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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Allianz SE

Strategie Hebel
Steigender Allianz SE-Kurs 4,93 10,07 14,98
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Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VJ7TQJ5 , DE000VY0EC60 , DE000VY04JR8 , DE000VJ05RE7 , DE000VH5M9Z4 , DE000VH4TTT7 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Dreiklang:

Zinsen - am Potenzialwachstum hängt alles

13
13.09.09 14:53
Man kann einigermaßen begründbar argumentieren, dass Realzins nur durch Potenzialwachstum gegenfinanziert werden kann (Begründung folgt später...)

Hohe Zinsen nur zum Inflationsausgleich ohne Potenzialwachstum: Geht das?

Meine Meinung: Geht nicht.

Denn auch wenn eine Investition auf Kredit getätigt, sich in der Rückzahlung durch die Inflation verbilligt: Zinsen sind Kosten und müssen erst einmal gedeckt werden.  Auch Zinsen unterliegen dem Angebot von Angebot und Nachfrage: Der Zinsnehmer muss erst einmal seinen Zinsgeber finden.

Wie hat man sich das vorzustellen? Die riesige geschöpfte Geldmenge, zunächst Buchgeld, durch den BailOut (TARP etc.)  in Zentralbankgeld verwandelt und damit permament, wäre durch Inflation zur Anlage gezwungen. Soviele hochrentierliche Anleihen, wie dann erforderlich, wären gar nicht vorhanden, d.h.  Geldvermögen kann über Zinsertrag nicht mehr die Inflation ausgleichen. Aktien? Der Speku-Effekt (Asset-Inflation) ist nicht beliebig ausweitbar und wird letztlich durch das KGV hinterlegt. Bei KGV 100 ist der Zinsertrag umgerechnet 1%, damit kann die Aktie die Inflation nicht ausgleichen. Tatsächlich wird durch steigende Zinsen der Kurswert der Aktien empfindlich gefährdet, wenn die Dividende nicht ausgleichen kann.

Was bleibt? Aufkauf von Knappheitsgütern wie Rohstoffe, auch Fluchtwährungen wie Gold und Silber.

Daher sitzen die großen Zentralbanken in der Klemme. Zwar ist der mögliche Zinsanstieg begrenzt, da mit  QE zuviel Geld geschöpft wurde. Der Zinsanstieg wird geringer als die Inflation ausfallen, ist aber für die Wirtschaft schon zu teuer. Wesentlich zu teuer wird aber der Anstieg der Rohstoffpreise sein.

D.h. zwar ist Inflation von Bernanke heiß ersehnt, zugleich sehe ich  aber - im Gegensatz zur bisher herrschenden Meinung - die Gefahr einer  inflationsbedingten  Wirtschaftsdepression für gegeben.

Mit dieser Perspektive muss man die "Japan-Krankheit" : Deflation trotz enorm gesteigerter Geldmenge - geradezu als Erfolgsgeschichte werten. In Bernankes Haut möchte ich nicht stecken.

Stellt sich die Frage, ob die Perspektive im Euro-Raum soviel anders ist als in den USA. Die EZB dürfte ebenfalls auf jeder Menge ungedeckter Schecks sitzen.
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Malko07:

Ein plastisches Beispiel aus

16
13.09.09 15:03
der Ökonomenzunft: Es ist noch nicht solange her, dass der liebe Paul Robin Krugman sich über die zu geringen Anstrengungen bezüglich des zu geringen Umfanges der Konjunkturpakete in Deutschland echauffierte. Zwei Wochen später erlebte ich ih dann in einer Diskussion in der Glotze. Da stellte sich heraus, dass er praktisch Null Ahnung über die sozialen Sicherungssysteme bei uns hatte. Die wirken immerhin direkt beim Konsumenten, was Helikopter-Ben bis jetzt verzweifelt versucht zu erreichen, und stellen eine respektable Größe und eine wirksame Bremse auf dem Weg nach unten dar. Ist der liebe Herr Paul Robin Krugman nun ein Depp oder nur ein primitiver patriotischer Propagandist? Auf jeden Fall kann man ihn in meinen Augen nicht als Wissenschaftler  bezeichnen.

Stöffen: "Der Staat entschuldet sich durch Inflation" ist ja eine der Kernthesen aus der Ecke der Ökonomen-Zunft. Warum lese ich diese gebetsmühlenhaft vorgetragene These in letzter Zeit so häufig?

