!Die absolute Frechheit des Jahres!


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Boersiator:

!Die absolute Frechheit des Jahres!

 
23.07.02 23:11
Ungalublich, aber leider wahr! Was soll man davon halten:

Politiker zu schlecht bezahlt? Mehr Geld fordert Arnulf Tänzer im T-Online-Interview. Nur so könnte verhindert werden, dass sich Politiker bestechen lassen.

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Allein schon dieser Satz ist kaum zu beschreiben, gar zu fassen!
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Politiker zu schlecht bezahlt?
Gute Leute wollen viel Geld verdienen

Die Affäre um PR-Berater Moritz Hunzinger sorgt weiter für Gesprächsstoff. Mehrere Politiker sollen von ihm aus unterschiedlichen Gründen Geld bekommen haben. Die Frage ist nun: Sind die Vorschriften, die die Einflussnahme auf Abgeordnete im Bundestag oder im Europaparlament regeln, wirksam genug? Der Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim sagt ganz klar: Nein. "Sie können einen Abgeordneten richtiggehend kaufen", kritisiert der Professor für Öffentliches Recht aus Speyer.
Manchmal keine Frage der Ehre
Dass es Kontakte zwischen Politik und Wirtschaft gibt, "gehört zu unserem politischen System dazu und ist grundsätzlich in Ordnung", meint der Staatsrechtler. Wenn allerdings Geld ins Spiel komme, "wird die Sache hochproblematisch". Arnulf Tänzer von der Unternehmensberatung Kienbaum spricht sich daher im Interview mit T-Online für höhere Politikergehälter aus: "Grundsätzlich kann man sagen, dass durch höhere Gehälter tendenziell eine geringere Anfechtbarkeit gegeben ist."

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Arnulf Tänzer: AN DIE WAND! (Sorry, aber was anders fällt mir dazu nicht mehr ein.)

Also, geht dann mal zu eurem Chef und sagt ihm, ihr seit gut und wollt auch so bezahlt werden. Das ab und zu Computer, Büromaterial etc. abhanden kommen ist normal bei dem Lohn und kann weiterhin auch nicht ausgeschossen werden. Nur gegen bessere Bezahlung kann sowas verhindert werden!
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Mir ist grottenschlecht,
Boersiator

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Schnorrer:

Bauernregel:

 
24.07.02 00:01
Treibens Magd und Knecht im Stroh,
brüllt der Ochse "Pornoshow" !!!


Lehre daraus:

Gegen Umtriebe gibt es kein Mittel, außer der Bauer (= Souverän, "mündiger" Bürger) spricht ein Machtwort (= wählt PDS). Falls nicht, wird die "Knechtschaft" immer dreister und das Vieh kommt zur Schlachtbank. Was es per Saldo dann auch verdient hat.
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Boersiator:

@schnorrer

 
24.07.02 07:37
Ich finde, mit der Aussage von Tänzer ist das Fass endgültig übergelaufen.

Gruß,
Boersiator
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Hill:

im Vergleich mit der freien Wirtschaft

 
24.07.02 07:40
ist es wirklich nicht viel !  
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Rexini:

jaja der bürger spart an jeder ecke

 
24.07.02 07:55
und die politiker wollen noch mehr.
damit sind wir wieder beim thema  
wer wundert sich über schwarzarbeit?
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Boersiator:

Wenn ich Politiker wäre,

 
24.07.02 08:09
würde ich bei den ganzen Vergünstigungen (RENTE!) und dem hohen Gehalt! sicherlich nicht daran interessiert sein, auch nur die kleinste Diskussion darüber zu führen, geschweige denn nach höheren Gehal zu fragen.
Allein schon wegen der Tatsache, dass sich andere darüber aufregen könnten.

Aber, unsere lieben hochmotivierten und völlig ausgelasteten, überarbeitenden und dazu noch Wenigverdiener, kriegen den Hals nicht voll.

Das wollen Domokraten sein?

Bah,
Boersiator

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blindfish:

der knackpunkt ist doch der:

 
24.07.02 08:10
zitat:

"Politiker zu schlecht bezahlt?
Gute Leute wollen viel Geld verdienen"

WER von diesen pfeiffen ist denn gut?? also mir fallen nicht viele, eher fast gar keine ein...  
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alapa01:

die Frage ist ....

 
24.07.02 08:26
bekommen wir denn bessere Leute für das Geld, wenn man in der Industrie mehr Geld verdient ?

Also ich würde bei vergleichbarer Arbeit immer die Industrie vorziehen, denn dort wird deutlich mehr verdient. Z.B. kann man von der Verantwortungsgröße / Mitarbeiterzahl so jemanden wie den Verteidigungsminister mit einem Manager von der Deutschen Bank / Dt. Telekom (ich will mal nicht um ein paar Tausend Mitarbeiter feilschen) vergleichen.

Imho für die Zeit der Arbeit deutlich mehr Geld, aber nicht diese absurden Rentenansprüche und komischen Sondervergünstigungen. - Halt mal Transparenz schaffen.
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flexo:

Normal hieß es immer:

 
24.07.02 08:50
Die Politiker könnten in der "freien" Wirtschaft mehr verdienen.

1.In den seltensten Fällen ist die Wirtschaft frei - und schon gar nicht die Unternehmen in denen z.B. Ex-Politiker Vorstand werden.

2.Was Politiker überhaupt unter "freier" Wirtschaft verstehen könnt ihr bei eurem Nahverkehrsunternehmen sehen.

