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Der USA Bären-Thread


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Platschquatsc.:

@wawidu

7
27.04.10 21:47
Man kann dich nur an dem messen was du hier postest denn das ist nachvollziehbar wie bei jeden anderen auch
und mal falsch zu liegen ist da überhaupt kein Problem.

Wenn du aber als "Chartfan" eine Aussage machst mit klaren Kriterien (wenn dann) die unabhängig von sonstigen Gründen getroffen wurden denn gelten die erstmal für den der sich daran orientiert wozu sollten solche Aussagen sonst gut sein.

Das du jetzt wieder einen anderen Leitindex, anderes Zeitfenster und zig andere Gründe anführst passt zu dir und deinem Chartverständnis.
Bloß nicht auf die ursprüngliche Aussage eingehen wenn die nicht mehr zum Weltbild passt da ändern wir doch lieber die Kriterien und schon muß man die Aussage nicht revidieren hat ja beim Schnitt der GDs 50/200 auch geklappt.
Du benutzt Charttechnik lediglich um dein fundamentales Bild mit einer Statistik (Chart) zu begründen aber sobald die Statitik(Chart) zum Weltbild nicht mehr passt wird die Statitstik (Chart) solange verbogen/gewechselt bis sie wieder zum (Bären)-Weltbild passt.
Letztendlich machst du mit Statistik genau dasselbe was du den öffentlichen Statistiken / FED immer vorwirfst.
Du benutzt Statistiken nur solange wie sie dir passen und wenn sie nicht mehr passen gelten eben andere Statistikkriterien.
Mir ist das eigentlich egal und der Börse vermutlich auch genau wie die Statistiktricks der öffntlichen Hand der Wirtschaft egal sind aber ich finds immer interessant wie du dich dann rauswindest und die alten Gründe durch neue ersetzt und diese höher gewichtest.

Ach ja noch was.
"....Die Antwort auf die Frage "Neuer Bullenmarkt oder lediglich übertriebene ("gefakte") Bärenmarkt-Rally?" steht noch aus....."

Nach 80 Prozent im Index stellt sich lediglich die Frage wie reif dieser Bullenmarkt ist und nicht ob wir ne Bärenmarkt-Rally haben.mMn
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permanent:

Immer mit der Bärenruhe

7
27.04.10 21:53

Der USA Bären-Thread 7902667

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permanent:

Guten Nacht

4
27.04.10 21:55

Das sieht doch nett für die Shorts aus.

Der USA Bären-Thread 7902685ecx.images-amazon.com/images/I/31qHt-JR3vL._SL500_AA300_.jpg" style="max-width:560px" />

 

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Anti Lemming:

Euro - Jetzt geht's ums Ganze

7
27.04.10 21:56

In dem Leitartikel der FTD wird der Schluss gezogen, dass die EZB nun auch QE betreiben, sprich: Staatsanleihen aufkaufen soll. Ich halte das erst für ein Mittel der Wahl, wenn die Zinsen wie in USA und Japan bereits auf Null sind. Aber auch ganz unabhängig davon ist es eine - offenbar angelsächsische - Schnapsidee...


 

FTD

 Euro-Krise

                           

Jetzt geht's ums Ganze

                  Leitartikel                  Der Euro-Zone droht das Aus - doch statt entschlossen zu  handeln, hacken die deutschen Politiker lieber auf den Griechen rum.  Wie unpassend.      

 

 
         
 
                                                             
Wer deutsche  Politiker über die Krise der Euro-Zone reden hört, dem muss angst und  bange werden. Da wird gemahnt, gezögert und nach Sündenböcken gesucht -  und all das meilenweit vorbei an der ökonomischen Realität. Weder  Regierung noch Opposition haben offenbar den Ernst der Lage erkannt.
                                                                               
 
Während Portugal  schon der nächste Kandidat ist, der an den Finanzmärkten ins Schleudern  kommt, streitet man in Deutschland weiter darüber, wie man den doch  allzu bequemen Griechen am besten Beine machen kann. Und das alles für  eine Landtagswahl, deren Ausgang ziemlich unbedeutend ist im Vergleich  zur eigentlich anstehenden Aufgabe: den Untergang der Euro-Zone zu  verhindern.
 
Sicher, noch stehen Portugal und  sein großer Nachbar Spanien besser da als Griechenland. Die Iberer  können sich selbst an den Kapitalmärkten finanzieren, und auch ihre  Staatsschulden sind deutlich geringer. Doch die dramatische Entwicklung  an den Anleihemärkten nährt die Furcht, dass die Griechenland-Krise in  einen europäischen Flächenbrand ausartet.
Umso  wichtiger ist es, dass die Euro-Staaten nun rasch und entschlossen  handeln, um das schwelende Feuer zu ersticken. Dazu müssen vor allem die  deutschen Politiker endlich aufhören, das Thema für den Wahlkampf zu  missbrauchen und stattdessen schnellstmöglich das schon vor Wochen  zugesagte Geld nach Griechenland überweisen. Gleichzeitig sollten die  Euro-Staaten gemeinsam ihre Entschlossenheit klarmachen, auch Portugal  zu helfen, sollte es in ernsthafte Finanzierungsschwierigkeiten geraten.  Ein solches Solidaritätsbündnis ist wohl die einzige Chance, ein  Auseinanderbrechen der Euro-Zone zu verhindern - und käme Deutschland am  Ende immerhin noch billiger als das endgültige Scheitern des  Euro-Projekts.
 
