Für 58 Mrd. Dollar
J.P. Morgan kauft Bank One
In der US-Bankindustrie steht innerhalb weniger Monate die zweite milliardenschwere Fusion bevor: Der Branchenzweite J.P. Morgan Chase will das sechstgrößte US-Institut Bank One für 58 Mrd. US-Dollar in einem Aktientausch übernehmen. Das bestätigten beide Häuser am Mittwoch.
Analysten begrüßten das Vorhaben, das für eine breitere geographische Aufstellung von J.P. Morgan sorgen und die Bank unabhängiger vom Investmentbanking und vom Handelsgeschäft machen werde. J.P.-Morgan-Chef William Harrison sagte: "Diese Vereinbarung ist ein Meilenstein und wird einen der großen Finanzdienstleister der Welt schaffen."
Zugleich kündigte er den Abbau von bis zu 10.000 Stellen an, was rund sieben Prozent der US-Belegschaft der beiden Banken entspricht.
J.P. Morgan Chase, die vor drei Jahren aus dem Zusammenschluss von J.P. Morgan und Chase Manhattan hervorging, würde mit der Übernahme ihre bereits starke Präsenz im Filial- und Kreditkartengeschäft weiter verbessern. "Wir brauchen keine weitere Fusion, um erfolgreich zu sein", sagte Harrison.
Bank One, die über mehr als 1.800 Filialen verfügt, ist der weltweit drittgrößte Kreditkarten-Anbieter und der führende Anbieter von Visa-Karten. Die Fusion würde zudem die Position von J.P. Morgan als gemessen an der Bilanzsumme zweitgrößte US-Bank hinter Citigroup festigen.
Die Vereinbarung sieht vor, dass Bank-One-Aktionäre je Anteilsschein 1,32 J.P.-Morgan-Aktien erhalten. Damit würden Bank-One-Aktien mit jeweils 51,77 US-Dollar bewertet. Dies entspricht einer Prämie von 14,5 Prozent auf den Schlusskurs am Mittwoch. Der Zusammenschluss soll Mitte 2004 vollzogen werden, wenn Kartellbehörden und Aktionäre zustimmen.
J.P. Morgan erwartet nach eigenen Angaben Fusionskosten von drei Mrd. Dollar vor Steuern. Über drei Jahre verteilt will die Bank durch die Fusion aber vor Steuern 2,2 Mrd. Dollar einsparen.
Analysten bezeichneten das Vorhaben als sinnvoll. Kartellexperten bezeichneten es als wahrscheinlich, dass die Wettbewerbshüter die Pläne billigen werden. Branchenexperten halten weitere Fusionen in der US-Bankindustrie für wahrscheinlich.
Die Übernahme ist die zweite Milliardenfusion unter US-Banken innerhalt weniger Monate. Ende Oktober hatte der Branchendritte Bank of America den Kauf des Konkurrenten Fleetboston für rund 47 Mrd. US-Dollar bekannt gegeben.
Den Plänen zufolge soll der 60-jährige Harrison zunächst Chef der Bank bleiben, die J.P. Morgan Chase heißen und in New York ansässig sein soll. Der 47-jährige Bank-One-Chef Jamie Dimon wird als Chief Operating Officer für das Tagesgeschäft zuständig sein. Ab 2006 sollen die Führungsämter des Chief Executive Officer (CEO) und des Chairman aufgespalten werden. Dimon soll dann CEO werden, Harrison bleibt Chairman.
J.P. Morgan kauft Bank One
In der US-Bankindustrie steht innerhalb weniger Monate die zweite milliardenschwere Fusion bevor: Der Branchenzweite J.P. Morgan Chase will das sechstgrößte US-Institut Bank One für 58 Mrd. US-Dollar in einem Aktientausch übernehmen. Das bestätigten beide Häuser am Mittwoch.
Analysten begrüßten das Vorhaben, das für eine breitere geographische Aufstellung von J.P. Morgan sorgen und die Bank unabhängiger vom Investmentbanking und vom Handelsgeschäft machen werde. J.P.-Morgan-Chef William Harrison sagte: "Diese Vereinbarung ist ein Meilenstein und wird einen der großen Finanzdienstleister der Welt schaffen."
Zugleich kündigte er den Abbau von bis zu 10.000 Stellen an, was rund sieben Prozent der US-Belegschaft der beiden Banken entspricht.
J.P. Morgan Chase, die vor drei Jahren aus dem Zusammenschluss von J.P. Morgan und Chase Manhattan hervorging, würde mit der Übernahme ihre bereits starke Präsenz im Filial- und Kreditkartengeschäft weiter verbessern. "Wir brauchen keine weitere Fusion, um erfolgreich zu sein", sagte Harrison.
Bank One, die über mehr als 1.800 Filialen verfügt, ist der weltweit drittgrößte Kreditkarten-Anbieter und der führende Anbieter von Visa-Karten. Die Fusion würde zudem die Position von J.P. Morgan als gemessen an der Bilanzsumme zweitgrößte US-Bank hinter Citigroup festigen.
Die Vereinbarung sieht vor, dass Bank-One-Aktionäre je Anteilsschein 1,32 J.P.-Morgan-Aktien erhalten. Damit würden Bank-One-Aktien mit jeweils 51,77 US-Dollar bewertet. Dies entspricht einer Prämie von 14,5 Prozent auf den Schlusskurs am Mittwoch. Der Zusammenschluss soll Mitte 2004 vollzogen werden, wenn Kartellbehörden und Aktionäre zustimmen.
J.P. Morgan erwartet nach eigenen Angaben Fusionskosten von drei Mrd. Dollar vor Steuern. Über drei Jahre verteilt will die Bank durch die Fusion aber vor Steuern 2,2 Mrd. Dollar einsparen.
Analysten bezeichneten das Vorhaben als sinnvoll. Kartellexperten bezeichneten es als wahrscheinlich, dass die Wettbewerbshüter die Pläne billigen werden. Branchenexperten halten weitere Fusionen in der US-Bankindustrie für wahrscheinlich.
Die Übernahme ist die zweite Milliardenfusion unter US-Banken innerhalt weniger Monate. Ende Oktober hatte der Branchendritte Bank of America den Kauf des Konkurrenten Fleetboston für rund 47 Mrd. US-Dollar bekannt gegeben.
Den Plänen zufolge soll der 60-jährige Harrison zunächst Chef der Bank bleiben, die J.P. Morgan Chase heißen und in New York ansässig sein soll. Der 47-jährige Bank-One-Chef Jamie Dimon wird als Chief Operating Officer für das Tagesgeschäft zuständig sein. Ab 2006 sollen die Führungsämter des Chief Executive Officer (CEO) und des Chairman aufgespalten werden. Dimon soll dann CEO werden, Harrison bleibt Chairman.