Der Konsumgüter- und Chemiekonzern Henkel (Henkel Aktie) hat Gespräche über eine mögliche Übernahme des niederländischen Spezialchemieunternehmens Stahl Holdings bestätigt. Wie Henkel am Montagabend mitteilte, befinde sich der Konzern in Verhandlungen mit dem französischen Mehrheitseigentümer Wendel.
Eine Einigung sei offen, zudem stünden noch die Zustimmung der zuständigen Gremien sowie kartellrechtliche Genehmigungen aus.
Die Bestätigung belebt Spekulationen um einen möglichen Milliarden-Deal. Bereits Ende November 2024 hatte Bloomberg berichtet, Wendel prüfe einen Verkauf von Stahl und setze dabei eine Bewertung von bis zu zwei Milliarden Euro an. Damals fand sich kein Käufer. Ob sich Preis und Rahmenbedingungen seither verändert haben, ist unklar.
Strategischer Fit im Fokus der Investoren
Stahl ist auf chemische Produkte für Beschichtung und Oberflächenbehandlung spezialisiert und erzielte 2024 einen Umsatz von rund 930 Millionen Euro. Aus Analystensicht könnte die Transaktion vor allem strategisch motiviert sein. "Aus strategischer Sicht scheint die Transaktion darauf abzuzielen, von Henkels breitem Kundenzugang im Rahmen der Sparte Adhesive Technologies zu profitieren, um die Lösungen von Stahl zu vertreiben", sagte Akash Nandy, Analyst bei AlphaValue.
Der Ende 2024 kolportierte Kaufpreis entspräche einem Unternehmenswert-Umsatz-Multiplikator (EV/Umsatz) von etwa 2,15. Das erscheine "anspruchsvoll im Vergleich zum Multiplikator von rund 1,4 bei Henkel", so Nandy.
Aktie reagiert mit Plus
Die Henkel-Vorzugsaktie reagiert am Dienstagmorgen mit einem Anstieg vom 0,7 Prozent auf 72,12 Euro.
Autor: Ariva-Redaktion/pg
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