( konjunktiv ) oder mein Bärlauchchart oder Konstelation der Sterne im Zusammenwirken des Kaffeesatzlesens ist
eh wurscht - E.ON geht ebbes nicht diametral zum DAX - und dös is jut so.....mfg
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Mercedes-Benz Group AG-Kurs | 4,95 | 10,04 | 15,18 | |
| Fallender Mercedes-Benz Group AG-Kurs | 4,99 | 9,34 | 14,74 | |
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( konjunktiv ) oder mein Bärlauchchart oder Konstelation der Sterne im Zusammenwirken des Kaffeesatzlesens ist
eh wurscht - E.ON geht ebbes nicht diametral zum DAX - und dös is jut so.....mfg
Die Börsenwelt, mit der wir es in der Realität zu schaffen haben, lässt sich augenscheinlich schon deshalb durch "Charttechnik" nicht besser beherrschen, weil die Zukunft notorisch ungewiss und sohin in jedem Augenblick in kasuistischer Weise indeterminiert* ist. Die Indeterminiertheit folgt ganz konkret daraus, dass unter dem Walten chaotischer Zustände im wirklichen Geschehen der künftige Kursgang erst durch die Handlungen des Marktpublikums in Gemäßheit der seinerzeit herrschenden, jetzt aber noch unbekannten Börsenmeinung in diese oder jene Richtung gelenkt wird. Die künftige Welt wird infolge davon zu einem sehr namhaften Teil von den erst in Zukunft noch zu treffenden Entscheidungen Einzelner bestimmt. Etwas überspitzt ausgedrückt: Die gestaltbare Zukunft ist nicht nur einfach unbekannt, sondern sie existiert im Zeitpunkt vor einer Entscheidung, dies zu tun oder jenes zu unterlassen, noch gar nicht.**
[* Selbst in deterministischen Börsenwelten wären "chaotische" Entwicklungen nicht undenkbar. Für tiefere Aufschlüsse darüber siehe: Mandelbrot, B.: When Can Price Be Arbitraged Efficiently? A Limit to the Validity of the Random Walk and Martingale Models. In "Review of Economics and Statistics", Vol. 53.]
[** Siehe darüber Shakle, G.L.S.: Epistemics and Economics: A Critique of Economic Doctrines Cambridge 1972]
Hinzu tritt eine aus kapitalmarkttheoretischen Untersuchungen gewonnene Dimension, die den Glauben an den Nutzen der Charttechnik zu erschüttern vermag: Je mehr ein Markt auf einem gedachten Pfad sich von einem Marktungleichgewicht dem Grad der sog. "schwachen Informationseffizienz" im Verstande der Kapitalmarktgleichgewichtstheorie annähert, desto mehr Bauchschmerzen verursachen "charttechnische Signale". Bereits bei schwacher Informationseffizienz ist es bekanntlich nicht der Mühe wert, sich über die Zeitserien von Kursen der Vergangenheit zu unterrichten. Zwar ist umstritten, ob es tatsächlich informationseffiziente Märkte im Sinne der Theorie gibt; namhafte Fachvertreter jedoch gehen – zumal für Teile des Devisenmarktes, bei bestimmten Geldmarkt-Futures sowie bei einer Handvoll von umsatzstarken Aktien – immer wieder von quasi "halb-strenger Informationseffizienz" aus. Allein stellt sich bereits unter der Wirksamkeit durchgehend schwacher Informationseffizienz die praktische Folgeerscheinung ein, dass die systematische Untersuchung von Kursbewegungen aus der Vergangenheit und ihre Auswertung in Trends, Formationen und Signale unvermögend ist, Strategien aufzustellen, mit denen sich an den Börsenmärkten überverhältnismäßig rentierliche Erträge erzielen lassen. Die "technische Analyse" hat in Konsequenz dieses Gedankens keinen sachlichen Wert, sie gelangt über Stoffhuberei nicht hinaus, ist somit unnütz und zwecklos, für solche Börsendienste etwa Geld zu bezahlen, schlichtweg Vergeudung.
