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Der USA Bären-Thread

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Strategie Hebel
Steigender PayPal Holdings Inc-Kurs 5,06 9,98 15,51
Fallender PayPal Holdings Inc-Kurs 4,92 9,70 15,18
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VJ43KR5 , DE000VJ4U8V2 , DE000VJ4SE02 , DE000VJ4SFG3 , DE000VJ4X8M8 , DE000VJ4X6G4 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Malko07:

AL, aus meiner Sicht

6
22.05.08 13:30
betrachtest Du das Problem einseitig aus der Sicht funktionierender Märkte. Ja, das Angebot wird gedrosselt wenn die Nachfrage sinkt. Hatten wir schon öfters. Auch die letzten 12 Monate. Gleichzeitig sind die Preise stark gestiegen.

Die Zocker kann man nur ausbremsen wenn man ihnen die Möglichkeiten beschränkt. Sollte die Rohstoffblase platzen wo ensteht dann die neue Blase? Ist dann die neue Blase bekömmlicher?

Heute spekulieren große geschädigte Finanzhäuser am Rohstoffmarkt um sich zu sanieren. Ob das gelingen wird, sei dahingestellt. Die Katastrophe könnte noch größer werden.  Ursache vom Ganzen ist der Zinssenkungswahnsinn und die private Altersversorgung der Babyboomer.
Antworten
Kicky:

China wird 140 Millionen Autos in 2020 haben

8
22.05.08 13:32
Dies nur weil AL´s Zahlen nun wirklich nicht stimmen und diese Prognose deutliche Auswirkungen haben wird

The number of privately owned motor vehicles rose 18.8 percent year-on-year to 22 million in China in 2006, said sources with the China National Bureau of Statistics.It is estimated that currently over 60 percent of China’s civilian vehicles are privately owned, compared with 58.6 percent at the end of 2005 when the country had a total of 31.6 million civilian vehicles.Sales of new vehicles surged 25 percent to 7.22 million in China last year, 60 percent of which were purchased by individuals.

Meanwhile, individual buyers contributed 80 percent to last year’s sedan sales of 3.8 million units.

The number of privately owned vehicles has been soaring since the country’s accession to the World Trade Organization in 2001, when 43 percent of the country’s civilian vehicles were privately owned.

China, once known as the kingdom of bicycles, has overtaken Japan to become the world’s second largest auto market after the United States. And there is obvious room for further growth. On average, there are only three cars for every 100 Chinese people, while the world’s average is 12.
www.chinadaily.com.cn/bizchina/2007-02/16/content_811160.htm
China expects to have 140 million automobiles plying its roads by 2020, seven times more than now, fueling demand for transportation infrastructure and services, state media reports.
Li Xinghua, deputy director of the Communication Ministry's Comprehensive Planning Department, predicted that China's auto population would eventually reach around 250 million, or about 150 cars per 1,000 people.
www.chinadaily.com.cn/english/doc/2004-09/04/content_371641.htm
Antworten
Anti Lemming:

Kicky - Relationen

 
22.05.08 13:58
Danke für die Nachlieferung der exakten Zahlen. 22 Mio. KFZ in 2006 sind aber auch nicht gerade viel bei über 1,3 Milliarde Chinesen. D. h. das dort zu Lande auf ein Auto 59 Chinesen kommen. 2020 werden es dann pro Auto 9,3 Chinesen sein.

Zum Vergleich - in Deutschland gibt es HEUTE rund 50 Mio. Autos bei 80 Mio. Bevölkerung. Das macht pro Auto 1,6 Deutsche. Das ist eine um den Faktor 37 höhere "Dichte" als in China 2006.

In absoluten Zahlen gab es in China 2006 weniger als halb so viele Autos als in Deutschland. 2020 würde es, wenn die Prognosen zutreffen, dort vielleicht 2 bis 3 Mal so viele Autos geben wie hier. Nicht gerade "weltbewegend" gemessen an der Bevölkerungszahl. Zu glauben, die Chinesen würden nun eine "Autofahrernation" wie die Deutschen, trifft daher nicht zu.
Antworten
Sarahspatz:

Interview mit Philipp Vorndran

7
22.05.08 14:02
Investmentstratege der Credit Suisse
Quelle: Fonds exklusiv Mai/Juli 2008

Schwellenländer-Anleihen in lokaler Währung sind ein Renner


Die Welt ändert sich rasant - doch die Portfolios vieler Investoren gleichen sich wie ein Ei dem anderen. So kann es nicht weitergehen. Der Investmentstratege Philipp Vorndran rät, die aktuelle Finanzkrise für bessere Diversifikation zu nutzen.

FONDS exklusiv: Wie schätzen Sie die aktuelle Situation an den Finanzmärkten ein?

Philipp Vorndran: Wir erleben gegenwärtig wohl die schwerwiegendste und nachhaltigste Krise des globalen Finanzsystems seit der Depression der 1930er-Jahre. Eine Lösung der Probleme im weltweiten Bankenapparat wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Dabei können die Investoren noch von Glück reden, dass es nicht weit schlimmer gekommen ist: Eine sehr proaktive US-Notenbank sowie die massiven Kapitalzuflüsse von Staatsfonds aus den Emerging Markets haben die Finanzmärkte in den USA und Europa vor dem Absturz bewahrt.

Wie könnte eine Lösung der Finanzkrise aussehen?

