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Der USA Bären-Thread


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Gegenpol:

Schuldenratio sky is the limit

6
25.05.13 11:53
"Die Wirkungen von QE verpuffen mit der Zeit, so dass zum Erreichen des gleichen Effekts immer stärker gepumpt werden muss. Um 1 Dollar Wachstum zu erreichen, müssen mittlerweile 7 Dollar neue Schulden aufgenommen werden. D.h. die Effizienz der Geldpump-Planwirtschaft sinkt zunehmend"

Das ist doch die Quintessenz meiner Beiträge. Das organische Wachstum ist auf absehbarer Zeit Tod. Diesen Totalausfall des privaten Sektors muss der Staat mit einer enormen expansiven Fiskalpolitik entgegentreten. Wenn jetzt in Amerika die Staatsausgaben ausgedünnt und die Steuereinnahmen erhöht werden, führt diese Vorgangsweise zu einer verschärften Kontraktion des Wirtschaftswachstums. Gleichzeitig muss das Finanzministerium weniger Staatsanleihen emittieren. Wird das Anleihekaufprogramm der Fed im Gegenzug nicht minimiert, wirken diese beiden Mechanismen(QE und Verringerung der Ausgabe von Schuldtiteln der US-Regierung) prozyklisch auf US-Staatsanleihen. Unter diesen Umständen wird es zu einem dramatischen Zerfall der UST Renditen kommen.
Obwohl das Haushaltsdefizit sinkt, wird das Schuldenratio seinen Anstieg unvermittelt fortsetzen. Um den Anstieg des Schuldenratios auszubremsen brauchen wir ein starkes nominales Wirtschaftswachstum, welches in dieser Form nicht prognostizierbar ist.
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lehna:

#75 Zaph....

2
25.05.13 11:59
es spricht überhaupt nix dagegen, diese Top- Hausse weiter auszusitzen.
Denn es hat sich nichts geändert.
Die EZB wird weiter fluten, weil sonst die Mittelmeer- Anrainer absaufen. Eine Riesenblase hat sich bei der Konkurrenz (Anleihen) aufgebläht. Ein Leck würde nur uns Bullen helfen.
Rafft der Mob allmählich, dass Euroland doch nicht vor die Hunde geht, sind 10 000 im Dax drin.
Zudem grassiert nun bei der Masse die Angst, dass sie diese herrliche Hausse weiter verpennen.
Denn es gibt mittlerweile Prahlhanseln, die ihre Gewinne den Nachbarn kundtun.
Auch dass wird weiteren Brennstoff freisetzen....
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Gegenpol:

Nachtrag #76

3
25.05.13 12:05
Da das nominale Wirtschaftswachstum mit der etwas restriktiveren Fiskalpolitik ausgebremst wird, liefert es ein perfektes Alibi für Bernanke bzw. Yellen QE aufzustocken. Möglicherweise wird tatsächlich QE TEMPORÄR reduziert, um der Allgemeinheit zu suggerieren, dass das schwächere Wirtschaftswachstum auf die Reduzierung von QE zurückzuführen ist. Obwohl der Grund bei der restriktiveren Fiskalpolitik zu lokalisieren ist.
So vermittelt man der Allgemeinheit, dass die Höhe von QE mit der Höhe des Wirtschaftswachstum korrespondiert.
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Anti Lemming:

QE, Lews Geldbedarf und Verpuffungseffekte

6
25.05.13 12:46
Gegenpol, Dein Posting 276 beinhaltet mMn einen Denkfehler. Unter der Prämisse, dass die QE-Wirkung mit der Zeit verpufft (siehe dazu auch Chart in # 273) muss für die gleiche Stimulationswirkung IMMER MEHR QE aufgewendet werden.

Das heißt im Umkehrschluss: Selbst wenn QE bei aktuell 85 Mrd. bliebe, würde sich durch die Abnutzungseffekte ein rückläufiges BIP-Wachstum - bis hin zur BIP-Schrumpfung - ergeben. (Grund: Planwirtschaft funktioniert nicht).

Stell Dir das ganze als eine Waage vor: In der einen Waagschale liegt das BIP-Wachstum, in der anderen liegt QE. QE entspricht in diesem Beispiel einem Eisklotz,  der langsam in der Sonne verdampft (als Metapher für die immer niedrigere Wirkung ein und derselben QE-Summe). Folglich sinkt die Waagschale mit dem BIP-Wachstum langsam nach unten, obwohl QE (der Summe nach) konstant bleibt.

Konstant hohes QE bringt somit einen schleichenden Niedergang infolge von  Verpuffungseffekten.

"Immer mehr QE" kann aber auch nicht die Lösung sein, weil die wirksame Seite von QE die Monetarisierung von Staatsschulden ist. Würde die Fed QE auf 170 Mrd. pro Monat (= knapp 2 Bio. pro Jahr) verdoppeln, dann müsste Lew im Gegenzug für 2 Bio. Dollar neue Staatsanleihen emittieren, damit das von der Fed gedruckte Geld auch in der Realwirtschaft (in Form von schuldenfinanzierten Staatsausgaben) ankommt.

