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Der USA Bären-Thread


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Hagen v. Tronje:

@Alter Schwede (#51889)

13
04.11.09 00:46

"Dabei handelt es sich um einen Kolonialismus 2.0: entwickelt und erdacht werden neue Produkte in den alten Industrieländern, hergestellt werden sie jedoch in den ausgebeuteten "aufstrebenden" Industrieländern wie China und Indien, etcpp.
Diesen Trend der neuen und subtileren Ausbeutung sollte man auch in Deutschland / Europa nicht verschlafen oder versuchen aufhalten zu wollen, das wäre fatal. Eine zunehmende Deindustrialisierung per se als Rückschritt zu betrachten ist sehr sehr altes Denken."

Mir persönlich stellt sich hierbei nur die Frage, wer hier letztlich (dauerhaft) ausgebeutet wird.

Lässt man in den "aufstrebenden" Industrieländern möglichst billig produzieren, so bricht man m.E. der heimischen Industrie (und dort vor allem dem heimischen Mittelstand) über kurz oder lang das Rückgrat.

Gerade die USA erfahren zurzeit schmerzhaft am eigenen Leibe, wie es sich anfühlt (anfühlen könnte), wenn man die eigene Bevölkerung nur noch zum Konsumenten degradiert..

Wo soll man die breiten Bevölkerungsschichten (vor allem auch die weniger qualifizierten Kräfte) denn dauerhaft in Lohn und Brot bringen, wenn nicht im produzierenden Gewerbe ?

Der Dienstleistungssektor als Alternative ist doch ein Witz. Abgesehen davon, dass es sich hierbei überwiegend um einen absoluten Niedriglohnsektor handelt und sich hier bereits (vor allem auch bei uns) zahlreiche Mißstände (z.B. in Form von Zeitarbeitsfirmen als Ausdruck einer völlig verkorksten Arbeitsmarktpolitik) fest etabliert haben.

Jedes Land, welches seiner Bevölkerung keine sinnvolle Alternative zum produzierenden Gewerbe aufzeigen kann, ist m.E. über kurz oder lang dazu verurteilt, gewaltige (soziale) Probleme zu bekommen.

Denn breite Bevölkerungsschichten bestehen nun mal nicht aus Akademikern, welche davon leben können, Produkte zu "erdenken" und diese in den Schwellenländern zu Billigstlöhnen produzieren zu lassen.

Und der Anspruch bzw. Glaube, breite Bevölkerungsschichten (mehr oder weniger) zu Akademiker bzw. Fachkräften "umpolen" zu können, ist m.E. einfach nur realitätsfremd (gerade auch vor dem Hintergrund der bildungspolitischen Strukturen in unserem Land).

Der Dienstleistungssektor und der "Staatsdienst", sind m.E. ebenfalls keine sinnvollen Alternativen.

Es ist ja gerade das Problem der westlichen Industrienationen, dass breite Bevölkerungsschichten kein "Auskommen" mehr finden, eben weil man im produzierenden Gewerbe fast alles in die Billiglohnländer verlagert.

Anfänglich bzw. kurzfristig betrachtet mag alles noch toll aussehen. Man bekommt Fernseher, Computer, Fahrräder, Autos etc. zu "relativ" günstigen Preisen (und mag dadurch z.T. auch den Einkommensverlust ausgleichen).

Aber was bringt es dauerhaft, wenn demgegenüber das Heer der Arbeitslosen bzw. Gering(st)verdiener ständig zunimmt ?

Die sozialen Sicherungssysteme sind bereits jetzt am Limit und kaum noch in der Lage, weitere Einnahmeverlust in o.g. Hinsicht zu verkraften.

Deshalb bin ich mir auch nicht so sicher, wer hier letztlich die Rolle des Ausbeuters bzw. Kolonialherrn und wer die Rolle des  Ausgebeuteten einnehmen wird.

Aber vielleicht auch nur ein sehr sehr altes Denken ;-)

 

 

 

 

 

Antworten
AlterSchwede.:

@Stöffen & @Hagen

15
04.11.09 02:26
Ich denke, dass wir über diese Thematik eine sehr schöne und interessante Diskussion führen. Hoffentlich sprengt das jetzt nicht den Rahmen dieses Threads...
;)

Ich denke genau diese Punkte, die du auch ansprichst Hagen ("Wo soll man die breiten Bevölkerungsschichten (vor allem auch die weniger qualifizierten Kräfte) denn dauerhaft in Lohn und Brot bringen, wenn nicht im produzierenden Gewerbe ?"), das sind fundamentale & richtige Fragen... ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies auch Thema in Thinktankstrategiebesprechungen ist. Man könnte fast schon zu dem Ergebnis kommen, dass diese Frage im Endeffekt so alt ist wie der Kapitalismus selber.

