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Der USA Bären-Thread


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pfeifenlümmel:

malko 229,

5
18.09.09 12:34
Deinen  Beitrag zu einer bestimmten Automarke kann ich nur bestätigen. Qualität, na ja. 30 Jahre Garantie gegen Durchrosten, aber das Dach der E-Klasse ist von innen nach außen durchgerostet und von Garantie keine Spur. Habe jetzt immer ein Kaugummi bei mir für den Notfall.
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Anti Lemming:

Arcandor-Chart-Analyse (Update)

16
18.09.09 13:15

Die Aktie von Arcandor hat nach einem kurzen, trendbestätigenden Rücksetzer, der schwache Halter rauswusch, erneuten Schwung für einen Anlauf auf das Kursziel 24 Euro genommen. Der Abprall am Kreuzwiderstand (blau) bestätigt den Aufwärtstrend. Die Megaphone-Formation (oben) schreit geradezu nach weiteren Anstiegen. Karstadt dürfte als führendes deutsches Einzelhandelsunternehmen weiterhin vom konjunkturellen Aufschwung in Deutschland profitieren. Die letzten ZEW-, IFO- und UFO-Umfragen zeigen allesamt neue Rekordmarken, die DAX und MDAX  weiter steigen lassen und Arcandor mitziehen werden. In der Spielwaren- und Lebensmittelabteilung gibt es, wie Analysten beobachteten, auch noch viel zu viele Gummibären.

(Verkleinert auf 91%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 260581
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obgicou:

EUR/USD beobachten

8
18.09.09 13:54
hat im Dez/Jan bzw. März seine Tops bzw. Lows ca. 1 Woche vor den Aktien gemacht
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wawidu:

US-Kredite und -Geldmengenaggregate

11
18.09.09 14:07
US credit shrinks at Great Depression rate

Professor Tim Congdon from International Monetary Research said US bank loans have fallen at an annual pace of almost 14pc in the three months to August (from $7,147bn to $6,886bn).

"There has been nothing like this in the USA since the 1930s," he said. "The rapid destruction of money balances is madness."

Similar concerns have been raised by David Rosenberg, chief strategist at Gluskin Sheff, who said that over the four weeks up to August 24, bank credit shrank at an "epic" 9pc annual pace, the M2 money supply shrank at 12.2pc and M1 shrank at 6.5pc.

"For the first time in the post-WW2 [Second World War] era, we have deflation in credit, wages and rents and, from our lens, this is a toxic brew," he said.

Mr Congdon said a key reason for credit contraction is pressure on banks to raise their capital ratios. While this is well-advised in boom times, it makes matters worse in a downturn.

"The current drive to make banks less leveraged and safer is having the perverse consequence of destroying money balances," he said. "It strengthens the deflationary forces in the world economy. That increases the risks of a double-dip recession in 2010."
Why Did The Federal Reserve Allow This?

Please note the thought "It is unclear why the US Federal Reserve has allowed this to occur."

The answer is easy. The Fed is NOT in control, it never was, and it never will be. The Fed can print money but it cannot force banks to lend.

The statement is further evidence that Belief In Wizards Runs Deep.

Here is an excerpt in which Bill Bonner gets right to the essence of the deflation debate:

Anything could happen. But generally, government stimulus only works when it is not needed. That is, it only works when it goes in the same direction as the underlying trend…not against it.

But now, the underlying trend has reversed. It’s no longer a credit expansion; it’s a credit contraction. The consumer has had his fill of debt. He’s cutting back on his spending and paying off debt. That’s what the July figures show. That’s been the history of entire downturn. That’s why it’s a depression, not a recession. It’s a major change of direction that will take years to accomplish. Now, stimulus is not only useless – since it is against the major trend – its counterproductive. It delays and contradicts the adjustments that need to be made.

Encouraging people to buy too much was what caused the problem in the first place. Encouraging them to buy more now is not a solution; it’s just a continuation of the same flawed policy of stimulating consumer demand…a policy that has been in place for decades.

But now the wind is blowing in the other direction. The government may not like it, but they can’t stop it.

(aus:  globaleconomicanalysis.blogspot.com/2009/...r-top-of-12th.html )

Und hierzu ein passender Chart: Bereits seit Q4/2008 stagniert "Total Money", die Summe aus M3 und Total Credit, im Bereich von knapp über 55 Billionen. In einem auf permanentes Wachstum ausgerichteten System ist eine solche Situation als sehr kritisch anzusehen. Die J/J-Veränderungsrate sinkt übrigens bereits seit Ende 2007 drastisch.
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 260595
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hello_again:

#49277

4
18.09.09 14:14
@ AL

du solltest deine Analyse veröffentlichen und damit Geld machen...
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nopanic:

könntet ihr nicht

12
18.09.09 15:04
ein paar positive news einstreuen z.b.,bei aldi ist  die milch billiger geworden.in den anderen threads macht sich schon eine gewisse progrom stimmung gegenüber den bären breit.sie werden nicht nur belächelt sondern auch schon leicht angefeindet.man sollte sich langsam daran gewöhnen dass bären gesellschaftlich unerwünscht sind.sie sind nicht systemrelevant wie die banken
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relaxed:

Positive News: DAX bei 5750!

4
18.09.09 15:09
Antworten
Anti Lemming:

FHA-Reserven fallen bald unter Mindestgrenze

6
18.09.09 15:35

Sept. 18, 2009, 9:29 a.m. EDT

FHA reserves to fall below required level
 
By   Rex Nutting
   

WASHINGTON (MarketWatch) -- The Federal Housing Administration is losing so much money on delinquent mortgage loans that its reserves will drop below the required 2% of loans, FHA Commissioner David Stevens told the Washington Post in a story published Friday. Stevens said the agency would announce steps on Friday to boost the reserves, without asking Congress to bail out the agency. The FHA will ask that banks take responsibility for losses due to fraud, he said. The FHA is now guaranteeing about 23% of new mortgages, up from around 3% in 2006.

Antworten
Malko07:

Geithner hat als Regulator versagt

20
18.09.09 16:40

Im Gespräch: William Black

„Geithner hat als Regulator versagt“

18. September 2009 Die Börsianer sind optimistisch und kaufen in der Erwartung einer wirtschaftlichen Erholung die Aktien nach oben. Das habe jedoch wenig mit der Realwirtschaft zu tun, erklärt Bill Black, Wirtschafts- und Juraprofessor und ehemaliger Regulator.

Er hält die großen amerikanischen Finanzunternehmen für „Zombiebanken“ und „tickende Zeitbomben“, die nicht nur nicht richtig reguliert, sondern geradezu zu riskantem Verhalten ermuntert würden.

