Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 2442  2443  2445  2446  ...

Der USA Bären-Thread


Thema
abonnieren
Beiträge: 156.475
Zugriffe: 26.807.693 / Heute: 5.334
S&P 500 7.214,68 +1,10% Perf. seit Threadbeginn:   +394,50%
 
CarpeDies:

@Platschquatsch: Danke :)

 
24.04.10 02:20
Antworten
thostar:

Was ist Gold wert?

8
24.04.10 09:32
Es wurde ja schon oft darauf hingewiesen, dass die direkten Stützungsgelder der FED irgendwann auslaufen oder bereits ausgelaufen sind... ich bezweifle das. In regelmässigen Abständen legt Gold einen fundamental unbegründeten Anstieg hin, den ich mir nur durch das Fluten der Märkte mit frischest gedrucktem Geld erklären kann.

Stichwort PPT, gerade jetzt und hier speziell gestern: Warum stürzen die Kurse von Amazon und MS nachbörslich so extrem ab, wenn am folgenden Tag alles wieder hochgekauft wird. Da muss man sich eben den Gold-Intradaychart gestern ansehen (chart oben), das kurz nach US-Eröffnung einen gigantischen Sprung hinlegte, vermutlich analog zu der Tonne Geld, die sich GS von der FED holte...

Im 3-Monatschart (unten) habe ich mal die Bereiche gekennzeichnet, wo solche Sprünge waren und siehe da: Allesamt an sehr kritischen Chartmarken und Indikatorenlagen. Das ist ganz grosses Kino, was wir hier erleben, sozusagen die Vorwegnahme der Marslandung ;-)
Der USA Bären-Thread 315428
Antworten
Eidgenosse:

#61072 Wawidu,

14
24.04.10 10:02
Natürlich ist die DEUBA in griechischen, irischen, italienischen, spanischen - und US- Immobiliengeschäften  involviert. Und auch die UBS die CS die Goldmänner und JPM sind in USA, China, Grönland, Nigeria, Polen und Österreich investiert.

Ist das nicht deren Geschäft? Alternativ könnten sie auch Suppen herstellen dann würden sie aber nicht mehr DB heissen sondern Maggie.

Gewisse Aussagen sind manchmal mehr als nur irritierend. Das kommt einem dann so vor wie das geschreibsel auf den Goldseiten. Dort wird auch jeder erdenkliche Grund hervorgekramt um eine Existenzberechtigung für ihr gelbes Metall zu suggerieren.
Man sollte den Leuten das denken beibringen und nicht das gedachte.
Antworten
Kicky:

Derivatives Traders worried

2
24.04.10 10:47
....at the industry’s annual gathering, held by the International Swaps and Derivatives Association, the mood was hardly sombre: late-night parties have been organised at the grandest destination San Francisco has to offer – the luxurious hotel The Fairmont. Indeed, derivatives – unlike other markets at the centre of the financial crisis such as mortgage-back securities – remain a hugely profitable part of Wall Street’s business.

Nevertheless the industry’s focus has certainly shifted. Not long ago, these annual get-togethers were all about the creation of new products and the theme was focused on growth. Now, the industry is hard at work to find ways to meet regulators’ demands to shrink – or at least shrink the risks posed from the more than $400,000bn of contracts in privately-traded, over-the-counter (OTC) derivatives.

“ISDA and the OTC derivatives industry clearly support financial regulatory reform in order to ensure market stability and reduce systemic risk,” says Eraj Shirvani, chairman of ISDA and head of fixed income at Credit Suisse. “Our extensive, on-going work in three key areas – strengthening risk management through the use of clearing houses, improving transparency and building a robust operation infrastructure – underscores our commitment to making derivatives safer.”

The debate about the safety of derivatives was sparked by the realisation during the crisis that not only were some financial institutions “too big to fail”, having knock-on effects through the financial system, many had become hugely interconnected due to the widespread use of privately-traded derivatives. The more than $400,000bn worth of contracts outstanding on interest rate swaps, credit default swaps, currency forwards and numerous other types of over-the-counter derivatives had closely linked the dealers, which are usually the counterparties, to those contracts.

To tackle those systemic risks, efforts began to push OTC derivatives on to clearing houses. In that way, the risks of a counterparty defaulting are handled by the clearing house, which acts as a middle man and manages those risks. .....

Millions of dollars have been spent to improve safety – putting more contracts on to clearing houses, providing regulators with information about trades which are collected in information warehouses so they can track the bigger picture of derivatives exposures and risks, and improving the technology and systems underpinning trades so that they are quickly confirmed. The industry has promised regulators improvements at a rapid pace.

...no longer will firms like AIG  be able to amass so much exposure virtually unnoticed. ....
.... more important is the debate about exchange trading. It does not necessarily mean all contracts have to be traded on exchanges, but regulators such as Gary Gensler from the Commodity Futures Trading Commission are calling for high amounts of “post-trade transparency”. This could mean dealers have to publish trading prices and volumes right after trades are done – similar to the way trading goes on the equities markets.

The implications for banks’ bottom lines were highlighted last week by JPMorgan Chase, one of the biggest of a handful of dealers that dominate the privately traded derivatives markets. Jamie Dimon, JPMorgan’s chief executive, said the bank could lose up to $2bn in revenues if derivatives were forced to be traded on an exchange.

“Given its size and liquidity, price transparency in most of the OTC derivatives markets is comparable to or greater than the underlying cash markets,” says ISDA’s Mr Pickel. “That’s why we believe that we do not need – and derivatives end users are not asking for – mandatory exchange trading.”......

