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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,00 14,99
Fallender DAX-Kurs 5,00 9,99 15,00
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VC1YBK5 , DE000VH8ZQV7 , DE000VY0A6Q3 , DE000VH33UE7 , DE000VK24VX8 , DE000VJ29E31 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Zahlensalat für die kommende Woche

8
18.09.10 10:00

Diese Ausgabe als PDF herunterladen und später lesen (PDF/ 185 KB)

Wichtige Daten und Ereignisse - Woche: 20.09.-24.09.2010
TagRegionArt des TerminsHSBC TuBKonsensVorperiode
Quelle: HSBC Trinkaus
MoUSNAHB Hausmarktindex, Sep. (16.00)141413
DiUSBaubeginne, Aug. (14.30)546.000 (ann.)550.000 (ann.)546.000 (ann.)
  Baugenehmigungen, Aug. (14.30)565.000 (ann.)560.000 (ann.)565.000 (ann.)
  FOMC-Zinsentscheidung (20.15)0,25 %0,25 %0,25 %
MiGBMPC-Sitzungsprotokoll (10.30)   
 USFHFA-Hauspreisindex, Juli (16.00)-0,5 % gg. Vm.0,1 % gg. Vm.-0,3 % gg. Vm.
 EURKonsumentenvertrauen, Sep. (16.00)-10,0-11,0-11,4
DoDEPMI Verarb. Gewerbe (flash), Sep. (09.30)57,657,758,2
  PMI Dienstleistungen (flash), Sep. (09.30)58,057,357,2
 EURPMI Verarb. Gewerbe (flash), Sep. (10.00)54,654,755,1
  PMI Dienstleistungen (flash), Sep. 10.00)55,455,455,9
 USVerkauf bestehender Häuser, Aug. (16.00)4,15 Mio. (ann.)4,10 Mio. (ann.)3,83 Mio. (ann.)
FrDEifo Geschäftsklima, Sep. (10.00)106,1106,2106,7
  ifo Konjunkturerwartungen, Sep. (10.00)103,8103,6105,2
  ifo Lagebeurteilung, Sep. (10.00)108,6108,6108,2
 USAuftragseingang langl. Güter, Aug. (14.30)-1,7 % gg. Vm.-1,0 % gg. Vm.0,4 % gg. Vm.
  ex Transport, Aug. (14.30)0,8 % gg. Vm.0,8% gg. Vm.-3,7 % gg. Vm.
  Neubauverkäufe, Aug. (14.30)300.000 (ann.)295.000 (ann.)276.000
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permanent:

Der kluge Richter

21
18.09.10 10:07

Wäre es so einfach in der Welt im Märchen "Der kluge Richter", so wäre es besser um die Welt bestellt:
Hier ein Gegenbeispiel wie Lüge zum Erfolg führt:
http://www.ariva.de/forum/Luegen-hilft-dem-Erfolg-421010
 

Der Richter – von Johann Peter Hebel

Dass nicht alles so uneben sei, was im Morgenlande geschieht, das haben wir schon einmal gehört. Auch folgende Begebenheit soll sich daselbst zugetragen haben.

Ein reicher Mann hatte eine beträchtliche Geldsumme, welche in ein Tuch eingenähet war, aus Unvorsichtigkeit verloren. Er machte daher seinen Verlust bekannt und bot, wie man zu tun pflegt, dem ehrlichen Finder eine Belohnung, und zwar von hundert Talern, an. Da kam bald ein guter und ehrlicher Mann dahergegangen.

#000080">"Dein Geld habe ich gefunden. dies wird’s wohl sein! So nimm dein Eigentum zurück!" So sprach er mit dem heitern Blick eines ehrlichen Mannes und eines guten Gewissens, und das war schön. Der andere machte auch ein fröhliches Gesicht, aber nur weil er sein verloren geschätztes Geld wieder hatte. Denn wie es um seine Ehrlichkeit aussah, das wird sich bald zeigen.

Der USA Bären-Thread 8653338Er zählte das Geld und dachte unterdessen geschwinde nach, wie er den treuen Finder um seine versprochene Belohnung bringen könnte. #993300">"Guter Freund", sprach er hierauf, "es waren eigentlich achthundert Taler in dem Tuch eingenäht. Ich finde aber nur noch siebenhundert Taler. Ihr werdet also wohl eine Naht aufgetrennt und Eure hundert Taler Belohnung schon herausgenommen haben. Da habt ihr wohl daran getan. Ich danke Euch."

Das war nicht schön. Aber wir sind auch noch nicht am Ende. Ehrlich währt am längsten, und Unrecht schlägt seinen eigenen Herrn. Der ehrliche Finder, dem es weniger um die hundert Taler als um seine unbescholtene Rechtschaffenheit zu tun war, versicherte, dass er das Päcklein so gefunden habe, wie er es bringe, und es so bringe, wie er’s gefunden habe.

Am Ende kamen sie vor den Richter. Beide bestanden auch hier noch auf ihrer Behauptung, der eine, dass achthundert Taler seien eingenäht gewesen, der andere, dass er von dem Gefundenen nichts genommen und das Päcklein nicht versehrt habe. Da war guter Rat teuer.

Aber der kluge Richter, der die Ehrlichkeit des einen und die schlechte Gesinnung des andern zum voraus zu kennen schien, griff die Sache so an: Er ließ sich von beiden über das, was sie aussagten, eine feste und feierliche Versicherung geben und tat hierauf folgenden Ausspruch:

Der USA Bären-Thread 8653338

"Demnach, und wenn der eine von euch achthundert Taler verloren, der andere aber nur ein Päcklein mit siebenhundert Talern gefunden hat, so kann auch das Geld des letztern nicht das nämliche sein, auf welches der erstere ein Recht hat. Du, ehrlicher Freund, nimmst also das Geld, welches du gefunden hast, wieder zurück und behältst es in guter Verwahrung, bis der kommt, welcher nur siebenhundert Taler verloren hat. Und dir da weiß ich keinen anderen Rat, als du geduldest dich, bis derjenige sich meldet, der deine achthundert Taler findet."

So sprach der Richter, und dabei blieb es.

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Stöffen:

Long-Term Buy Signal?

9
18.09.10 12:49
Mit dem gestrigen Handelstag wurde im SPX erneut ein Long-Term Buy Signal generiert (50er EMA kreuzt den 200er EMA von Süden her kommend)
Unter "normalen Umständen" könnte man hier schon von einem starken Signal sprechen, jedoch wurde dieses Signal aufgrund der engen Trading-Range des SPX in den letzten Wochen unüblicherweise mehrfach ausgelöst. Über die Vergangenheit hinweg gesehen gestalteten sich die 50/200-EMA-Cuts stets relativ steiler und wesentlich quicker. (wie z.B. im Januar 2008 oder respektive Juli/August 2009)

Von daher sollte man in dieses Signal vorerst nicht allzu viel Vertrauen investieren, da sich heuer noch nicht exakt absehen lässt, inwieweit dieses Signal den Bullen nun einen Advantage verschafft. Ein nachhaltiger Ausbruch über die sich zuletzt als Deckel erweisende 1130er-Marke würde hier den bullishen Bias deutlich unterstützen.

Desweiteren darf man davon ausgehen, dass, je länger sich hier die Chartformation des SPX in der neutralen Seitwärtsrange bewegt, ein erfolgender Ausbruch, egal ob dieser in Nord- oder Südrichtung vonstatten geht, dann wohl umso heftiger ausfallen wird.
Der USA Bären-Thread 345884
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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pfeifenlümmel:

Globalisierungswahn und die Folgen

8
18.09.10 15:18
Gelobtes Land

„Es hat sich verschlimmert“, resümiert Roberts. „Bevor sie zu uns kommen, klappern sie ihre Kirchen und Familien um Hilfe ab. Die Leute kämpfen darum, ihre Rechnungen zu bezahlen, ihre Medikamente zu kaufen. Sie leben von Scheck zu Scheck.“ Eine 87-jährige Frau fühlt sich in die Zeit der „Großen Depression“ in den 1930er-Jahren zurückversetzt. Lisa Roberts erinnert sich: „Ich bin in dem Bewusstsein aufgewachsen, in einem ,Gelobten Land‘ zu leben.“ Selbst heute noch kommt Politikern und überzeugten Patrioten wie Präsident Barack Obama das Bekenntnis von den USA als „reichstem Land der Erde“ – zuletzt bei seiner TV-Rede an die Nation – flüssig über die Lippen.

