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GPC Produktbetrachtung


Beiträge: 59
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GPC Biotech kein aktueller Kurs verfügbar
 
nachgedacht2:

GPC Produktbetrachtung

 
22.10.03 20:41
Hallo,

Meine ID musste ich von nachgedacht wechseln, weil ich mir natuerlich mein Passwort nicht gemerkt hatte.
Die letzten Tage habe ich mich bemueht ein paar Informationen zu GPC zusammenzutragen, die hilfreich sein koennten. Was mich generell ueberrascht, ist dass die meisten der Biotechs schon so lange an der Boerse sind und eigentlich noch gar nichts geleistet haben.
Zu GPC Produkten:
Satraplatin: Satraplatin ist in gewissem Sinne eine Weiterentwicklung von Cisplatin. Beides sind oxidierte Platinverbindungen, die bei DNA Kontakt Vernetzungen der DNA herbeifuehren, die zum Zelltod fuehren koennen. Beide haben massive Nebenwirkungen, obwohl diese bei Satraplatin etwas niedriger sind. Auf jeden Fall erlauben sie nicht besonders hohe Dosen. Der Vorteil von Satraplatin ist, dass es oral genommen werden kann, der Nachteil, dass es relativ schnell reduziert wird. Eine der Hauptmoeglichkeiten der Resistenz fuer Tumorzellen ist eine erhoehte Glutathionkonzentration. Glutathion reduziert alle moeglichen Molekuele unspezifisch und kann relativ leicht von der Zelle produziert werden. Der Mechanismus ist von Natur aus angelegt, denn Glutathion wird als zellulaere Antwort auf oxidativen Stress verwendet. Ausserdem koennen die von Satraplatin herbeigefuehrten DNA-Schaeden relativ leicht zellulaer repariert werden. Der Vorteil, den ich sehe, ist, dass Cisplatin eine wirksame Substanz ist und ich denke, dass die Chancen fuer Satraplatin nicht schlecht stehen, wenigstens fuer eine Weile einen Teil des Marktes zu bedienen, was meiner Meinung nach hauptsaechlich aufgrund der oralen Gabe der Fall sein wird. ipollit hat die Moeglichkeit der Kombination mit Strahlentherapie angesprochen und die scheint mir auch Sinn zu machen, vor allem weil die Nebenwirkungen relativ verschieden sind.
MHCII Antikoerper:
          §Meine Meinung zu Antikoerpern habe ich allgemein schon mal frueher gepostet. Dort sind sicherlich einige Entwicklungen moeglich, es gilt aber zu beachten, dass andere Firmen hier einen erheblichen Kenntnisvorsprung haben. Das gilt allgemein fuer Antikoerper. Speziell ist fuer GPC die Entwicklung gegen MHCII Komplexe eine Moeglichkeit Lymphoma und Leukaemie zu behandeln, da MHCII auf Lymphozyten zu finden ist, die mit diesem Komplex Antigene fuer T-Zellen praesentieren. Der Vorteil ist, dass der Effekt hauptsaechlich auf aktivierte oder Krebs Lymphozyten wirkt. Richtig ist auch das Z Nagy in diesem Gebiet gute Arbeit geleistet hat.
Cdk-Inhibitoren:
Cdk-Inhibitoren sind, wie ich vorher auch schon mal gepostet habe generell eine interessante Idee als Anti-Krebsmittel. Der Grund fuer die vielen Patente ist hauptsaechlich die Tatsache, dass die Molekuele die als Cdk-Inhibitoren wirken relativ leicht durch kombinatorische Chemie hergestellt werden koennen. Was GPC dort im Speziellen hat, weiss ich nicht, aber das Problem ist, dass die Signalkaskaden zwar recht gut erforscht sind, ein spezieller Angriff auf Krebszellen meines Wissens nach allerdings nicht so einfach ist, daher die Toxizitaetsprobleme. Im uebrigen forscht GPC hier garantiert nicht allein, denn Cdk-Inhibitoren sind schon eine halbe Ewigkeit bekannt.
Angiogenese-Inhibitoren:
Angiogenese ist die Neubildung von Blutgefaessen. Die laeuft in Tumorgebieten verstaerkt ab, weil dort natuerlich ab einer gewissen Groesse Durchblutungsprobleme auftreten. Angiogenese-Inhibitoren eignen sich deshalb hauptsaechlich als Tumorstatika. Ein interessanter Gedanke ist die indirekte Verwendung von Angiogenese als Tumormarker. Die Verwendung als Medikament kann ich ohne genauere Angaben nicht beurteilen, aber ich habe einige Leute angeschrieben, die ich in Martinsried kenne. Vielleicht koennen die etwas ueber GPC herausfinden.

Mein Fazit:
Die besten Kandidaten fuer GPC sehe ich in Satraplatin und in den MHCII Antikoerpern. Wann es zu einem Einsatz und damit zu einer echten Kursrelevanz kommt, kann natuerlich schlecht beurteilt werden, aber fuer beide Medikamentengruppen sind schon eine Menge klinischer Studien gelaufen, die eine Abwicklung erleichtern sollten. Ueber das Marktpotenzial weiss ipollit sicherlich mehr.  
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grenke:

du nicht böse sein aber jetzt bin ich enttäuscht

 
22.10.03 21:05
weil dein fazit ist bekannt.

Aber davon abgesehn finde ich deine Beitäge astrein, endlich mal jemand der echt Ahnung hat von dem was er schreibt.
Ich denke wenn du echt aus der Branche kommst, dann wirst du auch Prof. Dr.Seitzinger kennen oder ?

bitte um Antwort


gruß Grenke
Antworten
ipollit:

nachgedacht, da hast du dir ja wirklich

 
22.10.03 21:11
viel Mühe gegeben... danke für deine Ausführungen, sowas liest man nicht alle Tage.

Habe jetzt nicht viel Zeit, aber werde mir es später nochmal genauer durchlesen...

ist also eine größere Verwandschaft zwischen Satraplatin und Cisplatin als zwischen Satraplatin und Carboplatin? ... infolgedessen auch eine Satraplatinresistenz bei schon vorhandener Cisplatinresistenz?

Das neue an Satraplatin (was zunächst auch die Leadindikation ist) soll die Wirksamkeit gegen HRPC sein... ist es richtig, dass andere Platinpräparate nicht gegen HRPC wirksam sind?

in einem anderen Board wurde die Möglichkeit eines Auslaufen des Patentschutzes angesprochen und damit relativ schnell Generika als Konkurrenten... kann man irgendwo rausbekommen, wann die Patente für Satraplatin (JM-216) ablaufen? Habe z.B. das gefunden: "JM216 (cis, trans, ##STR6## (M. Abrams, European patent pending 89300787.2) developed by Johnson-Matthey of Great Britain"

angeblich werden IV-Platinpräparate ungern in Kombination mit Strahlentherapie eingesetzt, weil die Infusionen nicht zum Behandlungsplan einer Strahlentherapie passen... richtig? ... und liegt da ein Vorteil der oralen Platinpräparate?

mfg ipollit :-)
Antworten
grenke:

Beantwortet nicht meine Frage Ipollit ! o. T.

 
22.10.03 21:18
Antworten
grenke:

und wenn ihr einmal dabei seit !

 
22.10.03 21:21
Dann bitte eure Meinungen zu

Dr. Marcel Rozenceig
Dr. Muz Mansuri
Dr. Benno Rattel

gruß Grenke
Antworten
grenke:

und um noch eins draufzusetzen,

 
22.10.03 21:31
warum glaubt ihr vertraut ein  Konzern wie Altana auf den Forschungsvorsprung von GPC, denke da laufen nicht nur Deppen rum oder ?

gruß Grenke

P.S mal was unwichtiges nebenbei, Altana denkt über eine Aufstockung bzw.Beteiligung nach
Antworten
grenke:

Nur um eins festzustellen,

 
22.10.03 21:37
Bin kein Mediziner, halt nur ein Anleger.
Habe aber die Mappe von GPC meinem Hausarzt vorgelegt, und der wahr echt überrascht und hat selbst privat ein paar Stücke in Depot gelegt.


gruß Grenke
Antworten
grenke:

Mein Kursziel bleibt und ist bei 200€

 
22.10.03 21:41
Ende im Gelände


gruß Grenke
P.S
ende 2003  12€
ende 2005 60€
ende 2007 100€
ende 2009 200€
Antworten
grenke:

@ nachgedacht2 welche Fa. hat hier einen

 
22.10.03 22:17
Forschungsforsprung ?


Meine Meinung zu Antikoerpern habe ich allgemein schon mal frueher gepostet. Dort sind sicherlich einige Entwicklungen moeglich, es gilt aber zu beachten, dass andere Firmen hier einen erheblichen Kenntnisvorsprung haben. Das gilt allgemein fuer Antikoerper. Speziell ist fuer GPC die Entwicklung gegen MHCII Komplexe eine Moeglichkeit Lymphoma und Leukaemie zu behandeln, da MHCII auf Lymphozyten zu finden ist, die mit diesem Komplex Antigene fuer T-Zellen praesentieren. Der Vorteil ist, dass der Effekt hauptsaechlich auf aktivierte oder Krebs Lymphozyten wirkt. Richtig ist auch das Z Nagy in diesem Gebiet gute Arbeit geleistet hat.
Antworten
ipollit:

und weiter

 
23.10.03 01:54
"Was mich generell ueberrascht, ist dass die meisten der Biotechs schon so lange an der Boerse sind und eigentlich noch gar nichts geleistet haben."
... welche Biotechs meinst du denn? was sollen sie denn schon geleistet haben? in der Regel wird für die Forschung u. Entwicklung ziemlich viel Kapital benötigt und das kommt z.B. von der Börse... also erst der Börsengang, dann Entwicklung und dann erst Erfolg oder Mißerfolg. Biotechs, die bereits Produkte am Markt haben, wenn sie an die Börse gehen, sind dabei eher die Ausnahme. Die Produktentwicklung dauert, wie du mir sicherlich bestätigen kannst, nicht nur ein Paar Jahre, sondern schon eher 10 Jahre... demnach können Unternehmen, die in der letzten Boomphase vor 3-4 Jahren an die Börse kamen noch gar nicht so weit sein. Das aber letztendlich was erfolgreiches draus werden kann, sieht man z.B. an Genentech oder Amgen, die mit 40 und 78 Mrd. USD an der Börse bewertet werden - zum Vergleich Bayer kommt auf 16 und Schering auf 9 Mrd. Das liegt z.B. an den relativ hohen Gewinn-Margen von z.B. 50%... erkauft wird sich dies aber mit langen Jahren mit sehr hohen Verlusten und ständigem Risiko eines Scheiterns...

Satraplatin... "der Nachteil, dass es relativ schnell reduziert wird." - also mehr als z.B. bei Cisplatin... hat das auch Folgen für das Medikament? Heißt das soviel wie, dass eine Anwendung nicht so lange anhält? Ist das nicht bei einem oralen Mittel akzeptabel, wenn man in kürzeren zeitlichen Abständen, jeweils eine Kapsel nimmt (anders als bei IV)?

"Ausserdem koennen die von Satraplatin herbeigefuehrten DNA-Schaeden relativ leicht zellulaer repariert werden." - ist das bei Cisplatin/Carboplatin anders?

"Der Vorteil, den ich sehe, ist, dass Cisplatin eine wirksame Substanz ist und ich denke, dass die Chancen fuer Satraplatin nicht schlecht stehen,..." - Cispaltin ist aber auch ein Generikum... also muss es für die Anwendung von Satraplatin schon trifftige Gründe geben (z.B. wie du sagst oral)... schlecht, wenn die Resistenzen ähnlich sind... gut, wenn Cisplatin nicht bei HRPC wirkt (wovon ich ausgehe). Die orale Einnahme kann u.U. dann ein Vorteil sein, wenn sich dadurch die sehr teueren Krankenhausaufenthalte reduzieren lassen (man scheint zur Zeit in der Entwicklung ja generell mehr auf orale Chemotherapeutika zu setzen!?)

"Dort sind sicherlich einige Entwicklungen moeglich, es gilt aber zu beachten, dass andere Firmen hier einen erheblichen Kenntnisvorsprung haben. Das gilt allgemein fuer Antikoerper." ... der therapeutische Einsatz von AKs ist nicht neu... zunächst hat man rein murine AKs verwendet, dann chimäre, humanisierte und jetzt kommen die ersten vollhumanen... bei der Erzeugung von geeigneten AKs sind z.B. Firmen wie Protein Design Labs, Abgenix, Medarex, CAT und Morphosys vertreten und das schon seit vielen Jahren. Von AK-Medikamenten-Hersteller gibt es auch eine ganze Reihe die schon viele Jahre am Markt sind (z.B. Centocor). Daraus sind auch schon sehr erfolgreiche Produkte hervorgegangen wie ReoPro, Simulect, Rituxan, Zenapax, Remicade, Herceptin, Synagis, Mylotarg, Zevalin, Campath. - z.B. erzeugt Rituxan dieses Jahr einen Umsatz von deutlich über 1 Mrd. USD, während Cispaltin+Carboplatin nur 800 Mio. Umsatz bringen (allerdings als Generikum). Also ist der Beweis damit schon erbracht, dass man mit AKs therapeutische Medikamente herstellen kann: z.B. gegen Krebs (NHL, Leukemie, Brustkrebs), Arthitis, RSV-Infektion, Abstoßreaktionen... GPC macht hier also nichts neues.

Der MHCII-AK wirkt wenn ich das richtig verstanden habe auf Lymphozyten in fast jedem Stadium ein (z.B. Stammzellen) ... der Rituximab-AK angeblich nur auf einen Teil - ist das ein Vorteil oder Nachteil für den MHCII-AK?