Der USA Bären-Thread 6519600

Wenn man regulatorisch vorankommen wolle, müsse man den Basel-Prozess ändern, der in jetziger Form nicht nur ineffektiv sondern sogar destruktiv sei. Um zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen, müsste man die theokratischen Ökonomen ersetzen, die bisher das Sagen hätten.

Es wird viel über Green Shoots und das angebliche Ende der Rezession geredet und die Börsen laufen stark nach oben, allen voran die Finanzwerte. Glauben Sie daran?

Die Kursentwicklung an den Börsen hat wenig mit der realen Wirtschaft zu tun. Diese ist schwach, wohin man auch schaut. In Spanien etwa ist die Arbeitslosigkeit unglaublich hoch und in den Vereinigten Staaten wird sie noch weitere vier, fünf Monate zunehmen. Ich fürchte, wir werden dem „japanischen Szenario“ von Rezession zu Rezession folgen, da wir die fundamentalen Probleme im Form der Zombie-Banken nicht angehen. Die großen amerikanischen Banken sind so gut wie tot.

Was meinen Sie mit „japanischem Szenario“?

In Japan, der zweitgrößten Wirtschaftsnation weltweit, platzte im Jahr 1990 eine Doppelblase am Aktien- und am Immobilienmarkt. Der Nikkei liegt heute noch bei rund 25 Prozent des Spitzenwertes, den er vor 20 Jahren einmal erreicht hatte. Stellen Sie sich vor, der Dow Jones verlöre drei Viertel seines Wertes und bliebe 20 Jahre auf diesem Niveau. Das wäre schrecklich. Aber es ist möglich. In Japan versteckten sie die Verluste der Banken und machten lauter optimistische Statements - kommt Ihnen das nicht bekannt vor?

Viele erklären, die heutige Lage sei mit damals nicht vergleichbar, da es frühe, massive fiskalische und monetäre Stimuli gegeben habe.

Die Stimuli sind gut, mehr davon wären noch besser. Es gab sie aber in Japan ebenso, wie die Nullzinspolitik. Das ist ein Instrument, das den großen Banken zwar zu garantierten Einkommen verhilft, aber es bringt der breiten Wirtschaft nichts. Aus diesem Grund bin ich nicht optimistisch in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung.

Einige Banken zahlten die TARP-Gelder zurück, selbst die Citigroup scheint über die Rückgabe nachzudenken. Sind sie so schnell wieder so stark geworden?

Überhaupt nicht. Die Citigroup gehört mit Sicherheit in die Kategorie „Zombie-Bank“. Allerdings änderten wir die Buchungsnormen. So sind die Banken nicht mehr gezwungen, ihre Verluste anzugeben. Sie sehen nun zwar optisch profitabel aus und sie können die Staatsgelder zurückgeben. Ihre fundamentale Lage jedoch bleibt schwach.

Anleger können den Zahlen, die sie vorlegen, wohl kaum trauen?

Nein, mit Sicherheit nicht. Sobald die Anleger feststellen, dass die Zahlen gefälscht sind, werden sie das Vertrauen erneut verlieren. Dann werden sie höhere Risikoprämien verlangen, die Kurse werden nach unten gehen.

Die Finanzbranche zählte in den vergangenen Jahren zumindest statistisch zu den Wachstumsmotoren. Sind Erwartungen gerechtfertigt, diesen wieder anwerfen zu können?

Man hofft es zwar. Allerdings war sie eine Konjunkturmaschine der perversen Art: Sie produzierte kein reales Wachstum, sondern nur wiederholte Kurs- und Preisblasen, die letztlich beinahe das gesamte System sprengten und uns über die Klippe stürzten. Hätten wir nichts dazu gelernt, wären wir in die zweite große Wirtschaftsdepression gerutscht. Die Finanzbranche hat im Kern die Funktion, die produktivsten Unternehmen mit Kapital zu versorgen. Dafür ist sie nicht nur viel zu groß, sondern in der Vergangenheit hat sie gerade das Gegenteil gemacht. Deswegen müssen die Anreizstrukturen angepasst werden.

Ist nicht auch die Geldpolitik mit tiefen Zinsen und hohen Geldmengen falsch?

Es ist pure Ironie, wenn man tiefe Zinsen einerseits verantwortlich für die Probleme machen kann und dann mit extremster Geldpolitik auf die Krise reagiert! Die moralischen Risiken haben gleichzeitig unheimliche Ausmaße angenommen. Finanzminister Timothy Geithner benutzte in den vergangenen Monaten in Reden wiederholt der Begriff „staatliche Kapitalgarantien“ in Bezug auf die favorisierten großen Banken. Er sagt damit nichts anderes als: „Macht weiter mit den Betrügereien, wir, die Steuerzahler, holen die Kartoffeln schon aus dem Feuer, wenn es schief geht.“ Das ist Verlustsozialisierung zu Gunsten der Reichen und die Pervertierung kapitalistischer Prinzipien.

… aber die Staatschefs der G20-Staaten reden doch die ganze Zeit über Regulierung!

Ja, aber sie reden nur. Bisher fehlt die „Action“, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Wir haben zwar den progressivsten Präsidenten seit Jahren, sehen bisher jedoch Null Fortschritt in regulatorischen Belangen. Selbst wenn die bisherigen Vorschläge umgesetzt werden würden, woran angesichts der Stimmung im Kongress Zweifel bestehen, könnten sie eine Krise, wie die laufende, nicht verhindern. Wir legen im Monat die Saat für die nächste. Angesichts dessen, was im punkto moralische Risiken getan wird, dürfte sie sehr wahrscheinlich noch gravierender werden als die jetzige. Alleine schon die Manipulation der Rohstoffpreise ist eine globale Bedrohung.

Sie reden von Manipulation und Betrug. Können Sie es beweisen?

Das Federal Bureau of Investigation (FBI) erklärte schon im September des Jahres 2004, es könne eine Epidemie von betrügerischen Aktivitäten im Hypothekarbereich beobachten. Sollte sie nicht gestoppt werden, könne sie zu einer Wirtschaftskrise führen - und es hatte Recht. Die Ratingagentur Fitch schaute sich nur eine kleine Auswahl von Immobilienkrediten an. Die Resultate seien „beunruhigend“, hieß es damals. Beinahe jeder betrachtete Vertrag habe betrügerische Aspekte offenbart. CDOs, die auf Subprimekrediten und so genannten „Lügenkrediten“ basieren, müssen hohe Wertabschläge hinnehmen. Die Ursache ist Betrug.