But in the current climate, the industry will remain firmly in the spotlight. On Thursday, California’s treasurer – concerned about the use of derivatives to bet on the state’s financial condition – said legislation should make the market fully transparent and he urged that buyers of credit default swaps, which pay out when bonds default, should have to own the underlying securities – a measure the industry opposes.
www.ft.com
Antworten
Kicky:

Deutschland verdient an der Griechenhilfe

8
24.04.10 10:58
Und die Spekulanten auch! ........Merkel und Westerwelle können darauf verweisen, dass das Hilfspaket den deutschen Steuerzahler allem Gerede zum Trotz zunächst keinen Cent kosten wird. Zwar steuert die Bundesrepublik gemäß ihres EZB-Anteils tatsächlich bis zu 8,4 Milliarden zum 30-Milliarden-Euro-Paket der EU-Länder bei. Der Kredit, den der IWF um weitere 15 Milliarden Euro aufstocken will, kommt aber nicht aus dem Bundeshaushalt, sondern von der staatseigenen Förderbank KfW. Der Bund verbürgt sich lediglich dafür, dass das Institut sein Geld zurückerhält. Das heißt: Erst wenn die Griechen ihre Schulden nicht begleichen können, muss der deutsche Steuerzahler einspringen.

Dazu soll es jedoch nicht kommen. Im Gegenteil: Weil sich die KfW das Geld für etwa dreieinhalb Prozent bei Banken und Investmentfonds leihen kann, es laut EU-Vereinbarung aber für gut fünf Prozent an die Griechen weiterreichen darf, streicht sie zunächst einmal einen Zinsgewinn ein - im besten Fall rund 150 Millionen Euro. Ein Teil davon fließt in Form einer Bürgschaftsgebühr in die Kasse von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Dritter Nutznießer schließlich sind die Griechen selbst: Nimmt man die EU-Darlehen und die noch deutlich zinsgünstigeren IWF-Kredite zusammen, werden sie am Ende nur halb so viel Zinsen zahlen müssen, wie wenn sie sich das Geld an den Kapitalmärkten leihen müssten.

......Die Grünen verlangen von Schäuble einen Nachtragshaushalt, die Sozialdemokraten erklären, sie würden einem verkürzten parlamentarischen Verfahren nicht zustimmen, solange der Finanzminister seine Pläne nicht endlich in allen Details auf den Tisch lege. Am schnellsten haben noch die Linken den Schalter umgelegt: Sie werfen Merkel vor, sie wolle eigentlich gar nicht den Griechen helfen, sondern den Spekulanten, die mit der Angst vor einer Staatspleite mitten in Europa viel Geld verdienten.

Bei allem Populismus, der hinter dieser Aussage steckt: Völlig falsch ist der Einwand nicht. Die Besitzer griechischer Staatspapiere kassieren derzeit immens hohe Zinsen, tragen aber praktisch kein Risiko, weil die Gefahr, dass die Griechen die Anleihen nicht oder nur teilweise zurückzahlen, durch die Hilfsaktion der Europäer gebannt ist. In der Praxis ist eine Einbeziehung der Gläubiger aber kaum möglich, da eine Umschuldung oder gar ein Zahlungsstopp den Griechen endgültig den Zugang zum privaten Kapitalmarkt verbauen würde. Zudem würden sich ausgerechnet die ärgsten Spekulanten, die Besitzer hochriskanter Kreditausfallversicherungen nämlich, sogenannter CDS, geradezu - pardon - dumm und dämlich verdienen......
www.sueddeutsche.de/,tt2m1/finanzen/256/509389/text/
Antworten
Anti Lemming:

Griechen-Bailout = AIG-Bailout

20
24.04.10 11:26

Ich möchte auf eine bedenkliche Parallele zwischen beiden hinweisen:

 

- Der AIG-Bailout wurde vom damaligen US-Finanzminister Paulson (ex-CEO von Goldman) veranlasst, um Goldman, die Deutsche Bank und andere Zockerbanken, die sich mit Housing-Schrott verhoben hatten - auf Kosten des US-Steuerzahlers auszubailen.


- Der Griechen-Bailout wird jetzt von einem Konglomerat aus EU-Politikern und Bank-Lobbyisten veranlasst, um die EU-Banken, die sich mit griechischen und anderen PIIGS-Staatsanleihen verzockt haben, auszubailen - auf Kosten der nordeuropäischen Steuerzahler, allen voran des deutschen.

 



Es wird zwar behauptet, es gehe beim Griechen-Bailout "vor allem um die Stabilisierung des Euro". Doch in Wahrheit geht es um die Rettung großer EU-Banken wie der Deuba. Deutsche Großbanken haben PIIGS-Staatsanleihen in der horrenden Summe von 520 Milliarden Euro - das ist über eine halbe BILLION - in ihren Portfolios.

Warum eigentlich? Es war ein wechselseitiges Geschäft mit der Industrie. Die Industrie wollte in die PIIGS-Länder exportieren, doch diese hatten nicht genug Geld. Also kauften die EU-Großbanken den PIIGS-Staaten massenhaft ihre fleißig neu emittierten Staatsanleihen ab. D.h. letztlich gaben Banken wie die DeuBa den Griechen das Geld, mit dem diese dann z. B. bei MAN Lastwagen und Busse bestellten. MAN half noch mit einem bisschen Schmiergeld in Athen nach, schon flutschte der Deal.

Die Griechen hatten zwar pro forma eigene Staatsanleihen ausgegeben. Doch "Geld auf die Hand" bekamen sie dafür erst, als EU-Großbanken ihnen diese auch abkauften. Die Griechen zahlten mit einem von EU-Banken zwischenfinanzierten "Zahlungsversprechen" - das sie nun übel gebrochen haben. Dabei spielen sie förmlich mit der verfahrenen Situation, spielen die einzelnen Staaten, die EU und den IWF gegeneinander aus und provozieren überdies mit an den Haaren herbeigezogenen Nazi-Vorwürfen.

Der Deal schien für die Banken sicher (wie seinerzeit der Subprime-Deal sicher schien), weil es ja den Euro gab, der vor den früher tückischen Währungsschwankungen schützte. Pleiten der Euro-Mitgliedstaaten schienen derart unwahrscheinlich, dass es in den EU-Verträgen gar keine Regelung dafür gibt. Auch das erinnert an die AAA-Hybris für Subprime-Schrott.

