Malaria-Behandlung
§HC Berlin Pharma AG hat sich die Herstellungsrechte für Afrika, Indien, Asien und Australasien für ein auch speziell für Kinder neuartig anzuwendendes Malaria-Mittel gesichert.
Das Produkt ArTiMist™ wird ähnlich wie NiCoSorb™ in vergleichbaren Strukturen hergestellt. ArTiMist™ wurde in Phase 1 für die Einzeldosis- Anwendung im Juni 2007 in Malaysia getestet und wird im Juli 2007 in Südafrika Multi-Dosis-Studien unterzogen. Durch Versuche in Nigeria wurde das Mittel als höchst effektiv und anderen Methoden für die Malariabehandlung von Kindern als überlegen bewertet.
Malaria - Tatsachen, Historie und Gegenmittel | 18.07.2007
§Von Dr. Roland K. Wildner, HC Berlin Pharma AG, Berlin
Namens-Ursprung:
Der Name Malaria hat seinen Ursprung aus dem Lateinischen: „mal´aria” = “schlechte Luft”. Diese Tropenkrankheit ist auch als Sumpffieber oder Wechselfieber bekannt.
Ursache der Krankheit:
Diese Krankheit wird in tropischen und subtropischen Gebieten durch den Biss weiblicher Stechmücken vom Typ Anopheles ausgelöst bzw. übertragen. Nur die weiblichen Anopheles-Mücken saugen das proteinreiche Blut zur Reifung ihrer Eier. Sie nehmen vor allem den im menschlichen Schweiß enthaltenen Duftstoff „4-Methylphenol“ wahr, den die Mücke noch über eine Entfernung von bis zu 2.000 Meter orten kann. Es ist allerdings nachgewiesen, daß auch Tiere an Malaria erkranken können. Eigene Formen der Malaria hat man z.B. bei Mäusen, Vögeln, Schlagen, Fledermäusen und Menschenaffen festgestellt.
Für den Menschen sind vor allem folgende Erreger vor Bedeutung:
* Plasmodium falciparum: Malaria tropica WHO-Einteilung B50
* Plasmodium vivax oder ovale: Malaria tertiana WHO-Einteilung B51
* Plasmodium malariae: Malaria quartana WHO-Einteilung B52
Plasmodium falciparum (Malaria tropica) ist der wichtigste und gefährlichste Erreger aus der Familie der einzelligen Blutparasiten der Hämosporidien-Familie.
Symptome der Malaria sind hohes, wiederkehrendes Fieber, Schüttelfrost, Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Krämpfe. Besonders bei Kindern kann die Krankheit schnell zu Koma oder Tod führen. Die Inkubationszeit der Malaria tropica beträgt im Durchschnitt 12 Tage.
Die einzelligen Malaria-Parasiten, die von der Mücke an das Blut des Menschen abgegeben werden, sind so winzig, daß tausende von Ihnen so klein ist wie der Punkt am Ende dieses Satzes. Sie ernähren sich vom Hämoglobin in den roten Blutkörperchen und zerstören deren Fähigkeit zum Sauerstofftransport. Die Folge sind Funktionsstörungen von Leben, Milz und Nieren sowie des zentralen Nervensystems. Niereninsuffizienz kann vor allem bei Kindern zu massiven Ödemen führen, auch bekannt als „Wasserkopf“.
Geographische Verbreitung:
Die geographische Verbreitung entspricht dem Vorkommen der Anopheles-Arten, das sind vor allem die Gebiete des nördlichen Südamerika, Zentralamerika, Zentral- und Südafrika – vor allem die Sub-Sahara-Regionen – sowie Ostasien-Länder wie Indien, Malaysia, Indonesien, Philippinen, Thailand, Vietnam und andere Nachbarländer oder Inseln. Hierbei ist zu beachten, daß das Vorkommen auf Meereshöhen unter 2.500 m für Gebiete am Äquator bzw. unter 1.500 m in den restlichen Gebieten beschränkt ist.
Allerdings werden sich die Gefährdungszonen durch die fortschreitende Klimaerwärmung mehr und mehr in Richtung der Pole erweitern, auch unsere Regionen können in der Zukunft wieder gefährdet sein. Vor allem die Gefahr von Hochwasser kann dazu führen, daß diese Stechmücken auch wieder in unseren Breiten Fuß fassen. Bereits 1997 wurden in einem Astloch in Duisburg Anopheles-Larven nachgewiesen, Kinder und Erwachsene erkrankten an Malaria, obwohl diese niemals in den Tropen waren. Die Gefahr wird durch die Klimaveränderungen weiter wachsen: Denn mit Eis und Schnee schmelzen auch unsere natürlichen Barrieren gegen Tropenkrankheiten und ihre Überträger.