Ist das Poster www.gpc-biotech.de/drug_pipeline/Poster_1D09C3.pdf , wie mir schonmal einer sagte, an den üblichen Standards gemessen nur schlecht gelungen? Würdest du nach diesen Daten die Synergie mit Rituxan als signifikant bezeichen (natürlich nur eingeschränkt wegen der geringen Datenmenge) - oder sind die Daten geschönt worden und man könnte auch ganz andere Schlüsse daraus ziehen?

Ein weiterer Kritikpunkt an dem MHCII-AK war in einem anderen Board, dass die Entwicklung zu langsam vorangeht... kann man das so sagen?

GPC hat den MHCII-AK auch gegen immunologische Indikationen entwickelt (zur Auslizensierung) - er hat angeblich den Vorteil sehr spezifisch einzelne Teile des Immunsystems abzuschalten... ist das wirklich damit möglich?

"Cdk-Inhibitoren sind, wie ich vorher auch schon mal gepostet habe generell eine interessante Idee als Anti-Krebsmittel." - angenommen ein solcher CDK-Inhibitor stellt sich als geeignet heraus... ist er dann nur auf wenige Krebsindikationen begrenzt, oder läßt sich damit wahrscheinlich ein weites Feld abdecken?

Anfang 2001 hieß es: "GPC Biotech verfügt weltweit über eine der stärksten patentrechtlichen Positionen mit mehr als 40 erteilten Patenten und zahlreichen Patentanträgen im Bereich der Zellzyklusregulatoren und von deren Inhibitoren." ... stimmt das?

Angiogenese-Inhibitoren... da gibt es sicherlich schon einige, die sehr viel weiter sind... in den letzten Jahren ist glaube ich ein Medikament gescheitert (?), aber in diesem Jahr gab es positive Nachrichten von Avastin in PhaseIII (soll nächstes Jahr auf den Markt kommen und ein Multi-Mrd-Blockbuster werden - Genentechs Marktkapitalisierung ist daraufhin um schlappe 20 Mrd. USD gestiegen)... Avastin ist doch so ein Angiogenese-Inhibitor? oder?
"AVASTIN (BEVACIZUMAB) ANGIOGENESIS INHIBITOR AND CANCER THERAPY
The product of a joint development programme between Genentech and Roche, Avastin (bevacizumab, rhu-MAb-VEGF) is a humanised monoclonal antibody (MAb) directed against vascular endothelial growth factor (VEGF), a pro-angiogenesis factor. It has emerged as one of the leading angiogenesis inhibitors in late-stage development and the first to demonstrate improved survival rates in cancer patients."
GPCs Hemmstoff soll allerdings kein AK, sondern ein Peptid sein...

"Wann es zu einem Einsatz und damit zu einer echten Kursrelevanz kommt, kann natuerlich schlecht beurteilt werden" ... für Satraplatin gibt es schon einen Zeitrahmen 2006/2007, wo eine Marktzulassung bei Erfolg der PhaseIII erfolgen sollte... das heißt aber nicht, dass der Erfolg erst dann im Kurs eingepreist wird - das dürfte schon vorher spekulativ der Fall sein. In den nächsten 12 bis 18 Monaten soll für Satraplatin ein Vermarktungspartner gefunden worden sein... damit sollten erhebliche direkte und indirekte Zahlungen an GPc verbunden sein, was auch kursrelevant ist, wie auch jede kleine Erfolgs- oder Misserfolgsmeldung in der Entwicklung...

das war es fürs erste... (lol)

mfg ipollit ;-)
Antworten
grenke:

ihr beide seit wahnsinnig ! ( smile)

 
23.10.03 07:15
darann hätte ich die ganze nacht geschrieben, und selbst dann wär das nicht so gut.

Nochmal ein kompliment an beide.

gruß Grenke
Antworten
nachgedacht2:

Hi grenke und ipollit,

 
23.10.03 12:41
Danke fuer die Kommentare. Erstmal allgemein: Von dem was ich ueber GPC und deren Produkte gelesen habe, halte ich den Kauf ihrer Aktien nicht fuer eine schlechte Anlage von Geld. Das ist oben vielleicht falsch angekommen. Zu Euren Anmerkungen:
@grenke: Fazit ist bekannt, das ist doch gut. Sicherlich haben sich zu dem Thema auch schon Leute Gedanken gemacht, die viel mehr Ahnung als ich haben. Unter anderem auch bei Altana. Das die mit GPC zusammen arbeiten ist ein gutes Zeichen, da stimme ich Dir zu. Allerdings verheisst eine groessere Firma nicht auch gleich bessere Wissenschaftler. Bezueglich der Leute, nach denen Du fragst. Mir ist nur Benno Rattel bekannt, der hat auch mit Nagy zusammen eine der Hauptveroeffentlichungen geschrieben, die ipollit schon gepostet hat. Persoenlich kann ich mich zu keinem aeussern.
Forschungsvorsprung bei AK: Erstens, ich denke, dass die Idee der MHCII-Antikoerper gut ist, gerade weil schon eine natuerliche Signalkaskade fuer den induzierten Zelltod vorhanden ist. Firmen, die fast ausschliesslich mit Antikoerpern arbeiten sind Dir doch auch bekannt. Morphosys und CAT hatten wir ja schon mal diskutiert. Klar, die ziehlen mit ihren AK auf andere Targets, aber die Weiterentwicklung der AK von in vitro Studien an ist wichtig, denn unterschiedliche Vorstufen scheitern an unterschiedlichen Punkten.
Deine Kursziele: Zum Kursziel kann ich wenig sagen. Wenn ein Produkt zugelassen wird, kann viel passieren. Dein Zeitplan ist geduldig und in der Beziehung sicherlich realistisch. Ich wuensche Dir auf alle Faelle, dass Deine Vorhersage eintrifft und denke, dass die Chancen fuer einen Erfolg bei GPC nicht schlecht sind.

@ipollit
Puh, Du machst mir Spass. Zur Verwandschaft von Satraplatin, Cisplatin und Carboplatin.

Cisplatin ist ein Platinum-Chlorid-Ammin Komplex, Carboplatin [(SP-4-2)-(1,1-Cyclobutandicarboxylato)diamminplatin(II)] ist ueber einen Carboxykomplex chelatiert , Satraplatin  [bis-acetatoammine-dichlorocyclohexylamine platinum (IV)] an cyclohexylamin. Chemisch sind daher Carboplatin und Satraplatin naeher verwandt als jede der beiden Verbindungen zu Cisplatin. Die endgueltige Zelltoxizitaet beruht auf einer diammin-platinum Bindung an Guanidin und das gilt fuer alle drei. Die Resistenz auf Grund von Glutathionproduktion wirkt auch auf alle drei.
HRPC: Es ist richtig, dass andere Praeparate nicht zur Behandlung von HRPC zugelassen sind. Ob das heisst, dass sie nicht wirksam sind, kann ich nicht beurteilen. Satraplatin hat auf alle Faelle den gewaltigen Vorteil, dass es oral gegeben werden kann und vergleichsweise weniger starke Nebenwirkungen hat. Daher auch die bessere Verwendung bei Strahlentherapie. Generell sind Infusion und Strahlentherapie miteinander vereinbar. Leukaemie ist ein gutes Beispiel. Meistens werden sie in Sequenz durchgefuehrt. Vereinfacht gesagt ist der Grund dafuer, dass man sonst an den kombinierten Nebenwirkungen stirbt. Satraplatin ist also eher wegen der niedrigeren Nebenwirkungen als wegen der oralen Gabe mit Strahlentherapie vereinbar.
Biotechs generell: Das Biotechs an die Boerse gehen um Kapital zu erhalten ist mir klar, ob ich selbst das Kapital geben will, das ist die Frage. In Amerika gibt es sicherlich ein paar erfolgreiche Beispiele, in Deutschland einige Kandidaten. Meine Aussagen sind eher von Skepsis gepraegt, das gebe ich zu. Immerhin denke ich, dass bei GPC noch ein wenig Zeit zum Einstieg bleibt.
Nein, nicht mehr als Cisplatin. Ja, macht das Medikament unwirksam und ist auch ein Grund fuer alle moeglichen Nebenprodukte und damit Nebenwirkungen.
Das heisst, dass das Mittel nicht so wirksam ist, wie man es sich wuenschen koennte. Dort gibt es fuer Platinum-Verbindungen aber keine Loesung, glaube ich. Richtig, die orale Gabe sollte zu besserer Dosierbarkeit, ohne stationaere Behandlung, fuehren.  Nein, dass ist bei allen gleich, weil der DNA-Komplex der gleiche ist.
Der MHCII-AK wirkt nach Aussagen der Entwickler haubtsaechlich auf aktivierte und cancerogene Lymphozyten. Das ist ein Vorteil, fuehrt natuerlich zu einer Schwaechung der Immunabwehr, aber bewirkt, dass sich der Koerper nach Abschluss der Therapie leichter erholt. Soweit ich weiss wird der Rituximab-AK ueber einen anderen Mechanismus (Antikoerper induzierter Zelltod). Kann mir nicht vorstellen, dass er viel spezifischer ist.
Das Poster gefaellt mir nicht. Es ist schlecht gelungen, die Meinung teile ich. Die Synergie mit Rituxan ist aus Abb. 2 nicht klar erkennbar. Keine der Messreihen hat Fehlerbalken. Das koennte bedeuten, dass Einzelmessungen vorliegen. Denen wuerde ich nicht zu viel Bedeutung beimessen. Ob geschoent worden ist, kann man nicht sagen und das wuerde ich nicht unterstellen. Allerdings kann man aus, sagen wir mal 20 Messreihen (5 Wiederholungen), die 4 auswaehlen, die den Effekt den man zeigen moechte am deutlichsten belegen. Mich macht das Fehlen der Fehlerangaben stutzig. Allerdings ist die Synergie mit Rituxan nicht alles entscheidend. Signifikanz gibt es nicht eingeschraenkt. Die Daten sind nicht signifikant.
Als Aktienbesitzer sicherlich, als Wissenschaftler nein. Ist doch besser, wenn die Entwicklung gewissenhaft durchgefuehrt wird.
Ja, aktivierte Lymphozyten. Das kann interessant sein.
Krebs ist ein Sammelbegriff fuer Krankheiten. Wenn man an dem Punkt ist, dass CDK-Inhibitoren eingesetzt werden koennen, gilt das sicherlich nur fuer einige Krebsarten. Das kann aber auch ein Vorteil sein, denn im Moment ist die Krebstherapie so schlecht, weil sie so unspezifisch ist. Das koennte sich mit CDK-Inhibitoren aendern.
Kann ich nicht beurteilen.
Ja.
GPC Angiogenese-Inhibitor kenne ich nicht.

Viele Gruesse.



Antworten
grenke:

Danke, super Antwort bis auf

 
23.10.03 12:57
die frage welche Fa. hier den Forschungsvorsprung haben soll.

Aber trozdem echt gut untermauert.

gruß und mach weiter so

Grenke
Antworten
nachgedacht2:

zu meiner Antwort

 
23.10.03 13:16
Entschuldigt, dass sich die Antworten nicht gut lesen lassen. Ich hatte die Fragen mit reinkopiert, aber in Klammern gesetzt, sind aber nicht gedruckt worden. Hab sie aber der Reihe nach abgearbeitet. Zu den Firmen mit Vorsprung. Die hat ipollit schon aufgelistet. Der Vorsprung bezieht sich nicht auf AK gegen MHCII sondern generell auf AK-Entwicklung.
Antworten
ipollit:

nachgedacht, hatte eigentlich

 
23.10.03 16:23
keine Probleme deine Antwort zu lesen... finde einige Dinge sehr nützlich: z.B. dass deiner Meinung nach die 1D09C3-Rituxan-Synergie nicht ausreichend belegt ist... werde also jetzt erstmal etwas vorsichtiger sein mit 1D09C3 und weitere Daten abwarten (zur Zeit sollen die toxikologischen Studien an Affen laufen)

werde später noch einige kleinere ;-) Fragen hier rein setzen

mfg ipollit :-)
Antworten
ipollit:

nachgefragt - hier noch ein Paar Fragen

 
24.10.03 00:05
(wenn ich dich inzwischen damit nerve, könnte ich das verstehen... dann kannst du es ruhig sagen... sonst kann mir aber keiner diese Fragen beantworten)


kannst du vielleicht noch was zum Patentschutz allgemein oder speziell zu Satraplatin sagen... kann es sein, dass z.B. nach Zulassung 2007 für HRPC schon nach z.B. 2 Jahren das Patent abläuft? Oder gilt das nur für Off-Label-Indikationen?

spielt es eine Rolle, dass 1D09C3 (MHCII/HLA-DR) auch gegen Stammzellen wirkt und Rituxan (CD20) nicht... ist es negativ oder positiv? (das sagt mir zumindestens www.cx.unibe.ch/dkf6/immunology/teaching/...body%20therapy.pdf , Seite 20)

zu Rituxan zitiere ich eine andere Stelle: "Das Andocken hat zwei wesentliche Effekte auf die Zelle, den der Lyse (Auflösen der Zelle) und den der Apoptose(selbstherbeigeführter Zelltod). Dies ist besonders wichtig zu erwähnen, denn IDEC war sich dessen nicht bewußt. Dieser glückliche Umstand ist im nachhinein der wahre Grund für die enorme Durchschlagskraft und den Erfolg, der damit erzielt wird. Den Effekt der Zellyse kannte IDEC: diese wird als Folge von Rituxan durch komplizierte Reaktionen des Immunsystems durch andere Antikörper und durch das Komplement-System erreicht. Die Apoptose-Induktion wurde erst im nachhinein entdeckt, als man nämlich eigens für die nähere Erforschung der Signaltransduktionskaskade ein Zellbiologielabor ins Leben gerufen hat."
... GPC betont, dass 1D09C3 nicht wie am Markt befindliche NHL-AKs (also auch Rituxan) auf ein einigermaßen intaktes Immunsystem angewiesen ist, was sich z.B. bei Kombination mit der Chemotherapie positiv auswirkt... 1D09C3 also offensichtlich hauptsächlich auf Apoptose beruht. Kann das sein und wäre das ein größerer Vorteil für 1D09C3 gegenüber Rituxan?

weiter heißt es: "Ein Problem sehen wir darin, dass die 10% der kranken B-Lymphocyten, die kein passendes CD 20 – Antigen besitzen, weder von Rituxan noch von Zevalin getötet werden."
... bietet auch hier 1D09C3 einen Vorteil, da es ein anderes Target angreift? Außerdem habe ich gelesen, dass auch eine Resistenz gegen Rituxan entwickelt werden kann... stimmt das?