Die Realität spricht indes eine andere Sprache: Warteschlangen von Obdachlosen vor Kirchen und karitativen Einrichtungen, die sich in den Metropolen der Ost- und Westküste bis um den nächsten Block ziehen; Menschen, die in den Supermärkten mit staatlichen Essenscoupons zahlen; Arbeitslose, die vorübergehend in den Wohnzimmern von Familienangehörigen und Freunden Unterschlupf gefunden haben; viele, die sich mit zwei Jobs durchs Leben schlagen, um ihre Familien durchzubringen – als Nachtwächter oder als Rezeptionist.

Jetzt haben es die Amerikaner schwarz auf weiß: 14,3 Prozent der US-Bürger leben unter der festgeschriebenen Armutsgrenze von 10.830 Dollar (und 21.954 Dollar für eine vierköpfige Familie) im Jahr. Jedes fünfte Kind ist davon betroffen, am wenigsten trifft es Weiße und Asiatischstämmige. Es ist der höchste Anteil an Armen in den USA seit 1994 – und mit 43,6 Millionen der höchste in absoluten Zahlen. Und es ist eine neuerliche Hiobsbotschaft für die Obama-Regierung und die Demokraten vor den Kongresswahlen.

Diese Statistik weist eine Erhebung für das Vorjahr aus, die das Büro für Volkszählung soeben vorgelegt hat. Experten für Armutsforschung wie Timothy Smeeding haben sogar befürchtet, dass die Rezession noch größere Kreise gezogen hätte. Für heuer erwarten sie einen weiteren Anstieg. Die Misere, so die Meinung, wäre allerdings noch schlimmer ohne die staatlichen Programme, die die ärgste Not lindern – etwa für die Opfer von Zwangsversteigerungen und des jahrelang grassierenden Hypotheken-Hypes.


50 Millionen ohne Versicherung

Ein Nebeneffekt der Wirtschaftskrise und der offiziellen Arbeitslosenrate von derzeit 9,6 Prozent – die inoffizielle liegt bei 15 Prozent– ist, dass im Vorjahr vier Millionen Amerikaner ihre Krankenversicherung verloren haben. Die Zahl der Versicherungslosen summiert sich auf mehr als 50 Millionen Menschen – 16 Prozent der Bevölkerung. Die Gesundheitsreform, die nun sukzessive in Kraft tritt, soll zwei Dritteln von ihnen einen Versicherungsschutz verschaffen. Währenddessen gehen die Versicherungen jedoch bereits daran, ihre Prämien zu erhöhen.

In Lottridge bangen die Leute derweil vor einem kalten Winter.

AUF EINEN BLICK

■Armutsbericht.
Die Rezession hat die Mittelklasse und die unteren Einkommensschichten besonders schwer getroffen. Für das Jahr 2009 weist das Büro für Volkszählung einen Anteil von 14,3 Prozent US-Amerikanern aus, die unterhalb der festgeschriebenen Armutsgrenze von 10.830 Dollar leben – der höchste Prozentsatz seit 1994. Noch stärker betroffen als der Durchschnitt sind Kinder (20 Prozent), Schwarze und Hispanics (je 25 Prozent). Experten gehen davon aus, dass die Armut in den USA heuer noch weiter anwachsen wird. Mit staatlichen Hilfsprogrammen wie Essensmarken und Billigkrediten versucht die Regierung, die Not zu lindern. Zudem sind 51 Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.09.2010)
diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/...ink=/home/index.do
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pfeifenlümmel:

zu #671

5
18.09.10 19:06
EUR/CHF long  werde ich wohl am Montag glattstellen. Im DOW bleibe ich short und im Bund weiterhin long. Der Konjunkturzyklus hier bei uns deutet schon wieder Richtung Süden. Amiland kommt noch nicht aus den Socken. Zinsen weiter unten, US Treasury Kurse werden meiner Meinung nach wieder steigen. Ami-Aktienkurse werden gepäppelt. Sind genug teure Calls verkauft worden, dreht sich die Richtung, schließlich leben die Bankster vom Eigenhandel.

Bin wirklich gespannt, wie lange Obama sich noch scheut, die Importzügel anzuziehen. Wenn, dann dürfte China einbrechen. Mal sehen.
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Stöffen:

Wer hat ein Interesse an stark fallenden Kursen?

11
18.09.10 20:25
Etwa die Fed? Oder Hopey McTeleprompter? Oder gar die ONE HUNDRED MILLION SHEEPLE all herded into 401(k)/IRAs/mutual funds? LOL.

Und warum sind wir Bären?

Etwa weil wir Investments oder den Aktienhandel hassen? Oder etwa vielleicht doch so, wie Albrecht Müller von den Nachdenkseiten mal formuliert hat, nämlich dass man als Marktteilnehmer die mittlerweile stark grassierende Form der "Enronitis", sprich derartig kriminelle Akte, wie z.B. faule Forderungen attraktiv verpackt zu haben und sie als hoch dotierte und hoch bewertete Wertpapiere weiterverkauft zu haben, und ähnliche Hütchenspielereien bis obenhin satt hat? Die Finanzkrise ist in nicht unwesentlichem Maße eine Folge des massiven Eindringens von Wetten, Glücksspiel und Kettenbriefen in die angeblich solide Finanzwirtschaft und das hat einen immensen Vertrauensverlust in Folge nach sich gezogen. Viele Finanzhäuser sind das Thema Financial Engineering doch hier sehr "sportlich" angegangen. Und es wollte sich doch niemand von diesen Herrschaften ernsthaft am Ende des Tages vorwerfen lassen, er habe eine Marktchance verpasst.

Die kriminellen, halbkriminellen, jedenfalls keinesfalls mit dem Ethos eines ehrbaren Kaufmanns zu vereinbarenden Machenschaften der Finanzeliten hat es sicherlich schon zu allen Zeiten gegeben. Die riesige Vielfalt von Fakten legt jedoch aktuell die Vermutung stark nahe, dass diese Eliten auch stärker als je zuvor mit dem politisch relevanten Führungspersonal liiert sind, die öffentliche Meinung stark manipulieren und sich zu ihren Gunsten Gesetze, Verordnungen und politische Entscheidungen ergaunern.

Wirft man einen Blick auf den aufgeblähten, überdimensionierten Finanzsektor, welcher z.B. an den gesamten Unternehmensgewinnen in den USA seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges von etwa zehn Prozent trendmäßig einen Rekord-Wert von 40 Prozent in 2002 erreicht hat (Im ersten Halbjahr 2009 waren es immer noch 28 Prozent), so ist es augenscheinlich evident, dass die "kriminellen" (oftmals sind die ja sogar noch legal, LOL) Methoden die Antwort der innovativen Banker auf das Problem einer zu erzielenden Eigenkapitalrendite von 25% + x, die Erzielung möglichst gigantischer Boni (selbst die Münchner Verzockerbank HRE hat vor kurzem an Mitarbeiter für das Jahr 2009 Boni in Höhe von 25 Millionen Euro gezahlt) und des selbstberständlich äußerst renditestark anzulegenden Kapitals ihrer vermögenden Klientel darstellt.

Eine gewisse Form der Gier mag ja hinnehmbar sein, aber spätestens, wenn ganze Volkswirtschaften für diese Unersättlichkeiten in Geiselhaft genommen werden, spätestens dann sollte der "Knüppel aus dem Sack" geholt werden.

Wenn in einer Art von "Disneyland der Hochfinanz" der Amigo-Kapitalismus seine Triumphe feiert, in dem gefälschte Zahlen, geheime Absprachen und massive Täuschung der Anleger quasi zum Handwerk gehören, ja dann dürfen wir uns auch künftig weiterhin nicht wundern und vor allem nicht beschweren, wenn die Anleger weiterhin genauso ausgenommen werden wie die öffentlichen Kassen.