Jährliche Opferzahlen:
Wissenschaftliche Institute sprechen weltweit von etwa 1,5 bis 2,7 Millionen Todesfällen durch Malaria jedes Jahr, etwa die Hälfte davon Kinder unter 5 Jahren. Etwa 90 % der Erkrankten leben auf dem afrikanischen Kontinent. Man spricht davon, daß täglich mehr als 1000 Kinder in Afrika an Malaria sterben. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen wird auf 300 – 500 Millionen geschätzt. Deutschland hat etwa 900 Fälle von Malaria jedes Jahr, der Durchschnitt der letzten 10 Jahre lag bei 880 Fällen. Max. 1 %, etwa 10 Fälle, endeten tödlich.
Die Erde ist ein Malaria-Planet. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung ist von dieser Krankheit bedroht. Derzeit kommt Malaria in mehr als 100 Staaten vor. Seit der Zeit vor etwa 30 Jahren haben sich die Opferzahlen mehr als verdoppelt.
Historie:
Malaria ist bereits aus Berichten im Alten Ägypten bekannt sowie aus indischen Schriften, die etwa 3.000 Jahre zurückdatieren. Während der Antike war Malaria rund um das Mittelmeer weit verbreitet. Hippokrates hatte zwar erkannt, daß vor allem Menschen aus Sumpfgebieten an dieser Krankheit litten, der Zusammenhang zwischen den Stechmücken und der Krankheit war aber noch unbekannt. Man vermutete als Ursache das Trinken schlechten Sumpfwassers. Erst 1880 entdeckte der Franzose Alphonse Laveron den Malaria-Erreger. 17 Jahre später entdeckte der britische General Ronald Ross während des Baus des Suez-Kanals den Zusammenhang zwischen dem Stich der Anopheles-Mücke und der Krankheit. Beide, Herr Laveron und Herr Ross, erhielten später die Nobel-Preise für Medizin. Allerdings kannten schon die Ägypter 3000 Jahre vor Christus den Zusammenhang zwischen der Mücke und der Malaria-Krankheit. Die Krankheit wurde als „Fluch des Nil“ bezeichnet.
Das Römische Reich wurde regelmäßig von Malaria-Epidemien heimgesucht. Historiker gehen davon aus, das Malaria einen wesentlichen Einfluß auf den Untergang des Römischen Reiches hatte. Kürzliche Funde in Massengräbern nahe Rom aus der Zeit um 50 n.C. konnten DNA-Spuren von Plasmodium falciparum an Knochenresten nachweisen.Malaria ist wahrscheinlich eine der ältesten Krankheiten auf unserer Erde überhaupt. Forscher gehen davon aus, daß auch schon die Dinosaurier an Malaria litten.Auch Europa war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nicht von Malaria verschont. Berühmte Malaria-Patienten waren z.B. George Washington, Abraham Lincoln, Friedrich Schiller und Oliver Cromwell. Auch der Wasserbauingenieur Tulla, der den Rhein begradigte, starb an Malaria. Nur durch Trockenlegung von Sumpfgebieten und konsequente Anwendung von Insektiziden konnte Malaria in Europa in den 1960er Jahren ausgerottet werden.
Zusammenhang zwischen Malaria und Armut:
Malaria gilt allgemein als armutsbedingte Krankheit. Diese Einstellung und die Tatsache, daß die reichen Nationen praktisch frei von dieser Krankheit sind, kann als Grund gesehen werden für das zögerliche Verhalten pharmazeutischer Unternehmen in den letzten Jahrzehnten, wirklich effektive Gegenmittel voranzutreiben. Es ist leider eine Tatsache, daß weltweit die internationale Pharmaindustrie mehr als doppelt so viel Forschungsmittel im Kampf gegen Haarausfall und Erektionsschwächen ausgibt als gegen Malaria. Dies hat einen einfachen ökonimischen Grund: Die Kaufkraft der Betroffenen.
Allerdings scheint ein Umdenken dieser nachlässigen Haltung stattzufinden. Die Europäische Union wie auch wichtige und bekannte internationale Stiftungen und Organisationen haben Malaria den Kampf angesagt und die Bekämpfung dieser Krankheit auf Prioritätslisten gesetzt, auch WHO-Organisationen und andere Institutionen leisten ihre Beiträge.