Wie du schon sehr schön gesagt hast, der öffentliche Dienst, Verwaltung, Gesundheitswesen (v.A. inkl. Pflege, ein ganz großes Zukunftsthema!!) sind wohl aus genau diesem Grund bereits jetzt schon so extrem aufgebläht.
Das unfassbare ist ja dabei, dass wir so dermaßen gigantisches Leerlaufpotential haben, dass wir uns das bislang und wohl auch noch eine absehbare Zeit lang so weiter leisten können, bzw. wie du schon gesagt hast: sogar leisten MÜSSEN!

Ich habe das Gefühl wir mutieren aus den von dir genannten Gründen parallel zur Wissensgesellschaft auch zu einer "Arbeitsbeschaffungsmaßnahmengesellschaft". Dabei kommt uns gerade sehr die "Greenwelle" zur Hilfe.
Es werden Beraterpositionen ohne Ende geschaffen, das ist einfach nur unfassbar.
Nach simplen Dingen wie Rechtsanwalt, TÜV, Steuerberater oder einfach nur Notar werden jetzt ganz andere Geschütze aufgefahren.

Die meisten dieser komplett neuen EU-verordneten Beraterriegen haben weder einen fassbaren Dienstleistungsnutzen, noch erst recht keinen Produktivitätsnutzen im klassischen Sinne des BIP. Man möchte meinen es wird ab sofort auf möglichst bürokratische Weise die Umwelt geschützt.
Das ist sooo herrlich, wenn man sich mal etwas umschaut:
Autos & Häuser bekommen Umweltplaketten (das ist erst der Anfang, ich denke Plaketten werden weiter komplexer und ausdifferenzierter werden als nur grün/gelb/rot!), Bürogebäude müssen nach diesen und jenen Kriterien bewertet & zertifiziert werden, wer heutzutage eine Produktionsstätte errichten möchte muss je nach Gewerbe quasi einen eigenen Zertifizierungsstab für Arbeitssicherheit, Hygiene, Abfallentsorgung, Energieverbauch und so weiter mitbezahlen. Komplette Branchen mit nicht unerheblicher "Wertschöpfung" wie z.B. chemische Analyselabore fußen auf dem Berater/Zerfifizierungsmodell.

Es entsteht gerade eine komplette "Greenzertifizierungsbranche": z.B. auf meinem PC-Netzteil steht das "80+Effizienz"-Logo, auf meinem Monitor ist auch sowas, mein Kühlschrank ist A++.... das ist eine komplette "Industrie" die gerade aus dem Nichts entsteht. Nur lass uns das mal -obwohl es das sicher nur teilweise verdient hat- als Teil der Wissensindustrie verstehen.
Es gibt inzwischen schon Grabenkämpfe um die Vorherrschaft verschiedener Green-Label.
Die Amis haben uns da leider sehr viel voraus, da sie Label (natürlich gegen Geld!!) anbieten, die bewusst so ausgehöhlt sind, dass sie fast jedes Produkt bekommt, aber die einfach dennoch so klingen als wäre viel dahinter.
Das sind interessante Trends und die Folgen für unsere Gesellschaft sind unabsehbar.

Aber ich denke wir dürfen nicht vergessen, woher diese Situation stammt: es ist ein Luxusproblem, weil wir einfach gerade durch die Verlagerung unserer Industrie ins Ausland so dermaßen wohlhabend geworden sind, dass uns sogar hochwertigere Arbeiten so extrem billig von ausländischen Arbeitern abgenommen werden, dass sich auch ein klagender Harz4-Empfänger sich materielle Dinge aus ausländischer Produktion leisten kann, die vor 10 Jahren unvorstellbar gewesen wären.

Was mich nur immer aufregt, ist dass es einfach niemand so sieht. Alle Welt ist mal wieder voll dabei ihren Heilsbringer ans Kreuz zu nageln. Jeder Arbeiter der hier zu den Stundenlöhnen arbeiten müsste, die woanders gängig sind, würde lieber krepieren, als so dermaßen zu versklaven. Aber sich dann beschweren, dass "keine Arbeit da ist". Würde sich der Arbeiter bereit erklären für 50Cent die Stunde zu arbeiten -so wie der im Ausland- würde er sich wundern, wieviel Arbeit er auf einmal hätte.
Er hat hier aber die freie Wahl und entscheidet sich dagegen -der im Ausland hat diese Wahl allerdings nicht.

Ich finde deine Einwände sehr gut und passend und stimme dir vollstens zu. Mir fällt aktuell keine passende Antwort hierfür ein. Sicherlich wird es in unserer immer vielschichtiger ausdiffenrenzerenden Produktwelt immer mehr Nischenlösungen und Produkte geben, für die sich eine Auftrennung von Entwicklung und Produktion schlicht nicht lohnt.
Solche Produkte werden sicher nur in den seltensten Fällen ins Ausland verlagert werden und in solchen Bereichen hätte auch hierzulande die Industrie noch eine Chance. Weiterhin gibt es natürlich die zunehmende Automatisierung, welche aber vom Arbeitsplatzaspekt zum selben Resultat führt wie eine Verlagerung ins Ausland.