Leider haben die Staatslenker daraus bis heute nichts gelernt. Sie verschulden sich derzeit im Rekordtempo, Geld ist ja dieser Tage so billig wie nie, denn die Zentralbanken haben de facto die Notenpresse angeworfen. Das mag möglicherweise die einzige Möglichkeit gewesen sein, den totalen Absturz der Weltwirtschaft zu verhindern. Doch klar ist auch, dass auf diese Weise die Basis für die nächste Blase gelegt wird, dafür gibt es bereits so einige Anzeichen, Stichwort hier Vermögenspreisinflation in allen Assets. Und wenn diese dann erneut platzen sollte, so kann man sicher sein, dass die gut beratenen "Chosen Few" von den Folgen nicht oder kaum berührt werden, aber der Normalverbraucher dann endgültig über's Kliff geht.

Käufliche Medien und Politiker versuchen, die Menschen dabei mit dem Schüren von Angst vor der Finanz- und Bankenkrise für so dämlich zu verkaufen, dass sie glauben, es gäbe keine vernünftigere Alternative als Betrügern mit Hunderten von Milliarden Euro Steuergeldern via Bail-Outs aus finanziellen Engpassen zu helfen und betrogenen milliardenschweren Investoren drohende Verluste zu ersparen. Die meisten Menschen glauben an die abstrusesten Märchen, welche man ihnen auftischt, und wählen Politiker, welche diese "ach so schwere Aufgabe" erfolgreich bewältigt und so "großen Schaden" verhindert haben, bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder ins Amt.

Das ist das relevante System, das TINA-System [(T)here (I)s (N)o (A)lternative)]
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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CarpeDies:

Interessanter artikel aus der faz

10
18.09.10 22:50
der u.a. auch erläutert, warum der Goldpreis derzeit so hoch ist und wohl weiter steigen wird.

Im Gespräch: Marshall Auerback
„Der Goldpreis steigt aus Misstrauen in die Politik“
17. September 2010

Die Basel III-Beschlüsse werden kaum etwas am Status Quo der Banken ändern, statt sie stärker zu regulieren, erklärt Marshall Auerback. Der für den Hedge-Fonds RAB Capital und Pimco tätige Ökonom und Strategieberater rechnet mit weiteren Krisen.

Die bisherigen Regulierungsansätze adressierten die wirkliche Ursache der Finanzkrise nicht, nämlich Bilanzbetrug in den Finanzunternehmen. Die politischen Kräfte tendierten dazu, die wahren Probleme auf die lange Bank zu schieben, statt sie auf anzugehen. In diesem Sinne seien steigende Rohstoffpreise das Resultat zunehmenden Misstrauens in die Politik.
Nach monatelangem Tauziehen haben sich die weltweit wichtigsten Bankenaufseher unter dem Stichwort Basel III auf strengere Eigenkapitalvorschriften für die Kreditwirtschaft verständigt. Die Finanzmärkte nehmen's positiv. Wie kommt das?

Die Märkte reagieren sehr logisch und konsequent auf die Basel-III-Beschlüsse. Die Marktteilnehmer haben rasch realisiert, dass sich am Status Quo kaum etwas ändern wird, da die Kapitalanforderungen nicht sonderlich anspruchsvoll für die Banken sind. Die Basler Standards sind nicht gut, sondern furchtbar. Sie bringen kaum etwas, wenn es um die Vermeidung künftiger Krisen geht. Und die Deutschen scheinen an der Schwächung der Anforderungen maßgeblich beteiligt gewesen zu sein.
Wieso sind die Beschlüsse kein Fortschritt?

Wir brauchen weit höhere Kapitalstandards als bisher vorgesehen. Dieser Regulierungsansatz adressiert die wirkliche Ursache der Finanzkrise nicht, nämlich den weit verbreiteten Bilanzbetrug in den Finanzunternehmen. Faktisch sind die Kapitalforderungen gemäß Basel III sogar noch geringer als unter Basel II. Denn wir Amerikaner und ihr Europäer habt unkonventionelle Buchungsmethoden eingeführt auf deren Basis Banken über den wahren Wert ihrer Vermögenswerte lügen können, um massivste Verluste auf Krediten und Anlagen zu verstecken. Die sind der Kern der Krise.
Was müsste man ändern - und sehen sie jemanden, der das tun könnte?

Nein. Wahrscheinlich müssen wir bedauerlicherweise erst die nächste Krise abwarten, bevor es zu den notwendigen Veränderungen kommen wird. Die ganze Ideologie, die uns zu diesem Punkt gebracht hat, muss erst einmal vollständig diskreditiert werden. Das dürfte nicht von heute auf morgen möglich sein. Die politischen Kräfte der heutigen Zeit tendieren dazu, die wahren Probleme auf die lange Bank zu schieben, statt sie auf realistische Weise anzugehen.
Was heißt das für den Anleger?

Der Privatanleger befindet sich zumindest aus regulatorischen Sicht in einem Umfeld, das deutlich gegen seine Interessen gerichtet ist. Institutionelle dagegen dürften die Märkte weiterhin wie ein Kasino behandeln. Aus diesem Grund wird ihre theoretische Funktion, Kapital effizient auf produktive Bereiche der Realwirtschaft zu verteilen, weiter degenerieren. In meinen Augen haben wir schon lange keine freien Kapitalmärkte mehr. Die Politik scheut sich davor, die Banken mit ihren Betrügereien und miesen Verhalten zu konfrontieren.
Passen Strategien wie Hochfrequenzhandel in dieses Bild?

Ja sicher. Sie sind erlaubt, obwohl sie keinerlei sozialen Zweck haben. Niemand scheint in seriöser Weise untersuchen zu wollen, was zum Flashcrash vor wenigen Monaten führte.
Was war denn die Ursache?

Irrtümer kommen immer dann vor, wenn menschliche Wesen involviert sind. Sie werden durch die hoch technisierten Handelsmaschinen potenziert und können die Wertpapiermärkte völlig verzerren. Ihre Zulassung ist so, als ob man Kinder mit Semtex (Plastiksprengstoff ) spielen lassen würde.
Können Privatanleger diesen Märkten trauen?

Das ist schwierig. Sie müssen auf jeden Fall akzeptieren, dass die Märkte sehr schwankungsanfällig werden können. Es gibt zwar viele ehrenwerte Marktteilnehmer, allerdings gehen sie in der Masser der von elektronischen Systemen getätigten Transaktionen unter. Man muss als Privatanlager seine Chancen eben suchen, da die Regulatoren ihre Aufgaben nicht ernst nehmen.
Was würden Sie kaufen? Aktien, Anleihen … oder Gold?

Immer mehr Leute investieren in Gold. Das ist in meinen Augen auch sehr rational. Der Preisanstieg wird nicht ausgelöst von ökonomischen Faktoren wie Deflations- oder Inflationssorgen. Sondern er spiegelt das Misstrauen in den offiziellen Sektor wider, das immer weiter zunimmt. Die Leute verlieren das Vertrauen in die Problemlösungsfähigkeit der Politik.. Der zunehmende Zweifel an die konventionelle Bewertung von Aktien, Währungen et cetera treibt sie immer mehr in alternative Anlagen. Ich denke, der Goldpreis wird noch viel weiter steigen. Bei Anleihen dagegen ist das Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag unattraktiv.
Was, wenn ich behaupten würde, es handle sich um die nächste Preisblase?

Der Goldmarkt könnte sich durchaus zur nächsten Blase entwickeln. Ich denke, es ist noch nicht so weit. Aber grundsätzlich kann der gesamte Rohstoffbereich zu einer Blasenbildung neigen, da er immer mehr von finanziellen Überlegungen beeinflusst wird. Mehr und mehr Markteilnehmer steigen in diese Märkte ein. Die Preisentwicklung wird zunehmend von ihren Portfolioüberlegungen bestimmt und nicht von den realwirtschaftlichen Endnachfragern.
So besteht die Gefahr, dass sich diese Märkte von der Realwirtschaft abkoppeln.

Früher oder später dürfte es genau dazu kommen.
Das kann dramatisch werden für die Bevölkerung Afrikas oder die kleinen Leute in Mexiko, die Mais für ihre Tortillas teuer kaufen müssen …

… Afrika hat zynischerweise bisher den Vorteil, noch nicht zu stark in den Welthandel eingebunden und unter den Einfluss der Wall Street geraten zu seine. Die kleinen Leute jedoch werde auf's Kreuz gelegt. Aber war das nicht schon immer so? Gerade in den vergangen zwei, drei Jahren gab es die größte Vermögensverteilung der Geschichte zu Gunsten obersten fünf Prozent der Bevölkerung, obwohl genau die für die Krise verantwortlich waren.
Hatten Personen wie Paul Volcker zu wenig Power, um dagegen vorzugehen?

