Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 3569  3570  3572  3573  ...

Der USA Bären-Thread


Thema
abonnieren
Beiträge: 156.480
Zugriffe: 27.022.326 / Heute: 5.232
S&P 500 7.296,59 -1,15% Perf. seit Threadbeginn:   +400,11%
 
daiphong:

#89246 Frankreichs Drohpotential,

8
20.10.11 00:43
auch das von Sarkozy selbst, dürfte in letzter Zeit erheblich geschrumpft sein, da beißt er bei Schäuble auf Granit. Zudem hat Trichet  eindeutig erklärt, dass die Banklizenz auch rechtlich nicht geht - das sieht eher taktisch nach Verhandlungsmasse für andere EFSF-Details aus, oder für den Wahlkampf.
Antworten
permanent:

Groupon dampft Börsengang ein

4
20.10.11 06:35

Der mit Spannung erwartete Börsengang der Schnäppchen-Website Groupon wird angeblich deutlich kleiner ausfallen als ursprünglich erwartet. Ursprünglich hatte Groupon einen Börsenwert von 20 Milliarden Dollar anvisiert. Mehr…

Antworten
permanent:

EU erwägt vorübergehendes Verbot von

12
20.10.11 08:04

#800000">Alleine solche Dinge zu äußern zeugen bereits von Dummheit. Die Rolle der Ratingagenturen in der Schuldenkrise ist sicher mehr als fragwürdig. Ein Verbot wäre jedoch nicht durchsetzbar und würde gleichzeitig eine Einschränkung der Redefreiheit bedeuten. Solche Erwägungen sind naiv, kontraproduktiv und populistisch.

#800000">Permanent

20.10.2011 07:45

EUBinnenmarktkommissar

Michel Barnier will es

Ratingagenturen künftig

notfalls verbieten, Urteile

über kriselnde EULänder

zu

veröffentlichen.

Das berichtet die "Financial Times Deutschland"

(Donnerstagsausgabe). In einem vertraulichen Vorabentwurf für eine

Reform des Gesetzes zu den Ratingagenturen schlägt Barnier vor,

dass die neue Wertpapieraufsicht ESMA das Recht erhält, die

Veröffentlichung von Einschätzungen über die Zahlungsfähigkeit

"vorübergehend zu untersagen". Der Entwurf liegt der "FTD" vor.

Der Kommission geht es um Staaten, die über Finanzhilfen

verhandeln - etwa Gelder aus dem EU-Rettungstopf EFSF oder vom

Internationalen Währungsfonds (IWF). Ein Verbot könne verhindern,

dass ein Rating in einem "unangebrachten Moment" kommt, "mit

negativen Folgen für die Finanzstabilität des Staates und möglichen

destabilisierenden Effekten auf die Weltwirtschaft", heisst es im

Entwurf.

Barnier ist der Überzeugung, die Ratingagenturen schätzten in so

einem Moment die Lage nicht immer richtig ein, und fordert deshalb

die Möglichkeit eines Bewertungsverbots. Derzeit erhalten

Griechenland, Irland und Portugal EU- und IWF-Geld. Viele Experten

spekulieren aber, dass mittelfristig weitere Länder Hilfe brauchen -

etwa Italien und Spanien.

Inwieweit dann die neuen Regeln greifen, hängt davon ab, wann das

Gesetz in Kraft tritt. Barnier hat die Vorlage für spätestens November

avisiert. Bis dahin sind Änderungen möglich. Dann müssen noch das

Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten zustimmen. Vor

Herbst 2012 wird es kaum in Kraft treten können.

Damit ein Ratingverbot möglich wird, müssen neben laufenden

Hilfsverhandlungen eines Staates weitere strikte Kriterien erfüllt sein.

So müssen durch die Bewertung Probleme in anderen Ländern

drohen oder das EU-Finanzsystem als Ganzes gefährdet sein. Die

ESMA soll sich zudem mit anderen Aufsehern abstimmen.

Barnier will Ratings auf Staatsanleihen auch generell verbessern. Die

Bonitätswächter sollen ihre Einschätzungen mindestens alle sechs

Monate überprüfen statt wie bislang alle zwölf. Zudem soll die

Datenbasis der Urteile transparenter werden. Auch sollen sie erst

nach Handelsschluss an den EU-Börsen, aber spätestens eine

Stunde vor deren Eröffnung vorliegen.

