TradeCentre.de - freenet zwischen 7,00 und 7,50 Euro kaufenswert
08:51 20.07.09
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Laut den Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von freenet (Profil) zwischen 7,00 und 7,50 Euro kaufenswert.
Nach dem Verkauf des DSL-Geschäfts werde die freenet AG auch ihre Webhosting-Tochter Strato veräußern. Wie Vorstandschef Christoph Vilanek im Gespräch mit TradeCentre Investor Story den Experten mitteile, sei der Verkaufsprozess für Strato in Gang gesetzt. "Wir wollen Strato verkaufen". Der Firmenchef ergänze, dass die Einheit nicht zum Kerngeschäft Mobilfunk gehöre, was eine Abtrennung zur logischen Konsequenz mache. Nach eigenen Angaben sei das Interesse für Strato schon sehr groß. "Das Interesse an Strato ist sehr rege. National wie international. Sowohl von Strategen als auch von Private-Equity Investoren", sage Vilanek.
Unter den Interessenten dürfte auch Deutschlands Primus im Webhosting United Internet sein, die bereits das DSL-Geschäft von freenet gekauft hätten. Seitens der Kartellbehörden dürfte für United Internet der Weg für eine Übernahme von Strato frei sein. Vilanek könnte sich auch über einen Bietergefecht freuen. Das treibe den Preis. Nach den Informationen der Experten hätten auch amerikanische Internetunternehmen ihr Interesse bekundet.
Bei den Preisvorstellungen habe sich der freenet-Chef nicht vollständig in die Karten blicken lassen. Strato dürfte in 2009 knapp 100 Millionen Euro umsetzen und operativ deutlich mehr als 30 Millionen Euro verdienen. 2008 sei ein EBITDA von 35 Millionen Euro eingefahren worden. Da die Gesellschaft keinen Druck habe Strato zu versilbern, dürfte die Untergrenze für einen Verkauf bei mindestens 300 Millionen Euro liegen. Vergleichbare Unternehmen würden mit zweistelligen EBITDA-Multiples bewertet. Bei einem Bietergefecht um die Cash-Maschine könnten auch 400 Millionen Euro drin sein. "Wir verkaufen Strato nicht aus Not. Nach Möglichkeit wollen wir den Prozess noch in diesem Jahr abschließen". freenet habe in 2004 das Geschäft von Teles für rund 130 Millionen Euro gekauft.
Die 123 Millionen Euro aus dem Verkauf des DSL-Geschäfts und das Geld aus Strato werde Vilanek für die Reduzierung der Verschuldung verwenden. Im besten Fall reduziere sich die Verschuldung zum Jahresende auf circa 700 Millionen Euro. Das wäre ein sehr gesundes Niveau und entspreche lediglich dem gut zweifachen EBITDA.
Auf der Ertragsseite sehe sich der studierte Betriebswirt und gebürtige Österreicher nach Ablauf des zweiten Quartals auf Kurs. "Wir erwarten für 2009 entsprechend unserer Guidance unverändert ein EBITDA von rund 400 Millionen Euro". Die Abschreibungen beziffere er auf rund 200 Millionen Euro im Gesamtjahr. 120 Millionen Euro davon würden auf die 1,63 Milliarden Euro teure Übernahme von Debitel infolge von PPA-Abschreibungen entfallen. Lediglich 80 Millionen Euro der Abschreibungen seien cash-wirksam. Der Zinsaufwand betrage circa 80 Millionen Euro und die Steuerquote betrage dank milliardenschwerer Verlustvorträge nur zwölf Prozent. Aus fortgeführten Geschäften dürfte freenet in 2009 über 100 Millionen Euro verdienen. Das Unternehmen betreibe bekanntlich ein Geschäftsmodell mit üppigen Cashflows. Die rund 19 Millionen Telko-Kunden dürften in diesem Jahr einen operativen Cashflow von circa 200 Millionen Euro beisteuern. Für das Jahr 2010 habe sich der Ex-McKinsey Berater nicht äußern wollen.
Die Experten würden etwas konservativ für 2010 rechnen. Das EBITDA aus dem Mobilfunk werde in 2009 bei circa 360 Millionen Euro liegen. Für 2010 würden sie eine Range zwischen 360 und 400 Millionen Euro erwarten. Netto könnten weiterhin mehr als 100 Millionen Euro in der Kasse klingeln, da dank Tilgung der Schulden der Finanzaufwand massiv sinke. Der Free Cashflow sollte besser ausfallen als in 2009. Wobei Analysten teilweise im kommenden Jahr freie Cashflows von mehr als 200 Millionen Euro erwarten würden, was für den Geschmack der Experten etwas zu euphorisch sei. Auch die EBITDA-Erwartungen der Analysten für 2010 von mehr als 400 Millionen Euro seien zu ambitioniert.
Nach ein paar wilden Jahren sei freenet wieder in der Spur. Den Experten würden die Cashflows und die moderate Bewertung gefallen. Der Verkauf von Strato mache die Bilanz über Nacht rundum gesund.
freenet ist knapp mit einer Milliarde Euro bewertet und die freenet-Aktie ist bei Kursen zwischen 7,00 und 7,50 Euro kaufenswert. (Analyse vom 19.07.2009) (20.07.2009/ac/a/t)
http://www.ariva.de/news/...0-Euro-kaufenswert-TradeCentre-de-3025655
08:51 20.07.09
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Laut den Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von freenet (Profil) zwischen 7,00 und 7,50 Euro kaufenswert.
