Die Revolution im Iran unter Ayatollah Chomeini und die sowjetische Invasion in Afghanistan im selben Jahr überzeugten ihn, einen gewaltsamen Kampf für eine geeinte islamische arabische Welt führen zu müssen, eine neue Pax Arabica.
Er war von 1980 bis 1988 Mujahedin-Guerilla-Führer und bekämpfte mit Unterstützung des pakistanischen Geheimdienstes ISI stellvertretend für die CIA in Afghanistan die Rote Armee (siehe auch: Stellvertreterkriege).
1982 entschloss sich Osama bin Laden erstmals, auch direkt nach Afghanistan zu gehen. Er brachte eine größere Zahl von Baumaschinen, wie dringend zur Abwehrlogistik benötigte Bulldozer und ähnliches Gerät, ins Land. Außerdem etablierte er 1984 in
Peshawar das Bait al-ansār genannte Gasthaus, das fortan erste Anlaufstelle für nach Afghanistan eindringende Freiheitskämpfer war. Zusammen mit Abdallah Azzam gründete er dort das Maktab al-Chadamāt, das als Anlaufstelle für ausländische Afghanistankämpfer angesehen werden kann.
1986 entschied sich bin Laden, innerhalb Afghanistans eigene Widerstands-Camps aufzubauen und zu unterhalten. Bis 1988 entstanden mehr als sechs solcher Camps, wobei einige mehrfach verlegt werden mussten. Er begann nun in Afghanistan seinen eigenen Krieg – mit von ihm bestimmten und geführten Gefechten und auch größeren Schlachten („Strategie der tausend Nadelstiche“).
Von 1984 bis 1989 führte Osama bin Laden Hunderte kleinerer und mindestens fünf größere Gefechte an oder war an solchen beteiligt. Er verbrachte in diesen Jahren den überwiegenden Teil seiner Zeit in Afghanistan, mit Heimataufenthalten in Saudi-Arabien von zusammen höchstens vier Monaten pro Jahr. 1989 zogen die Sowjets endgültig aus Afghanistan ab.
Nach dem Ende des kalten Krieges wurde der Kampf der Mujahedin, beispielsweise der Nordallianz, von der westlichen Seite kaum mehr gewürdigt.
Aufenthalt in Saudi-Arabien
Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen arbeitete bin Laden in der Firma seines Vaters in Saudi-Arabien. Im Golfkrieg 1990/91 kritisierte er öffentlich die Stationierung amerikanischer Soldaten in Saudi-Arabien. Er hatte die Vorstellung, dass seine Mujahedin die Iraker aus Kuwait vertreiben sollten. Das wurde vom saudischen Königshaus abgelehnt. Er verlor alle Sympathien des saudischen Königshauses.
1992–1996 Hauptquartier Chartum, Sudan
Nachdem er 1992 in Saudi-Arabien zur persona non grata erklärt worden war, reiste er in den Sudan, wo er zunächst vor allem geschäftlich tätig war: Mit seiner Baufirma nahm er den Neubau einer Autobahn von Chartum nach Port Sudan in Angriff. Außerdem gründete er eine Geschäftsbank. Weiterer internationaler Aufbau seiner Organisation: Er fand Anhänger in Somalia, Algerien, Marokko, Pakistan und anderen Staaten. Außerdem baute er Kontakte nach Europa und in die USA auf. Dort heiratete er auch die Nichte Hasan at-Turabis. 1994 wurde ihm die saudische Staatsbürgerschaft entzogen.
1993–1995 Aufenthalt in Sarajevo
Bin Laden und der eingangs erwähnte Chalid Scheich Mohammed schleusten eine halbe Milliarde Dollar über die in Wien ansässige Third World Relief Agency (TWRA) an Alija Izetbegović. Mit diesen Geldern wurde eine fundamentalistische Interbrigade aufgestellt und bewaffnet. Das 3. Korps der bosnisch-muslimischen Armee mit dem bezeichnenden Namen El-Mudžahid bestand vorwiegend aus arabischen Gotteskriegern, die im Sudan ausgebildet worden waren, und aus iranischen Pasdaran. Über deren Zahl gibt es unterschiedliche Angaben. Die Belgrader Tageszeitung Politika Ekspres nennt 15 000, Steve Rodan von der Fachzeitschrift Jane’s Intelligence geht unter Berufung auf Geheimdienstquellen von 7 000 aus, die Warschauer Tageszeitung Rzespospolita mit Bezug auf Erkenntnisse des polnischen SFOR-Kontingents von 5 000, die mit den Muslimen (meistens) verbündeten Kroaten geben 4 000 Mujahedin an.
(bei Wikipedia)
The 1979 Soviet invasion of Afghanistan galvanized bin Laden. He supported the Afghan resistance, which became a jihad, or holy war. Ironically, the U.S. became a major supporter of the Afghan resistance, or mujahideen, working with Saudi Arabia and Pakistan to set up Islamic schools in Pakistan for Afghan refugees. These schools later evolved into virtual training centers for Islamic radicals.
By the mid-1980s, bin Laden had moved to Afghanistan, where he established an organization, Maktab al-Khidimat (MAK), to recruit Islamic soldiers from around the world who later form the basis of an international network. The MAK maintained recruiting offices in Detroit and Brooklyn in the 1980s.
The Taliban, the former rulers of Afghanistan, arose from the religious schools set up during the mujahideen's war against the Soviet invasion. After the Soviet army withdrew in 1989, fighting erupted among mujahideen factions. In response to the chaos, the fundamentalist Taliban was formed and within two years it captured most of the country. The Taliban gave bin Laden sanctuary in 1996.
After the Soviet withdrawal in 1989, bin Laden returned to Saudi Arabia and worked in his family's construction business. He founded an organization to help veterans of the Afghan war, many of whom went on to fight in Bosnia, Chechnya, Somalia, and the Philippines. Scholars have suggested these loosely connected bands of seasoned soldiers, ready to fight for Islamic causes, form the basis of bin Laden's current support.
In 1990, in response to the Iraqi invasion of Kuwait, the Saudi government allowed American troops to be stationed in Saudi Arabia. Bin Laden was incensed that non-believers (American soldiers) were stationed in the birthplace of Islam. He also charged the Saudi regime with deviating from true Islam.
Bin Laden was expelled from Saudi Arabia in 1991 because of his anti-government activities. He eventually wound up in Sudan, where he worked with Egyptian radical groups in exile.
Anti-U.S. Attacks
In 1992 bin Laden claimed responsibility for attempting to bomb U.S. soldiers in Yemen and for attacking U.S. troops in Somalia the following year. In 1994 pressure from the U.S. and Saudi Arabia prompted Sudan to expel bin Laden, and he returned to Afghanistan.
In 1998 bin Laden called for all Americans and Jews, including children, to be killed. He has since been accused of increasing his terrorist activities, such as the 1998 bombings at the U.S. embassies in Kenya and Tanzania. The date, Aug. 7, was the anniversary of the deployment of U.S. troops to Saudi Arabia.
U.S. cruise missile attacks against targets in the Sudan and Afghanistan in Aug. 1998 are not believed to have seriously hampered bin Laden's network. Bin Laden continues to call for the destruction of the U.S., Israel, and the Saudi monarchy, stating that with these obstacles removed, Islam's three holiest sites, Mecca, Medina, and Jerusalem, would then be liberated.