Hallo,
Meine ID musste ich von nachgedacht wechseln, weil ich mir natuerlich mein Passwort nicht gemerkt hatte.
Die letzten Tage habe ich mich bemueht ein paar Informationen zu GPC zusammenzutragen, die hilfreich sein koennten. Was mich generell ueberrascht, ist dass die meisten der Biotechs schon so lange an der Boerse sind und eigentlich noch gar nichts geleistet haben.
Zu GPC Produkten:
Satraplatin: Satraplatin ist in gewissem Sinne eine Weiterentwicklung von Cisplatin. Beides sind oxidierte Platinverbindungen, die bei DNA Kontakt Vernetzungen der DNA herbeifuehren, die zum Zelltod fuehren koennen. Beide haben massive Nebenwirkungen, obwohl diese bei Satraplatin etwas niedriger sind. Auf jeden Fall erlauben sie nicht besonders hohe Dosen. Der Vorteil von Satraplatin ist, dass es oral genommen werden kann, der Nachteil, dass es relativ schnell reduziert wird. Eine der Hauptmoeglichkeiten der Resistenz fuer Tumorzellen ist eine erhoehte Glutathionkonzentration. Glutathion reduziert alle moeglichen Molekuele unspezifisch und kann relativ leicht von der Zelle produziert werden. Der Mechanismus ist von Natur aus angelegt, denn Glutathion wird als zellulaere Antwort auf oxidativen Stress verwendet. Ausserdem koennen die von Satraplatin herbeigefuehrten DNA-Schaeden relativ leicht zellulaer repariert werden. Der Vorteil, den ich sehe, ist, dass Cisplatin eine wirksame Substanz ist und ich denke, dass die Chancen fuer Satraplatin nicht schlecht stehen, wenigstens fuer eine Weile einen Teil des Marktes zu bedienen, was meiner Meinung nach hauptsaechlich aufgrund der oralen Gabe der Fall sein wird. ipollit hat die Moeglichkeit der Kombination mit Strahlentherapie angesprochen und die scheint mir auch Sinn zu machen, vor allem weil die Nebenwirkungen relativ verschieden sind.
MHCII Antikoerper:
§Meine Meinung zu Antikoerpern habe ich allgemein schon mal frueher gepostet. Dort sind sicherlich einige Entwicklungen moeglich, es gilt aber zu beachten, dass andere Firmen hier einen erheblichen Kenntnisvorsprung haben. Das gilt allgemein fuer Antikoerper. Speziell ist fuer GPC die Entwicklung gegen MHCII Komplexe eine Moeglichkeit Lymphoma und Leukaemie zu behandeln, da MHCII auf Lymphozyten zu finden ist, die mit diesem Komplex Antigene fuer T-Zellen praesentieren. Der Vorteil ist, dass der Effekt hauptsaechlich auf aktivierte oder Krebs Lymphozyten wirkt. Richtig ist auch das Z Nagy in diesem Gebiet gute Arbeit geleistet hat.
Cdk-Inhibitoren:
Cdk-Inhibitoren sind, wie ich vorher auch schon mal gepostet habe generell eine interessante Idee als Anti-Krebsmittel. Der Grund fuer die vielen Patente ist hauptsaechlich die Tatsache, dass die Molekuele die als Cdk-Inhibitoren wirken relativ leicht durch kombinatorische Chemie hergestellt werden koennen. Was GPC dort im Speziellen hat, weiss ich nicht, aber das Problem ist, dass die Signalkaskaden zwar recht gut erforscht sind, ein spezieller Angriff auf Krebszellen meines Wissens nach allerdings nicht so einfach ist, daher die Toxizitaetsprobleme. Im uebrigen forscht GPC hier garantiert nicht allein, denn Cdk-Inhibitoren sind schon eine halbe Ewigkeit bekannt.
Angiogenese-Inhibitoren:
Angiogenese ist die Neubildung von Blutgefaessen. Die laeuft in Tumorgebieten verstaerkt ab, weil dort natuerlich ab einer gewissen Groesse Durchblutungsprobleme auftreten. Angiogenese-Inhibitoren eignen sich deshalb hauptsaechlich als Tumorstatika. Ein interessanter Gedanke ist die indirekte Verwendung von Angiogenese als Tumormarker. Die Verwendung als Medikament kann ich ohne genauere Angaben nicht beurteilen, aber ich habe einige Leute angeschrieben, die ich in Martinsried kenne. Vielleicht koennen die etwas ueber GPC herausfinden.
Mein Fazit:
Die besten Kandidaten fuer GPC sehe ich in Satraplatin und in den MHCII Antikoerpern. Wann es zu einem Einsatz und damit zu einer echten Kursrelevanz kommt, kann natuerlich schlecht beurteilt werden, aber fuer beide Medikamentengruppen sind schon eine Menge klinischer Studien gelaufen, die eine Abwicklung erleichtern sollten. Ueber das Marktpotenzial weiss ipollit sicherlich mehr.