Da das US-BIP zurzeit bei rund 16 Bio. liegt und - wenn überhaupt - nur mickrig wächst (inflationsbereinigt vermutlich gar nicht), entsprächen 2 Bio Neuverschuldung einer Neuverschuldungsquote von 12,5 %. Das ist mehr als das Vierfache des Maximums, das gemäß der Maastricht-Obergrenze in Europa als akzeptabel gilt.

12,5 % Neuverschuldung lässt sich außerhalb von akuten Krisenzeiten vor der Investorenwelt nicht mehr plausibel rechtfertigen, zumal wenn Aktien nahe ATHs notieren.

Mehr QE OHNE entsprechendes Mehr an Neuemissionen Lews hingegen wäre rein akademisch und für die Realwirtschaft praktisch bedeutungslos (abgesehen von den zunehmenden Negativfolgen durch Rohstoff/Nahrungs-Inflationierung).
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Stöffen:

Auffällig ist jedoch

7
25.05.13 13:39
dass im Gegensatz zu den stark gestiegenen Aktienmärkten die ebenfalls recht inflationsabhängigen Commodities in der jüngeren Vergangenheit zum Teil dramatisch gesunken sind. Gold und Silber, sowie die meisten anderen Rohstoffe, beispielhaft seien hier Kupfer, Nickel, Aluminium, Kaffee, Kakao, Zucker, Öl genannt, haben mit ihren Kursen bereits zu Beginn des Jahres 2011 ausgetoppt.

Der breitgefasste Commodity Index von Morgan Stanley CRX lässt diese Schwächeperiode mit den folgenden lower Highs seit 2011 gut erkennen.

Auch lässt die von der Fed veröffentlichte Velocity of M2 Money Stock erahnen, dass trotz allen Gepumpes durch die Fed sich die deflationären Kräfte doch als zäher erweisen, als Herr Bernanke dies wohl vermutet hatte. Der Chart sieht hier alles andere als inflationär aus, desgleichen gilt dies übrigens auch für die aktuell publizierte M1 Money Multiplier-Ratio.

research.stlouisfed.org/fred2/series/M2V
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Der USA Bären-Thread 609640
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Gegenpol:

Liebesgeständnis an Yellen

6
25.05.13 13:42
Ich habe bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die Zentralbanken dazu übergehen werden zusätzlich zu den Staatsanleihen andere Assets aufzukaufen. Wie die Fed MBS aufkauft, so wird die EZB bspw. NPL der Geschäftsbanken aufkaufen. Ebenso werden Unternehmensanleihen langfristig in den Fokus der Zentralbanken geraten.
Außerdem ist es möglich, dass die Fed, wie die SNB und die israelische Zentralbank Aktien aufkauft. Addiert man die Marktkapitalisierung des Aktien- und Anleihesektors zusammen, haben die Zentralbanken noch gewaltiges Potenzial*.
Des Weiteren wird die US-Staatsverschuldung langfristig weiter stark ansteigen, um die Wirtschaft stimulieren zu können. Dafür werden exorbitant hohe Summen aufgewendet werden müssen, da der Geldmengenmultiplikator stark gesunken ist.
So ist es nur eine Frage der Zeit, bis QE aufgestockt und die EZB offiziell eine Art QE verkünden wird.


* Natürlich können wir dann nicht mehr von freien Märkten sprechen. Allerdings ist das der Preis, den die Hochfinanz bereit ist zu zahlen, um zu überleben. Irgendwann wird sich der private Sektor stabilisieren und die Geldpolitik der Zentralbanken wird sich wieder normalisieren. Allerdings sicherlich nicht vor 2020.
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mercuryfx:

Gegenpol #281

8
25.05.13 14:33

Sehe ich auch so: Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sich die Zentralbanken auf Bond-Käufe beschränken.

Am Bondmarkt haben die Preise am langen Ende ja auch nichts mehr mit der fundamentalen Lage (EXTREMES Risiko durch QE-Inflationierung und Default-Risiko durch ausufernde Verschuldung) zu tun. Als Invester kann man sich aber kaum positionieren, wenn alles in der Währung fakturiert wird, die aufgeweicht wird (und andere Zentralbanken das gleiche Spiel spielen).

In dem Moment wo Aktion in das Repertoire der Fed/EZB/etc. aufgenommen werden, braucht man dort auch nicht mehr auf einen fairen Preis zu warten! Ich sehe nicht, warum die Zentralbanken nicht bei jedem Preislevel einen Boden einziehen können.... 

Natürlich ist dieses Prinzip Gießkanne letzten Endes eine zentral verwaltete und zum Scheitern verurteilte Planwirtschaft, aber wie will man diesen worst-case schon hedgen?