P. V.: Entscheidend wird sein, die Funktionsfähigkeit des Bankensystems aufrechtzuerhalten und die Kreditmaschine wieder zum Laufen zu bringen. Das Kernproblem ist ja derzeit nicht eine mangelnde Liquidität, sondern ein erheblicher Vertrauensverlust auf vielen Ebenen - so etwa der Banken untereinander oder der Banken gegenüber potenziellen neuen Schuldnern, also Kreditnehmern. Auch eine flache Zinskurve stellt natürlich nicht gerade einen großen Anreiz für die Banken dar, neue Kredite zu vergeben. Insofern haben die raschen Zinssenkungen der US-Notenbank weniger das Ziel, die sich abschwächende Konjunktur zu stimulieren, sondern vor allem den Abstand zwischen kurz- und langfristigen Zinsen wieder zu vergrößern, damit US-Banken in ihrem angestammten Kerngeschäft wieder höhere Erträge erwirtschaften können. Das wird dazu beitragen, die teilweise in arge Schieflagen geratenen Bilanzen wieder ins rechte Lot zu bringen. Allerdings wird das einige Zeit in Anspruch nehmen, denn wegen der massiven Bankenkrise ist keine Radikalkur möglich. Die US-Wirtschaft könnte daher auf Jahre hinaus relativ schwach bleiben. Die Verschuldungsquoten in den Bilanzen müssen heruntergefahren werden, und die Amerikaner müssen wieder mehr sparen. Dieses De-Leveraging ist der einzig sinnvolle Ausweg - sich noch ein paar Jahre von wem auch immer zu borgen, wäre keine tragfähige Lösung.

Und was macht Europa?

P. V.: In Europa sieht es etwas besser aus, obwohl es auch hier einige Banken ganz ordentlich erwischt hat. Aber, es mag zynisch klingen, doch für die Leistungskraft internationaler Großbanken ist es quasi ein Nullsummenspiel, wenn sie zuerst neue Abschreibungen in Multi-Milliarden-Höhe melden und gleichzeitig eine Kapitalerhöhung in ähnlichem Ausmaß ankündigen - sofern diese Rettungsmaßnahme gelingt. Und das wird sie, denn nach wie vor stehen Staatsfonds und andere Großinvestoren bereit, um sich weitere Filetstücke von Unternehmen der alten Industriestaaten zu sichern. 'Wirklich traurig sieht es nur für die Altaktionäre aus, die eine massive Verwässerung ihrer Anteile hinnehmen müssen. Generell sind die Verschuldungsquoten in Europa aber mit Ausnahme Großbritanniens deutlich niedriger als in den USA, das Zurückfahren des Kredithebels wird also weniger schmerzlich ausfallen.

Was halten Sie von einem Abkoppelungs-Szenario, wie es seit einigen Monaten kontrovers unter den Börsianern diskutiert wird?

P. V.: Einem solchen ,,Decoupling" von Amerika gebe ich in Europa nur begrenzte Chancen. Deutschland erlebt derzeit zwar so etwas wie eine Sonderkonjunktur, vor allem dank seiner Exporterfolge. Europas größte Volkswirtschaft leidet nicht so sehr unter dem steigenden Euro, da deutsche Produkte wegen ihrer hohen Qualität relativ wenig preissensitiv sind. Zudem haben deutsche Firmenlenker ihre Hausaufgaben gemacht und die Produktivität erheblich gesteigert, auch dank der Lohnzurückhaltung der Gewerkschaften. Doch damit ist es jetzt vorbei - die Kosten steigen kräftig, auch wegen hoher Rohstoff- und Energiepreise. Und der Konsum will einfach nicht anspringen. Deutschlands Nachbarn Frankreich und Italien stehen zudem weit schlechter da, denn sie haben in den letzten Jahren an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt und können nun als Eurozone-Mitglieder nicht wieder einfach zum Kunstkniff einer Währungsabwertung greifen.

Gibt es Immobilienblasen auch in Europa?

P. V.: In der Tat. Vor allem in Großbritannien, Irland und Spanien sind die Immobilienpreise zum Teil noch weit stärker gestiegen als in den USA. Diese Blasen werden in den nächsten Monaten gehörig Dampf ablassen. Aus all diesen Beispielen wird die heterogene Wirtschaftsstruktur in der Europäischen Union offensichtlich, und diese bringt die Europäische Zentralbank in ein Dilemma. Denn eine Zinssenkung wäre eine willkommene Medizin für die einen, aber ein womöglich schädliches Doping für die anderen. Und wenn man hört, welchen Fantastereien sich manche italienische Industrielle hingeben, die von einem "Sekundenaustritt" aus dem Euro träumen, nur um gleich nach einer klassischen Liraabwertung wieder in die Eurozone einzutreten, dann tut man sich schwer, die Zukunft Europas in allzu rosigen Farben zu malen.

Aber was Europa nicht schafft, könnte doch manchen Schwellenländern gelingen...

P. V.: Richtig. Für einige Emerging Markets sind wir weitaus bullischer als etwa für Europa, Japan oder gar die USA. Zum Glück gibt es Länder wie Indien, Brasilien oder Russland, die von ganz anderen Konjunkturzyklen angetrieben werden als die Alte Welt. Hier bleibt das Wachstum weiterhin relativ hoch, und es ist zudem auch noch viel solider aufgestellt, nämlich auf Budget- und teilweise auch auf Leistungsbilanzüberschüssen. Die Verschuldungsquoten sind meist gering, vor allem bei den Konsumenten, die etwa in Indien noch einen gewaltigen Nachholbedarf haben. Dank der starken Binnenwirtschaft werden diese Länder die US-Finanzkrise nur abgeschwächt zu spüren bekommen. Eine potenzielle Gefahr geht von stark sinkenden Rohstoffpreisen aus. Hier scheint eine Korrektur nach den zuletzt etwas zu raschen Kursanstiegen wahrscheinlich, doch wir rechnen mittelfristig nicht mit einer Trendumkehr.

China ist fir Sie kein Favorit mehr?

P. V.: China war die große Überraschung des Jahres 2007 - 2008 wird jedoch um einiges holpriger. Eine Abschwächung des Wachstums von, sagen wir fast elf auf gut neun Prozent mag auf den ersten Blick nicht dramatisch erscheinen. In einer staatlich gelenkten Volkswirtschaft jedoch kann das schon zu erheblichen kurzfristigen Problemen führen. Einerseits kämpft die Regierung mit administrativen Maßnahmen wie Preiskontrollen und Anhebung der Mindestreservesätze gegen die Inflation, die zuletzt überraschend kräftig angezogen hat. Gleichzeitig muss sie den wachsenden Volkszorn wegen der steigenden Preise besänftigen und die Mindestlöhne massiv erhöhen. Nach einem schlüssigen Konzept sieht mir das nicht gerade aus. Auch um seine Rohstoffe hat China hart zu kämpfen, das Land verfügt nur über geringe eigene Vorkommen und die hohen Preise treiben ebenfalls die Inflation. Schließlich stemmt sich die Pekinger Führung nach wie vor gegen die einzige nachhaltig wirksame Maßnahme, nämlich die Währung ordentlich aufwerten zu lassen. Denn China wird sich nur auf dem Wachstumspfad halten können, wenn es der Binnenwirtschaft, und hier vor allem dem privaten Konsum gelingt, den Exportboom als Wachstumstreiber Nummer eins abzulösen. Und das steht und fällt mit einem deutlich stärkeren Renminbi.

