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Evotec - es kann los gehen! - Teil2


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Evotec SE 4,188 € +0,29% Perf. seit Threadbeginn:   -81,58%
 
VicTim:

Evotec - es kann los gehen! - Teil2

24
29.05.19 10:51
" es kann los gehen! " ist tot lang lebe " es kann los gehen! " !

Hallo zusammen, hier ist nun die Fortsetzung des Threads "es kann los gehen!". Wer Interesse hat, den ersten Teil weiterleben zu lassen, der schreibe bitte hier.

Vielen Dank!
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zero505:

Evo

4
18.03.26 18:08
Es gibt an der Börse ja diese ganz besondere Spezies Anleger: die, die nicht einfach Geld verlieren – sondern dabei auch noch überzeugt sind, alles richti g zu i machen.
Das beste Anschauungsbeispiel der letzten Jahre? Eine Aktie, die im freien Fall war, während ihre treuesten Anhänger gebetsmühlenartig von „Unterbewertung“, „Pipeline“ und „baldiger Turnaround“ gesprochen haben. Während der Kurs neue Tiefs markierte, wurde im Forum weiter nachgekauft – schließlich ist etwas, das 90 % gefallen ist, ja quasi ein Schnäppchen. Logisch.
Man konnte zusehen. Quartal für Quartal. Warnzeichen für Warnzeichen. Aber wer braucht schon Zahlen, wenn man Hoffnung hat?
Und jetzt? Jetzt stehen viele da mit einem Depot, das aussieht wie ein Mahnmal für Realitätsverweigerung – und wundern sich ernsthaft, wie das passieren konnte. Die Antwort ist so simpel wie unbequem: Weil man es sehen wollte. Oder besser gesagt: nicht sehen wollte.
Stattdessen wird weiter rationalisiert. „Langfristig gedacht.“ „Der Markt versteht das Geschäftsmodell nicht.“ „Die nächste Partnerschaft wird alles drehen.“ Natürlich. Jeder Absturz braucht schließlich seine Durchhalteparolen.
Die bittere Wahrheit ist: Nicht jede Story ist eine Perle, die nur auf ihre Entdeckung wartet. Manche sind einfach genau das, was der Kursverlauf schon lange sagt: heiße Luft mit Börsenlisting.
Aber sich das einzugestehen, würde bedeuten, den größten Feind des Anlegers zu erkennen – und der sitzt bekanntlich nicht im Markt, sondern vor dem Bildschirm.
Antworten
tater:

@zero505

 
18.03.26 18:47
bist ein ganz schlauer bestimmt schon zichfacher Millionär,
es kann doch jeder Denken und glauben was er will.
Antworten
eintracht67:

erneute Meilensteinzahlung von BMS

 
19.03.26 07:40
www.finanznachrichten.de/...rtnerschaft-nach-start-ei-022.htm
Antworten
tater:

was

 
19.03.26 07:58
bring's nix die Aktie ist durch
Antworten
eintracht67:

wenn dich solche news nicht interessieren,

 
19.03.26 08:11
was
bring's nix die Aktie ist durch
tater, 19.03.26 07:58
musst du sie ja nicht lesen
Antworten
Uterenocte:

Just Evotec Biologics

 
19.03.26 08:18
Würde ich kaufen ... alles andere, naja.  
Antworten
gvz1:

Die nächsten 10 Millionen.

 
19.03.26 08:43
Evotec erhält von Bristol Myers Squibb eine Meilensteinzahlung von 10 Mio. US-Dollar, da eine klinische Studie der frühen Phase I für einen gemeinsam entwickelten Wirkstoff gegen fortgeschrittenes klarzelliges Nierenzellkarzinom startet. Der Wirkstoff ist ein sogenannter Molecular Glue Degrader.
Grüne Sterne beruhen auf Gegenseitigkeit!
Antworten
tater:

interessiert

 
19.03.26 08:51
mich schon ist auch gut ,nur zurzeit ist
nichts zu erwarten beim Kurs,vielleicht tut sich nach den Zahlen was.
Antworten
dlg.:

Eisbär

3
19.03.26 09:32
Eisbär, zu Deinem Posting #19667: danke für Deine Rückmeldung. Nur auf die Schnelle (vielleicht später mehr):

Niemand hat erwartet, dass nach Sandoz die Umsätze gleichbleiben – das ist mE nur Deine persönliche Interpretation. Aber Evotec hatte vor nicht einmal einem Jahr von steigenden Umsätzen gesprochen und im November Erholungstendenzen avisiert. Dann muss man sich nicht wundern, wenn Analysten so an die Sache herangehen.