In den Vereinigten Staaten wurden „Lügenkredite“ im Wert von 750 Milliarden Dollar abgeschlossen und offen so bezeichnet. Ein einziges Finanzunternehmen, Indymac, verursachte auf diese Weise Verluste, die größer sind als die der gesamten Sparkassenkrise der 80er-Jahre. Im vergangenen Jahr gab es 82.000 strafrechtliche Untersuchungen mit Bezug zu Hypothekargeschäften - und die sind nur ein kleiner Teil von wahrscheinlich Millionen Betrugsfällen. Wir reden von so genanntem Kontroll-Betrug: Scheinbar legitime Unternehmen werden genutzt, um mittels Rechnungslegung Betrug in großem Stile zu begehen.

Wieso ging niemand dagegen vor?

Nach den Terroranschlägen im September 2001 wurde spezialisiertes FBI-Personal aus diesem Bereich abgezogen und bis heute nicht ersetzt. Viele verbliebene Experten wurden gebunden durch Fälle wie Enron und Worldcom.

Das war Vergangenheit. Was passiert jetzt?

Das FBI-Personal wurde nicht ersetzt. Bis jetzt wurde noch nicht eines der spezialisierten Finanzinstitute verklagt oder gar verurteilt. Die regulatorischen Instanzen werden noch heute von beinahe denselben Personen geleitet, wie in den vergangenen Jahren. Geithner war der Präsident der Federal Reserve von New York. Eine seiner Aufgaben war es, die großen Banken zu beaufsichtigen, die primär für die laufende Krise verantwortlich sind. Und er hat überhaupt nichts dagegen getan: Er hat nicht gewarnt, er hat die Krise nicht gesehen und er ist nicht gegen die Betrugswelle vorgegangen. Er hat komplett versagt. Das ist wohl der Grund, wieso er zum Finanzminister befördert wurde.

So haben sie kein Vertrauen in die aktuellen Regulierungsvorschläge?

Nein. Erstens wurde noch keiner umgesetzt. Zweitens hätten sie die Krise nicht verhindern können. Drittens gehen sie nicht weit genug, denn keiner hat grundlegende Änderungen zum Ziel. Die Regierung versucht faktisch sogar den Sekundärmarkt für die toxischen Hypothekarpapiere wiederzubeleben. Das ist verrückt. Schon Einstein sagte, es sei töricht, dasselbe zweimal zu tun und unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.

Hat Paul Volcker als Berater des Rräsidenten und Ökonom der alten Schule nicht genügend Macht, um dagegen vorzugehen?

Volcker ist sehr frustriert über die Regierung, weil sie keine fundamentale Reform anstrebt. Dabei könnte sie an Popularität gewinnen. Larry Summers jedoch hat die Macht. Und als graue Eminenz steht Robert Rubin dahinter.

Wenn sie als ehemaliger und erfahrener Regulator das Sagen hätten, was würden sie tun?

Als erstes würde ich den großen, systemisch und strategisch gefährlichen Finanzunternehmen verbieten, weiter zu wachsen. Es ist verrückt, diese Zeitbomben, die jede bei einem Ausfall das Finanzsystem ruinieren könnte, weiter ticken zu lassen. Nein, wir machen sie sogar noch größer, geben ihnen dir Möglichkeit, ihre Verluste buchtechnisch zu verstecken und geben ihnen auch noch eine Kapitalgarantie, um die moralischen Risiken zu maximieren. Die nächste Krise wird umso wahrscheinlicher. Zweitens muss das Management der Firmen ausgetauscht werden, das sie zu Zombiebanken gemacht hat. Drittens muss man die Banken zwingen, kleiner zu werden. Einerseits durch Regulierung, andererseits durch Steuern, die höher werden, desto größer sie sind. Viertens muss der Markt mit derivativen Produkten strukturiert werden.

Können sie den dritten Punkt deutlich machen, etwa am Beispiel von AIG?

Das Unternehmen muss aufgespalten werden. AIG hat vermutlich sehr gesunde Versicherungssparten. Es gibt auf der anderen Seite keinen vernünftigen ökonomischen Grund, wieso das Unternehmen Geschäfte im Gegenwert von mehr als 400 Milliarden Dollar mit Credit Default Swaps gemacht hat. Man hätte diese Handelsabteilung herauslösen und in die Insolvenz gehen lassen müssen. Es gab nicht einen vernünftigen Grund, wieso sie Steuergelder erhalten sollte. AIG wurde jedoch von Geithner und dem ehemaligen Finanzminister Henry Paulsen genutzt, um befreundeten Banken heimlich aus der finanziellen Patsche zu helfen. Sie gaben AIG 30 Milliarden Dollar Steuergelder, die heimlich und am Kongress vorbei an Unternehmen wie Goldman Sachs, wo Paulson zuvor Vorstand war, und die UBS, die auf diese Weise Strafzahlungen wegen Steuerproblemen vom amerikanischen Steuerzahler mehr als erstatt bekam, gingen. Trotz massivster Interessenkonflikte fungierte Goldman Sachs sogar als Berater für solche Transaktionen.

Sehen sie jemanden, der zu Veränderungen führen könnte?

Bisher wurden in der Regierung und auf regulatorischer Seite zu viele Personen ernannt, die Teil des Problems sind und nicht der Lösung. Möglicherweise bringt die neu ernannte Pecora-Kommission Fortschritte. Grundsätzlich sind Ökonomen schlechte Regulatoren. Denn sie glauben ideologisch ans Märchen vom effizienten, sich selbst regulierenden Markt.

Was halten sie von Basel II?

Nichts. Es besagte, große Banken hätten zuviel Kapital, die Kapitalunterlegung von Hypothekarpapieren könne besonders gering bleiben und Banken könnten ihre eigenen Bewertungsmodelle verwenden, um ihre Bilanzpositionen zu bewerten. Und - was denken Sie wo die in der Vergangenheit ausgewiesenen Gewinne und die damit verbundenen hohen Boni herkamen? Natürlich von hohen „Werten“. Alle Welt wusste das, nur die Neoklassiker wollten es nicht wahrhaben.

… und den Rating-Agenturen?

Sie zeigen, wie einfach es gewesen wäre, die Krise zu vermeiden. Hätten die Regulatoren mit geringstem Personalaufwand dort die Prozesse und Bewertungsmodelle ernsthaft geprüft, so wäre der globale CDS-Markt schon am ersten Tag der Prüfung zusammengebrochen. Ratingagenturen müssen entweder verstaatlicht oder abgeschafft werden. Sie bieten in der gegenwärtigen Form keinerlei nützlichen Dienste.