Wie sollte die Asset Allocation in einem solchen Umfeld aussehen?

P. V.: Wenn die aktuelle Finanzkrise den Investoren eine Lektion erteilt hat, dann diese: Diversifikation ist die oberste Maxime. Es ist doch erstaunlich festzustellen, wie stark sich die Welt in wenigen Jahren verändert hat, und wie wenig verändert immer noch die Portfolios der meisten Investoren aussehen. Daher empfehlen wir den Anlegern, ihre Wertpapieranlagen stärker an den Emerging Markets auszurichten. Wir sehen hier regional jedoch ein neues Investmentthema am Horizont, das sich nun immer stärker zu entfalten beginnt, nämlich Staats- und Unternehmensanleihen aus Schwellenländern, aber nicht wie bisher meist in US-Dollar oder Euro denominiert, sondern in lokaler Währung. Insbesondere in Asien und Teilen Lateinamerikas wird auf das Wirtschaftswunder, das wir bereits sehen, ein Währungswunder folgen, das sich bisher erst in Ansätzen bemerkbar gemacht hat.

Eine Story ähnlich dem Höhenflug der Deutschen Mark nach dem Zweiten Weltkrieg?

RV.: Das erwarte ich. Bisher haben sich viele Regierungen dagegen gesträubt, ihre Devisen massiv aufwerten zu lassen, denn das würde ihre Exporterfolge auf den Weltmärkten gefährden. Doch die Zeit wird kommen, in nicht allzu ferner Zukunft, wenn die Staatsführer so manches Schwellenlandes befriedigt feststellen werden, dass dieser Eroberungsfeldzug im Außenhandel von solchem Erfolg gekrönt war, dass sie nun daran gehen können, sich verstärkt der Binnenkonjunktur zu widmen. Wir sehen bereits, dass erhebliche Mittel der Staatsfonds in diesen Ländern auch in die Entwicklung der eigenen Infrastruktur fließen und immer weniger in Dollaranleihen der US-Regierung.

Bedeutet dies auch, Anleihen generell gegenüber Aktien überzugewichten?

P. V.: Nein, keineswegs. Grundsätzlich favorisieren wir weiterhin Aktien, doch in den Emerging Markets würden wir Anleihen in lokaler Währung bevorzugen. Bei Aktien setzen wir in Europa vor allem auf Unternehmen, die von strukturellen Schwellenländer-Trends profitieren, etwa in den Sektoren Infrastruktur, Luxusgüter und Rohstoffe. Auch direkte Investments in physischen Rohstoffen gehören in jedes diversifizierte Portfolio, denn: Was hat ein Aktieninvestor davon, wenn strategisch wichtige Rohstofferzeuger über Nacht verstaatlicht werden? Was in Venezuela geschah, kann sich schon bald in Südafrika wiederholen. Auch in Russland und Brasilien wird es für Rohstoffkonzerne immer schwieriger, ihre Gewinnmargen zu halten. All dies bestärkt mich in der Ansicht, dass der Megatrend Rohstoffe noch lange nicht vorüber ist.
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Malko07:

Warnungen vor Schwellenmärkten

10
22.05.08 14:23

Schwellenländer

Warnungen vor Risiken der Börsen mehren sich

21. Mai 2008 Den Schwellenmärkten fließt als großer, keineswegs homogener Gruppe weiterhin Anlagekapital zu. Dies scheint auszudrücken, dass Investoren aller Kategorien dort die derzeit einzige noch verbliebene Quelle von Wachstum sehen.

Doch es sind auch warnende Stimmen zu vernehmen, die eine Blase entstehen sehen. Sie verweisen darauf, dass mit Blick auf die Bewertung mancher Schwellenbörsen schon die Grenze zu Exzessen erreicht, wenn nicht sogar überschritten sein könnte. Die Äußerungen der Skeptiker rufen eine Bemerkung von Barton Biggs, vormals Stratege bei Morgan Stanley, in Erinnerung, nach der keine Anlagekategorie nicht von zu viel Kapital zerstört werden könne.

....

www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/...on~Scontent.html

Antworten
pfeifenlümmel:

Bund long!

 
22.05.08 15:08
Antworten
Malko07:

Pumpen bis zum Umfallen

10
22.05.08 16:00

ÖLFÖRDERUNG IN CHINA

Pumpen bis zum Umfallen

Von Joachim Hoelzgen

Weltweit sinkt die Ölförderung, nur China erhöht die Produktion. Mit lenkbaren Bohrköpfen und Wasserdampf werden alte Ölfelder wieder ergiebig gemacht - und in der Wüste Taklamakan warten Reserven so groß wie in Libyen.

Der USA Bären-Thread 4320189

Die Luft über der weiten Ebene Nordostchinas sorgt für eine beeindruckende Tiefenschärfe - und gibt den Blick auf eine moderne Wüste der Technik frei: In Reih und Glied stehen hier stählerne Pumpen, die Öl aus dem Feld von Daqing fördern.

In der Ära des Staatslenkers Mao Zedong war die Lagerstätte eine Ikone des berühmten "Großen Sprungs nach vorn", den der Parteichef mit der Ballonmütze China verordnet hatte. "Lernen von Daqing," lautete ein Mao-Spruch.

Und noch heute steht in der nahegelegenen Ölhauptstadt Daqing ein Denkmal, das an Wang Jinxi erinnert, einen Vorarbeiter im Ölfeld. Der hatte eine leckgeschlagene Bohrstelle im Alleingang mit Zement versiegelt - eine heroische Tat, die heute noch den chinesischen Schulkindern im Unterricht als beispielhaft beschrieben wird.