Ach ja, das Interessante an Japan ist mE, dass sich dieses völlig unhaltbare Staatsschulden/BIP-Verhältnis nur etablieren konnte, weil soviele Inländer als Altersvorsorge Staatsanleihen gekauft haben. Ersetze "Staatsanleihen" durch "Ansprüche in einem umlagefinanzierten Renten/Sozialsystem" und "explizite Staatsverschuldung" durch "implizite Staatsverschuldung" und wir haben USA oder Europa. Die Kniffe, um sich der Ansprüche der Babyboomer zu entledigen, werden sich unterscheiden, aber das Ergebnis nicht...

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Anti Lemming:

# 281 - Liebesgeständnis an Yellen

 
25.05.13 15:00
na ich weiß nich...

www.format.at/articles/1315/941/356313/janet-yellen-ben-bernanke
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Der USA Bären-Thread 609650
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Stöffen:

S&P500 vs. Case-Shiller-Index

6
25.05.13 15:11
Der überwiegende Teil der US-Amerikaner haben ihr Vermögen in ihrer Immobilie und nicht in den Aktienmärkten stecken. Die im Gegensatz zu den Aktienmärkten eher schwächlich verlaufende Erholung am US-Immo-Markt erscheint allerdings recht bananenmäßig wenn man bedenkt, dass die Fed hier ebenfalls gewaltige Mengen an Fiatscos für den Kauf von Mortgage Backed Securities aufwendet. Deutliche Wachstumsimpulse für die US-Wirtschaft sendet der Immobilienmarkt auch heuer nicht aus, selbst da Mainstream-Media jüngst den um 1,5% gestiegenen annualisierten Verkauf neuer Eigenheime auf 417000 Einheiten bejubelte. Diese Zahlen liegen jedoch immer noch weit unter dem Stand aus 1990, zu den "Glanzzeiten" in 2006 lagen übrigens die Verkäufe hier mehr als dreimal so hoch.
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Der USA Bären-Thread 609652
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Anti Lemming:

Wenn die Notenbanken ALLES kaufen

5
25.05.13 15:30
also neben faulen Unternehmensanleihen auch noch faule Eier und Bananen, dann schaufeln sie ihr eigenes Grab. Denn sie zerstören damit den Respekt vor dem Geld. Niemand hat dann mehr Lust zu sparen oder zu arbeiten. Es könnte sogar eine Graswurzelbewegung in Gang kommen, die ihre Abschaffung fordert.
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Stöffen:

Lang lebe der chinesische Konjunkturabschwung

4
25.05.13 15:35
Stephen Roach macht darauf aufmerksam, dass angesichts der Umstrukturierung und Neuorientierung der chinesischen Wirtschaft hier auch erhebliche Konsequenzen für die mittlerweile ausufernde Staatsverschuldung der USA drohen.

Lang lebe der chinesische Konjunkturabschwung

"Ein mehr an privatem Konsum in China bedeutet auch ein Ende der immensen chinesischen Sparüberschüsse – und damit des scheinbar unbegrenzten Recyclings dieser Überschüsse in auf Dollar lautende Vermögenswerte wie US-Schatzanleihen. Wer wird dann Amerikas Haushaltsdefizit finanzieren – und zu welchen Bedingungen?"

www.fuw.ch/article/...ebe-der-chinesische-konjunkturabschwung/
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 609657
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Anti Lemming:

# 286 - Antwort

5
25.05.13 17:33
(Rhetorische) Frage von S. Roach: "Wer wird dann Amerikas Haushaltsdefizit finanzieren – und zu welchen Bedingungen?"

Antwort: "Die Fed, zu Nullzins."



P.S. Ist ja ein netter Artikel von S. Roach, aber wenn die Fed bereits 80 % der US-Neuemissionen (indirekt) aufkauft, ist es um die restlichen 20 % schon fast egal. Die Zeiten, da Ausländer in großem Stil US-Staatsanleihen anhäufen wie bis 2008, sind ein für alle Mal vorbei. Schuld daran ist die Fed und ihr "moral harzard" (hatte ich schon in # 285 angesprochen).

Heute ist jeder Staat sich selbst der nächste. Wenn eine Notenbank was aufkauft, dann hauseigene Staatsanleihen und nicht die von den "Konkurrenten".
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Dreiklang:

Die FED finanziert den Staat wie er will

3
25.05.13 18:13
und das kann sie beliebig lange machen, insofern nicht ein Preisschock einen Zusammenbruch der Kaufkraft auslöst. Geschieht dies, kann die FED immer noch weiter drucken, doch es wäre sinnlos geworden, denn die Volkswirtschaft würde erzwungenermaßen auf Ersatzwährung umstellen.

Gretchenfrage:

Heute ist jeder Staat sich selbst der nächste. Wenn eine Notenbank was aufkauft, dann hauseigene Staatsanleihen und nicht die von den "Konkurrenten".

Was sind denn "hauseigene Staatsanleihen" bei der EZB?

Zum "Moral Hazard:" Die Frage liegt nicht im "Moral Hazard" (für die Moral interessiert sich niemand, am wenigsten die Bänker)  sondern wie und wann die "hauseigene Zentralbank" die Realwirtschaft stört. Wir sind mMn schon an diesem Punkt, nur in Deutschland merkt man es noch nicht, da (relative) Vollbeschäftigung vorliegt und das KGV der Aktien noch günstig erscheint. Doch hier liegt das Problem.

