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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

no panic

6
01.12.10 20:12
als der Euro Anfang Nov. bei 1,4250 stand, sah ihn auch "alle Welt" bis Jahresende bei 1,50. Mentale Strichverlängerung. Tatsächlich war es ein Top. Gestern fiel EUR/USD wieder unter 1,30.

Gründe für Aktien-/Rohstoff-Markt-Korrekturen:

Trichet könnte am Do. die vom Markt erwarteten zusätzliche Staatsanleihen-Aufkäufe aufschieben oder ganz aussetzen. Dann fiele der EUR mMn auf unter 1,28. Die Frage ist, ob er sich zum Kasper der Amis machen oder lieber seine Unabhängigkeit demonstrieren will. Ich tippe auf Letzteres. Da er zuvor eher "falkig" war, scheint mir eine 180 Grad-Kehrtwende zu QE2 (= sehr taubig) unwahrscheinlich. Die PIIGS-Bondmärkte beruhigten sich nach den jüngsten starken Abverkäufen heute etwas. Das könnte aber auch nur ein "Warten auf Trichet"/Gordot sein. Verweigert er QE2 in der Eurozone, dürfte das Geshorte bei den PIIGS-Bonds danach weitergehen.

Für Freitag werden in USA 151.000 neue Jobs erwartet. Diese Erwartung könnte überhöht sein. In jedem Fall dürfte die AL-Quote bei 9,6 % verharren.
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wawidu:

US-Lagerbestände

6
01.12.10 20:18
Hier der Chart der gestern veröffentlichten letzten Revision der Lagerbestände bis einschließlich Q3/2010. Die Lagerbestände sind bekanntlich aktuell der Hauptposten im GDP.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei den "private inventories" nicht etwa um Bestände von Privatpersonen an Ravioli-Dosen u.ä. handelt, sondern um Warenbestände von "private companies".
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Der USA Bären-Thread 362663
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Dreiklang:

Und es werden munter weiter Nebelkerzen geworfen

7
01.12.10 20:38

www.handelsblatt.com/politik/international/...szenario;2702280

Schäuble verteidigte die deutsche Beteiligung an der Stabilisierung des Euro-Partners Irland als „alternativlos“. Bei einem Übergreifen der Turbulenzen auf die Euro-Zone wäre der deutsche Aufschwung bedroht gewesen, sagte er am Montag in Berlin.

Irland gehört nicht zur Euro-Zone? Interessant. Warum die "Turbulenzen" den dt. Aufschwung bedrohen, dürfte Schäubles Argumentation überfordern.

Ein Regierungssprecher in Paris würdigte die Beschlüsse als Ergebnis der Entschlossenheit Europas, Frankreichs und Deutschlands, die Euro-Zone zu retten.

Es geht hier um eine Bankenrettung, mit der "Euro-Zone" hat das primär nichts zu tun.

Euro-Anleihen sind vorerst vom Tisch

 Gemeinsame Anleihen der Euro-Länder wird es nach der Einigung auf einen dauerhaften EU-Krisenmechanismus zumindest in naher Zukunft nicht geben.

Was "nahe Zukunft"? Weihnachten?

 

Die Ausgabe von Eurobonds hatte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker gefordert, weil Deutschland zuvor eine weitergehende Haftung privater Gläubiger verlangt hatte. Juncker hatte befürchtet, dies könnte die Finanzierungskosten schwächelnder Euro-Staaten stark in die Höhe treiben. Mit Eurobonds hätte ihnen eine Finanzierung offengestanden, die für sie relativ kostengünstig wäre. Die Bundesregierung lehnte Eurobonds dagegen ab, weil Deutschland als größtes Euro-Land und damit Marktführer die niedrigsten Zinsen für Staatsanleihen bieten muss.

Tja, Marktführer müsste man sein, dann kriegt man auch günstige Zinsen. Es ist eben bei GR und IR schwieriger, weil die kleiner sind!

Was für eine Verarsche.