Doch dem Ölfeld von Daqing erging es wie anderen großen Lagerstätten auf der Welt. Sein Inhalt hat dermaßen abgenommen, dass es buchstäblich vom Austrocknen bedroht ist. Daqing weist derzeit nur noch 3,6 Milliarden Barrel Öl auf, während zur Zeit Maos 16 Milliarden Barrel unter den Steppenböden Daqings schwappten - ein Ölsee mit einem Rauminhalt von zweieinhalb Kubikkilometern.

Umso erstaunlicher mutet da an, dass die Förderung im einst größten Ölfeld Chinas wieder zunimmt. Und noch mehr verblüfft, dass China im ersten Quartal dieses Jahres den Ausstoß an Petroleum um 2,2 Prozent gesteigert hat. Es hat damit Mexiko, das fünftgrößte Ölförderland der Welt, hinter sich gelassen und nähert sich mit einer Tagesproduktion von 3,76 Millionen Barrel dem Iran an, der etwa vier Millionen Barrel täglich aus der Erde holt.

Angesichts des wirtschaftlichen Wachstums deckt die eigene Förderung aber nur die Hälfte dessen, was China an Öl verbraucht. Um die Lücke zu schließen, kauft Peking Saudi-Arabien inzwischen mehr Öl ab als die USA, fördert vor Indonesien und Angola und unterstützt Regime wie das des Sudan.

Gespickt wie ein Rollbraten

China, so hat es den Anschein, steckt bei der Eigenförderung in der Klemme, weil 85 Prozent seines Öls von Feldern in den Weiten des Landes stammt. Zehn der elf größten Reservoire haben ihre Produktionsspitze schon überschritten. Doch PetroChina, Pekings größter Ölkonzern, bringt seine Bohrgestänge immer öfter vor den Küsten nieder, exploriert im Südchinesischen Meer und selbst im Perlflussdelta nicht weit von Hongkong. Zuletzt stießen die Ölsucher im Golf von Bohai, dem nördlichen Gewässer des Gelben Meers, auf das Feld Jidong Nanpu. Seinen Inhalt gibt PetroChina mit drei Milliarden Barrel an, das sind stattliche 405 Millionen Tonnen.

Der große Sprung zum Ölgiganten würde gelingen, wenn sich eine Schätzung der amerikanischen Energy Information Administration bewahrheitet. Die nämlich vermutet im Westen Chinas und dort im Tarimbecken der Wüste Taklamakan Vorkommen von gut 43 Milliarden Barrel - was auf einen Schlag den Ölreserven Libyens entsprechen würde. Neun Blöcke hat PetroChina in dem abgelegenen Gebiet bereits zur Exploration freigegeben.

Unterdessen wenden die Mandarine des Öls in Daqing neue Methoden an, um die letzten Tropfen aus dem Feld zu pressen. Die PetroChina-Tochter Daqing Oil pumpt Wasser in die ölhaltigen Gesteinsschichten, um in ihnen den Druck zu erhöhen. Das Öl fließt auf diese Weise wieder durch Hohlräume und die Poren des Gesteins hin zu den Batterien von Bohrstellen, mit denen Daqing gespickt ist wie ein riesenhafter Rollbraten.

All das setzt Tausende von Wasser-Injektionslöchern voraus, die von 7000 Technikern betrieben werden, erläutert Feng Zhiqiang, ein Direktor von Daqing Oil. Und neue Bohrungen gibt es auch in abgelegenen Ecken des Ölfelds, weit weg von den Knüppeldämmen, die sich durch die Steppe hinziehen. Auch nur kleine Funde lohnten sich, sagt der Direktor Zhiqiang und bemüht dazu ein chinesisches Sprichwort: "Selbst das magerste Kamel ist größer als der dickste Esel."

Lenkbare Bohrköpfe

Die Ölmänner Daqings gehen aber noch weiter. Sie pumpen Wasserdampf, gemischt mit Chemikalien, in die Tiefe: Öl, das am Gestein klebt, wird so weggespült wie Bratfett in einer Pfanne. Und als nächstes soll eine noch wirksamere Methode erprobt werden - die Injektion von Kohlendioxid, von dem China weltweit am meisten in die Atmosphäre ausstößt. Das Gas soll den Druck im Ölfeld noch mehr steigern als das Wasser und der Wasserdampf.

Chinas Ölkonzerne operieren auch sonst mit neuen Methoden. Mit lenkbaren Bohrköpfen legen die Ingenieure horizontale Bohrkanäle an, die sich in jede Richtung und sogar mit Kurven durch die Felder schlängeln - kilometerweit von einer Fundstätte zur nächsten.

Mit dem Großeinsatz steht China gut da, während selbst in Russland die Ölförderung stagniert. Auch westliche Ölriesen wie Chevron und Exxon mussten im ersten Quartal eine geringere Produktion verzeichnen. Pekings Strategen profitieren von den geringeren Löhnen ihrer Fördermannschaften, einem dichten Pipelinenetz und den Rekord-Ölpreisen, die trotz des Aufwands eine stolze Gewinnmarge ergeben.

"Das war insgesamt ein gutes Timing," lobt der Ölexperte Gordon Kwan vom Hongkonger Finanzhaus CLSA. "Wenn die Ölpreise gefallen wären, hätte die Strategie nicht funktioniert."

www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,554623,00.html

Antworten
metropolis:

Pfeifenlümmel: BUND long?

5
22.05.08 16:36
Bist du long oder meinst du man sollte long gehen? Vorsicht sag ich da nur.

1) Charttechnisch sieht's nach dem Bruch der markanten Unterstützung jetzt übel aus
2) Sentiment übel (siehe letzte Sentix, die den Fall unter die Unterstützung vorhersahen)
3) Inflationserwartungen am langen Ende steigen -> sehr übel

Ich beobachtet den BUND schon länger, weil die zur Zeit Anleihen kaufe. Am kurzen Ende habe ich mich neulich schon eingedeckt (da dort eher der Paniklevel am Aktienmarkt reinspielt und der ist zur Zeit niedrig), am langen Ende warte ich moch bis der Bund sich nach unten ausgetobt hat.

