Flaschen und Nieten in Spitzenpositionen


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baanbruch:

Flaschen und Nieten in Spitzenpositionen

 
19.03.03 16:19


Gestern hatte ich mich furchtbar geärgert, daß gerade
während meines Verkaufsversuchs meiner Infineons
die Aktie wie ein Stein fiel, wegen der Meldung zum
Siemens-Pensionsfond.
Die sollen jetzt also ca. 6,50 Eu pro Stück bekommen haben.
Ich hatte gestern einen Verlust von einigen Hundert Euro.
Die hatten aber viel mehr Stücke als ich.
Bei den Millionen ist ja jeder Euro pro Aktie weniger
ein enormer Betrag.
Es ist noch gar nicht so lange her, da hätten die weit über 20 Euro
pro Stück bekommen.

Da frage ich mich doch (wieder einmal), wie blöde sind die
eigentlich? Bzw. wie verantwortungslos gehen die mit dem
Geld anderer (!) um?
Ich schätze seit 3 Jahren den Markt falsch ein. Aber ich bin auch
nur ein Möchtegern-Börsianer, letztlich ein armes Würstchen,
das in ständiger Selbstüberschätzung glaubt, bei den Großen mitspielen
zu können.
Wie aber kommt es zu einer derartigen Häufung von Nichtkönnern
in Deutschlands Spitzenetagen? Sommer, Breuer, Allianz und nun
Siemens-Pensionsfond.?
Wie können die die Aktien bei 20 halten, als wir alle wußten, daß die
Bewertung recht hoch war, und sie jetzt nahe am Tiefstkurs komplett
in Riesenstückzahlen auf dem Markt "verschenken"?
Hätte bei akutem Finanzengpaß nicht ein Teilverkauf auch gereicht?

So, wenn die aktuelle Euphorie den Kurs bis Wochenende an die 8 herandrückt,
dann bekäme ich 25% mehr als die Deppen von Pensionfond.
Die gehören doch schnellstens entlassen!
Antworten
baanbruch:

Ein Spinner, der Anlegern bisher erspart blieb

 
20.03.03 18:52

Berlin (vwd) - Die Aktie der Deutschen Bahn AG, Berlin, wird nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn nur geringe Volatilität zeigen. Die Aktie werde unter anderem wegen des großen Immobilienbesitzes des Unternehmens den Charakter eines "Witwen- und Waisenpapieres" habe, sagte Mehdorn am Donnerstag am Rande einer Tagung in Berlin. Er bestätigte, dass der Börsengang für das Jahr 2005 geplant sei über den genauen Zeitpunkt müssten aber die Gesellschafter entscheiden. Als erste Tranche sei eine Größenordnung von etwa 20 Prozent der Bahn-Aktien geplant.

Auch Finanzvorstand Diethelm Sack bezeichnete die Kapitalmarktfähigkeit des Unternehmens als entscheidendes Ziel, das durch eine Beteiligung privater Investoren konsequenter verfolgt werden könne als von einer reinen Staatsbahn. Die Deutsche Bahn AG strebe an, ihre eigenen Investitionen selbst finanzieren zu können. Dazu werde eine Rendite von 17 bis 18 Prozent auf das eingesetzte Kapital (ROCE) angepeilt. Dieses Ziel sei bei "stark steigender und immer wieder zu optimierender Effizienz im operativen Bereich" erreichbar. Zudem sollte das Unternehmen in der Lage sein, seinen Aktionären eine Dividende zu zahlen. +++ Stephan Kosch
vwd/20.3.2003/sk/bb

20.03.2003, 17:23


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Das erste Mal, daß ich mit diesem Heini übereinstimme.
Wenn eine Aktie ständig und beharrlich an Wert verliert,
dann bleibt die Vola doch niedrig, oder nicht?