 

 

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relaxed:

@Malko Die "witzig" für Siemens/Löscher-

8
01.12.10 20:38
Postings sind nur angebracht, wenn man Löschers Vergangenheit und Denke nicht kennt. ;-)))

Als ich bei seinem Einstieg bei Siemens mit Siemensianern darüber gesprochen habe, was auf sie zukommen wird, fanden die das auch noch witzig. Jetzt lacht keiner mehr.
;-)))))
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DOOMSTER:

LOL jetzt haben wohl diese feigen Amis Wikileaks

5
01.12.10 21:08
dicht gemacht, da scheint wohl bei irgendeiner Amibank was noch derber im argen zu sein als schon in den dunkelsten Träumen ausgemalt..........obwohl Pleite ist doch eigentlich Pleite:)
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DOOMSTER:

Zusatz

 
01.12.10 21:13
aber das Internet wäre ja nicht das Internet, wenn diese netten Banksachen nicht trotzdem auftauchen.

Tja Obama das "Netz" ist frei..........better luck next time:)
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CarpeDies:

BMW is back

5
01.12.10 21:24
SAN FRANCISCO (MarketWatch) -- BMW Group /quotes/comstock/11e!fbmw (DE:BMW 61.10, +3.06, +5.27%) said Wednesday its U.S. sales rose 27.1% to 22,883 vehicles in November from 18,002 a year earlier. "The overall market shows signs of improvement with consumer confidence increasing slightly but our dealers know they have to work for every sale and that work is paying off," BMW said in a statement.
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Dreiklang:

Der Salamicrash der Euro-(Staats)Anleihen-Illusion

6
01.12.10 22:03

Staatsanleihen in nationaler Währung sind a priori ausfallsicher, weil sie für die Zentralbank Instrumente der Geldschöpfung sind. Keine Zentralbank der Welt würde bei einem Käuferstreik auf  Staatsanleihen den Staat zahlungsunfähig werden lassen. Bei der Renditebemessung der Staatsanleihen entfällt also der Risikoaufschlag für einen Zahlungsausfall. Der Käufer muss nur, abhängig von der Laufzeit, das Risiko für Inflation und evtl. Zinserhöhung tragen, wenn er die Anleihen vor Endfälligkeit verkaufen will.

Mit der Einführung des Euro wurde die enge Bindung der Staatsanleihen an die Zentralbank aufgehoben.  Statt dessen sollten die Anleihen sich ihren Markt selbst suchen; der Markt sollte entscheiden, zu welchem Zins er die Anleihen abnimmt. Man hätte den Bürgern der Länder schon kommunizieren müssen, dass im Fall eines Käuferstreiks  der Staat ohne Mittel dasteht! Das scheint geflissentlich "vergessen" worden zu sein.  Man "vergaß" aber auch den "Senior-Bondhaltern" mitzuteilen, dass die im Depot befindliche Staatsanleihe sich im Prinzip jederzeit in einen Junkbond verwandeln könnte. Diese jetzt wissen zu lassen, dass man einen Haircut plane, kann von den Betroffenen nur als Betrug gewertet werden.

Nun ist der Geist aus der Flasche, denn der Markt hat inzwischen "gemerkt", dass die Staatsanleihen gar keine Staatsanleihen mehr sind! Dieser Geist wird in die Flasche nicht mehr zurückkehren, obwohl alle Politiker (insbesondere die des Marktführers  s.o.) momentan als Geisterbeschwörer unterwegs sind und das Solvenzproblem beharrlich leugnen (s.o.).

Ich nenne dies einen schweren Konstruktionsfehler der Monetären Union. Die maßgeblichen Politiker  mögen für sich kindliche Naivität beanspruchen, handelten  aber faktisch vorsätzlich verantwortungslos.

Da ein Staat tatsächlich "nicht ohne weiteres pleitegehen kann" - er würde sofort beginnen, Notgeld zu drucken - wird nun hektisch nach Garantien gegen Zahlungsausfall  gesucht. Die  EFSF ist eine lächerliche Krücke, welche  einen ernsthaften Test gar nicht erleben wird - weil sie  vorher schon "gestützt" werden müsste. Auch eine Verdoppelung der EFSF würde ihr nicht helfen. Dies ist auch gar nicht notwendig. Eine Ausfallgarantie ist in der EMU implizit vorhanden.