Real hervortretende Börsenkurse auf funktionstüchtigen Märkten werden dirigiert von einem ganzen Bündel vielschichtiger und verschlungener, unaufhörlich wirksamer sozioökonomischer Motive und Einflussgrößen, angefangen von der faktischen Interdependenz von Konjunkturzyklus, Inflation und Geldpolitik, über wichtige politische Entscheidungen, Streiks etc. bis hin zu Ereignissen jenseits menschlicher Handlungen, wie etwa Naturereignissen und -katastrophen und anderen unbeherrschbaren äußeren Einwirkungsfaktoren. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher psychischer Dispositionen Einzelner (wie Risikoneigungen, Handlungsmotive u. dgl.) gründen sich auf allem dem rationale, irrationale und arationale Zukunftserwartungen, indem die vorausgehenden Momente sich in toto kondensiert in diesen niederschlagen und über ganz konkrete subjektive Kauf- und Verkaufsentscheidungen endlich in den Kursbildungsprozess einfließen. Je nach Güte und Funktionstüchtigkeit der Märkte werden die darauf bauenden Preise sich mehr oder weniger schnell und vollständig an Verschiebungen der vorerwähnten Größen anpassen.
Nach dem Gesagten ist soviel wohl gewiss: Die "technische Analyse" geht fehl, weil sie nichts als unbeglaubigte Hypothesen mit bewiesenen Tatsachen identifiziert. Gleichwohl wird sie als Prognosemethode von vielen unkritisch Denkenden oder in der Sache wenig Beschlagenen als allein seligmachend erachtet. Hinter den ungerechtfertigten Behauptungen über vermeintliche Vorzüge einer praktischen Nutzanwendung der "Charttechnik" stehen nicht selten handfeste kommerzielle Interessen, gemünzt auf einen zahlungskräftigen Kundenkreis. Dies geschieht vielfach in der Hoffnung, dass der so düpierte Anleger nicht gleich merkt, wie er durch derartige Kurvenhascherei zusammengereimt mit etwas Mathematik an der Nase herumgeführt wird. Wenn überhaupt, so erweitert m.E. die "Charttechnik" lediglich das Spektrum an Instrumenten zur Geldanlageplanung, die in die Alternative kommen. Sie wird mitunter dann als ein mehr oder weniger taugliches Vehikel, speziell als gelegentlich nützlicher Fingerzeig auf die Aussicht einer "sich selbst erfüllenden Prophezeiung", dienen, wenn vor dem Hintergrund gut fundierter Analysen davon auszugehen ist, dass eine einmal erkannte symptomatische Gesetzmäßigkeit sich (rasch) umsetzt in eine ebenso gesetzmäßige Handlung. Ihre Umsetzung beruht in diesem Stück auf übereinstimmenden Erwartungen der Marktakteure als Folge des Wirkens übereinstimmender Motive in vergleichbaren Situationen. Da aber der Erfolg des eigenen Handelns bei Börsengeschäften entscheidend bestimmt wird von den Handlungen Dritter jetzt und in unmittelbarer Zukunft, lautet die Kernfrage in jeder mutmaßlich von der Charttechnik abhängenden Marktlage: "Was kann und wird die ganze Masse derjenigen tun, die sich allein und ausschließlich von der "Charttechnik" leiten lässt, jetzt und in unmittelbarer Zukunft?" – Um aus der Antwort darauf Kapital schlagen zu können, müsste indessen die eigene Anlageentscheidung in entsprechende Markthandlungen fertig umgesetzt sein, noch bevor Kauf- bzw. Verkaufsentscheidungen anderer den Kurs – einem Herdentrieb gleich meist abrupt ("herding") – alsdann in die gewünschte Richtung lenken. Hierzu bedarf es allerdings zusätzlicher, der "technischen Analyse" überlegener Methoden der qualitativen (ökonomischen) und quantitativen (ökonometrischen) Informationsauswertung. Gemeint sind komplementäre Modelle zur Preisbildung, die Gesetzmäßigkeiten im Ablauf der Marktvorgänge auf der Grundlage von Tatsachenwissen, gesetzesartigen Aussagen und vermuteten "Stimmungen", welche Erfahrungen und frühere Überlegungen (Deutungen, Auslegungen) gebührend einbeziehen, trotz aller Unberechenbarkeit möglicher künftiger Handlungen anderer mit hoher Glaubwürdigkeit und Schlüssigkeit vorauszubedenken erlauben ("pattern predictions").