Nach dem Verkauf des DSL-Geschäfts werde die freenet AG auch ihre Webhosting-Tochter Strato veräußern. Wie Vorstandschef Christoph Vilanek im Gespräch mit TradeCentre Investor Story den Experten mitteile, sei der Verkaufsprozess für Strato in Gang gesetzt. "Wir wollen Strato verkaufen". Der Firmenchef ergänze, dass die Einheit nicht zum Kerngeschäft Mobilfunk gehöre, was eine Abtrennung zur logischen Konsequenz mache. Nach eigenen Angaben sei das Interesse für Strato schon sehr groß. "Das Interesse an Strato ist sehr rege. National wie international. Sowohl von Strategen als auch von Private-Equity Investoren", sage Vilanek.
Unter den Interessenten dürfte auch Deutschlands Primus im Webhosting United Internet sein, die bereits das DSL-Geschäft von freenet gekauft hätten. Seitens der Kartellbehörden dürfte für United Internet der Weg für eine Übernahme von Strato frei sein. Vilanek könnte sich auch über einen Bietergefecht freuen. Das treibe den Preis. Nach den Informationen der Experten hätten auch amerikanische Internetunternehmen ihr Interesse bekundet.
Bei den Preisvorstellungen habe sich der freenet-Chef nicht vollständig in die Karten blicken lassen. Strato dürfte in 2009 knapp 100 Millionen Euro umsetzen und operativ deutlich mehr als 30 Millionen Euro verdienen. 2008 sei ein EBITDA von 35 Millionen Euro eingefahren worden. Da die Gesellschaft keinen Druck habe Strato zu versilbern, dürfte die Untergrenze für einen Verkauf bei mindestens 300 Millionen Euro liegen. Vergleichbare Unternehmen würden mit zweistelligen EBITDA-Multiples bewertet. Bei einem Bietergefecht um die Cash-Maschine könnten auch 400 Millionen Euro drin sein. "Wir verkaufen Strato nicht aus Not. Nach Möglichkeit wollen wir den Prozess noch in diesem Jahr abschließen". freenet habe in 2004 das Geschäft von Teles für rund 130 Millionen Euro gekauft.
Die 123 Millionen Euro aus dem Verkauf des DSL-Geschäfts und das Geld aus Strato werde Vilanek für die Reduzierung der Verschuldung verwenden. Im besten Fall reduziere sich die Verschuldung zum Jahresende auf circa 700 Millionen Euro. Das wäre ein sehr gesundes Niveau und entspreche lediglich dem gut zweifachen EBITDA.
Auf der Ertragsseite sehe sich der studierte Betriebswirt und gebürtige Österreicher nach Ablauf des zweiten Quartals auf Kurs. "Wir erwarten für 2009 entsprechend unserer Guidance unverändert ein EBITDA von rund 400 Millionen Euro". Die Abschreibungen beziffere er auf rund 200 Millionen Euro im Gesamtjahr. 120 Millionen Euro davon würden auf die 1,63 Milliarden Euro teure Übernahme von Debitel infolge von PPA-Abschreibungen entfallen. Lediglich 80 Millionen Euro der Abschreibungen seien cash-wirksam. Der Zinsaufwand betrage circa 80 Millionen Euro und die Steuerquote betrage dank milliardenschwerer Verlustvorträge nur zwölf Prozent. Aus fortgeführten Geschäften dürfte freenet in 2009 über 100 Millionen Euro verdienen. Das Unternehmen betreibe bekanntlich ein Geschäftsmodell mit üppigen Cashflows. Die rund 19 Millionen Telko-Kunden dürften in diesem Jahr einen operativen Cashflow von circa 200 Millionen Euro beisteuern. Für das Jahr 2010 habe sich der Ex-McKinsey Berater nicht äußern wollen.
Die Experten würden etwas konservativ für 2010 rechnen. Das EBITDA aus dem Mobilfunk werde in 2009 bei circa 360 Millionen Euro liegen. Für 2010 würden sie eine Range zwischen 360 und 400 Millionen Euro erwarten. Netto könnten weiterhin mehr als 100 Millionen Euro in der Kasse klingeln, da dank Tilgung der Schulden der Finanzaufwand massiv sinke. Der Free Cashflow sollte besser ausfallen als in 2009. Wobei Analysten teilweise im kommenden Jahr freie Cashflows von mehr als 200 Millionen Euro erwarten würden, was für den Geschmack der Experten etwas zu euphorisch sei. Auch die EBITDA-Erwartungen der Analysten für 2010 von mehr als 400 Millionen Euro seien zu ambitioniert.
Nach ein paar wilden Jahren sei freenet wieder in der Spur. Den Experten würden die Cashflows und die moderate Bewertung gefallen. Der Verkauf von Strato mache die Bilanz über Nacht rundum gesund.
freenet ist knapp mit einer Milliarde Euro bewertet und die freenet-Aktie ist bei Kursen zwischen 7,00 und 7,50 Euro kaufenswert. (Analyse vom 19.07.2009) (20.07.2009/ac/a/t)
http://www.ariva.de/news/...0-Euro-kaufenswert-TradeCentre-de-3025655