Der Rituxan-AK hat noch Mausanteile... führen diese auch zu Nebenwirkungen, oder spielt das keine Rolle, wenn das Immunsystem sowieso eine Zeit lang außer Gefecht gesetzt wird?

Zum Börsengang hieß es: "Die Inhibierung dieser CDK/Cyclin-Komplexe durch niedermolekulare Wirkstoffe, welche die Blockierung des Zellzyklus nach sich zieht, stellt potenziell einen selektiven Ansatz für die Krebstherapie dar, der auf die Mehrzahl der Krebsarten angewandt werden kann. Während eine Blockierung des Zellzyklus bei normalen Zellen lediglich ihr Wachstum anhält, sterben viele Arten von Krebszellen, wenn sie sich nicht mehr teilen können. Die Gesellschaft glaubt, dass dieser Unterschied in der Reaktion auf die Blockierung des Zellzyklus einen Ansatzpunkt für eine potenzielle therapeutische Selektivität bietet.

GPC Biotech entwickelt Inhibitorproteine des Zellzyklus (CDKi) als Therapeutika zur Blockierung von Angiogenese und Tumorwachstum. Die Gesellschaft konnte zeigen, dass die Fusion dieser Proteine mit einfachen, sich von einem HIV-Protein herleitenden Peptiden ihre Aufnahme in die Zelle erleichtert. Nach der Aufnahme blockieren diese Inhibitorproteine wirkungsvoll die Angiogenese und das Wachstum einer Vielzahl normaler und entarteter Zellen in Zellkultur. Diese Beobachtungen lassen vermuten, dass solche Proteine bei der Behandlung von Krebs hilfreich sein könnten. GPC Biotech hat Methoden zur Isolierung und Produktion dieser Proteine entwickelt, welche in Tierversuchen getestet werden."
... du hast gesagt, dass CDK-Inhibitoren nur gegen einige Krebsarten wirken... es ist also auszuschließen, dass so ein Medikament gegen viele Krebsarten gleichzeitig wirkt, wie das z.B. bei Geron's Vakzine gegen Teleomerase der Fall sein soll? ... ich dachte, dass man damit in die Zellteilung von vielen verschiedenen Zellen eingreifen kann und die Krebszellen daran zugrunde gehen (es wird doch kein Target wie z.B. CD20 benutzt, welches nur auf bestimmten Zellen zu finden ist)!?

machen die Ausführungen oben von GPC heute (nach 3 Jahren) noch Sinn, oder sind sie u.U. schon wieder überholt?

noch eine Frage zu Morphosys... die haben als eigene Entwicklung MOR101/102 in der Pipeline. Beides beruht auf dem Target ICAM-1, welches von Boehringer einlizensiert wurde. Für ICAM-1 hatte Boehringer zuvor selbst ein Medikament in der Pipeline: Enlimomab/BIRR-1. Die Entwicklung wurde in PhaseIII (gegen Schlaganfall) abgebrochen, als es in der behandelten Gruppe zu mehr Todesfällen kam, als in der Kontrollgruppe. Jetzt ist für mich die Frage, ob der Grund dafür wirklich in dem murinen AK lag (also in einer Immunreaktion gegen den Maus-AK), oder ob die Nebenwirkungen wahrscheinlich immer auftreten werden... d.h., dass der nun humane AK von MOR gegen ICAM-1 auch scheitern wird. Dazu habe ich zum Beispiel folgende Studie gefunden: www.jimmunol.org/cgi/content/full/162/4/...2d20c456b768ad94ae8 . Ich kann die medizinischen Dinge nicht eindeutig deuten - ist es richtig, dass diese Studie auch den murinen AK für die Nebenwirkungen verantwortlich macht?

das sind glaube ich alle Fragen, die in den letzten Monaten bei mir mal aufgetaucht sind... es wäre schön, wenn du mir auch diesmal die eine oder andere beanworten könntest... danke!

mfg ipollit :-)
Antworten
ipollit:

sorry nachgedacht

 
24.10.03 16:59
sollte natürlich "nachgedacht - hier noch ein paar Fragen" heißen ... gleich zwei Fehler direkt im Titel (und auch noch bei deiner ID daneben)... peinlich, peinlich... war gestern doch ein wenig spät

ich hoffe du nimmst es mir nicht übel...

mfg ipollit

Antworten
nachgedacht2:

Hi ipollit, o. T.

 
24.10.03 17:04
Interessante Fragen. Gerade der Patentschutz muesse noch einmal genauer geklaert werden. Im Moment kann ich nicht auf alles eingehen, aber hier ein paar Meinungen:
"Ein Problem sehen wir darin, dass die 10% der kranken B-Lymphocyten, die kein passendes CD 20 – Antigen besitzen, weder von Rituxan noch von Zevalin getötet werden." ... bietet auch hier 1D09C3 einen Vorteil, da es ein anderes Target angreift?
Ja, ich denke, dass der MHCII ein gutes Target ist, weil er ein 100%iger Lymphozytenmarker ist.

Außerdem habe ich gelesen, dass auch eine Resistenz gegen Rituxan entwickelt werden kann... stimmt das?
Bezueglich der Resistenz ist das meiste Spekulation. Sicherlich kann durch Mutation der Bindungsstellen Resistenz entstehen. Das ist aber schwer zu beurteilen und ich denke in keinem Fall eine grosse Gefahr. Bist Du dir sicher, dass fuer Rituxan von Resistenz gesprochen wurden, nicht vielleicht von Unwirksamkeit? Das koennte, wie unten bemerkt durch murine Fragmente bewirkt werden.

Der Rituxan-AK hat noch Mausanteile... führen diese auch zu Nebenwirkungen, oder spielt das keine Rolle, wenn das Immunsystem sowieso eine Zeit lang außer Gefecht gesetzt wird? Das koennte bei langandauernder Behandlung ein Problem sein.

Auf den Rest der Fragen werde ich im Verlauf der naechsten Woche eingehen. Freut mich, dass Du den Eindruck hast unser Austausch sei hilfreich. Durch Deine Fragen habe ich in den letzten Tagen viel ueber GPC gelernt.

Gruesse.
Antworten
nachgedacht2:

Hi ipollit,

 
24.10.03 17:07
hoffe Du hast unlaengst nicht meine Bemerkungen zu einigen Usern des Forums gelesen. Musst Dich schon ein wenig mehr anstrengen, um mich zu veraergern ; ).
Antworten
grenke:

darf ich ne pers. frage stellen ?

 
24.10.03 17:13
bist du jetzt Mediziner oder Wissendschaftler.

Deine Antworten lassen jeden falls darauf schließen.

wenns zu persönlich fürs Board ist o.k, würde mich halt einfach mal interessieren.

gruß Grenke
Antworten
grenke:

und halt deine meinung zu ,LeadCode

 
24.10.03 17:27
wie siehst du die von GPC endwickelte Technologie, scheinen ja echt große drann interessiert sein.

gruß Grenke
Antworten
ipollit:

@grenke, was die LeadCode-Technologie

 
24.10.03 18:08
betrifft, so würde ich die letzte News zu den Entlassungen eher so deuten, dass die Vermarktung der Technologieplattformen von GPC in deren Geschäftsmodell etwas zurücktreten sollen und statt dessen sich mehr auf die direkte Medikamentenentwicklung konzentriert wird...

Martinsried (vwd) - Die GPC Biotech AG, Martinsried, strebt ungeachtet der geplanten Neuausrichtung weiterhin bis 2006 schwarze Zahlen an. Allerdings werde es eine Verschiebung bei den Umsatzquellen geben, sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Seizinger am Freitag in einem Interview mit Dow Jones Newswires. GPC hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Belegschaft um 21 Prozent zu reduzieren, vor allem in Forschungsbereich Technology Services. Das im TecDAX notierte Biotechnologie-Unternehmen rechnet durch die Umstrukturierung ab 2004 mit jährlichen Einsparungen von bis zu fünf Mio EUR.

Die frei werdenden Finanzmittel sollen künftig verstärkt für die Entwicklung eigener Krebsmedikamente verwendet werden. In diesem Bereich sollen langfristig die Hauptumsätze generiert werden. Laut Seizinger bedeutet dies, dass GPC künftig weniger Umsätze aus Partnerschaften aus dem Bereich Frühphasen-Technologie erwirschaften werde. Dafür sollten mehr Umsätze aus Partnerschaften mit der Entwicklung von Medikamenten im späten Stadium entstehen.
vwd/DJ/10.10.2003/sam/mas/bb

******

Die Analysten der DZ Bank haben die Aktie von GPC Biotech (ISIN DE0005851505/ WKN 585150) unverändert mit "buy" eingestuft.

GPC Biotech wolle sich künftig verstärkt auf die Entwicklung eigener Krebsmedikamente konzentrieren und plane in diesem Zusammenhang einen umfangreichen Konzernumbau. Dadurch solle der Aufbau der Medikamentenpipeline beschleunigt werden. Durch die Restrukturierung werde die Mitarbeiterzahl um rund ein Fünftel reduziert werden.

Nach Ansicht der Analysten sei die Ankündigung positiv zu werten. Allerdings stelle dies aber ein Indiz dar, dass die technologischen Dienste schwach seien. Aufgrund der derzeit hohen Bewertung könne die Aktie kurzfristig unter Druck kommen.

Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten der DZ Bank die Aktie von GPC Biotech weiterhin zu kaufen.

heute mal wieder blau?!... lol

mfg ipollit ;-)
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grenke:

ja aber das teil ist ja schon endwickelt !

 
24.10.03 18:12
ergo muß daran ja auch nicht weiter rumgedoktert werden richtig.

Sorry das ich so direkt schreibe, aber das fachsimpeln überlass ich euch, da kann ich nicht mithalten.( smile)

gruß Grenke

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ipollit:

nachgedacht, zur Rituxan-Resistenz habe

 
24.10.03 18:52
ich nur eine Aussage von GPC selbst... eck oder grenke (oder noch jemand anderes... habe es mir nicht gemerkt) haben GPC wegen 1D09C3 angeschrieben und diese Anwort erhalten (hoffe mal, dass sie authentisch ist):

"Bei der Markteinführung von 1D09C3 könnte der Markt mehrere Mrd. US-Dollar groß sein.
Kürzlich konnten wir sehr positive vorklinische Daten zu unserem Antikörper-Programm präsentieren. U.a. waren dies Daten, die klare Synergien in der Wirksamkeit von 1D09C3 und Rituxan gezeigt haben. Außerdem ist es interessant, dass rund 50% der Patienten resistent gegen Rituxan sind und fast alle Patienten, bei denen es anfänglich eine Wirkung zeigt später resistent werden. Hier besteht also weiterhin ein hoher medizinischer Bedarf. Außerdem könnte man sich wegen der synergistischen Wirkung auch eine Kombination beider Antikörper vorstellen. 1D09C3 verfügt über einen neuartigen Wirkmechanismus. Dieser unterscheidet sich von dem von Rituxan, was die Synergien begründen könnte.

Außerdem kann man darauf hinweisen, dass wir über die Wirksamkeit bei verschiedenen Blutkrebsarten auch eine vorklinische Wirksamkeit bei einem soliden Krebs (Melanoma) gesehen haben, was einen weiteren attraktiven Markt öffnen könnte.