Geh ins WE - lass Dich nicht aufhalten...grins... adjö
Du verabschiedest Dich also zweimal....hi hi
Mach weiter so -aber langsam mußt Du in die Heia , hi hi
Kritik der charttechnischen Analyse (Charttechnik) Die Methode der "technischen Analyse" von Börsenpreisen geht a priori davon aus, man könne – unter völliger Ausklammerung von Geschehnissen in der Wirtschaftswelt – aus einer Zeitreihe von in die Vergangenheit zurückgreifenden Börsenkursen, plastisch zur Anschauung gebracht mit Hilfe von geometrischen Schaubildern der Preiskurven ("Charts"), mit einem gewissen Grad an Verlässlichkeiten bei den Erwartungen auf Kursbewegungen der näheren Zukunft Rückschlüsse ziehen ("chart reading"). Hierzu bedarf es jedoch in Wahrheit einer Vielzahl von Erfordernissen, die im praktischen Wirtschaftsleben kaum je zu erfüllen sind. Verfechter der Charttechnik aber halten sich zu der Meinung berechtigt, im Verlauf der Preiskurve walte und herrsche ein "Quasinaturgesetz", welches ihr andauernd die Richtung weise. Dieser Befund gestatte es allemal, aus den vermeintlich erkannten übereinstimmend wiederkehrenden Verlaufsmustern der Vergangenheit (z.B. Kursformationen, Trends usw.) ein für Anlageentscheidungen verwertbares Prognostikon herzuleiten, gleichsam etwa wie die positive Kenntnis von den Regelmäßigkeiten der Naturkräfte, deren Konstellation das Wechselspiel zwischen Ebbe und Flut der Meere in Bewegung setzt, deren tägliche Wiederkehr immer von neuem voraussehbar macht. Im Folgenden soll der Versuch unternommen werden, die wesentlichen Kritikpunkte zusammenzutragen, die diesen Ansatz auf seinen Unwert zurückzuführen berufen sind.
Um die oben angesprochene These zu erhärten – und ihr so zum Mindesten den Anschein der Plausibilität zu geben –, führt die Masse der Bekenner der "Charttechnik", sowie man sie beim Worte nimmt, wenn man sie konsequent nach der Rechtfertigung ihres Vorgehens an den Märkten gemäß technischer Analyse befragt, neben einer nicht beweiskräftigen Berufung auf Gewährsmänner regelmäßig ein Sammelsurium von inhaltlich nicht näher erläuterten Verhaltenshypothesen und/oder "Gesetzen der Massenpsychologie" als Überzeugungsmittel ins Treffen. Derlei seichte Begründungsversuche im Tone der bloßen Behauptung vorgebracht halten indes nicht Stich. Sie bleiben die eigentliche Erklärung schlechtweg schuldig. Sie taugen allenfalls, um jene zu überzeugen, die ohnedies überzeugt sein wollen; denn was man gerne glaubt, das glaubt man leicht. Tatsache ist:
Alle Börsenkurse, die wir vorfinden, gehören der Vergangenheit an. Künftige Kurse kennen wir nicht. Um etwas über sie in Erfahrung zu bringen, bedarf es Prognosen. Begründete Prognosen mit hoher Voraussagekraft setzen mit Notwendigkeit zu allem Anfang eine häufige Wiederholbarkeit der gleichen Handlungsmöglichkeiten unter mehr oder minder gleichem Datenbestand (Umweltgegebenheiten) und Wissensstand voraus, wodurch sie entscheidungslogisch nachvollziehbar werden. Im Tatsächlichen aber fällt jede Anlageentscheidung unter immerfort wechselnde Rahmenbedingungen, die von zahlreichen Einmaligkeiten und unumkehrbaren gegenseitigen (kasuistischen) Abhängigkeiten verschiedenartigster, sich oft kunterbunt durchkreuzender Bestimmungsgrößen im Zeitablauf erfüllt sind ("einmalige Entscheidungen"). Wann immer aber mit vordergründiger Bestimmtheit oder nur stillschweigend auf die vorhin angesprochenen fadenscheinigen wie waghalsigen Ad-hoc-Hypothesen zurückgegriffen wird, ohne ihre Anwendungsvoraussetzungen klar zu formulieren, stellt die Idee von der Fruchtbarkeit der auf Charttechnik basierenden Kursprognosen in Wahrheit erst einmal nicht mehr dar als eine unerwiesene Behauptung.