Also nix long, eher short oder sideline.
Antworten
Malko07:

Shell-Finanzchef Peter Voser zur Lage

10
22.05.08 16:36
 HANDELSBLATT, Donnerstag, 22. Mai 2008, 14:02 Uhr
Exklusiv-Interview

„Die Nachfrage treibt den Preis“

 

Shell-Finanzchef Peter Voser zeigt sich überrascht vom starken Anstieg des Ölpreises in den vergangenen Wochen und Monaten. Im Interview mit dem Handelsblatt widerspricht der Top-Manager Stimmen, die den Höhenflug auf Spekulationen zurückführen und nennt die Faktoren, die den Ölpreis in die Höhe schießen lassen.

Handelsblatt: Herr Voser, der Ölpreis eilt von Rekord zu Rekord. Halten Sie Prognosen, dass er in absehbarer Zeit auf 200 Dollar je Barrel steigen wird, für realistisch?

 

Voser: Das ist mir zu spekulativ. 2004, als wir unsere langfristige Strategie vorgestellt haben, haben wir gesagt, dass die Öl- und Gaspreise mittel- und langfristig zunehmen werden und haben unser Portfolio darauf ausgerichtet. Den starken Anstieg der Preise in den zurückliegenden Wochen und Monaten haben wir so nicht vorausgesehen.

Was sind denn die Faktoren, die den Ölpreis treiben, aus Ihrer Sicht?

 

Zuerst einmal hat die Nachfrage enorm zugenommen, das treibt natürlich den Preis. Dann spielen Fragen der Sicherheit sowie politische Faktoren eine Rolle, in Nahost etwa oder in Nigeria. Die Volatilität in den Aktienmärkten treibt relativ viel Geld in die Rohstoffmärkte; das hat einen gewissen Preisdruck nach oben ausgelöst. Man kann das Spekulation nennen, ich nenne das einfach eine Umschichtung von Investitionen von einem Markt in den anderen.

 

Welchen Ölpreis legen Sie heute ihren Investitionsentscheidungen zu Grunde?

 

Früher war es so, dass wir einen Preis als Hauptplanungsgröße hatten. Heute arbeiten wir wegen der volatilen Preise mit drei Planungszahlen, mit einem Tiefpreisszenario, einem mittleren und einem Hochpreisszenario.

 

Wie hoch ist denn das Hochpreisszenario?

 

Das sagen wir nicht, um nicht zu viel kommerzielles Wissen preiszugeben.

 

Bei den großen Ölkonzernen steigt die Produktion im Moment nur sehr langsam, wenn überhaupt. Warum kommen Sie trotz der Milliardeninvestitionen nicht rascher voran?

 

Sie dürfen die Reaktionszeiten nicht vergessen. Ende der Neunzigerjahre kostete das Barrel Öl lediglich zehn Dollar, da haben alle ihre Investitionen drastisch zurückgefahren. In dieser Niedrigpreisphase haben wir acht Milliarden Dollar im Jahr investiert, heute sind es 30. Es dauert sechs bis acht Jahre, bis die Produktion nach einem Investitionsschub so richtig ins Rollen kommt. In den Neunzigerjahren haben die Konzerne massiv Personal abgebaut, vor allem auch im technischen Bereich. Das führt zu einer sinkenden Produktionskurve. Das zu korrigieren, benötigt Zeit.

Hinzu kommt das Problem, dass der allergrößte Teil der globalen Öl- und Gasreserven in staatlichen Händen liegen. Die Ölmultis müssen Abermilliarden in immer schwerer zugängliche Quellen stecken, weil sie keinen Zugang zu relativ leicht zu fördernden Reserven zum Beispiel am Persischen Golf kriegen. Ist das nicht frustrierend?

 

Wie definieren Sie denn schwer zugänglich? Shell steckt im Moment vier oder fünf Prozent der Investitionen in schwer zugängliche, unkonventionelle Reserven, 95 Prozent sind konventionelles Öl und Gas. 2015 werden unkonventionelle Energieformen etwa 15 Prozent ausmachen.

 

Na ja, Tiefsee-Ölvorkommen oder arktisches Öl und Gas sind doch schwer zugänglich und teuer zu bergen, oder?

 

Gehen Sie mal 30 Jahre zurück, in die Zeit nach dem ersten Ölpreisschock. Damals haben wir angefangen, Öl und Gas in der Nordsee zu fördern. Ich kann ihnen die Artikel noch zeigen, die beschrieben, wie teuer und schwierig das sei. Heute ist das das Normalste. Die Technologie entwickelt sich halt fort. Man muss den richtigen Ausblick haben und bereit sein, zu investieren. Ich kann nicht erkennen, dass wir nun nicht mehr den Zugriff auf Reserven haben. Shell hat mehr als genug Projekte, und die höchsten Investitionen in der Industrie.

 

Ein großer Teil davon geht allerdings für die galoppierende Kosteninflation drauf.

 

Höhere Öl- und Gaspreise treiben die Kosten hoch, das ist klar. Das trifft auch für andere Rohstoffe zu. So sind wir beispielsweise von den hohen Stahlpreisen betroffen. Die Kosteninflation wird dazu führen, dass sich die Renditen in der Industrie wieder der durchschnittlichen historischen Bandbreite annähern werden.

 

Ein Kostentreiber sind ja die mangelnden Kapazitäten in der Zulieferindustrie. Hat sie sich allmählich der steigenden Nachfrage angepasst?

 

Das ist unterschiedlich. Wir sehen in gewissen Bereichen, dass die Preise für Bohrausrüstungen abflachen oder wieder leicht zurückgehen, zum Beispiel in Teilen der USA. Tiefsee-Bohrplattformen steigen aber – nicht zuletzt wegen der Funde vor der Küste Brasiliens und anderswo – noch immer stark im Preis. Wir nutzen unsere globale Einkaufsmacht, um die Inflation zu mildern. 2005 haben wir für vier Jahre Bohrkapazitäten gekauft, was uns nun Jahr für Jahr mehrere hundert Millionen Dollar spart. Die Kosteninflation auf dem Markt beträgt im Moment rund 20 Prozent, wir schaffen es dank unserer Größe, sie zu halbieren.