Gegenpol will ein bisschen provozieren  ^^    nun,  die Widerlegung ist nicht einfach.
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Stöffen:

Nun, AL

2
25.05.13 18:15
sicherlich hat die Fed in der jüngsten Zeit bedeutend mehr Staatsanleihen gekauft als irgendein anderer identifizierbarer Investor. Klar ist auch, dass wenn selbst hochverschuldete Länder wie Japan oder auch Großbritannien US-Treasuries kaufen und somit die US-Staatsschulden wiederum ihrerseits mit eigenen Druckerpressen finanzieren, diesem Gebaren schon der Geschmack eines Ponzi-Systems anhaftet.

Allerdings sollten wir jedoch an dieser Stelle nicht unterschlagen, dass z.B. der Anteil an US-Staatsanleihen, welche sich z.B. im Besitz Chinas oder der erdölexportierenden Länder befinden, nicht unerheblich ist. Und das sind wahrlich keine Trinkgelder, wie du an dem unten aufgeführten Link ersehen magst.

www.treasury.gov/resource-center/...nter/tic/Documents/mfh.txt
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Ischariot MD:

inflection point - repo counterparty risk

4
25.05.13 18:43
Kicky hat "nebenan" einen in meinen Augen sehr wichtigen ZH-Artikel
www.zerohedge.com/news/2013-05-24/...eek-collapse-collateral-c
und den zugehörigen blumbärch-Artikel
www.bloomberg.com/news/2013-05-24/...assets-as-collateral.html
gepostet ... nun sind diese ZH-Artikel manchmal recht schwere Kost, am WoE erst recht, wenn man eigentlich entspannen sollte ... ich kann mir auch gar nicht vorstellen, daß die Europ. Kommission (Barroso!) sowas ernsthaft durchsetzen könnte, wahrscheinlich ein Entwurf aus BuBa-Kreisen, den die Eurokraten nicht verstanden haben, denn es würde nicht nur dem shadowbanking System, wie ZH anführt, sondern sicher auch den PIIGS-Banken ("Banco panico") das Genick brechen, denn denen fehlt es ganz dramatisch an hochwertigem Collateral für ihre ZB-Kredite.
Zur Verdeutlichung der zugrundeliegenden Problematik verweise ich daher auf den uneingeschränkt lese-, druck-, rahm- und aufhängpflichtigen Artikel von RottMeyer mit einem "Gastkommentar eines anonymen Investmentbankers", der erklärt, wie eine solche TPR = Tri-Party-Repo abläuft, bei denen letztlich Leute wie Du und ich und LV / Pensionsfonds, die in vermeintlich mündelsichere stinklangweilige und ertragslose AAA-Papiere investiert haben, damit de facto insolvente PIIGS-Banken am Leben halten und dafür den Kopf hinhalten dürfen, wenn es nämlich heißt "fail to deliver":
www.rottmeyer.de/der-neue-porsche-tpr-ist-da/
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Dreiklang:

Die Abschreibung ist der QE-Gegenpol

9
25.05.13 19:06
(und der Gegenpol zum Paradies des Herrn Gegenpol)

Es stimmt, mit QE und ZIRP lässt sich im Zeitalter der Unterauslastung der Volkswirtschaften jede beliebige Asset-Blase aufpumpen. Dies wird sogar mit Gewinnsteigerungen hinterlegt  - trotz steigender Kurse.

Das Paradies klingt wie Zauberei. Hatte ich schon im Beitrag

http://www.ariva.de/forum/...ilungsfrage-472111?page=306#jump15779418

thematisiert bzw. ironisiert. Doch wo liegt die Grundlage des (scheinbaren)  Erfolges und was ist die Konsequenz? Die Konsequenz ist der Stillstand. Dieser kündigt sich mit Marktaustrocknung an.

"Zu alter Zeit", also zu der Zeit, in der "noch nicht alles anders" war, musste ein Unternehmen einen Brutto-Mindestertrag von 12% - 20%  auf das Gesamtkapital  schaffen, um bestehen zu können.  Die Abschreibungen (inklusive Instandhaltungen und ständiger Anpassung mit Teilmodernisierung) können mit 8% pro Jahr angesetzt werden, ebenso wird bei 50% Fremdkapital und absolut üblichen (eher niedrigen) 8% Zins auf das Fremdkapital ein Bruttoertrag von 12% komplett aufgebraucht. M.a.W: Das Unternehmen, 1000 Mio. wert, brauchte 120 p.a., um überhaupt den Kapitalerhalt zu erreichen. Angenommen, Bruttoertrag läge bei 15% , also 150 Mio. - das würde in 3% Nettogewinn also 30 Mio p.a. (vor Steuern) resultieren. Wir wissen aber, dass Unternehmen i.d.R. wesentlich höhere Gewinne erzielten - also muss der Bruttoertrag noch wesentlich höher gewesen sein.