Viele Grüße aus Martinsried,
Martin Brändle"

*****
"die klare Synergien in der Wirksamkeit von 1D09C3 und Rituxan gezeigt haben"... tja, wie man es eben nimmt... sollte wohl eher heißen "die klare Synergien... zeigen sollten"... nach deinen Aussagen beobachte ich die Sache erstmal weiter, ob noch bessere Daten kommen

mit dem ensprechenden Hintergrundwissen (wie du es z.B. hast), kann man u.U. Schwächen finden, bevor diese veröffentlicht werden... z.B. waren bei Etomoxir, dem Hauptmedikament von Medigene, bereits lange bei anderen Indikationen Probleme mit den Leberwerten bekannt... damals hat auch einer in einem Board darauf hingewiesen, was ich leider erst im nachhinein gemerkt habe... jedenfalls kam auf einmal eine AdHoc, das es mit Etomoxir Probleme gibt, die angeblich aber durch eine geänderte Dosierung beseitigt werden könnten... da hätten eigentlich schon die Alarmglocken läuten müssen. Kurze Zeit später wurde die Entwicklung des angebliche Blockbuster abgebrochen. Somit kann man mit etwas Glück schon vorher mögliche Probleme erkennen und sich darauf einstellen... damit kann es zwar trotzdem noch passieren, dass morgen GPC 50% einbricht, weil Satraplatin gescheitert ist und man mit drin hängt... man kann dann aber hinterher nicht sagen, dass man sich nicht genug informiert hat. Außerdem finde ich es interessant zu versuchen einzuschätzen, wie erfolgreich ein Medikament vielleicht werden kann oder ob jetzt schon Einschränkungen erkennbar sind... je nach dem spekuliere ich auf entsprechende Kurse in der Zukunft. ( z.B. ist Satraplatin oder 1D09C3 ein 100 oder 1000 USD Medikament, treten bei der Entwicklung wahrscheinlich Schwierigkeiten auf, oder ist das Risiko relativ gering, wann könnte das Medikament in eine klinische Phase, wann auf den Markt kommen usw.)

bei GPC scheint auch nicht alles so glatt zu laufen, was man nicht immer auf den ersten Blick sieht... so gab es offensichtlich unerwartete Probleme mit einem CDK-Inhibitor in der Präklinik, der eigentlich schon jetzt in der Klinik sein sollte... die an Cell Genesys auslizensierte p27/p16-Gentherapie wurde dort abgebrochen... Bryostatin-1 bringt bis jetzt keinen Erfolg (was GPC nicht unmittelbar trifft)... vielleicht ist die Technologieplattform wirklich bis jetzt nicht sehr erfolgreich

...also man kann nicht vorsichtig genug sein, da sind sozusagen "Insiderinformationen" von dir sehr hilfreich

mfg ipollit :-)
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ipollit:

@grenke

 
24.10.03 18:54
"Allerdings stelle dies aber ein Indiz dar, dass die technologischen Dienste schwach seien." ... was ist daran rumdoktern?
Antworten
ipollit:

die Auslizensierungen könnten nochmal

 
24.10.03 19:13
interessant werden... da GPC sich auf onkologische Medikamente fokussiert hat, wurden die immunologischen zur Entwicklung an Partner abgeben oder sollen noch abgegeben werden: bei Erfolg winken Umsatzbeteiligungen oder Co-Vermarktung.
Das Antibiotika-Programm wurde an die private PanTherix lizensiert. Die Small-Molecule-MHCII-Wirkstoffe gegen Arthritis und Multiple Sklerose (Mrd.-Markt) stehen zur Auslizensierung bereit ( www.gpc-biotech.de/drug_pipeline/...MHC%20II%20Antagonists.pdf ) Es gibt noch eine Reihe weiterer interessanter Kooperationen, die alle in der Zukunft zu zusätzlichen Einnahmen für GPC führen können.

schau ich mir auch noch mal genauer an...

mfg ipollit :-)
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nachgedacht2:

Wenn GPC von Synergien

 
24.10.03 19:27
spricht, beziehen sie sich dann auf das Poster, zu dem Du einen link gepostet hast? Nach den Aussagen scheinen die Daten publiziert zu sein. Schreib doch einfach mal eine weitere email an GPC und bitte sie auf einen Verweis auf die Daten, die eine Synergie signifikant belegen. Wuerde mich interessieren und waere sicherlich gut. Das Poster belegt die Synergien nicht.

Bezueglich der LeadCodeTechonologie: Die sieht auf dem Papier vielleicht ganz nett aus, aber so einfach ist die Suche nach Wirkstoffen nun einmal nicht. Ich betrachte das ganze eher als kleine Beigabe um eine Kooperation mit einer anderen Firma zu starten. Auf alle Faelle tut dieser Teil der Firma nichts fuer den Kurs, wie es ein Medikament koennte.

Ich habe den Pharmamarkt in den letzten Jahren beruflich recht genau verfolgt, gerade auch was die Anwendung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung auf der betrieblichen Seite betrifft. Werde mir zu Satraplatin noch einmal Gedanken machen und dann mal eine Meinung posten. Die wird dann allerdings nur allgemeine Dinge ansprechen, die hoffentlich in diesem Forum geklaert werden koennen.

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ipollit:

nachgedacht, kannst du dir vorstellen

 
24.10.03 19:45
dass die so einfach ihre Daten rausgeben... wenn diese eine Signifikanz nicht widergeben, ist GPC sicherlich nicht dran interessiert, wenn sie dann irgendwo im Internet landen. Geben Firmen generell überhaupt Studiendaten an die Öffentlichkeit?

Es gibt noch ein pdf... www.gpc-biotech.com/drug_pipeline/Presentation_1D09C3.pdf - in dem steht aber eigentlich das selbe wie auf dem Poster.

die GPC-Antwort oben habe ich eher im Zusammenhang mit der Rituxan-Resistenz gesehen... die Antworten stellen, da sie von der IR kommen, sicherlich nichts Negatives heraus, eher wird das ganze vereinfacht positiv dargestellt... trotzdem - gibt es eine Rituxan-Resistenz? (bei 100% nach der IR-Antwort)?

ein schönes Wochenende!,
ipollit
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grenke:

ihr 2 Profis, so leicht werdet ihr mich nicht los

 
24.10.03 21:14
bezüg. Lead code

Glaube nicht das ihr das so einfach abtun könnt welches der GPC meiner meinung etliche mio€ einbringt.

Aber hier nochmal zur erleuchtung die adhoc von 01.02.2003

gruß Grenke

Martinsried/München und US-Forschungsstandorte in Waltham/Boston, MA, und Princeton, NJ, 31. Januar, 2003 - Die GPC Biotech AG (Frankfurt: GPC; Prime Standard Segment) gab heute die Unterzeichnung einer Allianz mit dem U.S.-Pharmaunternehmen Eli Lilly and Company im Bereich der Medikamentenentdeckung bekannt. Im Rahmen der Forschungszusammenarbeit wird GPC Biotech ihre neue patentgeschützte Technologie LeadCode® einsetzen, um den Wirkmechanismus einer Klasse von Wirkstoffen aufzuklären, die Eli Lilly and Company zur Behandlung von Stoffwechselerkrankungen entwickelt. Das Verständnis des genauen Angriffspunktes und Wirkmechanismus eines Medikamentenkandidaten ist von großer Bedeutung, um dessen Potenzial zur effektiven Behandlung einer bestimmten Krankheit beurteilen zu können. Über weitere Details der Vereinbarung wurden keine Angaben gemacht.

"Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit mit Lilly zusammen zu arbeiten. Lilly, eines der weltweit führenden Unternehmen in der Medikamentenentdeckung und -entwicklung, ist unser erster Pharma-Partner in den USA. Mit LeadCode® haben wir eine neuartige Technologie entwickelt, die hilft, Engpässe in der Medikamentenforschung zu beseitigen und die hohe Ausfallrate in der Wirkstoffentwicklung zu verringern. Dies ist GPC Biotech's erste Pharma-Kooperation mit dieser neuen Technologie und hat zum Ziel, die molekularen Angriffspunkte von neuen Wirkstoffen gegen Stoffwechselkrankheiten in Lilly's Medikamenten-Pipeline aufzudecken", sagte Prof. Dr. med. Bernd R. Seizinger, Vorsitzender des Vorstands von GPC Biotech.

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grenke:

@nachgedacht(2)

 
26.10.03 23:29
so erst mal nen tipp, wenn du dein Passwort nicht gemerkt haben solltest kannst du ariva anschreiben, binnen weniger sekunden hast du es.

So jetzt mal zu Dr.Marcel Rozencweig von den du der meinung bist das du ihn nicht kennst.

Dr. Rozencweig hat z.b Taxol zur Markeinführung gebracht ( mehr als 1mrd.Umsatz)
Dr. Rozencweig hat z.b ausser Taxol weiter 10 Medikamente ( 7 davon im bereich Onkologie)erfolgreich durch die klinischen Test bis zu Markrtreife geführt, für mich einer der besten der Branche.

Was anderes, was weißt du drüber das Taxol in verbindung mit Bryostatin 1 eine bessere wirksamkeit haben soll ? GPC hält hier drüber ja auch den Orphan Drug Status.

gruß Grenke
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nachgedacht2:

Hi grenke,

 
27.10.03 07:46
Was soll das heissen: "Von dem Du der Meinung bist, dass Du ihn nicht kennst."?
Wenn ich sage, kenne ich nicht, dann kenne ich ihn nicht. Hab nochmal nachgesehen, warum er mir nicht bekannt ist. Das liegt daran, dass er seit 10 Jahren nicht mehr publiziert. Dass sagt natuerlich nichts ueber seine Qualitaet. Ist doch gut, dass GPC sich so einen guten Mann geholt hat.  Ueber Taxol und Bryostatin 1 habe ich noch nichts gelesen, habe jetzt aber auch nicht danach gesucht.

Gruesse
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grenke:

zu Bryostatin 1 & Taxol

 
27.10.03 09:59
GPC Biotech erhält Orphan Medicinal Drug Designation in Europa für Krebsmedikament in klinischer Phase II

- Exklusive Vermarktungsrechte für zehn Jahre nach der europäischen Marktzulassung von Bryostatin-1 für die Behandlung von Speiseröhrenkrebs -

Martinsried/München (Deutschland) und Waltham/Boston, MA (USA), 13. Mai 2002 -
GPC Biotech AG (Neuer Markt Frankfurt: GPC), ein führendes Biotechnologieunternehmen, das die Genom- und Proteomforschung in die Medikamentenentwicklung integriert, gab heute bekannt, dass die Europäische Kommission die Orphan Medicinal Product Designation für Bryostatin-1, GPC Biotech's Krebsmedikament für die Behandlung von Speiseröhrenkrebs in klinischer Phase II, erteilt hat. Die Orphan Medicinal Product Designation sichert GPC Biotech für zehn Jahre nach der Marktzulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) die alleinigen Vermarktungsrechte von Bryostatin-1 für die Behandlung von Speiseröhrenkrebs in Europa. Nach sechs Jahren erfolgt eine Überprüfung. Zusätzlich kann GPC Biotech regulatorische Beratung in Bezug auf die weitere Entwicklung von Bryostatin-1 erhalten. Im Dezember 2001 hat die US Food and Drug Administration (FDA) die Orphan Drug Designation für Bryostatin-1 in Kombination mit Taxol(r) für die Behandlung von Speiseröhrenkrebs erteilt.

Falls die aktuellen klinischen Studien in der Phase II, die vom US National Cancer Institute (NCI) finanziert werden, erfolgreich sind, plant GPC Biotech, Bryostatin-1 in weiteren klinischen Studien der Phase II und Phase III zu testen.

Für Speiseröhrenkrebs, eine aggressive Tumorart, ist derzeit keine befriedigende Therapie verfügbar. Sowohl die US-amerikanische Orphan Drug Designation als auch die europäische Orphan Medicinal Product Designation sollen die Forschung und Entwicklung von neuen Therapien gegen seltene Krankheiten unterstützen. Die Orphan Medicinal Product Designation kann für lebensbedrohliche oder schwerwiegende Erkrankungen, an denen weniger als 5 von 10.000 Menschen in der Europäischen Union erkranken und für die es keine andere befriedigende Therapie gibt, erteilt werden.

gruß Grenke
Antworten
grenke:

bei über 200 Publikationen war er Co-Autor !!

 
27.10.03 10:04
Bevor Dr. Rozencweig zu GPC Biotech kam, hatte er mehrere führende Positionen in der Medikamentenentwicklung und strategischen Planung bei Bristol-Myers Squibb inne, unter anderem als Vice President für klinische Entwicklung in Onkologie, Infektionskrankheiten und Immunologie. In dieser Position war er weltweit für die klinische Erforschung und Entwicklung der gesamten Programme von Bristol-Myers Squibb in diesen therapeutischen Bereichen verantwortlich. Davor war Dr. Rozencweig Vice President für Krebsforschung. Seine letzte Position bei Bristol-Myers Squibb war Vice President für Strategische Planung und Portfolio Management.

In seiner 18-jährigen Karriere etablierte sich Dr. Rozencweig weltweit als Experte für pharmazeutische und klinische Forschung und Entwicklung, strategische Planung und Marketing sowie Portfolio Management, insbesondere in den Bereichen Onkologie, Immunologie und Infektionskrankheiten, GPC Biotechs therapeutischen Kernbereichen. In seiner Zeit bei Bristol-Myers Squibb brachte Dr. Rozencweig zahlreiche Produkte in die klinische Entwicklung und mehr als 10 Medikamente auf den Markt, unter anderem das weltweit führende Krebsmedikament Taxol. Dr. Rozencweig ist im Beirat des New York University Cancer Centers und des New Jersey Cancer Centers und Mitglied von 13 medizinischen Gesellschaften und 9 Editorial Boards. Er ist Autor bzw. Co-Autor von über 200 wissenschaftlichen Publikationen.


gruß Grenke
Antworten
grenke:

jetzt ne frage was hälst du von p27

 
27.10.03 10:14
sind halt etwas ältere Adhocs, aber deshalb nicht weniger interessant, ganz im gegenteil die gerade jetzt interessant werden.

gruß Grenke

GPC Biotech erhält US-Patent auf Antikörper für das p27 Zellzyklus Protein

Martinsried (Deutschland) und Waltham/Boston, MA (USA), 17. Juli 2001 -- GPC Biotech (Neuer Markt Frankfurt: GPC), ein führendes Biotechnologie-Unternehmen, das die Genom- und Proteomforschung in die Medikamentenentwicklung integriert, gab heute bekannt, dass das U.S.-Patentamt ein Patent auf Antikörper, die für das p27 Zellzyklus Protein spezifisch sind, und einen prognostischen Test, mit dem die Expressionshöhe des p27 Proteins in Zellen nachgewiesen werden kann, erteilt hat. GPC Biotech betreibt intern Forschung und Entwicklung für therapeutische Anwendungen auf das p27 Gen und Protein, für die diagnostische Anwendung von p27 Antikörpern wird ein Partner gesucht. Das Patent wurde dem Memorial Sloan Kettering Cancer Research Institute und dem Fred Hutchinson Cancer Research Center erteilt. GPC Biotech hält eine weltweit exklusive Lizenz des Patents für sämtliche therapeutischen und diagnostischen Anwendungen.

