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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

Überschuldungs-Blasen

2
13.12.10 16:05
offenbar sich immer erst "posthum".

Typischerweise werden Immobilien am Preistop (Japan 1989, USA 2005, Irland 2007) mit viel zu viel Fremdkapital von der Bank gekauft. Wenn die Häuserpreise ins Trudeln geraten, die Immo-Blase also platzt, bekommen die Käufer häufig negatives Eigenkapital. Die Verluste bleiben am Ende an den Banken hängen und stürzen diese in eine Solvenzkrise. Sie werden dann in der Regel vom Staat aufgefangen (über alle die gleiche Nummer, ob Japan, USA oder Irland). In Irland waren die Bankenrettung so teuer, dass am Ende der ganze Staat pleite ging.

Kennzeichen all dieser Krisen ist, dass am Top der Immobilien-Blase die Banken diese nicht als solche erkannt haben - denn sonst hätten sie die Überschuldung der Käufer, die die Immobilien-Blase erzeugte, ja gar nicht erst vorgeschossen. Im Nachhinein stellen sie dann fest, dass es eine Hausblase gab, die sie mit einer Überschuldungs-Blase genährt hatten.
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Anti Lemming:

PIGS-Gläubiger bringen ihr Geld in Sicherheit

2
13.12.10 16:24

13.12.2010, 15:47 Schriftgröße: AAA
Schuldenkrise
PIGS-Gläubiger bringen ihr Geld in Sicherheit

Seit dem Ausbruch der Schuldenkrise versuchen Geldhäuser weltweit, die Verlustrisiken in den europäischen Peripherie-Ländern zu vermindern. Trotzdem sind noch Forderungen von über 1600 Mrd. Dollar offen - ein Viertel davon bei den deutschen Banken.

 

Banken weltweit haben ihr Engagement in den Euro-Krisenstaaten Portugal, Irland, Griechenland und Spanien deutlich zurückgefahren. Das geht aus dem jüngsten Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hervor. Im zweiten Quartal dieses Jahres gingen demnach die Auslandsforderungen an Banken, Unternehmen und die öffentliche Hand in den PIGS-Staaten um mindestens 105 Mrd. Dollar zurück.

Dennoch hatten zum Ende des zweiten Quartals allein die deutschen Banken noch offene Forderungen im Umfang von fast 400 Mrd. Dollar in diesen Ländern. Ende September belief sich ihr Volumen laut Zahlen der Bundesbank auf rund 320 Mrd. Euro, das entspricht nach aktuellem Umrechnungskurs 430 Mrd. Dollar. Insgesamt beliefen sich die Schulden der Euro-Sorgenkinder bei den fast 8000 Banken weltweit, die der BIZ Bericht erstatten, auf 1613 Mrd. Dollar. Rund 70 Prozent davon sind Auslandsschulden, der Rest liegt bei Banken in den PIGS-Staaten selbst.

Der Rückgang der Forderungen macht deutlich, wie groß das Misstrauen gegenüber den europäischen Peripherie-Staaten ist. Banken weltweit halten sich seit der Griechenland-Krise im Frühjahr mit der Vergabe neuer Kredite an Schuldner in den vier Ländern zurück. Die dortigen Kreditinstitute sind in zunehmendem Maße von der Europäischen Zentralbank (EZB) abhängig.

Laut BIZ sank das Volumen der Auslandskredite an Banken in den PIGS-Staaten im zweiten Quartal wechselkursbereinigt um 43,5 Mrd. Dollar, das entspricht einem Rückgang um 7,7 Prozent. Noch stärker zogen sich ausländische Kreditinstitute aus der Finanzierung des öffentlichen Sektors in den vier Ländern zurück: Die offenen Forderungen an Regierungen, Kommunen und öffentlichen Einrichtungen der PIGS-Staaten verminderten sich um 44 Mrd. Dollar oder 14 Prozent. Die Forderungen an Unternehmen und andere Schuldner verzeichneten mit 18 Mrd. Dollar den geringsten Rückgang, obwohl sie den größten Teil der noch ausstehenden Summe ausmachen.

Am stärksten reduzierten ausländische Banken ihr Engagement in Griechenland: Die gesamten Auslandsforderungen an den im April mit einem Rettungspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) gestützten Staat gingen im zweiten Quartal wechselkursbereinigt um 27 Mrd. Dollar zurück. Allein die Forderungen an den öffentlichen Sektor fielen um 19 Mrd. Dollar. Die ausstehenden Verbindlichkeiten griechischer Banken gegenüber ausländischen Instituten schrumpften um 12 Mrd. Dollar.

Deutsche Banken haben ihre offenen Forderungen an griechische Schuldner laut Bundesbank bis Ende September auf 29,4 Mrd. Euro reduziert, Ende März lag das Volumen laut BIZ noch bei 43,6 Mrd. Dollar (nach heutigem Wechselkurs 32,9 Mrd. Euro). Die portugiesischen Verbindlichkeiten bei hiesigen Kreditinstituten beliefen sich Ende September auf 29,3 Mrd. Euro, in Spanien hatten deutsche Banken rund 147 Mrd. Euro im Feuer. Diese Beträge haben sich im Vergleich zum Frühjahr kaum verändert.

Die ausstehenden Forderungen deutscher Banken in Irland bezifferte die Bundesbank Ende September auf 113 Mrd. Euro. Allerdings kommt dieser hohe Betrag vor allem dadurch zustande, dass in Irland ansässige Zweckgesellschaften deutscher Banken wie die HRE-Tochter Depfa hohe Summen in Drittstaaten verliehen haben. Das "echte Irland-Risiko" deutscher Kreditinstitute belaufe sich auf 25 Mrd. Euro, teilte die Bundesbank Ende November bei der Vorstellung ihres jährlichen Stabilitätsberichts mit.

www.ftd.de/finanzen/maerkte/...eld-in-sicherheit/50204923.html

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Dreiklang:

A.L. #831 Auf das Timing kommt es an

8
13.12.10 17:06

MMn ist die Lage "ernster als erwartet".