Was wird herauskommen beim kommenden Treffen der Führer der G20-Staaten?

Sie werden Reformen ankündigen. Die meisten werden jedoch den nationalen Staaten überlassen werden. Wenn man international vorankommen will, muss man den Basel-Prozess ändern, der in jetziger Form nicht nur ineffektive sondern sogar destruktiv ist. Um zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen, müsste man die theokratischen Ökonomen ersetzen, die das Sagen haben.

Das Gespräch führte Christof Leisinger

www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3/...on~Sspezial.html

Antworten
Stöffen:

Wie bereits hier prognostiziert

7
18.09.09 18:29
ist es nun soweit
http://www.ariva.de/...ing_eine_Frage_t283343?pnr=6474542#jump6474542

FDIC May Tap Treasury Line to Bolster Fund, Bair Says

The Federal Deposit Insurance Corp. is considering tapping a Treasury Department line of credit as the agency examines ways to replenish a reserve fund depleted by 92 bank failures this year, Chairman Sheila Bair said.

The FDIC’s board will seek public comment on options that may include charging banks a fee, issuing debt or tapping the Treasury, Bair said today at a conference at Georgetown University in Washington. Lawmakers this week urged Bair to use the borrowing authority that was expanded in May.

“We are currently considering all options, including borrowing from the Treasury,” Bair said.

The FDIC insurance fund, used to pay depositors of failed banks, fell to $10.4 billion as of June 30, the lowest since the savings-and-loan crisis in 1993, the agency reported last month. Community banks are lobbying the FDIC and Congress to keep the agency from charging the industry an additional fee to bolster the fund, saying lenders are struggling to raise capital and have already paid an emergency fee this year.

The agency has the authority to tap a Treasury line of credit that Congress in May increased to $100 billion, with a temporary ceiling of $500 billion through 2010.

‘Hot Coals’

“Chairman Bair would rather walk over hot coals than draw on the line of credit from Treasury,” Camden Fine, president of the Independent Community Bankers of America, said today in a telephone interview. Fine’s group has opposed an assessment to boost the fund, saying it would unfairly burden small banks.

U.S. Representative Barney Frank, the Massachusetts Democrat who leads the House Financial Services Committee, and Senator Carl Levin, a Michigan Democrat, said this week the FDIC should borrow from the Treasury instead of levying a fee.

“There is a philosophical question about the Treasury credit line, whether that is there for losses we know we will have or whether it’s there for unexpected emergencies,” Bair said today, noting that there is conflict in Washington over whether taxpayers or the industry should bear the burden.

Borrowing from the industry would be the most attractive option, Fine said.

“You’re not using taxpayer money,” he said. “You move away from the stigma of borrowing from the taxpayer and all of the baggage that comes with it.”

The agency classified 416 banks as “problem” institutions in the second quarter, a status that suggests they are at greater risk of failing. Historically, 13 percent of banks on the list fail, Bair has said.

Bair today restated her support for having a council of regulators monitor large firms for systemic risk instead of giving the authority to the Federal Reserve as proposed by President Barack Obama.

‘Big Picture’

“An oversight council would see the big picture, with a wide range of views making it more likely we’d flag the next problem before it causes significant damage,” Bair said.

She also called for a mechanism for unwinding failing systemically important non-bank firms similar to the process used by the FDIC for dissolving banks. Bair also is seeking powers to seize the holding companies of U.S. lenders.

Regulators have to be “more vigilant and vigorous,” Bair said. “There’s a difference between free markets and free-for- all markets. The government needs to set and enforce the basic rules.”

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=anA40Xh8bco4
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Stöffen:

Hmmh....

10
18.09.09 18:47
Schaut aus, als wenn aktuell einiges an Knete wohl wieder "unter der Matratze" sprich in die relativ sicheren 30-day Treasuries geparkt wird.
Die Entwicklung beim $UST1M verlief im letzten Jahr nach der Lehman-Pleite ähnlich.
In US-Blogs laufen schon Wetten a la "Wells Fargo will be the next big bank to blow up"
Schaun mer mal.
Der USA Bären-Thread 260669
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Eidgenosse:

Vorschau auf die Q1 2010 Earnings

7
18.09.09 19:27
Antworten
daiphong:

William Black scheint Malko zu lesen.

3
18.09.09 19:52
Antworten
thostar:

Zeitbombe oder Systemkrise

10
18.09.09 20:51
oder beides?
Ich frage mich nur, warum die Schieflage nicht in den Medien breitgetreten wird... geht es wirklich darum, nach dem lauten Knall, den es mit Lehman bereits gab, nochmals eine Ladung Lemminge ins Meer zu treiben?
Es kann doch nicht sein, dass die gesamte Menschheit sich nach einem lausigen halben Jahr erneut täuschen lässt und zB wieder Schrottpapiere kauft in Immobilien und Aktien. Ich hatte mir eine solche Erholung nur theoretisch am Chart vorstellen können, aber ernsthaft niemals so weit gedacht.
Wie kann es denn bitte sein, dass die Bürger aller Länder völlig unkritisch den 'Rettungsaktionen' gegenüberstehen und eine Verdoppelung der Verschuldung innerhalb kurzer Zeit ohne eine einzige negative Reaktion akzeptieren? Merken die denn nicht, dass sich die oberen 10Tausend nur selber retten?
Es hat sich noch immer nichts im Vergleich zum Mittelalter geändert; den Menschen muss man das Fell über die Ohren ziehen und sie finden es toll.
Wie soll denn bitte die globale Megaverschuldung abgebaut werden? Jeder weiss, dass die Schulden und der Schuldendienst bereits zu gross sind, um sie innerhalb des möglichen Wirtschaftswachstums zu tilgen. Es gibt nur noch die Möglichkeiten globale Währungsreform und /oder Systemreform des globalen Kapitalismus oder Krieg. Oder habe ich etwas vergessen?
Antworten
wawidu:

Ein "Schlüsselchart"

10
18.09.09 21:24
Alle Charts der St. Louis Fed zur Kreditsituation der privaten Haushalte lassen eines erkennen: Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist die Kreditentwicklung negativ. Was diesbezüglich J/J passiert ist, zeigt der angehängte Chart sehr drastisch. Das ist schlicht und ergreifend Kreditkontraktion in einer erschreckenden Größenordnung.
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 260707
Antworten
thostar:

Ende der Deflation?

