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Meldung des Tages: Brandheißes Rohstoff-Comeback: Lithium aus Finnland: Strategische Investmentchance im EU-Rohstoffboom

Die Börsen brechen wieder ein !


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BWLler:

Nachtrag: US-Soldaten o.T.

 
14.09.01 18:46
Antworten
Speculator:

Pakistan - Feind oder Freund?

 
15.09.01 09:58
Ein super Artikel aus der www.Haz.de der hier sehr gut rein passt.


mfG: Speculator

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Pakistan - Feind oder Freund?

Er gilt als Terrorist Nummer eins in der Welt. Und er gilt, nach den Worten von US-Außenminister Colin Powell nun auch offiziell, als Hauptverdächtiger. Die Hinweise der Fahnder in aller Welt verdichten sich, dass Osama bin Laden, saudi-arabischer Milliardär und Kopf eines internationalen islamischen Terror-Netzwerks, den Anschlag auf die USA zu verantworten hat. In Afghanistan hält sich bin Laden versteckt. Dem Land der radikal-islamischen Taliban droht nun ein möglicher Vergeltungsschlag der Regierung Bush. Das Nachbarland Pakistan, bislang Verbündeter der Taliban, soll diesen Schlag erst möglich machen.
Afghanistan galt schon vor der Machtübernahme der Taliban 1996 als das Ausbildungszentrum für den internationalen Terror schlechthin. Nun, da sie als Gastgeber Osama bin Ladens in die Schusslinie der Amerikaner geraten sind, haben die Taliban am Donnerstag ein zweites Mal die Anschläge auf Amerika verurteilt und eine Beteiligung daran geleugnet. Außenminister Wakil Achmed Mutawakil beschwor die Amerikaner, nicht anzugreifen, „weil das Elend unseres Volkes ohnehin schon zu groß ist“. Die Extremisten boten sogar ihren obersten Führer Mullah Mohammad Omar auf, der sich noch nie an die von ihm verachtete Außenwelt gerichtet hat: Bin Laden habe mit dem Angriff nichts zu tun, aber selbstverständlich werde man den Gast ausweisen, falls das Gegenteil bewiesen würde, versicherte der Mullah.
Während die letzten ausländischen Helfer dabei sind, in Afghanistan ihre Koffer zu packen und in Kabul Schützengräben ausgehoben werden, wächst auch in Pakistan, dem Ziehvater der Taliban, die Angst. Pakistan ist eines der drei Länder, die das Regime in Kabul anerkannt haben und das nach wie vor mit logistischer und militärischer Unterstützung aushilft. Deshalb ist es schon bedeutsam, dass der pakistanische Militärherrscher General Pervez Musharraf den Vereinigten Staaten eine „komplette Zusammenarbeit“ angeboten hat. Was davon zu halten ist, muss sich aber noch zeigen.
Die USA werden Pakistan kaum ein weiteres Mal mit der auch am Donnerstag wiederholten Entschuldigung davonkommen lassen, es habe „keinen Einfluss mehr auf die Taliban, weil die sich unabhängig gemacht haben“. Die Amerikaner haben Musharraf die Pistole auf die Brust gesetzt: „Entweder ihr helft uns, oder …“
Da gibt es kein Zurück mehr. Denn Pakistan ist plötzlich eine Schlüsselrolle zugefallen. Kein Staat hat so gute Kontakte zu Afghanistan, und kein anderer Nachrichtendienst weiß so gut Bescheid über die wechselnden Aufenthaltsorte bin Ladens wie Islamabads Militärgeheimdienst ISI. Schließlich war es eben dieser ISI, der zusammen mit den fundamentalistischen Organisationen in Pakistan die Taliban erst geschaffen und dann ins Nachbarland geschickt hat. Übrigens ganz im Einverständnis mit den Amerikanern, die zunächst die verschiedensten „Heiligen Krieger“, Osama bin Laden eingeschlossen, als vermeintlich nützliche Truppe gegen die damalige Sowjetunion aufgerüstet hatten und die dann später glaubten, die Taliban würden ihnen zu den ersehnten Ölpipelines von Zentralasien durch Afghanistan nach Karachi verhelfen. Erst als es zu spät war, ging den politischen Naivlingen und den gierigen Geschäftemachern in den USA auf, wen sie da an ihrem Busen genährt hatten. Pakistan dagegen ist bis zum heutigen Tag die Hauptstütze des Regimes in Kabul, auch wenn es das hartnäckig leugnet.
Aber nicht nur auf geheimdienstlichem Sektor ist Pakistan nun gefragt. Überflugrechte werden verlangt für Raketen und Flugzeuge der 5. Flotte, die am Persischen Golf stationiert ist. Iran, das andere Land, das als Helfer in Frage käme, kann Washington kurz nach Verlängerung der Sanktionen kaum einbeziehen. Doch es geht um noch mehr: Wenn der Konflikt sich ausweiten sollte, dann könnte eine Präsenz amerikanischer Truppen auf pakistanischem Boden notwendig werden. General Musharraf bleibt also gar nichts anderes übrig, als endlich Farbe zu bekennen.
Seine Bitte um Bedenkzeit hat man in Washington erst gar nicht zur Kenntnis genommen. Schließlich steht neben der Bitte um Beistand an den ehemaligen Verbündeten auch noch das drohende „oder“. Das besagt, „wir drehen dir den Kredithahn zu, so dass Pakistan bankrott geht und damit die Tage der jetzigen Militärherrschaft gezählt sind. „Oder“ kann auch die Einstufung als „Schurkenstaat“ bedeuten und damit die totale Isolation; keinerlei wirtschaftliche oder militärische Hilfe mehr, als „verdächtiger Komplize“ möglicherweise sogar die Einbeziehung in Vergeltungsaktionen.
Musharraf sitzt nun in einer schier ausweglosen Zwickmühle. Denn wenn er dem amerikanischen Begehren stattgibt, dann holt er sich die pakistanischen Taliban auf den Hals. Ihre Dachorganisation, die Lashkar-e-Tayyba, hat bereits angekündigt, in diesem Fall „werden wir Schulter an Schulter mit unseren afghanischen Brüdern den Heiligen Krieg gegen die Angreifer beginnen“. Auch das wäre das Ende der Herrschaft Musharrafs, der sich schon jetzt nur noch mit Mühe gegen die fortschreitende Talibanisierung seines Landes behaupten kann.
Der Antiamerikanismus ist enorm in Pakistan, und die Sympathien für die Radikalen in Afghanistan und bin Laden wachsen. Seit den Anschlägen in Amerika finden dessen jüngste Propaganda-CD und T-Shirts mit dem Abbild des Top-Terroristen reißenden Absatz. Natürlich weiß man auch in Washington, dass nach einem Sturz des sich immer noch gemäßigt gebenden Musharraf die Fundamentalisten an den Drücker der pakistanischen Atombombe rücken. Das ist eine furchtbare Aussicht. Deshalb wird viel Fingerspitzengefühl verlangt, von Washington wie auch von Islamabad. Beunruhigend ist freilich, dass beide nicht eben für dieses Fingerspitzengefühl bekannt sind.