Denn die EZB ist gar nicht so unabhängig wie es für sich selbst beansprucht. Tatsächlich befindet sich die EZB in engster Symbiose mit dem Marktführer, genauer dem DM-BLOCK GER.FIN.NL  der als einziger die Kapitalbilanz vorweisen kann,  welche ihn als Garantiegeber geeignet erscheinen lässt. Würde Schäuble erklären, dass der dt. Steuerzahler unbegrenzt für ALLE Staatsanleihen aller Staaten der EMU bürgt bzw. haftet, würden ihn einige in Dtl. für wahnsinnig erklären wollen - doch es trifft den Punkt genau(Schäuble hätte damit dem geforderten "europäischen Geist " entsprochen) . Die EZB ihrerseits  würde Schäuble nie hängen lassen, sie würde ihm zur Aufrechterhaltung der Garantie die Monetarisierung der  "Bunds" garantieren, wenn der Markt es nicht mehr mag.

QE unverzichtbar

Allerdings hätte diese Monetarisierung faktisch die Übereignung Deutschlands an die EZB zur Folge. Da erscheint es nur logisch, mit der Monetarisierung ein bisschen früher zu beginnen und sich zu überlegen, einen Großteil aller Staatsschulden in die Bilanz der EZB zu übernehmen. Etwas, das man für die "Senior Bondholder" bereits zur  Euro-Einführung hätte leisten müssen. Die Staaten der EMU würden dann mit ihrem individuellen  Zinsmittel der zurückliegenden 5 Jahre belastet werden.

Erst dann wäre die notwendige "Luft zum Atmen" wieder vorhanden, die eine Restrukturierung der EMU überhaupt möglich macht. Für eine Übergangszeit müssten die "schwachen" Staaten  sich zu sehr hohen Zinsen am Kapitalmarkt neu verschulden - dies kann weder von der EZB noch vom DM-Block übernommen werden. Helfen kann diesen Ländern nur, dass sie ihre Neuverschuldung radikal herunterfahren.

Wenn das alles aber nicht gewünscht ist, dann bliebe als Alternative nur "der Strom aus der Steckdose", d.h. die EZB würde weiter Geld drucken. Lässt sich hier kein Konsens finden, wäre ein Verlassen der EMU für den DM-Block die zwingende Folge.

 

 

 

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Contrade 121:

Autobauer...

6
01.12.10 22:11
Was die Autobauer angeht, das ist doch der größte Witz an der ganzen Geschichte. Nicht nur, dass in Deutschland die Autos für die ganze Welt produziert werden, sie werden auch noch finanziert. So meldete die Daimler Financial Services ein Rekordjahr vor ein paar Tagen. Dies, so wird begründet, führt man zurück auf das starke China-GEschäft zurück. Verrückt, aber solange die Pferde saufen wollen...

www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...kordjahr;2702059

Ich schätze die nächste Krise kommt ohne Vorwarnung. Und die wird tiefer sein, als das was wir letztes Jahr erlebt haben. Ich frage mich nur, wer wird wen dann retten - der Staat mit kaputten Finanzen oder die Unternehmen sich selbst, oder wird man wird Gelddrucken?
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wawidu:

Muni-Bonds

2
01.12.10 22:46
ohne Worte:
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Der USA Bären-Thread 362699
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wawidu:

Corporate Bonds

 
01.12.10 22:47
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Der USA Bären-Thread 362700
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wawidu:

Treasury Longbonds

 
01.12.10 22:53
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Der USA Bären-Thread 362701
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wawidu:

NDX - formidable Gap-itis

 
01.12.10 23:08
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Der USA Bären-Thread 362708
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Anti Lemming:

Dreiklang - # 203

5
02.12.10 00:02
Handelsblatt: "Schäuble verteidigte die deutsche Beteiligung an der Stabilisierung des Euro-Partners Irland als „alternativlos“. Bei einem Übergreifen der Turbulenzen auf die Euro-Zone wäre der deutsche Aufschwung bedroht gewesen, sagte er am Montag in Berlin."

