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Der USA Bären-Thread


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Dreiklang:

Sie kann es einfach nicht

12
29.06.12 20:45
bei SPON heißt es anders, etwas hübscher:

Die Klügere gab nach
übersetzt:
Dem Fuchs hingen die Trauben zu hoch

Da wird einem eine schöne Geschichte aufgetischt. Das Narrative eben

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...-eu-gipfel-a-841672.html

Und zwar soll Monti "gedroht" haben, wenn Merkel nicht beidreht, dann gibt es keinen "Wachstumspakt" und auch keine "Finanztransaktionssteuer". Und Monti wusste, dass Merkel ohne "Wachstumspakt" und ohne "Finanztransaktionssteuer" ihren "Fiskalpakt" bei der SPD-Opposition nicht durchbekommt.

Jeder mit einem natürlichen Willen behaftete Mensch hätte sich auf solch eine Erpressung nie  eingelassen. Wenn ich dort gestanden hätte: Ich hätte  u.U. Gabriel oder Steinmeier aus dem Bettchen geklingelt und klar gemacht, dass so etwas mit einem deutschen Kanzler nicht geht!

Aber Merkel.... Herrgott nochmal, welchen Müll  muss man sich alles als deutscher Staatsbürger bieten lassen, man schämt sich wirklich, Deutscher zu sein
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daiphong:

Der Fiskalpakt beibt Basis und Kern

2
29.06.12 21:17
für die ESM-Ausweitung, Hollane akzeptiert ihn jetzt offenbar auch, da hat Merkel im Kernbereich "gewonnen". Funktioniert er, würde der ESM hinsichtlich der Staatsanleihen ohnehin ein schönes Geschäft, auch für Banken und EZB. Das ausgelagerte große Problem sind die Bankenrekapitalisierungen, die jetzt an den Staaten vorbei gewaltige Transfers zwischen den Nationen bedeuten könnten, andererseits auch Vermögen im europäischen Ausland und Strukturen absichern würden und von Bundesregierung und Bundestag jeweils Zustimmung erfordern. Falls da ein Mittelweg zwischen Not und Elend gelänge, etwa weil der ESM als Selbstbedienungsladen für Banken zu klein bliebe und eher das Eindampfen des Bankensektors absicherte, hätte man die Eurokrise zwar nicht gelöst, aber immerhin eine sinnvolle Struktur gefunden. Bin gespannt, welche Bedingungen das BVG setzen wird.
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daiphong:

dreiklang, spon hat hier evtl. mal Recht

3
29.06.12 21:26
"Merkels Zugeständnisse werden mehr als wieder aufgewogen durch einen diplomatischen Sieg, den sie bereits im Vorfeld des Gipfels errungen hat: Sie hat es tatsächlich geschafft, dem sozialistischen französischen Präsidenten François Hollande einen angeblich 130 Milliarden schweren Wachstumspakt als gleichwertiges Gegengewicht zu dem in Paris so ungeliebten Fiskalpakt zu verkaufen. Dabei besteht dieser Wachtumspakt aus wenig mehr als Luftbuchungen und Hoffnungswerten. Er wird zwar nicht mehr Wachstum für Europa bringen, aber immerhin auch kein deutsches Geld kosten."

"Wenn bei der Ratifizierung alles glattgeht, hat Merkel mit dem Fiskalpakt in Zukunft ohnehin ein Instrument in der Hand, das gerade hochverschuldeten Staaten wie Italien extrem strenge Sparauflagen macht. Wie Deutschland muss auch Italien in Zukunft praktisch ohne neue Schulden auskommen - Italiens Haushaltsdefizit lag 2011 bei 3,9 Prozent der Wirtschaftsleistung. Zudem muss Italien seinen Gesamtschuldenstand von 120 Prozent der Wirtschaftsleistung zügig auf 60 Prozent halbieren. Ein gewaltige Aufgabe - und nur wenn Italien sie erfüllt, kann das Land billiges Geld aus dem ESM erhalten.