Darüber hinaus darf man keinesfalls vernachlässigen wie stark der F&E-Bereich allgemein aufgliederbar und auch noch ausbaubar ist. Wenn man sich einfach nur die Pipeline für EIN einziges pharmazeutisches Medikament von der Grundlagenforschung  über Studien bis zur Vermarktung anschaut, wenn man mal schaut, was alles nötig ist, nur ein einziges Medikament auf den Markt zu bringen, dann kann man letztendlich nur zu dem Schluss kommen, dass die industrielle Fertigung des Produktes selber nur der kleinste wenn auch unangenehmste Teil der Arbeit ist.
Auf 10 Dipl. Biologen kommen da 40 MTA, 1 Putzfrau, 1 Handwerker, 0,5 Admin, 1 Programmierer, etc.
Da sieht man, Wissensarbeit kommt auch nicht ohne "simple" Arbeiter vor Ort aus.

Zahlreiche Derivate des fertigen Medikaments wurden zuvor gleichzeitig nach allen erdenklichen Kriterien getestet und es wurden dabei Dienstleistungen und Produkte aus fast allen denkbaren lokalen Branchen angefordert.
Dies wird wohl noch eine ganze zeitlang weiterhin in Europa erfolgen und wenn die Resultate der Forschung letztendlich ins Ausland in die Produktion geschickt werden so ist das völlig i.O. und die erzielten Gewinne ermöglichen uns weiterhin den Luxus der allgemeinen Aufblähung ohne ernsthaften Systemzusammenbruch.

Als Fazit und vielleicht auch teilweise als Antwort vielleicht also dieser Haupttrend:

Produkte werden dermaßen komplex in der Planung, dass die Ausführung der Produktion künftig nur noch einen Bruchteil im Wertschöpfungprozess ausmacht.

Dadurch ist einerseits mal wieder viel unangenehme Arbeit ins billige Produktionsausland verlagert worden, der wahre Wertschöpfungsprozess geschieht aber hierzulande und er ist so komplex und bindet so viele Arbeiter, dass dabei auch genug unakademische Arbeit anfallen kann und er ist weiterhin zu komplex um von eigenständigen ausländischen Firmen einfach kopiert zu werden, da diesen hierfür einfach die akademische Infrastruktur und die gewachsenen Organisationsstrukturen fehlen.
Antworten
Eidgenosse:

#51888 Stöffen

9
04.11.09 05:58
Das Argument das Gold bis jetzt jede Währung überlebt hat tönt auf den ersten Blick (sofern ein Blick tönen kann) einleuchtend. Das wird auch auf allen Goldseiten so angepriesen.

Wenn man etwas länger schaut sieht man aber das Kupfer, Eisen, Blei, Holz und Zement auch nie wertlos waren und auch nie sein werden. Das relativiert dann den Goldbrillenblick etwas. Holz hat nunmal die Eigenschaft das es bei fallendem Preis genausoviel Wärme abgibt wie bei steigendem. Einmal gekauft spielt der weitere Preis keine Rolle mehr. Beim Gold ist das schon anders. Das wird praktisch nur zu spekulationszwecken gekauft, die Altersvorsorge kann daher auch ziehmlich in die Hose gehen.

Aber auch ich habe etwas Gold und Silber zuhause man weiss ja nie was mit dem Schweizer Fränkli noch alles passiert. Ein Isländer hätte mit Gold seinen Währungszerfall jedenfalls gut kompensieren können.
Langsam aber sicher fallen die Blätter von den hohen Bäumen...
Antworten
sparki:

"Echo Bubble".....

5
04.11.09 06:51
Moin,

muß Stöffen zitieren....

"Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!"
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 272206
Antworten
permanent:

Bärenkater

17
04.11.09 07:27

Nach den vergangenen Tagen mit starkem Kursverfall an der Börse würde man eine etwas ausgelassenere Stimmung hier im Bärenthread vermuten.
Dieser Vermutung kommen die Bären nicht nach. Es werden Töne in Moll angeschlagen. Da Frage ich mich: Was haben die Bären erwartet?
Sind die Bären in ihrer Mehrheit von einem Crash ausgegangen? Ein Phänomen, welches ein seltenes Ereignis ist, auf das man nicht spekulieren kann.
Die Bären haben in den letzten Tagen die Frücht ihrer Spekulation einfahren können und sollten zufrieden sein.

Die FED wird die Märkte sicher nicht aufgeben. Es gibt einen Plan B

Weiter so, es muss noch mehr Geld in den Markt gedrückt werden. So sieht der Plan B der FED aus. Damit wird es für die Bären nicht leicht. Der Carry Trade wird weiter leben, die Assetpeise werden getrieben bis es zur Umkehr kommt.

Die Trendwende wird kommen, nur wann ist die Frage.

Heute kommen -noch vor dem Zinsentscheid- die ADP Arbeitsmarktdaten.

Ich wünsche euch einen schönen Tag. Erfreut euch an den Gewinnen der letzten Tage und lasst die Gier nicht Herr über die Gedanken werden.