Meine ID musste ich von nachgedacht wechseln, weil ich mir natuerlich mein Passwort nicht gemerkt hatte.
Die letzten Tage habe ich mich bemueht ein paar Informationen zu GPC zusammenzutragen, die hilfreich sein koennten. Was mich generell ueberrascht, ist dass die meisten der Biotechs schon so lange an der Boerse sind und eigentlich noch gar nichts geleistet haben.
Zu GPC Produkten:
Satraplatin: Satraplatin ist in gewissem Sinne eine Weiterentwicklung von Cisplatin. Beides sind oxidierte Platinverbindungen, die bei DNA Kontakt Vernetzungen der DNA herbeifuehren, die zum Zelltod fuehren koennen. Beide haben massive Nebenwirkungen, obwohl diese bei Satraplatin etwas niedriger sind. Auf jeden Fall erlauben sie nicht besonders hohe Dosen. Der Vorteil von Satraplatin ist, dass es oral genommen werden kann, der Nachteil, dass es relativ schnell reduziert wird. Eine der Hauptmoeglichkeiten der Resistenz fuer Tumorzellen ist eine erhoehte Glutathionkonzentration. Glutathion reduziert alle moeglichen Molekuele unspezifisch und kann relativ leicht von der Zelle produziert werden. Der Mechanismus ist von Natur aus angelegt, denn Glutathion wird als zellulaere Antwort auf oxidativen Stress verwendet. Ausserdem koennen die von Satraplatin herbeigefuehrten DNA-Schaeden relativ leicht zellulaer repariert werden. Der Vorteil, den ich sehe, ist, dass Cisplatin eine wirksame Substanz ist und ich denke, dass die Chancen fuer Satraplatin nicht schlecht stehen, wenigstens fuer eine Weile einen Teil des Marktes zu bedienen, was meiner Meinung nach hauptsaechlich aufgrund der oralen Gabe der Fall sein wird. ipollit hat die Moeglichkeit der Kombination mit Strahlentherapie angesprochen und die scheint mir auch Sinn zu machen, vor allem weil die Nebenwirkungen relativ verschieden sind.
MHCII Antikoerper:
§Meine Meinung zu Antikoerpern habe ich allgemein schon mal frueher gepostet. Dort sind sicherlich einige Entwicklungen moeglich, es gilt aber zu beachten, dass andere Firmen hier einen erheblichen Kenntnisvorsprung haben. Das gilt allgemein fuer Antikoerper. Speziell ist fuer GPC die Entwicklung gegen MHCII Komplexe eine Moeglichkeit Lymphoma und Leukaemie zu behandeln, da MHCII auf Lymphozyten zu finden ist, die mit diesem Komplex Antigene fuer T-Zellen praesentieren. Der Vorteil ist, dass der Effekt hauptsaechlich auf aktivierte oder Krebs Lymphozyten wirkt. Richtig ist auch das Z Nagy in diesem Gebiet gute Arbeit geleistet hat.
Cdk-Inhibitoren:
Cdk-Inhibitoren sind, wie ich vorher auch schon mal gepostet habe generell eine interessante Idee als Anti-Krebsmittel. Der Grund fuer die vielen Patente ist hauptsaechlich die Tatsache, dass die Molekuele die als Cdk-Inhibitoren wirken relativ leicht durch kombinatorische Chemie hergestellt werden koennen. Was GPC dort im Speziellen hat, weiss ich nicht, aber das Problem ist, dass die Signalkaskaden zwar recht gut erforscht sind, ein spezieller Angriff auf Krebszellen meines Wissens nach allerdings nicht so einfach ist, daher die Toxizitaetsprobleme. Im uebrigen forscht GPC hier garantiert nicht allein, denn Cdk-Inhibitoren sind schon eine halbe Ewigkeit bekannt.
Angiogenese-Inhibitoren:
Angiogenese ist die Neubildung von Blutgefaessen. Die laeuft in Tumorgebieten verstaerkt ab, weil dort natuerlich ab einer gewissen Groesse Durchblutungsprobleme auftreten. Angiogenese-Inhibitoren eignen sich deshalb hauptsaechlich als Tumorstatika. Ein interessanter Gedanke ist die indirekte Verwendung von Angiogenese als Tumormarker. Die Verwendung als Medikament kann ich ohne genauere Angaben nicht beurteilen, aber ich habe einige Leute angeschrieben, die ich in Martinsried kenne. Vielleicht koennen die etwas ueber GPC herausfinden.
Mein Fazit:
Die besten Kandidaten fuer GPC sehe ich in Satraplatin und in den MHCII Antikoerpern. Wann es zu einem Einsatz und damit zu einer echten Kursrelevanz kommt, kann natuerlich schlecht beurteilt werden, aber fuer beide Medikamentengruppen sind schon eine Menge klinischer Studien gelaufen, die eine Abwicklung erleichtern sollten. Ueber das Marktpotenzial weiss ipollit sicherlich mehr.