Dreiklang: Irland gehört nicht zur Euro-Zone? Interessant. Warum die "Turbulenzen" den dt. Aufschwung bedrohen, dürfte Schäubles Argumentation überfordern.




A.L.:

1. Unter "Eurozone" versteht das Handelsblatt offenbar das inselbereinigte Kontinental-Europa.

2. Wenn die Deutsche Bank und andere dt. Großbanken pleite gehen, weil ihre 500 Mrd. Euro an PIIGS-Anleihen "schlecht werden", könnte der DAX wieder auf 2250 fallen (März 2003-Tief). Dies würde weltweit die Konsumenten verschrecken und zu Umsatzstürzen im Weihnachtsgeschäft (bzw. bei vergleichbaren "nicht-christlichen" Kauf-Ritualen) führen. Der Aufschwung wäre dahin.

Schäuble hat das Alles vorher gesehen und durch alternativlos-beherztes Vorpreschen in Irland verhindert. Der Mann verdient vollen Respekt - auch von den Bären. Denn deren DAX-Puts bei der Deuba wären als Inhaberschuldverschreibungen sonst wegen Inhaber-Pleite ("Lehman-Effekt") wertlos geworden. Nun bleibt der DAX oben und die Papiere werden wegen Laufzeitende und "Aus-dem-Geld" wertlos, was für Bären die erträglichere "sportliche Variante" ist. ;-)

Das Wort "alternativlos" küre ich hiermit zum Unwort des Jahres 2010.
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Irische Banken sollen in der Krise gemogelt haben

6
02.12.10 06:26

Während in Griechenland die Staatsfinanzen schief hingen, hatten sich in Irland eher die Geldinstitute verhoben. Nun kommt heraus: Die Bankmanager könnten in der Krise an ihren Bilanzen gedreht haben, um das wahre Ausmaß ihrer Schwierigkeiten zu vertuschen.

HB DUBLIN. In Irland gehen die Behörden Betrugsvorwürfen gegen Banken nach. Wie die Regierungspartei Fianna Fail am Mittwoch erklärte, sollen die Geldhäuser irreführende Informationen verbreitet haben, um das wahre Ausmaß ihrer Verluste zu kaschieren.

Polizei und Finanz-Regulierungsbehörden seien in Kontakt mit der Behörde für Vermögensverwaltung. Namen von Instituten wurden jedoch nicht genannt. Die Kosten für den angeschlagenen Bankensektor haben Irland zur Annahme milliardenschwerer Hilfen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds gezwungen.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...ise-gemogelt-haben;2703897

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Deutsche Steuereinnahmen sprudeln

3
02.12.10 06:27

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erwartet, dass er bereits 2011 das gesamtstaatliche Defizit wieder auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken kann. Gründe dafür sind einerseits die gute Konjunktur, andererseits das Sparpaket der Bundesregierung.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...nkt-rapide;2703804

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CarpeDies:

Treasurys knocked, sending 10-year yield near 3%

 
02.12.10 07:47
SAN FRANCISCO (MarketWatch) — Benchmark Treasurys tumbled Wednesday, sending yields toward the 3% level, with bonds diving on strength in global economic data and speculation more aid was headed toward the European financial system.

Yields on 10-year Treasury notes /quotes/comstock/31*!ust10y (UST10Y 2.96, -0.01, -0.37%) , which move inversely to prices, surged 18 basis points to 2.98%. A basis point is 0.01%.

At these levels, the gain in yields would be the biggest one-day since June 2009, according to FactSet Research. The day’s trading also brought yields close to 3%, a level they haven’t hit since late July. Bonds had ended November lower, with yields on the 10-year up by the most since March. Read Nov. 30 Bond Report.
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Anti Lemming:

"Irische Banken gemogelt" - wie die IKB

8
02.12.10 07:59
Die IKB gab auch erst 1 Mrd. Verluste zu, dann 2, 4, 8, 16, 32, 64 Mrd.