Insgesamt geht Barnier die Anbieter hart an. So drängt er die 27 EUMitgliedsstaaten,

sicherzustellen, dass Investoren sie stärker

zivilrechtlich zur Verantwortung ziehen können, wenn ihnen durch

"mangelhafte Ratings" Schaden entsteht. Für komplexe strukturierte

Finanzprodukte sollen ausserdem zwei Ratings vorgeschrieben sein,

die Zwangsrotation der von Kunden genutzten Agenturen soll

grösseren Wettbewerb sicherstellen.

(AWP)

 

EU erwägt vorübergehendes Verbot von

Länderratings

Antworten
daiphong:

#43 kübi, mein Guter,

3
20.10.11 08:23
auch Schäuble ist kein Linker.  Aber von deiner Position aus ist ja die gesamte Welt links  :-o)
Antworten
Pichel:

Krieg?

12
20.10.11 08:39
Gestern bei Maischberger: Der ex-CDU Generalsekretär und spätere Ministerpräsident von Sachsen, Kurt Biedenkopf – eigentlich aufgrund seines Alters und seiner gesicherten Existenz nicht jemand, der um sein politisches Amt und seine Existenz kämpfen müsste – outete sich ebenfalls als Euro-Verfechter bis zum letzten Blutstropfen. Der Vorschlag von Hans-Olaf Henkel, den Euro in einen Süd- und Nord-Euro zu spalten sah Biedenkopf als Demütigung Frankreichs an. Dabei wurde der Französische Franc vor der Euro-Gründung mehrmals in seiner Geschichte von der Deutschen Mark gedemütigt.



Und was soll das dumme Gefasele, dass Frankreich mit der Montanunion Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg die Hand gereicht habe, weil es ansonsten zu einer Ruhr-Besetzung durch die Franzosen gekommen wäre.



Komisch – lag nicht das Ruhrgebiet in der Britischen Zone? Oder verwechselt Biedenkopf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Ruhrgebiets-Besetzung der Franzosen im Jahre 1923. Und dann kam noch Ursula von der Leyen mit ihrem Hinweis, dass Deutschland nach dem Krieg die Deindustrialisierung nach den Plänen des US-Finanzministers Henry Morgenthau gedroht hätte.



Wer zieht hier die Fäden im Hintergrund – mit Drohungen, die praktisch eine Kriegserklärung an Deutschland darstellen?



Auch die Basler Zeitung thematisiert das Thema Krieg unter dem Titel Sarkozy warnt vor der Wiederkehr der europäischen Konflikte: Selbst auf die Möglichkeit eines weiteren Krieges in Europa spielte der französische Präsident dabei an: Jene, die den Euro zerstören, werden die Verantwortung dafür tragen müssen, wenn auf unserem Kontinent die Konflikte wieder zurückkehren. Nicht viel zurückhaltender äußerte sich gemäß Financial Times auch der französische Premierminister Francois Fillon: Wenn wir keinen Erfolg haben, ist Europa einem großen Risiko ausgesetzt.



Wird der Euro als Währung des Friedens nun zum Casus Belli – zum Grund für einen neuen Krieg? Oder haben die Deutschen nur den Stolz der Franzosen gebrochen und diese schlagen nun rhetorisch wild um sich, wie auch die Basler Zeitung vermutet: Frankreich ist in der für das Land besonders demütigen Lage, dass die Entscheide zu einer Lösung letztlich von Deutschland abhängen.



Wenn der deutschen Politik wirklich vom Ausland mit Krieg gedroht wird, wollte Deutschland den Euro verlassen, dann sollen die Politiker wenigsten den Mut dazu haben, dies offen auszusprechen. Dann wissen wir wenigsten, woran wir sind: Der Euro ist dann nur eine Fortsetzung des Diktats von Versailles 1919 und 1921 - nicht mittels direkter Reparationen, sondern indirekt. Addiert man Deutschlands Verpflichtungen aus dem Euro-Rettungsfond, Target2 und anderen Verpflichtungen (EZB-Ausleihungen, IWF-Anteil, etc) zusammen, dann kommen wir jetzt bereits auf fast 800 Milliarden Euro. Für dieses Geld haben wir echte Waren in die Eurozone geliefert. Da sind wir nicht mehr weit weg von den 132 Milliarden Goldmark, welche die Alliierten Deutschland im Mai 1921 mit dem Londoner Ultimatum als Reparationen aufgezwungen hatten.