Nicht nur für die Politik, auch für die Europäische Zentralbank ist es  langsam an der Zeit, Stellung zu beziehen, was sie zum Erhalt der  Euro-Zone beitragen will. Die amerikanische und die britische Notenbank haben in der  Finanzkrise im großen Stil Staatsanleihen aufgekauft, um die Zinsen  niedrig zu halten. Das ist gefährlich, weil es zu einer Geldentwertung  führen kann. Doch als letztes Mittel zur Rettung der Euro-Zone sollte  sich die EZB diesen Schritt vorbehalten - und das auch schon mal  signalisieren.

www.ftd.de/politik/europa/...zt-geht-s-ums-ganze/50106828.html

 

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Anti Lemming:

Platschquatsch

6
27.04.10 22:00
Wie wär's denn, wenn Du Dich einfach mal damit abfindest, dass dies ein Bärenthread ist und Wawidu zurzeit ein (auch fundamental orientierter) Bär, der seiner "Gesinnung" entsprechend mit Charts belegt, was ihn fundamental bewegt.

Das ist eine völlig legitime Sache, zumal im Bärenthread, und bedarf nicht ständiger "mangelnde-Objektivitäts-"Belehrungen Deinerseits.

Du belehrst die Zykliker ja auch nicht in ihrer bullischen Grundeinstellung. Gleiches Recht für Alle.
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Anti Lemming:

Shark zum "Death of the Dip-Buyer"

 
27.04.10 22:11
Drifting Down to the Lows
By Rev Shark, 3 p.m.
street.com

We'll see how the final hour of trading goes, but there are some signs that traders are a little more open to the potential for some downside follow-through. The main concern is that there may be additional negative reaction in overseas markets, particularly Asia, which has not had a chance to price in the European sovereign debt issues, and that may keep the pressure on in the morning. We are drifting back down to the lows of the day as I write. Breadth is slipping, and the dip-buying interest appears to be rather thin. We have so many big recent gains to protect that it isn't surprising that we are finally seeing a good amount of selling, but what has kept this market going is the tenacity of the dip-buyers. When they back off, the risk of more severe downside jumps.

Schlusskurse:
(Verkleinert auf 79%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 316141
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pfeifenlümmel:

zu # 60910

2
27.04.10 22:16
Palladium glatt gestellt.
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nopanic:

zur information

3
27.04.10 22:20
es ist vollmond und pluto steht hinter angie..
Es wird böse enden (Werner Enke)
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Anti Lemming:

Wollen wir mal hoffen

6
27.04.10 22:22
für Angie (und/oder für Pluto) dass Pluto, der hinter ihr steht, nicht "leckt"...
Der USA Bären-Thread 316144
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nopanic:

eigentlich steht er über ihr

7
27.04.10 22:32
und zwar in einer pluto-jupiter konstellation,was zu starken abgängen in den nächste tagen führen dürfte insbesondere wenn gleichzeitig eine vakuumstellung der venus eintritt kommt es zu starken kursausschlägen mit entmaterialisierung von herkömmlichen handessystemen(achtung metro)
Es wird böse enden (Werner Enke)
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Anti Lemming:

USA: Goldman-Demontage beginnt

 
27.04.10 22:33
www.marketwatch.com/story/...l-was-part-of-the-plan-2010-04-27
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Anti Lemming:

nopanic

7
27.04.10 22:36
Ich glaub nicht, dass es bei Angie zu starken Abgängen kommt, trotz Vakuumstellung ihrer Venus.
Antworten
Platschquatsc.:

@Anti Gegenfragen

12
27.04.10 22:55
Welchen Sinn haben Aussagen bezüglich Charts wenn man sich nicht an deren Aussagekraft hält wozu posten?
Welchen Sinn macht es Charts als Unterstützung für fundamental orientierte Bären zu posten und im Zweifel immer den Chart zu ignorieren wenn er mal nicht die fundamentale Meinung unterstützt?
Was ist wenn der Chart doch recht hat und die fundamentalen Schlußfolgerungen falsch sind?
Was ist wenn der Bärenthread falsch liegt mit seiner fundamentaler Einschätzung?
Posten wir hier nur um des bärisch sein Willens oder gehts hier noch irgenwie um Börse?

Dass das ein Bärenthread ist weiß ich und ich weiß auch das wawidu seine"Gesinnung" mit Charts belegt also hab ich ihn etwas ironisch nach seiner "Gesinnung" gefragt nachdem seine Hausse-Kriterien erfüllt wurden.

Wawidus Antwort auf mein Posting oder seine ursprungliche Aussage bezüglich 50er/200er GSs war also keine "mangelnde-Objektivitäts-" Belehrungen?

"....Du belehrst die Zykliker ja auch nicht in ihrer bullischen Grundeinstellung. Gleiches Recht für Alle....