Antworten
cap blaubär:

immobilienbesitz?alsoo ähhh hattenwirschonmal

 
20.03.03 19:13
blaubärresearch liegt ein packender glaubwürdiger betroffenenbericht vor von nem ossibahnhofmieter der ossibahnhofbesitzer werden wollte,nur trotz 30%über gutachten will die db nicht(erst wollte sie) denn in der giftliste seht datt 8fache
blaubärgrüsse
Antworten
volvic:

und keiner will solche papiere

 
20.03.03 19:25
siehe GELBANLAGE. was nützt es einem, wenn das papier auf dem weg nach unten stabiler ist als der DAX? cash ist noch stabiler! und nach oben geht bei GILB lange nix. die müssen erstmal von dem problem briefmonopol los - bzw. der abhängigkeit von diesem. dazu die altlasten aus der beamtenzeit. nur wenig motiviation in der manschaft. ich sehe da fedEX und UPS deutlich besser aufgestellt.

und DB - der chaos laden? mit PUTs wird man da nicht viel verdienen können, aber will wirklich jemand von denen aktien haben? ich nicht.

volvic
Antworten
baanbruch:

Preis "Megabekloppte des Tages" geht an Allianz!

 
20.03.03 19:29

Zum Jahresende hat die Allianz eine Kapitalerhöhung vehement
abgestritten. Jedem Insider in den Spitzenetagen muß die prekäre
Lage doch bekannt gewesen sein, wegen der man jetzt doch
eine KE durchführt. Vor wenigen Monaten hätte man bei einem
Börsenkurs über 100 sicher 70 Euro oder mehr erzielen können.

Und nun will man die neuen Aktien für 30 verschleudern?

Leute, wie Ihr an meinen Beiträgen merkt, ich weiß nicht mehr
wohin mit der Wut und Frustration über soviel Beklopptheit
bei deutschen DAX-Unternehmen.
Schade nur, daß unsereins höchstens einen unschuldigen
Filialleiter anmachen kann, an die Top-Versager wie Sommer und Breuer
aber nie rankommt.

Was macht man nun mit diesem Ohnmächtigkeitsgefühl ?
Man könnte sich von der Börse abwenden, weil man wegen solchen
Flaschen nie mehr sein mühsam verdientes Geld verlieren will.

Andererseits, wie sorge ich für mein Alter vor?
Nach diesen Erkenntnissen doch garantiert nicht, indem ich den Versagern
von der Allianz oder der Dt. Bank noch jemals 1 Euro anvertrauen werde.

Also bleibt doch wieder nur "Selbst ist der Mann" und weiter versuchen
trotz all dieser Finanzgenies im deutschen Dax irgendwie zu überleben.

Mann, auch wenn ich selber hab bluten müßen, was tun mir die älteren Leutchen
leid, die evtl. diesen Versagern ihr Erspartes anvertraut hatten.
Ich weiß von einigen, die nie "aktiv" mit Aktien handeln wollten.
"Aber einige Allianz-Aktien sollte man schon haben, das ist was solides!"

Wir Handvoll Arivaner können nicht die deutsche Börse über Wasser halten.
Wieso sollten denn die "Normalos" jemals an einer derartigen Kapitalvernichtung
wieder teil haben wollen?
Woher sollen also künftige Aktienkäufer kommen?

Nee. nee, es ist so wie andere hier schon gesagt haben. Krieg in Irak ist schlimm.
Aber der Finanzplatz Deutschland hat ganz andere Probleme.
Antworten
emarald:

darum kurzfristig, Brechnung der Vola

 
20.03.03 19:30
@baanbruch,

ja, für die Berechnung der Vola sind die Returns, d.h. Kursveränderungen, wichtig bzw. auf deren Grundlage erfolgt die Berechnung.

Dein erster Artikel ist vollkommen richtig, deshalb sind langfristige(!) Aktienanlagen auch höchst unsicher. Und waren das immer auch, nur wurde eben das Märchen vom goldenen Zeitalter verkündet, von dem eben Einige gut profitiert haben.

Ach so, eine Analyse der Vola und der daraus abgeleiteten Schwankungsbreiten, z.B. für die DAX-Werte, findest Du übrigens auch auf www.Traducer.de. Oben unter Volatilitäten.

Gruß emarald
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