Permanent

Antworten
relaxed:

#51900 Es fehlt in D doch nicht an Arbeit,

10
04.11.09 08:24
das sieht man aktuell am "Zivildienst-Verkürzungs-Gejammer". Nur nicht jede Arbeit will oder kann auch entsprechend bezahlt werden. Eine Unterscheidung zwischen Arbeit und Einkommen wäre in einer modernen Gesellschaft ein sinnvoller Denkansatz.

Die Banker sind bei diesem Ansatz schon weiter, denn da hat sich das "Einkommen" vom Begriff "Arbeit" gelöst. Und da gibt es noch einige andere Beispiele. ;-))

Mit einer alternden Bevölkerung wird es künftig noch viel weniger an Arbeit fehlen.
Antworten
Reinyboy:

So isses !

10
04.11.09 08:52
..............Die Banker sind bei diesem Ansatz schon weiter, denn da hat sich das "Einkommen" vom Begriff "Arbeit" gelöst. Und da gibt es noch einige andere Beispiele. ;-))..................


....auf der andreren Seite wird verlangt bis zu 100 km Fahrt zur Arbeit auf sich zu nehmen, um dann für Löhne zwischen 6 und 8 Euro / Std. zu erzielen. Reicht dann das Einkommen nicht zum Lebensunterhalt ( immerhin bleiben bis zu 300 € auf der Straße bzw in der Luft; Klima ade) wird mit Hartz IV bezuschusst,.........

.........ein Irrsinn!!
Je genauer du planst, umso härter trifft dich der Zufall
Antworten
thostar:

Das Problem des Spätkapitalismus

22
04.11.09 09:15
mit dem wir zurechtkommen müssen, ist aus meiner Sicht, dass er sich wie jede Form gesellschaftlicher Ordnung eines Tages überholt und seine Kinder selbst auffrißt. Übrig bleiben die Hyänen, deren Maul mit der Überzogenheit der Anforderungen an die Gier mitgewachsen ist.
Alle anderen - ich spreche zB von einfachen, kleineren Unternehmern, Geschäftsleuten oder auch Akademikern, die zB mit ihren Steuersparmodellen und anderen zweifelhaften Investments viel Geld verlieren und verloren haben- ja, alle anderen, die in den vergangenen 100 Jahren noch aufgrund ihres Engagements und evtl auch Intelligenz gut dastanden, verlieren nun auf breiter Front.
Eine ähnliche Entwicklung gab es eben in den 30er Jahren, aber nur von kurzer Dauer, ausser in D, wo schon mal der totale Untergang geprobt wurde.
Meine Meinung ist nach wie vor, dass dieses System in Stücke fliegen wird, da es nicht mehr zeitgemäß ist. Die Menschheit muss sich etwas anderes überlegen als Wachstum, etwas viel Konservativeres - das ist mE der Schlüssel. Wir können gar nicht mehr wachsen und sollten nur noch bewahren und die Qualität verbesseren. Wer weiter an Wachstum glaubt und seine Planung, vor allem die Finanzplanung in Form von Schulden darauf baut (wie zB unsere neue Regierung), der wird kläglich scheitern, denn das Wachstum, wie wir es bisher kannten, wird ausbleiben.

Nur meine sehr persönliche Meinung, die leider kein Rezept zur Genesung einschliesst ;-)
Antworten
daiphong:

#51902 ein kleines Land kann ganz auf

7
04.11.09 09:19
Wissensgesellschaft i.o.S. gehen, aber nicht gleichzeitig die ganze entwickelte Welt USA, Europa, Japan,...

Solange man seine Importe durch entsprechende Exporte decken kann, ist es an sich egal, wie ein Land seine Zeit verbingt. Die USA leben jedenfalls über ihre Verhältnisse, seitdem sie sich als Wissensgesellschaft definieren, aber kein vernünftiges Auto mehr bauen können.
Antworten
permanent:

Sparen ist eine Verschiebung des

12
04.11.09 09:59

Konsum in die Zukunft. Der Sparer nimmt somit das Leistungsversprechen entgegen in der Zukunft eine Leistung für sein Geld zu erhalten.
 

Aus diesem Grund wird dem Geld neben der reinen Zahlungsfunktion die Fähigkeit der Wertaufbewahrungsfunktion zugesprochen. Wertaufbewahrung setzt stabile Rahmenbedingungen voraus. So muss der Sparer für die Verschiebung seines Konsum entlohnt werden. Diese Entlohnung muss mindestens der Höhe der Geldentwertung und der anteiligen Steuer auf seine Erträge entsprechen.

Leistungsbilanzdefizit/ Überschuss

Defizitländer sind somit Schuldner, die noch eine Leistung erbringen müssen, Überschussländer sind im Umkehrschluss Länder die noch eine Leistung einfordern können.
Dieses setzt jedoch Verschiebungen in den Handelsströmen voraus. Länder mit Importüberschuss (USA / GB / Indien usw.) müssen in Zukunft einen Leistungsbilanzüberschuss erwirtschaften, Länder mit Exportüberschüssen müssen in Zukunft ein Leistungsbilanzdefizit zulassen (Deutschland / China/ Japan / Südkorea / Taiwan usw.).