"Im New Normal" sei das Unternehmen nun dank Bernanke, Gegenpol & Co. auf 10.000 Mio hochgezockt worden und würde auf diesen "Asset-Wert"  ein  8% 'Ergebnis erzielen. Ein schöner Traum, und er rechnet sich auch, denn: Die Abschreibung beliefe sich weiter auf die ursprüngliche Situation, ebenso die Kosten für Fremdkapital. 120 Mio Kosten inkl. Abschreibung stehen nun 800 Mio Einnahmen gegenüber. Es winken 680 Mio Gewinn und 6,8% Rendite auf das "neue" Kapital. Zudem stünde bei Umschuldung Fremdkapital nun für 2% zur Verfügung. Das würde die Bilanz um weitere  40 Mio steigern. Schon sind wir bei 720 Mio - also 7,2 % vor Steuern

Die Verhältnisse - dem Bernank sei Dank - sind nun so wunderbar geworden, dass das  Unternehmen  seinen Betrieb weitgehend einstellen wird. Denn die Refinanzierung, d.h. Wiederbeschaffung, muss nun genauso auf den aktuellen Börsenwert bezogen werden. Wenn die Altanlage aufgebraucht ist, muss sie ersetzt werden - für   den Wert, den der "Asset'" darstellt. Das sind 10.000 Mio. Bei 8% Rendite und 1,5%  Finanzierung ( für 90% des Assets) sind das 9,35% . Mit Bruttorendite vor AFA , Erhaltungsaufwendung und Steuern 8% schafft das Unternehmen somit keine Neuinvestition mehr - trotz genial guter Zahlen!  Es ist sinnvoller, die Altinvestition zu strecken - Minderauslastung bei Verlängerung der Gesamtbetriebszeit und damit Reduktion der Abschreibungen p.anno . Auch bei nur noch 2% Bruttoertrag bleibt  das Unternehmen profitabel - Hauptsache die Kostenseite bleibt im Griff.

Der Verzicht auf Neuinvestition verbunden mit Aufrechterhaltung einer minimalen Produktion ist ein ökonomisches Modell, das lange Zeit Bestand hatte : Im COMECON nämlich. Die (staatlichen) Unternehmen gingen nicht pleite, die kreditierenden Banken auch nicht . Dennoch schafften die Unternehmen nie den Kapitalerhalt. Als bei der "Wende" die ostdeutschen Sparkassen ihre Bücher sichteten, fanden sich reichlich Kredite zu Lasten der VEB und LPG - Gelder, die also an diese Firmen geflossen waren - doch ein realer Gegenwert bestand bei den Firmen nicht: Kaum eine VEB oder LPG hatte ein Gesamtkapital von mehr als 0 Euro.

Die Bilanzen heil, die Wirtschaft tot. Das ist das sichere Endergebnis von QE.
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Anti Lemming:

Stöffen - # 289

3
25.05.13 20:31
Deine Tabelle zeigt die Bestände an US-Staatsanleihen, die ausländische Gläubigerstaaten zurzeit halten.

Dabei handelt es sich größtenteils um ältere "Bestands-Anleihen" aus der Zeit vor 2007. Wenn China z. B. 2005 10-jährige US-Staatsanleihen gekauft hat, dann sind diese auch heute noch in Chinas Besitz - und in obiger Tabelle.

Die US-Staatsverschuldung muss (wie in allen Staaten) wegen des Auslaufens älterer Staatsanleihen ständig "gerollt" werden. Wenn die Chinesen (und andere Nicht-Amerikaner) auslaufende US-Staatsanleihen aber nicht durch Ersteigerungen von Neuemissionen ersetzen wollen oder können, dann bleibt nur die Fed als Aufkäufer (nach Zwischenparken bei Scheinbieter Goldman). Selbst wenn es in USA keine Neuverschuldung mehr gäbe, würde auf diese Weise die US-Staatsschuld sukzessive von Ausländern auf die Fed übertragen.

Hinzu kommt aber die üppige Neuverschuldung der Amis, die im Durchschnitt der letzten fünf Jahre bei schätzungsweise 9 % annual gelegen hat. Diese Neuverschuldung muss zusätzlich zu den zu rollenden Altschulden im Markt untergebracht werden.

Bis 2008 war das Ponzi-Spiel der USA noch glaubwürdig genug, dass die Chinesen einen Großteil der Neuemissionen (die stets Neuverschuldung + auslaufende Alt-Anleihen decken müssen) aufgekauft haben. In der "Gelddruck- und Staatspleiten-Ära" ist diese Bereitschaft bei den Chinesen (und vielen anderen Staaten) aber mangels Vertrauen in dieses Schneeballsystem verloren gegangen.

Dies ist ebenfalls eine negative QE-Folge, die bislang kaum thematisiert wurde. QE zerstört Vertrauen und offenbart den Ponzi-Charakter der Staatsverschuldung in den Ländern, die QE betreiben.

Deine Tabelle ist in dem Sinne "informativ", zeichnet aber tendenziell ein Bild von gestern.
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saschapepper:

Iran, Handelssanktionen und der Goldpreis

6
26.05.13 01:17
Warum ist der Goldpreis derzeit für den Iran so wichtig?