Die Lage ist ernst. 

Bernanke hofft, auf diese Weise eine Art Echo-Blase zu der von 2007/2008 aufzupumpen. 

Mit der Echoblase ist Ben schon weit gekommen. Er hat Inflation erreicht!

Das ist die Bernanke'sche Variante der Bankenrettung. Die EZB versucht die Nordbanken durch PIIGS-Anleihenkäufe zu retten. Beides wird scheitern.

Der Vergleich mit der EMU passt. Denn die EMU ist noch weitaus weicher als die USA. Nicht wegen rein ökonomischer Daten, sondern weil - und sei es über Garantien - gigantische Umschuldungen in der EU notwendig wären, vulgo: Von den GIPS auf D. Zwar betragen die Außenstände der GIPS ggü. dt. Banken "nur" ca. 400 Mia €, aber die Gesamtschulden der GIPS nach außen belaufen sich auf schlappe 2,2 Bill €. Die "will" der Markt abgesichert sehen. Da muss Schäuble ganz schön strampeln, wenn er diese Nummer der dt. Öffentlichkeit verkaufen will. Die Alternative heißt auch in der EU: Gelddrucken. Der Euro-Bond wäre auch nur eine Gelddrucknummer.

Und selbst dies würde nur klappen, wenn QE "wie erwartet" funktioniert. Wie es zurzeit aussieht, geht der QE-Schuss aber eher nach hinten los: Seit Nov., dem Beginn von QE2, sind die Langläufer-Renditen steil nach oben geschossen und der Dollar wurde stärker. Bernanke hatte in beiden Fällen das Gegenteil erwartet. Ich fürchte, auch seine "Gesamterwartung" zu QE wird sich als Schuss in den Ofen entpuppen. Daher meine Gegenhypothese "unvermeidbare Deflation".

A.L., der Bär befürchtet nicht, er hofft. Der Bulle muss fürchten. Es ist aber alles eine Frage des Timings.

Die Deflation muss kommen, weil Deleveraging irgendwann unabweisbar wird. Bis dahin sollte man versuchen, an der Echoblase zu partizipieren. Käme Deflation nicht, wäre die Folge für die Schuldenwirtschaften USA und EMU weitreichende Inflation, gefolgt von einer Währungsreform. Meine These also: Momentan, im nächsten Jahr noch deutlicher, inflationärer Schub, der aber scheitern wird. Dann Deflation.

Die Aufgabe muss ess ein, das Platzen der Echoblase rechtzeitig zu erkennen. Nicht aber,sinnlos gegen den Trend anzushorten. 

Das Abrutschen  der Bundesanleihen ist mMn ein frühes Anzeichen für die Umkehr, weil damit die Lage der EMU unhaltbar wird. Die EZB wird mit Aufkaufprogrammen der GIPS die Situation der Bunds noch verschlechtern, was die Bundesregierung auf den Plan rufen wird. Jede weitere Garantieerklärung (EFSF, Euro-Bond, sonstiges) wird die Renditen weiter nach oben treiben. Das wird das Ende der EMU sein - eher als wir alle denken.

 

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relaxed:

Wer schon immer wissen wollte,

7
13.12.10 17:07
was ein Düsseldorfer ist?

www.faz.net/s/...B1B00065A77FF993B8~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

Endlich haben wir es schwarz auf weiß: Deutschland ein Land der Idioten!
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wawidu:

rogers # 72800

6
13.12.10 17:23
"Geldschöpfung ohne Wertschöpfung bedeutet Inflation, also Verfall des Geldwertes. Damit steht wawidu auf der Seite der (Hyper-)Inflationisten (steigende nominale Preise und Kurse, sinkende oder konstante reale Preise und Kurse)........"

Wenn Geldentwertung = Kaufkraftverlust = Inflation bedeutet, haben die USA bereits seit vielen Jahrzehnten progrediente Inflation. Gemessen an der Kaufkraft des US$ von Anfang des 20. Jahrhunderts beträgt diese aktuell keine zwei Cent mehr. So einfach ist die Situation jedoch nicht: In den hochinflationären 1970ern hatten die USA z.B. noch eine ausgeglichene Handels- und Leistungsbilanz, und die Verschuldung des Staates, der Bürger und Unternehmen war in Relation zum GDP extrem gering. Der "große Sündenfall" setzte eigentlich erst 2000 ein. Das GDP wuchs zwischen 2000 und 2006 um 15,8 % und stagniert seither um die Marke von rund 13 Billionen.
(Quelle: usgovernmentspending.com)

Seit 2000 stieg jedoch die Summe "All Credit plus All Governvent Debt" um rund 114 % und beträgt aktuell etwa 364 % des GDP! In 2000 lag diese bei lediglich rund 196 % des GDP. (Quelle: nowandfutures.com).

www.usgovernmentspending.com/...0&chart=H0-fed&units=p

Vergleiche einmal die aktuelle Situation mit der der 1960er und 1970er!
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permanent:

@AL /Überschuldungsblase

5
13.12.10 17:56

Es gibt keine Überschuldungsblasen. Es gab Blasen bei Tulpen, Immobilien, Rohstoffen, Aktien, Anleihen, also bei den Assetklassen die zur Besicherung von Krediten dienen.
Platzen diese Blasen so hat der Kreditgeber und -nehmer ein Problem. Die Werte die die vergebenen Kredite repräsentieren bzw. besichern sollen sind implodiert oder haben sich in Luft aufgelöst.
Die Luft entweicht aus der Blase.

Gäbe es dieses bei Schulden, somit bei einer fiktiven Überschuldungsblase, so würden wir in der schönsten aller Welten leben. Die Überschuldungsblase platzt und somit verschwinden die Schulden wie in den anderen Beispielen die zur Kreditsicherung genutzten Assets.