Aber wer glaubt denn ernsthaft daran, dass das heutige Rettungsvolumen zukünftig nicht weiter steigen wird.



Ich weiß auch, wie das deutsche Volk ähnlich wie zur Ruhrbesetzung 1923 passiven Widerstand leisten kann: Wir tauschen einfach all unsere Euro-Vermögen in Gold und Silber um. Dann können unsere Politiker weiter zum Euro halten wie damals die Politiker zum Versailler Vertragswerk. Wir Bürger agieren einfach als Währungs-Zersetzer – nach der Devise: Nein! Mich zwingt ihr nicht (zum Euro). Für den Rest fehlt dann eigentlich nur noch eine Bundesbank, die wie damals Hjalmar Schacht die Reichsmark, nun den Euro in die Hyperinflation treibt.  
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
Antworten
Pichel:

Link dazu

3
20.10.11 08:40
www.bullionaer.de/ziemann.php/goldnews/...83ab084cd501dbc7d160
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
Antworten
Dreiklang:

"quod licet jovi, non licet bovi"

7
20.10.11 09:10
Niemand hatte Frankreich aufgefordert, in der EMU den Staatsfinanzierer zu spielen.

"jovi" : Dass Deutschland, NL und andere HÜ-Länder in ihren (Bank(Bilanzen Forderungen gegen entweder die EZB (monetär) oder Staaten (Staats- oder Bankanleihen) halten, ist zwangsläufig. Irgendwie muss sich der Handelsüberschuss ja abbilden.

"bovi" : Die (alle von der ENA kommenden, alles, was in Frankreich leitend ist, kommt von der ENA) Finanzexperten erkannten die Chance, in großem Umfang und mit großem Hebel, d.h. via Kredit, Staats- und Bankenanleihen südeuropäischer Staaten zu kaufen. Die Zinsdifferenzen würden beträchtlichen Gewinn abwerfen. Zugleich - und das ist das politische dabei - wäre damit eine enorme monetäre Expansion verbunden. Man dachte, man habe die Lizenz zum Gelddrucken (honi soit qui mal y pense)

Jetzt ist der Ochse am Ende und muss bei Jupiter um Begleichung seiner Schulden nachsuchen. Problem : Schäubles 211 Milliarden sind für Frankreich Firlefanz, mit solch lächerlichen Sümmchen hält sich die Grande Nation natürlich nicht auf. Also muss die Lizenz zum Gelddrucken (wieder) her. Und das geht am besten über die EZB, nur hier lassen sich die Mittel generieren, die Frankreich angemessen sind.

Fazit: Das weiche Dickschiff Frankreich ist leckgeschlagen und hat bereits enorme Schlagseite. Nur die Geldpumpen der EZB könnten FR retten. Die Berliner Gurken sträuben sich noch. Doch der Joker : " Fällt Frankreich, fällt der Euro" wird gespielt werden und funktionieren, denn niemand rettet dem Euro so sehr  wie Änschie.
Antworten
Malko07:

Die Politik sollte nicht mit dem Gedanken

10
20.10.11 09:12
spielen, "korrupten" Rating-Agenturen den Mund zu verbieten, sie sollte ihre Macht brechen. D. h. sie sollte alle Vorschriften zu Geldanlagen, welche Bezug auf Ratings nehmen, eliminieren und durch eine zivilrechtliche Verantwortung ersetzen. Staatsanleihen oder Ähnliches sollten rechtlich und aus Sicht der Bewertung  und der Eigenkapitalunterlegung nicht anders als andere Vermögensgegenstände behandelt werden.

Bis jetzt versuchen sie so rumzudockern, dass ihre Verschuldungsmöglichkeiten erhalten bleiben. Das ist allerdings kein Weg aus der Krise sondern ein Weg weiter und tiefer in den Sumpf.

Je schneller die Staaten ihre Neuverschuldung einstellen umso langsamer wächst nicht gedecktes Vermögen. Je nachhaltiger sie Altschulden abbauen  umso stärker sinkt virtuelles Vermögen.