Seine Reformvorschläge gingen sowieso nicht weit genug, da sie auf veralteten Vorstellungen des Finanzsystems basierten. Vor der Krise kamen 75 Prozent der Kredite aus Verbriefungen und nur etwa 25 Prozent aus der traditionellen Kreditvergabe der Banken. Es gibt zu viel Kreditintermediation und zu wenige normale Kredite. Auch dieses Problem ist noch nicht gelöst.
Da sich Banken, Hedge-Fonds und andere genauso zu verhalten scheinen, wie vor der Krise - ist die nächste nur eine Frage der Zeit?

Ja, unbedingt. Viele sind etwas vorsichtiger geworden. Es gibt im Moment weniger Verbriefungen als vor der Krise und viele andere Exzesse sind reduziert worden, da die Banken noch ihre Wunden lecken. Es gibt allerdings keinerlei gesetzliche oder strukturelle Vorkehrungen, um eine Wiederholung in der Zukunft auszuschließen.
Ist das Wirtschaftswachstum robust?

Wahrscheinlich nicht, da wir zu viele der verfügbaren fiskalpolitischen Ressourcen zur Rettung von Finanzunternehmen verschwendet haben, statt für Einkommenswachstum und Arbeitsplätze zu sorgen. Tiefe Zinsen und Renditen mögen kurzfristig günstig sein für die Wertentwicklung von Finanzvermögen. So lange die Realwirtschaft jedoch nicht auf die Füße kommt, können wir kein robustes Wachstum erwarten.
Was würden Sie ändern, wenn Sie das Sagen hätten?

Ich würde mehr Ressourcen für eine fiskalpolitische Expansion verwenden, um Jobs zu schaffen, statt Banken mit Garantien zu versehen. Ich würde hart mit China umspringen, da das Land eine große destabilisierende Kraft in der Weltwirtschaft ausstrahlt.
Wieso ist gut, wenn Japan gegen den Yen interveniert, während Chinas Wechselkurspolitik schlecht ist?

Japans Wirtschaftsentwicklung ist deutlich schwächer als die Chinas. Zudem reagiert Japan in meinen Augen nur auf Impulse, die in Wirklichkeit von China ausgehen. China weigert sich, seine Währung aufzuwerten und exportiert auf diese Weise Deflation in den Rest der Welt.
Auf der anderen Seite haben sie viele amerikanische Staatsanleihen gekauft…

Solche Käufe sind nur eine logische Folge ihrer Handelspolitik. Wenn sie wirklich etwas für die Weltwirtschaft tun wollten, sollten sie mehr amerikanische Produkte kaufen, statt amerikanische Anleihen.
Sie werden jedoch zugeben, dass die amerikanische Wirtschaft effizienter werden muss. Wie wollen sie das erreichen?

Erstens würde ich das Finanzsystem deutlich strikter regulieren. Zweitens würde ich die Finanzmittel effizienter verwenden als bisher, indem ich etwa Gelder vom Militärhaushalt in produktivere Bereiche der Wirtschaft umleiten würde, wie man das in anderen Staaten auch tut. Staatsausgaben sind grundsätzlich nicht schlecht., es kommt allerdings darauf an, was man damit macht. Es ergibt keinen Sinn, Abermilliarden Dollar in die Banken zu stecken, aber kein vernünftig funktionierendes Gesundheits- und Bildungssystem zu haben.
Manche jedoch erklären, TARP und ähnliche Programme seien erfolgreich und die Regierung erziele letztlich sogar einen Gewinn damit.

Das ist Propaganda und eine schwere Lüge. Man kann nicht behaupten, die Banken hätten diese Geld zurückgezahlt und subventioniert auf der anderen Seite die laufenden Aktivitäten aufs heftigste. Die Rückzahlungen fanden nur auf Basis der von Bilanztricks verzerrten Gewinnausweise statt. Gleichzeitig werden die verlängerten Garantien und die massiven, indirekten Subventionen nicht berücksichtigt, die ihnen über Fannie Mae und Freddie Mac zufließen.
Wieso gehen eigentlich die Leute nicht auf die Straße und protestieren gegen diese Politik?

Die Amerikaner sind empört. Es gibt Proteste, wie etwa von Seiten der politisch rechts anzusiedelnden, und nur bedingt wichtigen Tea Party. Auch von linker Seite wird es einer Gegenbewegung kommen. In Zukunft dürften wir größere politische Veränderungen sehen, spätesten bei den Wahlen.
Wieso befinden sich die Verantwortlichen für die Krise nicht längst im Kittchen?

Viele stellen sich genau diese Frage. Die einzig wirklichen Proteste sehen wir in Ländern wie Irland oder Griechenland, wo die Leute direkt und hart getroffen werden. Aber ich habe das Gefühl, das wird sich bald ändern und zu einer Explosion führen.
Wieso und in welcher Form?

Spätestens die nächste Krise wird zu sehr intensiven Protesten führen.
Rechnen Sie mit zunehmenden Protektionismus?

Ja. Ich fürchte, er wird sich in erster Linie gegen China richten. Davon werden die Gläubigernationen Asiens am stärksten betroffen werden.
Antworten
Anti Lemming:

Wer sind eigentlich diese "Börsianer"?

9
19.09.10 08:11

Handelsblatt:

Die Mehrzahl der Börsianer rechnet nicht mit einer weiteren Lockerung der Zinspolitik. Fed-Chef Ben Bernanke hatte dies im August für den Fall in Aussicht gestellt, dass sich die Lage der US-Wirtschaft erheblich verschlechtern sollte. Jüngste Konjunkturdaten wie das besser als erwartet ausgefallene Stellenwachstum in der Privatwirtschaft zeigen aber in die entgegengesetzte Richtung. Sollte sich die Fed zu weiteren Schritten im Kampf gegen Rezession entschließen, würde die Börse dies nicht als schlechtes Zeichen für die US-Wirtschaft, sondern als Beleg für die Wachsamkeit der Notenbank bewerten, sagte Jacobsen. Er würde jedes Signal der Zentralbanker begrüßen. „Das könnte die Initialzündung sein, die Anleger zum Wechsel von Staatsanleihen zu Aktien zu bewegen.“

Generell sehen die Börsianer den S&P 500 oberhalb der Grenze von 1130 Zählern, die er in den vergangenen drei Monaten dreimal überwunden hat. Das könnte auch ein Omen für künftige Kursgewinne sein. In der vergangenen Woche legte der S&P 500 insgesamt 1,5 Prozent zu, während der Dow-Jones-Index um 1,4 und die Technologiebörse Nasdaq um 3,3 Prozent stiegen.

www.handelsblatt.com/finanzen/...lle-augen-auf-die-fed;2657569

 


 

Wenn die Notenbank wachsam und entschlossen sind, wird alles gut. Die Realwirtschaft interessiert nicht mehr.

Wenn der SP-500 über 1130 steigt, sei dies "das Omen" (?) für weitere Kursanstiege. Vielleicht meinen "die Börsianer" ja nicht das Omen, sondern die Oma aller Kursanstiege.

Fazit: Kein Spin zu blöd, keine Tasse zu trüb. Dieser Handelsblatt-Artikel ist einfach nur noch peinlich. Schlägt selbst die FTD.

Antworten
daiphong:

wenn wir jetzt dämliche Artikel sammeln wollwn,

3
19.09.10 09:58
hätt ich auch einen aus der ftd.
Jagdish Bhagwati: Reich und mächtig auch ohne Industrie
- oder wie man Weltprobleme per high society party small talk locker wegquatscht.

www.ftd.de/politik/international/...ne-industrie/50171118.html
Antworten
Stöffen:

No QE 2 next week?

5
19.09.10 10:57

Sehr interessante Analyse von Bruce Krasting via Zero Hedge Gang zu den Gerüchten bzgl eines "QuantSleaze 2.0-Programms", welches die Fed in der kommenden Woche bekannt geben könnte oder aber eben auch nicht.

So werden die Gambler in den Casinos am kommenden Dienstag an den Lippen der Fed hängen, um ihre Deals dementsprechend auszurichten. Sollte die Fed vorerst von QE2 Abstand nehmen, so könnte man über die möglichen Folgen spekulieren: US-Dollar up, Gold down??