 

Das ist ein Beleg für die Vorteile, die eine weitere Konsolidierung der Branche bringen könnte. Plant Shell große Übernahmen?

 

Wir haben ganz klar eine organische Wachstumsstrategie, das zeigen unsere Investitionen von brutto rund 30 Milliarden Dollar im Jahr. Wir haben immer gesagt, dass wir uns auch Akquisitionen anschauen, wenn sie langfristig sinnvoll sind. Zum Beispiel haben wir die anderen Aktionäre bei Shell Canada herausgekauft. Aber jeder Zukauf muss konkurrenzfähig sein gegenüber unseren vielen organischen Wachstumsprojekten. Eine kurzfristige Optimierung durch Übernahmen ist nicht Bestandteil unserer Strategie.

 

Sehen Sie denn generell eine neue Fusionswelle auf die Branche zurollen?

 

Die Öl- und Gasindustrie hat immer von Zeit zu Zeit konsolidiert, zuletzt in den Neunzigerjahren. Das wird auch weiterhin der Fall sein.

Sprechen wir doch einmal darüber, wo zusätzliches Öl und Gas in den nächsten Jahren herkommen könnte. Russland bedrängt derzeit die westlichen Ölkonzerne. Ist das für Sie noch ein guter Standort?

Wir haben zwei erfolgreiche Joint-Ventures in Russland, mit denen wir sehr zufrieden sind. Ich glaube, langfristig wird Russland die Balance finden zwischen steuerlicher Belastung und langfristigen Investitionen. Wir können uns gut vorstellen, dort in weitere Projekte zu investieren.

 

Zum Beispiel?

 

Wir sind an verschiedenen Projekten dran. Konkreter kann ich im Moment leider nicht sein.

 

Dort bekommen Sie aber nur Minderheitsbeteiligungen.

 

Das ist in vielen Ländern der Welt nicht anders. Wir sind vielfach der Betreiber von Ölfeldern, halten aber nur 25 oder 30 Prozent der Kapitalanteile. Das ist für uns kein Problem. Wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen stabil bleiben. Wenn man für 40 Jahre investiert, will man nicht, dass nach drei oder vier Jahren die Steuern oder andere gesetzliche Bestimmungen geändert werden. Man sieht immer wieder, dass die Investitionen sofort zurückgehen, wenn so etwas passiert.

 

Die Regierungen lernen also nicht dazu?

Es ist halt oft so, dass die Politik und die Wirtschaft nicht den gleichen Zeithorizont haben. Wir kennen das aus unserer mehr als 100-jährigen Geschichte. Es gibt einige Länder, in denen wir in der Vergangenheit verstaatlicht wurden, insofern ist dies nichts Neues für uns. Die Öl- und Gasindustrie verändert sich immer dann, wenn es rasche Preisbewegungen gibt.

 

Diesmal sind die Probleme der Ölmultis aber struktureller Art. Sind Konzerne wie Shell nicht prächtige Dinosaurier, die den Keim ihres Verderbens bereits in sich tragen?

Shell ist gute 100 Jahre alt und hat schon alles mögliche erlebt: Weltkriege, Rezessionen, tiefe und hohe Ölpreise, Nationalisierungen, technische Herausforderungen. Wir haben 100 Jahre gut überlebt und werden auch die nächsten hundert gut überleben.

 

Hat Shell mittelfristig eine Chance gegen staatliche Firmen, wie die russische Gazprom?

 

Ich glaube, man muss Partnerschaften eingehen. In mehr als 20 Ländern machen wir das, und es werden noch mehr werden. Dazu müssen wir sicherstellen, dass sich Shell von anderen Konkurrenten abhebt. Das wird über Technologie und Know-how laufen. Zielgröße ist aber, langfristig über 60 Prozent unseres Cash-flows in Gebieten zu erwirtschaften, wo unser Risiko tief bis sehr tief eingeschätzt wird. Sprich: konventionelle und unkonventionelle Ressourcen in OECD-Ländern.

 

Die größten Reserven liegen allerdings außerhalb davon, zum Beispiel im Irak. Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass von dort bald mehr Öl auf den Weltmarkt fließt?

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann wieder mehr irakisches Öl in den Markt kommt. Der wichtigste Faktor ist im Augenblick noch die Sicherheit der Menschen, die dort arbeiten müssen. Es gibt aber auch noch einige offene Fragen auf rechtlichem und fiskalischem Gebiet. Shell hat sechs verschiedene Projekte im Irak laufen. Wir haben eine starke historische Verbindung zu dem Land.

Welche Rolle werden Öl und Gas in Jahrzehnten noch spielen? Wie wird der Energie-Mix der Zukunft aussehen?

 

Wir schätzen, dass 2025 die weltweite Nachfrage rund 50 Prozent höher sein wird als jetzt. Rund 80 Prozent der Energie werden weiterhin aus fossilen Quellen kommen. Bis 2050 wird sich die Nachfrage sogar verdoppeln, und auch dann werden noch zwei Drittel der Energie aus fossilen Brennstoffen stammen, der Rest aus erneuerbaren Energien.

 

Im Geschäft mit erneuerbaren Energien fuhr Shell zuletzt Zickzack. Der Ausstieg aus dem weltgrößten Offshore-Windpark "London Array" in der Themsemündung hat Ihnen harsche Kritik eingetragen. Warum gefährden sie dieses Projekt?

 

Fakt ist: Wir bauen unser Windkraft-Geschäft weiter aus. Wir sind gegenwärtig in elf Projekte involviert. Das sind rund 1 100 Megawatt Leistung und wir haben 50 Prozent Anteil an den Kapazitäten. Neun der Windparks sind in den USA; das ist unser Hauptmarkt. Aber genauso wie in unserem Kerngeschäft mit Öl und Gas schauen wir auch in der Windkraft auf effizienten Kapitaleinsatz und auf die Rentabilität. Das bedeutet, dass wir auch schon mal Projekte fallen lassen. Immerhin ist „London Array“ zweieinhalb Mal teurer als ein entsprechender Onshore-Windpark in den USA.