Der Iran ist nach massiven Druck aus Washington vom westlichen Finanzsystem abgeschnitten worden und Teheran kann keine Zahlungen empfangen oder vornehmen.

Es geht weder Geld rein noch raus, denn alle iranischen Banken dürfen das SWIFT-System welches den elektronischen Zahlungsverkehr abwickelt nicht mehr benutzen.  Der Iran ist deshalb dazu übergegangen als Zahlungsmittel für den Export von Öl und Gas als Zahlungsmittel Gold zu akzeptieren. Hauptdrehscheibe für diese Geschäfte ist die Türkei so wie die Vereinigten Emirate.

Diese "Umgehung" der Sanktionen ist Washington derzeit ein riesen Dorn im Auge und muss aus ihrer Sicht sofort beendet werden.

Kann es da ein Zufall sein, dass Goldman, Deutsche Bank und Co. Gold vor kurzem auf "sell" abgestuft haben?

Aber das reicht aus Sicht von Washington nicht. Der ganze Goldfluss in den Iran muss gestoppt werden. Laut neuesten Informationen will das US-Schatzamt ab 1. Juli 2013 alle Goldtransaktionen mit dem Iran komplett kappen und verbieten. Dabei wird man massiv gegen Banken und Goldhändler in der Türkei und den Emiraten vorgehen. Der Transfer von grossen Mengen an physischem Gold in den Iran wird man versuchen stillzulegen. Entsprechende Massnahmen sollen der Senat und Kongress gutheissen.

"Wir haben den Regierungen der Türkei und der VAE und sonst wo ganz deutlich klar gemacht, wie auch dem privaten Sektor der mit Gold handelt, ab 1. Juli muss alles stoppen, nicht nur der Handel mit der iranischen Regierung," sagte David Cohen, Unterstaatssekretär im US-Schatzamt zuständig für Terrorismus und Nachrichtendienst, gegenüber dem Senatsausschuss für Aussenpolitik vergangene Woche.
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saschapepper:

Türkei tauscht iranisches Gas und Öl gegen Gold

7
26.05.13 02:29
Die Türkei zeigt sich von strikteren US-Sanktionen gegen den Iran bisher unbeeindruckt. Trotz des internationalen Embargos gegen den Iran liefert die Türkei weiterhin große Mengen an Gold in die islamische Republik. Die Türkei ist der grösste Kunde für Gas aus dem Iran und hat die Rechnungen dafür in türkischen Lira  bezahlt, da die Sanktionen der USA eine Bezahlung in Dollar oder Euro verhindern. Der Iran hat mit den Lira, die bei der staatlichen Halkbank aufgelaufen sind, Gold in der Türkei gekauft. Iranische Kuriere haben die Goldbarren im Handgepäck nach Dubai gebracht, wo sie dann in Dollar- und Euro-Noten umgetauscht und diese nach Teheran geflogen wurden.

In den letzten Wochen wurde bekannt, dass die Türkei, die 18% ihres Gases und 51% ihres Öls aus dem Iran beziehen. 60 Prozent der türkischen Gold-Exporte gehen in den Iran.  Dies bestätigte Ali Babacan, der stellvertretende Regierungschef auf Nachfrage im Haushaltsausschuss.

Der Iran und die Türkei liefert der Welt ein gefährliches Beispiel, aus Sicht der Amerikaner.

Den der Iran wickelt seit 2007 seine Öl und Rohstoff-Geschäfte nicht mehr in Petro-Dollars ab. Sondern derzeit zum größten Teil in einer anderen Alternativen Währungen z.B. Gold. Diese Goldwährung muss nun geschwächt (aktueller Goldshort und Abstufung der westlichen Banken) oder noch besser am besten komplett ausgerottet und verboten werden. Ab dem 1. Juli verschärfen die USA ihre Sanktionen gegen den Iran.

Siehe hierzu: www.goldreporter.de/...sa-verhangen-verkaufsverbot/gold/32721/

Fraglich ist allerdings, ob die USA der Türkei verbieten können nicht mehr mit dem Iran zu handeln. Außerdem ist fraglich wie soetwas aus den USA kontrolliert werden soll. Die Befolgung des von den USA aufgezwungenen Handelsverbot würde die Türkei selber am schwersten treffen, denn die Türkei ist zum Grossteil von iranischen Energielieferungen abhängig. Es ist also fraglich, was die Türkei am Ende tun wird und ob man sich dem Druck des Westens beugen wird.