Auch die Wähler sollten einsehen, dass die Politik sie nicht vor den Unbilden der evolutionären Entwicklung schützen kann. Sie kann nur dem einen etwas geben das sie einem anderem genommen hat. Sie kann nur dafür sorgen, dass die Infrastruktur funktioniert (inklusive Ausbildung) und die Gesellschaft ausreichend sozial organisiert ist. Für die Finanzierung all ihrer Tätigkeiten muss die Bürger dementsprechend ausrauben. Sie sollte deshalb mit den Ausgaben vorsichtig umgehen. Sie sollte mit dem Unsinn aufhören zu behaupten, sie könnte die Wirtschaft steuern und ihre "Investitionen" wären Investitionen in die Zukunft. Die Zukunft kennt nämlich keiner und Planwirtschaft funktioniert nicht.
Antworten
Dreiklang:

Sarkozy muss die "Banklizenz" nach Hause bringen,

6
20.10.11 09:38
oder etwas vergleichbares, koste es (Deutschland) was es wolle, sonst darf er auf seine Bruni nich mehr drauf

Mal im Ernst: die ganze anglo-am. Finanzwelt dürfte bereits in Berlin auflaufen, um das in die Richtung zu bringen, vielleicht "klärt" ja auch ein Telefongespräch Merkel/Obama die Angelegenheit.
Antworten
Pichel:

Achtung Bild! "Erster Banker spricht es aus:"

4
20.10.11 09:38
„Es droht eine Währungsreform!“

www.bild.de/geld/wirtschaft/...hrungsreform-20543368.bild.html
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
Antworten
KuK Hofmarsc.:

assets

2
20.10.11 09:56
Malko, schöne Idee, das auf den ratings aufgebaute System zur Berechnung der Eigenmittel, der Liquidität, in weiterem Sinne auch der Mündelsicherheit, der repo-Fähigkeit, der Zentralbankfähigkeit, ... etc zu brechen.
Aber normal bedarf es dazu eines alternativen Systems, bevor ein bestehendes abgewürgt werden kann. Hast du auch dazu einen Vorschlag?
Antworten
Bärentatze:

@KuK Hofmarschall; 89261

8
20.10.11 10:26

Die Ratingsagenturen haben sich doch mit der Subprimekrise total blamiert und das aufgebaute Vertrauen zerstört. Und in dieser daraus entstandenen Finanzkrise wurde einem vorgeführt was passiert wenn man jemand blind vertraut.

Die Ratingsagenturen sollten mMn. weiter existieren. Sind auch notwendig. Aber wie Malko schrieb: D. h. sie sollte alle Vorschriften zu Geldanlagen, welche Bezug auf Ratings nehmen, eliminieren und durch eine zivilrechtliche Verantwortung ersetzen.

Wer oder was bestimmt  was eine sichere Geldanlage ist.  Und wieviel glaube ich dem. Dies darf nicht automatisch Abgenickt oder gesetzlich festgeschrieben werden. Es reduziert jedliche Sorgfaltsplichten.

Gruß Bärentatze

Zitat André Kostolany
"An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil."
Antworten
KuK Hofmarsc.:

x

2
20.10.11 10:34
Das soll ja keine Diskussion über Ratingagenturen werden.
Ich will nur veranschaulichen, dass es einer Systematik zur Regulierung von EM. Liqui, Anrechenbarkeit der Asstes für Repo, EZB, etc. und damit auch zur Vergleichbarkeit des Risikos von Banken braucht.
Gut, nun kommen Gedanken auf, diese Systematik mit den Ratings nicht mehr fortzuführen. Schön.
Aber, wie dann? Das mit der zivilrechtlichen Verantwortung versteh ich in diesem zusammenhang nicht. Es ist auch nicht ersichtlich, wie das gemeint ist.
Deswegen frag ich ja nach.
Es hilft ja oft nichts, eine System abschaffen zu wollen, solange keine Alternative besteht.
Siehe auch Geldsystem, Demokratie etc.
Antworten
Malko07:

Die EZB legt heute schon

6
20.10.11 10:59
willkürlich fest, wie sie "Sicherheiten" bewertet. Dass sie dazu auch manchmal Bezug auf Ratings nimmt und dann wiederum nicht, zeigt, dass es das andere System schon lange gibt und immer schon gab. Gesetzlich vorgeschrieben ist dagegen die Beachtung des Ratings bei mündelsicheren Anlagen. Und diese Vorschriften gehöre eliminiert und durch zivilrechtliche Verantwortung ersetzt. Das ist auf keinen Fall eine systemrelevante Frage, betrifft aber einen sehr großen Anteil des Anleihegeschäft. Immerhin gibt es diese Vorschrift bei etlichen Eurostaaten nicht und die funktionieren diesbezüglich besser.
Antworten
KuK Hofmarsc.:

x

 
20.10.11 11:08
Entweder ich kann heute nicht sinnbegreifend lesen oder 89265 ist tatsächlich schwer zu verstehen. Auf jeden Fall ist mir noch immer nicht ersichtlich, WELCHE Vorschriften, die sich am Rating orientierten, geändert gehören ??
Mündelsicherheit (komplett irrelevantes Thema)?
EZB-Fähigkeit (meine Meinung zur Missachtung der eigenen Richtlinien der EZB bei zB Griechenland-bonds ist eindeutig negativ)?
Eigenmittel?
Liquidität?
Repo-Fähigkeit?
Antworten
Malko07:

Es gibt in den EZB-Regeln

4
20.10.11 11:40
keine Vorschriften wie Sicherheiten zu bewerten sind. Also zuerst die Richtlinien lesen und dann Behauptungen aufstellen. Welche Rating-Agentur soll da auch zuständig sein, bei der Unzahl an Agenturen? Die EZB dürfte auch Briefmarkensammlungen akzeptieren. Gegen irgendeinen nebulösen Geist verstoßen oder gegen Richtlinien verstoßen ist ein himmelweiter Unterschied.

Mündelsicher war von mir auch etwas weiter gemeint als alleine auf die klassische mündelsichere Anlage bezogen. Gemeint waren auch die gesetzlichen Vorschriften diesbezüglich zu Lebensversicherungen, Pensionskassen, Betriebspensionen, ... also den Großteil der Anleihekäufer (in Deutschland).

Rückkaufvereinbarungen können sehr wohl ohne Ratings laufen. Die Partner dürfen sich ja dabei auch ruhig auf Ratings beziehen. Hat mit der Gesetzeslage primär nichts zu tun. Einigen können sie sich aber auch auf ganz konkrete Papierarten.

Es ging mir um die gesetzlichen Vorschriften in Deutschland und in etlichen anderen Ländern der Eurozone die im Vergleich zu anderen Staaten der Eurozone, welche diese Vorschriften nicht haben, schlechter abschneiden.

Und Banken sind ja soooooooooooooooo vom Markt überzeugt. Also können sie auch für ihre Bestände für darauf aufbauende Geschäfte den Markt akzeptieren. Bei den CDS-Preisfestlegungen bedürfen sie ja auch keine Ratings. Da genügen mafiöse Mauscheleihen im Hinterzimmer.
Antworten
KuK Hofmarsc.:

x

 
20.10.11 11:51
"Staatsanleihen oder Ähnliches sollten rechtlich und aus Sicht der Bewertung  und der Eigenkapitalunterlegung nicht anders als andere Vermögensgegenstände behandelt werden."
aus #258 ist also rausgefallen?
Nimmst du das zurück? Mir würde ein Stein vom Herzen fallen! :-)

- Repos: Wie du schreibst, eher nebensächlich.
- Gesetzliche Vorschriften zu Lebensversicherungen: also ohne Rating, dafür mit "sicher muss es halt sein", und wenn sich der bonds-Käufer / Fondsmanager irrt und sich der Bond als nicht sicher erweist, dann verklagen wir ihn halt??
Ernst gemeint: Wie meinst du das?

Ich denk dieses Thema ist an Bedeutung nicht zu unterschätzen (auch bzgl. der Bankenvorschriften Basel III und co.) weil es maßgebend die Rahmenbedingungen für Banken und auch alle anderen Finanzmarktteilnehmer vorgibt.