GPC Biotech hat gemeinsam mit akademischen Partnern und anderen Institutionen gezeigt, dass ein geringer Level an p27 Protein für einige Krebsarten, wie Brust-, Prostata-, Darm-, Lungen und Speiseröhrenkrebs, mit einer schlechten Prognose korreliert werden kann. Diese Studien lassen schließen, dass p27 ein unabhängiger prognostischer Faktor ist, mit dem eine Vorhersage über den Verlauf von Krebserkrankungen getroffen werden kann. Da die meisten anderen prognostischen Marker nicht unabhängig sind, ist es von großem Interesse einen Test für p27 zu entwickeln, der möglicherweise gerade in frühen Phasen von Krebserkrankungen eine Vorhersage über den Krankheitsverlauf zulässt.

„Die Kenntnis und das Verständnis der Veränderungen in der Expressionshöhe von Zellzyklusregulatoren wie p27 kann es Onkologen ermöglichen, die Schwere einer Krebserkrankung zu bestimmen, sowie ein Ansprechen auf Therapiemöglichkeiten und Überlebenswahrscheinlichkeiten besser einschätzen zu können. Mit einem solchen Test könnten Patientengruppen definiert werden, bei denen eine aggressive Behandlung erforderlich ist und solche identifiziert werden, bei denen dies nicht nötig ist," sagte Muzammil M. Mansuri, Executive Vice President and Chief Operating Officer Boston von GPC Biotech. „Dieses Patent baut GPC Biotechs starke Patentposition im Bereich Zellzyklus weiter aus."

GPC Biotech hat zusätzlich zu diesem erteilten Patent auf p27 spezifische Antikörper weitere exklusive weltweite Lizenzen auf Patente und Patentanmeldungen auf das für den Zellzyklus wichtige p27 Gen und Protein.

Antworten
nachgedacht2:

Orphan Drug

 
27.10.03 15:00
Welche Auswirkung kann die Zuteilung einer Orphan Drug Lizenz an ein Unternehmen haben?

@ ipollit Datenveroeffentlichung
Es ist ueblich, dass Unternehmen die Daten freigeben. Das Versucht GPC ja auch, allerdings haben die im Moment wohl keine besseren.
Antworten
grenke:

nachgedacht, denke falsch

 
27.10.03 16:23
Datenveroeffentlichung,

Klar werden Daten veröffentlicht, aber erst wenn resultate da sind und nicht vorab oder ?
Das heißt wenn die werden bestimmt nicht nach jeden kleinen erfolg puplizieren oder sehe ich das falsch.

Zu Orphan Drug,

einfach formoliert, kommt es irgendwann zur zulassung behält GPC garantiert 10 jahre Patentschutz gegen Generica.

gruß Grenke
Antworten
nachgedacht2:

Zur Datenveroeffentlichung,

 
27.10.03 16:29
Stimmt, aber dann sollten die besten Daten veroeffentlicht werden.
Antworten
grenke:

Davon mal abgesehen, selbst mit 25€ wäre

 
27.10.03 17:59
GPC im vergleich zur Konkurenz, nicht teuer( ehr billig) aber du sagtest ja schon das du dich mit dem Kursverlauf nicht so beschäftigst, oder hat sich deine meinung diesbezüglich geändert.

gruß Grenke
Antworten
nachgedacht2:

Kursverlauf,

 
27.10.03 18:22
schau ich mir auch immer mal wieder an. Kann ich aber schwer genau beurteilen. Deine Einschaetzung, dass GPC vergleichsweise recht guenstig ist, teile ich. Dennoch, selbst investiert bin ich nicht.  
Antworten
grenke:

denke das wird sich ändern !

 
27.10.03 21:51
denke je mehr du dich mit denen befasst, desto mehr wirst du überzeugt, richtig ?


gruß Grenke
Antworten
grenke:

@nachgedacht & Ipollit das interessiert euch !

 
30.10.03 12:38
Fand eure Berichte klasse und habe somit GPC mal damit Konfrontiert, hier die Antwort.

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Sehr geehrter Herr B.....,
vielen dank für Ihre erneute Anfrage und Ihr Interesse an der GPC Biotech AG
Gerne beantworte ich Ihnen die unten angefügten Fragen. Ich habe die Antworten direkt unten in die entsprechenden Texte Ihrer Mail eingefügt.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Viele Grüße aus Martinsried
GPC Biotech AG
Martin Braendle
Manager, Investor Relations &
Corporate Communications
Fraunhoferstraße 20
D-82152 Martinsried
Tel:  +49 (0) 89 85 65 26 93
Fax:  +49 (0) 89 85 65 26 10
martin.braendle@gpc-biotech.com
www.gpc-biotech.com



Statement of confidentiality

The information contained in this e-mail message is confidential information intended only for the use of the individual or entity to whom it is addressed. If you are not the intended recipient, you are hereby notified that any dissemination, distribution or copy of this e-mail message is prohibited. If you have received this e-mail message in error, please immediately notify the above named.


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: MrGeoworks@aol.com [mailto:MrGeoworks@aol.com]
Gesendet: Donnerstag, 23. Oktober 2003 07:20
An: Investor (Biotech)
Betreff: Producktbetrachtung ?


Hallo, habe das im Arivaboard gefunden und möchte gerne wissen ob sie diese meinung teilen.

Mfg

Grenke


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Die letzten Tage habe ich mich bemueht ein paar Informationen zu GPC zusammenzutragen, die hilfreich sein koennten. Was mich generell ueberrascht, ist dass die meisten der Biotechs schon so lange an der Boerse sind und eigentlich noch gar nichts geleistet haben.[Brändle, Martin]  Gut, diese Aussage kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Für GPC Biotech gesprochen stimmt dies definitiv nicht. Ich denke, dass man sich alleine den Newsflow seit Anfang des Jahres anschauen muss, um dies zu erkennen. Bei einem Blick auf die amerikanische Biotech-Szene, die hier ja meist als Vorzeigebeispiel aufgeführt wird, muss man darauf achten, dass man hier nicht Äpfel und Birnen vergleicht. Die meisten Unternehmen dort sind 10 Jahre, einige sogar 20 Jahre älter. Dass Unternehmen wie Amgen, Genentech, aber auch MedImmune, Gilead und Idec damit weiter sind, ist ganz klar. Ein interessanter Vergleich ist es sich anzuschauen wie z.B. die drei zuletzt genannten Unternehmen, die Mitte/Ende der 80er Jahre gegründet wurden nach 6-8 Jahren Existenz positioniert waren.
- MedImmune 1995:
   -aktuelle MarketCap: ca. 7,6 Mrd USD
   -Umsatz: 14 Mio. USD
   -Cash: 48 Mio. USD
   -Produkte in der klinischen Entwicklung: 2
- Gilead 1994:
   -aktuelle MarketCap: ca. 12 Mrd USD
   -Umsatz: 4 Mio. USD
   -Cash: 115 Mio. USD
   -Produkte in der Klinik: 2
-IDEC 1993:
   -aktuelle MarketCap: ca. 5,2 Mrd USD
   -Umsatz: 12 Mio. USD
   -Cash: 50 Mio. USD
   - Produkte in der Klinik: 2

Zum Vergleich GPC Biotech:
   -aktuelle MarketCap: ca. 170 Mio. €
   -Umsatz 2002: 21,5 Mio. €
   -Cash 30. Juni 2003: 104,3 Mio. €
   -Produkte in der Klinik: 2

Dies sind dann schon eher Äpfel und Äpfel, bzw. Birnen und Birnen. Und mit einem Phase-3-Kandidaten mit einem Umsatzpotenzial von mehr als 500 Mio. USD, muss sich eine GPC Biotech international nicht verstecken. Gerade das Interesse der US-Investoren in den letzten Monaten unterstreicht dies. Was uns zum nächsten Thema bringt:

Zu GPC Produkten:
Satraplatin: Satraplatin ist in gewissem Sinne eine Weiterentwicklung von Cisplatin. Beides sind oxidierte Platinverbindungen, die bei DNA Kontakt Vernetzungen der DNA herbeifuehren, die zum Zelltod fuehren koennen. Beide haben massive Nebenwirkungen, obwohl diese bei Satraplatin etwas niedriger sind. Auf jeden Fall erlauben sie nicht besonders hohe Dosen. Der Vorteil von Satraplatin ist, dass es oral genommen werden kann, der Nachteil, dass es relativ schnell reduziert wird. Eine der Hauptmoeglichkeiten der Resistenz fuer Tumorzellen ist eine erhoehte Glutathionkonzentration. Glutathion reduziert alle moeglichen Molekuele unspezifisch und kann relativ leicht von der Zelle produziert werden. Der Mechanismus ist von Natur aus angelegt, denn Glutathion wird als zellulaere Antwort auf oxidativen Stress verwendet. Ausserdem koennen die von Satraplatin herbeigefuehrten DNA-Schaeden relativ leicht zellulaer repariert werden. Der Vorteil, den ich sehe, ist, dass Cisplatin eine wirksame Substanz ist und ich denke, dass die Chancen fuer Satraplatin nicht schlecht stehen, wenigstens fuer eine Weile einen Teil des Marktes zu bedienen, was meiner Meinung nach hauptsaechlich aufgrund der oralen Gabe der Fall sein wird. ipollit hat die Moeglichkeit der Kombination mit Strahlentherapie angesprochen und die scheint mir auch Sinn zu machen, vor allem weil die Nebenwirkungen relativ verschieden sind.
[Brändle, Martin] Es ist richtig, dass Cisplatin eine Urform der Platinum-Derivate ist. Interessanterweise war damals unser Chef der klinischen Entwicklung, Dr. Marcel Rozencweig beim NIH mit der Entwicklung von Cisplatin betraut und später bei BMS auch für die Entwicklung für Carboplatin verantwortlich. Vor rund 10 Jahren als die ersten gezielten Krebstherapien, wie z.B. Antikörper usw. in der Entwicklung waren, bzw. langsam auf den Markt kamen, dachten viele Vertreter in der Pharmaindustrie, dass dies das Ende der Chemotherapien bedeuten würde. Das Gegenteil ist der Fall! Und gerade die Platinum-Derivate bilden weiterhin das Rückrad dieser Therapieform. Im letzten Jahr hat Carboplatin weiterhin über 700 Mio. USD Umsätze generiert. Das erst seit wenigen Jahren vermarktete Oxaliplatin von Sanofi-Sythelabo hat in den ersten 9 Monaten dieses Jahres bereits rund 600 Mio. USD erlöst. Sanofi-Sythelabo hat zudem kürzlich die Peaksales-Prognose für Oxaliplatin auf 1,5 Mrd USD erhöht. Auch dies bestätigt die Wichtigkeit dieser Wirkstoffklasse.
Interessant ist hierbei auch, dass auch die neuen Therapieformen meist erst in Kombinationsbehandlungen ihre Wirksamkeit ausspielen. Die wirksamste Therapie mit dem Antikörper Herceptin von Genentech/Roche beispielsweise ist in Kombination mit einem Platinum-Derivat. Auch die sogenannten Angiogenese-Hemmer, die nach einem wissenschaftlichen Hype in den 90er Jahren fast schon wieder todgesagt wurden, konnten auf dem diesjährigen ASCO-Kongress eine Auferstehung feiern, da für Avastin von Genentech Daten präsentiert werden konnten, die vom sonst eher kritischen Fachpublikum sogar Beifallsbekundungen erntete. Wenn man sich die Daten einmal anschaut, stellt man fest, dass diese Daten nicht durch eine Monotherapie entstanden sind, sondern durch eine Kombinationstherapie zusammen mit ....... richtig, einem Platinum-Derivat. Was zeichnet Satraplatin innnerhalb dieser Wirkstoffklasse besonders aus? Zum einen muss man festhalten, dass keines der anderen Platinums in der Zulassungsindikation von Satraplatin, Hormon-resistentem Prostatakrebs, Wirksamkeit gezeigt hat. Außerdem wären einige zu toxisch. Cisplatin z.B. weist eine sehr starke Nevrotox. (Nieren) auf. Bei der Hauptpatientengruppe (ältere Männer), bei den oft schon die Nierenfunktion eingeschränkt ist, wäre es daher auch schon ein Problem das Medikament hoch genug zu dosieren. Oxaliplatin hat in dieser Indikation ebenfalls keine Wirksamkeit gezeigt und weist ein Nebenwirkungsprofil auf, bei dem hauptsächlich Neurotox. heraussticht. Satraplatin hat bei über 600 bisher behandelten Patienten ein überaus günstiges Nebenwirkungsprofil aufgewiesen.
Neben diesen Eigenschaften ist die orale Verfügbarkeit von Satraplatin (als Tablette) unserer Meinung nach ein signifikanter Vorteil gegenüber einer intravenösen (i.v.) Verabreichungsform. Dieser Vorteil wurde in den Ausführungen oben bereits angesprochen. Warum ist dies ein wichtiger Vorteil? Allgemein geht der Trend hin zu einer ambulanten Behandlungsform. Dies wird neben den Vorteilen für die Patienten selbst durch den Kostendruck in den Gesundheitssystemen unterstützt. Bei Medikamenten bedeutet dies dann, dass es möglich sein muss, sie als Tablette zu nehmen. Von der Ärzteseite wurden bereits die Bestrahlungsärzte angesprochen, die in den wenigsten Fällen für eine i.v.-Behandlung ausgerüstet sind, aber problemlos ein Medikament verschreiben können. In den USA werden Bestrahlungen bei Krebs doppelt so häufig angewendet wie eine Chemotherapie! Im Prostatakrebs-Bereich gelten ähnliche Infrastruktur-Voraussetzungen wie beim Radiologen auch für den Urologen. Normalerweise ist der Urologe die erste Anlaufstation für einen Patienten mit Prostatakrebs, daher werden die meisten Patienten von Urologen behandelt. Schreitet die Krankheit mit der Zeit aber weiter voran, kann der Urologe irgendwann dem Patienten keine wirksame Therapie mehr bieten und muss ihn zum Onkologen überweisen. Damit ist der Patient für den Urologen verloren. Könnte er seinem Patienten weiterhin eine wirksame Therapie, auch in diesem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit bieten, könnte er den Patienten weiter behandeln und müsste ihn nicht abgeben nur weil er nicht über die notwendige Infrastruktur verfügt. Die Möglichkeit den Patienten weiter zu behandeln gibt es also nur, wenn das Medikament als Tablette genommen werden kann. Aus Marketing-Sicht könnte dies daher ein sehr großer Vorteil sein.