So ein drastisches Spardiktat hätte keine Troika in Rom jemals durchsetzen können."
Antworten
daiphong:

falls die Einschätzung oben stimmt und die

3
29.06.12 22:47
Ratifizierungen funktionieren, läuft an den Börsen eine begrenzte Sommer-Rallye, die spätestens im Herbst abrupt endet. Euro vs Dollar long, dfazu PIIS - Bonds long, US-Bonds short, das wäre dann die angekündigte große Wende in dieser Hinsicht: dann rücken die USA und BRICs in den Brennpunkt.
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Kicky:

Südeuropäer treiben deutsche Hauspreise in die Höh

4
30.06.12 10:22
www.welt.de/finanzen/immobilien/...auspreise-in-die-Hoehe.html

....Boutiquenchef Mario hat deshalb einen Großteil seiner Ersparnisse dahin gebracht, wo er sie sicher wähnt: an den Berliner Immobilienmarkt. Für mehr als 400.000 Euro hat er eine Eigentumswohnung in der deutschen Hauptstadt gekauft. "In Italien könnte mein Geld verloren gehen, in Berlin ist es gut aufgehoben", atmet er auf.

So wie der Geschäftsmann aus Genua handeln zurzeit viele Südeuropäer. Allein 93 seiner Landsleute haben in den vergangenen Monaten Wohnungen von Jacopo Mingazzini erworben. Der 45-Jährige, geboren in der piemontesischen Kleinstadt Ivrea, ist zwar seit seinem fünften Lebensjahr in Deutschland aufgewachsen und hat hier studiert.

Doch seine Eltern haben auch darauf geachtet, dass ihr Sohn die Muttersprache perfekt lernt. Das kommt dem Geschäftsführer des Immobiliendienstleisters Accentro nun zugute, seit immer mehr vermögende Italiener den Berliner Wohnungsmarkt als sicheren Hafen in der rauen See der Euro-Krise ansteuern.

....Von den mehr als 900 Objekten, die Accentro binnen Jahresfrist vermittelt hat, ging rund ein Drittel an ausländische Erwerber. Neben Italienern haben auch Portugiesen und Franzosen zugeschlagen, zahlreiche Spanier Interesse bekundet.

Ein Trend, den auch andere Marktakteure beobachten. "Wegen der Euro-Krise und der Rezession in ihren Heimatländern versuchen immer mehr Anleger aus Südeuropa, ihr Geld mit deutschen Immobilien zu retten", sagt Rackham Schröder von Engel & Völkers Commercial in Berlin.

Der Projektentwickler Frankonia Eurobau hat seine Werbung bereits auf den Trend abgestellt. "Wir verstärken unsere Öffentlichkeitsarbeit in Ländern wie Italien und Spanien", sagt Marketingchef Markus Kumbrink. Anzeigen in südeuropäischen Medien würden vorbereitet. "Zudem beginnen wir, mit Maklern in diesen Ländern zusammenzuarbeiten", ergänzt Kumbrink......
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Kicky:

Die Schleusen auf! Das bestürzende Gipfel-Ergebnis

5
30.06.12 10:26
Die Bundeskanzlerin hat standgehalten, so gut es halt ging angesichts des brachialen Auftretens des italienischen Premierministers Mario Monti. Weder haben die 17 Euro-Staaten in dieser Nacht Euro-Bonds beschlossen noch eine direkte Rekapitalisierung der Banken, die übermorgen wirksam wäre.

Und auch direkte Staatsfinanzierung durch die Europäischen Rettungsschirme ist erst angelegt in dem Kompromiss der Nacht, nicht aber beschlossen. Und dennoch: Das Einfallstor für eine gemeinsame Haftung der Euro-Staaten, des einen für den anderen, Deutschlands für Italien, es steht weit offen.

Das lädt dazu ein, es zu durchschreiten. Bedingungen und Vorbedingungen und ein langer gesetzgeberischer Weg stehen davor, etliche Beschlüsse des Deutschen Bundestags und, das ist nicht zu viel der Spekulation, auch Entscheidungen des Bundesverfassungerichts.

Und dennoch: Mag sich Monti auch im Siegesgeheul des Morgens vertun mit seiner Einschätzung, die Troika werde ihm nicht ins Haus kommen und der Weg hin zu Euro-Bonds sei hiermit beschritten: Das ist es, was er aus den Beschlüssen folgert. Denn die Regierungschefs haben beschlossen und in vier knappen Punkten festgehalten, dass Länder in Schwierigkeiten leichter an das Geld der anderen kommen und weniger dafür tun müssen. Das ist ein bestürzendes Ergebnis.