Another interesting week in the markets. We saw some records broken. It is worth asking the question, “Why did this happen early in the week, and why did it reverse as the week progressed?” I have a theory. I’ll leave it to you to see if it adds up. The early week highlights I thought were important:

   
(1) The dollar hit a new all time low versus the Japanese Yen. This prompted the BOJ to intervene. The first time in six years.

(2) The CHF fell below parity versus the dollar (for only a half-day).

(3) Gold went on a tear.

(4) The dollar got weaker across the board.

(5) The 10’s – 30’s Treasury spread widened while the 2’s – 10’s spread narrowed.


What prompted these moves? I think it was the threat of QE-2.  The  market was full of rumors that the Fed was going to initiate a $1  trillion POMO buy to re-grease the economic wheels. The talk was that  this very significant step could come as early as next week. This rumor  had legs. It was repeated by the TV talking heads and also by some  ‘white spats’ boys from Wall Street. The following was the opening line  to an article written by Morgan Stanley early on Tuesday the 14th.

Let's start with policy and economic uncertainty – the Fed may open the door to QE2 at the September 21 FOMC meeting.


You can bet that if MS was writing this on Tuesday they were telling  their clients well before this was published. As that talk spread,  market players made bets. The bets were against the dollar and in favor  of anything that was not paper money (gold). The long end of the  Treasury curve suffered while the near end benefited. The market  conclusion: “We hate QE”.

But then came the most amazing thing. A reversal by Morgan Stanley on the timing of QE-2. I was floored by this retraction:

"we now believe the likelihood of additional easing being announced at the Sept FOMC meeting is quite low (perhaps 10% to 20%)."


This type of flip flop does not happen very often. One has to ask the  question, “Why?” For MS to turn on a dime like this means to me that  someone whispered in the ears of MS: “You have the story wrong, There  is no chance that we will introduce a major QE program in September.  November is the earliest that could happen.”

There is only one source that could convince MS that they had to reverse  their published position. It had to be the Fed doing the talking, In my  opinion the Fed must have been talking to more than just MS. I think  the Fed must have talked to most of the Street. As the concerns of an  imminent QE eased, so did the tensions in the market. Save for gold, all  of the early week “I’m afraid of QE” trades were reversed.

You could argue that I am reading too much into the MS flip-flop. I did  not come to the conclusion re MS right away. My initial thought was that  it was just laughable. Not nefarious. But then there was an article  by Neil Irwin at the Washington Post. This article first appeared on  Wednesday the 15th. This means that it was written based on information  received on Tuesday (the same day as the MS flip-flop). This article was  clearly written with input from Fed officials. Consider some of the  phrases used in the article:

Fed analysts are exploring whether new bond purchases can do much to lower interest rates.

Fed officials are also looking for unintended consequences of new measures.

Top Fed officials will be preparing formal forecasts for the economy over the coming years in advance of their meeting Nov. 2 and 3.

Fed officials are also weighing whether lower rates would spur business investment.

Economists at the central bank are undertaking a new round of analysis on the likely impact of such moves.


The WaPo does not say things like this unless they have in fact gotten  some clarity from Fed officials on what is the thinking and what is the  timing. The paper ran an important article with no attribution for the  quotes from “Fed officials” and "Top Fed Officials" (Bernanke is the  only Top Official). They describe what "Fed Economists" and "Fed  Analysts" are currently doing.  Irwin has no idea what the Fed  economists and analysts are currently working on. And I assure you that  those economists and analysts do not speak with the press unless they  are specifically told who to talk to and what to say.  

The critical conclusion that one gets from the WaPo article is that nothing will happen at next week's Fed meeting.


No action is likely at the policy meeting scheduled for Tuesday.


The use of the word “likely” is just press talk. The actual words from the Fed “Officials” to Irwin were probably:

“As of today it is 95% sure we are not doing anything on QE next  week. Please get that message out. The market thinks we are rushing into  things too fast. We want to use the WaPo to change this thinking. We  don’t want the markets to get ahead of us on this. It has having  negative consequences in the markets and we are taking flack from the  Japanese and Swiss CBs”

If you believe in my interpretation of these facts then you have to draw some troubling (and dangerous) conclusions.

(I) The Fed is using the press to shape public perception on what and when it will do things.

(II) The Fed is providing guidance to major Wall Street firms so  they too can spread the message that the Fed wants. In the process they  give those same firms a significant trading edge.

(III) The Fed was made acutely aware of the market’s  dissatisfaction of a new major round of QE. They responded with sub rosa  “Official Guidance” to redirect the market. This is intervention. It  uses words not cash. But the result (this time) is the same.


In my opinion the Fed has provided information to the press on numerous  occasions this year. Articles from the WSJ, NYTs and the FT have all  contained information that had to have come from Bernanke’s lips. But  there was never a confirmation that he was the actual source. It was  always “Senior Fed Officials”. Editors of these big papers do not run  stories like this without first confirming that the quotes are solid.  They were solid. They were whispers from Ben.  

I am troubled by the Fed’s attempts to use the media like this. If the  Fed has anything to say they should make it public. If they want to talk  to the media they should do it for attribution. Hints and  disinformation are no way to run an open monetary policy.

I am quite comfortable about my assertion that the Fed is using the  media. I am not alone in that observation. I am less confident regarding  my conclusion that MS got a call from someone and as a result they  quickly published a clarifying comment that reversed their opinion  publish only hours before. To me, that would be more than just  disinformation. That would be inside information that was very  trade-able. The markets backed and filled for the rest of the week. The  talk of an imminent QE died as of Tuesday. Big money was made in the  process.

Tyler Durden at Zero Hedge got me thinking on this. He wrote about the MS flip-flop on Tuesday. From the article:

False Alarm: Morgan Stanley Recants From Its Expectation Of A QE2 Event In One Week

Today's peculiar stock trading action was exclusively due to Morgan  Stanley's previously highlighted expectation that the Fed would announce  QE 2 in one week.


The Fed talk is moving the bond, stock currency and gold markets. I  would say that it worked rather well this time. But it is a losing  strategy. To me it shows a weak hand.

The market showed Bernanke and Co. that it does not like the prospect of  QE-2. That does not mean it will not happen. It means that when it does  happen in November (conveniently one day after key elections) the  markets will react accordingly. We are not done with the weak dollar,  strong gold, scared 30-year and generally “risk off” markets. Ben just  hid them in the closet for a few more weeks.

http://www.zerohedge.com/article/fed-talks-too-much

 

 

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Stöffen:

# 68782 ist ein "Must-Read"

4
19.09.10 11:41
Ich stelle der Vollständigkeit halber den Link dazu ein, da im Original die Textpassagen des Interviews mit Marshall Auerback doch etwas besser editiert sind.

www.faz.net/s/...838E7E2AE69D3BFA9A~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
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Stöffen:

Die Intention hinter der Vermögenspreisillusion

10
19.09.10 13:05
ist doch relativ simpel zu erfassen. Nicht umsonst plädiert ja Alan Goonspan aktuell für steigende Aktienmärkte, weil dadurch der Wealth-Effekt steigt und die Wirtschaft somit angeregt würde.

Die Regierungen der meisten kapitalistischen Staaten und ihre Notenbanken haben den anregenden Effekt der Spekulation mit Vermögenswerten daher in der jüngeren Vergangenheit ja auch zielbewusst gefördert. Allerdings wird die Kehrseite der Medaille, eben der Einbruch bei der Spekulation und den Vermögenspreisen hier übersehen, denn Kurse und Preise können nicht ewiglich steigen. Also, ständige Boom&Bust-Zyklen einhergehend mit Wash, Rinse & Repeat-Effekt, LOL.