Wohlgemerkt: Es wird kein sicheres Gesetzeswissen (hochtrabend: i. S. v. "nomologisch-deduktiven Hypothesen") als Beweisquelle gefordert, da ein solches unter Unsicherheit und bei ungleich verteiltem Wissen und Können unter den Menschen nicht existieren kann. Vielmehr sind, um Glauben zu verdienen, schlussfolgerungsfähige Aussagen über glaubwürdige, d.h. empirisch gut abgestützte, affirmativ erwiesene Regelmäßigkeiten zu fordern.
Adepten der "technischen Analyse" aber geben sich auf der ganzen Linie einer Selbsttäuschung hin, indem sie die geometrischen Mustern, die der Marktpreis wirft, zusammengepaart mit der Aufsuchung von obskuren Formeln*, als Ankündigung der Preisentwicklung der nächsten Zukunft ausdeuten, meist ohne sich über dafür nötigen Vorbedingungen im Klaren zu sein.
[* Bemerkung: "Chartisten" sprechen hier, wohl auch um den Anschein einer hohen Glaubwürdigkeit beim geneigten Anlegerpublikum zu erwecken, dunkel, aber volltönend von "Signalen", "Indikatoren", "Oszillatoren", "Stochastik", "Bändern" etc, etc. Gleichwohl kann es der Mühe wert sein, sich Kenntnisse der darauf gestimmten Kunstwörter anzueignen, da die Vertrautheit mit ihnen Schlussfolgerungen zu ziehen erlauben, wie diejenigen, die sich jenes aparten Begriffsapparates gern und reichlich bedienen, pragmatisch an zu bewältigende Probleme bei der Geldanlage herangehen.]
Alle analytischen Methoden der Markt- und "Charttechnik" ohne Ausnahme leiden, auch wenn sie uns mit ihren zahllosen mathematisch-statistischen Kennzahlen in einer noch so kunstvollen Ausgestaltung begegnen, an einem schweren theoretischen Gebrechen. Hinter ihnen steckt nämlich nicht mehr als allein der Schein und Glaube, aus Beobachtungen vermeintlicher Preisregelmäßigkeiten der Vergangenheit voraussehend das Einst der Kurse entschleiern zu können. Ohne erkenntnistheoretischen Begründungszusammenhang als dem notwendigen Mittelglied jedes in sich schlüssigen Erklärungsgangs ist dieser Glaube aber logisch haltlos und somit nichts wie Aberglaube. Anders formuliert: Aus Nichtwissen lässt sich kein Wissen erzeugen! Aus Tatsächlichkeiten allein lässt sich niemals auf künftige Kurse schließen! Allen beredten und wiederholten Beteuerungen derjenigen, die der Chartanalyse huldigen, dem Geldanlage Suchenden gegenüber zum Trotz entpuppen sich die Aussagen zugunsten der Charttechnik am Ende als bloße Redefiguren und sind damit letztlich nicht besser als die Erkenntnis, nichts zu wissen.*
[Anmerkung: Diese Schlussfolgerung wird nicht bei allen Lesern gleichermaßen Teilnahme finden, denn sie beinhaltet den nicht beweisbaren Ausspruch, dass angesichts einer ungewissen Zukunft Entscheidungsprobleme mit Hilfe von logischen Verstandesmitteln glücklicher zu lösen sind als z.B. durch ein Lesen im Kaffeesatz oder ein Deuten aus den Sternen.]