 


 

Die Parallele zwischen dem Griechen- und dem AIG-Bailout ist die, dass Zockerbanken - getrieben von Gier (25 % EK-Rendite bei der DB) - viel zu große Räder drehten und mit dem vielen Geld viel zu windige Geschäfte eingingen. Solange alles gut ging, haben sie mit den Gewinnen geprahlt (Ackermann) und sich gegenseitig auf die Schultern geklopft. In USA wie in der EU schauten Politiker ergriffen zu ihren starken Bankern auf - den Meistern der Derivate.

Denn die Banker schienen smart. Durch einen Hedge - den Kauf von CDS-Ausfallversicherungen auf die Schuldnerländer - hatten sie sich scheinbare Sicherheit verschafft. Alle Risiken schienen unter Kontrolle, da die CDS im Falle des ohnehin "sehr unwahrscheinlichen" Staatsbankrotts den Schaden ersetzt hätten. CDS haben aber, wie alle Versicherungsverträge, eine Laufzeit, und oft eine kürzere als die gekauften Staatsanleihen. Wollen die Banken die CDS-Verträge nun rollen, stellen sie erschrocken fest, dass CDS auf Griechenland inzwischen sündhaft teuer geworden - und dies sogar zu Recht. Die Anleihen sind aber noch im Bestand...

EU-Banken mit Griechen-Staatsanleihen im Portfolio sind jetzt daher in einer ähnlichen Lage wie die IKB, als diese feststellte, dass die vermeintlich sicheren AAA-Subprime-Pakete in Wahrheit nur faule Windeier enthielten. Fauler Derivatezauber. Deshalb rufen sie jetzt auch, wie damals die IKB, hinter vorgehaltener Hand (denn offiziell soll ja nur "der Euro stabilisiert" werden) nach dem Steuerzahler, der wieder einmal - wie schon so oft zuvor -  für die Zockerverluste aufkommen soll.

Das Ganze zeigt, wie schädlich Derivate sind. Die Illusion der CDS-Sicherheit verleitet dazu, zu große Räder zu drehen und Risiken zu ignorieren. Die CDS-Sicherheit ist auch deshalb illusorisch, weil die Gegenpartei (Counterparty) oft nur wackelige Hedgefonds sind, die im Schadensfall eh kaum zahlen könnten.

 


 

FAZIT:  In beiden Fällen lässt das verzockte Großkapital die jeweiligen Steuerzahler dafür löhnen,  dass ein mit viel zu großem Rad gedrehter Gier-Trade in die Hose ging.

Das ganze ist STAMOKAP vom Feinsten: Der Staat als Retter des Monopolkapitals.

Weniger programmatisch formuliert ist es eine weltweite Umverteilung von unten nach oben.

Gehen die gewagten Deals gut, bleibt das Geld eh oben, und die Herren feiern sich als Meister der Finanzinnovation. Gehen sie schief, fließt es von unten nach oben nach, so dass oben die nächste Spielrunde beginnen kann (siehe Chart der Goldman Rekordgewinne in 2009/2010).

Hüben wie drüben hat kein Politiker (außer ansatzweise Volcker) den Mut, den Großbanken die Stirn zu zeigen und ihrer selbstherrlichen Diktatur ein Ende zu setzen. Politiker sind keine Volksverteter mehr, sondern eigennützige Vasallen, die vor allem in USA zudem wegen der Wahlkampfspenden auch noch hochgradig korrupt sind.

 

Antworten
Stöffen:

Gottes Werk und Teufels Beitrag

13
24.04.10 11:56
Der Spiegelfechter kommentiert die Betrugsvorwürfe gegen Godman in seinem Artikel:
"Gottes Werk und Teufels Beitrag":

"Es kann gar kein Zweifel daran bestehen, dass Goldman Sachs sowohl als Verursacher, als auch als Nutznießer einen Platz in der ersten Reihe der Anklagebank zusteht, die momentan überschäumende Kritik an den Goldmännern aus den Reihen der deutschen Politik ist jedoch durchschaubar und durch und durch verlogen. Schließlich hat das Hätschelkind der deutschen Politik, die Deutsche Bank, genauso viele Sünden auf dem Kerbholz. Wer die Dreistigkeit besitzt, ausgerechnet einem Goldman-Sachs-Mann wie Ottmar Issing federführend mit den Reformen der Finanzmarktregulierung zu betrauen, sollte ohnehin besser auf Tauchstation gehen…….

…..Warum schießt nun aber die deutsche Politik gegen die Goldmänner? Deutsche Politiker lieben es, den Finanzstandort USA für die Krise verantwortlich zu machen und sich selbst und deutsche Banker als komplett überraschte Opfer darzustellen. Was eignet sich für dieses verquere Selbstbildnis besser, als eine sinistre amerikanische Investmentbank, die guten deutschen Bankern ihren Ramsch in betrügerischer Absicht unterjubelte. Alles Böse kommt von Drüben, unsere Banker sind Opfer, unsere Politik trägt kein Jota an Mitverantwortung – Amen! Das Problem an Goldman Sachs und den Abacus-Papieren ist nicht, das es sich hierbei um einen Betrug handelt. Das Problem ist vielmehr, dass es sich um keinen Betrug handelt. Wenn Zocker und Buchmacher munter ihrer Profession nachgehen können und die Allgemeinheit im Schadensfall haften muss, so ist dies ein Problem. Niemand hat etwas davon, wenn nun einem Zocker oder gar dem Buchmacher der Prozess gemacht wird. Alle hätten indes etwas davon, wenn diese Form des Glücksspiels ein für alle Male verboten würde. Der Betrug ist systemimmanent und der Betrogene ist nicht irgendein dummer Provinzbanker, der Betrogene, dass sind wir, die wir für den Schaden haften. Von einem Verbot des Glücksspiels kann allerdings keine Rede sein, wenn die Glücksspielkommission mit Personen wie Asmussen oder Issing besetzt ist – im Gegenteil. Auf der Anklagebank ist noch viel Platz. Frau Merkel, Herr Steinbrück, Herr Asmussen, bitte nehmen sie Platz!"