FTD-Kolumnist Lucas Zeise hat das mal in einer etwas älteren Kolumne recht treffend umschrieben:

>> Der Spekulationsgewinn wird vornehmer auch Vermögenspreiseffekt genannt. Mit diesem Effekt verfügt der Finanzsektor über ein geradezu magisches Mittel, Reichtum zu erzeugen, der nicht aus der Arbeit stammt, sondern buchstäblich aus dem Nichts entspringt. Der Grundmechanismus ist allen bekannt. Er findet am augenfälligsten am Aktienmarkt der Börse statt. In Hausse-Phasen, wenn die Preise für Wertpapiere steigen, profitieren alle, die sich an einem solchen Wertpapiermarkt beteiligen. Es kommt bei diesem Effekt nicht darauf an, dass die Vermögenswerte oder die Unternehmen, auf die sich die Wertpapiere beziehen, wertvoller werden. Der Markt vollzieht durchaus unabhängig davon kurze oder auch lange Aufwärtsphasen. Die längste Hausse des internationalen Aktienmarktes zu meinen Lebzeiten dauerte vom August 1982 bis zum März 2000, also volle 18 Jahre.

Die beteiligten Spekulanten gewinnen in einer Haussephase nicht auf Kosten der anderen Spekulanten sondern sie werden allesamt reicher. Jedem gelingt es, teurer zu verkaufen, als er gekauft hat. Die Differenz zwischen relativ billigem Einkaufspreis und relativ teurem Verkaufspreis streicht der Spekulant ein. Der andere Spekulant, der von ihm relativ teuer eingekauft hat, verkauft das Papier ein Weilchen später noch teurer und streicht ebenfalls die Differenz ein. Das ist das Schöne an steigenden Vermögenspreisen. Sie tun niemandem weh, alle profitieren. Steigende Preise bei anderen Waren sind normalerweise überhaupt nicht populär. Diese Preissteigerung aber ist es. Tatsächlich ist der Reichtum der Spekulanten nur fiktiv. Denn die reale Welt hat sich nicht verändert. Wenn die Börsentendenz kippt und die Kurse purzeln, verschwindet der fiktive Reichtum meist schneller, als er entstanden war. Finanzjournalisten schreiben dann – ausnahmsweise einmal treffend – soundsoviele Mrd. Dollar oder Euro seien in diesem oder jenen Crash “vernichtet” oder “verbrannt” worden. In der Tat, was vorher – fiktiv – da war, ist nun tatsächlich weg.

Ist dies schon ein Wunder, so ist es noch wundersamer, dass der fiktive Reichtum aus der Spekulation realen, wirklichen Reichtum schafft. Der Grund ist einfach. Die Spekulanten, die in der Aufwärtsphase der Börse mehr Geld in der Tasche haben, stecken nicht alle Erlöse wieder in die Spekulation. Sie kaufen auch mehr Güter, mehr Brötchen, mehr Porsches und gelegentlich auch mehr Fabriken. Die Folge ist: die Produktion von Brötchen und Porsches wird angeregt. Es werden mehr davon produziert. Die Fabriken erhöhen ihrerseits die Produktion von nützlichen und weniger nützlichen Dingen. Jedenfalls aber bewirkt der fiktive Reichtum der Spekulanten, dass die Gesellschaft, in der das stattfindet, real mehr Reichtum produziert und konsumiert. Die Gesellschaft wird durch fiktiven Reichtum real reicher. Leider gilt auch hier das Umgekehrte. Brechen Spekulation und Vermögenspreise zusammen, sackt auch die Nachfrage nach Brötchen, Porsches und Fabriken wieder in sich zusammen. Der verschwindende fiktive Reichtum löst eine reale Rezession aus.<<
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Die Früchte der Nullzinspolitik

5
19.09.10 13:30
null
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Die Früchte der Nullzinspolitik

10
19.09.10 13:31

Wochenend-Wellenreiter vom 18. September 2010
Die Früchte der Nullzinspolitik

Am Freitag berichtete die US-Zentralbank, dass US-Unternehmen am Ende des zweiten Quartals 2010 über einen Cash-Bestand von 1,85 Mrd. US-Dollar verfügten. Dies ist der höchste Betrag seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952. Da die Konsumneigung der US-Amerikaner gering ist und gleichzeitig genügend freie Produktionskapazitäten vorhanden sind, werden Investitionen – weil überflüssig - zurückgestellt.

Was tun mit dem Cashbestand, zumal man sich an den Kreditmärkten derzeit preiswert refinanzieren kann? Entweder belässt man das Geld auf der Bank (und bekommt dafür fast nichts), oder man steckt es – wenn es sich anbietet – in Akquisitionen. Letzteres geschieht immer häufiger. Man darf davon ausgehen, dass die M&A-Aktivitäten weiter zunehmen werden. Es kommt hinzu, dass in den USA derzeit so viele IPOs in der Pipeline sind wie zuletzt im Jahr 2000. Zunehmende M&A- sowie IPO-Aktivitäten deuten darauf hin, dass die Aktienmärkte ein zunehmend lebendigeres Umfeld erhalten. Die Märkte sollten damit das derzeit geringe Handelsvolumen bald hinter sich lassen.

Passend zu diesen Entwicklungen hat das US-Geldmengenwachstum die Kurve gekriegt. Die Wachstumsraten für die Geldmengen M1, M2 und MZM zeigen eine Aufwärtstendenz.

Der USA Bären-Thread 8657398

Einer der Schlüsselcharts ist der historische Zusammenhang zwischen der Fed Funds Rate („US-Leitzins“) und dem Wachstum der US-Geldmenge MZM.

Der folgende Chart zeigt Geldmengenwachstum und Fed-Funds-Rate um zwei Jahre zeitversetzt.

Der USA Bären-Thread 8657398

Man kann gut erkennen, dass eine Veränderung der Fed-Funds-Rate etwa zwei Jahre braucht, um das Wachstum der Geldmenge zu beeinflussen. (Lesebeispiel: Der aktuelle Zinssenkungszyklus wurde 2007 von der FED eingeleitet, die Geldmenge begann erst im Jahr 2009 deutlich zu fallen). Auf dem obigen Chart ist der „Schlenker“ der Geldmenge nach oben deutlich zu erkennen (siehe Pfeil): Die Nullzinspolitik beginnt, Früchte zu tragen. Eine steigende Geldmenge dürfte den Druck auf die FED zur Aufgabe der Nullzinspolitik erhöhen.

Der USA Bären-Thread 8657398

Angesichts der weiterhin geringen US-Kapazitätsauslastung (obiger Chart) erscheint vielen Volkswirten ein breitflächiger Inflationsanstieg kaum vorstellbar. Es bleibt jedoch niemandem verborgen, dass die Preise für Rohstoffe derzeit steigen. Man kann die Edelmetallpreise nennen oder die Preise für nachwachsende Rohstoffe wie Baumwolle, Zucker, Kaffee, Weizen oder Mais. Wenn man dann noch weiß, dass die steigenden Rohstoffpreise sich in den USA üblicherweise deutlicher auswirken als in Europa - der meist zeitgleich mit den Rohstoffpreisen steigende Euro sorgt für einen gewissen Ausgleich - , so ist nachvollziehbar, dass steigende Inflationsraten nicht notwendigerweise aus einer Begrenzung der Kapazitätsauslastung entstehen müssen, sondern über steigende Rohstoffpreise induziert werden können.

Als wir vor drei Wochen eine Kolumne zum Thema Silber veröffentlichten, befand sich der Silberpreis bei 19 US-Dollar. Seitdem ist Silber um zwei Dollar gestiegen, und eine Vielzahl an Rohstoffen bereitet vielversprechende Setups vor. Nur der Ölpreis scheint bearisch positionieren zu wollen. 

Fazit: US-Unternehmen verfügen derzeit über einen Cash-Bestand auf Allzeithoch. Aufgrund der mangelnden Konsumlaune der US-Bürger, die lieber den Schuldenabbau vorantreiben sowie der geringen Kapazitätsauslastung haben die Unternehmenslenker deutliche Probleme, das Kapital sinnvoll einzusetzen. Nach dem Motto: „Bevor das Geld auf dem Konto versauert, schluckt man die Wettbewerber“ dürfte sich das M&A-Geschäft in den kommenden Monaten beleben. Passend dazu steigt die im Umlauf befindliche Geldmenge. Dies sorgt dafür, dass der Nachschub an Liquidität erhalten bleibt. Verfolgen Sie die Entwicklung der Finanzmärkte in unserer handelstäglich erscheinenden Frühausgabe.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

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Stöffen:

Und wer erinnert sich nicht gerne

12
19.09.10 13:42
an all diese Fiktionen, was steigende Vermögenspreise anbelangt:

Aktien in 1999: To da mooon! Kursziele a la Dow 36000 machen die Runde. Und heute?