Die Börsenwelt, mit der wir es in der Realität zu schaffen haben, lässt sich augenscheinlich schon deshalb durch "Charttechnik" nicht besser beherrschen, weil die Zukunft notorisch ungewiss und sohin in jedem Augenblick in kasuistischer Weise indeterminiert* ist. Die Indeterminiertheit folgt ganz konkret daraus, dass unter dem Walten chaotischer Zustände im wirklichen Geschehen der künftige Kursgang erst durch die Handlungen des Marktpublikums in Gemäßheit der seinerzeit herrschenden, jetzt aber noch unbekannten Börsenmeinung in diese oder jene Richtung gelenkt wird. Die künftige Welt wird infolge davon zu einem sehr namhaften Teil von den erst in Zukunft noch zu treffenden Entscheidungen Einzelner bestimmt. Etwas überspitzt ausgedrückt: Die gestaltbare Zukunft ist nicht nur einfach unbekannt, sondern sie existiert im Zeitpunkt vor einer Entscheidung, dies zu tun oder jenes zu unterlassen, noch gar nicht.**
[* Selbst in deterministischen Börsenwelten wären "chaotische" Entwicklungen nicht undenkbar. Für tiefere Aufschlüsse darüber siehe: Mandelbrot, B.: When Can Price Be Arbitraged Efficiently? A Limit to the Validity of the Random Walk and Martingale Models. In "Review of Economics and Statistics", Vol. 53.]
[** Siehe darüber Shakle, G.L.S.: Epistemics and Economics: A Critique of Economic Doctrines Cambridge 1972]
Hinzu tritt eine aus kapitalmarkttheoretischen Untersuchungen gewonnene Dimension, die den Glauben an den Nutzen der Charttechnik zu erschüttern vermag: Je mehr ein Markt auf einem gedachten Pfad sich von einem Marktungleichgewicht dem Grad der sog. "schwachen Informationseffizienz" im Verstande der Kapitalmarktgleichgewichtstheorie annähert, desto mehr Bauchschmerzen verursachen "charttechnische Signale". Bereits bei schwacher Informationseffizienz ist es bekanntlich nicht der Mühe wert, sich über die Zeitserien von Kursen der Vergangenheit zu unterrichten. Zwar ist umstritten, ob es tatsächlich informationseffiziente Märkte im Sinne der Theorie gibt; namhafte Fachvertreter jedoch gehen – zumal für Teile des Devisenmarktes, bei bestimmten Geldmarkt-Futures sowie bei einer Handvoll von umsatzstarken Aktien – immer wieder von quasi "halb-strenger Informationseffizienz" aus. Allein stellt sich bereits unter der Wirksamkeit durchgehend schwacher Informationseffizienz die praktische Folgeerscheinung ein, dass die systematische Untersuchung von Kursbewegungen aus der Vergangenheit und ihre Auswertung in Trends, Formationen und Signale unvermögend ist, Strategien aufzustellen, mit denen sich an den Börsenmärkten überverhältnismäßig rentierliche Erträge erzielen lassen. Die "technische Analyse" hat in Konsequenz dieses Gedankens keinen sachlichen Wert, sie gelangt über Stoffhuberei nicht hinaus, ist somit unnütz und zwecklos, für solche Börsendienste etwa Geld zu bezahlen, schlichtweg Vergeudung.
Real hervortretende Börsenkurse auf funktionstüchtigen Märkten werden dirigiert von einem ganzen Bündel vielschichtiger und verschlungener, unaufhörlich wirksamer sozioökonomischer Motive und Einflussgrößen, angefangen von der faktischen Interdependenz von Konjunkturzyklus, Inflation und Geldpolitik, über wichtige politische Entscheidungen, Streiks etc. bis hin zu Ereignissen jenseits menschlicher Handlungen, wie etwa Naturereignissen und -katastrophen und anderen unbeherrschbaren äußeren Einwirkungsfaktoren. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher psychischer Dispositionen Einzelner (wie Risikoneigungen, Handlungsmotive u. dgl.) gründen sich auf allem dem rationale, irrationale und arationale Zukunftserwartungen, indem die vorausgehenden Momente sich in toto kondensiert in diesen niederschlagen und über ganz konkrete subjektive Kauf- und Verkaufsentscheidungen endlich in den Kursbildungsprozess einfließen. Je nach Güte und Funktionstüchtigkeit der Märkte werden die darauf bauenden Preise sich mehr oder weniger schnell und vollständig an Verschiebungen der vorerwähnten Größen anpassen.