Genauso dürfte es auch bei den verzockten irischen Banken laufen.

Kein Banken-CEO gibt freiwillig offen zu, "am Ende" zu sein. Da wird lieber laviert und erst mal ein kleiner Verlust "eingeräumt", um den Markt zu testen. Ist der dann verdaut, kommt der nächste Brocken. So geht es Zug um Zug. Die IKB hat die genannten Verluste bei jeder neuen Warnung verdoppelt.

Besonders dreist ging die HypoRealEstate vor. Als der Kurs der HRE von 50 auf 20 Euro gefallen war, hatten sämtliche Vorstände demonstrativ Aktien gekauft, denn solche "Insiderkäufe" stiften bekanntlich Vertrauen. Auch wurden drohende Verluste heftig dementiert. Die Bilanz schien pieksauber. Doch alles war raffiniertes Versteckspiel und letztlich eine "Enron"-Lüge. Die Chose endete mit der Zwangsübernahme durch den Staat. "Investoren" erhielten 1,30 Euro "Ablöse" pro Aktie. Noch heute muss der Staat als neuer HRE-Besitzer in regelmäßigen Abständen 100-Milliarden-Pakete nachschießen.

In Irland könnte - nachdem die Staatsrettung in trockenen Tüchern ist - die nächste Runde des "Zugebens" beginnen. Werden jetzt größere Verluste zugegeben "als erwartet", würde Rest-Europa die weitere Rettung sicherlich nicht verweigern. Die Euro-Fritzen sind froh, eine "Lösung" für Irland gefunden und zumindest diese Kuh pro forma vom Eis zu haben. Nun wird auf immer höherem (Schulden-)Niveau - und in immer mehr PIIGS - weitergedoktert, bis der EFSF die nächste Aufstockung braucht. Die irischen Zinsaufschläge sind nach der "Rettung" bezeichnenderweise kaum zurückgekommen - was zeigt, dass der Markt der "Rettung" nicht traut. Denn da steht mit allen Wassern gewaschener "Investoren-Instinkt" gegen oft plump-dreiste Politiker-Lügen.

Die Griechen waren ähnlich vorgegangen. Ja, sagten sie, die Angaben zu Schulden und BIP waren leider nicht ganz korrekt, hieß es zunächst. Später stellte sich heraus, dass die Zahlen mit Goldman-Sachs-Hilfe geradezu professionell frisiert und riesige Schuldenberge betrügerisch versteckt worden waren. Die gesamte Staats-Bilanz war ein Lüge, schon beim Euro-Beitritt. Als das Debakel nicht mehr zu leugnen war, begann in Griechenland ebenfalls jenes "Zugeben auf Raten", mit dem der Markt sukzessive "getestet" wurde. Hätten die Griechen gleich alles zugegeben, hätte Resteuropa die Griechen womöglich "durch den Rost fallen lassen" und auf eine Griechen-Rettung verzichtet.

Wer weiß, ob in Irland nicht genau das Gleiche abgeht: Erst mal mit Zugeben mäßiger Verluste die Rettung "absichern", danach die normative Kraft des Faktischen nutzen ("Wir sind eh pleite") und Stück für Stück weitere faule Eier auf den Tisch legen....

Hinter Warren Buffetts Spruch "Er lügt wie der Finanzminister am Vorabend des Staatsbankrotts" steht die Weisheit eines sehr erfahrenen Investors.
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Bei Staatsanleihen müssen wir immer zwischen

12
02.12.10 08:07

Emission in Eigenwärhung und Emission in Fremdwährung unterscheiden.