Die Bedingungen für Hilfe sollen kaum schärfere sein, als den Empfehlungen der EU-Kommission zu folgen, die sie einmal im Jahr ohnehin an die Hauptstädte übersendet. Das ist im Grunde das System Maastricht, gebaut auf dem Sand des Vertrauens.......
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Bonner:

Schöne Grüße aus der Vergangenheit

3
30.06.12 21:06
von Bankhaus Rott

In der europäischen Politik sind zahlreiche Abgeordnete und Kommissare offensichtlich verwundert, wie wenig sich die Realität für Beschlüsse irgendwelcher Räte und Kommissionen interessiert. Während so mancher immer noch glaubt, ein verringertes Defizit sei eine Ersparnis und mit ein paar hundert Milliarden mehr könne man die Welt wieder in den Tiefschlaf versetzen, schreiten die Fakten weiter voran.

Die Festlegung der Wechselkurse zur neuen Einheitswährung ist schon eine Weile her. Offenbar sind ein paar Jahre schon ausreichend dafür, dass manche Eurokraten sich gar nicht mehr daran erinnern können, dass die Kurse nicht schon immer fix waren. Es lohnt sich den Blick auf die historischen Daten zu lenken, denn die Parallelen zur aktuellen Entwicklung am Anleihenmarkt sind unverkennbar....

mehr unter:www.rottmeyer.de/schone-gruse-aus-der-vergangenheit/
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Bonner:

Deutsche Steuerzahler zur Schlachtbank

7
30.06.12 21:34
Elends-und Armutszeugnis Angela Merkel:

Wir hatten die EU-Gipfelergebnisse noch bis zum heutigen Morgen abgewartet, doch danach sind wir tief enttäuscht ins Bett gefallen, um über diese nationale Schande erst einmal beide Augen zu zu machen. Merkel ist – wie immer – umgekippt und hat sich von Europas Polit-Bürobossen ins Boxhorn jagen lassen. Herr Gott, wie kann diese Frau, die sich Kanzlerin aller Deutschen nennt, und in der Nacht den Ausverkauf unseres Landes ein Stück weit besiegelte, eigentlich noch im Spiegel anschauen und meinen, dass man ihr noch einen Fitzel an Vertrauen entgegen bringen kann? Wer diese Frau mit Thatcher vergleicht, kann nicht alle Tassen im Schrank haben.

Merkel kippt um vor dem Brüsseler Politbüro – Italien wäre wohl nächste Woche aus dem Euro ausgestiegen....

mehr unter:
www.wirtschaftsfacts.de/?p=20636
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gigimail:

Vor jedem Gipfel eine sichere Spekulation:

2
30.06.12 22:30

 Volltanken. Alles.

Der USA Bären-Thread 519101
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Kicky:

ESM ist ein Zwerg,hat nicht genügend Feuerkraft

4
30.06.12 23:21
...Wenn es auch so aussieht, als ob Italiens Premier Mario Monti am letzten Freitag alles bekommen hätte, was er wollte, so ist dies nicht ganz richtig. Niederlandes Premier Mark Rutte erklärte nach dem Gipfel, dass es Monti vor allem darauf angekommen sei, die beiden Rettungsfonds EFSF und ESM Italiens Staatsanleihen am Sekundärmarkt ankaufen zu lassen.

Zudem sei es Monti durch stetige Käufe von Staatsanleihen um das Einfrieren der Zinsen auf italienische Regierungsbonds gegangen. Doch beiden Forderungen habe man sich auf dem Brüsseler Gipfel widersetzt. Nach eingehender Analyse lässt sich feststellen, dass die beiden Rettungsfonds der EU zusammen nur über etwa 20% der Kapitalmittel verfügen, um die an den Kapitalmärkten umlaufenden Schulden Italiens und Spaniens abzudecken.

Allein diese Tatsache macht überdeutlich, dass der am Freitag getroffene Beschluss einmal mehr nur kurzfristig für Entspannung an den Finanzmärkten sorgen dürfte, bevor die Krise zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder die Brüsseler Tür eindrücken wird. Auch zeigt sich, dass die Fähigkeit zur Deckelung der Zinsentwicklung auf spanische und italienische Staatsanleihen nur äußerst begrenzt ist.

