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Beitrag 7.9. 19.59 Uhr:
unbelegte Aussage, Marktmanipulation vermutet
Aus welchem Grund sollte
wann
wer
die Gerresheimer AG übernehmen (wollen)?
Ich frage mich, wie jemand meinen kann, die Gerresheimer-Aktie sei „komplett unterbewertet“, wenn die letzten veröffentlichten Zahlen jene per 30.11.2025 bzw. jene für das Geschäftsjahr 1.12.2024 – 30.11.2025 sind. Die wenigen für Q1/2026 von Gerresheimer genannten Daten ermöglichen keine Beurteilung von Q1/2026. Zu Q1/2026 fehlen noch die Daten zu Vermögenswerten und Schulden per 28.2.2026 und die Ergebnisrechnung (Gewinn- und Verlustrechnung).
Die vorliegenden, bisher veröffentlichten Daten sind aus jetziger Sicht „steinalt“. Es gibt keinerlei veröffentlichte Daten zu Vermögen, Schulden und Ergebnisrechnung, die man als zumindest halbwegs aktuell bezeichnen könnte.
Ich frage mich auch, wie jemand meinen kann, die Aktie sei komplett unterbewertet, wenn noch gar nicht klar ist, wie hoch der Verkaufserlös der beiden Geschäftsbereiche, deren Verkauf vereinbart wurde, ist bzw. sein wird, wie die Vermögens- und Schuldensituation der Firma sich nach dem Verkauf darstellen wird und welche Umsatz- und Ertragsmöglichkeiten die Firma mit ihrem verkleinerten Geschäftsfeld/-bereich dann haben wird.
Ich frage mich also auch, woran jemand die Meinung, die Aktie sei komplett unterbewertet, fest macht, wenn man nicht einmal einen halbwegs aktuellen Buchwert der Aktie errechnen kann und auch keine Daten hat, auf Basis welcher man künftig zu erzielende Jahresergebnisse ein-/abschätzen kann.
Würde jetzt oder in naher Zukunft ein Investor die Gerresheimer AG sozusagen als Katze im Sack kaufen? Ich denke nicht.
Quelle der Angaben: Pressemitteilungen und Berichte auf https://www.gerresheimer.com/
Buchwert je Aktie ist das Rechenergebnis von: Eigenkapital dividiert durch Anzahl der ausgegebenen Aktien
Eigenkapital ist das Rechenergebnis von: Vermögen abzüglich Schulden
Nein, der Kaufpreis steht nicht fest. Man sollte die Pressemitteilung vom 29.7. ganz genau lesen. Gerresheimer veräußert Centor und das globale Primary Packaging Plastics Geschäft an Apax Fonds
Auszug:
„Der Gesamtkaufpreis für die beiden Business Units basiert auf einem kombinierten Unternehmenswert (Enterprise Value) von rund 1,5 Mrd. EUR. Zu weiteren Vertragsbedingungen haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Transaktionen stehen unter Vorbehalt marktüblicher Vollzugsbedingungen und Genehmigungen und werden unabhängig voneinander vollzogen. Der Abschluss des Centor-Verkaufs wird bis Ende des Geschäftsjahres 2026 erwartet, der Abschluss des Verkaufs des globalen Primary Packaging Plastics Geschäfts voraussichtlich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2027. Gerresheimer wird die erwarteten Mittelzuflüsse nutzen, um die Kapital- und Finanzierungsstruktur signifikant zu optimieren und den Verschuldungsgrad erheblich zu reduzieren.“
Ich verstehe die Aussage „Der Gesamtkaufpreis der beiden Business Units basiert auf einem kombinierten Unternehmenswert (Enterprise Value) von rund 1,5 Mrd. EUR.“ nicht als eine im Sinne von "Der Gesamtkaufpreis der beiden Business Units beträgt rund 1,5 Mrd. EUR“ und denke, dass sie es auch nicht ist.
Ja, ein Kaufpreis kann auch – zur Gänze oder teilweise - in anderer Form als in Cash beglichen werden, z.B. per Schuldenübernahme - es hängt davon ab, wie die getroffene Vereinbarung aussieht.
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