Die Emission in Eigenwärhrung ist für den Staat grundsätzlich besser da das Wechselkurs- und Devisenbeschaffungsrisiko entfällt.
Voraussetzung für die Emission in Eigenwährung ist jedoch ein interessantes Angebot für Investoren. Entweder kann dieses eine stabile Währung, solide Wirtschaftsdaten oder ein verlockender Zinssatz sein. Wenn sich ein Staat auf eine gesunde inländische Sparquote stützen kann (S = I / in der geschlossenen reinen Inlandsbetrachtung) ist die Emission in Eingenwärhung in der Regel kein Problem (siehe Japan obwohl der Staat stark überschuldet ist, aber eben nur der Staat, die Gesamtverschuldung ist kein Problem). Ist keine gesunde inländische Sparquote -wie im Fall USA- vorhanden aber man verfügt über die Weltreservewährung, gibt es zunächst auch kein Problem, so lange Ausländer gewillt sind die Lücke zu schließen.

Kommt der Tag an dem (Ausland + S < I) sind, dann muss die Notenbank wie im Fall der FED mit QE also Geldvermehrung aushelfen. Wären die USA ein abgeschlossener Wirtschaftsraum, so würde sich hieraus relativ schnell ein hohe Inflationspotential ergeben. Jeder würde -in der Angst des Währungswertverlust- sein Geld so schnell wie möglich ausgeben wollen und so neben der Geldmenge auch die Umlaufgeschwindigkeit erhöhen.
Da die USA kein abgeschlossener Wirtschaftsraum sind und "nur" in Dollar (Eigenwährung) verschuldet sind, ergibt sich zunächst auch kein Problem.

Nun gibt es mit Grichenland, Irland, Portugal, Spanien, Staaten in Europa die über ein Teileigentum an einer Währung verfügen. Staaten die nicht in der Lage sind direkt Druck auf ihre Notenbank auszuüben. Hier stellt sich die Lage wesentlich differenzierter dar. Hier wird das Leben über die Verhältnisse schneller zum Problem als in einem Land wie den USA die über eine eigene Wärhung mit eigener Notenbank verfügen.
In der Theorie sollte ein Wärhungskonstrukt wie die Eurozone wesentlich stärker Disziplinierend wirken, da ein einzelner Staat nicht eins zu eins mit einer Notenbank in einem Boot sitzt.
Zu lange hat  man jedoch die Augen verschlossen und im Hinterkopf an eine gegenseitige Rettungsverpflichtung geglaubt.
Dabei ist das Verständnis in der Politik noch ein Anderes als das in der Bevölkerung. Hier bestehen tiefe Kommuikationsprobleme die in den Jahren der Prosperität totgeschwiegen wurden.

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Japan Capex Points to Strong Growth, But Outlook M

3
02.12.10 08:11
Japan Capex Points to Strong Growth, But Outlook Murky
JAPAN, GROWTH, GDP, BOJ, BANK OF JAPAN, ECONOMY, DEFLATION, STIMULUS, RATES, MONETARY POLICY, CENTRAL BANK, SPENDING
Reuters
| 01 Dec 2010 | 08:49 PM ET

Japanese firms raised capital spending in July-September from a year earlier, posting the first
annual gain since 2007, but a dip in demand both at home and abroad could keep companies from boosting business spending in the coming months.

 

The data, which is used to calculate revised gross domestic product figures for the same period due out at 8:50 a.m. on Dec. 9 (2350 GMT on Dec. 8), points to an upward revision to the third-quarter growth estimate.

This will do little to cheer policymakers wary as the economy is expected to contract in the fourth quarter as exports slow and the effect on consumption of government stimulus vanishes.

Japan's economy may resume growing next year, but risks to the outlook will keep the Bank of Japan under pressure to stick to its very loose monetary policy.

"The rise in capital spending is expected to mean the capex component in revised GDP being raised," said Takeshi Minami, chief economist at Norinchukin Research Institute in Tokyo.

"But looking at details in the data such as recurring profit levels, you can see that the stronger yen and a slowdown in overseas economies are affecting the economy."

The government's initial estimate showed GDP in the third quarter grew 0.9 percent.

Slow Improvement

Japan's capital spending has been slowly improving since last year as the economy has recovered from the the global financial crisis that caused corporate profits and investments to plummet.

The 5 percent rise in capital spending in the third quarter comes after a 1.7 percent drop the previous quarter, led by auto makers and electronic device makers, Ministry of Finance data
showed on Thursday.