Dass die DB steigende Umsätze & Gewinne gesehen hat und gleichzeitig Kursziele gesenkt hat, habe ich nicht gesehen. M.E. ging das immer Hand in Hand in die gleiche Richtung.

Die Kurszielsenkungen kamen (fast) immer nach neuen Gewinnwarnungen von Evotec – ich sehe da wenig Trendfolger.

Die 25 Mio USD sollte man mE nicht unterschlagen, wenn man einen like-for-like Vergleich mit 2025/26 macht.

Es geht doch bei der Sache nicht nur nach den sell side Analysten, die Deiner Meinung nach das mit der Bewertung nicht verstehen. Die Analysten verkaufen hier nicht, sondern die inst. Anleger sind es – und die haben zudem noch ihre eigenen (buy side) Analys(t)en. Die werden ihre Entscheidungen sicherlich nicht nur von der sell side abhängig machen. T. Rowe & Novo mal als Beispiel.

Wenn ich Analysten kritisieren würde, dann doch eher die Turbo-Bullen, die seit Jahren daneben liegen, wie zB die RBC. Aber nicht die skeptischen Analysten, die seit Jahren in den Foren zerrissen werden.

Du schreibst „Rein fundamental betrachtet müsste das Unternehmen klar zweistellig notieren.“. Wir reden also hier von was, mind. 1,8 bis 2 Mrd. MarketCap, richtig? Wie kommst Du darauf oder wie begründest Du das? Gib mal spaßeshalber bei einer KI etwas ein wie „Nettogewinne Evotec der letzten fünfzehn Jahre.“ Du wirst kein Jahr finden, in dem EVT mal mehr als 30 Mio verdient hat (Ausnahme: 2021 wegen Einmaleffekt) und alleine 2022-25 dürften sich 600-700 Mio Nettoverlust angehäuft haben. Auf welcher Basis man hier – sagen wir mal – zwei Milliarden MarketCap als fair erachten soll, erschließt sich mir nicht.

Wegen der diskontierten EBITDAs, wegen der early stage pipeline, wegen des verbliebenen JEB Geschäfts, wegen der illustren Kunden? Schau Dir mal an, wie HALO bewertet wird (7er EV/EBITDA für das laufende Jahre, ca. 5xer für 2027 und ein 3,xer für 2028). Selbst WENN Evotec seine bullishe 800 Mio x 20% Marge Vision in 2028 erfüllt, sehe ich aus fundamentalen Gründen immer noch keine Begründung für eine Ver2,5fachung des Kurses.  
Antworten
Der Pareto:

ich sag nur: verliebe dich nie in eine Aktie

2
21.03.26 18:28
bzw Unternehmen oder CEO.  Wenns mies läuft einfach mal los lassen und verkaufen und nach neuen Trends oder Black Swans Ausschau halten.

Der Abwärtstrend ist ungebrochen. Ich habe hier vor geraumer Zeit mit Verlust verkauft - war
zwar bitter, aber Verlusttopf füllen macht ja auch Sinn.

Die verbliebene Summe habe ich dann in Öl und Gas investiert (Black Swan Iran OK war ja mehr
ein grauer Schwan ... die Lunte konnte man ja förmlich riechen.)

Fazit: Wenn ein Pferd tot ist: steig ab und sattel ein neues.

   
Antworten
Laterne:

Evotec

 
23.03.26 08:36
07:30 , dpa-AFX
EQS-News: Just - Evotec Biologics und BARDA schließen Vereinbarung zur verbesserten Bioproduktion von Antikörpern gegen Ebola und verwandte Viren (deutsch)
Beste Grüsse
Laterne
Antworten
Trash:

#19694

 
23.03.26 09:16
Das kann man nicht pauschalisieren. Jeder hat andere EKs und tot ist Evotec als Unternehmen noch lange nicht und das wird auch so schnell nicht passieren. Klar, wer hier Kurse über 10 Euro hatte, wird die erstmal eine ganze Weile nicht wiedersehen. Es ist aber nicht gesagt, dass die nie wiederkommen.

