"Das Argument ist stets ähnlich: All das wirke gegen die Marktkräfte und sende den Krisenländern schlechte Signale. Klingt nachvollziehbar. Die Frage ist nur, was die Alternative ist. Und ob es der Markt in so heikler Lage regeln würde. Da wachsen selbst bei prominenten Ordoliberalen derzeit rapide Zweifel. Gut möglich, dass es auf den gewaltig instabilen Finanzmärkten des 21. Jahrhunderts nicht reicht, eherne Grundregeln aus Vorzeiten der Geldglobalisierung zu preisen. Und dass die Ordnungslehre schnell ein Update bräuchte, um (auch) für solche Krisen hilfreiche Rezepte zu bieten. Mehr als Neinsagen."
Besonders dreist ist, dass die diejenigen, die das Krisenfeuer durch ihr Nichtstun und das Organisieren des Nichtstuns (Abschaffung jeglicher Regulierung der Finanzmärkte, die früher selbst strenge Ordoliberale zu den Rahmenbedingungen der Marktwirtschaft zählten) schufen, dem Staat eine Verschuldung vorwerfen, die ohne ihre Kriminalstückchen nicht entstanden wäre.