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Die Aktie von Arcandor hat nach einem kurzen, trendbestätigenden Rücksetzer, der schwache Halter rauswusch, erneuten Schwung für einen Anlauf auf das Kursziel 24 Euro genommen. Der Abprall am Kreuzwiderstand (blau) bestätigt den Aufwärtstrend. Die Megaphone-Formation (oben) schreit geradezu nach weiteren Anstiegen. Karstadt dürfte als führendes deutsches Einzelhandelsunternehmen weiterhin vom konjunkturellen Aufschwung in Deutschland profitieren. Die letzten ZEW-, IFO- und UFO-Umfragen zeigen allesamt neue Rekordmarken, die DAX und MDAX weiter steigen lassen und Arcandor mitziehen werden. In der Spielwaren- und Lebensmittelabteilung gibt es, wie Analysten beobachteten, auch noch viel zu viele Gummibären.
Sept. 18, 2009, 9:29 a.m. EDT
FHA reserves to fall below required levelWASHINGTON (MarketWatch) -- The Federal Housing Administration is losing so much money on delinquent mortgage loans that its reserves will drop below the required 2% of loans, FHA Commissioner David Stevens told the Washington Post in a story published Friday. Stevens said the agency would announce steps on Friday to boost the reserves, without asking Congress to bail out the agency. The FHA will ask that banks take responsibility for losses due to fraud, he said. The FHA is now guaranteeing about 23% of new mortgages, up from around 3% in 2006.
Im Gespräch: William Black
„Geithner hat als Regulator versagt“
18. September 2009 Die Börsianer sind optimistisch und kaufen in der Erwartung einer wirtschaftlichen Erholung die Aktien nach oben. Das habe jedoch wenig mit der Realwirtschaft zu tun, erklärt Bill Black, Wirtschafts- und Juraprofessor und ehemaliger Regulator.
Er hält die großen amerikanischen Finanzunternehmen für „Zombiebanken“ und „tickende Zeitbomben“, die nicht nur nicht richtig reguliert, sondern geradezu zu riskantem Verhalten ermuntert würden.

Wenn man regulatorisch vorankommen wolle, müsse man den Basel-Prozess ändern, der in jetziger Form nicht nur ineffektiv sondern sogar destruktiv sei. Um zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen, müsste man die theokratischen Ökonomen ersetzen, die bisher das Sagen hätten.
Es wird viel über Green Shoots und das angebliche Ende der Rezession geredet und die Börsen laufen stark nach oben, allen voran die Finanzwerte. Glauben Sie daran?
Die Kursentwicklung an den Börsen hat wenig mit der realen Wirtschaft zu tun. Diese ist schwach, wohin man auch schaut. In Spanien etwa ist die Arbeitslosigkeit unglaublich hoch und in den Vereinigten Staaten wird sie noch weitere vier, fünf Monate zunehmen. Ich fürchte, wir werden dem „japanischen Szenario“ von Rezession zu Rezession folgen, da wir die fundamentalen Probleme im Form der Zombie-Banken nicht angehen. Die großen amerikanischen Banken sind so gut wie tot.
Was meinen Sie mit „japanischem Szenario“?
In Japan, der zweitgrößten Wirtschaftsnation weltweit, platzte im Jahr 1990 eine Doppelblase am Aktien- und am Immobilienmarkt. Der Nikkei liegt heute noch bei rund 25 Prozent des Spitzenwertes, den er vor 20 Jahren einmal erreicht hatte. Stellen Sie sich vor, der Dow Jones verlöre drei Viertel seines Wertes und bliebe 20 Jahre auf diesem Niveau. Das wäre schrecklich. Aber es ist möglich. In Japan versteckten sie die Verluste der Banken und machten lauter optimistische Statements - kommt Ihnen das nicht bekannt vor?
Viele erklären, die heutige Lage sei mit damals nicht vergleichbar, da es frühe, massive fiskalische und monetäre Stimuli gegeben habe.
Die Stimuli sind gut, mehr davon wären noch besser. Es gab sie aber in Japan ebenso, wie die Nullzinspolitik. Das ist ein Instrument, das den großen Banken zwar zu garantierten Einkommen verhilft, aber es bringt der breiten Wirtschaft nichts. Aus diesem Grund bin ich nicht optimistisch in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung.
Einige Banken zahlten die TARP-Gelder zurück, selbst die Citigroup scheint über die Rückgabe nachzudenken. Sind sie so schnell wieder so stark geworden?