Eine Umgehung des US-Dollar-Öl-Standards bedeutet eine Kriegserklärung für die USA. Gold als Zahlungsmittel für andere Rohstoffe ist nicht erwünscht. Jeder der es bisher versucht hat aus der Rohstoff-Dollar-Bindung auszubrechen, der wurde innerhalb kürzester Zeit mit Krieg überzogen. Man erklärt dann einfach ehemalige Verbündete (z.B. Saddam Hussein oder Gaddafi) kurzerhand zu Terroristen. Vermutlich wird die Türkei also am Ende klein beigeben müssen.
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Anti Lemming:

Brüssels Enteignungs-Fahrplan

6
26.05.13 11:52
Das bisherige EZB-Rettungskonzept gilt hinter vorgehaltener Hand als gescheitert. Nun sollen der Euro, die Eurozone und das europäische Banken-System u. a. durch Plünderung deutscher Sparkonten gerettet werden, schreiben die DWN. Genauso "wünschen" es sich die Italiener, Griechen, Spanier und Portugiesen sowie deren Vollstrecker Draghi (der damit auch Goldmans Inflationierungs-Interessen umsetzt) seit langem.

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/...fen-mit-hochdruck/

...Umschuldungen in den Krisenstaaten, Bankenunion, Eurobonds, Umverteilungs- und Transferunion, Finanzspritzen für Zombiebanken: Das sind die Eckpfeiler der neuen europäischen Wirtschafts-Ordnung, an der derzeit hinter den Kulissen hektisch gearbeitet wird. Für Deutschland wird diese Neuordnung gravierende Folgen haben.

Willem Buiter, Chefökonom der Citigroup, schreibt in der FT, die Eurozone befinde sich in einer Bilanzrezession, die durch die Zombie-Banken verursacht sei. Anders als in früheren volkswirtschaftlichen Episoden gelänge ein Schuldenabbau jedoch nicht durch Wachstum, sondern wirtschaftliches Wachstum könne in der Eurozone nur dann generiert werden, nachdem die Entschuldung abgeschlossen sei.

Nach Meinung Willem Buiters blieben die bisherigen Interventionen der EZB wirkungslos. Daher listet er eine Reihe von Maßnahmen auf: Für den Schuldenabbau in der Peripherie seien notwendig: Schuldenrestrukturierung (Schuldenschnitte), Einführung von Eurobonds sowie eine Bankenrekapitalsierung (Bankenunion). Anderenfalls drohe die Eurozone zu implodieren.

Mit anderen Worten: Ohne eine massive Umschuldung zerbricht die Euro-Zone. Das wirft ein Schlaglicht auf die Frage, wie die Entschuldung der Euro-Krisenstaaten ablaufen soll, wer die Nutznießer sein werden, wer die Kosten hierfür trägt und welche Instrumente hierfür in Brüssel, Berlin und Paris bereits in den Schubladen liegen.
Bankenunion

Die Pläne für eine Bankenunion liegen seit langem auf dem Tisch, dennoch soll sie nun im Schnellverfahren realisiert werden. Bereits beim bevorstehenden Juni-Gipfel der EU sollen die Pflöcke dafür eingeschlagen werden. Offenbar ist höchste Eile geboten.

Allein Spaniens Zombie-Banken drohen die gesamte Eurozone in den Abgrund zu reißen. Spanische Banken sitzen auf faulen Krediten im Wert von 200 Milliarden Euro.

Bekanntlich betragen die Bankschulden im Euro-Raum in etwa das dreifache sämtlicher Staatsschulden der Euroländer. Welchen Risiken die Bürger mit ihren Spareinlagen bei einer Bankenunion ausgesetzt sind, vermag niemand auch nur annähernd zu benennen. Bei diesem Thema hütet sich die Politik (Regierungskoalition wie auch die verlängerte Regierungsbank namens Opposition) davor, dem Bürger reinen Wein einzuschenken. Auch im Wahlkampf darf dieses Thema keine Rolle spielen.

Denn das wichtigste Element der Bankenunion ist eine gemeinsame europäische Einlagensicherung: Die deutschen Sparer müssen für die Pleite-Banken in Europa haften. Das ist beim besten Willen kein geeignetes Wahlkampf-Thema.

Seit langem ist klar, dass Griechenland einen zweiten Schuldenschnitt bekommen wird. Die Regierung in Athen rechnet für 2014 mit einem Schuldenstand von 191,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Doch ist sich die griechische Regierung gewiss, nach der Bundestagswahl das Thema auf die Agenda setzen zu können. Beim ersten Schuldenschnitt mussten bereits die privaten Anleger (Banken, Versicherer und Pensionsfonds) bluten. Den zweiten Schuldenschnitt wird der Steuerzahler begleichen müssen. Selbstverständlich wird auch dieses Thema kein Gegenstand der Wahlkampf-Auseinandersetzung in Deutschland sein.

In den anderen Peripherie-Ländern sehen die Zahlen ebenfalls miserabel aus. Der ermittelte voraussichtliche Schuldenstand für das Jahr 2014 beträgt in Italien 132 Prozent, in Portugal 124 und in Zypern ebenfalls 124 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts. In Spanien beträgt der Schuldenstand derzeit 87,8%. Ende 2013 dürfte die 100 Prozent-Marke erreicht werden.

Sollte also die Schuldentragfähigkeit der Länder erhalten bleiben (debt sustainability), werden Schuldenschnitte auch für die genannten Länder alsbald Realität.