Es gibt keine Überschuldungsblase.

Es gibt exessive Überschuldungen auf die Kreditgeber im Unglücksfall Abschreibungen vornehmen müssen. Das liegt dann an der Erosion der zur Besicherung hinterlegten Assets.

Permanent

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Dreiklang:

Roubini: Zusammenbruch der Euro-Zone möglich

3
13.12.10 18:13

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,734409,00.html


 

Helfen könnte es der Euro-Zonenach Roubinis Überzeugung auch, die Steuerpolitik besser zu koordinieren. Dies würde den Staaten erlauben, ihre "Probleme strukturell zu lösen", sagte der Ökonom. Allerdings müssten die Länder dafür einen Teil ihrer Souveränität abgeben, was insbesondere für Deutschland und Irland schwierig erscheine.

Das dritte Szenario ist dem Wirtschaftswissenschaftler zufolge eine Umschuldung verschuldeter Staaten. Die Gläubiger der Staatsanleihen müssten dann auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Dies würde einige Länder allerdings dazu zwingen, die Euro-Zone zu verlassen und diese daher zusammenbrechen lassen, sagte Roubini.

 

Seine Meinung zu Frankreich

Der US-Ökonom beurteilt die Haushaltslage Frankreichs so schlecht wie die von Spanien oder Portugal, wie er "Le Monde" sagte. Die Schulden Frankreichs könnten die Investoren "eines Tages beunruhigen". Roubini hatte die Finanz- und Wirtschaftskrisekrise (sic!) korrekt vorausgesagt.

Wirtschaftskrisekrise  -- ein herrlicher Freud'scher Versprecher!

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Malko07:

Man kann Inflation nicht

12
13.12.10 18:25
alleine von der jeweils neu geschaffenen "Geldmenge" ableiten. Dieser Unsinn wird schon einige Jahre verbreitet und das praktische Ergebnis widerlegt diese Aussagen. Sehr wichtig ist immer in welchen Händen das neue Geld landet.

Wir haben eine starke Inflation bei Energie, Rohstoffen und zum Teil in Immobilien (außerhalb den Ländern mit geplatzten Immobilienblasen) und Aktien und Anleihen. Dies strahlt auch partiell, besonders Rohstoff- und Energiepreise, in andere Bereiche über. Allerdings in den USA und in Europa bis jetzt weniger wie diese Preiserhöhungen es rechtfertigen würden. Dabei werden die Hauptakteure des realen Wirtschaftsleben und Geldbesitzer ärmer in Relation zu den Besitzern von obigen Vermögenswerten. Wie soll da Hyperinflation entstehen? Aber diese extreme Sichten wie Hyperinflation, $-Crash sehr starke Deflation sind meistens stark vereinfachte Aussagen von Menschen denen bei 3 Variablen 2 zu viel sind und von Verkäufern die über Angst Überflüssiges und Überteuertes verkaufen wollen.

Nur in Ländern die ein merkliches Wirtschaftswachstum haben und in denen das Gesamteinkommen steigt, herrscht eine Inflation die über das vorher gesagte hinaus geht. Nur in solchen Ländern können die Gewerkschaften noch höhere Löhne durchsetzten und damit eine Spirale, die über Rohstoff- und Energiepreise induziert wurde, in Gang setzen. Diese Gefahr steigt real in Nordeuropa an. Allerdings ist auch dort eine hohe Inflation nicht in Sicht. Und bei einer etwas länger andauernden Inflationsrate von 3% und etwas mehr wird die EZB zum Handeln gezwungen werden. Wir haben eben in Europa eine andere politische und mentale Lage als in den USA.

Die Welt wird sich dem überbordenden Finanzsystem annehmen müssen und es erheblich verkleinern müssen. Momentan sträubt man sich noch etwas, aber man wird nicht daran vorbeikommen. Im Rahmen dieser Bereinigungen werden zum Teil große Schulden die wirtschaftliche Entwicklung ausbremsen. Dafür gibt es keine einfache Lösung. Stark vereinfacht kann man sagen: Entweder die Iren leiden noch Jahrzehnte oder sie geben dieses Leiden über Schnitte und Restrukturierung ihrer Schulden an andere weiter. Es ist eine Illusion, man könnte Sünden verschwinden lassen. An so etwas glauben nur Monetaristen.

Sehr schwaches Wachstum  um die Null ist mMn deshalb für einige Staaten vorgegeben. dazu zählen die USA, Spanien, Irland, Portugal und etliche andere. Die restliche Welt wird sich darauf einstellen.

Auch in den USA wird die jetzige Entwicklung nicht ewig oder bis zum Zusammenbruch so weiter gehen wie jetzt. Auch die US-Amerikaner sind lernfähig. Als ich hier von 2 Jahren vor einer wieder ansteigenden Sparquote in den USA sprach und dass die US-Amerikaner (Privatpersonen)  dem Schuldenwahn nicht mehr so stark frönen würden, wurde ich als Träumer angesehen. Auch Regierung und Notenbank werden in ihrem Wahn ausgebremst werden. Nicht Morgen, eventuell auch noch nicht nächstes Jahr, aber spätestens mit einem neuen Präsidenten.
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Stöffen:

Rasante Inflationstendenzen in China

13
13.12.10 19:06
Falsche Strategien treiben China in eine unkontrollierbare Inflation

Die Zeiten, als man wegen billiger Produkte aufs chinesische Festland fuhr, sind vorbei. Die Inflation in China macht den Lebensmitteleinkauf in Hongkong zu einem heißen Tipp unter den chinesischen Internet-Nutzern.

Viele finden die Hongkonger Preise so attraktiv, dass sie vom inflationsgeschädigten Shanghai aus mehr als 1.450 Kilometer weit fahren, um lebensnotwendige Güter einzukaufen. In einem neuen im chinesischen Internet weit verbreiteten Bericht wird die Büroangestellte Sun Ningin zitiert: „Als ich sah, wie schnell die Preise stiegen, nahm ich mir vor, mit meinen Freunden per Zug nach Hongkong zu fahren.“ Sie sagte, wenn die Reisekosten innerhalb der Gruppe aufgeteilt würden, lägen sie weit unter den Preisersparnissen.