Überhaupt nicht. Die Citigroup gehört mit Sicherheit in die Kategorie „Zombie-Bank“. Allerdings änderten wir die Buchungsnormen. So sind die Banken nicht mehr gezwungen, ihre Verluste anzugeben. Sie sehen nun zwar optisch profitabel aus und sie können die Staatsgelder zurückgeben. Ihre fundamentale Lage jedoch bleibt schwach.
Anleger können den Zahlen, die sie vorlegen, wohl kaum trauen?
Nein, mit Sicherheit nicht. Sobald die Anleger feststellen, dass die Zahlen gefälscht sind, werden sie das Vertrauen erneut verlieren. Dann werden sie höhere Risikoprämien verlangen, die Kurse werden nach unten gehen.
Die Finanzbranche zählte in den vergangenen Jahren zumindest statistisch zu den Wachstumsmotoren. Sind Erwartungen gerechtfertigt, diesen wieder anwerfen zu können?
Man hofft es zwar. Allerdings war sie eine Konjunkturmaschine der perversen Art: Sie produzierte kein reales Wachstum, sondern nur wiederholte Kurs- und Preisblasen, die letztlich beinahe das gesamte System sprengten und uns über die Klippe stürzten. Hätten wir nichts dazu gelernt, wären wir in die zweite große Wirtschaftsdepression gerutscht. Die Finanzbranche hat im Kern die Funktion, die produktivsten Unternehmen mit Kapital zu versorgen. Dafür ist sie nicht nur viel zu groß, sondern in der Vergangenheit hat sie gerade das Gegenteil gemacht. Deswegen müssen die Anreizstrukturen angepasst werden.
Ist nicht auch die Geldpolitik mit tiefen Zinsen und hohen Geldmengen falsch?
Es ist pure Ironie, wenn man tiefe Zinsen einerseits verantwortlich für die Probleme machen kann und dann mit extremster Geldpolitik auf die Krise reagiert! Die moralischen Risiken haben gleichzeitig unheimliche Ausmaße angenommen. Finanzminister Timothy Geithner benutzte in den vergangenen Monaten in Reden wiederholt der Begriff „staatliche Kapitalgarantien“ in Bezug auf die favorisierten großen Banken. Er sagt damit nichts anderes als: „Macht weiter mit den Betrügereien, wir, die Steuerzahler, holen die Kartoffeln schon aus dem Feuer, wenn es schief geht.“ Das ist Verlustsozialisierung zu Gunsten der Reichen und die Pervertierung kapitalistischer Prinzipien.
… aber die Staatschefs der G20-Staaten reden doch die ganze Zeit über Regulierung!
Ja, aber sie reden nur. Bisher fehlt die „Action“, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Wir haben zwar den progressivsten Präsidenten seit Jahren, sehen bisher jedoch Null Fortschritt in regulatorischen Belangen. Selbst wenn die bisherigen Vorschläge umgesetzt werden würden, woran angesichts der Stimmung im Kongress Zweifel bestehen, könnten sie eine Krise, wie die laufende, nicht verhindern. Wir legen im Monat die Saat für die nächste. Angesichts dessen, was im punkto moralische Risiken getan wird, dürfte sie sehr wahrscheinlich noch gravierender werden als die jetzige. Alleine schon die Manipulation der Rohstoffpreise ist eine globale Bedrohung.
Sie reden von Manipulation und Betrug. Können Sie es beweisen?
Das Federal Bureau of Investigation (FBI) erklärte schon im September des Jahres 2004, es könne eine Epidemie von betrügerischen Aktivitäten im Hypothekarbereich beobachten. Sollte sie nicht gestoppt werden, könne sie zu einer Wirtschaftskrise führen - und es hatte Recht. Die Ratingagentur Fitch schaute sich nur eine kleine Auswahl von Immobilienkrediten an. Die Resultate seien „beunruhigend“, hieß es damals. Beinahe jeder betrachtete Vertrag habe betrügerische Aspekte offenbart. CDOs, die auf Subprimekrediten und so genannten „Lügenkrediten“ basieren, müssen hohe Wertabschläge hinnehmen. Die Ursache ist Betrug.
In den Vereinigten Staaten wurden „Lügenkredite“ im Wert von 750 Milliarden Dollar abgeschlossen und offen so bezeichnet. Ein einziges Finanzunternehmen, Indymac, verursachte auf diese Weise Verluste, die größer sind als die der gesamten Sparkassenkrise der 80er-Jahre. Im vergangenen Jahr gab es 82.000 strafrechtliche Untersuchungen mit Bezug zu Hypothekargeschäften - und die sind nur ein kleiner Teil von wahrscheinlich Millionen Betrugsfällen. Wir reden von so genanntem Kontroll-Betrug: Scheinbar legitime Unternehmen werden genutzt, um mittels Rechnungslegung Betrug in großem Stile zu begehen.