Noch Ende Juni 2012 während einer Sitzung der FDP-Bundestagsfraktion schloss Angela Merkel Eurobonds kategorisch aus. Nach der Bundestagswahl könnte sich Merkels Position ändern. Eine weitreichende, gemeinsame Schuldenhaftung gibt es bereits in Form des ESM, EFSF und EFSM. Selbst die angestrebte Bankenunion entspricht bereits indirekt den Eurobonds.

Die Fiskalunion ist nicht identisch mit dem Fiskalpakt. Letzterer soll die Euroländer zu strikten Sparmaßnahmen anhalten. Finanzminister Schäuble versprach in einer Bundestagsrede im letzten Jahr, dass sogar Frankreich die Bedingungen des Fiskalpakts in die Verfassung scheiben werde. Letztlich wurde daraus nur ein einfaches Gesetz, das die französische Nationalversammlung verabschiedete.

Unter der Fiskalunion wird jeweils Unterschiedliches verstanden, je nach Beliebigkeit und Wunschdenken. Darunter beispielsweise die Einführung von Eurobonds oder eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung in der EU bzw. in den Euroländern. Dieses Vorhaben stand bereits auf der Tagesordnung während eines Meetings zwischen dem französischen und dem deutschen Finanzminister im Februar dieses Jahres. Es würde den Steuerzahler jährlich etwa 40 Milliarden Euro kosten.

Grundsätzlich bedeutet eine Fiskalunion jedoch eine Transfer-Union, ähnlich wie dem Länderfinanzausgleich zwischen den Bundesländern in Deutschland. Auch ein gemeinsamer europäischen Schuldentilgungsfonds wird seit einiger Zeit gefordert, insbesondere in Deutschland von den Grünen und der SPD. Tobias Schmidt, Chef der EuroRating Services zieht in der WirtschaftsWoche das Fazit: “Wir kommen nicht umhin, eine Fiskalunion zu entwickeln. Das schließt Transfers ein.”

Obwohl die Fiskalunion derzeit offenbar nur in politischen Hinterzimmern diskutiert wird – und der Öffentlichkeit weitgehend verschwiegen – nach der Bundestagswahl kommen Bankenunion und Fiskalunion auf die politische Agenda, mitsamt der Rechnung, die das politische Projekt Euro dann noch kosten wird.
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zaphod42:

Leider

3
26.05.13 12:58
ein typischer DWN-Artikel, der einige wenige Tatsachen aber viele Randmeinungen, zusammenhanglose Zitate, Halbwahrheiten und Vermutungen so aufbereitet als wären es echte Nachrichten.

Es wäre besser, seitens DWN das Ganze als "Kommentar" zu kennzeichnen wie es der Spiegel bei Münchau macht, das entspräche mehr einem Grundlevel an Seriösität.
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#105297

Anti Lemming:

Tauscht China ebenfalls iranisches Öl gegen Gold?

4
26.05.13 13:44
Die folgende zwei Absätze sind eine reine Bauchvermutung von mir.

Könnte es sein, dass der Zusammenbruch der Hongkonger Gold/Silber-Börse im Zusammenhang mit den iranischen Ölexporten nach China steht? China bezieht in großem Umfang Öl aus dem Iran. Abgerechnet wird seit einigen Jahren in Yuan. Wegen der Isolationspolitik der Amis kann aber nun kein Geld mehr in den Iran überwiesen werden (vermutlich nicht mal aus China/Hongkong). Es würde sich daher "anbieten"; wenn auch China (wie die Türkei) das iranische Öl neuerdings mit Gold bezahlte...

Träfe dies zu, dann könnte der Niedergang der Hongkonger Gold/Silber-Börse ein gezielter - und politisch motivierter - "Abschuss" durch die Ami-Zockerbanken gewesen sein. Deren "Waffe" war u. a. das Shorten von Papiergeld in USA. Der Schuss würde sich dann indirekt gegen den Iran richten.

ZH zählt unten mysteriöse Umstände beim Kollaps der Hongkonger Gold/Silber-Börse auf:

www.zerohedge.com/news/2013-05-25/...e-collapse-deepens-four-arrested
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zaphod42:

Die Frage ist doch

 
26.05.13 13:51
wie tauscht der Iran das türkische Gold in Waren. Und verbleibt nicht das türkische Gold in der Türkei und anderswo? Zumindest wurden noch keine Goldtransporte im kurdischen Grenzgebiet gemeldet. Letztlich ist es also egal, in welcher Form das Öl bezahlt wird, es sind eh nur Verrechnungseinheiten.

Motivation der Iraner wird sicher sein, dass man keine Dollares annehmen möchte. Yuan und Euro sind sicher weiterhin willkommen. Dass die Türkei freiwillig in Gold zahlt halte ich für unwahrscheinlich, es gäbe keine Grund für so eine Umstand es sei denn die Iraner wollen es so.
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Anti Lemming:

Oben in den beiden Artikeln von saschap. steht,

 
26.05.13 13:54
dass Kuriere das Gold der Türken nach Dubai fliegen, wo er verkauft wird. Die Kuriere bringen anschließend die Dollarnoten in den Iran.
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