Belehren tue ich weder dort noch hier höchstens mal den Spiegel vorhalten wenn vor lauter Grundeinstellung die Objektivität verloren geht.
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wawidu:

platschquatsch - # 61276

7
27.04.10 22:56
Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich die Goldpreisentwicklung in diversen Währungen seit 2002 als Kompensation zu Geldmengen-/Kredit-induzierten Asset-Preisanstiegen ansehe. Diese Überzeugung ist die eigentliche Grundlage für meine bärische Skepsis bzgl. aller anderen Märkte. Seit 2005 habe ich sukzessiv Positionen in physischem Gold auf EUR-Basis aufgebaut. Bzgl. deren Performance kann keiner der europäischen/deutschen Aktienindizes bislang daran tippen.
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Der USA Bären-Thread 316152
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wawidu:

Eine griechische Tragödie

6
27.04.10 23:08
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 316157
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Svartur:

@wawidu

11
27.04.10 23:10
Mich interessiert die Performance von Gold überhaupt nicht. Ich habe immer Gold und Silber ins Schließfach gelegt, schon seit Jahren. Das ist meine Vorsorge für "schlechte" Zeiten.
Mag sein, daß es unnötig war, wenn es sein Zweck aber erfüllt, was ich beileibe nicht hoffe, habe ich genug um ohne Probleme von einem guten Niveau weiter zu agieren.
Würde ich das nicht tun, dann läge die Gefahr darin, die Basis einer Arbeit an der Börse, komplett verloren zu haben.
Ich denke, jeder der erfolgreich agiert, kann ohne Probleme 10 % seiner Erträge in physisches Gold umsetzen. Meine Steuerbelastung mit Gewerbesteuer lag bei rundeweg fast 50 %.
An der Börse habe ich um die 26 %, nehme ich das Gold uns Silber dazu, bin ich bei 36 %. Immer noch 14 % weniger als mit "richtiger" Arbeit und noch besten Schutz.

Kann nicht erkennen, was daran falsch sein soll.

Falsch ist nur, nicht vorzusorgen wenn man es kann, sich nicht abzusicheren, wenn man es kann.

Ein Akrobat hat oft ein Sicherheitsnetz, dabei legt der Akrobat nicht zwingend Wert darauf, dieses auszunutzen.

Finde das gut, was Du da machst @wawidu. Zeugt von Bodenhaftung.
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Platschquatsc.:

@wawidu

5
27.04.10 23:12
Hab ich irgendwas bezüglich Gold gesagt? Nein.
Warum also ein neues Thema aufmachen wo du noch nichtmal auf deinen GD-Fächer im SPX eingehst und was nun damit ist.
Was sind deine Charts und Aussagen denn Wert wenn sie Kaufsignale erzeugen?
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Dreiklang:

Es ist nicht der $, aber QE nun auch für den €

13
27.04.10 23:22
und insofern OT, dennoch wg. der fundamentalen Bedeutung:

Trichet muss jetzt langsam der Arsch auf Grundeis gehen.

Mit dem Sprung des Bund-Future auf 1,25 haben die Märkte signalisiert, dass sie dt. Staatsanleihen vom Euro bereits trennen.

Bund-Papiere sind so etwas wie ein Euro-Substitut, sie werden währungsgleich gehandelt. Wenn Angie das versemmelt, dann ist D. auch zum Abschuss reif - weswegen es nicht passieren wird, es sei denn, sämtlicher Finanz-Fachverstand ist aus dt. Gehirnen gewichen.

Andererseits ist die Solvenzkrise im (süd)europäischen Raum nicht mehr mit ein paar Milliarden von der KFW zu lösen. Um eine Kernschmelze zu verhindern, muss konsequent monetarisiert werden, indem die EZB als Käufer maroder Staatsanleihen aus dem PIIGS -Gebiet auftritt.

Das für sich genommen passt aber nicht zu den niedrigverzinslichen Bund-Schätzen. Wie könnte der Bund-F. weiter so hoch notieren, wenn die EZB deren Wert einfach wegdruckt?

Daher muss eine neue Währung her: Die Europäische Mark (EM). Im wesentlichen von D. herausgegeben, mal sehen, wer noch mitmachen will. Maßgeblich hierfür dürfen aber nicht Staatsverschuldungen sein, sondern Handelsbilanz und Gläubiger/Schuldnerposition der ges. Volkswirtschaft eines Staates.

Es ist klar, dass EUREM schnell bei unter 0,7 notieren wird. Dar um die EM abgemagerte Euro wird Mühe haben, die Parität zum Dollar zu halten.  Deutschland würde natürlich garantieren,  dass bisher in Euro gehaltene Anleihen jederzeit auf EM zum Nennwert umgeschrieben  bzw. zurückgenommen werden.

Man könnte die EZB dann auch nach Brüssel verlegen....
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Anti Lemming:

Griechenland: Deuba rechnet mit "Ernstfall"

11
27.04.10 23:39

FTD
Athens chaotische Insolvenz
Deutsche Bank rechnet mit Ernstfall

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, hat den Euro-Staaten geraten, sich auf einen
möglichen Zahlungsausfall Griechenlands 2011 vorzubereiten. Im Notfall könne ein Europäischer Währungsfonds (EWF) eine geordnete Insolvenz einleiten, sagte Mayer in Brüssel.  von André Kühnlenz, Mareike Scheffer, Frankfurt, und Peter Ehrlich, Brüssel


Dabei würden sich die Lasten zwischen öffentlichen Haushalten und privaten Investoren aufteilen. "Das Problem ist, dass die Märkte jetzt glauben, dass Griechenland die Konsolidierung nicht aus eigener Kraft erreichen kann, und sie befürchten, dass die Partner das Land nicht dauerhaft unterstützen." Komme es zum Äußersten wie etwa in Argentinien 2001, würde ein unkontrollierter staatlicher Zahlungsausfall allerdings zum Ende des griechischen Bankensystems führen, warnte Mayer. Unklar sei auch, was aus den europäischen Finanzinstituten werden würde.
 
