US-Leerverkäufer verzeichneten seit Jahresbeginn Marktwertverluste in Höhe von 217 Milliarden US-Dollar", teilte S3 Partners mit. Das entspreche einer Marktwertrendite von minus 14,75 Prozent. Zum Vergleich: Der breite Aktienmarkt legte im gleichen Zeitraum deutlich zu. Der S&P 500 erreichte ein Plus von 16,39 Prozent, der Russell 3000 gewann 15,67 Prozent und der Nasdaq stieg um 20,36 Prozent.
Insgesamt erwiesen sich die meisten Wetten gegen Aktienkurse als Fehlschlag. Nach Angaben von S3 Partners waren 70 Prozent aller Short-Positionen unprofitabel. Dennoch gab es auch Ausnahmen, bei denen Leerverkäufer erhebliche Gewinne erzielten.
Am erfolgreichsten war das Short-Engagement in Strategy. Hier erzielten Leerverkäufer seit Jahresbeginn einen Marktwertgewinn von rund 3,2 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von knapp 40 Prozent entspricht. Besonders hohe prozentuale Gewinne verzeichneten Shortseller auch bei Trade Desk und Fiserv, wo sich die Einsätze jeweils mehr als verdoppelten.
Ebenfalls lukrativ waren Short-Positionen in Charter Communications, UnitedHealth Group und Lululemon Athletica. Auch bei PayPal, Adobe und ServiceNow lagen die Short-Positionen im Plus.
Auffällig war zudem die Entwicklung bei kleineren und volatileren Titeln. So erzielten Leerverkäufer bei Vor Biopharma einen außergewöhnlich hohen prozentualen Gewinn. Auch Short-Positionen in GameStop und Lucid Group erwiesen sich als profitabel.
Das Gesamtbild bleibt dennoch eindeutig. In einem Jahr mit starken Kursgewinnen an den Aktienmärkten war das Leerverkaufen für die Mehrheit der Investoren ein Verlustgeschäft. Nur selektive Wetten gegen einzelne Titel zahlten sich aus.
Autor: sbh-Redaktion/neb