Auf Suns Einkaufsliste stehen Säuglingsnahrung, Körperpflegeprodukte, Sportschuhe und Gewürze, sowie alle gängigen Waren, bei denen preisbewusste Festlandseinkäufer sparen können. Laut einer aktuellen Studie der Shanghaier Zeitung Oriental Morning Post und der Fudan-Universität können die Preise für Markenartikel bei Körperpflegeprodukten wie Shampoo in Shanghai bis zu 30 Prozent über denen in Hongkong liegen, wo auch Lebensmittel wie Äpfel und Eier günstiger sind.

Die Inflation steigt schnell

Chinas Inflation ist offiziell außer Kontrolle. Der Verbraucherpreisindex (CPI – consumer price index) stieg im Oktober um 4,4 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres und bricht damit einen 25-Monats-Rekord. Die Nahrungsmittelpreise, die den Großteil der Erhöhung ausmachten, stiegen laut amtlicher Statistik gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Prozent – aber die Zahlen erfassen möglicherweise nicht die wirkliche Situation. In einem Bericht vom 9. November meinte der an der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften tätige Forscher Xu Qiyuan, Chinas CPI wäre in den vergangenen fünf Jahren systematisch um sieben Prozent unterbewertet worden. Preisstatistiken scheinen seine Schlussfolgerung zu bestätigen: Die November-Daten belegen, dass in 36 chinesischen Großstädten der durchschnittliche Großhandelspreis für 18 beobachtete Gemüsesorten im Vergleich zum Vorjahr um 62,4 Prozent anstieg.

Die Preise für Nichtnahrungsmittel-Produkte steigen auch gerade. In den vergangenen zwei Monaten kam es zum Beispiel bei Termingeschäften mit Baumwolle zu Preissteigerungen von 32 Prozent, was auch zur Verteuerung von Stoffen und Bekleidung führte. Die Behörden erhöhten am 26. Oktober auch die Benzin- und Dieselpreise um jeweils 4,5 Prozent und 5 Prozent.

Enorme soziale Auswirkungen

Read more

www.epochtimes.de/articles/2010/12/10/652358.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Permanent

3
13.12.10 19:11
Schon richtig. Ich glaube aber, Du weißt was ich meine. Ich hatte mit "Überschuldungsblase" - vielleicht etwas unpräzise - die mit Assetblasen fast immer einhergehenden Kredit-Exzesse gemeint.

So ging die US-Housing-Blase mit exzessiver Kreditaufnahme einher und wäre ohne diese gar nicht möglich gewesen.

Aus der Perspektive der Banken sind Kredite Assets (Forderungen). Kredit-Exzesse (aus Bankkundensicht) korrespondieren somit mit einer Kreditvergabe-Blase (aus Bankensicht), d.h. mit übermäßiger und die Risiken ignorierender Kreditvergabe.

Das Platzen einer Kreditvergabe-Blase  wäre demnach dadurch gekennzeichnet, dass Banken plötzlich keine Kredite mehr vergeben. Genau dies läutete im Sommer 2007 den ersten Schub der Bankenkrise ein: Private-Equity-Firmen bekamen schlagartig Refinanzierungsprobleme:

http://www.ariva.de/Private_Equity_geht_auf_dem_Zahnfleisch_t297038

Auch sonstige M&A-Aktivitäten kamen in der Zeit plötzlich zum Erliegen.
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Anti Lemming:

David Rosenbergs Marktkommentar

 
13.12.10 19:29

From an economic data perspective, there was no major earth-shattering news today, but the risk-on trade remains in place and today’s action is being underpinned by the fact that contrary to some expectations, China refrained from raising interest rates in the face of some accelerating inflation numbers and some decent economic reports as well. Let ‘er rip. The MSCI Asia Pacific index is up 0.5% today and the Nikkei jumped 0.8%. In the meantime, U.S. Treasury yields are making fresh six-month highs. Commodities are on the move — as is the Canadian dollar — with copper firming roughly 2% so far today. Gold and oil are following suit.

In our opinion, the equity market is overbought and overextended and optimism is reaching extreme levels. Perceptions over the sustainability of U.S. economic growth are proving tough to break and investors are cheering on the latest round of fiscal easing coming out of the White House. There is growth of course, but of very low quality given the level of government intervention and surging public sector debt burdens and is deserving more of single-digit P/E multiples than anything in the 14x areas, which many Wall Street strategists see as fair-value. There is an inverse relationship, over time, between structural government deficits and market multiples and the current trend augurs for lower valuations, not higher.

The added perception that the pace of U.S. economic activity is as pervasive as it was this time last year. But when the Fed stopped expanding its balance sheet and investors awoke to the deep-rooted problems in Europe, the pace of growth slowed and a healthy dose of caution crept back into the marketplace. Those memories have faded but we would expect to see the U.S. economy to come in below the lofty expectations that are currently embedded in market valuations. If things were that strong beneath the surface we wouldn’t have needed QE2 or this latest round of fiscal easing.

Even the ballyhooed upwardly revised Q3 real GDP data in the U.S. was a bit of an overstatement. If not for the wealth-effect-induced decline in the savings rate, real GDP growth would have been closer to a 2.0% at an annual rate rather than 2.5% — and in a quarter that historically at this stage of the recovery when it should be at least 4%. What has the growth bulls all in a tizzy is the downtrend in initial jobless claims. Yet, someone has to explain how in the latest week we could have the level of “insured unemployment” soar 523k to 4.2 million and somehow construe that as something good.