Gabriele Venzky

14.09.2001 20:55
Antworten
Kicky:

Attack 'could come this weekend'

 
15.09.01 15:07
London Telegraph:
Attack 'could come this weekend'
By Michael Smith, Defence Correspondent
(Filed: 15/09/2001)


AMERICA geared up for war yesterday with Donald Rumsfeld, the Defence Secretary, warning the country's servicemen that they would be called on to vanquish "powerful and terrible enemies" in the months ahead.

The rallying call came as defence officials said an attack on Afghanistan, which has given safe haven to Osama bin Laden, could come as early as this weekend.

As President Bush authorised the call-up of 50,000 reservists, the Senate gave him unanimous backing to use "all necessary and appropriate force against those nations, organisations or persons" who carried out the attacks.

Mr Rumsfeld told US servicemen around the world in a videotaped address that much had already been asked of them, but "more, much more will be asked of you in the weeks and months ahead".

"The task of vanquishing these terrible enemies and in protecting the American people and the cause of human freedom will fall to you. I know you are ready. I know America can continue to count on your selflessness and courage," he said. The Pentagon is believed to be considering a range of military options against Afghanistan, from heavy bombing to the insertion of special forces.

Amid continued speculation over an attack on Afghanistan, the Taliban leader, Mullah Mohammad Omar, urged Afghans to "face any American attack with courage and self-respect".

Meanwhile, America's preparations for war continued to build. Two tankers were ordered to take 235,000 barrels of marine diesel fuel to Diego Garcia, the US Air Force base in the Indian Ocean. A number of B52 bombers capable of launching cruise missiles are believed to have been deployed there.

Another oil tanker was booked to deliver 28,000 tonnes of aviation fuel from Greece to southern Spain. It is believed to be bound for the Moron air base, used by US Air Force KC10 tanker aircraft to refuel bombers crossing the Atlantic during the Kosovo conflict.

Geoff Hoon, the Defence Secretary, told the Commons that with hundreds of Britons killed in Tuesday's attacks, "the United Kingdom has both an interest and an obligation to provide assistance to the US to help bring those responsible to account and remove the threat that terrorists pose to the international community".

Work was continuing to determine what military contribution Britain could make "to assist in bringing to account those who organised, abetted and incited these acts".

The British Chiefs of Staff have been meeting regularly since the attacks to look at the various military options they could offer the Americans and a number of extra liaison officers have been sent to the Pentagon.

"But the truth is they don't really need us," a source said. "We are always happy to work alongside them, but it is much more about political support than military assistance."

The US Armed Forces dwarf those of every other nation. There are 470,000 regular soldiers, with 7,600 main battle tanks, plus 170,000 Marines. The US Air Force has 2,300 combat aircraft and the US Navy more than 200 ships, including 12 aircraft carriers.

The 82nd Airborne Division, based at Fort Bragg, North Carolina, and the 101st Airborne Division, at Fort Campbell, Kentucky, have been ready to fly out to the Middle East since shortly after the terrorist attacks. Two carrier task forces of the US Fifth Fleet are already in the Middle East, where there are more than 30,000 servicemen, including the 1st Infantry Division, which is on exercise in Kuwait, where 500 Abrams tanks are also based.

There are more than 300 American combat aircraft in the region, including about 40 F15s and F16s at Prince Sultan Air Base, south of Jeddah, in Saudi Arabia, 36 F15s and F16s at Incirlik, Turkey, and 24 Warthog "Tankbusters" at Ahmed al Jabr in Kuwait
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