Das im ESM noch zur Verfügung stehende Kapital beläuft sich aktuell auf rund 500 Milliarden Euro, während die umlaufenden Staatsanleihen Spaniens und Italiens einen kumulierten Wert von fast 2,5 Billionen (!) Euro aufweisen. Es sollen von diesen 500 Milliarden Euro jedoch nicht nur Staatsanleihen der beiden Länder angekauft, sondern auch Banken im Bedarfsfall rekapitalisiert werden.

Dazu soll es aber erst im nächsten Jahr kommen, wenn eine europäische Bankenaufsichtsbehörde ihre Arbeit aufnehmen wird. Vorschläge dazu sollen erst Ende dieses Jahres auf dem Tisch liegen. Die Frage ist doch, ob die Finanzmärkte der EU und den entsprechenden Bankrottbanken überhaupt so lange Zeit geben werden?

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass Italien und Spanien mit 17,91% respektive 11,9% mit zur Kapitalisierung des ESM beitragen...Damit finanziert sich der Bailout-Fonds der EU zu fast 30% aus Finanzmitteln von Ländern, die bald selbst auf dem Bailout-Tablett liegen dürften. Irre was?

Woher soll dieses Kapital kommen?..... An den Bondmärkten sieht man Deutschland bereits als Kreditrisiko, weil allgemein davon ausgegangen wird, dass sich unser Land mit der „Rettung“ der Südschiene der Eurozone heillos übernehmen wird. Darüber hinaus haben die gestern getroffenen Gipfelbeschlüsse in keiner Weise etwas daran geändert, dass das Bankensystem in der Eurozone vor den alten und kaum zu lösenden Kernproblemen steht.

Hauptsächlich gilt das für die Tatsache, dass viele Institute insolvent sind und trotz allem weiterhin mit Kredithebeln arbeiten, die fernab von Gut und Böse sind. Fazit ist, dass der ESM im Vergleich mit diesen immensen Problemen wie ein Zwerg anmutet, der nichts anderes tun wird, als in den nächsten Monaten damit fort zu fahren, weiter Pflaster auf die offenen Wunden zu kleben.....www.wirtschaftsfacts.de/?p=20666
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Kicky:

Goldman zu den Target2- Risiken für Germany

3
30.06.12 23:26
www.zerohedge.com/news/...merely-ticking-inflationary-timebomb
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Kicky:

War Merkels Niederlage nur ein Schachzug

3
30.06.12 23:29
im Warten auf eine Volksabstimmung fragt zerohedge
interessanter Gedanke

www.zerohedge.com/news/...feat-merely-gambit-german-referendum
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Kicky:

Modell Mezzogiorno

5
30.06.12 23:45
nennt der Kommentator der NZZ das.was beim letzten Gipfel von Italien und Spanien durchgesetzt wurde

....Der Euro-Gipfel vom Donnerstag und Freitag zeigt mit aller Deutlichkeit, wie weit sich die Gemeinschaft bereits in Richtung Transfer-Union entwickelt hat. In den harten Verhandlungen zur Umverteilung von Mitteln von «solid» zu «weniger solid» haben Spanien und Italien in der Nacht auf den Freitag so erfolgreich agiert, dass die Nord-Süd-Frage in der EU zunehmend in den Vordergrund rückt. Die Gruppe der Hilfeempfänger, die vorwiegend im Mittelmeerraum liegt, tritt immer kräftiger als grosse Koalition in Erscheinung, die das von Deutschland angeführte Lager der Nettozahler und Risikoträger bedrängt. Das Verhalten des italienischen Regierungschefs Monti zeigt auch, wie blauäugig es ist, sogenannte Technokraten für weniger politisch und weniger raffiniert zu halten als «normale» Politiker.

So hat der Süden vorläufig erreicht, dass hilfsbedürftige Länder künftig unter milderen Spar- und Reformauflagen Zugang zu den Schutzschirmen erhalten dürften als die bisherigen Regeln vermuten liessen. Zudem sollen nun direkte Bankenhilfen aus dem für die lange Frist bestimmten Rettungsfonds ESM erlaubt werden. Dies wird zwar mit der «Gegenleistung» verbunden, dass die Bankenaufsicht auf europäische Ebene gehoben werden soll, aber diese Bedingung ist eine Absichtserklärung mit ungewisser Verbindlichkeit. Und diese lässt sogar noch offen, ob eine Zentralisierung der Aufsicht nicht erst recht politisch geprägt und zur Stützung wettbewerbsschwacher Banken und zur Unterdrückung von Marktkräften genutzt werden könnte.