Dieses ist die Theorie, die Praxis ist eine andere Sache. In der Praxis werden die Ungleichgewichte wahrscheinlich bis zum Kollaps betrieben.

In diesem Sinne einen erfolgreichen Tag.

Permanent

Antworten
fkuebler:

permanent #51910: Konsumverschiebung wertneutral?

7
04.11.09 10:18

"Wertaufbewahrung setzt stabile Rahmenbedingungen voraus. So muss der Sparer für die Verschiebung seines Konsum entlohnt werden. Diese Entlohnung muss mindestens der Höhe der Geldentwertung und der anteiligen Steuer auf seine Erträge entsprechen."

Nur um nicht eine Intuitionsfalle zu geraten: das ist nicht zwingend, sondern letzten Endes auch eine Funktion des Marktes. Die Entlohnung für die Verschiebung des Konsums ist kein moralisches Grundrecht und lässt sich auch nur dann erzielen, wenn es als Gegenpartei genug Leute gibt, denen ein heutiger Konsum hinreichend wichtiger als eine spätere, eventuell höhere Rückzahlungspflicht ist.

Ein drastisches Gegenbeispiel: eine Eingeborenengruppe, die einen Elefanten erlegt hat, muss abwägen, ob sie ihn jetzt konsumiert, oder wenn sie das eigentlich nicht will, in Kauf nimmt, dass drei Tage später vielleicht nur noch die Hälfte verzehrbar und eine Woche später alles verdorben ist.

So etwas hat man zur zwangsweisen Reflationierung mit Geld ja auch schon mal angedacht... ;-)

Antworten
WielandSchmi.:

Finanzkapitalismus

15
04.11.09 10:42
Ein Finanzkapitalismus ohne eine breite produktive Basis hat noch nie funktioniert. Es gibt einfach kein historisches Beispiel, wonach das nur über ein paar Jahrzehnte klappen könnte. Man kann die "Wirkung" des Finanzkapitalismus sehr schön am Beispiel der kleinen italienischen Stadtrepubliken während der Renaissance untersuchen. Insbesonderes Florenz ist ein schönes Beispiel dafür. Drastischer vielleicht, die Wirkung der 1. Deindustrialisierung auf England. Das Ergebnis war der Absturz von einer Supermacht zu einer Mittelmacht. Die 2. Deindustrialisierung wird den stolzen englischen Löwen auf das Niveau eines Entwicklungslandes bringen.
Der Grund ist, dass der Mensch neben einer ökonomischen Komponente auch eine politsche hat. Und es gilt das Primat des Politischen. Das haben z.B. die Römer immer verstanden und deshalb haben sie gegen die Katharger obsiegt. Die Karthager waren Krämer, die bei jeder Aktion einen Kosten/Nutzenrechnung angestellt haben: typische Finanzkapitalisten eben.
Heute ist das Problem der Finanzkapitalisten, dass sie Überschüsse in Ländern erwirtschaften, die sie politischen nicht kontrollieren können. China könnte von heut auf morgen wieder zur alten Doktrin, der Schließung des Landes gegen äußere Einflüsse zurückkehren. Was machen sie dann? Die Kanonenbootpolitik, das war einmal. Es ist ja schon ein Problem, die Schifffahrt vor Gewässern von Somalia zu schützen.
Antworten
Eidgenosse:

Schon wieder ein Mini-Madoff

9
04.11.09 11:18
Der ohnehin durch die Finanzkrise schwer angeschlagene US-Finanzkonzern Citigroup hat einen Betrug im eigenen Haus aufgedeckt. Ein ehemaliger Angestellter in Hongkong soll Kunden mit einem Schneeball-System um geschätzte 1,7 Mio. US-Dollar gebracht haben.

www.bluewin.ch/de/index.php/24,193240/.../news/wirtschaft/sda/
Langsam aber sicher fallen die Blätter von den hohen Bäumen...
Antworten
permanent:

Viele Menschen sind bereit für eine wirtschaftlich

2
04.11.09 12:52

bessere Zukunft ihr Heimatland zu verlassen. Dabei sind die USA nach wie vor der größte Magnet.:
http://www.ariva.de/forum/...nschen-wuerden-ihr-Land-verlassen-393023

Auch unsere Nachbarn Frankreich und GB (na ja kein direkter Nachbar) werden als Zielland dem unserem scheinbar bevorzugt. Diese liegt mit großer Wahrscheinlichkeit in der Historie. So sind gerade in Afrika immer noch viele Länder mit ihren alten Kolonialmächten verbunden. Auch die sprachliche Barriere lässt sich für viele Menschen leichter überwinden.

In diesem Zusammenhang finde ich es beachtlich wie hoch die Bedeutung von Deutschland als Zielland der Begierde in der Gunst der Menschen liegt.