 

Compared with April-June, capital spending excluding software was up 1.9 percent on a seasonally adjusted basis, posting a second straight quarter of rises, MOF data showed.

Firms' recurring profits rose 54.1 percent in the third quarter from a year earlier, slower than the annual growth of 83.4 percent in the previous quarter.

Sales grew 6.5 percent in the third quarter from a year earlier, according to the quarterly data, which covered 23,009 companies capitalised at 10 million yen ($120,000) or more. That
was also slower than a 20.3 percent annual rise in sales in the second quarter.

Preliminary GDP data showed Japan's economy grew 0.9 percent, or an annualised 3.9 percent, in the third quarter as expiring government stimulus measures gave a boost to private consumption.

Economists polled by Reuters expect the economy to shrink 0.1 percent in October-December as exports slow and auto output slumps after the expiry of government incentives for purchases of low-emission cars.

The economy is seen likely to resume growing next year on the back of exports to fast-growing Asia, albeit at a moderate pace.

The Bank of Japan eased monetary policy in October by pledging to keep rates effectively at zero until the end of deflation is in sight and to spend 5 trillion yen ($60 billion) on assets ranging from government bonds to corporate debt.

The BOJ has said that boosting the size of the fund is a clear option if the looming slowdown proves worse than expected. But the yen's retreat from 15-year highs scaled early last month
makes any radical near-term action unlikely.

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Anti Lemming:

CarpeDies - fallende US-Anleihen

9
02.12.10 08:35
War klar, dass die Amis die Kursverluste bei US-Anleihen als "Umschichtung in Aktien" seitens großer Investoren verkaufen würden.

Die Crux ist, dass die Rallye am US-Aktienmarkt weitgehend erlogen und (indirekt) von der Fed mittels QE2 "erkauft" ist. Kein ernsthafter Investor sattelt nach 17 % Kursanstieg seit Sept. noch drauf, wenn die Fundamentals schon diesen Anstieg kaum hergaben. Das CRV für US-Aktien ist, auch vor dem Hintergrund der Euro-Krise (die den Dollar stärkt), grottenschlecht.

Dass die Fed gestern im Beige Book die Wirtschaftslage rosiger beschreibt, könnte auch eine - parallel zu QE2 laufende - prozyklische Markt-Stützung im Sinne des Greenspans-Konzept sein, dass "steigende Aktienkurse alles retten". Bernanke glaubt dies ja ebenfalls und schrieb in der Washington Post Anfang Nov., dass steigende Aktien die Wirtschaft beleben. (Hier werden mMn die Kausalzusammenhänge auf den Kopf gestellt, denn normalerweise lässt eine sich belebende Wirtschaft die Aktien steigen und nicht umgekehrt.)

Zuvor am August-Tief hatte die Fed die Lage noch geradezu depressiv beschrieben und vor einem Doppel-Dip gewarnt, weshalb ja auch QE2 angeblich "alternativlos" gewesen sein soll. (Faktisch war das eine Bärenfalle).

Ebenso war die Rallye am Anleihemarkt von der Fed mittels QE2 "erkauft". Nur dass die Fed offen zugibt, auf diesem Markt "tätig" zu sein.

Der deutliche Absturz bei US-Kommunalanleihen (Chart in # 72210) spricht - ganz klar - gegen die o. g. Behauptung von der "Umschichtung in Aktien".  Hier wächst einfach nur Risikoaversion - d.h. bei den Munis verlassen die "Investoren"-Ratten das sinkende Schiff. In vielen US-Bundesstaaten ist die Finanzlage äußerst prekär, Kalifornien muss wohl bald wieder mit Schuldscheinen (IOU) bezahlen. Der Chartverlauf der Munis in # 72210 spricht eher für Panikverkäufe als für wohlüberlegte Umschichtungen.

Dies gilt mMn eingeschränkt auch für langlaufende US-Staatsanleihen (# 72212) und US-Unternehmensanleihen (# 72211).