www.spiegelfechter.com/wordpress/

Und ergänzend dazu Hauke Fürstenwerth mit seiner Antwort bei den "Nachdenkseiten" auf den Artikel "Kriminelle Energie ganz oben"

Hallo zusammen,

Da auch die Nachdenkseiten die rührend naiven Berichte und Kommentare zur Klage der SEC gegen Goldman Sachs wiedergeben, möchte ich Sie auf einige Umstände hinweisen, die in der verständlichen Entrüstung nicht berücksichtigt werden. Wie weit das Unverständnis der Vorgänge reicht wird deutlich an der Beschreibung in der FR zu den Geschäften der Deutschen Bank:

“Der deutsche Branchenprimus hatte sich genau wie Goldman Sachs auf Wett-Geschäfte mit dem Hedgefonds von John Paulson eingelassen. … Gleichzeitig verkaufte sie Ausfallversicherungen an Hedgefonds, die auf das Gegenteil – also das Platzen der Blase – setzten.”

Hier wird behauptet, die deutsche Bank hätte gegen Pauslon gewettet. Demnach müsste der Gewinn von Paulson der Verlust der Bank sein. Die FR geht sogar noch weiter und unterstellt mit ihrem Text, dass die Deutsche Bank wissentlich die Verluste aus den windigen CDO Papieren übernimmt, damit die Hedgefonds ihren Reibach machen können, in dem sie den Hedgefonds eine Ausfallversicherung verkauft. – unsinniger geht’s nimmer!

Die Klageschrift der SEC gegen Goldman Sachs ist im Internet verfügbar. Darin sind die Einzelheiten der Goldman Geschäfte ausgeführt. Danach hat Goldman aus von Paulson ausgewählten Hypothekenkrediten ein synthetisches CDO zusammengestellt und dieses an Investoren wie die IKB verkauft. Für diese Dienstleistung hat GS 15 Mio Dollar kassiert. Ein Synthetisches CDO ist ein Bündel von Wetten auf den Ausfall der zu Grunde liegenden Hypotheken. Der Verkäufer – Paulson – wettet auf den Ausfall. Hierfür ist er bereit, an den Käufer – seinem Wettgegner, IKB u. a. – eine jährliche Prämie zu zahlen. Der Wettgegner – IKB – geht davon aus, dass die Hypothekenkredite nicht faul werden und freut sich über die Zahlungen. Er gewährt also eine Ausfallversicherung für die Hypotheken. Wer sich auf synthetische CDO einlässt, kann wohl kaum behaupten, er hätte diese Zusammenhänge nicht gekannt. Deshalb wird die Klage der SEC wohl auch nicht zu einer Verurteilung führen. Das dürfte genauso ausgehen wie die vergeblichen Klagen vieler Gemeinden und Städte hier bei uns, die mit Zins swaps gegen die deutsche Bank gewettet und verloren haben. Diese Klagen sind bis auf wenige Ausnahmen erfolglos geblieben.

Erhellend sind die Ausführungen in der Klageschrift zu IKB auf S. 15 ff

“Historically, IKB specialized in lending to small and medium-sized companies. Beginning in and around 2002, IKB, for itself and as an advisor, was involved in the purchase of securitized assets referencing, or consisting of, consumer credit risk including RMBS CDOs backed by U.S. mid-and-subprime mortgages. IKBs former subsidiary, IKB Credit Asset Management GmbH, provided investment advisory services to various purchasing entities participating in a commercial paper conduit known as the Rhineland programme conduit.

The identity and experience of those involved in the selection of CDO portfolios was an important investment factor for IKB. In late 2006 IKB informed a GS&Co sales representative and Tourre that it was no longer comfortable investing in the liabilities of CDOs that did not utilize a collateral manager, meaning an independent third-party with knowledge of the U.S. housing market and expertise in analyzing RMBS.”

Danach hat die IKB von 2002 bis 2007 auf Basis eigener Expertise strukturierte Produkte gekauft – im Geschäftsbericht 2006 rühmt sich die IKB ihrer Expertise in diesen Geschäften! – hat dann aber wohl kalte Füße bekommen und wollte nur noch über Vermittler kaufen. Vermittler wie ACA waren nur als Makler tätig, ohne jegliche Haftung für das vermittelte Produkt. Die IKB hat sich ohne eigene Expertise auf Geschäfte eingelassen, die sie nicht verstanden hat.

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen noch einmal die Lektüre des Buches

The Big Short: Inside the Doomsday Machine
von Michael Lewis

ans Herz legen. Darin werden die Geschäfte mit von Hypotheken abgeleiteten strukturierten Produkten gut nachvollziehbar beschrieben. Unter anderem wird detailliert beschrieben, wie der Investmanager Greg Lippmann von der Deutschen Bank CDS Papiere auf das Platzen der subprime abgeleiteten Finanzprodukte vermarktet hat, aufgebaut auf Analysen, die die Unsinnigkeit dieser Produkte nachweisen. Das alles hat mit Verschwörung nichts zu tun, denn zu einer Wette gehören immer zwei Partner: einer der auf steigende Preise der Finanzprodukte setzt und einer der dagegen hält, weil er auf sinkende Preise setzt. Einer gewinnt immer, der Buchmacher, hier die Deutsche Bank, die an Vermittlung der Wetten interessiert war.

Im Falle Goldman Sachs/IKB/Paulson hat Goldman eine Wette arrangiert zwischen Paulson und IKB und andere. Paulson hat in Summe 1 Mrd Dollar gewonnen, IKB u.a. haben in Summe 1 Mrd verloren, Goldman hat als Buchmacher für ein wenig Papierarbeit eines Mitarbeiters Tourre 15 Mio kassiert.