 

Permanent

Antworten
permanent:

Ich habe eine Dollar Longposition aufgebaut

10
04.11.09 12:57

KK bei 1,4757

SL liegt bei 1,486

Diese Position steht im Zusammenhang mit der Diskussion zum Thema Carry Trades. Die FED wird heute Abend ein Statement zur Zinspolitik abgeben. Es wird keine Änderung der Zinsrate geben. Nach meiner Auffassung wird man aber versuchen eine kurzfristig weitere Abwertung des $ mit allen Mitteln -der Redekraft- zu vermeiden.

Zu groß wäre die Gefahr eines unkontrollierten Abstieg und einer Boomartigen Zunahme der Blasen insbesondere beim Antidollar (Gold).

Permanent

Antworten
malsomalso:

@ permanent

9
04.11.09 13:22
Da halte ich gegen! Zu groß die Angst vorm Abverkauf! Also tippe ich auf weiches Statement, das den Motor noch etwas am Brummen hält. Der Leitzsatz der FED heißt schließlich seit 2 Jahren: Zeit gewinnen.

Und Gold? Gold emanzipiert sich derzeit vom Dollar und steigt in allen Währungen. Warum? Rethfeld sagt: Der Realzins fällt und droht in einigen Monaten sogar negativ zu werden. Dies waren in der Vergangenheit immer gute Zeiten für Gold. Dieses Mal wird es wohl nicht anders sein. Ich beiße mir derzeit in den A...llerwertesten, dass ich gestern bei 1058 $ nicht wie kurz überlegt meine Gold-KOs aufgestockt habe.
Antworten
fkuebler:

#51915 & #51916: Unübersichtliche Gemengelage...

6
04.11.09 13:28

..., da dürfte es mal so mal so zugehen, und kein Mechanismus kann permanent sein... ;-)

Antworten
daiphong:

#51915 Gold ist den Märkten wurscht

 
04.11.09 13:42
und höchstens ein Indikator, ein Antidollar ist es jedenfalls nicht. Ein wenig ist das der Euro, aber weil es keinen echten Antidollar gibt, haben die USA letztenendes und die Welt sowieso ein Problem.
Antworten
Anti Lemming:

Fitch stuft Irlands Rating um 2 Stufen runter

10
04.11.09 13:48

von AA+ auf AA-.

Grund: BIP-Rückgang und starker Anstieg der Staatsschulden.

 


 

Nov. 4, 2009, 7:40 a.m. EST · Recommend · Post:
Irish credit rating downgraded by Fitch

By Simon Kennedy

LONDON (MarketWatch) -- Fitch Ratings on Wednesday cut Ireland's credit rating by two notches, reflecting the severity of the decline in the nation's gross domestic product and the "exceptional" rise in government liabilities. Th
e rating agency said it had cut Ireland's long-term foreign and local currency issuer default ratings to AA- from AA+. "However, the agency notes the vigour of the government's fiscal consolidation response to date, the expectation of further aggressive budget tightening and the likely success of the National Asset Management Agency in rehabilitating the banking sector," Fitch said. "All these factors have helped stabilise the outlook for Ireland's creditworthiness," it added. ^

www.marketwatch.com/story/...9-11-04?tool=1&dist=bigcharts

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bellmonte:

Stellenabbau in den USA verlangsamt sich

5
04.11.09 14:30
04 Nov 2009 14:22
Umfrage - Stellenabbau in den USA verlangsamt sich

New York, 04. Nov (Reuters) - Der Stellenabbau in den USA hat sich im Oktober verlangsamt. Einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge sank die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft um 203.000. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Minus von 190.000 gerechnet. Im September fiel die Bilanz zudem etwas besser aus als zunächst ermittelt. Die Zahl der abgebauten Stellen wurde auf 227.000 revidiert, nachdem zunächst von einem Minus von 254.000 die Rede war.
Antworten
permanent:

C&P: EUR/USD zurück in Range

4
04.11.09 14:30

@malsomalso: zunächst einmal sieht es nach den ADP Daten -die schlechter als erwartet ausgefallen sind- nicht gut für mich aus. Ich würde vorschlagen um eine Kiste KÖPI zu wetten. Wenn ich per SL rausfliege zahle ich, wenn ich den Trade mit Gewinn abschließe zahlst du. Leider wird das Porto wohl wesentlich höher sein als der Wert der Kiste KÖPI, somit macht eine solche Spaßwette somit wenig sinn.

Gruß

Permanent

EUR/USD zurück in Range

von Miriam Kraus

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

Nachdem EUR/USD gestern aus seiner bisherigen Range nach unten ausbrechen konnte und im Verlauf bis auf 1,4626 fiel, ist das Währungspaar inzwischen wieder in seine Range zurückgekehrt.

 

Zwei Erklärungen

 

Zum einen bewegt sich EUR/USD ja immer gerne in Korrelation zu den Aktienmärkten. Also, wenn die Aktienmärkte steigen, dann bedeutet dies einen erhöhten Risikoappetit und damit Druck auf den USD. Und umgekehrt, wenn die Aktienmärkte fallen, dann steigt die Vorsicht und der USD legt zu. Dies wäre eine Erklärung für die Bewegungen im EUR/USD in den letzten Tagen. Denn die Aktienmärkte gewannen wieder leichten Auftrieb, was EUR/USD in seine Range zurückpresste.