Das Szenario des Ökonomen ist bemerkenswert, denn bisher spielen eine Umschuldung oder gar Abschläge auf griechische Staatsanleihen in den Verhandlungen der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Athen keine Rolle. Ökonomen fürchten eine Kettenreaktion in Portugal und Spanien, wenn bereits jetzt griechische Bonds umgeschuldet würden.

Mayer schlug folgende Lastenaufteilung vor: Die Gesamtschulden Griechenlands sollen auf 150 Mrd. Euro halbiert werden [heißt das, dass Anleihehalter mit 50 Cents auf den Euro abgespeist werden? - A.L.]  , sie würden dann gut 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Bereits aus den aktuellen Bondkursen würde sich ein Abschlag für Banken und andere Anleger aus dem Privatsektor in Höhe von 50 Mrd. Euro ergeben. "100 Mrd. Euro würden auf den europäischen Steuerzahler entfallen" [AIG-Bailout lässt grüßen - A.L.] , sagte Mayer. In diesem Fall könnten auf Deutschland rund 30 Mrd. Euro entfallen.

Die 45 Mrd. Euro, die EU und IWF gerade auf den Weg bringen, würden den Griechen eine Atempause bis März 2011 versprechen. [D.h. "rausgeschmissenes Geld"? Was kann man sich von einer Atempause kaufen? - A.L.]  Experten sehen daher noch keinen dringenden Umschuldungsbedarf. Allerdings könnte ein freiwilliges Umschuldungsangebot Athens anstehen. Dies dürfte aber erst in Monaten konkret werden, schreiben die Zinsstrategen der DZ Bank in einer aktuellen Analyse. "Zuvor bedarf es zunächst eines glaubwürdigen Einstiegs Griechenlands in eine Konsolidierung."

http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:athens-chaotische-insolvenz-deutsche-bank-rechnet-mit-ernstfall/50106833.html

 

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Anti Lemming:

Rogoff erwartet Dominoeffekt in Euro-Zone

6
27.04.10 23:47

Ex-IWF-Chefökonom
Rogoff erwartet Dominoeffekt in Euro-Zone

Griechenland bettelt um Hilfe. Und Irland, Spanien oder Portugal könnten in zwei bis drei Jahren folgen, prognostiziert der angesehene Volkswirt Kenneth Rogoff. Unterdessen steigen die Zinsen für Griechen-Anleihen zeitweise auf mehr als 14 Prozent


Griechenland wird nach Meinung von Kenneth Rogoff wahrscheinlich nicht das einzige Euro-Land bleiben, das den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfe bitten muss. Irland, Spanien und Portugal seien "auffällig verwundbar", sagte der Harvard-Professor und frühere IWF-Chefökonom der Nachrichtenagentur Bloomberg.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in den kommenden zwei bis drei Jahren ein IWF-Programm in mindestens einem anderen Euro-Staat brauchen, ist höher, als dass das nicht passiert", sagte Rogoff. "Die Budgetkürzungen, die in vielen europäischen Ländern nötig sind, sind tiefgreifend."

Die Regierung in Athen hatte am Freitag den IWF und die anderen Euro-Länder offiziell um Hilfe gebeten. Die Renditen auf Staatsanleihen des hoch verschuldeten Landes waren zuvor massiv in die Höhe geschnellt und hatten diesen Schritt erzwungen. Das Hilfspaket soll zunächst rund 45 Mrd. Euro umfassen, wobei 30 Mrd. Euro von den Euro-Staaten und 15 Mrd. Euro vom IWF kommen sollen. Experten erwarten aber, dass Griechenland insgesamt über die kommenden Jahre deutlich mehr brauchen wird - eine Einschätzung, die Rogoff teilt.

Mit der Rettung Griechenlands soll auch ein Übergreifen der Verunsicherung an den Märkten auf andere als finanzschwach angesehene Euro-Länder vermieden werden. In der vergangenen Woche legten die Renditen von portugiesischen, spanischen und irischen Staatsanleihen bereits deutlich zu - was sich am Montag fortsetzte: Der Risikoaufschlag, den Investoren dafür verlangen, dass sie zehnjährige portugiesische Bonds statt vergleichbaren Bundespapieren halten, kletterte am Montag auf 225 Basispunkte und damit auf ein neues Rekordhoch.

Das Land gilt als nächster Kandidat für eine ernste Krise. Portugal ist zwar weniger hoch verschuldet als Griechenland, wird vor allem aufgrund seiner schwachen Wettbewerbsfähigkeit als verletzlich eingeschätzt. Die Kosten für eine Absicherung gegen einen Zahlungsausfall des Landes schossen am Montag ebenfalls auf einen neuen Höchststand: Laut dem Datendienstleister CMA Datavision erreichten Kreditderivate (Credit Default Swaps, CDS) auf fünfjährige Staatsanleihen auf 306 Basispunkte. Damit kostet es 306.000 Euro im Jahr, Bonds im Wert von 10 Mio. Euro zu versichern.

Experten warnen seit Längerem vor einer Ansteckung anderer Länder - vor allem, da die EU kaum die Mittel für weitere Hilfsaktionen aufbringen dürfte. Gerade eine Schieflage Spaniens gilt als kritisch, die Volkswirtschaft des Landes ist vier Mal so groß wie die griechische. Die Schulden des Landes machen zwar nur 53,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, sind aber mit 560 Mrd. Euro rund doppelt so groß wie die Griechenlands.