 

Was sind denn ihre Renditeanforderungen für Windkraft, die gleichen wie für Öl- und Gasprojekte?

Auch im Öl- und Gasgeschäft bringen nicht alle Geschäfte gleich hohe Renditen. Wenn sie ein Offshore-Projekt im Golf von Mexiko nehmen und ein Projekt an Land in Nigeria, dann sind das zwei vollkommen verschiedene paar Schuhe. Ersteres bringt uns mehr als 20 Dollar Nettomarge, das andere nur zwei bis vier. Wir investieren in langfristiges Wachstum bei erneuerbaren Energien. Wir wollen ein Geschäft aufbauen, das groß genug ist, um kommerziell zu bestehen. Dafür sind viele Faktoren wichtig, nicht nur Rentabilität. Auch politische und geografische Aspekte spielen eine Rolle.

 

Hat die britische Regierung bei Ihnen protestiert, als Sie aus dem „London Array“ ausgestiegen sind?

 

Wir haben das offen mit allen Interessenten besprochen, also auch mit der Politik. Es ist ganz normal, dass wir informieren, wenn wir bestimmte Projekte nicht weiter führen.

 

Und wie war die Reaktion?

 

Ich gehe da nicht in die Details, aber wir gehen mal davon aus, dass das für uns keine Auswirkungen hat. Ich bin im Übrigen optimistisch, dass andere Investoren unseren Platz in dem Offshore-Projekt einnehmen werden und London Array somit fortgeführt wird.

 

Finden Sie nicht, dass ein Konzern wie Shell auch gesellschaftliche Verantwortung hat, zur Verringerung des CO2-Ausstoßes beizutragen?

 

Das ist doch ganz klar. Darum haben wir uns schon vor vielen Jahren entschieden, in erneuerbare Energien einzusteigen. Wir wollen die nachhaltige Entwicklung fördern und investieren hier relativ viel in Forschung und Entwicklung.

 

In letzter Zeit drängt sich der Eindruck auf, dass für Shell und andere Energiekonzerne eine neue Phase im Umgang mit alternativen Energien begonnen hat. Die Zeit des Ausprobierens ist vorbei, nun sollen die erneuerbare Energien richtig Geld verdienen. Trifft das zu?

 

Erneuerbare Energien sind für uns ein fester Teil der Strategie. Unsere Zukunftsszenarien zeigen, dass wir in den nächsten Jahrzehnten einen weitaus höheren Energiebedarf in der Welt abdecken müssen. Das kann aber nur zum Teil durch erneuerbare Energie geschehen.

 

Welche erneuerbaren Energien bleiben für Sie interessant?

 

Unser Augenmerk richtet sich auf Windenergie, Biokraftstoffe der zweiten Generation, Solar und Wasserstoff. Für uns muss eine erneuerbare Energie eine gewisse Größe haben, damit wir das als globale Firma vorantreiben können. Wenn wir sehen, dass eine Technologie für uns keine langfristige, globale Entwicklung ermöglicht, dann kann es durchaus sein, dass wir aussteigen und stattdessen vielleicht in neuere Techniken investieren. So haben wir uns etwa von der konventionellen Solartechnologie abgewandt und verfolgen nun die Dünnschichttechnologie weiter. Es wird immer wieder Portfoliobewegungen geben.

 

Umweltschützer haben den Ölmultis lange Zeit vorgeworfen, dass ihre Investitionen in alternative Energien vor allem der Imageverbesserung dienen. Was sagen Sie dazu?

 

Das stimmt nicht. Unsere Szenarien zeigen, dass wir in der Zukunft alle Energieformen brauchen werden. Wir müssen sowohl in fossile als auch in erneuerbare Energien investieren, um sie weiterzuentwickeln. Das ist für uns kein PR-Effekt, sondern Teil der längerfristigen Strategie eines globalen Energiekonzerns.

Die Fragen stellte Dirk Heilmann.

Antworten
Malko07:

metro (#22283), sehe ich auch so. Am

4
22.05.08 16:43
langen Ende wird wahrscheinlich momentan die Inflation eingepreist. Er könnte also ohne weiteres diesmal wesentlich tiefer fallen. Am kurzen Ende scheint man sich auf eine Leitzinserhöhung einzustellen. Sollten die Aktienmärkte richtig abkacken wird sich Letzteres wahrscheinlich ändern. Momentan werden am kurzen Ende temporär schlechte Aktienmärkte überraschenderweise ignoriert.
Antworten
jungchen:

bzgl 22280 zu schwellenlaendern

2
22.05.08 16:49
sehe dies auch als sehr riskant an.
und hatte heut erst ein meeting mit RBS, und die denken auch, dass das bald zusammenklappen koennte. das ganze kapital, das nach laender wie mexiko und kazakhstan fliesst wuerde bald versiegen, was dann ernsthafte probleme bereiten duerfte
Ich brauche einen Balkon - damit ich zum Volk sprechen kann.
Antworten
metropolis:

Schaut euch mal die Intraday-Charts an

 
22.05.08 16:51
Wie ich vermutete: Öl fällt -> Aktien steigen sofort danach.

In den nächsten Tagen werden vielleicht noch ne Menge Ölbullen und Aktienbären bluten müssen.
Antworten
CarpeDies:

US-Häuserpreise sinken weiter

5
22.05.08 17:17
Washington (aktiencheck.de AG) - Der Rückgang der Häuserpreise in den USA hat sich im ersten Quartal 2008 fortgesetzt. Dies gab das Office of Federal Housing Enterprise Oversight am Donnerstag bekannt.


Demnach gingen die Immobilienpreise um 1,7 Prozent zurück. Der Rückgang entspricht dabei der bisher höchsten gemessenen Abnahme in einem Quartal. Im Vorquartal sanken die Immobilienpreise um 1,4 Prozent.

Im März reduzierten sich die Immobilienpreise um 0,4 Prozent. (22.05.2008/ac/n/m)

Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG

© Aktiencheck.de AG
Antworten
Anti Lemming:

Netter Sketch zum "smart money"

3
22.05.08 17:42
Wenn das "smart money" wirklich so smart wäre, müsste das "dumb money" dann nicht längst verschwunden sein?