6
18.09.09 21:35
Würde ja nicht unbedingt zu wawidu's chart passen:

Das Ende der Deflation
von Ian Campbell (breakingviews.com)  www.handelsblatt.com/finanzen/...as-ende-der-deflation;2458498

Die Teuerung dürfte sich in den USA bald wieder bemerkbar machen. Die Headline-Rate wird sich wahrscheinlich bis zum Ende des Jahres um etwa drei Prozentpunkte erhöhen. Die Investoren könnten zu zuversichtlich sein, dass sich Ben Bernanke und seine Kollegen bei der US-Notenbank nicht darum kümmern werden.

Im vergangenen Jahr hatte Rohöl die US-Preise mit sich nach unten gezogen - um jeweils 0,8 Prozent, 1,7 Prozent und 0,8 Prozent in den letzten drei Monaten des Jahres 2008. Ein Jahr später präsentiert sich die Vergleichsbasis niedriger. Das genügt, um das Vorzeichen bei der Änderungsrate im Preisindex in sein Gegenteil zu verkehren: von minus 1,5 Prozent auf plus 1,5 Prozent. Doch wenn sich das Teuerungsmuster der vergangenen drei Monate fortsetzt, könnte sich die Jahresrate im Dezember bei knapp unter drei Prozent zeigen.

Diese Art von Umschwung passt offensichtlich nicht zu einem derzeitigen Leitzins von wenig mehr als Null. Dennoch haben viele Vertreter der Fed angedeutet, der Tagesgeldsatz könnte noch für eine lange Zeit niedrig bleiben. Der äußerst niedrige Satz soll dazu beitragen, eine ungewöhnlich schwache wirtschaftliche Erholung zu stützen, gegen die hohe Arbeitslosigkeit zu kämpfen und die Banken und Verbraucher wieder auf den Weg der Genesung zu bringen. Doch die jüngsten US-Konjunkturdaten sind gar nicht so schwach ausgefallen, und ein Großteil des für wirtschaftliche Anreize vorgesehenen Geldes ist noch nicht ausgegeben worden.

Einige Fed-Gouverneure haben bereits ihrer Besorgnis über inflationäre Risiken Ausdruck verliehen. Was Bernanke selbst angeht, so hat er sich eindeutig dazu bekannt, dass die US-Notenbank nicht die Fehler wiederholen dürfe, die sie in den dreißiger Jahren begangen hatte, als zu hohe Zinsen mit dazu führten, dass das Land in der Depression versank. Doch er hat viel weniger deutlich zu einem anderen geldpolitischen Missgriff Stellung bezogen: Die Zinsen zu lange zu niedrig zu halten. Diese Fehlleistung hatte in den siebziger Jahren der Inflation Tür und Tor geöffnet. Und drei Jahrzehnte später wurde dieser Irrtum wiederholt und brachte eine enorme Immobilienpreisblase hervor - und dann den Kollaps des Finanzsystems.

Man könnte behaupten, dass die überaus lockere Geldpolitik bereits jetzt eine Blasenbildung bewirkt: bei Anleihen, Aktien, Gold, Rohöl und anderen Rohstoffen. Bernanke und seine Kollegen könnten zu der Einsicht kommen, dass die Fed die überschüssige Liquidität, die aufgeblähten Märkte und die potenzielle Teuerung eher früher als später in Angriff nehmen sollte. Er könnte den Leitzins auf, sagen wir, zwei Prozent anheben. Damit wäre der Satz immer noch niedrig und könnte real sogar in negativem Territorium liegen - unter der Inflationsrate. Aber die Deflationsparty der Märkte würde dann ein plötzliches Ende mit Schrecken finden.
Antworten
wawidu:

thostar - # 49289

7
18.09.09 21:57
"Es kann doch nicht sein, dass die gesamte Menschheit sich nach einem lausigen halben Jahr erneut täuschen lässt und zB wieder Schrottpapiere kauft in Immobilien und Aktien."

Die Entwicklungen an den Finanzmärkten seit März d.J. kann man wohl kaum "der gesamten Menschheit" in die Schuhe schieben. Wir wissen doch genau, wer für dieses neue "Casino" verantwortlich ist: die großen Banken und ihre diversen Hedgefonds, die mit billigem Geld, das nur diesen seitens der Fed, die ihnen ja im Prinzip gehört (die Fed ist keine staatliche Institution!), zur Verfügung gestellt wird, auf Teufel komm raus spekulieren. Im Kern ist der Eigenhandel der Banken die Crux dieses Systems. Die neue (oder besser: die gewohnte) Gier der Bankster und die Tatsache, dass von dem billigen Geld kaum etwas in der Realwirtschaft ankommt (Unternehmen mit Ratings unterhalb von A = über 70 % aller Unternehmen, die Bonds ausgeben, müssen z.Z. Bonds mit Zinscoupons von 8 % aufwärts bieten, um sich refinanzieren zu können!), birgt schon wieder den "Minsky Effekt" in sich.
Antworten
thostar:

Wie man die Krise sieht - am TecDax - unstoppable

7
18.09.09 22:30
nämlich offensichtlich als einen unerklärlichen Unfall, der mit der realen wirtschaftlichen Entwicklung nichts zu tun hat. Die gesamten Verluste seit Lehman wurden wieder aufgeholt und in dieser Woche überholt. Der Anstieg des letzten halben Jahres ist grösser als 2003 und überspant in der Hausse von 2003 bis 2006 vier Jahre mühsamen Anstieg. (eingefleischte Bären bitte wegsehen)
Jetzt müssen auch noch die Schwergewichte Q-Cells und Solarworld mitziehen -wider dem besseren Wissen, dass die Margen langfristig unter Null liegen werden.
(Verkleinert auf 82%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 260722
Antworten
Katjuscha:

Der Nasdaq100 liegt jetzt schon wieder auf dem

7
18.09.09 22:50
Niveau von März/April 2007.

Nur zur Erinnerung. Die ersten Auswirkungen des Immocrashs gab es bereits Mitte 2007, wie die Kursstürze von Fannie Mae und Freddie Mac damals zeigten. Viele Subindizes und Nebenwerte drehten damals schon leicht nach unten. Das heißt die Nasdaq steht heute fast auf dem Stand des absoluten Konjunktur- und Börsenhochs des 2.Quartals 2007.