Auch die Hellenen werden an den Märkten weiter misstrauisch beäugt. Hintergrund ist die Unsicherheit über den Zeitpunkt und die genaue Ausgestaltung der Hilfe. Die Renditen auf zweijährige griechische Staatsanleihen Kletterten am Montag um 284 Basispunkte auf 13,8 Prozent, zeitweise lagen sie sogar bei 14,6 Prozent [aktuell: über 18 % - A.L.] Auch die Renditen auf zehnjährige Papiere und CDS legten zu - die Kontrakte lagen am Nachmittag bei 703 Basispunkten. Der Euro verlor...[ aktuell: 1,3150 - A.L.]

www.ftd.de/finanzen/maerkte/...fekt-in-euro-zone/50106005.html

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wawidu:

Ach, Platschquatsch! (1)

2
28.04.10 00:12
Der größte Hegdefond der Welt - BLACKROCK INC. - zeigt dir mE die Richtung der MAs aller Aktienindizes im weiteren Verlauf. Die "Blackrocker" bzw. deren Investoren haben ihren "Sell-Knopf" wohl bereits zu Jahresbeginn betätigt!
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Der USA Bären-Thread 316167
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wawidu:

Ach, Platschquatsch! (2)

 
28.04.10 00:14
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Der USA Bären-Thread 316168
Antworten
Dreiklang:

Short auf Bund-Future?

7
28.04.10 00:20
Egal ob die EZB nun Schrott-Anleihen von GR und P ankauft oder Schäuble 150 Mrd. rausrückt: Der Bund müsste nachgeben.

Einzige Gefahr wäre tatsächlich die Einführung der Euro-Mark... doch bis dahin fließt noch einiges Mainwasser an der EZB vorbei. Selbst bei Einführung der EM hätten instit. Geldanleger noch enorme Verluste aus dem Währungswechsel, was der Fiskus wieder auszugleichen hätte.

Aktuelle Meinung in der FTD

www.ftd.de/politik/europa/...un-geht-s-ums-ganze/50106828.html

da wird auch der Anleihenkauf via EZB erwähnt/vorgeschlagen. Sollte diese das umsetzen, würden wohl Anleihen des Bundes gegrillt werden,

Meinungen im Forum?
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Kostolanya:

Griechen in Deutschland als Pächter/Mieter...

14
28.04.10 00:20
Viele von Euch dürften anhand meiner Postings, die eben auch viele von Euch zumindest teilweise kennen, dass ich persönlich nicht zu den Menschen gehöre, die mal eben so alles "über den Kamm" scheren. Ich versuche immer, die Dinge aus allen möglichen Perspektiven zu betrachten, zu differenzieren und neige nicht zum pauschalieren. Ich hege keine Vorurteile gegenüber anderen und neige auch nicht dazu, Klischees einfach so aufzugreifen und "Mentalitäten" einfach so zu verallgemeinern.

Jedoch ziehe ich durchaus für mich persönlich einfach ab und zu  Parallelen. Meist schließe ich dabei vom "Kleinen auf´s Große" , vom "Großen auf´s Kleine" - und anhand dieser für mich ganz persönlich gezogenen Schlüsse schließe ich auch mal "auf´s Ganze".

Unabhängig von allen gezielten Spekulationen und bewusster Herabsetzungen seitens amerikanischer Ratingangenturen gegenüber hochverschuldeter Euroländer, die höchstwahrscheinlich allein dazu dienen, Euroland zu schwächen, vom ebenso hoch verschuldeten Amiland abzulenken und auch noch von GB abzulenken, folgende kleine, wahre Geschichte eines Freundes. Und meinem persönlichen Fazit daraus, wieso ich keinesfalls griechische Anleihen kaufen würde - selbst, wenn sie 150% Zinsen p.a. bringen würden ;-)

Selbstverständlich mag folgende kleine Geschichte sicherlich nur ein Einzelbeispiel sein, scheint jedoch sehr verwandt und aufschlussreich zu sein mit der grundsätzlichen Zahlungsmoral und Rechtsauffassung "des Griechen an sich"...

So Ende 2004 kaufte also ein Freund von mir ein Haus im Ruhrpott. Mischgewerbe - sprich: vier Wohnungen und zwei Gewerbe - ein "griechischer Imbiss" und ein "Kiosk". Zu 100 % finanziert. Trotz nicht bester Lage rechnete sich für ihn der Kauf trotzdem erst einmal, da das Haus voll vermietet war, und die Mieten und Pachten einen Überschuss nach Zinsen und Tilgung von ca. 800,-- Euro plus ausmachten.

Die Pächter vom "griechischen Imbiss" waren Griechen, die dort bereits seit ca. 10-12 Jahren Pächter waren, die bis dato dem ehemaligen Besitzer auch relativ regelmäßig die Pacht bezahlt haben. Relativ deshalb, weil es schon zu Zeiten des Vorbesitzers gerade in der Sommer-Urlaubszeit hier und da mal zu "urlaubsbedingten Nichtzahlungen der Pacht" kam. Meistens betrug das dann die Pacht für einen bis zwei Monate zwischen Juli und August. Man einigte sich dann so, dass die rückständige Pacht erst einmal vom Kautionskonto entnommen werden durfte. Dieses Kautionskonto wurde dann im Laufe des laufenden/nächsten Jahres wieder aufgefüllt.

Seitdem mein Freund nun der Verpächter war, hatte er jedes Jahr das gleiche Theater. Die Griechen machten für 8 Wochen den Imbiss dicht, fuhren mit der ganzen Familie in den Urlaub nach Griechenland und zahlten für diese Zeit ihre Pacht und auch die Nachzahlung der Nebenkosten für das letzte Jahr nicht.

