GPC Biotech plant US-Listing in drei bis fünf Jahren
Mittwoch 1. Oktober 2003, 13:12 Uhr
Martinsried, 01. Okt (Reuters) - Das Martinsrieder Biotechunternehmen GPC Biotech plant nach den Worten seines Vorstandschefs Bernd Seizinger in den nächsten drei bis fünf Jahren ein Listing an der US-Börse Nasdaq.
"Ich wäre sehr überrascht, wenn wir in drei bis fünf Jahren nicht in den USA gelistet wären", sagte Seizinger der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview am Mittwoch. Mittlerweile hat GPC mehr als die Hälfte seiner 200 Mitarbeiter in den USA. GPC hat
Forschungseinrichtungen in Waltham bei Boston im US-Bundesstaat Massachusetts und auch in Princeton in New Jersey. "Die USA spielen für uns eine sehr wichtige Rolle und auf lange Sicht ist ein Listing an der Nasdaq (NASDAQ: Nachrichten) keine Frage des ob sondern des wann", ergänzte er. Nach Seizingers Einschätzung würde ein US-Listing auch für den Unternehmenswert von Vorteil sein, da US-Biotechfirmen mit einem Medikament in der klinischen Phase III typischerweise einen Börsenwert von mindestens 350 Millionen Dollar aufwiesen. Dies ist mehr als doppelt so hoch wie der derzeitige Börsenwert von GPC.
Dabei sieht Seizinger eine Verbindung zwischen einem US-Listing und dem erwarteten Erfolg des in der späten klinischen Entwicklung stehenden GPC-Krebsmittels Satraplatin. "Wenn wir uns entscheiden an die Nasdaq zu gehen, dann würden wir eine gute Nachricht als Anlass nehmen," sagte Seizinger.
GPC hatte am Montag den Beginn der Zulassungsstudie für das Prostatakrebsmittel Satraplatin bekannt gegeben. Dabei soll die Behandlung von hormonresistentem Prostatakrebs mit Satraplatin in Verbindung mit dem Präparat Prednisone untersucht und mit einer Behandlung von Prednisone alleine verglichen werden. Prednisone ist ein synthetisches Hormon, das zur Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs eingesetzt wird. Der Endpunkt der Studie ist die Auswirkung des Medikaments auf die Zeitspanne bis zum erneuten Fortschreiten der Krankheit. Satraplatin wird als Tablette verabreicht. Prostatakrebs ist in den USA die am häufigsten auftretende Krebserkrankung bei Männern.
Die Studie der Phase III beziehe 500 bis 1000 Patienten weltweit ein, sagte Seizinger. Seiner Einschätzung nach wären die US-Behörden zufrieden, falls das Mittel die Zeitspanne bis zum erneuten Fortschreiten der Krankheit um mindestens 30 Prozent erhöht.
Bislang hat das Verlust schreibende Unternehmen noch keinen eigenen Wirkstoff auf den Markt gebracht und ist auf Erlöse aus Kooperationen etwa mit dem Pharmakonzern Altana angewiesen. Nach früheren Angaben rechnet GPC mit jährlichen Spitzenumsätzen von mehr als 500 Millionen Dollar für Satraplatin, dessen Marktstart für 2007 anvisiert ist. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte GPC ein beschleunigtes Zulassungsverfahren (Fast-Track) für das Mittel zur Behandlung von Patienten mit hormonresistentem Prostatakrebs, bei der eine Chemotherapie erfolglos war, zugebilligt.
Ein Partner werde wohl in zwölf bis 18 Monaten gefunden werden. "Es gibt erhebliches Interesse an Satraplatin von sowohl kleinen als auch großen Unternehmen", sagte der GPC-Chef. "Wir könnten einen multinationalen Partner auswählen oder zwei bis drei regionale Partner", fügte er hinzu. GPC könnte das Mittel gemeinsam mit dem Partner in verschiedenen Märkten verkaufen, für die es auch eine eigene Vertriebsmannschaft aufbauen könnte.
Nach Einschätzung von Seizinger werde ein künftiger Partner für das Mittel wohl daran arbeiten, den Einsatz von Satraplatin auch auf andere Krebsarten als Prostatakrebs auszudehnen.