Und übrigens Malko: Es ist komplett nebensächlich, wovon die Banken überzeugt sind. Ich dachte, es geht hier um die regulative Seite, also um den Gesetzgeber, und mal ein einziges mal nicht um Banken.
Antworten
Bärentatze:

Beim Googlen gefunden

6
20.10.11 11:56

Eigentlcih wollte ich nur

"Warum haben sich die Landesbanken so mit Subprimepapieren vollgesogen. Die Papiere waren gut geratet, die LB hatten Geld zum Anlegen in "AAA sichere" Papiere.  Dazu sind diese verpflichtet."

schreiben. Und googelde dazu ein wenig rum und fand dies:

Lehren aus der Finanzkrise

Vom Banker zum Bankier

http://docs.google.com/...HIEtbSvExr1iI4moi3A77rztlTcyqCw7A&pli=1

Letztendlich wäre eine gesetzliche Bevormundung für das Anlegen in gutgerateten bei den LBs nicht so ausschlaggebend gewesen, wenn eine sorgfältige Überprüfung der Subprimeanleihen erfolgt wäre.

Gruß Bärentatze

Zitat André Kostolany
"An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil."
Antworten
Kicky:

WSJ: Zweifel bei Hebelung des EFSF

7
20.10.11 12:03
Zweifel wohl insbesondere ,weil so die Schulden der Kreditnehmer erhöht werden und es unklar ist,was im Garantiefall passiert,ob z.B.Deutschland dann sein Geld zurückerhält .
Ausserdem ist ja ein grosser Teil der 400Milliarden bereits verbraten,also nur ca 275 Milliarden übrig, und die reichen allenfalls für 20% eines 1,4 Billionen EFSF.Und für Frankreich könnte die Ausweitung des EFSF der Punkt sein ,sein AAA-Rating zu verlieren..Es sei auch fraglich,ob die Anleger die Garantie glauben oder weiterhin höhere Zinsen verlangen.Es sei entscheidend ,was der Markt verlangt.

In dem Artikel werden zuerst die Zusammenkunft in Frankfurt mit Sarkozy u.a. besprochen und am Ende die Prüfung des Vorschlags durch Finanzanalysten.Da der erste Teil ja bekannt ist-Malko hat das gestern gut erklärt,wie der Fond funktionieren soll und die Graphik ist auch anschaulich ,bringe ich mal den letzten Teil,der nicht öffentlich zugänglich ist.


As financial analysts examine the insurance proposals, they doubt that they can come close to providing the €2 trillion widely viewed as necessary to quell the skittishness of bond investors. Jacques Cailloux, European economist at Royal Bank of Scotland, said Wednesday in a note that "the insurance policy is more likely to fail than to succeed in attracting private-sector interest."
The first reason this is difficult is that a significant proportion of the fund is already earmarked. The lending capacity of the fund is €440 billion, roughly the sum of the guarantees it has available from the euro-zone's six triple-A governments.

The fund has pledged €26 billion to Portugal's bailout plan, €17.7 billion to Ireland, and will require about €70 billion for a new bailout for Greece. But it's also expected to provide funding to boost the capital of euro-zone banks—and may be called on to back bank funding. Assuming a conservative €50 billion needs to be set aside to help banks, just €275 billion is left: enough to guarantee 20% losses on €1.4 trillion of bonds.

Sony Kapoor, managing director of the Re-Define financial think tank, says governments are being pulled in several directions. They want the fund's firepower to be big, which implies a substantial leverage of the €440 billion. But the fund also needs to be effective. For investors, the more extreme the leverage, the more worried they will be about whether the EFSF guarantees are worth anything.

A third factor is, the more the EFSF leverages up, the more at risk are the guarantees provided to it by Germany and the stronger economies in the euro zone. For France, whose triple-A credit rating is the most vulnerable in Europe, a big expansion of the EFSF could be the final straw. If France loses its triple-A, then confidence in the EFSF guarantees unravels and the debt crisis begins to infect the core of the currency union.

Analysts also question whether investors will believe in the guarantees. If they don't, borrowing costs won't fall. The key is whether Germany and the other creditors to the EFSF insist on being repaid if the guarantees are called because of a default. If Italy has to find the resources to pay back Germany and others, then these resources aren't going to repay bondholders.