Nach dem Gesagten ist soviel wohl gewiss: Die "technische Analyse" geht fehl, weil sie nichts als unbeglaubigte Hypothesen mit bewiesenen Tatsachen identifiziert. Gleichwohl wird sie als Prognosemethode von vielen unkritisch Denkenden oder in der Sache wenig Beschlagenen als allein seligmachend erachtet. Hinter den ungerechtfertigten Behauptungen über vermeintliche Vorzüge einer praktischen Nutzanwendung der "Charttechnik" stehen nicht selten handfeste kommerzielle Interessen, gemünzt auf einen zahlungskräftigen Kundenkreis. Dies geschieht vielfach in der Hoffnung, dass der so düpierte Anleger nicht gleich merkt, wie er durch derartige Kurvenhascherei zusammengereimt mit etwas Mathematik an der Nase herumgeführt wird. Wenn überhaupt, so erweitert m.E. die "Charttechnik" lediglich das Spektrum an Instrumenten zur Geldanlageplanung, die in die Alternative kommen. Sie wird mitunter dann als ein mehr oder weniger taugliches Vehikel, speziell als gelegentlich nützlicher Fingerzeig auf die Aussicht einer "sich selbst erfüllenden Prophezeiung", dienen, wenn vor dem Hintergrund gut fundierter Analysen davon auszugehen ist, dass eine einmal erkannte symptomatische Gesetzmäßigkeit sich (rasch) umsetzt in eine ebenso gesetzmäßige Handlung. Ihre Umsetzung beruht in diesem Stück auf übereinstimmenden Erwartungen der Marktakteure als Folge des Wirkens übereinstimmender Motive in vergleichbaren Situationen. Da aber der Erfolg des eigenen Handelns bei Börsengeschäften entscheidend bestimmt wird von den Handlungen Dritter jetzt und in unmittelbarer Zukunft, lautet die Kernfrage in jeder mutmaßlich von der Charttechnik abhängenden Marktlage: "Was kann und wird die ganze Masse derjenigen tun, die sich allein und ausschließlich von der "Charttechnik" leiten lässt, jetzt und in unmittelbarer Zukunft?" – Um aus der Antwort darauf Kapital schlagen zu können, müsste indessen die eigene Anlageentscheidung in entsprechende Markthandlungen fertig umgesetzt sein, noch bevor Kauf- bzw. Verkaufsentscheidungen anderer den Kurs – einem Herdentrieb gleich meist abrupt ("herding") – alsdann in die gewünschte Richtung lenken. Hierzu bedarf es allerdings zusätzlicher, der "technischen Analyse" überlegener Methoden der qualitativen (ökonomischen) und quantitativen (ökonometrischen) Informationsauswertung. Gemeint sind komplementäre Modelle zur Preisbildung, die Gesetzmäßigkeiten im Ablauf der Marktvorgänge auf der Grundlage von Tatsachenwissen, gesetzesartigen Aussagen und vermuteten "Stimmungen", welche Erfahrungen und frühere Überlegungen (Deutungen, Auslegungen) gebührend einbeziehen, trotz aller Unberechenbarkeit möglicher künftiger Handlungen anderer mit hoher Glaubwürdigkeit und Schlüssigkeit vorauszubedenken erlauben ("pattern predictions").
wenn selbst (Quelle :aktiencheck.de) - Alberto Ponti, Ashley Thomas und Jorge Alonso von Société Générale, die Aktie von E.ON
mit "buy" einstufen . Das Kursziel sehe man bei 21,00 EUR.
( Den semico - bekannt für seine " Konjunktiv-Prognosen " -
scheints ja tief getroffen haben , wenn er mich auf ig. stellt....grins....) Ich bin erschüttert weil er mir NICHT mehr antworten will ......
Gruss , Joschi
Ich bin jetzt durch Zufall auf Dein Schreiben gestoßen. Hierzu paar Anmerkungen von mir.
Ich denke, die Kritik der CT ging bereits hier los:
http://www.ariva.de/forum/E-ON-AG-NA-340550?page=423#jumppos10583
Hm, warum hast Du nicht einfach nur den Link der Internetseite reingestellt. So ist es schwer zu lesen (posting wird gekürzt angezeigt).
hier mal die Quelle des Gesamttextes:
http://www.deifin.de/thema014.htm
Zitat: "mit einem gewissen Grad an Verlässlichkeiten"
eben, nicht mehr und nicht weniger
So sehr alles kritisiert werden kann und muß, so hätte der Verfasser auch Wert auf seinen Schreibstil legen können. Sowas von Verschwurbelt und langatmig. Keine knackigen konkreten Beispiele.