Und auch mal was zu dieser "Es gibt besseres"-Argumentation: Besser ist auch da nur, wenn der EK entsprechend gut war.  
Antworten
Leerverkauf:

dlg:

2
23.03.26 09:16
in deinem Deinem Posting #19639 hast du die Problem welche Evotec belasten sehr gut umschrieben.

Die Aussage von Eisbär „Rein fundamental betrachtet müsste das Unternehmen klar zweistellig notieren.“ ist eine Lachnummer.  Eisbär schreibt viel, auch viel Unsinn, auch zu anderen Aktien, z.B. Puma.

Fundamental betrachtet ist Evotec mit 6 Euro sehr gut bewertet.  
Antworten
Obelox:

irgendwie schon lustig

 
23.03.26 10:15
Evotec - es kann los gehen! - Teil2 33651839
Evotec Biologics schließt Projektvereinbarung mit BARDA zur Optimierung der Bioproduktion von Antikörpern gegen Ebola und verwandte Viren. ISIN: DE0005664809. Die Evotec SE Aktie reagiert auf die frische US-Förderung in einem angespannten globalen Gesundheitsmarkt.
wobei die Lage in der Welt alles andere als das ist.

"...Nach der Bekanntgabe des BARDA-Deals zeigte der Kurs eine positive Tendenz, gestützt durch gesteigertes Handelsvolumen. Investoren würdigen die strategische Ausrichtung auf geförderte Projekte."

Das Abkommen wurde am 23. März 2026 angekündigt und markiert einen Meilenstein in Evotecs Strategie....und was für ein Datum ist heute? :)
Antworten
KaktusJones:

Hat eigentlich irgendjemand von euch

 
23.03.26 10:40
mal die IR von Evotec angeschrieben und irgendeine Antwort erhalten?

Ich habe den Eindruck, dass die IR -Abteilung zu den ersten gehört, bei denen die Entlassungswelle angerollt ist.

Evotec kann man wohl erstmal abschreiben. Ich hätte nie gedacht, dass der Käse wirklich unter 4 Euro gehen würde.  
Antworten
zero505:

Evotec

2
23.03.26 11:46
Willkommen in der Welt der Biotech-Börse, wo selbst 10 Millionen Euro wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken – oder genauer: wie ein Anreiz, noch schneller das Vertrauen der Anleger zu erodieren. Kaum wird ein Meilenstein vermeldet, purzelt die Aktie, als hätte sie persönlich etwas gegen Optimismus.
Die Botschaft ist klar: Vertrauen bei Evotec SE? Adé. Wer dachte, dass Meilensteinzahlungen ein Zeichen für Erfolg oder zumindest Stabilität sind, wurde jäh eines Besseren belehrt. Das Grenzgebiet zwischen Unternehmenskommunikation und Anlegerverarsche scheint hier nicht nur überschritten, sondern schon meilenweit hinter sich gelassen zu sein.
Für alle, die noch an Rationalität im Biotech-Sektor glaubten: Finger weg. Wer 10 Millionen als “Trostpflaster” ausruft, während der Kurs wie ein Stein fällt, der spielt nicht nur mit Erwartungen – der spielt mit dem Geld seiner Aktionäre. Und ja, das fühlt sich verdammt nach Anlegerbetrug an.
Evotec SE liefert den Beweis, dass man Vertrauen schneller zerstören kann als man einen Meilenstein ankündigt. Cheers auf den nächsten Kursabsturz – die Überraschung wird wohl niemanden mehr treffen.
Antworten
Leerverkauf:

Warum soll jemand

 
23.03.26 11:57
Hat eigentlich irgendjemand von euch
mal die IR von Evotec angeschrieben und irgendeine Antwort erhalten?

Ich habe den Eindruck, dass die IR -Abteilung zu den ersten gehört, bei denen die Entlassungswelle angerollt ist.