Kurzer Nachtrag in einer zweiten Mail:

In der FAZ ist ein Artikel, der die Geschäfte etwas treffender beschreibt

“Wo ist die Spekulationsblase, gegen die wir wetten können?”, fragte er damals seine Mitarbeiter. Die Antwort war der Häusermarkt. Paulson, der damals bis spät in die Nacht über Daten aus dem Hypothekenmarkt brütete, wettete schließlich auf fallende Preise von Hypothekenanleihen und kaufte sogenannte Credit Default Swaps, also Wertpapiere, mit denen sich Anleger gegen Kreditausfälle absichern können.

Die waren damals billig zu haben, weil kaum jemand mit Ausfällen rechnete. Paulson war sich dagegen sicher, dass die immer lockerer werdenden Standards bei der Vergabe von Hypotheken zu steigenden Kreditausfällen führen würden. “Die meisten Leute sagten uns, dass die Häuserpreise auf nationalem Niveau nie fielen und dass es noch nie einen Zahlungsverzug bei einer mit hoher Bonität versehenen Hypothekenanleihe gegeben habe”, beschrieb Paulson die damals gängige Überzeugung der amerikanischen Hypothekenexperten. Als sich Anfang 2006 der große Subprime-Hypothekenanbieter Ameriquest, dem aggressive Vertriebsmethoden vorgeworfen worden waren, aber auf einen außergerichtlichen Vergleich einigte, war Paulson überzeugt, dass solche Methoden weit verbreitet waren. Er folgerte daraus, dass Subprime-Hypotheken zunehmend an Leute vergeben wurden, die sich die Häuser eigentlich nicht leisten konnten. Er behielt recht. Die Häuserpreise fielen.”

www.nachdenkseiten.de/?p=5265
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Palaimon:

#61078

10
24.04.10 12:27
>>>Alternativ könnten sie auch Suppen herstellen dann würden sie aber nicht mehr DB heissen sondern Maggie.<<<

Das letzte "e" bitte streichen, es könnte zu Verwechslungen kommen.

*g*
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Antworten
Anti Lemming:

Es brummt bei den US-Ikonen

5
24.04.10 16:48

...aber nur wegen der Hummeln im Kopf

Das Kapital
Bei den Industrie-Ikonen brummt es

Der Aufschwung geht angeblich hauptsächlich auf die Industrie zurück. Aber was sagen die Firmen selbst? Am Mittwoch haben gleich drei US-Ikonen Zahlen vorgelegt. Und auf der Umsatzseite sind diese erbärmlich.


Das ist doch angeblich ein von der Industrie und von den Investitionen geprägter Aufschwung. Deshalb hatten wir uns kürzlich schon gewundert, wieso die industriellen US-Kapazitäten dann im ersten Quartal zum fünften Mal hintereinander gefallen sind - mit einer annualisierten Rate von immerhin 1,2 Prozent. Aber was sagen die Firmen selbst, die derzeit über ihre Ergebnisse im abgelaufenen Quartal berichten?

Gestern haben gleich drei Industrieikonen an der Wall Street Zahlen vorgelegt. Bei Boeing ist der Umsatz um acht Prozent zum Vorjahr gefallen, wobei die jüngsten Neubestellungen ungefähr mit den Auslieferungen Schritt gehalten haben. Bei United Technologies ist der Umsatz um ein Prozent zurückgegangen, wobei Währungseffekte einen positiven Beitrag von drei Prozentpunkten geleistet haben. Die Aufträge haben um neun Prozent zugelegt, was jedoch mit sechs Prozentpunkten durch die Abwertung des Dollar zum Vorjahr erklärt wird. Bei Lockheed Martin , wo 2009 rund 85 Prozent des Umsatzes auf die US-Regierung entfielen, hat der Umsatz im ersten Quartal um magere drei Prozent zum Vorjahr zugenommen.

Vergangene Woche hatte GE bereits von einem Umsatzrückgang Anfang 2010 in den industriellen Sektoren von zwei Prozent auf 23,5 Mrd. $ berichtet, obwohl die olympischen Winterspiele Extraeinnahmen von 0,8 Mrd. $ gebracht haben. Der Auftragseingang der Firma, die 2009 mehr als die Hälfte des Umsatzes außerhalb der USA erzielt hat, ist um acht Prozent gesunken. Und zur Erinnerung: Der handelsgewichtete US-Dollar war im ersten Quartal um 7,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Allein das sollte die Erlöse vieler US-Firmen erheblich begünstigt haben. Angesichts der niedrigen Vorjahresbasis scheint die Umsatzentwicklung großer US-Industriefirmen da geradezu erschreckend schwach. Doch auch hier schauen die Anleger lieber nicht so genau hin.

Umsatz, Betriebsergebnis, Ergebnis nach und vor Steuern für den Konzern sowie Cashflow, Investitionstätigkeit und Nettoliquidität des Konzernbereichs Automobile warf Volkswagen gestern den Anlegern hin. Wozu? Hätte man die sechs Werktage bis zur Veröffentlichung des vollen Berichts nicht abwarten können? Das nervt.

www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...-es/50104081.html

Der USA Bären-Thread 315479
Antworten
Anti Lemming:

Wem kommt dieser Chart

 
24.04.10 17:03
eines großen Index bekannt vor?
Der USA Bären-Thread 315484
Antworten
wawidu:

maxgreen - # 61060 + 63

3
24.04.10 17:14
Eine ähnliche Beobachtung lässt sich auch bei den Wochenkerzen etwa des ETF XLP machen: seit fünf Wochen nur noch "Gedaddel" in einer sehr engen Range.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 315489
Antworten
permanent:

Bei Thyssen brummt es ebenfalls

10
24.04.10 17:15

Kein Sarkasmus sondern Realität. Am Donnerstag Abend war ich Gast bei einer Führungskräftetagung und konnte kaum glaben von welchen Dingen berichtet wurde.
Man kommt mit der Stahlproduktion nicht nach, die ersten Brammen werden in die USA zur Weiterverarbeitung geliefert. Diese Aufgabe soll das brasilianische Werk übernehmen, dort hängt man allerdings immer noch hinter dem Zeitplan.
Probleme bereiten die exorbitant gestiegenen Eisenerzpreise.