Vor diesem Hintergrund erscheinen die Vorstellungen der deutschen Regierung von einer Fiskalunion sehr schillernd.Solche Regeln können im günstigen Fall ein gemeinsames Bemühen um Haushaltsdisziplin fördern, ebenso kann sich aber ein Zusammenspiel der grossen Gruppe der Unsoliden gegen Bürger und Steuerzahler daraus entwickeln. Dies gilt erst recht für den Vorschlag des Ratspräsidenten Van Rompuy zu einer Fiskalunion, die einer Vergemeinschaftung von Teilen der Finanzpolitik und auch von Schulden den Weg bereiten soll.

Daneben gibt es weitere Gebiete, die Politiker gerne zur EU-weiten Umverteilung nutzen möchten, etwa die Arbeitsmarkt- und die Sozialpolitik. Es ist zwar von den wirtschaftlichen Zusammenhängen her nicht ersichtlich, weshalb Arbeitslosigkeit ein Gemeinschaftsthema darstellen soll, das gemeinsame Lösungen erfordert. Aber es wird Politikern immer willkommen sein, durch eine EU-weite Arbeitsmarkt-Debatte und -Politik davon ablenken zu können, dass hohe Arbeitslosenquoten primär mit nationalen Spielregeln und Versäumnissen zusammenhängen.

Unter solchen Bedingungen müssten die deutschen Politiker, die am Freitag über den dauerhaften Schutzschirm ESM abstimmen, eigentlich noch einmal überlegen, wie weit sie im Interesse der deutschen Bürger handeln, wenn sie dem ESM zustimmen.

Nach wie vor sind die West-Ost-Mittelflüsse in Deutschland gewaltig, sie bleiben aber immerhin im Land und unter Kontrolle der eigenen Bürger. Wenn nun das Thema Italien bzw. Süditalien sozusagen in der Originalform auftaucht, ist dies viel brisanter, weil Mittel- und Kompetenz-Transfers aus Deutschland in die «Gemeinschaft» damit verbunden sind. Und nach allen Erfahrungen mit nicht eingehaltenen Versprechen in der EU-Politik deutet vieles darauf hin, dass sich die EU unweigerlich in Richtung «Modell Mezzogiorno» entwickeln wird.

www.nzz.ch/meinung/kommentare/modell-mezzogiorno-1.17300815
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permanent:

Nicht zu wenig Europa, sondern zuviel

6
01.07.12 09:36
Nachrichten
Politik

"Nicht zu wenig Europa, sondern zuviel"

Cameron erwägt Referendum

Großbritanniens Verhältnis zur EU ist seit jeher schwierig. Nun zeigt sich Premierminister Cameron offen für eine Volksabstimmung über das Verhältnis seines Landes zur EU. Es gebe "zu viel Bürokratie, zu viel Einmischung" in Angelegenheiten der Nationalstaaten. Das britische Volk sei nicht glücklich, mit dem, was es habe, "und ich auch nicht", so Cameron.

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Kicky:

Rechtslage in Deutschland wird diskutiert

5
01.07.12 10:25
,,,Schäuble hat sich bei seinem Vorstoß auf das Bundesverfassungsgericht berufen, dessen Präsident Andreas Voßkuhle gesagt hat: "Wenn wir einen europäischen Bundesstaat schaffen, dann brauchen wir eine neue Verfassung und dann muss das Volk beteiligt werden." Das könne über eine direkte Abstimmung über einen vorher erarbeiteten Verfassungsentwurf geschehen - oder über einen Konvent, der speziell dafür gewählt werde.

Voßkuhle ist mit seiner Auffassung unter den Juristen keineswegs alleine. "Formen wir die Europäische Union zu einem Bundesstaat um, so geht das in Deutschland nicht auf der Grundlage unseres Grundgesetzes", sagte der frühere Bundesverfassungsrichter Hans-Joachim Jentsch der Hallenser "Mitteldeutschen Zeitung". "Wir, das deutsche Volk, müssten uns eine neue Verfassung geben, die das zulässt."