Evotec kann man wohl erstmal abschreiben. Ich hätte nie gedacht, dass der Käse wirklich unter 4 Euro gehen würde.  
KaktusJones, 23.03.26 10:40
die IR von Evotec anschreiben?  Ich behaupte alles was von der IR kommt sind nur Seifenblasen, genau wie das nachstehende Zitat  von Wojczewski zur Amtseinführung:  

„Ich freue mich sehr, als neuer CEO zur Evotec SE zu stoßen und das Unternehmen in die nächste Phase seiner Entwicklung zu führen. Evotec ist ein führender Anbieter von vollintegrierten F&E-Dienstleistungen und -Lösungen für die Life-Science-Branche. Die erstklassigen Wirkstoffforschungs- und entwicklungsplattformen sowie die Qualität und Expertise ihrer engagierten Menschen sind Evotecs wichtigste Erfolgstreiber.



Antworten
Trash:

#19699

3
23.03.26 12:01
Ja, habe ich, es kam eine Antwort. Aber man sollte auch auf den Approach und den Inhalt achten. Wenn jemand inhaltlich nur "Der neue CEO ist doof und Evotec auch" schreibt, sollte nicht seriös mit einer Antwort rechnen. Die IR ist nicht dafür verantwortlich, Kleinanlegern das Händchen zu halten.
Antworten
Obelox:

ich habe ja

 
23.03.26 15:27
wenig Ahnung, aber kann es sein das diese eventuelle Attacke der Leerverkäufer heute durch Herrn Trumps Worte bisschen gestört wurde und quasi verpufft ist? Fände ich jedenfalls dann Klasse.
Antworten
eintracht67:

selbst wenn die Börse mal um

 
23.03.26 18:41
mehr als 1000 Punkte intraday steigt.....ist diese Schrottaktie um 5% im Minus....da fehlen mir die Worte!
Antworten
eisbaer1:

@dlg #19693

2
23.03.26 21:27
Du hast mit vielem Recht, bewertungstechnisch überzeugt mich Deine Argumentation indes überhaupt nicht.

Warum?

Erstens ist Evotec genau wegen der notorischen Ertragsschwäche von 40 EUR auf 4 EUR abgeschmiert.
Die letzten zwei Jahre markierten den Beweis für das Scheitern eines auf unprofitablem Turbo-Umsatzwachstum aufgebauten Geschäftsmodells. Zweifellos getriggert durch Analysten, die bei 30% Umsatzwachstum feuchte Augen bekamen und die Kursziele trotz fehlender Profitabilität immer weiter nach oben schoben.

Dabei wurde vollends übersehen, dass Evotec als Auftragsfertiger für Big Pharma agiert und riesiges Umsatzwachstum nicht zwangsläufig irgendwann in riesigen Gewinnmargen endet, wie dies bei "normalen" Biotechs mit Eigenforschung wäre, wenn ein Forschungsprojekt den ultimativen Durchbruch erlebt und am Ende ein hochprofitables patentgeschütztes Medikament mit Milliardenumsatz wie Aspirin oder Eylea steht...

Auftragsforscher sind Routineunternehmen, die im Konzernverbund üblicherweise Verrechnungspreise in der Größenordnung von cost plus 5% erhalten...
Dementsprechend dürften bei Evotec für Projekte ohne Eigenforschungsanteil niemals laufende Verluste entstehen, da im Erfolgsfall keine die Verluste meilenweit überkompensierenden Gewinnanteile zu erwarten sind.

Bei Eigenforschung oder Erfolgsbeteiligungen über Umsatzprovisionen, Lizenzen o.ä. sieht die Kalkulation freilich anders aus. Hier erwirtschaftet Evotec wie jedes andere Biotech Unternehmen während der teilweise 10 oder 20-jährigen Entwicklungsphase stetig Verluste, in der Hoffnung, sich im Erfolgsfall mit Milliardengewinnen gesund zu stoßen.

Verluste der Vergangenheit können insoweit Indiz für die Größenordnung potenzieller Zukunftsgewinne sein... aus diesem Grund werden Biotechunternehmen an der Börse häufig umso höher bewertet, je krasser die Verluste während der Entwicklungsphase ausfallen...
Man blicke auf die GuV von Biontech, Moderna etc., wenn plötzlich keine Impfstoffmilliarden mehr fließen...  aberwitzige Milliardenverluste bei völlig ungewissen Erfolgsaussichten... aber gigantischen Marktchancen, falls eines der Krebsforschungsprojekte tatsächlich durchkommt... wenn nicht, sind die Corona-Milliarden irgendwann aufgebraucht und es folgen Kapitalerhöhungen oder Insolvenz...