.... We fail to see how the People’s Bank of China (PBOC) allowing itself to fall further behind the inflation curve is a good thing, but only time will tell the extent to which more tightening moves will be required. The inflation problem there transcends food — credit, real estate and labour costs must be added to the worry list.

Moreover, the situation in Europe remains fluid, to say the list. Just to show how incestuous it all is, here we have the just-released update on the BIS data showing that German banks have massive exposure of $217 billion to Spanish debt and yet Spanish banks have $98 billion of exposure to Portuguese sovereign debt. German banks have total exposure of $65 billion to Greece and France is even larger at $83 billion. Both German and U.K. banks have just under $190 billion apiece in overall exposure to Ireland and it would be a very big mistake to assume that the emerald country won’t, at some point, do the logical thing for its citizenry and demand some “shared sacrifice” out of its creditors. See Spotlight on Banks’ Exposure in Europe on page C1 of today’s WSJ for more on this saga.

… But what these economists don’t take into account is the nature of the tax shifts, and the extent they will actually motivate consumers to spend this windfall as opposed to saving it
We remain long-term secular bulls on commodities, but as the charts below reveal, the net speculative position in gold, oil and copper are far too high right now for comfort. Oil is at a record high in terms of speculative net longs on the New York Mercantile Exchange.

 

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Der USA Bären-Thread 365595
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Malko07:

Lange oder kurze Röcke? Weiß ich nicht!

3
13.12.10 19:35
Der USA Bären-Thread 9312753
Weltenbummler mit Kaufhausmission: Der New Yorker Nicolas Berggruen über sein Leben mit Karstadt, seine Ziele als Investor, Reichtum - und das Leben im Hotel.
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wawidu:

perma # 72856 - "keine Überschuldungsblase"

5
13.12.10 20:29
Unter "Überschuldung" versteht man, dass ein Schuldner auf Grund seines Einkommens-/Vermögensstatus seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann. In diese Lage zu kommen, ist hierzulande nur schwer möglich, es sei denn bei Langzeitarbeitslosigkeit und Vermögenslosigkeit. Seit 1927 bzw. seit 1952 gibt es die "Schufa", die für Kreditauskünfte bzgl. Privatpersonen zuständig ist, und seit 1928 existiert die "Creditreform" - seit 1979 mit zentraler Datenbank -, zuständig für Kreditauskünfte bzgl. Unternehmen und Unternehmensinkasso.

de.wikipedia.org/wiki/Creditreform

In den USA ist die Situation erheblich anders: Mit den o.g. Organisationen vergleichbare gibt es erst seit 2008, und der Aufbau der Datenbanken dauert noch an. Die Banken gaben sich bis dahin bei Privatpersonen mit Einkunftsbescheinigungen und Selbstauskünften bzgl. bestehender Zahlungsverpflichtungen zufrieden. Bei Anträgen für Hypothekendarlehen genügten i.d.R. die Steuerbescheinigungen. Echte Bonitätsprüfungen fanden nicht statt. Auch Unternehmenskredite wurden lediglich auf Grundlage der Bilanzen vergeben. Wir wissen ja spätestens seit Enron, was vielfach von deren Glaubwürdigkeit zu halten ist. "Schönfärberei" ist quasi Standard.
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Der USA Bären-Thread 365607
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Anti Lemming:

Caterpillar

2
13.12.10 20:33
Wieso notiert der Schrott auf Allzeithoch?
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Der USA Bären-Thread 365614
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Majorero:

#72862 langer Rock natürlich

6
13.12.10 20:41
hat schon Wilhelm Busch geschrieben:

Kurz die Hose, lang der Rock,

Krumm die Nase und der Stock,

Augen schwarz und Seele grau,

Hut nach hinten, Miene schlau –

So ist Schmulchen Schiefelbeiner.

(Schöner ist doch unsereiner!)
Der USA Bären-Thread 365615
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wawidu:

US Staatsschulden/GDP langfristig

4
13.12.10 21:53
Angesichts dieses Charts könnte man annehmen, die USA befänden sich wieder im Kriegszustand. Nun ja, sie führen ja schließlich Krieg in Afghanistan und hatten einen im Irak geführt, doch der eigentliche Krieg findet auf einem anderen Schauplatz statt, nämlich dem der Angst vor fortschreitendem wirtschaftlichem und sozialem Niedergang. Die Geister, die durch hemmungslose Staatsverschuldung, Kreditvergabe und exzessive Casino-Spekulationen ihrer Großbanken gerufen wurden, hoffen Regierung und Fed nunmehr durch die Beschwörung von Geistern aus der gleichen Dullepulle ("Der Geist aus der Flasche", äh: "Geldvermehrungsmaschine") in Zaum halten bzw. vernichten zu können. LOL!!! Den "Geist aus der Flasche" zu beschwören, bedeutet bei chronischen Schnapssäufern, dass sie die Kontrolle über ihren Alkoholkonsum zunehmend verlieren, ins permanente Delirium versinken und an diversen Organerkrankungen zugrunde gehen .
(Verkleinert auf 55%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365629
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wawidu:

M2 und M1

8
13.12.10 22:47
Zwischen August 2008 und Oktober 2010 erhöhte sich die Geldmenge M2 um rund 12,6 %, die Geldmenge M1 jedoch um sagenhafte 27,14 %. Innerhalb eines Zeitraums von etwas mehr als zwei Jahren bedeutet letztere die bei weitem stärkste relative Steigerung aller Zeiten! QE basiert speziell auf M1.
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Der USA Bären-Thread 365636
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Anti Lemming:

Up, Up and Away (Glosse)

2
13.12.10 23:22
Investing
Up, Up and Away
By Mark Casa
Street.com Contributor
12/13/2010 2:30 PM EST


As regular readers of my columns recognize, I attempt to establish "game plans" for the coming weeks that are based on the technical conditions of many asset markets, the fundamental news flow, the political and economic news calendar, seasonal patterns and various inputs that I sense other traders are looking at in determining their own purchase and sales decisions.