Wenn wir Inflationstendenzen hätten, könnt man das ja noch halbwegs verstehen, aber so ...
"Das Mitbringen von Dosen, ...Tieren, Nazis, ...pyrotechnischen Erzeugnissen ist untersagt."
Antworten
wawidu:

Ein Blick nach Kalifornien

7
18.09.09 23:21
- mit über 38 Millionen Einwohnern in 2008 der bei weitem bevölkerungsreichste Staat der US. Mehr als 12 % aller Amis leben dort. Im Anhang zeige ich einen Chart des Coincident Economic Activity Index in der Version Percent Change from Year Ago. Dieser reflektiert die mittelfristig geglättete wirtschaftliche Realität und sieht mE alles Andere als Optimismus erweckend aus. Der Originalchart dieses Index lässt erstmals seit den 1980ern einen deutlichen Dreher nach unten erkennen, in dem ich ein weiteres Indiz für einen "Big Unwind" sehe.
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 260729
Antworten
Contrade 121:

@fkuebler #49272

14
18.09.09 23:24
Sicherlich, das Buch ist kann nicht auf die ersten 15 Seiten beschränkt werden. Die Ausführungen des 1. Kapitels sind schon 37 Seiten lang. Von dem her...

Koo's Gedanken, Ausführungen sind echt genial und treffen den Punkt. Hier ein vielleicht kurzer Abriß:


Generell,  Koo's Ausführungen beruhen auf Aussagen Bernanke's, dem Bären-Thread-Freund, dass derjenige den heiligen Gral der Makroökonomie finden wird, der die Vorgänge vor und während der amerikanischen Depressionsjahre adäquat darstellen kann. Bernanke hat es wohl nicht schlüssig erklären können - Koo tut es mMn. Er betrachtet nicht nur die Depression der '30-iger, sondern japanische Rezession/Depression und Deflation der '90-iger. Schon hier hat eine breitere analytische Basis als unser aller Freund, der nur auf die Krise seines Landes eingeht.

Interssanterweise hält Koo die 15-jährige Krise Japans nicht als "verlorene Jahre". Der Verlust aus dem Platzen der Asset Price-Blasen, kam es insgesamt zu Vermögensverlusten 1,500 Trillionen Yen (3-Fach GDP Japans). Die Amerikaner hatten während der dreißiger Jahre vglw. einen Verlust in Höhe eines jährlichen GDP. Die Arbeitslosenquote in USA stieg auf 25% während in sie in Japan unter 5% blieb.

Das Hauptproblem, der Japaner war das Bestreben von Wirtschaftssubjekten, allen voran den Unternehmen, ihre durch Asset-Price-Verfall entstandene Schulden abzubauen (d.h. die Unternehmen hatten ausreichend cash flow einsammeln können, hauptsächlich durch die Wertschöpfung in der Industrie). Die niedrige Arbeitslosigkeit sorgte für ausreichend Konsumnachfrage innerhalb Japans. Sowohl die Haushalte als auch der Staat hatten 1990 gewaltige Finanzierungsüberschüsse (10% und 2% des BIP) und standen insofern viel besser da als ihre heutigen Pendants in den USA und Großbritannien.

Dass die japanische Wirtschaft nach dem Vermögensschock so gut über die Runden kam, lag sicher nicht allein und auch nicht vor allem an der Geldpolitik. Koo zeigt, dass niedrige Zinsen die Nachfrage und damit die Konjunktur nicht stimulieren können, wenn alle bestrebt sind, erst einmal ihre Schuldenberge abzutragen. Was Japan entscheidend geholfen hat ab dem Jahr 2000 aufwärts, war die Bereitschaft des Staates, nun doch Budgetdefizite gewaltigen Ausmaßes hinzunehmen.

Die Lehre, die daraus zu ziehen ist, und die Koo zieht, lautet: Wenn die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen wegbricht, weil sowohl die Unternehmen als auch die Haushalte an nichts anderes denken, als ihre individuellen Bilanzen in Ordnung zu bringen, muss der Staat ran. Niedrige Zinsen und eine Stützung des Finanzsektors helfen dabei, aber ohne einen verschuldungswilligen Staat geht es nicht. Am Wichtigsten ist, dass also ein Ersatz für den Ausfall der privaten Nachfrage geschaffen wird. Wenn der Staat nicht energisch eingegriffen hätte, wäre es auch in Japan zu einer mehrjährigen Depression gekommen.

Folglich: Japan hat sehr wohl aus früheren Krisenerfahrungen gelernt und nicht viel falsch gemacht. Die USA dagegen, aus ihrer Position als der weltgrößte Konsument, wo alle Wirtschaftssubjekte bis zum Hals verschuldet sind, steht nicht gerade einer "komfortablen" Situation wie Japan in den 90-igern gegenüber.

Ein weitere Sache die mir bewußt geworden ist: Die Staatsanleihen Japan's haben immer noch beste Bonitäten - genauso wie z.B. die deutschen. Warum? Ganz einfach, weil diese beiden Staaten in der Welt eine starke Gläubigerstellung innehaben.

Aus einem kurzen Abriß ist nun ein längerer Text geworden - wobei ich sagen muss, dass ich mit dem Buch immer noch kämpfe bzw. vielleich gerade einmal ein Drittel gelesen habe.
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CarpeDies:

Norbert Walter hat wieder mal

11
19.09.09 00:37
eine eigene Meinung, die durchaus plausibel ist. Scheint, dass der Mann im Ggensatz zu manchem anderen ein gewissen Rückgrat hat und auch unpopuläre Meinungen weiter publik macht:

Das "erste U"

Von Arvid Kaiser

Der Dax klettert immer weiter. Die aktuelle Wirtschaftslage spiegelt der Leitindex damit nicht mehr wider - Ökonomen sehen eine aufziehende konjunkturelle Dämmerung. Nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter stehen die Deutschen vor weiteren Krisen.

Der Dax Chart zeigen ist etwas in Verruf geraten. Deutschlands wichtigstes Börsenbarometer macht stur auf Optimismus. Seit Mitte Juli erklimmt es fast jede Woche ein Jahreshoch, Änderungen sind nicht in Sicht. Mittlerweile rangiert der Aktienindex etwa 55 Prozent über seinen März-Ständen - nur Deutschlands Wirtschaft will dem Dax bisher bei Weitem nicht so schnell hinterherstürmen. Und jetzt warnen Volkswirte vor möglichen Börsenrücksetzern.

Spätestens im kommenden Jahr falle der Dax womöglich zurück, glauben Volkswirte, wenn die Notenbanker ihre Wirtschaftsstimulierungen voreilig aufgäben. Als fehlgeschlagenes Ostergeschenk, sozusagen.