Mag sein, dass auch z.B. sehr viele Deutsche einfach mal in den Urlaub fahren oder Konsumgüter erwerben, "bevor" sie ihre Miete/Pacht bezahlt haben. Jedoch scheint die deutsche Mentalität bei einem Großteil der dt. Bevölkerung eher die zu sein, dass man grundsätzlich und meistens "zuerst die Miete inkl. NK" bezahlt, bevor man sich Urlaub oder sonstige Annehmlichkeiten leistet. Wie gesagt: Meistens. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Mein Freund war zwar sehr genervt und angespannt ob der Zahlungsmoral und Mentalität seiner griechischen Pächter - jedoch noch relativ relaxed und entgegen kommend.  Auch er einigte sich so mit den Griechen, dass er sie nicht gleich - wie es lt. Pachtvertrag möglich gewesen wäre - vor die Tür setzte, sondern entnahm erst einmal die fälligen Zahlungen vom Kautionskonto.

Nur leider füllten es die Griechen diesmal nicht wieder auf. Im Gegenteil. Je mehr mein Freund ihnen entgegen kam, ihnen half, desto fordernder, dreister und frecher wurden sie.

Im Sommer 2007 spitzte sich die Lage zu. Die Griechen hatten mal wieder nach ihrem 8-wöchigen Sommerurlaub weder ihre Pacht noch die NK für 2006 bezahlt. In einem Gespräch mit meinem Freund sagten sie dem: Kündige uns doch den Pachtvertrag. Dann kommen wir hier raus, können auf deutsche Staatskosten Sozialhilfe beantragen, ein bisschen schwarz nebenher verdienen. Und für wesentlich weniger Arbeit fast genau so gut leben wie bisher.

Nun muss noch hinzu erwähnt werden, dass zu dem Imbiss auch eine "Dienstwohnung" über dem Imbiss gehörte, die von den Griechen mitsamt ihrer damals noch minderjährigen und schulpflichtigen Tochter (14 Jahre alt) bewohnt wurde, und die Bestandteil des Pachtvertrages mit dem Imbiss war.

Das Geplänkel zog sich noch ein paar Monate hin. Zwar "drohten" die Griechen ständig, demnächst ohne Rücksicht auf bestehende Verträge von heute auf morgen einfach mal zurück nach Griechenland zu gehen, blieben aber erst einmal und zahlten auch erst einmal weiter die laufenden Verbindlichkeiten (Kautionskonto wurde jedoch nicht wieder ausgeglichen...)

Mitte 2008 brachten sie dann "angeblich verwandte Griechen" mit ins Spiel, die den Imbiss und die Wohnung übernehmen wollten. Angeblich deshalb, weil mein Freund bis heute nicht weiß, ob die Griechen untereinander tatsächlich verwandt sind. Ist aber auch nebensächlich.

Jedenfalls übernahmen die "verwandten Griechen" dann im Spätsommer 2008 den Imbiss. Die Wohnung hätten sie auch gern übernommen. Jedoch baten die vorherigen griechischen Pächter meinen Freund - auch in Absprache mit den Nachpächtern, die Wohnung noch bis Sommer 2009 halten zu dürfen, damit die Tochter noch in Deutschland ihren Schulabschluss machen könnte. Mein Freund, der unerschütterliche Menschenfreund, der trotz übler Erfahrungen in Sachen Zahlungsmoral und Vertrauenswürdigkeit der bisherigen Pächter, trotzdem der Tochter nicht die Zukunft verbauen wollte, erklärte sich also bereit, den bisherigen Pächtern die Wohnung noch bis Sommer 2009 zu überlassen - vorausgesetzt, sie würden auch entsprechend die Miete zahlen.

Und da kam dann eine ganz erstaunliche, unfassbare Dreistigkeit zu Tage: Die damaligen Pächter "erklärten" nämlich meinem Freund folgendes: "Was willst Du mit Deinem Scheiß-Vertrag? Hä? Der ist nichts wert! Wenn Du Glück hast, zahlen wir, wenn Du Pech hast, zahlen wir nicht! Was willst Du dann machen? Hä? Wir haben eine minderjährige Tochter! Bäh. Versuche doch mal, uns raus zu klagen! Und übrigens: Wir wollen unsere Kaution zurück! Die bezog sich ja nur auf den Imbiss. Den hast Du zurück. Gib uns sofort UNSER GELD!

Vom Spätsommer 2008 bis Sommer 2009 zahlten die Griechen keine Miete und NK mehr, blockierten die mit dem Imbiss verbundene Dienstwohnung gemäß Pachtvertrag und klagten gleichzeitig auf Rückzahlung ihrer Kaution...

Natürlich haben sie keine Chance, da alleine ihre Miet- und NK- Außenstände gegenüber meines Freundes mehr als das Doppelte der noch vorhandenen Kaution betragen, und bereits die erste Instanz gegen die Griechen entschieden hat und auch die zweite Instanz noch vor Verhandlung angekündigt hat, im Sinne der ersten Instanz zu entscheiden...

Mein Freund weiß z.B. auch gar nicht, wie die Griechen ihren Anwalt bezahlen für ein recht aussichtsloses Gerichtsverfahren bezahlen - bzw. von welchem Geld der Anwalt bezahlt wird... Sind wir deutschen Steuerzahler das wieder mal im Endeffekt? Obwohl das Urteil zu 99,9% zu Gunsten meines Freundes ausgeht?