Wieso ging niemand dagegen vor?
Nach den Terroranschlägen im September 2001 wurde spezialisiertes FBI-Personal aus diesem Bereich abgezogen und bis heute nicht ersetzt. Viele verbliebene Experten wurden gebunden durch Fälle wie Enron und Worldcom.
Das war Vergangenheit. Was passiert jetzt?
Das FBI-Personal wurde nicht ersetzt. Bis jetzt wurde noch nicht eines der spezialisierten Finanzinstitute verklagt oder gar verurteilt. Die regulatorischen Instanzen werden noch heute von beinahe denselben Personen geleitet, wie in den vergangenen Jahren. Geithner war der Präsident der Federal Reserve von New York. Eine seiner Aufgaben war es, die großen Banken zu beaufsichtigen, die primär für die laufende Krise verantwortlich sind. Und er hat überhaupt nichts dagegen getan: Er hat nicht gewarnt, er hat die Krise nicht gesehen und er ist nicht gegen die Betrugswelle vorgegangen. Er hat komplett versagt. Das ist wohl der Grund, wieso er zum Finanzminister befördert wurde.
So haben sie kein Vertrauen in die aktuellen Regulierungsvorschläge?
Nein. Erstens wurde noch keiner umgesetzt. Zweitens hätten sie die Krise nicht verhindern können. Drittens gehen sie nicht weit genug, denn keiner hat grundlegende Änderungen zum Ziel. Die Regierung versucht faktisch sogar den Sekundärmarkt für die toxischen Hypothekarpapiere wiederzubeleben. Das ist verrückt. Schon Einstein sagte, es sei töricht, dasselbe zweimal zu tun und unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.
Hat Paul Volcker als Berater des Rräsidenten und Ökonom der alten Schule nicht genügend Macht, um dagegen vorzugehen?
Volcker ist sehr frustriert über die Regierung, weil sie keine fundamentale Reform anstrebt. Dabei könnte sie an Popularität gewinnen. Larry Summers jedoch hat die Macht. Und als graue Eminenz steht Robert Rubin dahinter.
Wenn sie als ehemaliger und erfahrener Regulator das Sagen hätten, was würden sie tun?
Als erstes würde ich den großen, systemisch und strategisch gefährlichen Finanzunternehmen verbieten, weiter zu wachsen. Es ist verrückt, diese Zeitbomben, die jede bei einem Ausfall das Finanzsystem ruinieren könnte, weiter ticken zu lassen. Nein, wir machen sie sogar noch größer, geben ihnen dir Möglichkeit, ihre Verluste buchtechnisch zu verstecken und geben ihnen auch noch eine Kapitalgarantie, um die moralischen Risiken zu maximieren. Die nächste Krise wird umso wahrscheinlicher. Zweitens muss das Management der Firmen ausgetauscht werden, das sie zu Zombiebanken gemacht hat. Drittens muss man die Banken zwingen, kleiner zu werden. Einerseits durch Regulierung, andererseits durch Steuern, die höher werden, desto größer sie sind. Viertens muss der Markt mit derivativen Produkten strukturiert werden.
Können sie den dritten Punkt deutlich machen, etwa am Beispiel von AIG?
Das Unternehmen muss aufgespalten werden. AIG hat vermutlich sehr gesunde Versicherungssparten. Es gibt auf der anderen Seite keinen vernünftigen ökonomischen Grund, wieso das Unternehmen Geschäfte im Gegenwert von mehr als 400 Milliarden Dollar mit Credit Default Swaps gemacht hat. Man hätte diese Handelsabteilung herauslösen und in die Insolvenz gehen lassen müssen. Es gab nicht einen vernünftigen Grund, wieso sie Steuergelder erhalten sollte. AIG wurde jedoch von Geithner und dem ehemaligen Finanzminister Henry Paulsen genutzt, um befreundeten Banken heimlich aus der finanziellen Patsche zu helfen. Sie gaben AIG 30 Milliarden Dollar Steuergelder, die heimlich und am Kongress vorbei an Unternehmen wie Goldman Sachs, wo Paulson zuvor Vorstand war, und die UBS, die auf diese Weise Strafzahlungen wegen Steuerproblemen vom amerikanischen Steuerzahler mehr als erstatt bekam, gingen. Trotz massivster Interessenkonflikte fungierte Goldman Sachs sogar als Berater für solche Transaktionen.
