Volition NuQ gibt in einem direkten Wettbewerbsvergleich in einer Präsi auf deren Webseite an, eine bessere Sensitivität von 81% ggü. EpiProColon von 68% zu haben. Die Spezifität von 78% ist bei beiden jedoch gleich. Dazu hat Volition eine Studie mit 4.800 Probanden an einem Klinikum in Dänemark durchgeführt. Es könnte sein, dass die Probanden hauptsächlich weiße Europäer waren. Hat diese Studie jemand ausführlich?
Epi hat eine umfangreiche US Studie durchgeführt mit verschiedenen Ethnien, u.a. Afroamerikaner. Bei diesen scheint der Test schlechter anzuschlagen. Womit zu erklären wäre, warum die Sensitivität bei EpiProColon sich auch verschlechterte.
Denn interessant sind die Zahlen hier: www.epigenomics.com/de/news-investors/...ten-bluttests-in.html
Auszug:
In der Richtlinie ist klar formuliert, dass ,der Septin9-basierte DNA-Methylierungstest, der 74,8 % aller Krebsfälle bei einer Spezifität von 97,5 % erkannte, die Zulassung durch die China Food and Drug Administration (CFDA) erhalten hat und somit zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs in der Klinik angewendet werden kann'.
In der US Studie hat EpiProColon jedoch eine Sensitivität von nur 68% und Spezifität von von 78%.
Kann es sein, dass die Sensitivität und Spezifität des tests bei Asiaten und weißen Europäern besser ist?
Insofern ist das gute Ergebnis, Volition wirbt gern mit 90% Accuracy, erst einmal durch eine umfangreiche US Studie mit verschiedenen Ethnien zu beweisen. Die muss sowieso gemacht werden, weil die FDA das fordern wird. Wie lange das alles noch dauern wird, bis Volition evtl. eine US Zulassung bekommt wissen wir von Epi. Ich schätze ca. 3 Jahre. Bis dahin cash burn.
Im Übrigen denke ich, dass die Spezifität wichtiger als die Sensitivität ist. Denn ein falscher Negativer kann bei regelmäßigen Test im Folgetest auffallen. Bei einem falschen Positiven muss die Koloskopie gemacht werden. Wird hier nichts gefunden, kann evtl eine andere Krebsart vorliegen, die dann gesucht werden muss.