Evotec hat mit der Auftragsforschung ein deutlich risikoärmeres Geschäftsmodell gewählt, welches deutlich stetigere Zahlungsströme aufweist, allerdings auch weitaus niedrigere Gewinnchancen im Erfolgsfall... dennoch sind und bleiben es Zahlungsströme eines Biotechunternehmens, die eben erst bei Fertigstellung eines marktreifen Medikaments den großen Durchbruch erleben... wie aus Evotecs Präsentationen ersichtlich, gelangt der Großteil der aktuellen Entwicklungsprojekte frühestens Anfang der 30er Jahre zur Marktreife mit entsprechender Gewinnexplosion... der Kurs heute ist also kein Abbild der stetigen Fortschreibung der Cashflowentwicklung aus der Vergangenheit sondern eine Wette auf den Erfolg der überaus ansehnlichen Projektpipeline und des Beteiligungsportfolios, welches mit dem Exit von Blue Therapeutics Anfang 2026 - offensichtlich zur Überraschung aller Analysten - den proof of concept gerade erst erbracht hat, was  in einem mitunter schwer dement erscheinenden Kapitalmarkt nach den Q4-Zahlen schon wieder gänzlich vergessen scheint...

Das zweite Argument für ein signifikantes Bewertungspotenzial sehe ich ausgerechnet in dem "mehrere 100 Mio schweren Covid-Sonderertrag", den du so leichtfertig vom Tisch wischen willst.

Was war geschehen: Im Gegensatz zum deutschen Marktführer Bayer, der mit der Entwicklung und Fertigung eines Covid-Impfstoffs offenbar vollkommen überfordert war, waren Evotec und Dermapharm in der Lage, Biontech bei der Impfstoffentwicklung (-> Evos patentierte Entwicklungsplattform!) zu unterstützen und haben anschließend einen wesentlichen Teil der Impfstoffproduktion hierzulande übernommen, was in den auf Pfizer fokussierten Medien weitgehend unterbelichtet blieb. Evos Beitrag zum Covid-Impfstoffentwicklung war der Beweis für die herausragende Expertise und Skalierbarkeit der Evo-Plattform.

Aus Bewertersicht ist besagter Sonderertrag der unumstößliche Beweis für einen Milliardenwert der Technologieplattform, die im bilanzierten EK allenfalls teilweise (aktivierte Entwicklungskosten) sichtbar ist (-> stille Reserven!).

Drittes Argument: Just-Evo
Evo hat Just Bio für einen Milliardenwert GEKAUFT und den Umsatz des Geschäftsbereichs JUST seither vervielfacht, während die Gewinnmarge bislang noch sehr überschaubar war.
Mit der Umstellung des Europa-Geschäfts auf ein Lizenzmodell wird JUST ab 2026 deutlich profitabler und weitaus besser als zuvor monetarisiert. Gegenüber dem Zeitpunkt der JUST-Übernahme ist der JUST-Umsatz zuletzt förmlich explodiert. Zugleich zeigen eine Vielzahl an US-Staatsaufträgen die unbestreitbaren Produktionsvorteile der von JUST entwickelten JPOD-Technologie.
Ich gehe davon aus, dass der Wert der JUST-Beteiligung sich seit der Übernahme mindestens VERDOPPELT hat.  Würde Evo die 100% JUST-US-Beteiligung verkaufen, entstünde mutmaßlich ein Milliardengewinn, den der Kapitalmarkt aktuell offenbar nicht sehen will.

Fazit:
Evo verfügt heute über zwei weitgehend unabhängige Geschäftsbereiche.
Der wegen chronischer Renditeschwäche in Restrukturierung befindliche Auftragsforschungsbereich verfügt über eine hochwertige Projektpipeline, deren fair value sich vss. erst bei Marktreife Anfang der 30er Jahre in millionenschweren Umsatzbeteiligungen und Lizenzeinnahmen richtig zeigen wird.
Der "Covid-Sonderertrag" könnte Anlegern einen kleinen Vorgeschmack darauf geben, was bei Evo im Erfolgsfall diverser Entwicklungsprojekte möglich ist...