Und der Verfasungsrechtler Christian Kirchberg verweist darauf, dass das Grundgesetz zwar keinen Katalog dazu aufliste, wann Volksabstimmungen notwendig sind. Es enthalte aber eine "Ewigkeitsgarantie", die festlege, welche Vorgaben des Grundgesetzes durch den Gesetzgeber niemals geändert werden könnten, sagte er den "Stuttgarter Nachrichten" vom Dienstag. Dazu zähle auch die Haushaltshoheit des Bundestags. Die Folge: Soll dieses "Königsrecht" gekippt werden, muss es eine neue Verfassung geben. Und dafür "wäre nach allgemeiner Auffassung eine Volksabstimmung erforderlich", betonte Kirchberg.

Ex-Verfassungsrichter Jentsch verweist in diesem Zusammenhang auf den Artikel 146 des Grundgesetzes. Darin ist festgelegt, dass eine neue Verfassung dann in Kraft tritt, wenn sie "von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist".

In der Praxis ist es aber gar nicht so einfach, zu entscheiden, wann die Maßnahmen zur Lösung der Euro-Krise den Rahmen des Grundgesetzes sprengen - und somit eine neue Verfassung erforderlich machen. Schon der Fiskalpakt enthalte eine Reihe von Regeln, die in die "Ewigkeitsgarantie" des Grundgesetzes eingreifen würden, argumentiert Linken-Vize Sahra Wagenknecht. "Wenn der Bundestag nicht mehr umfassend über den Haushalt entscheiden kann, dann steht die parlamentarische Demokratie als Ganzes zur Disposition."

Die Bundesregierung sieht den Punkt, an dem eine neue Verfassung gebraucht wird, hingegen noch längst nicht erreicht. Schäuble sagt zwar, es könne schneller gehen als gedacht. Aber derzeit könne niemand sagen, wann es soweit sei. Und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tritt ohnehin auf die Bremse. Sie teile zwar die "Grundausrichtung hin auf eine stärkere Integration", ließ sie über ihren Sprecher Steffen Seibert wissen. Aber derzeit stünde das nicht an. Es seien "Schritte von morgen und übermorgen", sagte er - und fügte hinzu: "Wahrscheinlich eher übermorgen."

www.stern.de/politik/deutschland/...-zu-eu-reform-1846791.html
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Kicky:

Bruce Kasting zu Bond Vigilantes,Spanien,Italien,F

 
01.07.12 10:32
......Me? I think it’s a spit in the bucket. The half-life of this bailout will be measured in weeks.

We have seen this play out time and again the past four years. The capital markets are forcing policy decisions.

“Wise” people like Paul Krugman have said for years that “Bond Vigilantes” don’t exist. There is no doubt any longer that they exist and are alive, well and hungry. The vigilantes are also armed with highly sophisticated robots that can execute attacks on multiple fronts and across markets in milliseconds. The war going on in the bond markets is not over by a long shot.

My read of the EU summit is that Spanish banks are going to get a “soft” bailout. Existing common shareholders and subordinated bond holders will not get wiped out (as they should). The bankers must love this result. They get to keep their jobs for a few years longer, all the time praying for a miracle.

Where does this go? Directly to Italy. Which Italian bank would love to have some of that cheap equity money that Brussels is doling out? All of them.

But here’s the deal, France’s banks are in desperate need of new equity too. They have been selling off assets left and right.
That’s no way to keep up employment in Socialist France. There are some very big balances sheets in Paris that need a new slug of 3% Perpetual Preferreds. If Italy’s banks get the "Sweet Deal," then the French banks will have their hands out too.

