Hormus-Blockade treibt Düngemittelpreise in die Höhe – Diese Aktien könnten profitieren
Die Blockade der Straße von Hormus sorgt nicht nur für höhere Ölpreise, sondern auch für einen Preisanstieg bei Flüssigdüngern. Zwei Unternehmen könnten davon besonders profitieren.
Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hat nicht nur den Ölmarkt ins Wanken gebracht, sondern sorgt auch für heftige Schwankungen bei den Preisen für Flüssigdünger. Laut dem Jefferies-Analysten Laurence Alexander könnten von dieser Entwicklung insbesondere zwei Düngemittelhersteller profitieren. Zuerst hatte der US-Nachrichtensender CNBC darüber berichtet.
Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist ein wichtiger globaler Handelsweg – nicht nur für Öl, sondern auch für Düngemittel. Diese werden teils aus den Nebenprodukten der Ölraffinerieproduktion oder aus Methangas gewonnen. Seit Ende Februar ist der Preis für Urea-Ammoniumnitrat um 21 Prozent gestiegen. Analyst Alexander erwartet, dass insbesondere die Unternehmen LSB Industries und Nutrien von diesen Preissprüngen profitieren könnten.
Der Iran hat angekündigt, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus weiter zu blockieren. Diese geopolitische Spannung führt zu einer Verknappung auf den globalen Düngemittelmärkten und lässt die Preise weiter ansteigen. "Während nordamerikanische Produzenten wie Nutrien und LSB Industries geografisch vom Konflikt abgeschirmt sind, hat die Auseinandersetzung dennoch die Inlandspreise erhöht, besonders da die Pflanzsaison im Frühling beginnt", erklärte Alexander in einer Analyse.
Die Nutrien-Aktie hat in den letzten vier Wochen um 19 Prozent zugelegt, die LSB-Industries-Aktie sogar um 57 Prozent. Jefferies hat das Kursziel für Nutrien auf 96 US-Dollar erhöht und die Aktie auf "Kaufen" hochgestuft. Für LSB Industries wurde das Kursziel von 11 auf 15 US-Dollar angehoben.
Laut Morgan Stanley werden rund 27 Prozent des globalen Ammoniaks und etwa 35 Prozent der globalen Urea-Menge über die Straße von Hormus transportiert. Selbst wenn der Handel dort wieder aufgenommen wird, wird es Monate dauern, bis sich der Düngemittelmarkt stabilisiert. Zusätzlich hat QatarEnergy Anfang März die Produktion von verflüssigtem Erdgas gestoppt, das ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Stickstoffdüngern ist.
Der Beginn der Pflanzsaison im Frühling trifft auf bereits enge Märkte, was zu einem explosionsartigen Anstieg der Düngemittelpreise führen könnte.
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