Ich muss dem Autor des oben aufgeführten Textes Recht geben, dass es bezüglich des Wirkmechanismus innovativere Medikamente als Satraplatin gibt, die bei Wissenschaftlern das Herz höher schlagen lassen. Genau diese wissenschaftliche Ausrichtung wird ja gerade deutschen Biotechs oftmals nachgesagt. Es würde zu wissenschaftlich und nicht marktgerecht gedacht. GPC Biotech verfügt über ein ausgesprochen erfahrenes Management. Daher ist es unsere Strategie ein ausgewogenes Portfolio aufzubauen. Natürlich eines mit mehreren Kandidaten in der Pipeline, aber auch ein Portfolio, das äußerst innovative, aber durch diese Neuheit auch in der Entwicklung riskantere Ansätze (CDKs, MHC-II-Antikörper), mit weniger riskanten Programmen kombiniert. Zu diesen weniger riskanten Programmen gehört z.B. Satraplatin, da der Entwicklungspfad bekannter ist, als bei einer Wirkstoffklasse, bei der noch kein Vertreter als Anhaltspunkt für die Entwicklung durch den Zulassungsprozess gegangen ist. Eine Frage von mir an Sie als Aktionär wäre daher auch: wenn GPC Biotech mit Satraplatin eines Tages mehr als 500 Mio. USD Dollar Umsatz erlösen würde, wäre es für Sie wirklich wichtig, durch welchen Wirkmechanismus das Medikament wirkt? Wäre es nicht entscheidend, dass es wirkt und diese Umsätze generiert?
Innovativ ist aber jedoch die Entwicklungstrategie von Satraplatin! Auch hier zeigt sich die Erfahrung des Managementteams. Es wurde ein SPA-Prozess durchlaufen, die FDA hat einen "Ersatzendpunkt" und damit ein "accelerated approval" genehmigt ("Time to disease progression" statt "survival"), Fast-Track-Status wurde erteilt etc.... Wir erwarten hier auch, dass der Markt für Chemotherapeutika, z.B. durch Taxotere von Aventis erheblich ausgeweitet wird. Stellt Taxotere eine Gefahr für Satraplatin dar? Unserer Meinung nach ist genau das Gegenteil der Fall! Es ist durch zahlreiche Studien bekannt, dass die Wirkstoffklasse der taxanes (zu der Taxotere gehört) und die der Platinum-Derivate (z.B. Satraplatin) synergistisch wirken. Ich verweise hier auf meine Ausführungen zu Kombinationstherapien weiter oben. Ein weiterer Trend ist, dass Chemotherapien immer früher eingesetzt werden. Da die Zulassungsstudie von Satraplatin in 2nd line läuft (Patienten sind bereits mit einer anderen Chemotherapie vorbehandelt) wird der Bedarf für eine 2nd line Therapie natürlich umso größer, je mehr Patienten bereits ein 1st line Treatment bekommen haben und je früher dies stattgefunden hat. Das Timing für Satraplatin könnte daher ideal sein.

MHCII Antikoerper:
          Meine Meinung zu Antikoerpern habe ich allgemein schon mal frueher gepostet. Dort sind sicherlich einige Entwicklungen moeglich, es gilt aber zu beachten, dass andere Firmen hier einen erheblichen Kenntnisvorsprung haben. Das gilt allgemein fuer Antikoerper. Speziell ist fuer GPC die Entwicklung gegen MHCII Komplexe eine Moeglichkeit Lymphoma und Leukaemie zu behandeln, da MHCII auf Lymphozyten zu finden ist, die mit diesem Komplex Antigene fuer T-Zellen praesentieren. Der Vorteil ist, dass der Effekt hauptsaechlich auf aktivierte oder Krebs Lymphozyten wirkt. Richtig ist auch das Z Nagy in diesem Gebiet gute Arbeit geleistet hat.

[Brändle, Martin] Ich vermute, dass hier ein gewisses Missverständnis vorliegt. Um das vorwegzustellen: GPC Biotech ist keine Antikörper-Company wie z.B. CAT, Morphosys etc. Bei unserem MHC-Klasse-II-Antikörper (1D09C3) sind wir sehr gut aufgestellt, was die Kenntnisse des Targets (Zielmolekül) angeht, des Wirkmechanismus in der Zelle etc. Das ist entscheidend! Wir sind damals zu einem Antikörper-Spezialisten gegangen, um einen Antikörper für dieses Target "bauen" zu lassen. Diese Arbeiten haben zu einem humanen, hoch affinen Antikörper geführt und sind schon länger abgeschlossen. Das Antikörper-Programm soll im nächsten Jahr in die Klinik gehen ist enorm spannend, da 1D09C3 in der Vorklinik einige Vorteile gegenüber bisherigen Antikörpern gezeigt hat. Er ist z.B. sehr viel gezielter als viele ander Antikörper. Rituxan z.B. tötet alle B-Zellen, da alle das Zielmolekül für Rituxan aufweisen. 1D09C3 dagegen tötet aktivierte, MHC-II-positive Zellen. Nach einer vorausgegangenen Chemotherapie ist das Immunsystem sehr geschwächt. Viele Antikörper benötigen jedoch das Immunsystem, was die eigentliche "Arbeit" macht und die Tumorzellen tötet. 1D09C3 für die Tumorzellen auch ohne ein funktionierendes Immunsystem in den programmierten Zelltod. Alle B-Zellen zu töten hat auch den nachteil, dass die B-Zellen das Immunsystem durch Produktion von Antikörpern wieder mit aufbauen. Und außerdem hat 1D09C3 den Vorteil, dass es sich um einen humanen Antikörper handelt und nicht teilweise Stücke von Mausantikörpern o.ä. enthält. Ein sehr spannender Aspekt ist auch, dass 1D09C3 Synergien mit Rituxan gezeigt hat. Dies kommt wahrscheinlich daher, dass sie ein unterschiedliches Target auf der Zelloberfläche angreifen und durch einen unterschiedlichen Mechanismus wirken. Mögliche Kombinationstherapie? Aber, ich möchte auch hier noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieses Medikamentenprogramm erst noch in der Klinik, am Patienten, beweisen muss, dass diese vielversprechenden vorklinischen Aspekte sich auch am Menschen bestätigen!

Cdk-Inhibitoren:
Cdk-Inhibitoren sind, wie ich vorher auch schon mal gepostet habe generell eine interessante Idee als Anti-Krebsmittel. Der Grund fuer die vielen Patente ist hauptsaechlich die Tatsache, dass die Molekuele die als Cdk-Inhibitoren wirken relativ leicht durch kombinatorische Chemie hergestellt werden koennen. Was GPC dort im Speziellen hat, weiss ich nicht, aber das Problem ist, dass die Signalkaskaden zwar recht gut erforscht sind, ein spezieller Angriff auf Krebszellen meines Wissens nach allerdings nicht so einfach ist, daher die Toxizitaetsprobleme. Im uebrigen forscht GPC hier garantiert nicht allein, denn Cdk-Inhibitoren sind schon eine halbe Ewigkeit bekannt.

[Brändle, Martin] Der Zellzylus ist für die Krebsentstehung ein ganz grundsätzlicher Mechanismus. Daher ist es natürlich sinnvoll auch in der Medikamentenentwicklung hier anzusetzen. Der vollständige Ablauf des Zellzyklus ist jetzt schon ein paar Jahre bekannt (hierfür gab es den Nobelpreis), jedoch ist noch kein Medikament, das in diesen Zyklus eingreift auf dem Markt. Dies zeigt, dass es sich hierbei nicht nur um einen äußerst spannenden, sondern auch um einen sehr schwierigen Ansatz handelt.
GPC Biotech verfügt in diesem Feld über langjährige und sehr große Expertise sowie über zahlreiche Patente, die diese Erkenntnisse auch absichern. Wir denken, dass wir über ein sehr spannendes CDK-Programm verfügen und möchten die Entwicklung in diesem Bereich weiter voran bringen.
Angiogenese-Inhibitoren:
Angiogenese ist die Neubildung von Blutgefaessen. Die laeuft in Tumorgebieten verstaerkt ab, weil dort natuerlich ab einer gewissen Groesse Durchblutungsprobleme auftreten. Angiogenese-Inhibitoren eignen sich deshalb hauptsaechlich als Tumorstatika. Ein interessanter Gedanke ist die indirekte Verwendung von Angiogenese als Tumormarker. Die Verwendung als Medikament kann ich ohne genauere Angaben nicht beurteilen, aber ich habe einige Leute angeschrieben, die ich in Martinsried kenne. Vielleicht koennen die etwas ueber GPC herausfinden.

[Brändle, Martin] Wie oben beschrieben war dieser Ansatz anfangs begeistert gefeiert und zwischenzeitlich fast schon wieder beerdigt worden. Nach ASCO 2003 und der Präsentation der Avastin-Daten ist es nun wieder die Begeisterung, die überwiegt. Es ist ein spannender Ansatz dem Tumor den "Nahrungsnachschub" abzudrehen. Auch wir haben hier ein Programm, welches diesen Ansatz verfolgt, sich aber noch in einem sehr frühen Stadium befindet.

So ihr beiden viel spass

gruß Grenke


Antworten
nachgedacht2:

Das wird am Ende

 
30.10.03 13:29
ja noch eine richtig interessante Bestandsaufnahme von GPC. Die Antworten fassen die Betrachtungen von ipollit und mir ja ganz gut zusammen. Jetzt haben wir eine etwas positivere Sichtweise von GPC eine ausgewogene von ipollit und eine etwas skeptischere von mir.
Moechte hier noch mal festhalten, dass ich mich nicht ueber die mangelnde Inovativitaet bei GPC beschwert habe, sondern ganz deutlich Satraplatin als ihren besten Kandidaten angesprochen habe.
Immerhin ist die Darstellung von Seiten der GPC recht differenziert.
Antworten
nachgedacht2:

und natuerlich eine sehr positive von grenke ; ) o. T.

 
30.10.03 13:37
Antworten
ecki:

Habs auch gesehen, grenke. :-) o. T.

 
30.10.03 15:10
Antworten
ipollit:

Danke grenke! Ich finde es erstaunlich, dass

 
31.10.03 00:46
die IR immer derart ausführliche Antworten gibt...

interessant finde ich die Aussage zu Oxaliplatin - auch im Zusammenhang mit der laut GPC "konservativ" geschätzten 500+ Mio. Umsatz für Satraplatin:
"Das erst seit wenigen Jahren vermarktete Oxaliplatin von Sanofi-Sythelabo hat in den ersten 9 Monaten dieses Jahres bereits rund 600 Mio. USD erlöst. Sanofi-Sythelabo hat zudem kürzlich die Peaksales-Prognose für Oxaliplatin auf 1,5 Mrd USD erhöht. Auch dies bestätigt die Wichtigkeit dieser Wirkstoffklasse."

die Ausgewogenheit zwischen "traditionellen", erfolgreichen Medikamenten und neuartigen Ansätzen habe ich auch so gesehen... man hat z.B. mit Satraplatin ein Medikament im Bereich der Standardtherapie mit Platinumpräparaten und mit dem MHCII-AK ein Medikament im Bereich eines der erfolgreichsten Medikamente der neuen Generation (Rituxan)... später kommen vielleicht noch völlig neuartige Medikamente im Bereich CDK-Inhibitoren...

Allerdings sollte man sich auch immer den noch vorhandenen Risiken bewußt sein: z.B.

- der MHCII-AK wurde noch nicht in der Klinik am Menschen getestet (obwohl ich es auch von der Logik her für möglich halte, dass die Stärken des AKs erst beim Einsatz im Menschen und in Kombination mit der Chemotherapie zur Geltung kommen)... ist der AK zu toxisch für den Menschen, weil er z.B. im Körper unerwartete Reaktionen außerhalb seiner gewünschten Wirkung auf das MHCII-Traget hervorruft, so wars das wohl mit dem AK

- für Satraplatin sollten keine Kreuzresistenzen mit anderen Medikamenten wie Cisplatin vorhanden sein...

- ganz wichtig finde ich die Frage, wie lange der Patentschutz für Satraplatin anhält... ob es nicht recht schnell durch billigere Nachahmerprodukte ersetzt wird

mal sehen, wie sich die theoretischen Vorteile von 1D09C3 (unabhängig von Immunsystem, vollhuman, größere Selektivität, mögliche Synergie mit Rituxan, Überwindung der Rituxanresistenz) in der Praxis auswirken werden

vielleicht müssen auch die peak-sales wie bei Oxaliplatin von sanofi einmal für Satraplatin und 1D09C3 nach oben korrigiert werden...

mfg ipollit :-)
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ipollit:

Oxaliplatin & Cisplatin-Resistenz

 
31.10.03 00:52
einige Auszüge dazu...

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Generic Drug Name oxaliplatin  

Trade Name Eloxatin  

Sponsor or Applicant Sanofi Synthelabo  

Application Number 021492  

Supplement Number 000  

Supplement Type Code N  

Dosage Form intravenous injection  

General Indication colon-rectum  

Line or type of therapy Second  

Specific Indication Accel. Approv. (clinical benefit not established) in combination with infusional 5-FU/LV, is indicated for the treatment of patients with metastatic carcinoma of the colon or rectum whose disease has recurred or progressed during or within 6 months of completion of first line therapy with the combination of bolus 5-FU/LV and irinotecan.  