Read more: brucekrasting.blogspot.com/2012/06/...-euro.html#ixzz1zMF8z9R5
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Kicky:

zerohedge zu Deutschlands Garantie

 
01.07.12 10:38
....Simply said Greek debt will continue growing as a percentage of its GDP, meaning it, and Ireland, and Portugal, and soon thereafter Italy and Spain will be forced to borrow exclusively from the EFSF. Therein lies the rub. In a just released report by Bernstein, which has actually done the math on the required contributions to the EFSF by the core countries, the bottom line is that for an enlarged EFSF (which is what its blank check expansion today provided) to be effective, it will need to cover Italy and Belgium. As AB says, "its firepower would have to rise to €1.45trn backed by a total of €1.7trn guarantees." And here is where the whole premise breaks down, if not from a financial standpoint, then certainly from a political one: "As the guarantees of the periphery including Italy are worthless, the Guarantee Germany would have to provide rises to €790bn or 32% of GDP." That's right: by not monetizing European debt on its books, the ECB has effectively left Germany holding the bag to the entire European bailout via the blank check SPV. The cost if things go wrong: a third of the country economic output, and the worst case scenario: a depression the likes of which Germany has not seen since the 1920-30s. Oh, and if France gets downgraded, Germany's pro rata share of funding the EFSF jumps to a mindboggling €1.385 trillion, or 56% of German GDP!

The Europarliament, ECB and IMF may have won their Pyrrhic victory today... But what happens tomorrow.....
www.zerohedge.com/news/...ng-our-money-greece-promptly-obliges
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Kicky:

Großindustrie pro Euro

3
01.07.12 10:44
Niemand unterstützt die Euro-Rettung so hingebungsvoll wie die deutschen Großkonzerne. Mit Solidarität hat das wenig zu tun. Die EZB finanziert ihnen den Absatz. Und die Euroretter nehmen ihnen das Währungsrisiko ab. Die Zeche zahlt der Steuerzahler. .....

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/...ro-11805201.html
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Kicky:

FAZ

5
01.07.12 10:46
Die Architekten einer Schulden- und Haftungsunion - es sind die Regierungschefs aller Eurostaaten - haben das europäische Haus bald zu Ende gebaut. Dort gilt das Prinzip: Wer überschuldet ist und die Zinslast der Kapitalmärkte beschwerlich findet, kann sich billiges Geld bei den starken europäischen Nachbarn holen (derzeit vor allem aus Deutschland). Das Ganze läuft unter dem Motto „Solidarität“ und soll die europäische Einigung befördern.

Nach dem jüngsten EU-Gipfel in Brüssel am vergangenen Freitag hat das Tempo angezogen. Künftig können sich auch marode Banken direkt neues Kapital beim sogenannten Rettungsfonds ESM holen. Das heißt nichts anderes, als dass deutsche, französische und andere Steuerzahler nicht nur für die Fehlentscheidungen des griechischen, spanischen oder italienischen Staates, sondern auch seiner Banken einstehen müssen. Eine derartige Verstaatlichung privater Schulden gab es bislang nur in marxistischen Lehrbüchern, nicht in jenen der Sozialen Marktwirtschaft.
........
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...on-zentralwahn-11805165.html
Antworten
Dreiklang:

Was für eine Fehlbesetzung

11
01.07.12 11:05
... unsere Kanzlerin, so hochgelobt, wie intelligent, "Mme No.",

Ach was. Ich habe das FDJ-geschulte Polit-Geschwurbel  Merkels nie geglaubt. Sie glaubt wohl an ihre Sprechblasen, an ihre erfundene Wirklichkeit. Monti hat erkannt, dass das nur heiße Luft ist, und es ausgenutzt. Natürlich zerfetzt die Presse jetzt Merkel. Unübertroffen süffisant  (aber gerecht!) ist wohl dieser Beitrag aus SPON:

"Die schwäbische Hausfrau hat ausgedient" von Verheugen

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...-eu-gipfel-a-841747.html

Merkel kann sich nur halten, weil a)

die Opposition geradezu schwachsinnig agiert und Merkels Sprachideologie nachahmt (ein bisher einzigartiger Vorgang, höchst ungewöhnlich für eine Demokratie)

b) viel wichtiger aber, dass Merkel trotz ihrer außenpolitischen Schwäche dank ihrer Kadererfahrung die CDU in eine ebensolche hörige Kaderpartei sozialistischen Zuschnitts umwandeln konnte.  Merkel hat die CDU gewissermaßen geistig entmannt.

Ich bin bleich vor Wut angesichts des angerichteten Desasters, was zum Einen daran liegt, dass Merkel so leicht in Brüssel vorgeführt werden konnte - und zum Anderen in der völligen Unfähigkeit unserer "Politiker" in Berlin, eine angemessene Antwort zu finden.
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relaxed:

#97145 Das "Problem" ist nicht Merkel

10
01.07.12 11:28
sondern die Opposition ... denn die würde den Ausverkauf Deutschlands noch beschleunigen.