Schönes WE. Das Wetter ist einfach genial.

Permanent

Antworten
Anti Lemming:

Lösung zum Suchbild in 61085

5
24.04.10 17:22
Es ist der Dow Jones von April 2001 bis Ende 2001 (grün, links). Diese Phase ähnelt auffallend der aktuellen von März 2008 bis jetzt (grün. rechts).

Der blaue Kasten links (Jan. 2002 bis Okt. 2002) zeigt, wie es damals weiter ging. Die entsprechende Entwicklung ab dem aktuellen Level habe ich in dem blauen Kasten rechts skizziert.

Hier meine vielbeachtete Chartanalyse zur kommenden Zäh-Welle, die den aktuellen Chartabschnitt  mit genaueren Deatals enthält:

http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=2360#jumppos59015
.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 315488
Antworten
permanent:

Dow Jones - Fibonacci-Alarm

4
24.04.10 17:23
Dow Jones - Fibonacci-Alarm

Diesen Bericht habe ich bei WO gefunden und hier als C&P eingestellt. Permanent

 


Der Dow Jones steht nach einer fulminanten Rallye vor einem markanten Fiobancci-Level, das es im Laufe der nächsten Woche zu beachten gilt.

 

 

Ein Blick auf den Wochenchart des Dow Jones Der USA Bären-Thread 7882570Der USA Bären-Thread 7882570Der USA Bären-Thread 7882570Der USA Bären-Thread 7882570soll zeigen, worum es geht.


 

Der USA Bären-Thread 7882570
Bild vergrößern
 

 

Man sieht sehr deutlich, dass wir mit großer Dynamik auf das 61,80%-Retracement der gesamten Abwärtsbewegung seit dem Hoch im Oktober 2007 zusteuern . Gleichzeitig befindet sich unabhängig davon im Bereich um die bewusste Marke bei 11245 auch eine Widerstandszone, die von Juli 2008 bis September 2008 immer wieder getestet wurde. im Moment befinden wir uns noch knapp darunter, aber es ist damit zu rechnen, dass ein erster Anlauf auf dieses Ziel in den nächsten Tagen erfolgen dürfte.

Das 61,80%-Retracemnet gilt eigentlich als relativ gute Wendemarke, so dass man darauf spekulieren könnte, dass die lang erwartete Korrektur hier ihren Anfang nehmen wird, zumal der Index auch schon wieder heiß gelaufen ist.

Andererseits würde ein Bruch dieser wichtigen Linie auch bedeuten, dass weitaus höhere Ziele ins Blickfeld rücken könnten. Bis 1200 wäre der Weg dann erst einmal frei.

Im kurzfristigen Tageschart stellt sich die Situation wie folgt dar:

 

Der USA Bären-Thread 7882570
Bild vergrößern
 

 

Sollte es nicht gelingen, die Hürde bei 11245 zu nehmen, so wäre ein Rücksetzer erst bis 11000 und schließlich bis 10729 möglich und auch gesund.
So weit ist es aber noch nicht. Man darf gespannt sein, ob die Aufwärtsdynamik auch das 61,80%-Fiobancci-Retracement einfach wieder ignoriert (wie so viele andere Marken zuvor), oder ob nicht doch irgendwann mal der Zeitpunkt für eine etwas längere Korrektur gekommen ist.

Die Tageskerzen sprechen im Moment noch eine bullische Sprache, der Aufwärtstrend ist uneingeschränkt in Takt. . Erst bei Erreichen des Zieles wird man sehen, ob sich eine schöne Umkehrkerze bildet, die das bärische Szenario etwas wahrscheinlicher werden lässt.

Die oben ausgeführten Überlegungen sollten als Anregungen und subjektive Einschätzungen verstanden werden. Sie stellen in keinster Weise eine Handelsempfehlung dar.


Tägliche Anpassungen der Analyse und interessante Diskussionen dazu kann der geneigte Leser in den Tages-Trading-Chancen von Bernecker1977 nachlesen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.


In diesem Sinne,

viel Erfolg und gute Trades

wünscht JoeMo

Antworten
Palaimon:

SEC gerät im Fall Goldman selbst ins Visier

8
24.04.10 17:27
Betrugsvorwürfe  24.04.2010, 16:26

Die Wall-Street-Bank sowie führende Republikaner werfen der Börsenaufsicht politische Motive vor. Ein Kontrolleur der Regierung prüft nun die Umstände der Klage gegen Goldman Sachs. Der Bank könnten indes interne Emails Ungemach bringen, die nun veröffentlicht wurden.

Ein Ermittler der US-Regierung wird sich das Vorgehen der Börsenaufsicht SEC im Fall Goldman Sachs  genauer ansehen. Die Anklage der US-Bank wegen Betrugs ist in den USA in die Kritik geraten. Kritiker, vor allem aus den Reihen der oppositionellen Republikaner, vermuten, hinter den Vorwürfen gegen die Bank steckten politische Motive. Die regierenden Demokraten versuchten mit der Klage, die Debatte um neue Vorgaben für die Finanzmarktregulierung anzuschieben, um sie so rasch durch den Kongress drücken zu können.