3.Ich bezweifle Grundsätzlich, das in dieser Republik noch irgendetwas frei ist.
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MJJK:

"freie" Wirtschaft

 
24.07.02 09:01
In der Wirtschaft geht es doch ziemlich frei für die Topmanager zu: Sie können einfach ein paar Millionen verdienen, und im Zweifelsfall bekommen sie eine Millionenabfindung (Mannesmann) oder bekommen ihr Geld ohne Gegenleistung (Telekom). Auch bein einer unehrenvollen Entlassung steht ihnen immer noch eine gute Abfindung zu...
Antworten
Reila:

Im Vergleich zur freien Wirtschaft ...

 
24.07.02 09:11
Wenn ich das schon höre, wird mir schlecht. Gut, Topmanager sind überbezahlt, haben vielfach die Unternehmen zu Selbstbedienungseinrichtungen gemacht und die Aktionäre quasi kalt enteignet. Für mich ist freie Wirtschaft dort, wo auch ein persönliches Risiko getragen wird - bei den Selbständigen. Und die haben laut Statistik ein Einkommen während ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit, welches ein geschasster Verteidigungsminister als Frührente bekommt. Unsere oberabgesicherten Politiker: Verdienen wie im Westen aber Sicherheit wie im Sozialismus. So ähnlich stelle ich mir das Schlaraffenland vor.

Woran soll man denn die Ergebnisse von Politikern messen? Vor der letzten Wahl hatte einer die Arbeitslosenquote vorgeschlagen. Der wollte auch seinen Kanzlerstuhl daran binden. Man sollte die Vollmundpolitiker beim Wort nehmen und ihnen die Bezüge kürzen. Können sich ja dann auf dem Arbeitsmarkt bewerben. Dann werden sie auch erkennen, was sie wirklich wert sind.

R.
Antworten
Boersiator:

W I D E R S T A N D o.T.

 
24.07.02 09:50
Antworten
Rheumax:

Volle Zustimmung für Reila! o.T.

 
24.07.02 09:55
Antworten
Nassie:

Tänzer

 
24.07.02 09:58
hat Unrecht. Das Problem ist moralischer Art und nicht mit Geld zu lösen.
Er übersieht den Habgierfaktor.
Einer meiner Kunden brachte das Problem auf folgenden Nenner :

"Egal wieviel Geld man verdient, es sind immer mindestens 100.000 zu wenig. "
Antworten
Judas:

Zitat des sächsischen Bildungsministers zu Profs.:

 
24.07.02 10:09
Meine Herren wenn sie fähig wären würden sie nicht hier sitzen sondern wären in der freien Wirtschaft.  
Antworten
Judas:

Zitat von mir: Wenn Lehrer Geld verdienen wollen

 
24.07.02 10:20
werden sie Politiker.
Und hat jemand schon einen Lehrer gesehen der außer von seinem Fach etwas versteht, z.b.vom richtigen Leben?  
Antworten
maxperforma.:

@judas

 
24.07.02 10:35
sehr gut analysiert

aber das ist das tragische, dass wir größtenteils von unfähigen
Studienräten regiert werden, weil die am meisten Zeit haben
sich politisch zu engagieren.

Wenn Lehrer fähig wären würden sie nach dem Abi nicht Lehramt studieren
Antworten
Boersiator:

Dito Judas o.T.

 
24.07.02 10:56
Antworten
Boersiator:

Hat sich mal jemand

 
24.07.02 13:52
die Frage gestellt, wie es weit kommen konnte?

B.
Antworten
Thomastrada.:

Fußballprofis verdienen auch mehr -

 
24.07.02 14:00
ich finde, die sollten alle bei der Eintracht anfangen! ;-)

Gruß,
T.
Antworten
007Bond:

Man soll das doch richtig verstehen ...

 
24.07.02 14:08
wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft. Sozial deshalb, weil Vorstände, Aufsichträte und auch Politiker ohne den Nachweis einer erbrachten Leistung sozial abgesichert sind.
Antworten
Boersiator:

Ich wußte es schon immer,

 
24.07.02 14:10
Alfred Tetzlaff hatte Recht!

Gruß,
Boersiator
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PRAWDA:

Wie es so weit kommen konnte? Einfach

 
24.07.02 14:10
Zu Beginn der soziallliberalen Koalition (Herbst 1969 bis 1982)
wurde der öffentliche Sektor personell enorm aufgestockt und schrittweise bedeutend besser entlohnt.
Angesichts geburtenstarker Jahrgänge gab es ab 1970 extra staatliche Stipendien für das Lehramt.
Hierhinein strömten in grossen Massen die aktiven 68er, die über die Schule, über einen gut bezahlten Job mit viel Freizeit
eine Chance zur Veränderung unserer Gesellschaft sahen.

Schlagwort:

Der Marsch durch die Instanzen.

Diese Leute beherrschen heute als Studiendirektoren mit ca. 7.500,- DM Gehalt,
als Richter oder Politiker die bundesdeutsche Szene.
Lest die Lebensläufe bestimmter Politiker.

Die damals nicht gewaltbereiten Studenten gingen in die Wirtschaft oder Selbständigkeit.  
Antworten
PRAWDA:

Ergänzung: ... netto/Monat o.T.

 
24.07.02 14:12
Antworten
maxperforma.:

da kann einem nur schlecht werden o.T.

 
24.07.02 14:18
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