Ich will hier jedoch einmal die zur Zeit herum geisternden Schreckensszenarien einordnen.

Deutschland mit seiner industriellen Basis und seiner gut ausgebildeten Bevölkerung  hat nach dem 2. Weltkrieg kaum 10 Jahre benötigt, um wirtschaftlich wieder vorne mitzuspielen.

Hingegen hat Deutschland nach dem 1. Weltkrieg fast 100 Jahre an den Reparationsverpflichtungen abgezahlt.

Internationale Zahlungsversprechen haben eine viel längere, über Generationen andauernde Tragweite. Wirtschaftliche Einbrüche hingegen sind kurzfristiger Natur und jede gut ausgebildete Generation kann sich wieder ein komfortables Leben erarbeiten.


Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.
Antworten
permanent:

EZB will Griechen entgegenkommen

6
01.07.12 11:32

Hilfsprogramm: EZB will Griechen entgegenkommen

EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat Griechenland ein Entgegenkommen beim Hilfsprogramm signalisiert. Deutliche Abweichungen von den Auflagen seien aber ausgeschlossen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist laut ihrem Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen grundsätzlich bereit, über Änderungen an einzelnen Punkten des Griechenland auferlegten Sparprogramms zu sprechen. EU, IWF und EZB seien prinzipiell bereit, einzelne Bedingungen anders zu gestalten, sagte Asmussen am Samstag der griechischen Zeitung "Kathimerini".

Allerdings dürften die wichtigsten Ziele des Programms nicht angetastet werden. Sollten die fiskalischen Ziele wie von der Regierung angestrebt gestreckt werden, laufe dies auf einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf hinaus, betonte Asmussen.

Antworten
Gegenpol:

#45

 
01.07.12 11:37
"Ich bin bleich vor Wut angesichts des angerichteten Desasters, was zum Einen daran liegt, dass Merkel so leicht in Brüssel vorgeführt werden konnte - und zum Anderen in der völligen Unfähigkeit unserer "Politiker" in Berlin, eine angemessene Antwort zu finden. "

Wir wurden weder Vorgeführt, noch liegt es an unserer inkompetenten Opposition. Die BRD ist kein souveräner Staat, wir sind abhängig von den Siegermächten des 2. Weltkrieges. Oder glaubt ihr ernsthaft, dass sich die deutschen Politiker jedes mal aufs neue von ihren politischen Amtskollegen reinlegen lassen? Das halte ich doch für reichlich naiv, wenn nicht gar dumm!!

Dieses Interview von Herrn Schäuble bestätigt meine These:

http://www.youtube.com/watch?v=Cr03QY9qSIE

"Wir Deutschen sind seitdem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän [...]"
Antworten
permanent:

Die Aufgabe dt. Politiker egal ob Regierung oder

6
01.07.12 12:23

Opposition ist es die Interessen des dt. Volkes zu vertreten.

Wie viel politische Versprechen dabei wert sind kann man häufig erst im nachhinein erkennen. Das Vertrauen schwindet immer mehr und das aus gutem Grund wie man auch an historischen Aussagen erkennen kann.
http://www.ariva.de/forum/...ren-Thread-283343?page=3884#jump13716943

Permanent

Antworten
Stöffen:

Mir klingt Pimco noch in den Ohren

8
01.07.12 12:36
als hier Andrew Bosomworth, der Chef von Pimco Deutschland, seinerzeit erklärte, warum Pimco sich im größeren Stil von den Anleihen des Bundes verabschiedet hat:

"Wir erwarten, dass Deutschland seine Rolle als sicherer Hafen verlieren wird. Auf den deutschen Staat kommen unabsehbare Lasten zu. Denn überlebt die Euro-Zone, was wir hoffen und erwarten, zahlt Deutschland über Rettungsschirme und Euro-Bonds. Zerfällt sie, muss es Geld für die Bewältigung der folgenden Rezession und die Rettung von Banken ausgeben".

Wie bezeichnet man treffenderweise eine solche Situation? Etwa "between a rock and a hard place"?

LOL.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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