Given that most readers of Real Money are concentrated in the equity markets, I try to focus my commentary more on that asset class, though whenever I see opportunity in areas that can be captured using ETFs, I will mention it.

...after reviewing my notes for the next six weeks and running 12 miles on the elliptical, I will cheerfully share my observations for global equity markets through Jan. 31. How does up, up and away sound (besides very familiar)?

I mean, this week is the final options expiration cycle for 2010. Combined with the massive purchases of call options on individual equities we have seen over the past several days, we know the market can only go up this week. In fact, it should go up every day and, more likely, every hour. Should you witness a "red" column or entry on your quotation devise, don't fret. Simply contact your data vendor, as you can rest assured it is simply a transmission error.

The following week, beginning Monday, Dec. 20, is Christmas week. We know that stocks always go up during Christmas week. In fact, I believe the markets have advanced in five out of the last five years, so it's definitely worth betting all of contents of Santa's sleigh that it will happen again. Five for five? That's a sure thing if I ever saw one. All that Grinch-like chatter of up only 70% of the time since 1945 does not mean it was down 30% of all periods -- quite the contrary. These past periods were not lifted by QE 2 (with QE 3 primed in the wings). So what if rates are going up instead of down? That's just proof positive that QE 2 is working. Ben Bernanke told us so!

Now the following week, which begins on Dec. 27, will most definitely be higher. For those silly enough to question why -- here it goes: all mutual fund managers and hedge fund managers will not want to start the New Year underinvested. Therefore, they will phone their local psychics and psychiatrists, examine the tea leaves and otherwise guesstimate what their inflow will be for Jan. 1, 2011, then add 5% and get leveraged long going into 2011. It really is that simple. And they will all be fearful of selling, because any tracking error will detract from the fund industry's tremendous record of long-term success in beating index funds (something like less than 50% over the past five or 10 years). That's trillions of underperforming dollars at work -- but don't fret! There is much more where that came from.

The question of whether or not the first week of January will be an up week is a layup. All that new money rolling in, along with the general good feelings that accompany 10% unemployment, $3.50-per-galing regular gasoline prices at the pump, the lack of war or troops overseas, the specter of John Boehner spilling more joyous tears -- it's another can't-miss proposition. All that money flowing out of fixed-income funds -- especially muni-bond funds that have turned quite nasty on the retail crowd -- amount to dollar flows that will easily carry into 2011's second week. Plus, all the news reports about the tens of billions of dollars being spent with gift cards -- are you kidding me?

But the week that begins Jan. 10 has me a bit worried. One would generally be worried about the hangover associated with 23 consecutive up closes in all the major indices, an S&P 500 around 1320 and a Nasdaq-100 Index hitting its highest levels since the early 2000s. But wait, we will be saved (because on the preceding Friday we will get the December employment report). We all know that previous report had loads of errors in it, and we should expect a huge snap-back in hiring, wages and hours worked. My guess is that payrolls will increase by at least 500,000, and the prior month's paltry gains will be ramped up by at least 150,000.

In any event, there is no additional news for the week until Thursday Jan. 13, when we get PPI, and Friday the Jan. 14, when we will get CPI and retail sales. As mentioned above, retail sales are rocking, and with all those new jobs added in combination with gift cards and holiday spirits, I'm expecting a tremendous leap. And inflation will come in just right, according to the script I have dubbed "Goldilocks-ICU." It will be just right, since Ben "100%" Bernanke is working diligently behind the curtain.

Now the following week is the first options expiration week of 2011, and the week after that includes the last trading day of the month. So week three of the New Year requires no additional commentary, and week four has to be higher because this is the third year of the presidential cycle. Something like two out of three of these years has been higher when a first-term President with a mole on his left cheek is at the helm and, given that the January effect will be in force, it is quite likely that the S&P 500 will break 1380 by that Friday. How can you bet against those odds?

So, as I have oft mentioned, everyone should kick back and continue to buy U.S. stocks every day. And why not take advantage of those super-low rates and buy even more on margin. U.S. margin debt is now $300 billion, and it has a fabulous record of predicting higher equity prices. I mean, how can people with so much to lever be wrong?
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Anti Lemming:

EZB muss Euro-Staaten anpumpen

7
13.12.10 23:38

Erhöhter Kapitalbedarf
EZB muss Euro-Staaten anpumpen

Wegen der Schuldenkrise benötigt die Europäische Zentralbank mehr Grundkapital - weshalb sie die beteiligten Notenbanken dazu aufruft, deren Kapital aufzustocken. Offenbar befürchten die Währungshüter Verluste mit aufgekauften Papieren. von Tim Bartz  Frankfurt

[ Solche Verluste aus Aufkäufen hatte ich auch für die Fed errechnet:

http://www.ariva.de/...en_Thread_t283343?page=2902#jumppos72575  ]


Ihre permanenten Krisenhilfen für schuldengeplagte Länder des Kontinents werden nun auch für die Europäische Zentralbank (EZB) zum Problem: Sie drängt die nationalen Notenbanken, die an ihr beteiligt sind, zu einer Aufstockung ihres Grundkapitals. Entsprechende Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wurden am Montagabend im EZB-Umfeld bestätigt.

Grund für den überraschenden Kapitalbedarf der EZB ist, dass sie seit Monaten in Milliardenhöhe Staatsanleihen krisengeplagter Nationen wie Griechenland, Portugal und Irland aufkauft, um deren Refinanzierungsnot zu mindern. Bisher hat die EZB für gut 72 Mrd. Euro Staatsanleihen von Euro-Ländern erworben - allein vergangene Woche gut 2,7 Mrd. Euro, wie sie gestern mitteilte.

