GM räumt Fehler ein
Beim weltgrößten Automobilhersteller General Motors (GM) gibt es neue Probleme. GM hat seine Geschäftsergebnisse für 2001 revidiert, weil der Gewinn aus dem laufenden Geschäft damals um rund 300 Mio. bis 400 Mio. US-Dollar (342 Mio. Euro) oder um 25 bis 35 Prozent zu hoch ausgewiesen worden war.
GM begründete dies damit, dass die Gesellschaft Gutschriften von Lieferanten fehlerhaft verbucht hatte. Dies geht aus Unterlagen hervor, die bei der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC eingereicht worden sind. Die Investoren sollten sich deshalb nicht mehr auf die Bilanz für 2001 verlassen, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Die Gesellschaft wird auch ihre Bilanzen für spätere Jahre ändern soweit sie von den fehlerhaften Buchungen betroffen sind.
Dies dürfte jedoch keinen nennenswerten Einfluss auf die Ergebnisse haben. GM will die Bilanzen korrigieren, ehe der Jahresbericht für 2005 bei der SEC eingereicht wird.
Der angeschlagene Autoriese hatte seit Jahresbeginn wegen tiefroter Zahlen in Nordamerika einen Verlust von 3,8 Mrd. US-Dollar verbucht. GM kämpft im heimischen Markt mit stark rückläufigen Verkaufszahlen, vor allem bei den lukrativen großen Geländewagen und Pickups. Grund sind die hohen Treibstoffpreise. Vor allem die Autohersteller aus Fernost machen GM schwer zu schaffen. Hinzu kommen hohe Tarif-, Krankenversicherungs- und Betriebsrenten -Kosten.
Die GM-Aktien waren am Mittwoch weiter um 4,8 Prozent auf 24,63 US-Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren abgesackt. Sie hatten gegen Ende 2004 noch bei 40,82 US-Dollar gelegen. Sie haben seither knapp 40 Prozent an Wert verloren.
Die Rating-Agentur Fitch hat nach US-Medienberichten die bereits mit Schrottanleihen-Status bedachten GM-Anleihen nochmals heruntergestuft. Die in einem Insolvenzverfahren befindliche ehemalige Autoteile-Sparte Delphi könnte GM bis zu zwölf Mrd. US-Dollar an möglichen Verpflichtungen kosten.
füx