'Smart Money' Is a Dumb Crutch

By Rev Shark
Street.com Contributor
5/22/2008 11:12 AM EDT


Last night Jeff Mache on CNBC was talking about how "the smart money" was short oil. I heard the same thing about "the smart money" when oil was $10 lower and it made me wonder if the "smart money" is really all that smart.

Many market commentators like to talk about what the "smart money" is doing. For some reason, the smart money always believes and is doing the exact same thing that the commentator himself is doing. Apparently money is only "smart" if it agrees with us.

Who exactly is this "smart money"? Is it just big fund managers who as a group consistently trail the indices? Is someone like Bill Miller of Legg Mason (LM) still considered "smart money" even though his fund has performed poorly for a few years? Are small individual investors ever "smart money"?

If there truly were a static group of "smart money" investors, wouldn't they eventually just take all the money from "dumb" investors? Once all the "dumb money" were gone, who would take the other side of the trades? Personally, I'm quite smart some days and pretty darn dumb on others. Isn't that the case with all investors?

Talking about what the "smart money" is doing is simply an attempt to add weight to a weak argument that doesn't have any real logic behind it. Saying that the "smart money" agrees with you is equivalent to saying that anyone who doesn't is just plain dumb and should be ignored.

Next time you hear someone comment about what the "smart money" is doing, check to see if there is any real logic to the arguments they are making. I bet in most cases it is nothing more than an attempt to sound like they have some special insight that really doesn't exist.
Antworten
Anti Lemming:

Moody's stuft sich selber ab

4
22.05.08 18:03
Na ja, nicht ganz, sonst gäb es ja "Ehrlichkeit an der Börse", was ein Widerspruch in sich ist.

22.05.2008 09:28
Moody's Corp.: underperform (Jefferies & Company Inc.)
Rating-Update:

New York (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von Jefferies&Co stufen die Aktie von Moody's (ISIN US6153691059 (News)/ WKN 915246) von "buy" auf "underperform" herab. Das Kursziel senke man von 47 auf 32 USD. (22.05.2008/ac/a/u)
Analyse-Datum: 22.05.2008



Wenn ich eine Bank wäre, würde ich Moody's schon aus Wut wegen der Suprime-Verluste shorten, die die Finanzwelt Moody's Fehlbewertungen verdankt.

Zum Glück bin ich aber nur "dumb money", das ratlos an der Seitenlinie steht und nebenbei ein wenig Öl shortet.
Antworten
metropolis:

Ölshorter und feige Sideliner

5
22.05.08 18:37
"Zum Glück bin ich aber nur "dumb money", das ratlos an der Seitenlinie steht und nebenbei ein wenig Öl shortet."

Willkommen im Club. Mühsam ernährt sich das Eich-Bär-chen in diesen blasigen Zeiten.  
Antworten
Anti Lemming:

Mein persönlicher Kontraindikator

4
22.05.08 19:02
Pyramid Oil - heut mal 23 % im Minus.

Roundtrip to Zero?
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 164875
Antworten
metropolis:

Mein persönlicher Kontroindikator

6
22.05.08 19:17
1) Immer höhere Kursziele - auch hier im Thread: 150 wird/wurde überall als Minimum genannt.
2) Witzig-Bewertungen, sobald sich hier jemand Öl short geäußert hat = Bärenbashing.
3) Asien hat in der Nacht noch eins draufgesetzt und Öl auf über 135 getrieben (von 129 gestern)

Heute hat's geklappt mit short; mal sehen wie's weitergeht. Auf die Asiaten ist sicher wieder Verlass, die sind Zocker.
Antworten
Anti Lemming:

Metro - schau mal den Weizen an

7
22.05.08 19:18
...der hat es schon "hinter sich". Bemerkenswert ist die für Fahnenstangen typische Symmetrie vor und nach dem Peak (roter und grüner Kasten). So stell ich mir den weiteren Verlauf beim Öl auch vor.
Der USA Bären-Thread 164892
Antworten
Anti Lemming:

Hier noch mal Weizen (längerfristig)

4
22.05.08 19:21
Der USA Bären-Thread 164894
Antworten
Anti Lemming:

last not least: China (Shanghai Composite)

 
22.05.08 19:27
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 164895
Antworten
Anti Lemming:

Shark: Trouble bei Momentum-Aktien

5
22.05.08 19:34
Troubling Development for Some Momentum Plays

By Rev Shark
Street.com Contributor
5/22/2008 12:50 PM EDT

After two days of selling, we had a pretty classic oversold bounce this morning, which is now starting to fade as flippers take some fast profits and bears start to add to short positions. The pullback in oil is helping the tone a bit, but given how much oil has jumped, it really is pretty meaningless that it is down a little over $1.00.

What is really troublesome about the action today is how some of the recent momentum favorites are getting clobbered. Bulk shippers and solar energy in particular are seeing some nasty pullbacks. That is an indication that the speculative fervor that was driving a number of things is now cooling off. Whether we get some new leadership to fill this void is yet to be seen, but I expect that any transition to a new group of favorites will be very rocky.

My game plan at the moment is to give the bulls a bit more room to bounce before pressing some index shorts again. With the holiday trading we are likely to see tomorrow, that means we may have to wait until next week before another leg down develops. I am also looking to add to gold positions here, and am nibbling a little into today's pullback.

Overall, I believe that the action of the last two days has changed the market trend, and that after a brief respite, we will see further downside. The key now is to not confuse an oversold bounce with a full-fledged recovery.
Antworten
metropolis:

AL

4
22.05.08 20:11
Ich gehe vollkommen konform, dass wir das Top der Bearmarketrally gesehen haben. Nun geht es um einen passablen Short-Einstieg. Öl dabei im Auge behalten!  
Antworten
Anti Lemming:

oho!

4
22.05.08 20:13
2:09 July crude steepens losses, down 2% at $130.50/brl in NY
1:54 Energy Stocks: Natural gas, oil services shares move into the red
Antworten
Anti Lemming:

Momentum kaput-put-put

 
22.05.08 21:59
(Verkleinert auf 79%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 164906
Antworten
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