Liebe Bären, Halb-Bären, Bullen oder auch Halb-Bullen - ,lieber AL, liebe Forumsteilnehmer:
nachdem ich nun ca. ein ganzes Jahr lang als absolute Laiin im Börsenbuiseness Eure hochinteressanten, informativen, teilweise sehr witzigen und manchmal auch sehr zynischen und ironischen Forums-Beiträge als stille Leserin einfach nur mit großem Interesse verfolgte, möchte ich an dieser Stelle mal kurz DANKE an dieses Forum sagen. Ich habe sehr, sehr viel von Euch gelernt.
Weil die meisten von Euch immer soooo viel mehr wußten als ich, habe ich mich einfach nie getraut, mich mal einzuschalten. Ich habe, obwohl ich täglich die Wirtschaftspresse lese, angefangen von der Financial Times über das Handelsblatt und die FAZ und auch öfters mal NTV schaue, immer noch das Gefühl, wenn ich Eure Beiträge lese, dass ich quasi "herzlich wenig weiß". Ich habe keine Ahnung von Charts, ob und wie die funktionieren, befasse mich aber immerhin ein wenig, inspiriert durch Euch, damit.
Na ja, wie Kostolany schon sagte, er würde sich niemals an Charts orientieren, er würde sie aber auch niemals ignorieren. Okay, er verstand sie ja wenigstens. Da muss ich noch dran arbeiten ;)
Ich bin weder Bullin noch Bärin - ich versuche nur, einfach relativ realistisch in diesen von Mächten wie Notenbanken, Hedge-Fonds, Staats-Fonds, Banken, Private Equity Companies, Versicherungen und Regierungen getriebenen Märkten, auf die wir alle kleinen Anleger keinerlei Einfluss haben - also in diesem großen Meer der Finanz-Haie als klitzekleine Forellen ohne größere Verluste (langfristig) zu bestehen. Hmmh - blubb- gar nicht soooo einfach! Aber das wißt Ihr ja alle selbst! Es ist nicht einfach, aber spannend - sonst würden wir ja alle nicht mitmischen- bzw. schwimmen - oder?
Mit "bestehen" meine ich auch nur recht bescheiden, dass nach Steuern und nach Inflation noch ca. 3-5 % netto übrigbleiben. Da lacht sich jetzt wahrscheinlich der ein oder andere Teilnehmer halb tot, weil er manchmal an einem Tag schon 20 % oder mehr macht - aber egal...
Lasst Euch bitte bloß nicht von meinem Nick-Namen "Kostolanya" irritieren - denn er bedeutet nicht etwa, dass ich mich besonders gut im Börsenleben auskenne, sondern einfach, dass ich, nachdem ich mal zu ein paar Euros gekommen bin, ich mich mit der Materie Börse auseinandersetzen musste, weil ich mich nicht einfach den Banken und Vermögensverwaltern mit ihren abenteuerlichen Angeboten diverser "persönlicher Vermögensverwaltung" , Fonds, Dachfonds, Bonus- und Garantiezertifikaten inklusive aller lustigen und extremen Gebühren etc. ausliefern wollte. Dazu habe ich dann erst einmal die drei Bücher des Herrn Kostolany gelesen, aber auch Warren Buffett, Max Otte, Ravi Batra, diverse Wirtschaftspresse etc. -und natürlich sehr viel in EUREM FORUM! Jedenfalls hat mich der Herr Kostolany in vielen Dingen sehr beeindruckt - manche Thesen mögen heute nicht mehr zwingend gelten, viele verlieren wahrscheinlich nie ihre Gültigkeit. Nun, wie dem auch sei - diese Bücher von ihm fand ich dermaßen unterhaltsam, teilweise sogar lustig, wie natürlich auch informativ und lehrreich, dass ich irgendwie als absoluter Laie auf diesen hochtrabenden Namen "Kostolanya" gekommen bin. Nichts für ungut.
Ihr kennt sicherlich alle die diversen Weisheiten der sogenannten Börsengurus: Trotzdem nochmal die, die ich für mich persönlich verinnerlicht habe:
Kostolany: Man braucht vier Dinge, um an der Börse erfolgreich zu sein:
Gedanken, Geld, Geduld und Glück
Warren Buffett: Kaufe nie, was Du nicht verstehst!
? : Hin und Her macht Taschen leer!
? :Gier frisst Hirn!
?: Wirf niemals alle Eier in einen Korb!
?: Je höher die Rendite, desto größer das Risiko!
?: Achte auf Qualitätsaktien!
?: Auch wenn der Kurs mal fällt - vergiss nicht die Dividende!
Ach ja, da gibt es noch sehr, sehr viele andere passende, treffende Sprüche, die irgendwie immer passen oder auch nicht - wie: kaufen, wenn die Kanonen donnern etc., etc., das kennt Ihr ja alle - Sprüche hin oder her:
Jeder sollte in das Investment (Aktie/Fonds/Zertifikat etc.) investieren, wovon er wirklich überzeugt ist - und je nach wirtschaftlicher Situation/Lage entscheiden - kaufe ich nach oder verkaufe ich - (halten ist jedenfalls m.E. eher merkwürdig. Entweder finde ich die Aktie/Fonds so gut, dass ich sie immer wieder nachkaufen würde, oder ich bin der Meinung, die Aktie/Fonds bringt´s nicht mehr - also verkaufen. Nun die Frage: Wieso HALTEN?
Und sowieso: Niemand - kein hochrangiger Analyst, Ökonom, Bankier, kein Bär, kein Bulle - niemand kann und konnte je voraussagen wann der Boden erreicht ist und ab wann es wieder aufwärts geht. So ist es eben.
Nun ja, ich hoffe, ich habe Euch nicht allzusehr gelangweilt... Nochmals Danke, für dieses für mich persönlich sehr informative und lehrreiche Forum und alles Gute für Euch ALLE und Eure Wetten auf 2008 - egal welcher Art!