles schaut auf den Eurotower

Die USA hätten ein enormes Defizit in der Handelsbilanz zu bewältigen, begründeten Händler die Schwäche des Dollar weiter. Auch das hohe Haushaltsdefizit belaste den Greenback.

Händler halten es ebenfalls für möglich, dass der Höhenflug des Euro ein jähes Ende finden könnte, sollte sich die Zinsdifferenz zu Ungunsten des Euro verschlechtern. Derzeit bringen Euro-Anlagen deutlich höhere Renditen als Dollar-Anlagen. Sollte die EZB also die Zinsen senken, könnte dies den Euro schwächen. Am 5. Juni tagt der EZB-Rat. Händler rechnen mit einer Zinssenkung von 0,25 Basispunkten. Der spanische Zentralbankgouverneur Jaime Caruana hatte am Freitag erklärt, der Ausblick auf die Inflationsentwicklung in der Euro-Zone habe sich erheblich verbessert. Dies werde die EZB bei ihren Zinsentscheidungen auch berücksichtigen.  
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Mützenmacher:

MAXimum bis 1,25

 
23.05.03 22:27
m. M.
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baanbruch:

Was ist denn der längstlaufende Euro-Put ? o. T.

 
23.05.03 23:11
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EURO: Die Chronik einer neuen Währung

 
27.05.03 20:50
Vier Jahre nach ihrer Einführung hat die europäische Gemeinschaftswährung ihre Schwäche überwunden und zu einem steilen Höhenflug angesetzt. Im Folgenden eine Chronologie über die Entwicklung des Euro seit Januar 1999.

Januar 1999: Der Euro wird von den elf Gründerländern der Europäischen Währungsunion (EWU) aus der Taufe gehoben. Am 4. Januar startet die Gemeinschaftswährung in Sydney zu einem Kurs von 1,1747 Dollar. Noch am selben Tag klettert der Euro zwar auf Kurse von rund 1,19 Dollar, doch hat er dieses Niveau seither nicht mehr erreicht. Die Talfahrt des Euro beginnt gleich an diesem ersten Handelstag. Bis Ende Februar fällt der Euro auf Kurse um 1,10 Dollar.

März 1999: Der überraschende Rücktritt des deutschen Finanzminister Oskar Lafontaine am 11. März verschafft dem Euro nur eine kurze Atempause. Der Rücktritt der gesamten EU-Kommission ein paar Tage später drückt den Euro auf rund 1,08 Dollar.

Dezember 1999: Der Euro fällt erstmals auf die Parität zum Dollar.

September 2000: Der Euro fällt unter 0,85 Dollar. Die EZB interveniert mit Unterstützung der Zentralbanken Japans und der USA. Eine Destabilisierung der Weltwirtschaft wird befürchtet, sollte der Euro weiter einbrechen. Der Euro fängt sich zeitweise bei rund 0,86 Dollar.

Oktober 2000: Die Wirkung der Interventionen verpufft allmählich. Der Euro rutscht auf sein Rekordtief von 0,8225 Dollar - ein Kursverlust von rund 30 Prozent gegenüber dem Einführungsniveau.

November 2000: Eine weitere Interventionsrunde hievt die Gemeinschaftswährung wieder auf 0,86 Dollar.

Januar 2001: Die Sorge vor dem Zustand der US-Wirtschaft und die beginnenden Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed) belasten den Dollar und lassen den Euro wieder auf 0,95 Dollar klettern. In den Folgemonaten pendelt der Euro in einer Spanne von 0,84 bis 0,95 Dollar.

September 2001: Die Anschläge auf das World Trade Center in New York und das US-Verteidigungsministerium in Washington lassen den Dollar zeitweise fallen. Der Euro steigt um zwei Prozent auf 0,92 Dollar, bröckelt im Verlauf aber wieder ab. Zum Jahresende 2001 notiert die Gemeinschaftswährung bei 0,88 Dollar.

Januar 2002: Die reibungslose Einführung des Euro als Bargeld in den Ländern der Währungsunion stützt den Euro an den Finanzmärkten. Der Euro klettert über 0,90 Dollar.

Juni 2002: Das Rekorddefizit in der US-Leistungsbilanz im ersten Quartal und der Zusammenbruch des Telekomkonzerns Worldcom lösen weitere Dollar-Verkäufe aus. Der Euro klettert über 0,96 Dollar.

Juli 2002: Der Euro erreicht erstmals wieder die Parität zum Dollar. Die Finanzminister der Euro-Zone erklären, sie begrüßten den Kursanstieg.

Dezember 2002: Zu den wirtschaftlichen Sorgen haben sich die Befürchtungen über die politische Lage rund um den Irak gesellt. Der Euro endet das Jahr mit Kursen um 1,05 Dollar - ein Kursgewinn von fast 18 Prozent im Jahresvergleich.

März 2003: Im Vorfeld des Irak-Krieges erreicht der Euro Kurse von über 1,10 Dollar. Ein Niveau, dass der Euro nach dem Sieg der USA über die Truppen Saddam Husseins zunächst nicht halten kann.

April 2003: Der Euro nimmt seinen Höhenflug wieder auf. Bis Anfang Mai gewinnt er rund zehn US-Cent. Die großen Defizite in der US-Leistungsbilanz und im amerikanischen Haushalt verstärken die Sorgen der Investoren über den konjunkturellen Ausblick für die weltgrößte Volkswirtschaft. Der Euro erreicht ungeachtet der schwachen Konjunkturentwicklung unter anderem in Deutschland Rekordstände zum Yen und zum britischen Pfund.

11. Mai 2003: US-Finanzminister John Snow erklärt, ein niedriger Dollarkurs wäre für die US-Exportindustrie gut. Der Euro steigt erstmals seit mehr als vier Jahren wieder über 1,16 Dollar.

12. Mai 2003: Die Finanzminister der Euro-Zone und die EZB erklären, dass ein starker und stabiler Euro im Interesse der Euro-Zone liegt.

23. Mai 2003: Der Euro überspringt erstmals wieder sein Einführungsniveau von 1,1747 Dollar. Mit einem Niveau von rund 1,1780 Dollar liegt die Gemeinschaftswährung nur noch rund einen Cent unter seinem Rekordhoch vom Januar 1999.
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