Even if the EFSF declares it won't insist on being a senior creditor in the event of default, the important thing is "not just what the nominal seniority of the creditors is, what the markets believe the seniority is," says Justin Knight, bond strategist at UBS Investment Research.online.wsj.com/article/...970204618704576640931430745712.html?
Der USA Bären-Thread 449862
Antworten
Kicky:

EZB-der Politik zu Diensten

8
20.10.11 12:07
Der Euro ist als unpolitische Währung mit einem Stabilitätsversprechen eingeführt worden. Eine politisch unabhängige Europäische Zentralbank sollte über stabile Preise wachen. Regierungen und Organe der Europäischen Union verpflichteten sich, die Unabhängigkeit der EZB zu beachten und Mitglieder der Zentralbank nicht zu beeinflussen. So steht es im Maastrichter Vertrag. Und wie sieht es in Wirklichkeit aus?

Für stabile Preise hat die EZB in den ersten dreizehn Jahren der gemeinsamen Währung gesorgt. Darauf weist der EZB-Präsident Trichet immer wieder hin......
Auch in Euroland erhalten diejenigen Zulauf, die eine (nur) kleine Steigerung der Inflation als „Lösung“ der Schuldenkrise empfehlen. Die Inflationsangst in Deutschland sei zwar historisch verständlich, aber nicht mehr zeitgemäß - moderne Inflationsziele lägen eher über fünf als unter zwei Prozent. Was auf den ersten Blick nur nach ein wenig mehr aussieht, halbiert in weniger als zehn Jahren den Wert eines Sparbuchs, einer Rente oder einer Pension.
Inflation droht, wenn Fiskalpolitiker die Notenpresse anwerfen, um Staaten zu finanzieren. Deshalb war und ist es falsch, dass Trichet die EZB der Politik dienstbar gemacht hat. Indem die Zentralbank Staatsanleihen kauft, um die Zinslast für Italien und andere zu drücken, macht sie sich zum Handlanger von Politikern, die sich und dem Bürger keine solide Haushaltspolitik zumuten wollen. .....

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...ik-zu-diensten-11498614.html
Antworten
Kicky:

IMF will noch nicht zahlen an Griechenland

4
20.10.11 12:20
IMF meint, die EU sei zu optimistisch mit den Schuldenprognosen und es sei nicht ersichtlich,ob die Diskussionen am Sonntag ein klareres Bild geben,bevor man die nächste Tranche unterschreibe.Der Bericht der Troika soll erst am 24.Oktober veröffentlicht werden.Offenbar ist man auch in der Troika unterschiedlicher Meinung

The IMF, which together with the European Commission and the European Central Bank comprises the 'troika' of inspectors in Greece, believes the EU's debt projections are too optimistic and wants to wait until after a euro zone summit on Sunday to see if discussions there produce a clearer picture on how the debt levels can be made more sustainable.

"The IMF thinks that estimates by other parts of the troika are over-optimistic,» one source said, while another added: «The IMF will definitely want to see what the Eurogroup and the European Council come up with first,» referring to this weekend's meetings.

The IMF was not immediately available to comment.The troika was expected to publish its latest report on Greece on October 24, despite pressure to release it before the October 23 summit. The report is expected to indicate whether Greece is doing enough to cut its budget deficit to justify receiving the next, 8 billion euro installment of aid.....

www.ekathimerini.com/4dcgi/...icles_wsite2_1_20/10/2011_411215
Antworten
Kicky:

Gao Report:FED ein Haufen weisser männlicherBanker

2
20.10.11 12:41
die sich an Entscheidungen beteiligen welche Banken Kredite kriegen,auch wenn sie selber Aktien davon haben.Ausserdem sind andere Bevölkerungsgruppen nicht vertreten

FEDERAL RESERVE BANK GOVERNANCE,
Opportunities Exist to Broaden Director Recruitment Efforts and Increase Transparency
sanders.senate.gov/imo/media/doc/d1218%20(2).pdf

Sanders’ office published a useful list of highlights, such as:

   The GAO identified 18 former and current members of the Federal Reserve’s board affiliated with banks and companies that received emergency loans from the Federal Reserve during the financial crisis including General Electric, JP Morgan Chase, and Lehman Brothers.

   There are no restrictions on directors of the Federal Reserve Board from communicating concerns about their respective banks to the staff of the Federal Reserve.

   Many of the Federal Reserve’s board of directors own stock or work directly for banks that are supervised and regulated by the Federal Reserve. These board members oversee the Federal Reserve’s operations including salary and personnel decisions.