Allerdings sind auch Wirtschaftsprognosen etwas in Verruf geraten. Zumal die von Volkswirten. Reihenweise lagen sie im vergangenen Jahr um mehrere Prozentpunkte daneben, meist auch noch mit dem falschen Vorzeichen. Als Klaus Zimmermann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, nach einem Prognosestopp rief, klang das deshalb auch durchaus ernst gemeint. So weit ist es nicht gekommen, doch kaum jemand leistet sich noch eine eigene Meinung zur Konjunktur. Fast alle zuckeln im Geleitzug des Konsens.

Mutig tritt dagegen Norbert Walter hervor, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Er offenbarte seine ganz persönliche, vom Konsens deutlich abweichende Sicht auf die Weltwirtschaft in dieser Woche ganz beiläufig, als Randbemerkung in einem Bericht von einer Asien-Reise (unter dem selbstbewussten Titel "Was dem Fahrensmann auffiel"), und Walter zweifelt an dem grassierenden Optimismus: "Derzeit verführt die Abwrackprämie Analysten dazu, von Aufschwung zu sprechen." Das werde wohl von Konjunkturdaten im dritten Quartal gestützt, räumt Walter ein, dies sei aber "nur eine kurze Aufwärtsbewegung auf der Talsohle", glaubt er. Deshalb doziert der Fahrensmann: Wir haben nicht die Rezession hinter uns gelassen, sondern nur "das erste U".

Wir erinnern uns: Vor Monaten diskutierten Volkswirte, ob die Rezession eine V-Form (kurzer Absturz und dann schnelle Erholung) annehmen würde, oder wie ein U einen längeren Weg durch ein tiefes Tal beschreiben. Die U-Sicht hat sich inzwischen weithin durchgesetzt.

Doch Walter geht noch weiter: "Die Weltwirtschaft wird einen Zyklus in Form eines 'Triple-U' erleben", das heißt zwei von drei solcher schmerzhaften U-Krisen in direkter Folge stehen erst noch bevor. Nummer zwei werde durch die steigende Arbeitslosigkeit als Folge der gekürzten Produktion ausgelöst, was für "niedrigere Einkommen und schwächere Einzelhandelsumsätze im europäischen Winter" sorge. Und dann komme Nummer drei.

Wenn uns dann so richtig kalt geworden ist, schlägt "zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2010" das dritte U ein, "sobald die Zentralbanken anfangen, aus der Stimulierungspolitik auszusteigen". Walter legt sich sogar so weit fest, dass die US-Notenbank Federal Reserve "um Ostern" beginnen werde, die Geldmenge wieder zu reduzieren und die Zinsen zu erhöhen, und so die Konjunktur abwürgen.

Dämmerung: Volkswirte befürchten spätestens im Frühjahr eine Abkühlung
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Dämmerung: Volkswirte befürchten spätestens im Frühjahr eine Abkühlung
© DDP
Was das für Anleger heißt, ist Walter klar: "Das wird die Aktienkurse belasten." Allerdings wird wohl tatsächlich niemand bei der derzeitigen Rally von Dax Chart zeigen, Dow Jones Chart zeigen und Co. behaupten, ein solches "Triple-U"-Szenario spiegele sich in den Kursen wider.

....
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Anti Lemming:

Dieses WE zwei Bankenpleiten - Gesamtzahl nun 94

9
19.09.09 09:20

in diesem Jahr. Die beiden Pleiten kosten den FDIC (US-Einlagensicherungsfonds) 850 Millionen Dollar. Damit sinken seine  liquiden Mittel  nach meinen Berechnungen auf 6,75 Milliarden Dollar.

Kein Wunder, dass FDIC-Chefin Blair schon mal die Fühler nach staatlicher Mittelaufstockung ausstreckt.

 


 

Sept. 18, 2009, 6:13 p.m. EDT
Two Irwin Union Bank failures bring 2009 total to 94

By John Letzing, MarketWatch

SAN FRANCISCO (MarketWatch) -- Two Irwin Union Bank subsidiaries in Kentucky and Indiana were closed by regulators Friday, bringing the total number of U.S. bank failures this year to 94 and punching an $850 million hole in the federal deposit insurance fund.

The Federal Deposit Insurance Corp. said that Irwin Union Bank and Trust Co. in Columbus, Ind., and Irwin Union Bank F.S.B. in Louisville, Ky., were each closed.

Irwin Union Bank and Trust Co. had $2.7 billion in assets and $2.1 billion in deposits as of Aug. 31, the FDIC said. Irwin Union Bank F.S.B. had $493 million in assets and $441 million in deposits as of Aug. 31.

Hamilton, Ohio-based First Financial Bank has agreed to assume the failed banks' deposits. First Financial Bank said in a statement that assumption of the Irwin Union Bank subsidiaries brings with it 27 banking centers in nine states.

The effect on the subsidiaries' parent, bank holding company Irwin Financial Corp. , was not immediately clear. An external spokeswoman for the company was unable to comment. Shares of Irwin Financial tumbled more than 50% to 22 cents a share in late trading.

Irwin Financial had disclosed in a regulatory filing on Wednesday that it was told by the Federal Reserve Bank of Chicago and the Indiana Department of Financial Institutions that they disagreed with its view of the timing and recognition of certain loan losses at Irwin Union Bank and Trust Co., requiring it to submit amended reports to the FDIC.

The failures marked the first this year both in Indiana and Kentucky. However, bank failures have become a regular occurrence since the economic calamity late last year the ensuing credit crunch.

The FDIC said the last bank closed in Indiana was seized in 1992, while last closure in Kentucky occurred in 1991.

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Svartur:

Dummheit stirbt zuletzt

12
19.09.09 09:39
Leider stirbt die Dummheit zuletzt. Mit zielsicherer Genauigkeit sitzen heute an den Schaltstellen der Macht meist Männer und weniger Frauen, deren Auswahlkriterium wohl darin gelegen hat, möglichst keinen Sachverstand zu besitzen. Während in jeder Firma ein Mitarbeiter genauestens ausgesucht wird, die Kenntnisse hoch sein müssen, reicht es an der Spitze eine gute Präsentation präsentieren zu können und sich entsprechend in Szene zu setzen, neben der Fähigkeit anderen in den Hintern zu kriechen, dass nur noch die Füsse rausschauen.
Um das aufzuschlüsseln ist die erste Frage, wem wird in den Hintern gekrochen und wer steckt in demselbigen?
Bei der FED ist es ein ausserordentlich großer Hintern, nämlich der von einer Hand voll Banken, die es geschafft haben bis an die höchsten Stellen "loyale" Leute einzusetzen.
Seltsamerweise scheint die ganze Welt darüber Bescheid zu wissen. Seltsamerweise kann man dagegen nichts unternehmen.
Während Milliarden zum "Schutz" der Bevölkerung vor Terrorismus ausgegeben wird, bleibt es aus, den Finanzterrorismus eben dieser Banken zu beenden und die entsprechend Handelnden in ein Finanz Guantanamo zu stecken. Was geschieht in Wahrheit? Die Milliardenvernichter werden hofiert, die wirklich arbeitende Bevölkerung wird abgestraft.
Leider verschliessen viele angesichts der Börsensteigerungen die Augen vor einem drohenden Kollaps. Sie glauben, genau wie vor 2007, daß steigende Aktienkurse schon ihre Richtigkeit haben, weil die großen Player genau wissen was sie tun.

