China PMI enttäuscht mit 50 Punkten
Wie schon die vorab veröffentlichte Schnellschätzung signalisierte, erreichte auch der endgültige HSBC China Manufacturing PMI für November lediglich einen Stand von 50 Punkten (Oktober: 50,4). Diese Marke wird allgemein als Wachstumsschwelle für den Sektor betrachtet. Damit ist der Vorlaufindikator auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten zurückgefallen. Grund der schwachen Lageurteilung durch die Industrieunternehmen ist die weiterhin stockende Nachfrage aus dem In- und Ausland. Während der Teil-index zur Entwicklung der Neuaufträge mit 51,3 Zählern etwa auf dem Niveau des Vormonats stag-nierte, ist dessen Pendant bei den Auslandsorders von 51,7 auf jetzt 51,1 gesunken. Der Output-Index sackte von 50,7 im Oktober mit jetzt 49,6 erstmals seit dem zurückliegenden Mai unter die 50-Punktemarke. Das schwache Wachstumsumfeld schlägt weiterhin auf die Personalpolitik der Betriebe durch, was die von 48,9 auf 48,7 Punkte gesunkene Beschäftigungskomponente zeigt. Insgesamt signali-sieren die heutigen Daten eine abnehmende Dynamik im Verarbeitenden Gewerbe Chinas. Gegen diesen Trend werden vermutlich die jüngsten Zinssenkungen der chinesischen Zentralbank wirken, die voraus-sichtlich zu einer Stabilisierung der Investitionsbereitschaft am heimischen Immobilienmarkt und in der Industrie beitragen. Mit Blick auf die Wachstumsrisiken rechnen wir allerdings mit zusätzlichen geld- und fiskalpolitischen Lockerungen. Seitens der Notenbank erwarten wir in der ersten Hälfte 2015 eine Rück-nahme der Leitzinsen um 50 Basispunkte sowie im gesamten kommenden Jahr eine Absenkung des Min-destreservesatzes um 150 BP.
Quelle: HSBC/Trinkaus