Was nun die "Nachfolge-Griechen" betrifft, so scheinen die zwar grundsätzlich etwas "bodenständiger", gar "ehrlicher" und auch wesentlich "charmanter" zu sein als ihre Vorgänger. Sprich: Die machen nicht mal eben acht Wochen Urlaub ohne ihre Pacht zu bezahlen. Nein. Sie sind auch nicht so ganz dreist und frech. Sie machen da eher auf kokette "Diplomatie". Sie erklären meinem Freund halt in regelmäßigen Abständen immer wieder, dass er mal die Pacht um ca. 100,-- bis 200,-- Euro kürzen "müsse". Sie würden sich ja halb tot arbeiten - jedoch - im Rahmen der Wirtschaftskrise - etc. etc. - müsste er ja eigentlich noch unheimlich froh sein, dass sie ihm "überhaupt noch was an Pacht" zahlen könnten. Im Übrigen zahlen sie auch nach einigen Kompromissen und enormen Nachlässen meines Freundes ausgesprochen "unstet". Je nachdem, wie sie gerade entweder "können" oder "Lust haben"...

Während die "jetzigen Griechen-Pächter" sich zwar aus Sicht meines Freundes recht wohltuend von den "vorherigen Griechen-Pächtern" dahingehend unterscheiden, dass die "jetzigen" scheinbar sehr viel fleißiger, ernsthafter, bodenständiger, nicht so dreist und unverschämt sind, so haben beide "Verwandten" aber schon eine Gemeinsamkeit:

Egal, wie sie es rüberbringen - ob eher unverfroren, dreist und unverschämt - oder eher fast charmant, ein wenig unterwürfig - aber trotzdem bestimmend - der Tenor scheint dieses "erpresserische Potential":

"Was willst Du mit Deinen Scheiß-Verträgen, wenn wir sie nicht erfüllen können? Hä? Wenn Du sehr viel Glück hast, zahlen wir, was wir vereinbart haben. Wenn Du ein bisschen Pech hast, zahlen wir nur einen geringen Teil von dem, was wir vereinbart haben. Und wenn Du ganz viel Pech hast, zahlen wir gar nichts, von dem, was wir vereinbart haben. Dann versuche doch mal, uns darauf zu verklagen - am besten in Griechenland, wo eh fast alle Richter korrupt sind und überdies hinaus wohl noch gerade streiken und demonstrieren -ha, ha,ha...Und wenn Du "noch mehr Pech" hast, dann verklagen wir Dich auf irgendwas, was uns noch so einfällt. Wenn es auch aussichtslos erscheinen mag  -die Anwaltskosten tragt ja erst einmal "IHR"...



Tja, diese kleine Erfahrungsgeschichte meines Freundes, die ich hier zwar drastisch gekürzt (ich weiß, immer noch lang genug ;-) wieder erzählt habe, zeigt mir aber schon: Vorsicht mit jeglichen Geschäftsabschlüssen mit Griechen.

Auch wenn ich nicht pauschalieren möchte - in der Summe jedoch: EU-Beitritt aufgrund gefälschter Bilanzen, gefälschter Staatsverschuldung, gefälschte BIP-Zahlen etc.etc. - fast alle Zahlen gefälscht und bis heute immer wieder neu berechnet - immer wieder in Negative revidiert....

Dann diese Mischung aus teilweise "charmanten Bitten" bzw. auch "dreisten Forderungen" und "erpresserischen Versuchen", die gesamte EU insbesondere auch Deutschland für das eigene Verschuldungsdilemma "verantwortlich" machen zu wollen...

Ich kann mir zwar nicht ernsthaft vorstellen, dass das gesamte griechische Volk dermaßen korrupt, faul, dumm und dreist ist, wie es uns die Medien teilweise vermitteln, wir auch teilweise persönliche Erfahrungen gemacht haben oder auch Erzählungen von Bekannten und Freunden wissen.

Jedoch darf ich Euch allen einfach mal so zur Kenntnis geben, ob das nun interessiert oder auch nicht, dass ich ein einziges Mal - so 1998 - eine einzige Woche Urlaub in Griechenland am Meer machte. Seitdem nie wieder. Warum? Ich fand es für mich persönlich einfach grauenvoll. Überall nur lethargische, stumpfsinnige Griechen, die da in den Tavernen rumsaßen, tranken und aßen und meistens nur vor sich her stierten und sich rein gar nichts erzählten...Sie saßen nur, starrten und tranken und aßen...
Unabhängig davon, dass ich von möglichen etwaigen Gesprächen eh null komma nix verstanden hätte, so hätte ich möglicherweise jedenfalls ansatzweise das Gefühl haben können, dass es hier "lebt". Aber das hatte ich eben nicht.

Trotzdem kann ich nach meiner bisherigen Kenntnis - erfahren aus den gängigen Medien (daher nur eingeschränkt akzeptabel ;-) - auch nur konstatieren, dass das griechische Volk zum großen Teil "Recht hat" mit seinen Demos, weil bisher in Griechenland anscheinend vorwiegend Vetternwirtschaft (25 % der Familien im Beamtenstatus etc.) und Korruption herrscht, die relativ reichen Griechen lustig ihre Steuern verstecken konnten und niemals zahlten, und nun das von jeher wahrscheinlich recht arme und gebeutelte Volk nun extrem zu Gunsten der "Oberen" sparen muss.