Sehen sie jemanden, der zu Veränderungen führen könnte?
Bisher wurden in der Regierung und auf regulatorischer Seite zu viele Personen ernannt, die Teil des Problems sind und nicht der Lösung. Möglicherweise bringt die neu ernannte Pecora-Kommission Fortschritte. Grundsätzlich sind Ökonomen schlechte Regulatoren. Denn sie glauben ideologisch ans Märchen vom effizienten, sich selbst regulierenden Markt.
Was halten sie von Basel II?
Nichts. Es besagte, große Banken hätten zuviel Kapital, die Kapitalunterlegung von Hypothekarpapieren könne besonders gering bleiben und Banken könnten ihre eigenen Bewertungsmodelle verwenden, um ihre Bilanzpositionen zu bewerten. Und - was denken Sie wo die in der Vergangenheit ausgewiesenen Gewinne und die damit verbundenen hohen Boni herkamen? Natürlich von hohen „Werten“. Alle Welt wusste das, nur die Neoklassiker wollten es nicht wahrhaben.
… und den Rating-Agenturen?
Sie zeigen, wie einfach es gewesen wäre, die Krise zu vermeiden. Hätten die Regulatoren mit geringstem Personalaufwand dort die Prozesse und Bewertungsmodelle ernsthaft geprüft, so wäre der globale CDS-Markt schon am ersten Tag der Prüfung zusammengebrochen. Ratingagenturen müssen entweder verstaatlicht oder abgeschafft werden. Sie bieten in der gegenwärtigen Form keinerlei nützlichen Dienste.
Was wird herauskommen beim kommenden Treffen der Führer der G20-Staaten?
Sie werden Reformen ankündigen. Die meisten werden jedoch den nationalen Staaten überlassen werden. Wenn man international vorankommen will, muss man den Basel-Prozess ändern, der in jetziger Form nicht nur ineffektive sondern sogar destruktiv ist. Um zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen, müsste man die theokratischen Ökonomen ersetzen, die das Sagen haben.
Das Gespräch führte Christof Leisinger
www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3/...on~Sspezial.html
in diesem Jahr. Die beiden Pleiten kosten den FDIC (US-Einlagensicherungsfonds) 850 Millionen Dollar. Damit sinken seine liquiden Mittel nach meinen Berechnungen auf 6,75 Milliarden Dollar.
Kein Wunder, dass FDIC-Chefin Blair schon mal die Fühler nach staatlicher Mittelaufstockung ausstreckt.
Sept. 18, 2009, 6:13 p.m. EDT
Two Irwin Union Bank failures bring 2009 total to 94
By John Letzing, MarketWatch
SAN FRANCISCO (MarketWatch) -- Two Irwin Union Bank subsidiaries in Kentucky and Indiana were closed by regulators Friday, bringing the total number of U.S. bank failures this year to 94 and punching an $850 million hole in the federal deposit insurance fund.
The Federal Deposit Insurance Corp. said that Irwin Union Bank and Trust Co. in Columbus, Ind., and Irwin Union Bank F.S.B. in Louisville, Ky., were each closed.
Irwin Union Bank and Trust Co. had $2.7 billion in assets and $2.1 billion in deposits as of Aug. 31, the FDIC said. Irwin Union Bank F.S.B. had $493 million in assets and $441 million in deposits as of Aug. 31.
Hamilton, Ohio-based First Financial Bank has agreed to assume the failed banks' deposits. First Financial Bank said in a statement that assumption of the Irwin Union Bank subsidiaries brings with it 27 banking centers in nine states.
The effect on the subsidiaries' parent, bank holding company Irwin Financial Corp. , was not immediately clear. An external spokeswoman for the company was unable to comment. Shares of Irwin Financial tumbled more than 50% to 22 cents a share in late trading.
Irwin Financial had disclosed in a regulatory filing on Wednesday that it was told by the Federal Reserve Bank of Chicago and the Indiana Department of Financial Institutions that they disagreed with its view of the timing and recognition of certain loan losses at Irwin Union Bank and Trust Co., requiring it to submit amended reports to the FDIC.
The failures marked the first this year both in Indiana and Kentucky. However, bank failures have become a regular occurrence since the economic calamity late last year the ensuing credit crunch.
The FDIC said the last bank closed in Indiana was seized in 1992, while last closure in Kentucky occurred in 1991.
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