Immo-Preise 2005/2006 in den USA: To da mooon! Jeder Erbeerpflücker kann eine Immobilie erwerben, denn die Hauspreise können dauerhaft ja nur kräftig steigen. Und heute?

Ölpreis in 2008: To da mooon! Hilfe, Öl wird knapp, Chinas Rohstoffhunger wird den Markt leerfegen, Kursziele von 200$ pro Barrel werden rausgehauen. Und heute?

Und was als nächstes kommen wird, das ist bereits abzusehen: Gold to da mooon! Das einzig wahre Wertaufbewahrungsmittel wird selbstverständlich bald 5000$ die Unze kosten, LOL.

Preis-Fahnenstangen haben die dumme Angewohnheit dann zu brechen, wenn die Allerwenigsten damit rechnen.
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imagine:

HRE die Zomibank schüttetet 25Mio. als Boni aus

13
19.09.10 13:56
Weil die Banker der Hypo Real Estate so gute Arbeit geleistet haben, erhielten sie vor kurzem für 2009 Boni in Höhe von 25 Millionen Euro. Damit haben einige Führungskräfte der HRE mehr als eine Million Euro kassiert.

Die Münchener Krisenbank HRE hat vor kurzem an Mitarbeiter für das Jahr 2009 Boni in Höhe von 25 Millionen Euro gezahlt. Mitarbeiter der maroden Staatsbank hatten aufalte Zusagen gepocht und mit Klagen gedroht, obwohl ihr Arbeitgeber allein 2009 einen Verlust von 2,2 Milliarden Euro gemacht hat.


Einige Banker haben so jetzt mehr als eine Million Euro kassiert, schreibt das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL, während die Gehälter der Vorstände bei der Skandalbank HRE nach wie vor auf 500000 Euro begrenzt sind. Mit diesen politisch brisanten Überweisungen machte HRE-Bankchefin Manuela Better ein Versprechen ihres Vorgängers Axel Wieandt wahr, der mit diesem Bonuspaket noch am Widerstand der staatlichen Kontrolleure gescheitert war. Kurz nach den Überweisungen musste die HRE-Chefin neue Staatsgarantien in Höhe von 40 Milliarden Euro beantragen.


Derzeit lässt der HRE-Aufsichtsrat zudem prüfen, ob Schadensersatzklagen gegen den ehemaligen HRE-Chef Georg Funke erfolgversprechend sind. Bis Ende des Jahres will das Kontrollgremium entscheiden.

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,718235,00.html

www.zeit.de/wirtschaft/2010-09/HRE-Boni
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Malko07:

#68787: Selten so ein Unsinn gelesen.

16
19.09.10 15:49
Wenn der Spekulant seine Aktien teurer verkauft hat als er sie gekauft hat, kann er sehr wohl z.B. Konsumgüter kaufen. Allerdings hat der Käufer sein Geld gegeben und dieser kann nun weniger kaufen. Solange die Aktienzahl gleich bleibt werden durch den Handel nur Gelder hin und hergeschoben wobei ein Dritter (Börse, Bank) sich eine Wegelagerungsgebühr abzweigt. Dabei ist es absolut egal ob die Preise steigen oder fallen.

Der Wohlfühleffekt bei steigenden Kursen entsteht nur bei denen, welche die Füße stillhalten und nicht handeln sondern nur ihre Depotauszüge anschauen. Diese glauben sie wären nun reicher und geben deshalb eventuell leichtsinniger anderes Geld für den Konsum aus. Auch gibt es verrückte Banken welche diese Vermögensillusion als Sicherheit bei Krediten akzeptieren und so die Geldmenge vergrößern.

Sind die potentiellen Konsumenten aber bis über beide Ohren verschuldet oder sie erleben laufend wie Überschuldete unter der Brücke landen, verliert diese Vermögensillusion erheblich an Glanz. Die oben beschriebenen Wohlfühleffekte treten kaum auf und damit bleiben die erhofften Wirkungen aus.

Wenn man jetzt auch noch verzweifelt versucht mittels billigem Geld diesen Zustand herbei zu zwingen ist die Gefahr sehr groß dass auch die Preise für die Güter des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Energie) aufgeblasen werden. Dann ist man dabei jedweden Wohlfühleffekt zu zerstören. Dies ist gerade das was momentan in den USA passiert. Dass Greenspan das in seinen Kreisen nicht realisiert ist nicht besonders verwunderlich. Dieser alte Mann kennt heute nicht das reale Leben, nein er hat es früher auch nicht gekannt. Deshalb hängt er derartigen irrsinnigen Gedanken nach und hat früher so viele Fehler begangen.

Obiger Artikel beruht auf der Illusion, dass man alleine mit der Finanzwirtschaft existieren könne und es nicht notwendig ist Waren herzustellen. Wohin eine derartige Sichtweise führt kann man heute sehr schön in den USA beobachten.
Antworten
Dreiklang:

Malko07

15
19.09.10 16:49
Du musst zwischen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und dem Realitätsbegriff der Finanzpolitik unterscheiden. Dass diese überhaupt unterschieden werden müssen, ist eine möglicherweise bestürzende Erkenntnis. Insofern hast du Stöffen nicht richtig verstanden.

Im BT halten wir die VGR für real. Und sie IST real. Aber sie ist politisch nicht erwünscht bzw. die Realität ist nicht erwünscht, also behilft man sich buchstäblich mit der "geborgten" Realität.

Wie kann es sein, dass in einer schweren Rezession das Handelsbilanzdefizit der USA fast unbeeinflusst weiterläuft? Richtig, es ist nur mit ungehemmtem Gelddrucken möglich. Geld drucken alle: Die USA, sonst könnten sie ihr Defizit nicht finanzieren. China druckt Geld, sonst könnten die Exporte nicht im Inland gegenfinanziert werden (Mit dem Dollar kann der Chinese in China nichts kaufen). Der Unterschied zwischen China und den USA: In den USA wird Geld zunächst als Staatsanleihen gedruckt, mit Monetarisierungsgarantie durch die FED, in China weitet die Zentralbank ihre Bilanz aus, indem sie Dollar gegen Renmimbi tauscht. Während also in China die VGR im Plus bleibt, rutscht die VGR in den USA immer weiter ins Minus. Wäre der Dollar nicht Weltleitwährung, dann wäre seine Kaufkraft im Welthandel nur noch ein Bruchteil. Japan verfährt wie China: Um die "Verkaufskraft" des Yen zu erhalten, werden Dollar gekauft.

Und der Euro-Raum? Hier wird das Geld über Staatsanleihen gedruckt, wie in den USA, mit einer neuerdings höchst bemerkenswerten Ankauf(teil)garantie durch die EZB.

Im Ergebnis: Alle machen mit. Würde  auch nur ein BigPlayer aussteigen, das ganze System krachte zusammen. Den Takt geben die USA vor. Sie haben in diesem System den mit Abstand größten Vorteil.

Insofern ist der Goldpreisanstieg real und völlig berechtigt Ausdruck dieses Aufblasens der Geldmenge, welches allein nicht direkt inflationär wirkt, weil die Umlaufgeschwindigkeit nicht mitzieht. Dennoch: Das Gold weist den Weg - bis die Blase kracht.

Wo wird es zuerst krachen? Es gibt zwei Brennpunkte. Der eine sind die USA. Doch auch die "TeaParty" wird am System der FED nichts ändern. Solange der Dollar Weltleitwährung bleibt, wird es so weitergehen.

Der zweite Brennpunkt ist die EU bzw. der Euro. Schon jetzt hängt die Geldversorgung der Banken Spaniens, Griechenlands und Irlands am Faden der EZB. Ich gehe soweit zu sagen, dass die komplette Monetarisierung der Schulden der PIIGS (Ausnahme Italien) durch die EZB in den Wert des Euro bereits eingepreist ist. Das einzige Problem: Kommt es erst einmal soweit, wird niemand mehr in Euro notierte Staatsanleihen kaufen. Dann wird es auch bei  Bundesanleihen so ungemütlich, dass entweder Dtl. den Euro verlässt (mag man auch jetzt noch so sehr die Vorteile des Euro berühmen) oder aber den "EuroBond"  einführt. Da letzteres für D. eine drastische Verteuerung der Zinsen bedeuten würde, wäre die Konsequenz die gleiche: Auseinanderfallen des EuroRaumes. Damit würde das Weltfinanzsystem in der jetzigen Form ebenfalls kippen.