Der zweite Geschäftsbereich JUST zeigte bis Ende 2025 starkes Umsatzwachstum, war wegen Vorlaufkosten der im Hochlauf befindlichen Toulouse-Produktion aber zuletzt sehr margenschwach.
Mit Verkauf des Europageschäfts und Lizensierung der JPOD-Technologie an Sandoz wird JUST ab 2026 signifikant profitabler, hat indes wegen des Wegfalls der Toulouse-Umsätze sowie der beim US-JPOD mit Sandoz erzielten Umsatzvolumina (-> Inhouse-Verlagerung nach Toulouse) in 2026 zunächst einen negativen Basiseffekt (-> Sandow-Deal bedingter Umsatzeinbruch) zu verkraften, der von offensichtlich an Fakten weitgehend desinteressierten Analysten als "enttäuschender" Umsatzeinbruch gewertet wird, bei realistischer Betrachtung des Sandoz-Deals hingegen hätte antizipiert werden MÜSSEN!
Die nicht mit Sandoz getätigten US-JPOD-Umsätze wachsen lt. jüngster Evo-Verlautbarung 2026 vss. weiterhin mit der aus 2025 bekannten 30%-Rate... man ist also weit entfernt von einem Ende der JUST-Wachstumsstory... allerdings haben augenscheinlich einige Analysten die JUST-Umsätze 2025 einfach linear in der Umsatzplanung 2026 fortgeschrieben und den Sandoz-Deal komplett ignoriert...

Die Margenerhöhung aus der 25 Mio USD Lizenzzahlung hatte man offenbar berücksichtigt, den veräußerungsbedingten Wegfall der Toulouse-Umsätze sowie die aus Sandoz-Sicht betriebswirtschaftlich logisch erscheinende Inhouse-Verlagerung der US-JPOD-Umsätze nach Toulouse (-> Erhöhung der Auslastung -> gewinnmaximale Optimierung der Skalierungseffekte) aber augenscheinlich nicht bedacht und mithin nicht nur weit überhöhte JUST-Umsätze sondern auch noch die darauf entfallenden EBITDA-Beiträge fehlerhaft in der 2026er Prognose berücksichtigt.

Die darauf unweigerlich folgende Verfehlung des Analystenkonsens muss man mindestens teilweise der völlig unzureichenden Kommunikation des Sandoz-Deals und dessen finanzieller Folgen durch das Management anlasten. Indes hätte der durch den Deal verursachte JUST-Umsatzrückgang 2026 m.E. einen versierten Analysten nicht überraschen dürfen...

Für die Zukunftsaussichten des Evo-Geschäftsmodells hat die Verfehlung eines realitätsfernen Analystenkonsens 2026 m.E. kaum Relevanz. Die Publikation eines den Markt "überraschenden" Restrukturierungsprogramms "Horizon" schon eher, wenn dieser Markt sich denn mal Gedanken gemacht hätte, wie man die Gewinnmarge mit den vorhandenen Überkapazitäten realistisch auf das 2028er 20%-EBITDA-Ziel steigern will... auch das hat Analysten / Kapitalmarkt offensichtlich null interessiert... und man wurde erneut "überrascht"...

Die Kommunikation des Managements empfand ich ebenfalls als katastrophal... den Fakt, dass man den für jedermann ersichtlichen Personal-Überbestand nun - endlich - radikal abbauen wird, um die Gewinnschwelle - wie hier im Forum seit Jahren gefordert -  auf ein signifikant niedrigeres Umsatzlevel zu senken, bewerte ich 100% positiv und sehe die Chancen, das Gewinnziel 2028 tatsächlich zu ERREICHEN, signifikant gestärkt.

Das Management kommuniziert seit zwei Jahren unentwegt katastrophal schlecht und intransparent... die zuletzt ergriffenen Maßnahmen, angefangen mit dem priority Reset, gefolgt vom Toulouse Verkauf zwecks Umstellung auf ein lizenzbasiertes asset light Modell für JUST, und zuletzt dem umfassenden Rückbau von Überkapazitäten im Geschäftsbereich Auftragsforschung, beurteile ich als betriebswirtschaftlich sinnvoll und aus Shareholder Value Sicht überfällig.
Dass die Restrukturierung eines 20 Jahre lang in die falsche Richtung laufenden Umsatzmaximierungsmodells nicht in 12 oder 24 Monaten vollständig umsetzbar ist, hätte man managementseitig von Anfang an deutlich kommunizieren müssen, um Ungeduld und Enttäuschungen bestmöglich zu vermeiden.