Sorry, ich weiß nicht, was da im Staate Griechenland so abgeht. Jedenfalls, so scheint es mir, ist es wie in vielen Staaten und Ländern weltweit: Ein kleiner Teil des Landes/Staates/der Bevölkerung macht Schulden auf Kosten der Restbevölkerung...

Wie dem auch sei. Auch wenn es rein juristisch und formal durchaus fundamentale Unterschiede gerade in Bezug auf  Insolvenz, Bankrott etc. zwischen dem Privat-Menschen, dem Unternehmen und dem Staat oder gar dem Land gibt, so schließe ich doch "vorsichtshalber" vom "Kleinen auf das Große" ;-)

Das tut sich nämlich m.M. nach im Endeffekt nicht allzu viel. Außer vielleicht, dass der "Kleine" am Ende für den "Großen" oder "die Großen" mit blutet bzw. mit bezahlt...

Nun ja, jedenfalls, nachdem, was mir mein Freund über die Zahlungsmoral der Griechen in Deutschland speziell auf sich selbst bezogen - "im Kleinen" erzählt hat, so käme ich im Zusammenhang mit dem, was ich nun heute weiß, über die Bilanztricks der Griechen, die Zahlungsmoral der Griechen "im Großen" NIEMALS auf die Idee, griechische Staatsanleihen zu kaufen. EGAL, zu welchem Zinssatz. Weil ich den Griechen im Ernstfalle - teils aus eigenen Erfahrungen, teils aus Erfahrungen meines Freundes, teils aus vermeintlichem Wissen aus Medien und Foren - ob ich es nun halbwegs richtig einschätze oder auch nicht - total egal - definitiv NICHT TRAUE.

Ach, hätte ich jetzt einen Ouzo - ich würde ihn glatt trinken ;-)

Schönen Abend noch
Kosto
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Kostolanya:

Wer würde/könnte /wollte "UNS" bailouten???

6
28.04.10 01:55
Es gab ja in der jüngsten Vergangenheit immer wieder mal die Kritik an Deutschland, dass WIR beispielsweise zu niedrige Löhne etc. haben. Ebenso wird uns vorgeworfen, dass wir zu viel sparen. Auch, dass wir zu viel exportieren statt importieren. Sprich: Eigentlich arbeiten wir wesentlich zu viel und gleichzeitig wohl zu günstig, so dass sehr viele andere Länder sich auf Kosten unserer Arbeitswilligkeit zu recht moderaten Löhnen "AUF KREDIT" sich unsere Arbeitsleistung und unsere Produkte bisher "leisten" konnten.

Nun - so wie ich das als relativer Laie so halbwegs verstanden habe - wird ja in der letzten Zeit fast weltweit - zumindest aber explizit EU-weit gefordert, dass Deutschland sowohl die Löhne, als auch die Renten etc. erhöht - ebenso die Binnennachfrage. Von Export will erst mal keiner mehr was hören und wissen. Geschweige denn von irgendwelchen Handelsüberschüssen oder so (sorry - ICH BWL/VWL- Laie;-)

Na ja, ich verschone Euch jetzt hier mal mit meinen ganzen laienhaften Quer-Gedanken und stelle einfach nur die doofe Frage: Was würde denn wohl am Ende des Tages passieren, würde Deutschland sich tatsächlich auf ein "Griechenland-Niveau" o.ä. einlassen?

Was wäre, wenn wir Deutschen jetzt auch mal ein paar wenige Monate bis Jahre komplett abfeiern könnten/würden - so mit extremen Lohnsteigerungen, frühen Renten, Pensionen.

Was wäre, wenn unsere Exporte komplett den Bach runtergehen würden?

Was wäre, wenn alle unsere Importe NUR NOCH AUF KREDIT stattfinden würden?

Was wäre, wenn sich fast ALLE ARBEITER und ARBEITNEHMER VERWEIGERN würden, weiterhin für relativ wenig Geld quasi mit der Motor der Welt zu sein....

Tja, dann wäre Deutschland wohl irgendwann, in absehbarer Zeit, relativ PLEITE! Frage: WER, welches Land KÖNNTE, WOLLTE und MÜSSTE uns Deutsche bailouten - und zu welchem Zweck???

Nun, da müsste man wohl mal schauen, bei welchen Auslandsbanken der Deutsche Staat wie viele Staatsanleihen in welcher Höhe laufen hat, und welches Land dann möglicherweise ein gesteigertes Interesse daran haben könnte, Good Old Germany zu retten oder auch fallen zu lassen...

Was wäre wenn der eine oder andere Arbeitnehmer sich plötzlich Gedanken machen würde, warum ER sich halb tot schuftet für ein paar tausend Euros im Jahr, während so Manager wie Middelhoff, Wiedeking etc., MILLIONEN kassieren, OBWOHL sie den Laden an die Wand gefahren haben...

Ich lasse jetzt mal viele Nebengedanke, Thesen, Theorien, Analysen etc. außen vor. Das würde wesentlich zu weit führen und auch ein wohl unendlich langes Posting werden.

Nun, würde das ganze System mal in Deutschland zusammenbrechen, weil NIEMAND mehr Lust hat, für ALLE anderen zu arbeiten - und am Ende feststellt, dass für ihn herzlich wenig übrig bleibt - so stelle ich mir und Euch die Frage:

WER könnte, wollte, würde UNS bailouten, wenn WIR nicht mehr die ANDEREN bailouten könnten???!!!!

Ideen? Nur her damit :-)

Schlaft schön
Kosto
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