welchen Informationsvorsprung ein Insti bei Drillisch (oder auch anderen AGs) haben soll?!
Ich halte diese viel verbreitete Meinung eher für ansatzweise verschwörungstheoretisch. Klar gibt es auch Fälle, wo Instis mal vorgewarnt werden, wenn bald schlechte News kommen. Aber da muss man sich doch mal jeden einzelnen Fall genauer betrachten. Diese Theorie mag ja dann zutreffen, wenn plötzlich ein Kurs einbricht und niemand weiß warum. Dann kommt plötzlich eine schlechte News nachdem der Kurs unter hohen Umsätzen schon zwei Wochen um 20% gefallen war und dann kommt eine Stimmrechtsmitteleiung oder von mir aus auch schon vorher. Da kann man dann ja gerne drüber diskutieren, ob es Insiderwissen gab (höchstwahrscheinlich), aber doch nicht wenn eine Kurs währenddessen steigt. Wieso sollte denn im konkreten Fall von Drillisch, die Choulidis-Brüder ausgerechnet Flossbach vorziehen und andere Instis benachteiligen? Gibts dafür einen Grund? Es gibt doch offensichtlich andere Instis, die nicht verkaufen, und weitere Instis, die zukaufen und die Stücke von Flossbach übernehmen.
Also nach meiner Erfahrung steckt in 99% der Fälle kein Insiderwissen dahinter, sondern stinknormales Handeln und Traden mit Aktien, so wie wir alle es tun. Sind wir doch mal ehrlich, auch wenn viele User hier im Thread vorgeben, nichts oder fast nichts seit 2008 verkauft zu haben, so haben es doch vermutlich 90% der user schon getan. Irgendwann hat jeder bei Drillisch mal einen Teil verkaufen müssen, wollen oder hat sich durch die DTAG-Sache verunsichern lassen. Es gibt wahrscheinlich 100 Gründe wieso Menschen Aktien verkaufen. Und genauso geht es Fondsmanagern. Ich hätt's aber auch so kurz und prägnant ausdrücken können wie RedPepper. Ich halte diese Theorie über gut informierte Instis für ein Märchen. Das kommt extrem selten vor, wenn man es mit der Anzahl von täglichen Trades institutioneller Anleger vergleicht. Vermutlich irgendwann im 0,0001% bereich.