Ich selbst war hinsichtlich der Restrukturierungsdauer und des Umfangs im Naschhinein auch zu optimistisch und sitze dank zu früher und vor allem zu umfangreicher Nachkäufe aktuell auf einer fetten Verlustposition, die ich mir trotz durchaus schöner vorangegangener Handelsgewinne nicht schönreden kann. Da heißt es jetzt Augen zu und durch... oder Exit und Verlustrealisation...

In meinem Langfristdepot bleibt Evo unverändert, solange die Restrukturierungsstory für mich glaubhaft voranschreitet... im Tradingdepot habe ich etwa ein Drittel der Verluste realisiert, um Gewinnchancen in anderen, kurzfristig aussichtsreicheren Aktien zu suchen...

Die Zukunft wird zeigen, ob der Markt meine Unterbewertungsthese letztlich stützt.
In der aktuellen Krisensituation wäre ich ehrlich gesagt schon froh, wenn sich die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau stabilisieren kann und nicht bei Publikation des Geschäftsberichts nochmal 30% abschmiert... Irgendwann ist dann auch bei mir mal eine Schmerzgrenze erreicht...




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eintracht67:

4investors Video: Evotec Aktie der Woche

 
01:35
....das übliche blabla

www.4investors.de/nachrichten/...?sektion=stock&ID=188997
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zero505:

Evotec

4
07:31
Wow. Also wirklich: Wenn es für Hoffnung einen DAX gäbe, Evotec wäre längst im Leitindex. Deine Analyse liest sich wie ein operativer Eingriff am offenen Herzen des Kapitalmarkts: präzise, lang, eindringlich – und am Ende doch machtlos gegenüber der einzigen Kennzahl, die der Börse tatsächlich wichtig ist: Kurs 4 Euro. Punkt.
Ja klar, theoretisch ist Evotec ein hochskalierbares, zweigeteiltes Geschäftsmodell mit Zukunftspipeline, stillem Milliardenwert der Plattform, JUST-Wachstumsstory, Proof-of-Concept durch Covid-Beitrag und einem Management, das wenigstens inzwischen weiß, dass es nicht weiß, wie man kommuniziert. Alles valide Punkte.
Nur dummerweise hat der Markt deine Beweisführung offenbar mit einem Schulterzucken beantwortet und sich gedacht:
„Klingt toll – dann macht das doch bitte mal… in 2032.“
Die Realität heute?
Ein Kurs, der aussieht wie ein Mahnmal dafür, was passiert, wenn man Umsatzwachstum für Gewinn hält und Analysten Fantasiepreise wie im Ausverkauf verteilen. Evotec hat nicht einfach korrigiert – es wurde gegrillt. Vom High-Tech-Biotech-Messias zum Pennystock mit Masterplan, der in Halbsätzen erklärt, warum alles irgendwann ganz groß wird, während das Kursziel unauffällig weiter bergab rollt wie ein Einkaufswagen auf abschüssigem Parkplatz.
Natürlich:
– Die Pipeline kommt irgendwann.
– Die Lizenzen werden schon sprudeln.
– JUST wird ab 2026 bestimmt profitabel.
– Der Covid-Sonderertrag belegt immaterielle Milliardenwerte.
– Der Markt versteht das alles nur nicht.
Schon klar. Der Markt ist eben dumm – außer wenn er es nicht ist. Und aktuell findet er Evotec ungefähr so sexy wie eine Steuererklärung.
Am Ende des Tages gilt halt:
Du kannst Kapitalmaßnahmen, Lizenzmodelle, Synergien, EBITDA-Ziele und stille Reserven erklären, bis die Pipelines reifen, was laut Präsentation… irgendwann Anfang der 30er passiert.
Aber heute – genau jetzt – steht da:
Evotec SE – Pennystock.
Obwohl es das natürlich eigentlich gar nicht sein dürfte.
Laut Theorie. Laut dir. Laut Präsentationen. Laut Management (wenn man mal versteht, was sie meinen).
Nur laut Markt eben doch.
Kurz gesagt:
Evotec ist wie jemand, der behauptet, er sei Multimillionär – aber erst in neun Jahren. Im Moment müsse man bitte nur übersehen, dass sein Konto im Dispo ist.
Antworten
KaktusJones:

@zero505

 
11:10
Ich sage es mal so, wer glaubt, der Markt hat immer recht, oder der Kurs zeigt, ob ein Unternehmen etwas taugt, der sollte sich einfach mal die Entwicklung von Siemens Energy ansehen.