Filing Date Jun 24 2002  

Approval Date Aug 09 2002  

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interessant ist die auffällig schnelle Zulassung innerhalb 1,5 Monate... Satraplatin hat den fast-track, was normalerweise 6 Monate Prüfung zur Folge hat... auch das kann wie man sieht noch unterboten werden, wenn offensichtlich gute Gründe für eine schnelle Anwendung vorhanden sind.
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For nearly 40 years, the medical treatment of colorectal cancer had been limited to the fluoropyrimidines until the recent development of irinotecan (CPT-11). In the past decade, a new agent has appeared, oxaliplatin. This third-generation platinum compound has synergistic activity with 5-fluorouracil and is non-cross-resistant with 5-fluorouracil, CPT-11, and other platinum agents. Numerous clinical trials in Europe have demonstrated the activity of oxaliplatin in patients with untreated and refractory metastatic colorectal cancer. Nevertheless, the US Food and Drug Administration recently denied approval for oxaliplatin as first-line treatment of colorectal cancer because of a lack of clear-cut survival advantage in clinical trials.

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die Resistenz-Frage spielt anscheinend eine wichtige Rolle... Satraplatin sollte eine Resistenz möglichst unabhängig von anderen Resistenzen aufweisen
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Eloxatine® (Oxaliplatin) Obtains Marketing Approval In Europe
July 28, 1999

Sanofi-Synthélabo announced today that Eloxatine® (oxaliplatin) has obtained marketing approval in Europe as a first-line treatment for metastatic colorectal cancer in association with 5-fluorouracil (5-FU) and leucovorin.

Utilizing the mutual recognition procedure, with France acting as the rapporteur country, Eloxatine® has been approved for the following countries: Belgium, Germany, Italy, Luxembourg, the Netherlands, Spain, Sweden and the United Kingdom.

Eloxatine® is thus the first compound which does not belong to the fluoropyrimidine family to obtain marketing approval in Europe as a first-line treatment in association with 5-FU.

Treatment with Eloxatine® in association with 5-FU and leucovorin increases the number of responding patients twofold [expert-reviewed response rate: 50.7% vs. 22.3% - p=0.0001]; permits an increase of almost 50% in progression-free survival [median: 9 months vs. 6.2 months - p=0.0001]; and a prolonged survival time [median: 16.2 months vs. 14.7 months - n.s.], without any deterioration in the quality of life.

Eloxatine® has been marketed in France since September 1996, and since May 1998 as a first-line treatment. It is marketed in more than 20 countries in Asia and Latin America.

Sales for Eloxatine® amounted to FRF 272 million (= 51,5 Mio EUR) in 1998

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die erste Zulassung erfolgte 1996 in Frankreich... 1998 50 Mio. Umsatz... Probleme bei der Zulassung in den USA... aber dann fast 1 Mrd Umsatz 2003 (700 in den ersten 9 Monaten hochgerechnet) und geschätzte peak-sales von 1,5 Mio. - die sich auch erst während der Vermarktung ergaben
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Die Firma Sanofi Winthrop entwickelt mit Oxaliplatin ein neues Platin-Präparat, das einen DACH (Diaminocyclohexyl) Liganden besitzt. Dieser DACH-Carrier ermöglicht eine Überwindung der sich gelegentlich schnell entwickelnden Platin Resistenz. Der DACH-Ligand führt außerdem dazu, daß Kreuzresistenzen zu Cis- und Carboplatin gering ausgeprägt sind,  bzw. ganz fehlen.

Oxaliplatin ist besonders gut wirksam gegen Zellinien von Kolon- und Ovarial-Tumoren sowie gegen Cisplatin resistente Zellen. Wird Oxaliplatin zusammen mit 5-FU angewandt, so kommt es zu Synergien

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Erfolg von Oxaliplatin vielleicht wegen Wirkung auch bei Cisplatin-Resistenz ... und entsprechenden Synergien mit anderen Medikamenten
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2001 Sep;12(9):1195-203.  Related Articles, Links  


Current and future potential roles of the platinum drugs in the treatment of ovarian cancer.

Piccart MJ, Lamb H, Vermorken JB.

Jules Bordet Institute, Chemotherapy Unit, Brussels, Belgium. martine.piccart@bordet.be

The discovery of cisplatin more than two decades ago was the most important therapeutic advance in the treatment of ovarian cancer. Today, cisplatin or carboplatin in combination with paclitaxel is the most commonly used first-line treatment for patients with advanced ovarian cancer. Although platinum drugs remain a critical component of chemotherapy in this type of cancer, cumulative toxicities can limit their use. These toxicities include nephrotoxicity, neurotoxicity and ototoxicity with cisplatin and myelosuppression with carboplatin. Although these adverse events can often be managed, the interventions themselves can complicate and add to the costs of treatment. Importantly, acquired resistance to traditional platinum drugs often develops in patients with ovarian cancer and can limit the usefulness of these drugs. Research into new platinum drugs has focused on identifying compounds with improved tolerability profiles and, importantly, those which can circumvent mechanisms of platinum resistance. New platinum drugs currently under development that are showing promise in ovarian cancer include oxaliplatin, nedaplatin, satraplatin, BBR3464 and ZD0473. If the encouraging in vitro activity shown by new compounds, such as ZD0473 and BBR3464, translates into efficacy in the clinic, they may offer an extended spectrum of activity which includes patients with ovarian cancer resistant to the classical platinum drugs.

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Satraplatin (JM-216) is a novel oral platinum (IV) complex that has shown activity against HRPC in cisplatin-resistant human tumor lines and in phase I trials.

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demnach zeigt Satraplatin auch bei Cisplatin-Resistenz Wirksamkeit
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Vorteilhaft könnte also die Überwindung der Cisplatinresistenz sein und die Kombination mit anderen Medikamenten... auf der CC wurde glaube ich davon gesprochen, dass weitere Studien zur Kombination Satraplatin & Taxotere laufen... und wenn ich mich richtig erinnere, so sollen Ende des Jahres Ergebnisse bekannt gegeben werden...

mfg ipollit ;-)
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ipollit:

allgemein zu Satraplatin

 
31.10.03 01:03
SPECTRUM PHARMACEUTICALS
• Satraplatin • JM-216 (formerly BMS-182751)  
Description Novel oral platinum (IV) analog  

PRODUCT SOURCE
Primary Developer Spectrum Pharmaceuticals  
Affiliations Johnson Matthey • Bristol-Myers Squibb (terminated 01) • GPC Biotech  

CLINICAL STATUS BY INDICATION

*** Indication non-small cell lung cancer (nsclc)  
Latest Status Phase II (closed 7/95) Europe, Phase III (ongoing 6/99) USA, Phase III (ongoing 6/98) Europe
Clinical History In a phase I clinical trial JM-216 was being evaluated with concomitant standard radiotherapy to the chest (200 cGy) daily, 5 times per week, in patients with locoregionally advanced lung or esophageal cancer. MTD and recommended phase II dose of this regimen will likely be 45 mg/m2 daily for five days. DLT is neutropenia and thrombocytopenia; no renal toxicity or ototoxicity was observed. When JM-216 is administered with concomitant chest RT, DLT was seen at substantially lower JM-216 doses than the recommended phase II single-agent dose, indicating that JM-216 may act as a radiation enhancer (Hoffman P, etal, ASCO98, Abs. 1878:488a).

Phase II clinical trial (protocol ID: EORTC-16942N) of oral BMS-182751 for nonsmall cell lung cancer was closed in July 1995. BMS-182751 (120 mg/m2) was administered for 5 consecutive days. Jacob Verweij (ph: 31 10-4391338) of EORTC Early Clinical Studies Group was the study chair.

In a phase II clinical trial, 17 chemotherapy-naive patients with nsclc were treated with JM (120 mg/m2/day) for 5 days, repeated every 3 weeks. Toxicity was manageable, with the most common side-effects being nausea, vomiting, diarrhea, constipation and asthenia. Myelososuppression was generally Grade 2+ and there were no cases of neutropenic sepsis or bleeding. Among 13 patients evaluable for response, there were no sustained objective responses; 1 patient experienced a PR after 3 courses but progressed again after 4 and disease stabilized in 5 (46.2%). Although some patients may have had useful palliation, JM-216 did not appear to have significant antitumor activity in nsclc (Ann Oncol, Jun 1997, 8(6):604-6 ).


*** Indication solid tumor, advanced, refractory  
Latest Status Phase I (ongoing 12/99) USA
Clinical History A phase I study was conducted to determine the MTD of paclitaxel and JM-216 when administered in combination to patients with advanced refractory malignancies. Paclitaxel is administered as a 1-hour infusion on day 1 followed by oral JM-216 once daily on days 1-5. Treatment cycles are repeated every 21 days. As of May 1999, 37 patients had been enrolled at varying dose levels of JM-216 and Taxol (10, 150 mg/m2; 20, 150; 20, 175; 30, 175; 45, 175; 60, 175; 80, 175; 70, 175; 60, 200, respectively) and have been treated with 118 cycles of therapy. DLT consisting of febrile neutropenia requiring hospitalization (1) and Grade III thrombocytopenia (1) were reported at 80 mg/m2/day. At 70 mg/m2/day, 1 patient had Grade III thrombocytopenia, and several patients experienced delayed recovery from thrombocytopenia. As a result, patients are currently being enrolled at the final dose level (60 mg/m2/day). Other toxicities reported with this regimen include mild to moderate nausea and vomiting (controlled with concomitant administration of an oral serotonin antagonist), asthenia, alopecia, myalgias/arthralgias, paresthesias, anorexia, and malaise. The myalgias/arthralgias and paresthesias were similar to those seen with paclitaxel alone. No objective responses were seen, but disease stabilized in several patients (3-12 cycles) (Jones SF, etal. ASCO99, Abs 831:216a).

Phase I study using UFT plus leucovorin in conjuction with JM-216 indicates the possibility of this regimen as a valuable oral treatment. Concomitant daily escalating doses of JM-216 (5 mg, 10 mg, 20 mg) and UFT (300 mg), with leucovorin were administered for 14 days of a 28-day cycle to 20 patients (17 evaluable for toxicity). Most common toxicities were nausea and emesis, occuring in >64% and >41% of evaluable patients, respectively, and were dose limiting at 20 mg/day JM-216 and 300 mg/day UFT which are substantially below single agent JM-216 (40 mg/m2/day) and UFT (>400 mg/m2/day) MTDs (Ratain MJ, etal, ASCO98, Abs. 774:201a).

In early clinical studies in which the optimal schedule of treatment was daily for 5 consecutive days, dose-dependent nausea and vomiting occurred in about two-thirds of patients. To evaluate if the use of lower daily doses for longer periods of time could result in a better tolerability, a phase I trial was conducted. JM-216 was administered once daily for 14 consecutive days every 4-5 weeks to adult patients with solid tumors. Oral antiemetics were administered prophylactically only at the highest doses. Forty-six patients were treated and 39 were evaluable for hematologic toxicity. MTDs were reached at 45 mg/m2/day and 50 mg/m2/day x 14 repeated every 5 weeks in patients with extensive, or limited/no prior treatment, respectively. The dose-limiting toxicity was neutropenia which was delayed and variable among patients. Other non-hematological toxicities were severe vomiting (22% of cycles), diarrhea (28% of cycles) and drug-associated fever (32% of patients), controlled with paracetamol. Subjective improvement with disappearance of tumor-related pain was observed in one patient with chemotherapy-resistant metastatic prostate cancer and in one previously untreated patient with malignant mesothelioma. Daily doses of JM-216 of 40 mg/m2 and 45 mg/m2 for 14 consecutive days every five weeks with oral antiemetic prophylaxis are selected for phase II evaluation of single agent in patients with extensive or limited/no prior treatment, respectively. The administration of JM-216 on a day x 14 schedule produced nausea and vomiting comparable to that observed with the day x 5 regimen but of longer duration. The variability of pharmacokinetics and pharmacodynamics, even though limited at the doses proposed for phase II evaluation of JM-216 as single agent, recommend a careful monitoring of the patients (Sessa C, etal. Ann Oncol 1998 Dec;9(12):1315-22).

*** Indication prostate cancer, hormone-refractory  
Latest Status Phase III (begin 6/98, closed 9/99) Europe, USA; (closed 8/99) USA (combination)
Clinical History In October 2002, GPC Biotech expects to begin phase III clinical development of satraplatin for the treatment of hormone-resistant prostate cancer in 2003, with clinical trials to be conducted in both the USA and Europe. In January 2002, NeoOncoRx had initiated discussions with the FDA to initiate a phase III clinical trial with satraplatin in prostate cancer.

Phase III randomized clinical trial (protocol ID: BMS-CA142-029) of BMS-182751 plus prednisone versus prednisone alone in treating patients with symptomatic hormone-refractory prostate cancer was closed in August 1999. Patients were randomized to one of two treatment arms. Patients in arm1 were treated prednisone orally twice daily on days 1-35. BMS-182751 was administered orally once daily (in the morning) on days 1-5. Arm II patients were administered prednisone orally twice daily on days 1-35. Courses were repeated every 35 days. BMS-182751 treatment continued for a maximum of 8 courses in the absence of unacceptable toxicity or disease progression. Patients continued prednisone indefinitely (beyond 8 courses) in the absence of unacceptable toxicity or disease progression. Patients were followed every 3 months until death. David Edward Lebwohl (ph: 203-677-6033) of Bristol-Myers Squibb Pharmaceutical Research Institute was the study chair.

A phase III randomized multicenter, open label clinical trial was completed in Europe by the EORTC Genito-Urinary Tract Cancer Cooperative Group (protocol ID: BMS-CA142-025; EORTC-30972), that was to enroll 380 patients in 3 years. The study objectives are to compare the overall survival and time to pain progression, pain response rates, safety, time to overall progression, and QoL of chemotherapy-naive HRPC patients treated either with oral prednisone alone administerd twice daily for 35 days or in combination with BMS-182751 administered orally once-daily for 5 days. Cou
 
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ipollit:

Satraplatin als Platinum der 3. Generation

 
31.10.03 01:11
The chemistry of platinum anti-cancer drugs...