"Wir müssen verstehen, was die SEC zu der Entscheidung gebracht hat, den Fall am 16. April anzugehen und ein Verfahren wegen Betrugs einzuleiten", sagte der SEC-Generalinspekteur David Koetz gegenüber Fox News.
Der hochrangige Republikanische Abgeordnete Darrell Issa hatte Kotz zuvor per Brief gebeten, sich der Sache anzunehmen. Die SEC weist die Kritik zurück. Politische Motive hätten weder die Entscheidung zur Anklage noch den Zeitpunkt beeinflusst. "Wir haben klar gemacht, dass wir unser Einschreiten nicht mit politische Organisationen koordinieren", sagte ein SEC-Sprecher. Die Börsenaufsicht werde mit den Ermittlern kooperieren.

Goldman wird vorgeworfen, Kunden bei einem Geschäft mit Derivaten auf verbriefte US-Hypotheken wichtige Informationen vorenthalten und sie so betrogen zu haben. Die Bank habe den Investoren verheimlicht, das der Hedge-Fonds Paulson die Kredite mit ausgesucht habe, während er gleichzeitig gegen den Häusermarkt wettete. Goldman wehrt sich heftig gegen die Klage und weist die Vorwürfe zurück.

Frühere hochrangige SEC-Mitarbeiter halten beiden Seiten schwere Fehler vor. Acht ehemalige Aufsichtsmitglieder sagten der Financial Times, es werde der SEC schwer fallen, ihre Vorwürfe gegen Goldman zu beweisen. Andererseits gehe das Geldhaus mit seiner aggressiven Verteidigungsstrategie enorme Risiken ein. Auf Unverständnis stieß vor allem die Entscheidung der Bank, den im Zusammenhang mit den Vorwürfen angeklagten Goldman-Mitarbeiter Fabrice Tourre und andere hochrangige Manager wie Bankchef Lloyd Blankfein in der kommenden Woche in einer Anhörung vor dem Kongress auftreten zu lassen.
"Ich bin wirklich überrascht, dass der Fall auf diese Art und Weise gehandhabt wird", sagte der frühere SEC-Chairman Harvey Pitt. "Ich hätte gedacht, die Leute bei Goldman und ihre Anwälte stärker auf die potenziellen Konsequenzen eingehen würden." Die meisten Befragten sagten, beide Seiten hätten sich mehr um eine gütliche Einigung bemühen sollen. Einen politischen Hintergrund für die Klage sieht die Mehrheit der Befragten hingegen nicht.

Teil 2: Heikle Emails

http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...5329.html?page=2
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Antworten
Eidgenosse:

@Palaimon

3
24.04.10 18:31
Suppen und Maggi bringen mindestens dreiviertel der Erdbewohner in Einklang.
Ein Schreibfehler halt.
Der USA Bären-Thread 315494
Man sollte den Leuten das denken beibringen und nicht das gedachte.
Antworten
Palaimon:

;o)

4
24.04.10 19:37
War 'n Insider, anyway.

LG Rumpelstilzchen
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Antworten
daiphong:

die Zäh-Welle kann zäh bleiben,

4
24.04.10 19:52
den Vergleichschart unten poste ich als Gefahrenhinweis zum Timing schon seit langen.

Der Vergleich mit 64/84 mag wegen der unterschiedlichen Inflationsszenarien und dem nominal anderen Verlauf damals absurd erscheinen, hat auch schon einige "witzig" eingesammelt, mehr oder weniger Stagflation oder besser Schrumpfflation unterscheidet sich aber vielleicht kaum in den realen Preisen und Reaktionen.

Damals drang Japan massiv in den Markt, man erinnert sich eher an Ölpreisschocks, Triumph der Mondlandung, Kriege im asiatischen Raum, "Krise des (Industrie-) Kapitalismus", Kulturrevolution.  Die USA verloren ihre industrielle Dominanz.
Diesmal drang China mit Waren und Kredit gewaltig in den Weltmarkt, intern mit gewaltigen Immobilienboom und Staatsverschuldung, und Ölboom, Kriege im islamischen Raum, "Krise des (Finanz-) Kapitalismus"... .Die USA verlieren evtl. ihre Dominanz im Finanzmarkt.
(Verkleinert auf 81%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 315502
Antworten
Anti Lemming:

Frühindikatoren - nur nicht hinsehen...

6
24.04.10 19:55

FTD - Das Kapital
Nur nicht hinsehen

Die Frühindikatoren sind klasse, doch in Deutschland stagniert das BIP, während die USA Konsumgüteraufträge auf 1988er-Niveau verzeichnen. Zum Glück machen die Banken wieder Gewinn. Da sind Derivate von 604.622 Mrd. $ doch ein Klacks.


Die Bundesbank meint, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal neuerlich stagniert haben könnte. Aber macht nix, heißt es. Denn die witterungsbedingten Ausfälle dürften im zweiten Quartal mehr als ausgeglichen werden, da die Frühindikatoren ja nach oben zeigen. Doch tun sie das nicht schon eine ganze Weile?

Die Ifo-Erwartungen etwa hatten ihren niedrigsten Wert im Dezember 2008. Seit dem Frühjahr 2009 ist dieser Indikator steil gestiegen, und seit Oktober liegt er über dem Durchschnitt seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich dazu ist die tatsächliche wirtschaftliche Erholung doch sehr bescheiden.

Das würde man noch als typische Wankelmütigkeit deutscher Wirtschaftsstatistiken abtun, wenn die Frühindikatoren die Lage nicht auch in anderen Ländern zu überzeichnen schienen. Nehmen wir den Index des Conference Board für die US-Wirtschaft, der aus zehn Komponenten gebildet wird. Drei davon sind ziemlich handfest: die Konsumgüteraufträge, die zivilen Investitionsgüterbestellungen und die Baugenehmigungen. Und vor allem die erstgenannten Bestandteile sind interessant, da sie - anders als die offiziellen Statistiken - auf preisbereinigter  Basis dargestellt werden.  