Der deutliche Kursrückgang langlaufender US-Staatsanleihen (# 72212) könnte zum einen darauf hindeuten, dass Investoren Angst vor Inflation haben ( die QE2 ja bewusst "schüren soll"). Zum anderen sorgen sich Investoren in der kommenden Ära der Staatspleiten offenbar auch zunehmend, dass USA - in der weitesten Berechnung mit 500 % des BIP in der Kreide und obendrein weltgrößter Schuldner - seine Spielschulden nicht mehr zurückzahlen kann.

Man kann Frau Dr. Merkel nur danken, dass sie das Gespenst des Haircuts aus der Flasche ließ. Es "spukt" nun durch die öffentliche Schulden-Diskussion und wird sich nicht mehr in die Flasche zurück verbannen lassen.

Haircuts werden mMn das bestimmende Thema für 2011.
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Pichel:

Bullen-Anteil unter US-Anlegern legt zu

6
02.12.10 08:46
DJ: SENTIMENT/AAII: Bullen-Anteil unter US-Anlegern legt zu
NEW YORK (Dow Jones)--Weiter aufwärts geht es mit der Laune der
US-Aktienanleger. Wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Online-Umfrage der
American Association of Individual Investors (AAII) hervorgeht, hat sich das
Bullen-Lager in der Woche bis Mittwoch, 1. Dezember, auf 49,7% vergrößert. Dies
ist ein Anstieg von 2,3 Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche. Das Bären-Camp
legte ebenfalls zu auf nunmehr 26,2%, zeigte also einen Zuwachs um 1,5
Prozentpunkten. Als neutral gegenüber dem Aktienmarkt positioniert beschrieben
sich laut AAII 24,1% nach 24,7% in der Vorwoche.

DJG/mpt/reh

 (END) Dow Jones Newswires

 December 02, 2010 02:41 ET (07:41 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2010
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
Antworten
pfeifenlümmel:

Cash nötig?

6
02.12.10 08:54
Oder bald Wechsel nach Irland?
Deutsche Bank verkauft ihren Firmensitz

http://www.ariva.de/news/...he-Bank-verkauft-ihren-Firmensitz-3594645
Antworten
CarpeDies:

AL - Fallende Anleihen

2
02.12.10 08:57
Mir ist es ganz egal, ob und we mit Umschichtung in Aktien etc. argumentiert wird.
für mich ist es interessant, ob wir an einer Zeitenwende für die Anleihe-Märkte stehen wie z.B. Mark Hulbert schreibt:
By Mark Hulbert, MarketWatch

CHAPEL HILL, NC (MarketWatch) — Has the Great Bond Bear Market finally begun?

Commentators have for years been predicting just such a bear market, of course, arguing that interest rates can’t keep declining and bonds can’t keep rising—especially in the wake of the trillions of dollars that the Federal Reserve has injected into the economy. Until recently, of course, those predictions proved to be wrong.

But interest rates, especially at the longer maturities, have risen markedly in recent weeks. The yield on the benchmark 30-year Treasury bond /quotes/comstock/20m!i:tyx (TYX 42.37, +1.35, +3.29%)  , for example, has risen from 3.64% at the end of September to stand currently at 4.30%. The yield on the 10-year Treasury /quotes/comstock/20m!i:tnx (TNX 29.64, +1.67, +5.97%)   has risen over the same time period from 2.52% to 2.91%.
Antworten
Anti Lemming:

Die HSBC hatte ihre Immobilien in London

8
02.12.10 09:01
ebenfalls in die dortige Immo-Blase hinein verkauft und später von der span. Firma
Metrovacesa, die in Probleme geriet, deutlich billiger zurückgekauft.

www.handelsblatt.com/unternehmen/...rkauf-ihrer-bueros;2237068

Wenn die DeuBa ihre Türme verkauft, ist das ein ziemlich sicheres Zeichen, dass die Vorstände dort nicht mit weiteren Preisanstiegen bei (Gewerbe-)Immos rechnen und daher auscashen wollen - den derzeitigen Inflations-/Betongold-Wahn nutzend.
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