Erst riesige Umsätze aber kein Gewinn. Der Markt straft das ab - ich war ebenfalls investiert. Bis auf 7 Euro fällt der Kurs. Ich hatte nochmal nachgelegt, um meinen Einstieg zu verbessern. Und dann, ganz plötzlich, obwohl die Probleme eigentlich nach gar nicht gelöst schienen, zog der Kurs an. Ich hatte dann völlig frustriert den ersten größeren Anstieg genutzt, und alles - mit Verlust - verkauft. Danach ging es stetig nach oben - bis über 170 Euro (für mich nicht nachvollziehbar, aber der Markt hat ja immer recht).

Natürlich sind das vollkommen andere Unternehmen, vollkommen andere Märkte und die beiden Unternehmen sind nicht einmal ansatzweise vergleichbar. Aber einfach zu sagen - sieh dir den Kurs an, dein Bewertungsansatz ist völliger Mist, weil der Markt immer recht hat, das ist halt auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Zu Evotec - vorausgesetzt Just läuft weiterhin gut und wird jetzt auch profitabel und der Recht erwirtschaftet keine Verluste mehr, dann steckt bei Evotec schon eine Menge Potential. Wenn man sieht, wie hoch nach wie vor der Umsatz ist und wenn man sieht, wie langfristig einige der Geschäftsverbindungen sind, dann kann man es schon schaffen, wenn man an der richtigen Stellschrauben dreht, Evotec wieder profitabel zu machen. Dann steigt auch der Kurs. Sind natürlich viele wenns und bisher hat das Management noch nicht überzeugt. Aber die neue Ausrichtung ist meiner Meinung nach der richtige Weg. Gerade Just wächst ja auch sehr stark und die Basis wird immer breiter. In den kommenden Jahren wird halt Just der Umsatzwichtigste Teil bei Evotec sein und dann wird man sehen, ob man auf's richtige Pferd gesetzt hat.  Ist aber nur meine Meinung.  
Antworten
zero505:

Evotec

 
12:21
Klingt ganz so, als würdest du hier das beste Beispiel dafür liefern, wie man sich leidenschaftlich in eine Aktie verliebt und dann mit voller Hingabe jede rote Fahne ignoriert. Diese ganze Siemens-Energy-Anekdote zeigt eigentlich nur eines: Der Markt ist böse, gemein und unverstanden – aber man selbst natürlich der einzig klare Kopf, der schon irgendwie recht hatte, nur halt zur falschen Zeit und mit den falschen Konsequenzen.
Das ist genau diese Spieler-Logik: Verluste tun weh, aber irgendwie geben sie einen größeren Kick als der nüchterne Blick aufs Risiko. Und statt einfach mal zu akzeptieren, dass Timing, Bewertung und Managemententscheidungen eine Rolle spielen, wird dann lieber in epischer Länge erklärt, warum trotz allem genau die eigene Aktie „eigentlich“ ein verborgenes Genie ist.
Und bei Evotec? Da ist es dasselbe Muster in Grün: Wenn alles klappt, wenn die richtigen Stellschrauben gedreht werden, wenn das Management diesmal keinen Bockmist baut, wenn Just profitabel wird, wenn sich langfristige Partnerschaften auszahlen – dann „kann man es schon schaffen“. Klar. Kann man. Man kann auch im Casino gewinnen, wenn die Kugel versehentlich hängenbleibt.
Am Ende bleibt’s wie immer: Eine Mischung aus Hoffnung, Rationalisierung und der unerschütterlichen Überzeugung, dass das eigene Pferd natürlich das richtige sein muss – egal wie oft es schon lahm durch die Manege gestolpert ist.
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