   Under current regulations, Fed directors who are employed by the banking industry or own stock in financial institutions can participate in decisions involving how much interest to charge to financial institutions receiving Fed loans; and the approval or disapproval of Federal Reserve credit to healthy banks and banks in “hazardous” condition.

   The Federal Reserve does not publicly disclose its conflict of interest regulations or when it grants waivers to its conflict of interest regulations.

The report is very much worth reading......

Economist Joe Stiglitz has long advocated that labor should be represented on the Fed’s interest rate setting Open Market Committee, and this raises a point given short shrift by the GAO: the most important type of diversity missing from the Fed isn’t ethnic, racial, or gender, it’s class. .....This is why ongoing audits of the Fed are critical. It is hermetic, hopelessly biased towards large financial firms, and is too far removed from accountability even as its power and political role have grown. It needs to be forced to respond to interests of the broader community, not just avored insiders.

www.nakedcapitalism.com/2011/10/...onnected-white-bankers.html
Antworten
Kicky:

Troika Report erscheint am Freitag den 20.Oktober

 
20.10.11 12:48
und angeblich gibt es keine Differenzen zwischen EU,IMF und EZB,Tranche wird ausgezahlt
www.reuters.com/article/2011/10/20/...eu-idUSB5E7LJ00120111020

....."There isn't a divergence as such."

He said the intention was still for the next tranche of aid to Greece to be paid in mid-November, if it was approved.

EU sources told Reuters earlier that the IMF and EU were at odds over Greece's debt sustainability, with the IMF concerned that the European Commission's forecasts were too optimistic.
Antworten
relaxed:

#89255 Wer mit dem französischen Wähler

6
20.10.11 13:05
spricht, weiß, dass die hinter Merkel und nicht hinter Sarkozy stehen. Merkel wird als vernünftiges Regulativ zu Sarkozy geschätzt.

#89259 ... auch wenn es für Europa unwichtig ist ... bei den Sarkozys liegt Carla oben.
;-)

Sarkozy muss ganz schön unter Druck stehen, wenn während der Geburt seiner Tochter nicht bei Carla sondern bei Angela ist.
Dieses Posting enthält keine Zitate aus der NZZ.
Dr. Relaxed Strangelove
Antworten
Malko07:

#89267: Ich will hier keine

15
20.10.11 13:08
Regulierung in allen Einzelheiten ausarbeiten. Das würde jeden Rahmen sprengen und dafür werde ich auch nicht bezahlt. Meine ordnungspolitischen Vorstellungen gebe ich hier schon seit Jahren von mir und mir ist auch bewusst, dass die nicht in einem Schritt erreichbar sind. Und es geht bei diesem Thema ja primär um Ordnung und nicht um Finanzmarkttechnik. Letzteres leitet sich dann vom Ersteren ab und nicht umgekehrt.

Und in meine ordnungspolitischen Vorstellungen passt etliches nicht hinein. Als überzeugter Marktwirtschaftler sollen eben Risiken bei denen bleiben die sie eingegangen sind. Es soll keine monopolartige Veranstaltungen geben, auf keinem Gebiet, also auch nicht in der Finanzindustrie. Jede Firma/Bank/Versicherung muss das Recht haben Pleite gehen zu dürfen ohne dass die Kollateralschäden unermesslich werden. Vorallem brauchen wir keine Scheinsicherheiten und damit einen Großteil der Versicherungen nicht - dazu zählt z..B. auch der Schutz gegen Diebstahl.

Und selbstverständlich darf man Menschen verklagen, welche leichtfertig oder vorsätzlich  andere geschädigt haben. Wieso soll das für die Finanzindustrie nicht gelten. Unsere Gefängnisse wären übervoll mit Mitarbeitern aus der Finanzindustrie wenn man sich, im Zusammenhang mit der US-Immobilienkrise, nicht hinter diesem unsäglichen Rating-Betrug hätte verstecken können. Darf ein Ingenieur eine Brücke bauen und wenn sie zusammenstürzt sich herausreden, er hätte die Problematik nicht verstanden und in der Schule hätte er bei der Statik immer geschlafen. Aber in der Finanzindustrie soll man das dürfen?
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 3569  3570  3572  3573  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
29 3.861 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 14:08
469 156.479 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 12.05.26 18:00
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--