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01.10.2003
GPC Biotech Kursziel 15 Euro
Prior Börse
Die Experten der "Prior Börse" sehen für die Aktie von GPC Biotech (ISIN DE0005851505/ WKN 585150) ein Kursziel von 15 Euro.
Mit der dritten klinischen Testphase ihres Medikamentes gegen Prostatakrebs hätten die Münchener soeben begonnen. Das Umsatzpotenzial von Satraplatin liege bei deutlich über 500 Mio. USD. Dies habe ein Sprecher des Unternehmens den Experten versichert. In drei Jahren erwarte die Biotechnologiefirma die Marktzulassung.
Phantasie versprühe ebenfalls ein neuer gegen Blutkrebs entwickelter Antikörper. Die klinische Testphase eins solle Anfang 2004 beginnen.
Nach Meinung der Wertpapierexperten besitze die Aktie erhebliches Kurspotenzial. Vergleichbare US-Biotechs mit einem Phase-Drei-Medikament in der Pipeline bewerte die Börse mit 350 - 600 Mio. USD. Hingegen betrage die Marktkapitalisierung von GPC Biotech nur 160 Mio. Euro. Allein der Kassenbestand liege nach Abzug der Verbindlichkeiten bei 90 Mio. Euro. Bei einer "cash-burn-rate" von ca. 9 Mio. Euro im Quartal bestehe also noch viel Luft, bevor gegebenenfalls neues Kapital aufgenommen werden müsste.
Somit sehen die Experten vom Börsenbrief "Prior Börse" für die GPC Biotech-Aktie weiteres Kurspotenzial.
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Damit scheinen sich zwei Dinge zu verbessern...
1.) Partner für Satraplatin wird wahrscheinlicher, da die Zeitspanne 12-24 Monate auf 12-18 Monate gesenkt wurde... also Ende 2004, Anfang 2005
2.) AK 1D09C3 könnte früher mit Phase I beginnen... bei Prior ist erstmals von Anfang 2004 statt 2.Halbjahr 2004 die Rede
das US-Listing halte ich momentan für nicht so entscheidend... schon vorher werden wohl amerikanische Investoren gewonnen... wenn man ein Listing in Aussicht stellt, so wird das wohl noch einfacher gehen
mfg ipollit
Mittwoch 1. Oktober 2003, 13:12 Uhr
Martinsried, 01. Okt (Reuters) - Das Martinsrieder Biotechunternehmen GPC Biotech plant nach den Worten seines Vorstandschefs Bernd Seizinger in den nächsten drei bis fünf Jahren ein Listing an der US-Börse Nasdaq.
"Ich wäre sehr überrascht, wenn wir in drei bis fünf Jahren nicht in den USA gelistet wären", sagte Seizinger der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview am Mittwoch. Mittlerweile hat GPC mehr als die Hälfte seiner 200 Mitarbeiter in den USA. GPC hat
Forschungseinrichtungen in Waltham bei Boston im US-Bundesstaat Massachusetts und auch in Princeton in New Jersey. "Die USA spielen für uns eine sehr wichtige Rolle und auf lange Sicht ist ein Listing an der Nasdaq (NASDAQ: Nachrichten) keine Frage des ob sondern des wann", ergänzte er. Nach Seizingers Einschätzung würde ein US-Listing auch für den Unternehmenswert von Vorteil sein, da US-Biotechfirmen mit einem Medikament in der klinischen Phase III typischerweise einen Börsenwert von mindestens 350 Millionen Dollar aufwiesen. Dies ist mehr als doppelt so hoch wie der derzeitige Börsenwert von GPC.
Dabei sieht Seizinger eine Verbindung zwischen einem US-Listing und dem erwarteten Erfolg des in der späten klinischen Entwicklung stehenden GPC-Krebsmittels Satraplatin. "Wenn wir uns entscheiden an die Nasdaq zu gehen, dann würden wir eine gute Nachricht als Anlass nehmen," sagte Seizinger.
GPC hatte am Montag den Beginn der Zulassungsstudie für das Prostatakrebsmittel Satraplatin bekannt gegeben. Dabei soll die Behandlung von hormonresistentem Prostatakrebs mit Satraplatin in Verbindung mit dem Präparat Prednisone untersucht und mit einer Behandlung von Prednisone alleine verglichen werden. Prednisone ist ein synthetisches Hormon, das zur Behandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs eingesetzt wird. Der Endpunkt der Studie ist die Auswirkung des Medikaments auf die Zeitspanne bis zum erneuten Fortschreiten der Krankheit. Satraplatin wird als Tablette verabreicht. Prostatakrebs ist in den USA die am häufigsten auftretende Krebserkrankung bei Männern.