Na ja, und danach waren die - geschätzten - realen Konsumgüterbestellungen im März so hoch im Dezember 1988. Die Investitionsgüteraufträge waren um sieben Prozent höher als damals. Und die Baugenehmigungen sind derzeit um gut die Hälfte niedriger als zu Zeitreihenbeginn 1959.

Aber wenn die Banken doch wieder so herrliche Gewinne schreiben, muss die Krise eh vorbei sein, nicht? Genau, laut IFW stehen noch außerbörsliche Derivate im Nominalwert von 604.622 Mrd. $ aus. Da kann praktisch nix mehr schiefgehen.

www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...hen/50103650.html

Der USA Bären-Thread 315504
Antworten
daiphong:

in etwas realeren Preisen

4
24.04.10 20:29
ist man trotz Recovery meilenweit weg von 2000.  Die Frühindikatoren laufen seither anscheinend Amok.
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 315509
Antworten
wawidu:

Immer wieder das gleiche Bild

 
24.04.10 20:29
Seit März 2009 steigen die Kurse vieler US-Unternehmen trotz negativer Geschäftszahlen munter an. Ein paar davon habe ich schon vorgestellt. Heute nun eine weitere "Verrücktheit":

finance.yahoo.com/q/pr?s=ACTG+Profile

Schaut euch mal an, welche Gehälter die Vorstände erhalten, und dann kommen noch eine Menge Aktienoptionen hinzu!

finance.yahoo.com/q/ks?s=ACTG+Key+Statistics

Und hier wird´s besonders interessant:

finance.yahoo.com/q/it?s=ACTG+Insider+Transactions
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 315508
Antworten
Kicky:

10 Things You Don t Know About GS Case

2
24.04.10 20:38
www.ritholtz.com/blog/2010/04/10-things-you-dont-know-gs-case/
Barry Ritzholz listet sie auf und bietet eine Wette um 1000$ an,dass GS verlieren wird  oder einem Vergleich zustimmt            Na wer wagt es dagegen zu halten?  I have $1,000 against any and all comers that GS does not win — they settle or lose in court. Any takers? My money is already in escrow — waiting for yours to join it. Winnings go to the charity of the winners choice.
Antworten
daiphong:

die untoten Finanzzombies spüren schon Leben,

 
24.04.10 20:52
wenn sie Inflation auch nur aus der Ferne wittern.
Antworten
Kicky:

Gretchen Morgenson :Rating Agencies shared Data

5
24.04.10 20:58
Barry Ritzholz verweist auch auf den Artikel von Gretchen Morgenson heute in der NYT
www.nytimes.com/2010/04/24/business/24rating.html
   “One of the mysteries of the financial crisis is how mortgage investments that turned out to be so bad earned credit ratings that made them look so good. One answer is that Wall Street was given access to the formulas behind those magic ratings — and hired away some of the very people who had devised them.

   In essence, banks started with the answers and worked backward, reverse-engineering top-flight ratings for investments that were, in some cases, riskier than ratings suggested, according to former agency employees . . .

   But while the agencies have come under fire before, the extent to which they collaborated with Wall Street banks has drawn less notice. The rating agencies made public computer models that were used to devise ratings to make the process less secretive. That way, banks and others issuing bonds — companies and states, for instance — wouldn’t be surprised by a weak rating that could make it harder to sell the bonds or that would require them to offer a higher interest rate. But by routinely sharing their models, the agencies in effect gave bankers the tools to tinker with their complicated mortgage deals until the models produced the desired ratings.

(Barry:This is something that only a few people have long suspected: That the Agencies were complicit — active participants — in the gaming of their own ratings.)

But for Goldman and other banks, a road map to the right ratings wasn’t enough. Analysts from the agencies were hired to help construct the deals.

In 2005, for instance, Goldman hired Shin Yukawa, a ratings expert at Fitch, who later worked with the bank’s mortgage unit to devise the Abacus investments.

Mr. Yukawa was prominent in the field. In February 2005, as Goldman was putting together some of the first of what would be 25 Abacus investments, he was on a panel moderated by Jonathan M. Egol, a Goldman worker, at a conference in Phoenix.

The next month, Mr. Yukawa joined Goldman, where Mr. Egol was masterminding the Abacus deals. Neither was named in the Securities and Exchange Commission’s lawsuit, nor have the rating agencies been accused of wrongdoing related to Abacus.

At Goldman, Mr. Yukawa helped create Abacus 2007-AC1, according to Goldman documents. The safest part of that earned an AAA rating. He worked on other Abacus deals.

Mr. Yukawa, who now works at PartnerRe Asset Management, a money management firm in Greenwich, Conn., did not return requests for comment.

Goldman has said it will fight the accusations from the S.E.C., which claims Goldman built the Abacus investment to fall apart so a hedge fund manager, John A. Paulson, could bet against it. And in response to this article, Goldman said it did not improperly influence the ratings process. .......

The role of the rating agencies in the crisis came under sharp scrutiny Friday from the Senate’s Permanent Subcommittee on Investigations. Members grilled representatives from Moody’s and Standard & Poor’s about how they rated risky securities. The changes to financial regulation being debated in Washington would put the agencies under increased supervision by the S.E.C.

Carl M. Levin, the Michigan Democrat who heads the Senate panel, said in a statement: “A conveyor belt of high-risk securities, backed by toxic mortgages, got AAA ratings that turned out not to be worth the paper they were printed on.”

As part of its inquiry, the panel made public 581 pages of e-mail messages and other documents suggesting that executives and analysts at rating agencies embraced new business from Wall Street, even though they recognized they couldn’t properly analyze all of the banks’ products.

The documents also showed that in late 2006, some workers at the agencies were growing worried that their assessments and the models were flawed. They were particularly concerned about models rating collateralized debt obligations like Abacus. ........
Antworten
wawidu:

Ein "witziger" Chart

2
24.04.10 21:02
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 315510
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 2442  2443  2445  2446  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
469 156.474 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 10:15
29 3.834 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 28.04.26 16:03
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--