Also gut, wissen die es wirklich? Wenn sie es wissen, wieso haben sie dann so katastrophale Geschäftsergebnisse vorgelegt und benötigen Billionen an Steuergeldern? HALLLLOOOO, Kopfnuß gebe, Ihr solltet nicht über Kritiker dieses Systems schimpfen, sondern mal genau hinschauen was geschieht. Die Regierungen verteilen nämlich seit Jahren das Geld um und alle spielen mit. Was war der Neue Markt? Doch wohl genau die selbe Masche, ausgenutzt wurde die Unwissenheit und Gier einer breiten Masse und wer ist dafür bestraft worden? Richtig, die Anleger und damit diese beruhigt werden, wurden einige Strohmänner öffentlich ausgebuht. Wie es Herrn Haffa heute geht? Mal googeln meine Freunde!
Kommen wir zum Wirtschaftsaufschwung. Also, wenn jemand einen Betrieb hat und ein Mitarbeiter permanent Mist baut, wird dieser entlassen und durch einen ersetzt, der es hoffentlich kann. Was geschieht bei uns in der obersten Etage? Die Mitarbeiter die die Krise mit der Gesetzgebung der Rahmenbedingungen verursacht haben, sitzen heute noch ne Etage höher und leiten sogar die Geschicke der Weltwirtschaft auf politischer Ebene.
Leutz, noch alle zu Hause oder zu viel Holzsplitter an den Händen vom am Kopf kratzen? Wie bitte soll eine Weltwirtschaft auf die Füsse kommen, wenn nicht die richtigen Konsequenzen gezogen werden und die Rahmenbedingungen für die gesamte Wirtschaft sich verändern, einschließlich neuer gesetzlicher Regelungen für alle Marktteilnehmer an den Börsen.
Die Bullen glauben ernsthaft, daß man Geld aus dem Nichts nimmt, es in die Börsen steckt, schlechte Zahlen als gute Zahlen verkauft und dann alle glücklich sind. Seit versichert, jeder Arbeitslose dreht euch den Hals rum für diesen dummdreisten Quatsch, die müssen nämlich die Realität erleben, während die Bullen ihre Zukunft verzocken und genau das ist was jetzt geschieht.
Aber damit niemand sagt, es würde nur die Zukunft madig gemacht, nein, es gibt auch Lichtblicke, nämlich das die Bevölkerung die Situation nutzt und endlich aufsteht. Auch wenn dagegen viele Widerstände stehen, aber es wird geschehen wenn der Druck groß genug ist.
Jetzt von dieser allgemeinen Beschreibung meiner Sicht der Lage die charttechnische, die grundsätzlich eigene Wege geht.
Unser Dax hat bisher noch keinen prozyklischen Short aufgebaut. Damit war vor dem Verfallstag auch nicht zu rechnen.  Somit gibt es zwei Möglichkeiten, für die die Long sind, eine Absicherung der Positionen bei 5670, bzw. Verkauf in Tops von Positionen. Die Topmöglichkeit für Montag liegt bei 5790. Am Freitag lag sie bei 5770 und am Donnerstag bei 5750.  
Auch in den USA zeigt sich maximal eine leichte Abschwächung im Markt, aber noch keine prozyklische Shortgelegenheit. Die Gefahr nach einer mehrtägigen Aufwärtsphase liegt aber in einem plötzlichen Abriss.
Die Gefahr das am Wochenende eine große Bank die Segel streicht und Montags ein Riesen Abwärts Gap entsteht ist immens.
Dem muß man Rechnung tragen und auch mal eine Flat Position zulassen.
Um meine Arbeitsweise zu erklären, ich handele und bin nicht darauf aus die Riesentrends vorhersehen zu können. Anhand meiner Marken versuche ich Ein und Ausstiege zu generieren, um einen Trend danach ausgiebig zu reiten. Wenn es erlaubt ist, werde ich meine Marken hier gerne einstellen und meine Meinung dazu. Daytrading in Form von Scalping betreibe ich in den Währungen, aber das hat hier nix zu suchen und läßt sich auch nicht ordentlich vermitteln.
Sollte es zu einem Kursrückgang beim Dax kommen und dieser läuft in geordneten Bahnen, liebe Bullen, dann habt ihr weiterhin die Chance die 6200 zu erreichen, ausgehend von 5400 bis 5450.
Würde irgendein Ereigniss den Markt schlagartig unter Druck bringen, ist die 6200 als maximal ausrechenbares Ziel aktuell Essig. Da im Markt die entsprechenden Down Bewegungen fehlen, lassen sich keine Abwärtsmarken aufbauen.
Interessant ist aber, daß wir die Anstiege in den Märkten zum einen mit schwachem Umsatz hatten und zum anderen in Werten, wo man eher von einer Squeeze als von Institutionellen mit längerfristiger Investitionsneigung ausgehen kann , plus eben der Steuermilliarden zur freien Verfügung an unsere Geldspielautomatenfans in den Banken. So ist das eben, einem Süchtigen gibt man auch kein Geld damit er weiter seiner Sucht nachgeht, er muß in die Entziehungskur.
Wenn die Notenbanken Geld aus dem Markt ziehen wird es bitter, hierauf ist zu achten, Geithner hatte es bereits angekündigt. Es wird nicht genügend Marktteilnehmer geben, die diese Stücke zu höheren Kursen abnimmt.
Genug geschrieben, wünsche Euch ein schönes WE

Volker
Antworten
Stöffen:

Moody's bearish on housing recovery

9
19.09.09 09:53
Moody's bearish on housing recovery

Analysts say it will take more than 10 years to recapture peak home prices

BOSTON (MarketWatch) -- Moody's Investors Service threw cold water on optimistic projections of a V-shaped recovery in the battered U.S. housing market, predicting it could take more than 10 years to get back to boom-level prices.

www.marketwatch.com/story/...eak-this-decade-moodys-2009-09-18
Der USA Bären-Thread 260754
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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