 

Zum anderen steht für heute wieder einmal das FED auf dem Plan! Es ist mir zwar schleierhaft warum Marktteilnehmer, nach durchweg dovishen Kommentaren anderen Zentralbanken in der vergangenen Woche, tatsächlich auf einen etwas hawkisheren Ton des FED setzen konnten, doch dies scheint mittlerweile sowieso wieder überholt. Inzwischen ist sich der Konsens doch wieder einig darüber, dass das FED heute mit Sicherheit nicht den Leitzins anheben und vermutlich auch nicht mit einer starken Änderung der Wortwahl zu rechnen ist. Ich selbst gehe davon aus, dass mit einer Änderung der Politik der niedrigen Zinssätze, wohl mindestens bis zum 2.Quartal des kommenden Jahres nicht zu rechnen sein dürfte. Interessanter als die anstehenden FED-Kommentare dürften wohl eher die nächsten US-Arbeitsmaktdaten am Freitag werden.

 

Doch eine Frage beschäftigt mich...

 

Wie nervös ist der Markt tatsächlich in Bezug auf die USD-Entwicklung?!

 

Trotz der Bewegungen im Spotmarkt (3%-Abschwächung der US-Währung gegenüber den G10-Währungen seit Ende August) haben sich die Risk Reversals letzthin deutlich stärker zugunsten der USD-Calls bewegt (gestern auch deutlicher Anstieg der Volas bei längeren Laufzeiten - obgleich die Volas heute schon wieder herunterkommen).

 

Dies könnte natürlich zum einen an einer steigenden Partizipation an USD-Verkäufen liegen und damit an steigenden Hedging-Aktivitäten. Doch es könnte auch ein Anzeichen von wachsender Nervosität in Bezug auf die USD-Entwicklung sein und möglicherweise auch eine Veränderung in der Erwartungshaltung bedeuten. Diese Überlegung wiederum sollte dann zur Vorsicht mahnen, in Bezug auf die Verfolgung weiterer Schwäche im US-Dollar.

 

Nun ja, man wird sehen, ob der USD mittelfristig neue Stärke findet. Aktuell jedenfalls befindet sich EUR/USD - wie gesagt - wieder in Range und notiert aktuell bei 1,4749. Eine starke Widerstandszone ergibt sich ab 1,4810. Nur ein Bruch des Widerstands bei 1,4850 nach oben dürfte die EUR-Bullen unterstützen. Unterstützung ergibt sich bis in den Bereich um 1,4610. Sollte EUR/USD allerdings erneut nach unten ausbrechen und die 1,46 nachhaltig unterschreiten, liegt das nächste Ziel im Bereich um 1,4450.

Der USA Bären-Thread 6829091enl.fid-newsletter.de/imgproxy/img/808824653/b17.jpg" style="max-width:560px" />

Quelle: CFX-Broker

Antworten
bellmonte:

US private job loss smallest since July 2008-repor

3
04.11.09 14:43
04 Nov 2009 14:37
UPDATE 1-US private job loss smallest since July 2008-report
NEW YORK, Nov 4 (Reuters) - U.S. companies reduced jobs in October at the slowest pace in more than a year, suggesting some stabilization in the labor market as the economy emerges from recession, a report on on Wednesday showed.

U.S. private employers shed 203,000 jobs in October, fewer than a revised 227,000 jobs lost in September, a report by a private employment service said on Wednesday.

The September fall was originally reported at 254,000.

The median of estimates from economists surveyed by Reuters for the ADP Employer Services report, jointly developed with Macroeconomic Advisers LLC, was a decline of 190,000 private-sector jobs last month.

The October private job loss was the smallest since July 2008.

The ADP figures are seen by some analysts as a proxy for the government's closely watched report on non-farm payrolls. The U.S. Labor Department will release its October labor report on Friday at 8:30 a.m. (1330 GMT).

Analysts polled recently by Reuters projected U.S. payrolls likely shrank by 175,000 in October, compared with a 263,000 decline in September.

Economists do not expect job growth to take place until 2010.

Still, the pace of private job losses has slowed since the 736,000 drop in March, according to ADP data.

Earlier, a separate report showed planned layoffs by U.S. companies in October slowed for a third consecutive month to a 19-month low. For more, see [ID:nNYS007497]
Antworten
malsomalso:

@ permanent, " Wette"

2
04.11.09 14:51
Hi permanent, also, ich nehme den Wetteinsatz an. Alternativ wäre der monetäre Gegenwert ja auch in Rot- oder Weißwein denkbar, das mindert die Portokosten erheblich. Oder du holst dir die Kiste bei deinem nächsten Hamburg-Besuch persönlich ab. Wie isset?