Die Studie der Phase III beziehe 500 bis 1000 Patienten weltweit ein, sagte Seizinger. Seiner Einschätzung nach wären die US-Behörden zufrieden, falls das Mittel die Zeitspanne bis zum erneuten Fortschreiten der Krankheit um mindestens 30 Prozent erhöht.
Bislang hat das Verlust schreibende Unternehmen noch keinen eigenen Wirkstoff auf den Markt gebracht und ist auf Erlöse aus Kooperationen etwa mit dem Pharmakonzern Altana angewiesen. Nach früheren Angaben rechnet GPC mit jährlichen Spitzenumsätzen von mehr als 500 Millionen Dollar für Satraplatin, dessen Marktstart für 2007 anvisiert ist. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte GPC ein beschleunigtes Zulassungsverfahren (Fast-Track) für das Mittel zur Behandlung von Patienten mit hormonresistentem Prostatakrebs, bei der eine Chemotherapie erfolglos war, zugebilligt.
Ein Partner werde wohl in zwölf bis 18 Monaten gefunden werden. "Es gibt erhebliches Interesse an Satraplatin von sowohl kleinen als auch großen Unternehmen", sagte der GPC-Chef. "Wir könnten einen multinationalen Partner auswählen oder zwei bis drei regionale Partner", fügte er hinzu. GPC könnte das Mittel gemeinsam mit dem Partner in verschiedenen Märkten verkaufen, für die es auch eine eigene Vertriebsmannschaft aufbauen könnte.
Nach Einschätzung von Seizinger werde ein künftiger Partner für das Mittel wohl daran arbeiten, den Einsatz von Satraplatin auch auf andere Krebsarten als Prostatakrebs auszudehnen.
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01.10.2003
GPC Biotech Kursziel 15 Euro
Prior Börse
Die Experten der "Prior Börse" sehen für die Aktie von GPC Biotech (ISIN DE0005851505/ WKN 585150) ein Kursziel von 15 Euro.
Mit der dritten klinischen Testphase ihres Medikamentes gegen Prostatakrebs hätten die Münchener soeben begonnen. Das Umsatzpotenzial von Satraplatin liege bei deutlich über 500 Mio. USD. Dies habe ein Sprecher des Unternehmens den Experten versichert. In drei Jahren erwarte die Biotechnologiefirma die Marktzulassung.
Phantasie versprühe ebenfalls ein neuer gegen Blutkrebs entwickelter Antikörper. Die klinische Testphase eins solle Anfang 2004 beginnen.
Nach Meinung der Wertpapierexperten besitze die Aktie erhebliches Kurspotenzial. Vergleichbare US-Biotechs mit einem Phase-Drei-Medikament in der Pipeline bewerte die Börse mit 350 - 600 Mio. USD. Hingegen betrage die Marktkapitalisierung von GPC Biotech nur 160 Mio. Euro. Allein der Kassenbestand liege nach Abzug der Verbindlichkeiten bei 90 Mio. Euro. Bei einer "cash-burn-rate" von ca. 9 Mio. Euro im Quartal bestehe also noch viel Luft, bevor gegebenenfalls neues Kapital aufgenommen werden müsste.
Somit sehen die Experten vom Börsenbrief "Prior Börse" für die GPC Biotech-Aktie weiteres Kurspotenzial.
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Damit scheinen sich zwei Dinge zu verbessern...
1.) Partner für Satraplatin wird wahrscheinlicher, da die Zeitspanne 12-24 Monate auf 12-18 Monate gesenkt wurde... also Ende 2004, Anfang 2005
2.) AK 1D09C3 könnte früher mit Phase I beginnen... bei Prior ist erstmals von Anfang 2004 statt 2.Halbjahr 2004 die Rede
das US-Listing halte ich momentan für nicht so entscheidend... schon vorher werden wohl amerikanische Investoren gewonnen... wenn man ein Listing in Aussicht stellt, so wird das wohl noch einfacher gehen
mfg ipollit