Mit dem Hilferuf der EZB erreicht die Finanz- und Schuldenkrise einen neuen Höhepunkt. Bislang hatten sich die Märkte darauf verlassen, dass die EZB in nahezu unbegrenzter Höhe Anleihen aufkauft, um den Markt zu stützen. Jetzt aber brauchen die Währungshüter selbst mehr Geld, weil sie offenbar Verluste mit den erworbenen Papieren fürchten. Vor allem aus Deutschland müsste Unterstützung kommen, was die Debatte um die Nothilfen und die mögliche Belastung für den Bundeshaushalt befeuern dürfte.

Das Grundkapital der EZB beträgt 5,8 Mrd. Euro, ihre Bilanz allerdings ist durch zahlreiche Hilfsmaßnahmen auf fast 140 Mrd. Euro angeschwollen. Insgesamt hatte die EZB zusammen mit den nationalen Notenbanken des Euro-Raums - auch das Euro-System genannt - Ende November eine Bilanzsumme von 1916 Mrd. Euro. Darin sind die 72 Mrd. Euro für die erworbenen Staatsanleihen der Krisenstaaten enthalten. Zudem wies das Euro-System Kapital und Rücklagen von 78,2 Mrd. Euro aus. Diese Summe soll nun aufgestockt werden. Der EZB-Rat darf von sich aus sein Kapital auf 10 Mrd. Euro erhöhen, ohne die Regierungen fragen zu müssen.

Die Notenbanken der 16 Euro-Länder halten rund 70 Prozent am Kapital der EZB. Der Rest verteilt sich auf EU-Länder wie Großbritannien, Schweden oder Dänemark, die nicht der Währungsunion beigetreten sind. Deutschland müsste - bei Verdoppelung des EZB-Grundkapitals - rund 1 Mrd. Euro beisteuern. EZB und Bundesbank wollten sich nicht äußern.

Der Hilferuf der EZB spielt auch Kritikern der Staatsanleihekäufe wie Bundesbankchef Axel Weber in die Hände. Seit die Käufe zum Höhepunkt der Griechenlandkrise im Mai begannen, wettert er in ungewohnter Offenheit gegen die Intervention der EZB am Bondmarkt. Weber fürchtet, dass dadurch der Anreiz für die Schuldenländer sinkt, ihre Staatshaushalte in Ordnung zu bringen. Mit seiner Kritik steht er im entscheidenden EZB-Rat allerdings weitgehend allein da.

Webers kompromisslose Haltung hat seine Chancen sinken lassen, dem jetzigen EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet nachzufolgen. Der Franzose scheidet im November 2011 aus. Neben Weber gelten auch Italiens Notenbankchef Mario Draghi und Yves Mersch aus Luxemburg als mögliche Kandidaten für den Posten. Deutschland ist derzeit weltweit in keinem hochrangigen Gremium mit einem Spitzenmann vertreten.

Ein Problem ist freilich, wie sich die ohnehin schwachbrüstigen Länder der Euro-Peripherie an einer etwaigen Kapitalerhöhung beteiligen sollen. Womöglich könnte deren Nachschusspflicht gestreckt werden, womit die Länder ihren Anteil später erhöhen müssten, wie es in Frankfurt heißt. Denkbar ist, dass Zentralbanken aus südlichen Euro-Zonen-Ländern aus ihrer eigenen Bilanz Wertpapiere verkaufen, ihre Devisen- oder Goldreserven anzapfen, Gewinne einbehalten oder bei ihrer Regierung um eine Kapitalspritze nachsuchen.

http://www.ftd.de/politik/europa/...ro-staaten-anpumpen/50205159.html
 

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wawidu:

QQQQ 15 min

5
13.12.10 23:45
Pünktlich in der Nacht zwischen dem 30. November und dem 1. Dezember wurde der NDX mit einer massiven "Future-Zündung" in den "Orbit einer selbstverständlichen Weihnachtsrally" geschossen. Was sich allerdings seit dem 7. Dezember zeigt, ist keineswegs überzeugend.
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365642
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permanent:

Das Abkassieren der Besserverdiener wäre fatal

6
14.12.10 06:29

Ob Vermögensabgabe oder Einheitskasse: Der Chor der Umverteiler ist laut. Doch wer stets die Leistungsträger schröpft, gefährdet Arbeitsplätze. Von Dorothea Siems mehr...

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permanent:

Das große Geheimnis der Zentralbanken

10
14.12.10 07:57

FRANKFURT, MADRID. Ganz so transparent wie sich das Eurosystem gerne darstellt, ist es bei weitem nicht. Nicht nur, dass es kaum möglich ist, den Überblick zu erhalten, wieviel die Banken eines jeden Eurolandes sich gegen Sicherheiten bei der Europäischen Zentralbank (EZB) an Liquidität beschaffen. Die Zentralbanker machen ein Geheimnis aus den Soforthilfen, die die nationalen Notenbanken illiquiden Kreditinstituten zur Verfügung stellen können - zusätzlich zu denen der EZB.

Irland bemühte sich am vergangenen Freitag um die erste vorsichtige Ausnahme. Die "anderen Aktiva" der Zentralbank seien von Ende Oktober bis Ende November von 34,6 Mrd. Euro auf 44,7 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Bank of Irland ohne Angabe weiterer Details mit.

Der Löwenanteil dieses Betrags entfalle auf Soforthilfen an Banken, sagte ein Mitarbeiter der Zentralbank, der nicht genannt sein wollte, weil die Bank sich zu dieser Fazilität nicht äußere. Im Fachjargon wird diese Soforthilfe "Emergeny liquidity assistance" oder ELA genannt. Rory Murray von Glas Securities in Dublin wundert sich nicht über den Anstieg: "Kein Wunder, dass die Zentralbank für größere Beträge auf die Soforthilfen ausgewichen ist." Der Druck der Banken sei groß.

Die 44,7 Milliarden Euro sind der Summe hinzuzufügen, die sich die irischen Banken durch ihre Teilnahme an den Refinanzierungsgeschäfte der EZB am Geldmarkt besorgen. Das waren nach Angaben der irischen Zentralbank Ende November 136,4 Mrd. Euro und damit 6,4 Mrd. Euro mehr als im Monat zuvor. "Die irischen Banken werden eine Weile brauchen, um ihre Abhängigkeit von der EZB wieder zu reduzieren", vermutet Murray.