Bei derivatecheck haben sie übrigens eine Falschmeldung drin und schreiben, die Zahl sei GESTIEGEN. Da habe ich ja erstmal fast nen Herzkasper gekriegt. Dann schnell auf die ADP-Seite und ... puuh, "decreased". Also alles im "New Normal" .
Antworten
Ischariot MD:

Abseits der Aktualität

10
04.11.09 15:12

Commerzbank: Deutschland kann Lehman-Schock bei weitem nicht aufholen

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz eines starken zweiten Halbjahres kann die deutsche Wirtschaft den Rückschlag durch die Finanzkrise laut Commerzbank bei weitem nicht aufholen. "Obwohl die deutsche Konjunktur nach der Rezession spürbar an Schwung gewonnen hat, wird der Einbruch infolge des Lehman-Schocks bis zum Jahresende nur zu rund einem Drittel aufgeholt werden können", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer am Mittwoch in Frankfurt. Insbesondere mit der hohen Unterauslastung der Kapazitäten werde die deutsche Wirtschaft noch lange zu kämpfen haben. Eine Rückkehr auf das Niveau vor der Krise werde viele Jahre in Anspruch nehmen (...)

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Es wird weiter an der Dolchstoßlegende gearbeitet und geleugnet, daß Lehman ein Symptom der Krise und nicht die Ursache war. Inhärent die Selbstexkulpation, eigentlich alles richtig gemacht zu haben, denn wer konnte solch einen externen Schock schon vorhersehen? Ob Krämer das wirklich glaubt, sei dahingestellt. Immerhin scheint er es explizit gesagt zu haben, wenn man der Zitatform der dpa-AFX Glauben schenkt. Solange also das Feilen an der eigenen Reputation Vorrang hat vor der Anerkenntnis unangenehmer Wahrheiten, solange können wir keinen wirklichen Kurswechsel der Finanzakteure und der Finanzpolitiker (incl. ZBs) erwarten. Und das gilt sinngemäß auch für die Damen und Herren, die zur Stunde in Washington (oder wo auch immer) beratschlagen.

Kurzum: ich erwarte keinen Kurswechsel der FED heute abend. Shorts deshalb heute morgen mehrheitlich glattgestellt.

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permanent:

Roubini wiederholt seine Warnungen

12
04.11.09 15:32

#0000ff">Die Frage ist wie kann sich ein Investor bzw. seine Vermögenswerte vor dieser Implosion schützen? Eine Variante ist sicher eine Dollarposition.

#0000ff">#008080">@malsomalso: Antwort folgt via BM.

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'Mother of Carry Trades' Leading to 'Asset Bust': Roubini
NOURIEL ROUBINI, ECONOMY, ASSET BUBBLE, DOLLAR, CURRENCIES, STOCK MARKET NEWS, MOTHER OF ALL CARRY TRADES, DR. DOOM
Posted By: Jeff Cox | CNBC.com
CNBC.com
| 04 Nov 2009 | 08:19 AM ET

The "mother of all carry trades" that Nouriel Roubini warned of recently is growing and threatening to cause a global implosion, the economist warned in a CNBC interview.

 

For the second time in as many weeks, Roubini cautioned that investors using cheap US dollars to embrace risk will quickly reverse course once the greenback strengthens.

But he intensified his prediction, saying that the likelihood of the Fed keeping interest rates low and thus weakening the dollar will prolong the carry trade and make it all the more painful when it starts to unwind. Roubini is an economist at New York University and chairman of RGE Monitor.

"Eventually there's going to be an end to this carry trade," he said in an interview. "When that snapback of the dollar is going occur it's not going to be 2 percent or 3 percent, it's going to be more like 25 or 20 percent. And then everybody will have to close their shorts on the dollar, they'll have to sell these risky assets across the world and you could have this huge asset bubble going into an asset bust."

With the Fed unlikely to change its monetary stance following the close of its Open Market Committee meeting today, the dollar carry trade will grow through next year and continue to boost the prices of commodities and global equities, he said.

 

"It's going to eventually occur but it's going to be six months from now, a year from now," Roubini said. "In the meanwhile the bubble's going to become bigger globally and the bigger the bubble the bigger is going to be the crash."

Another problem he cited was the market's pricing in of a V-shaped recovery, which would see the economy improve sharply without a significant additional decline.

Instead, Roubini predicted the bounceback will look more like a U-shaped move, with the expiration of the dollar carry trade and the subsequent popping of the asset bubble exacerbating the slowness.

"It's like a rush to the exits. When everybody tries to go at the same time there will be a stampede," he said. "Risky assets are going to collapse, the dollar's going to snap back. So the risk is that there's not an orderly way of doing it unless you more aggressively signal (a change in monetary policy). That's not what the Fed is telling us, that's not what the other central banks are telling us."

Yet Roubini conceded that at least part of the seven-month stocks rally has been based on fundamentals, but they're not strong enough to justify all of the growth.

"Part of that increase in price is fundamentals, but it's become so rapid and so perfectly correlated around the world," he said. "Price (to) earnings ratios are out of hand. So there's a signal of a bubble and that's what many policy makers in this country are worried out."

Central banks will be looking at the issue of asset bubbles more closely in the months to come, Roubini predicted.

"It's not just Roubini's worried about it," he said. "Globally, people are starting to worry about it because it's getting out of control. That's the reality of it."

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