Einen "weichen Ausstieg" sehe ich nicht. Die "Euro-Krise" dieses Frühjahr beweist es. Da hätte man ja die Möglichkeit gehabt: Garantie für die maroden Staaten einerseits ja, aber andererseits Zinsanstieg durch die EZB : Ende des billigen Geldes. Das Gegenteil ist passiert.

Nur: Wir sind im BT mit dieser Sichtweise allein auf weiter Flur. Keine Sau kümmert sich um uns :)
Antworten
wawidu:

Wieder zurück

6
19.09.10 18:03
Unsere Rundreise durch Tschechien, die Slowakei und Österreich ist leider schon zu Ende. Wir haben viel Schönes und Interessantes gesehen und erlebt.

Nun gleich wieder in medias res mit dem Tageschart des $NYA: Auffällig ist hier die erneute Häufung kurzer Narrow Bar Kerzen in den letzten vier Handelstagen und der relativ lange Volumenbalken unter der roten Kerze von Freitag.
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 346022
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pfeifenlümmel:

wawidu, die Reise

 
19.09.10 19:07
hat Dich wohl noch nicht zum Optimisten gemacht ( grins ).
Antworten
Stöffen:

Sorry Malko, Thema verfehlt

14
19.09.10 19:20
auch wenn dir hier manch ein Member für dein Statement eine gute Analyse bescheinigt.
Die Verlierer in einem Ponzi-System, das sind immer diejenigen, welche zuletzt auf den Bandwagon aufspringen, die Bagholder halt, welche den Zug auf seiner Abwärtsfahrt begleiten dürfen. Das dürfte nach allen Erfahrungen der letzten Jahre, vor allem nach den Erfahrungen des Neuen Marktes, die Masse der Kleinanleger sein, welche schlussendlich abgeledert wird. Diese Masse an Sheeple wird nämlich stets mit der Vermögenspreisillusion oder auch Fiktion in den Markt gezogen worden, gemäß dem damalig vorherrschendem Motto, mit "Webvan.com, Furniture.com, pets.com, etc., werden wir auf die Schnelle alle reich". Die gut beratene Klientel der "Chosen Few" ist zum Höhepunkt eines Hypes schon längst aus dem Markt und erfreut sich an stattlichen Gewinnen. Erinnere dich nochmals an die Szene, mit welchem Auto der damalige Infineon-Chef zu dem Börsengang vorgefahren ist, LOL.

Daher habe ich in Post #68786 nochmals nachdrücklich auf das Interview mit Marshall Auerback als ein "Must-Read" hingewiesen. Selbst diesem Mann ist aufgefallen, dass wir in den vergangen Jahren die größte Vermögensumverteilung in der Geschichte zu Gunsten der obersten fünf Prozent der Bevölkerung gesehen haben, obwohl genau diese Fraktion für die Krisen verantwortlich sind.
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wawidu:

pfeifenlümmel # 68796

5
19.09.10 21:23
Aber, mein Guter, ich bin immer noch "optimistischer Realist". Wir alle im BT kennen doch zumindest einen Großteil der Realität hinter den "Potemkin´schen Dörfern", die "Corporate America" (Wall Street/Regierung/Fed) im Verein mit den Mainstream Medien immer wieder neu aufstellt. Wie wenig die "Goldfraktion" diesen Truggebilden traut, zeigt die Tatsache, dass Gold auf Wochenbasis ein neues ATH markiert hat, ohne dass sich - wie in 1979/80 - eine "Fahnenstange" erkennen ließe. Und zu dieser Fraktion gehöre auch ich.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 346040
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Stöffen:

The Bailouts will never end

5
19.09.10 22:49
ECB Stepped In To Rescue Ireland

Another sovereign bankruptcy, another stick save by the ECB. The FT has confirmed Friday's rumors that it was just the ECB's intervention that prevented domino number two - Ireland - from toppling, and taking with it all of Europe. "The European Central Bank intervened to stabilise the Irish bond markets on Friday after a report by a leading UK bank triggered investor fears that the country might turn to the international community for a multibillion-euro bail-out." As readers will recall, the half a percent spike in Irish bond yields was precipitated by a Barclays report that the IMF would be needed to rescue the Emerald Isle, coupled with confirmation that the Irish government was negotiating with AIB bondholders about an imminent bankruptcy. At least now it is doubtless that domino #2 is now on a ventilator, in the critical condition ward, and should Doctor ECB's attention be diverted elsewhere, say to quell riotous mutiny in Greece, that the house of cards will finally fall.

More from the FT:

Although investors said Dublin would only need financial help in the event of more unexpected banking losses and a deterioration of its economy, the Irish sell-off highlighted the continued fragility of eurozone bond markets.

Traders said the intervention by the ECB was small – in the tens of millions of euros but the report by Barclays Capital still prompted the International Monetary Fund to state it did not envision that Ireland would need financial assistance.

The Irish government will test investor sentiment on Tuesday with an auction of four-year and eight-year bonds that bankers warn could see the country having to pay high yields to attract demand.

Domenico Crapanzano, head of euro rates trading at Jefferies, said: “There are just no buyers out there for Ireland because of worries over its banks and economy. Ireland and also Portugal are very much the worry for investors.”

   The Barclays report said: “If the macroeconomic conditions deviate from our baseline recovery scenario and unexpected losses crop up in the financial sector, then the government’s best option at stabilising adverse market dynamics would indeed be by drawing on financial assistance from the EU-IMF.”

Michael Noonan, finance spokesman for the conservative Fine Gael party, said: “There is no doubt that the political developments of recent days have also added to the concerns of the international markets.”

The country’s underlying deficit – stripping out the cost of the bank recapitalisations – is poised to be one of the highest in the EU at 11.6 per cent of gross domestic product in the current year. Its bank rescue has already added close to €25bn to national debt, projected to peak at 100 per cent of GDP in 2012.

The Barclays Capital report also said: “We believe that the Irish government has to a large extent deployed the right economic and financial policies thus far. The problem is that, despite these policy efforts, the government has very few options left of its own.”

So now that we know that Central Banks are performing daily interventions in both FX and bond markets, it is "certain" that equities are completely safe from JCT and Bernanke's tender loving care. Of course, when the missing confirmation finally appears, hopefully everyone will finally leave every asset class, all of which have now become merely a venue for global central banks to conduct domestic policy, and have lost all traditional capital formation and forward looking properties.

http://www.zerohedge.com/article/ecb-stepped-rescue-ireland

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VW-Nutzfahrzeugechef Es geht stabil aufwärts

4
20.09.10 06:23

VW-Nutzfahrzeugechef:  :  „Es geht stabil aufwärts“

Der USA Bären-Thread 8659436Wolfgang Schreiber ist Chef von Volkswagens 2009 von der Wirtschaftskrise und Modellwechsel gebeutelter Nutzfahrzeugtochter. Zum Start der Messe IAA Nutzfahrzeuge spricht er im Interview über das Geschäft 2010, die strategische Schwachstelle in den Schwellenländern und die geplante Produktion des Pick Up Amarok in Hannover.  Interview

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permanent:

Londons Banker drohen mit Umzug

5
20.09.10 06:30

Bonussteuer und Sonderabgaben - die britischen Banker sind sauer auf die Politik. Große Geldinstitute wie Standard Chartered denken nun öffentlich darüber nach, ihre Firmensitze zu verlegen. Das würde den Finanzstandort London empfindlich schädigen..............................

.............................Immer unverhohlener drohen die Chefs der wichtigsten britischen Banken mit Abwanderung aus der City und Standard-Chartered-Chef Sands zählt zu ihren Wortführern. Obwohl die fünftgrößte britische Bank vier Fünftel ihres Gewinns in den asiatischen Emerging Markets verdient, liegt ihr Hauptquartier im Herzen von London. Doch dieser Standort steht offenbar zur Debatte. „Wir denken öfter über einen Umzug nach, weil wir von unseren Aktionären öfter darauf angesprochen werden“, sagte Sands vor kurzem. Zweifellos seien die Argumente für London schwächer als früher...................

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...r-drohen-mit-umzug;2657976

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