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Malko07:

US-Senat winkt Obamas Steuerkompromiss durch

2
14.12.10 08:12
Der USA Bären-Thread 9314610
Wichtiger Etappensieg für US-Präsident Barack Obama: Der Senat stimmte am Montag für Steuererleichterungen für Reiche - mithilfe der Republikaner. Die entscheidende Abstimmung steht jedoch noch an.
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CarpeDies:

Ein Artikel für AL ;)

8
14.12.10 08:29
aus der ftd:

Spekulanten stürzen sich auf Rohstoffe
Hedgefonds und andere Finanzinvestoren wetten im großen Stil auf einen Preisanstieg. Das geht aus Zahlen der Terminbörsenaufsicht CFTC vor. Sie will diese Woche schärfere Regeln vorstellen.

Der Rohstoff-Boom lockt so viele Spekulanten an wie seit Jahren nicht mehr. Ein vom Finanzdatendienstleister Bloomberg erstellter Index, der die Entwicklung von Termingeschäften auf 20 verschiedene Rohstoffe abbildet, hat laut Meldung vom Montag den höchsten Stand seit Februar 2006 erreicht. Die Zahl der Kontrakte, mit denen auf einen Preisanstieg gewettet wird, überstieg die Wetten auf einen Preisverfall um 1,54 Millionen. Der Index wird aus Daten der Terminbörsenaufsicht CFTC erstellt. Sie unterscheidet zwischen Marktteilnehmern, die tatsächlich Rohstoffe erwerben und solchen, die nur in Rohstoff-Derivate wie Futures und Optionen investieren.

Die Zahlen dürften der Debatte über die Rolle von Finanzinvestoren bei der seit Monaten andauernden Rohstoff-Rally neue Nahrung geben. Die CFTC will spekulative Geschäfte auf dem Rohstoffmarkt eindämmen. Am Donnerstag wird die Aufsichtsbehörde neue Positionslimits vorschlagen. Sie begrenzen das Volumen an Terminkontrakten, mit denen einzelne Marktteilnehmer handeln können. Eine strengere Beaufsichtigung des Rohstoffhandels ist Teil der US-Finanzmarktreform, die im Sommer verabschiedet wurde.

Das international in Rohstoffe investierte Vermögen hatte im Oktober laut Berechnungen von Barclays Capital die Rekordsumme von 340 Mrd. Dollar erreicht. Der Boom hat mehrere Ursachen: Wegen des weltweiten Aufschwungs nach der Wirtschaftskrise steigt die Nachfrage nach Industrierohstoffen. Die Preise von Lebensmitteln wie Weizen wurden durch Ernteausfälle in Russland und anderen wichtigen Anbaustaaten beflügelt. Und Edelmetalle wie Gold erfreuen sich bei sicherheitsorientierten Anlegern großer Beliebtheit, die Risiken wie die Schuldenkrise in Europa oder eine Inflation in den USA fürchten.
Kupferpreis jagt von einem Rekord zum nächsten
Besonders gefragt ist derzeit Kupfer, das am Montag einen Rekordpreis erzielte. Kontrakte zur Lieferung in drei Monaten kosteten an der Londoner Metallbörse LME zeitweise 9210 Dollar pro Tonne. Am Freitag war bekanntgeworden, dass der größte Kupferkonsument China seine Einfuhren im November im Monatsvergleich um 29 Prozent gesteigert hatte.

Nachdem die chinesische Zentralbank am Wochenende entgegen den Erwartungen vieler Marktteilnehmer den Leitzins nicht erhöht hat, wächst bei vielen Anlegern die Zuversicht, dass sich der Boom in der Volksrepublik fortsetzt. Kupfer wird beim Bau von Häusern und bei Infrastrukturprojekten für Stromkabel und Leitungen benötigt. "Die Industriemetalle reagieren positiv auf die Daten aus China und die Tatsache, dass der Leitzins trotz steigender Inflationsrate nicht erhöht wurde", sagte der Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann der Nachrichtenagentur Reuters.

Trotz der starken Fundamentaldaten wird aber auch bei Kupfer ein wachsender Einfluss von Spekulanten vermutet. So verwies Stephen Briggs von BNP Paribas auf die Einführung neuer Fonds, die auf Kupfer und andere Industriemetalle ausgerichtet sind. Am Freitag hatte der britische Indexfonds-Anbieter ETF Securities in London die ersten Finanzprodukte an die Börse gebracht, die physisch mit Industriemetallen hinterlegt sind. Solche Exchange Traded Commodities (ETC) wollen künftig auch die US-Bank JP Morgan  und der Vermögensverwalter Blackrock  anbieten.
Nach Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs  werden die meisten Rohstoffpreise im nächsten Jahr weiter steigen. Die Bank erwartet, dass der Rohstoffindex S&P GSCI Enhanced Total Return in den kommenden zwölf Monaten um 18 Prozent zulegt. Zur Begründung verwies Goldman auf die Erholung der US-Wirtschaft. 2011 werde "der dramatisch gestiegene Rohstoffbedarf Chinas auf eine stärkere USA treffen". Die stärksten Auswirkungen seien bei Rohöl, Kupfer, Baumwolle, Sojabohnen und Platin zu erwarten.
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permanent:

Japan, Industrieproduktion -2%

6
14.12.10 08:56
JP: Industrieproduktion -2,0% (zuletzt -1,8%)

Die japanische Industrieproduktion für Oktober ist mit -2,0% etwas negativer als im September, für den ein Wert von -1,8% vorgelegt worden war, ausgefallen. CAD/JPY reagiert kaum auf die japanischen Daten und wird gegen 04:50 Uhr UTC bei 82,78 gehandelt.


 

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