Thirty years ago men suffering from testicular cancer were facing a probable death sentence. The chance discovery in 1965 that a compound of platinum which had been known for more than 100 years as Peyrone's salt, had anti-tumour properties, has increased their long term survival to greater than 95%. This heralded a new founded interest into the chemistry of platinum coordination complexes. Cisplatin, (cis- PtCl2(NH3)2, Fig. 1) is now used world-wide for the treatment of testicular and ovarian cancer as well as for tumours of the bladder, head and neck. Although very effective against these tumours, cisplatin has associated with it severe side effects including kidney toxicity, neurotoxicity, nausea and vomiting. New platinum compounds were obviously desirable to avoid these unpleasant side effects.

Chemists in drug companies and universities around the world started programmes to find related compounds that were less toxic and covered a broader range of tumour types. Many thousands of complexes have been tested for their clinical effectiveness but very few have passed the stage of clinical trials. Carboplatin, (1,1-cyclobutane-dicarboxylato-diammineplatinum(II), Fig. 2), is the only second generation platinum(II) complex that offers a similar anti-tumour activity to cisplatin but with greatly reduced side effects. The mode of action of cisplatin is still not completely understood but it is thought to depend on hydrolysis reactions. In the blood, cisplatin remains intact but when it gets into the cells it is hydrolysed.


cis-[PtCl2(NH3)2]+H2O <=> cis-[PtCl(OH2)(NH3)2]++Cl-
This hydrolysed product can bind to the spiral strands of DNA stopping the cancerous cells from growing.

Although seen as wonder drugs, certain cell lines have developed resistance to both cisplatin and carboplatin. Reduced drug influx occurs due to changes in the cell membrane. Here, the deactivation may be caused by the binding of platinum to intracellular thiols such as glutathione, thereby preventing the active hydrolysed species from reaching the DNA nucleus. It has also been seen that many cisplatin-resistant cells possess an enhanced capacity to remove platinum-induced adducts from their DNA.

Because of the development of cellular resistance, research is now focussing on developing drugs that produce a different array of adducts on DNA. One such third-generation platinum drug, JM-216 (cis,trans,cis-[PtIVCl2(OAc)2(NH3)- cyclohexylamine)], Fig. 3), is currently undergoing clinical trials. This differs from cisplatin in that the platinum is in the +IV oxidation state and also has the advantage of being able to be taken orally. It has a good inhibitory effect and reduced toxicity. It was initially thought that platinum(IV) complexes would be ineffective as anti-tumour agents due to their exchange inertness. Platinum(IV) complexes are very much slower in their hydrolysis reactions. This makes it unlikely for them to bind directly to cellular components such as DNA. Research is now showing that platinum(IV) drugs are biodegraded to produce the 'active' platinum(II) complexes. Possible reagents to achieve this include ascorbic acid, glutathione and cysteine.  
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ipollit:

alte Studie Satraplatin + Strahlentherapie

 
31.10.03 01:13
Int J Radiat Oncol Biol Phys. 1999 May 1;44(2):399-405.  Related Articles, Links  

 
Radiopotentiation by the oral platinum agent, JM216: role of repair inhibition.

Amorino GP, Freeman ML, Carbone DP, Lebwohl DE, Choy H.

Vanderbilt Cancer Center, Vanderbilt University Medical Center, Nashville, TN, USA.

PURPOSE: To test for in vitro radiopotentiation by the orally-administered platinum (IV) complex, JM216; to compare these results to cisplatin and carboplatin; and to investigate whether the mechanism of radiopotentiation involves repair inhibition of radiation-induced DNA damage. METHODS AND MATERIALS: H460 human lung carcinoma cells were incubated with the drugs for 1 h at 37 degrees C, irradiated at room temperature, and returned to 37 degrees C for 20 min. Cells were then rinsed and colony forming ability was assessed. Wild-type V79 Chinese hamster cells and radiosensitive, DNA repair-deficient mutant cells (XR-V15B) were also studied along with H460 cells. Ku86 cDNA, which encodes part of a protein involved in DNA repair, was transfected into XR-V15B cells as previously described. The effect of JM216 on sublethal damage repair (SLDR) was also assessed using split-dose recovery. RESULTS: Using equally cytotoxic doses of JM216, cisplatin, and carboplatin, the radiation dose enhancement ratios (DER) were 1.39, 1.31, and 1.20, respectively; the DER with 20 microM JM216 was 1.57. JM216 (20 microM) did not significantly change the final slope of radiation survival curves, but greatly reduced the survival curve shoulder. V79 cells also showed radioenhancement using 20 microM JM216, but no enhancement occurred using XR-V15B cells. Transfection of Ku86 cDNA into XR-V15B cells restored radiopotentiation by JM216 to wild-type V79 levels. In addition, 20 microM JM216 completely inhibited sublethal damage repair in H460 cells. CONCLUSION: [b]Our results show that JM216 can potentiate the effects of radiation in human lung cancer cells, and that the mechanism of this effect is probably inhibition of DNA repair by JM216.[/b]

PMID: 10760436 [PubMed - indexed for MEDLINE]
Antworten
ipollit:

möglicher Markt für Satraplatin

 
31.10.03 01:21
nur HRPC und Strahlentherapie... habe einige Zahlen mal zusammengetragen...

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Krebserkrankungen.
Bösartige Tumorerkrankungen sind nach Herz- und Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen. 1997 zählte man in Europa und den USA zusammen 2.7 Millionen neue Krebserkrankungen, davon 370.000 in Deutschland.

Insgesamt werden in Europa und den USA jährlich ca. 100.000 Patienten mit Non-Hodgkin Lymphom, einer Form des Lymphdrüsenkrebses, neu diagnostiziert. Auch neuere Therapieansätze, wie die Behandlung mit einem zellspezifischen Antikörper (Rituximab®), Interferon oder einer Knochenmark- bzw. Blutstammzelltransplantation führen bei der langsam wachsenden Form, dem sogenannten indolenten Non-Hodgkin-Lymphon nicht zur Heilung.

Die Inzidenz des schwarzen Hautkrebses (malignes Melanom) hat durch den Sonnenkult der letzten Jahrzehnte stark zugenommen. In den USA und Europa erkranken jährlich ca. 80.000 Patienten neu an einem malignen Melanom. Bei frühzeitiger Erkennung ist die Überlebensprognose sehr gut, sobald jedoch ein Lymphknotenbefall diagnostiziert wird, sinkt die 10-Jahresüberlebensrate trotz Chemo- und Strahlentherapie auf weniger als 20 %.

Das häufigste Tumorleiden beim Mann ist das Prostatakarzinom. Allein in Deutschland werden jährlich 35.000 neue Fälle diagnostiziert, in Europa 150.000 und in den USA 190.000. In den USA wird jährlich mit 32.000 Todesfällen, die durch ein Prostatakarzinom verursacht werden, gerechnet. Die Inzidenz des Prostatakarzinoms nimmt mit dem Alter zu, von 0.02% mit 50 Jahren auf 1.5% mit 80 Jahren. Im lokalisierten Frühstadium besteht eine realistische Heilungschance, wohingegen die derzeit verfügbaren Therapieoptionen für ein metastasiertes fortgeschrittenes Prostatakarzinom nicht zurfriedenstellend sind und häufig ein nur schlechtes Ansprechen der Therapie zu beobachten ist.

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von der AnorMed-HP:

The Prostate Cancer Market
Worldwide, prostate cancer ranks as the second most common cancer in males, after lung cancer; and in the US and Canada, the incidence rates have surpassed those of lung cancer. There were over 180,000 new cases and 42,000 deaths reported in the US in the year 2000 (American Cancer Society (SEER), 1996-2000). The frequency of patients presenting at each stage of disease has changed remarkably with introduction of the PSA screening in the early 1990’s. Estimates from the 1995 National Cancer Database is as follows: 25% with Stage I (A= local disease), 56% with Stage II (B = palpable but confined to the prostate), 13% Stage III (C = spread regionally but without evidence of metastasis), and 10% Stage IV (D = metastatic disease).

Surgery and radiation therapy are the standards of care in Stage I and II patients. When prostate cancer becomes locally aggressive (Stage III) radiation and hormone therapy (GNRH agonists/antagonists) become the major approaches. Patients with metastatic disease are treated with hormone therapy until they become resistant. At this point, patients (HRPC) may be treated with chemotherapy. Chemotherapy treatment of HRPC patients has been generally ineffective and patients generally do not survive more than 12-18 months.  

AMD-473 can be targeted to several prostate cancer populations. The IV formulation has shown positive results in a Phase II HRPC study and will be further developed in this indication. As noted above, this is a high unmet need population, and any efficacious product would achieve rapid uptake. There are approximately 50,000 HRPC patients in the US in 2001 and an estimated 100,000 total in North America, Europe and Japan. The oral formulation of AMD-473 can be targeted both as an oral product for use in the palliative prostate cancer setting and for use as a radiopotentiator in treating various stages of prostate cancer (see below).  

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von GPC-HP:

Ungefähr 100.000 Patienten in Nordamerika, Europa und Japan leiden an Hormon-resistentem Prostatakrebs. Die Wahrscheinlichkeit an Prostatakrebs zu erkranken steigt mit zunehmendem Lebensalter, so dass angesichts der stetigen Alterung der Bevölkerung mit einem weiteren Anstieg dieser Zahlen zu rechnen ist.

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also 100.000 HRPC-Patienten in USA/Europa/Japan... mit steigender Tendenz :(

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ebenfalls von AnorMed der Strahlentherapie-Markt, der auch für Satraplatin in Frage kommt:

The Radiopotentiator Market
Radiation therapy is the principal non-surgical method of treating malignant tumors. It is used for both treatment of newly diagnosed tumors and palliation of symptoms in late stage patients near the end of life. Approximately 750,000 cancer patients receive radiation therapy each year in the US. This is approximately twice the number of patients who receive chemotherapy. Platinum drugs act synergistically with radiation therapy, particularly in head and neck cancer and matching drug administration with fractionation of radiation therapy has shown benefit. Therefore the oral bioavailability of AMD-473 may potentially be more convenient that I.V. when used as a radiopotentiator.  

Brain metastases, NSCLC, head and neck cancer, prostate, colorectal, pancreatic and cervical cancers make up the majority of radiation therapy procedures. Prostate cancer alone represents approximately 75,000 RT procedures per year in the US.

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d.h. bei Einsatz von Satraplatin in Kombination mit der Strahlentherapie ergebe sich ein "Markt" von sicherlich weit über 1 Millionen Patienten... je nach Wirkungsweise bei den einzelnen Indikationen. Allein für HRPC wären das noch mal weit mehr als für HRPC ohne Strahlentherapie (Chemo- und Stahlentherapie überschneiden sich denke ich mal aktuell fast nicht)

Aber was heißt das jetzt für das Marktpotential in Form von Umsatz? Aus dem ersten Text geht hervor, dass es etwa 100.000 NHL-Patienten in den USA und Europa gibt... diese werden z.B. mit Rituxan behandelt, welches bei DNA zur Zeit einen Umsatz von vielleicht 1,5 Mrd. USD erzielt...
Wer weiß was 100.000 HRPC-Patienten GPC für einen Umsatz bringen? Oder >100.000 HRPC-Patienten mit Strahlentherapie... oder bis zu >1.000.000 Strahlentherapie-Patienten ???

AnorMed sieht z.B. das für ihr Produkt so:
HRPC - Estimated Market Potential~US$400,
Radiopotentiator & Oral Chemotherapy - Estimated Market Potential~US$1B
Antworten
grenke:

@ Ipollit, gute Arbeit @ Mod.bitte lesen und los o. T.

 
31.10.03 14:40
Antworten
grenke:

@ Mod. da steckt Arbeit hinter bitte lesen ! o. T.

 
01.11.03 10:32
Antworten
grenke:

erst 1 Stern, find ich wenig ? für die Arbeit ! o. T.

 
02.12.03 01:08
Antworten
grenke:

so mal up, für den der Lesen möchte LOL o. T.

 
06.02.04 10:01
Antworten
Byblos:

GPC ist unterbewertet

 
15.03.05 20:00
und kaum einer merkt es !
Seid Ihr alle einer riesigen Depressionsweller verfallen.

Hey, morgen geht es wieder aufwärts.

Besinnt Euch mal auf die ..... ( lesen )

Gruß Byblos

P.S.:God save GPC Biotech forever !!!!
Antworten
gamblelv:

grenke lebt noch o. T.

 
15.03.05 20:11
Antworten
Byblos:

Glaube ich aber nicht !

 
15.03.05 20:28
Er hat schon vor sehr langer Zeit seine GPC Aktien verkauft ! Hat er mir mal persönlich gesteckt ! Sollte ich unbedingt für mich behalten, doch jetzt 1 Jahr später ist die Frist abgelaufen und jeder kann es wissen.

Grenke hatte tierisch viele GPC Aktien und hat ordentlich Kohle damit gemacht !

Jetzt ist er aber nicht mehr aktiv. Läßt sich die Sonne auf sein Bäuchlein scheinen.

Er hat inzwischen andere Interessen und wird hier wohl nie wieder erscheinen.

Tschüüüü Grenke, mach's gut ! Wünsch Dir was !


Gruß Dein Freund Byblos
Antworten
trader43:

und den Weihnachtsmann gibt es auch... o. T.

 
15.03.05 21:48
Antworten
Byblos:

trader43

 
15.03.05 22:56
Du hats es übertrieben. Viel Spaß beim Gespräch mit Deiner Alten !
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