Bedingt durch diese tropische Krankheit leiden die betroffenen Länder auch unter erheblichen wirtschafltichen Schäden. Der ökonomische Schaden für Afrika, verursacht durch Malaria, wird auf 10 – 12 Milliarden US$ jährlich geschätzt. Von Malaria betroffene Länder weisen ein geringeres Wirtschaftswachstum auf, einige von Malaria betroffene Regionen stehen am Rande des Zusammenbruchs. Zambia wurde von der Malaria nahezu zugrunde gerichtet. Nach Untersuchungen sind hierfür nicht nur die Kosten für Medikamente und medizinische Behandlungen verantwortlich sondern auch die geringere Lebenserwartung und die höhere Kindersterblichkeit. Natürlich scheuen auch Investoren die von Malaria bedrohten Länder. Man kann folglich sagen, daß ein wirksames Mittel gegen Malaria nicht nur Leben rettet sondern auch einen erheblichen Einfluß auf die wirtschaftliche Entwicklung dieser Regionen haben wird.
Prophylaxe and Behandlung:
Als erste Malariafälle im 16. Jahrhundert in Amerika auftraten, haben Arbeiter in Peru die Krankheit erfolgreich mit einer Substanz aus der Rinde eines Baumes behandelt. Der Baum wurde als „Perurinde“ oder „Chinchona“ bezeichnet. Die Substanz aus diesem Baum wurde später unter dem Namen „Chinin“ bekannt. Chinin ist äußerst bitter und wird als Aromastoff verwendet, es findet z.B. Anwendung im Gin Tonic. Allerdings ist der Chinin-Gehalt in diesem Getränk viel zu gering, als daß man von Gin Tonic einen Effekt gegen Malaria erwarten könnte.
Mitglieder des Jesuitenordens brachten diese Substanz erstmals 1640 in Pulverform von Amerika nach Europa. Deshalb nannte man zu dieser Zeit dieses Mittel auch „Jesuitenpulver“.
Maßnahmen gegen Malaria sind vielfältig:
* Das wirksamste Mittel gegen Malaria ist noch immer, den Stich der Mücken zu vermeiden. Hiergeben kann man sich durch Hautsprays, geeignete moskitoabweisende Mittel, Fliegengitter oder Moskitonetze schützen. Diese Möglichkeiten bieten jedoch in der Regel keinen vollständigen Schutz und sind vor allem bei Kindern unzureichend.
* Während der 50-er Jahre startete man ein Programm durch Versprühen von DDT-Lösungen an den inneren Wänden der Häuser in betroffenen Gebieten. Diese Maßnahmen ware jedoch nicht sehr erfolgreich, da man die Brutplätze außerhalb der Gebäude nicht erreichte. Darüberhinaus wurden die Insekten nach einer gewissen Zeit gegen DDT immun. Diese Methode wurde deshalb in der Zwischenheit wieder eingestellt.
* Jüngste Forschungen konzentrieren sich auf die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes gegen Malaria, den es bis heute noch nicht gibt. Das größte Problem bei diesen Entwicklungen ist die hohe Variabilität der Malaria-Antigene. Im übrigen profitieren von einem Malaria-Impfstoff wahrscheinlich vor allem die Reisenden aus westlichen Ländern, aber weniger die Bewohner der betroffenen Länder. Erwachsene in Malariagebieten werden durch ständige Wiederimpfung nach einer gewissen Zeit praktisch gegen die Krankheit immun. Vorrang für diese Länder sollte zunächst die Verbesserung der Gesundheitsfürsorge und der allgemeinen Lebensumstände haben.
* Gegenwärtige Maßnahmen konzentrieren sich auf sog. Chemo-Prophylaxe durch die Einnahme bestimmer Malaria-Gegenmittel etwa 7 – 20 Tage vor der Einreise in eine gefährdete Region, wie z.B. Doxycyclin, Mefluquin, Atovaquon, Lumefantrin oder Proguanil. Diese Medikamente haben allerdings den Nachteil, daß sie nicht als Notfallmedikamente dienen können und somit auch nicht für die in diesen Regionen lebenden Menschen geeignet sind. Darüberhinaus sind inzwischen die Erreger gegen diese Mittel schon nahezu immun, die Medikamente zeigen kaum noch Wirkung.
* Im Fall einer akuten Erkrankung – z.B. wegen versäumter Prophylaxe – werden sog. „Stand-by-Präparate“ angewandt, wie z.B. Halofantin, Amodiaquin, oder ähnliche Präparate. Diese Mittel haben allgemein den Nachteil, daß Sie verschiedene Organe schädigen können:
- Risiko von Leberschäden
- Risiko von Blutbildschäden
- Risiko von Herzrythmusstörungen
Hauptnachteile der vorhandenen Mittel sind auch die hohen Kosten, die umständliche Art der Anwendung, die begrenzte Verfügbarkeit in betroffenen Gebieten und die eingeschränkte Anwendung bei den hauptbetroffenen Kindern.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte 1972 ihr Programm zur Ausrottung der Malaria offiziell als gescheitert eingestellt. Meldungen über den Rückgang der Krankheit waren unzutreffend: Man hatte nach anfänglichen Erfolgen Geld und medizinisches Personal aus betroffenen Gebieten abgezogen und anschließend neue Malariafälle nicht mehr ausreichend behandelt oder auch gar nicht mehr registriert. Auch eingetretene DDT-Resistenzen bei bestimmten Arten der Anopheles-Mücke trugen zu den Mißerfolgen bei.
