Die Aussage in Ihrer Anfrage, dass "für das Geschäftsjahr 2025 alle Quartalsabschlüsse der Gerresheimer AG veröffentlicht und unstrittig seien und die BaFin keine Berichte über Unstimmigkeiten oder Beanstandungen vorliegen habe", entspricht nicht der Faktensituation, wie sie aus den verfügbaren Informationsquellen hervorgeht. Eine präzise Analyse ergibt folgendes Bild:
Veröffentlichung der Jahres- und Konzernabschlüsse 2025:
Gerresheimer hat den Jahres- und Konzernabschluss 2025 tatsächlich veröffentlicht, mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfer (KPMG)
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Die Veröffentlichung erfolgte jedoch nach umfassenden internen Untersuchungen aufgrund fehlerhafter Buchungen und Bilanzierungsprobleme in den Geschäftsjahren 2024 und 2025
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. Ursprung war unter anderem die bilanzielle Behandlung von "Bill-and-Hold"-Vereinbarungen, fehlerhafte Bestandsbewertungen und weitere Abrechnungsprobleme.
BaFin-Prüfungen und Anlassprüfungen:
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte bereits seit September 2025 Anlassprüfungen eingeleitet, weil konkrete Hinweise auf fehlerhafte Rechnungslegung vorlagen
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Weitere Prüfungen und Erweiterungen der Anlassprüfungen erfolgten im Jahr 2026, insbesondere wegen möglicher Fehler bei Leasingverbindlichkeiten, Nutzungsdauern aktivierter Entwicklungskosten und Wertminderungen von Vermögenswerten im Segment Advanced Technologies
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Zum Zeitpunkt der letzten verfügbaren Informationen sind die Untersuchungen durch die BaFin noch nicht abgeschlossen, und die Ergebnisse ihrer Prüfungen werden öffentlich gemacht, unabhängig davon, ob Fehler festgestellt werden oder nicht.
Folgen für die Gerresheimer AG:
Die Quartalsabschlüsse für 2025 wurden nach Korrekturen veröffentlicht, dennoch gab es signifikante Wertminderungen und Sonderbelastungen, die zu einem Konzernergebnis von -318,7 Mio. EUR führten
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Aufgrund der Bilanzierungsprobleme und des Konzernverlusts wurde für 2025 keine Dividende ausgeschüttet.
Einzelne Mitarbeitende haben gegen interne Richtlinien und IFRS verstoßen, was zu rechtlichen und organisatorischen Konsequenzen im Unternehmen führte
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Fazit:
Die Quartals- und Jahresabschlüsse der Gerresheimer AG für 2025 sind zwar veröffentlicht und von Wirtschaftsprüfern testiert worden, aber sie waren nicht ohne Beanstandungen. Vielmehr waren interne Unstimmigkeiten und Bilanzierungsfehler im Vorfeld zu korrigieren.
Die BaFin hatte bereits Anlassprüfungen eingeleitet und diese später erweitert, sodass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließende Klarheit über alle potenziellen Unstimmigkeiten besteht. Es ist daher falsch zu behaupten, dass die BaFin keine Berichte über Unstimmigkeiten hat oder dass alle Abschlüsse unstrittig sind.
Die Situation ist rechtlich und finanziell komplex, und Investoren sollten auf laufende Prüfungen achten, da weiterhin mögliche Schadensersatzansprüche bestehen