Zitat: "Um die oben angesprochene These zu erhärten – und ihr so zum Mindesten den Anschein der Plausibilität zu geben –, führt die Masse der Bekenner der "Charttechnik", sowie man sie beim Worte nimmt, wenn man sie konsequent nach der Rechtfertigung ihres Vorgehens an den Märkten gemäß technischer Analyse befragt, neben einer nicht beweiskräftigen Berufung auf Gewährsmänner regelmäßig ein Sammelsurium von inhaltlich nicht näher erläuterten Verhaltenshypothesen und/oder "Gesetzen der Massenpsychologie" als Überzeugungsmittel ins Treffen."
Das ist ein(!) Satz.
Das Schlimme ist, er führt allmöglichen Gründe an, was alles kursbeeinflussend sein kann, erklärt, daß der chart nicht auf diese Gründe eingehen kann, weil diese auch in der Zukunft lägen. Das Naheliegendste vergißt er dabei: in dem Preis, den wir just jetzt haben, sind bereits alle bekannten(!) Daten und Vermutungen der Marktteilnehmer drin. Daß dieser Preis keine unbekannten Daten beinhalten kann, bestreitet keiner.
Zitat: "Gleichwohl wird sie als Prognosemethode von vielen unkritisch Denkenden oder in der Sache wenig Beschlagenen als allein seligmachend erachtet."
D'accord. Da gebe ich ihm recht.
Sowohl die technische als auch die Fundamentalanalyse haben ihre Berechtigung. Ich finde es immer wieder schade, daß es hierzu so ein Hauen und Stechen gibt.
zu E.ON: hab selber welche und habe vor, diese zu halten.
Sie haben ja soo recht :
Ein König zeigte einem Astrologen sein Horoskop und fragte ihn nach seiner Zukunft. Der Astrologe studierte die Planetenkonstellationen und die Schriften (Shastras). Dann verkündete er seine Schlußfolgerung: „Oh König, all deine Verwandten werden vor dir sterben und du wirst ihre Begräbnisse eigenhändig ausführen.“ Der König fühlte sich mit seinen Verwandten sehr verbunden und wollte ein solches Urteil nicht tolerieren. Umgehend befahl er, den armen Astrologe lebenslänglich einzusperren.
Dann sandte der König nach einem anderen Astrologen. Dieser fand die Ausführungen seines Kollegen absolut korrekt, vermittelte die gleiche Aussage jedoch taktvoll auf eine andere Weise: „Oh großer König, du wirst ein langes Leben genießen. Du wirst länger leben als all deine Verwandten.“ Dies beinhaltete auch, daß alle seine Verwandten vor ihm sterben würden. Dennoch war der König hocherfreut und beschenkte den Astrologen reich.
Darum heißt es, auch wenn man die Wahrheit sagt, soll man dies auf eine angenehme Art und Weise tun. Selbst die Wahrheit sollte nicht so vermittelt werden, daß sie die Gefühle anderer verletzt. Wenn man etwas auf eine verletzende Art und Weise sagt, ist es, als hätte man die Unwahrheit gesagt. Deine Sprache sollte wahrheitsgemäß, angenehm und wohltuend sein.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Mercedes-Benz Group AG-Kurs | 4,95 | 10,04 | 15,18 | |
| Fallender Mercedes-Benz Group AG-Kurs | 4,99 | 9,34 | 14,74 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 6 | 731 | Chaostheorie | Parosit | Igel 69 | 07.03.26 11:19 | |
| 51 | 24.674 | RWE/Eon - sell out beendet? | Bafo | Highländer49 | 26.02.26 12:26 | |
| 5 | 72 | E.on wieder Ertragsfähig vorläufiges Kursziel 25 € | semico | micha1 | 21.01.26 18:51 | |
| 10 | 3.304 | #snug + lordslowhand | Pantera | snug_hoodie | 11.12.25 17:14 | |
| 90 | 47.565 | E.ON AG NA | DerBergRuft | Marygold | 28.02.25 21:00 |