Man kann also heute sagen, daß das Problem noch ungelöst ist. Die Pharmaindustrie hat offenbar über Jahrzehnte das Malaria-Problem aus ökonomischen Gründen vernachlässigt und sich lieber auf Gebiete mit höherer Kaufkraft konzentriert. Das Umdenken der Menschheit, das sich in der jüngsten Vergangenheit in Bereichen wie Umweltschutz, Tierschutz oder Klimaschutz bemerkbar macht, scheint jetzt auch diese Geisel der Menschheit ins Visier zu nehmen. Es bleibt zu hoffen, daß baldige Erfolge erzielt werden können.
Ausblick:
Internationale Organisationen und Firmen, unterstützt durch verantwortungsvolle Politiker und Unternehmer, sind sehr bemüht, dieser weltweiten Plage den Kampf anzusagen und Lösungen zu finden.
Sogar auf dem kürzlichen G-8-Gipfel in Heiligendamm vom 06. bis 08. Juni 2007 wurde Malaria als wichtiges Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Die Weltgemeinschaft will große Geldmittel für den Kampf gegen Malaria bereit stellen.
Finanzkräftige Personen wie z.B. Bill Gates stellen hohe Summen zur Verfügung, Stiftungen wie die Bill Clinton Foundation oder die Nelson Mandela Foundation engagieren sich auch im Kampf gegen Malaria. Der große Aufmerksamswert, der in letzter Zeit den Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent entgegen gebracht wird, scheint auch das Bewußtsein für Malaria zu schärfen.
Geldmittel werden jedoch nur effektvoll sein können, wenn auch wirksame Präparate und Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen. Ein wirksamer Impfstoff ist nicht vorhanden, gängige Behandlungsmethoden sind inzwischen durch Resistenz unwirksam oder weisen jeweils nachteilige Nebenwirkungen auf.
HC Berlin Pharma AG sieht sich in der Lage, einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Malaria leisten zu können. Mit gesicherten Herstellungsrechten eines bereits mit besten Ergebnissen erprobtem Präparates, das sich vor allem durch Kostengünstigkeit und einfache problemlose Anwendung auszeichnet, werden vor allem für den am stärksten betroffenen Kontinent Afrika kurzfristige Erfolge im Kampf gegen diese Krankheit erwartet. Bei der Entwicklung gemeinsam mit führenden Wissenschaftlern aus Australien, England und Südafrika ließ man sich von folgenden Kernanforderungen leiten:
* Einfache und problemlose Anwendung auch bei Kindern
* Harmlos und sicher ohne Nebenwirkungen
* Keine Auswirkungen auf andere Organe
* Schnelle Wirkung mit andauerndem Schutz
* Niedrige Kosten zwecks Anwendung auch für unterpriviligierte Menschen.
Die Substanz basiert auf der Kräuterarznei „Artemis annua“, auch bekannt als einjähriger Beifuß, die schon in alten chinesischen Behandlungsbüchern verzeichnet ist. Neu ist allerdings die Anwendungsart: HC Berlin Pharma AG wird eine neue Anwendungsmethode in Aerosolform vorstellen, die eine sofortige Wirkung auf den Organismus erlaubt, während bisherige Anwendungsmethoden z.B. in Tablettenform vielfach wegen gleichzeitiger Durchfallerkrankungen oder anderer Begleiterkrankungen ihre Wirkung vor allem bei Kindern nicht oder nur begrenzt entfalten konnten. Nachdem über 80 % aller Malaria-Erkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren auftreten, widmet sich HC Berlin Pharma AG vor allem dem Kampf gegen Malaria bei Kindern in Afrika.
Für die Afrika-Initiative von HC Berlin Pharma AG, die in enger Abstimmung mit der Nelson Mandela Foundation erfolgt, hat sich der frühere Staatspräsident von Zambia, Dr. Kenneth Kaunda, als Schirmherr bereit gestellt.In einem von HC Berlin Pharma AG für Ende 2007 geplanten „Afrika Forum“ in Potsdam werden hochrangige Persönlichkeiten und Wissenschaftler aus Politik und Wirtschaft aus aller Welt erwartet.
BPAG – Dr. Roland K. Wildner – 18-07-2007