Wir erleben momentan massive Propaganda bezüglich des Einstiegs in die Aktienmärkte und in Gold. Dazu dient auch die Drohung mit der Inflation, nach dem Motto, die Aktien werden sich wieder erholen, das entwertete Geld nicht. Deshalb wird seit einigen Wochen das Inflationsschwein wieder häufig durchs Dorf getrieben. Dies wir die nächsten Wochen dann auch noch Unterstützung von der Statistikfront bekommen. Grund der wahnsinnige Preisverlauf der Rohstoff- und Energieeffekte und die damit einhergehende Effekte auf Jahressicht. Unterstützt wird das dann noch durch ein "überraschendes" Wachstum auf Jahressicht in den letzten Jahresmonaten. Wer hat wohl Interesse daran, dass wir ihm seine Aktien und sein Gold abkaufen werden? Wer es auch immer ist, ich finde wir sollten sie/es ihm bei diesen Preisen lassen.
;o)
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TurboLuke:

BDI

11
13.09.09 16:02
stellt man den BDI ggü. dem SPX, so springen einem gleich 2-3 Ding ins Auge:
1. BDI kann als Frühindikator betrachtet werden.
2. Verläuft im Großen und Ganzen synchron zun den Aktienmärkten
3. Der Panikverkauf im SPX im Feb/März konnte im BDI nicht bestätigt werden
4. Der (Panik)Anstieg der Aktienmärkte wird in den letzten 2 Monaten wird vom BDI ebenfalls nicht mehr bestätigt

ich warne daher vor neuen long-Positionen
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 259218
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turboluke.wordpress.com/
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permanent:

Im Goldrausch

8
13.09.09 16:55

#0000ff">Ich werde mich in der kommenden Woche mit dem Währungspaar Euro/Dollar beschäftigen. Dabei sehe ich den Dollar im Vergleich zum Euro steigen.

Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag.

Permanent

Im Goldrausch

von Robert Cyran (breakingviews.com)

 

Sollten Goldminengesellschaften ihre Produktion absichern? Barrick Gold mit ihrem relativ neuen Chief Executive Aaron Regent hat sich für die teure Antwort "Nein" entschieden. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Preissprung bei dem Edelmetall - auf über 1000 Dollar je Feinunze - das Interesse der Anleger immer stärker anheizt. Doch die Investoren könnten sich nach dem Schutz der Absicherungsgeschäfte zurücksehnen, wenn die Kurse wieder fallen.

Barrick hat in der vergangenen Woche Aktien im Wert von vier Mrd. Dollar verkauft - mehr als zehn Prozent ihrer Marktkapitalisierung -, um die Auflösung von Absicherungsgeschäften zu finanzieren. Das ist ein kostspieliger Akt der Haushaltsführung, ganz zu schweigen von dem umfassenden Strategiewechsel für das Unternehmen. Dennoch haben sich die Investoren in dem Bewusstsein auf die Aktien gestürzt, dass ihre Auslagen mit einem Aktienkurs entlohnt werden, der hinsichtlich des Goldpreises mit einer viel stärkeren Hebelwirkung versehen ist - und deswegen ein viel größeres Gewinnpotenzial aufweist, sollte der Preis des Edelmetalls weiter in die Höhe schießen.

Die Anleger waren allerdings nicht immer so gierig. Die Absicherungsgeschäfte von Barrick hatten das Unternehmen zu einem recht beliebten Vertreter seiner Zunft gemacht, als die Goldpreise noch niedrig waren. In solchen Zeichen tritt die operative Effizienz in den Vordergrund, und die Firmen sichern sich gern feste Konditionen, aus Furcht, dass die Preise unter die Kosten fallen. Unter den Minengesellschaften besteht dann auch die Tendenz, in andere Metalle zu diversifizieren.

Dem hat der stark steigende Goldpreis ein Ende gesetzt. Die Investoren wollen plötzlich nur noch reine Gold-Engagements und einfache Finanzausweise. So hat Barrick zum Beispiel gerade Teile ihrer südamerikanischen Silberproduktion an eine auf dieses Edelmetall spezialisierte Mine verkauft. Und Barrick steht in ihrem Bestreben, die Hedging-Bücher zurückzuführen, auch nicht alleine da: AngloGold Ashanti hat Ähnliches in Angriff genommen.

Ob dieser Strategiewechsel der richtige Schritt zur rechten Zeit ist, bleibt ungewiss. Gold könnte immer noch kräftig zulegen - in seiner Funktion als traditioneller Inflationsschutz und als Zuflucht für unsichere Anleger. Doch die Aufwärtsbewegung könnte genau so gut an Kraft verlieren. Zyniker könnten sogar so weit gehen, den Entschluss von Barrick als Indikator dafür zu interpretieren, dass die Preise Spitzenniveau erreicht haben.

Die derzeitige Begeisterung der Goldfans hat dazu beigetragen, dass Barrick eine Menge Cash einsammeln konnte und der Aktienkurs dabei nur geringfügig belastet wurde. Das Unternehmen hat den günstigen Zeitpunkt genutzt. Aber nachdem die Firma ihre Geschäfte so viele Jahre lang abgesichert hat, muss sie vor dem Kurswechsel lange und sorgfältig nachgedacht haben. Trotzdem dürfte die Entscheidung der Bosse beim nächsten Abschwung auf dem Goldmarkt einer Probe unterzogen werden.

Zum gleichen Thema, Eugen Weinberg:
Edelmetalle

Die Tatsache, dass der Goldpreis trotz eines schwachen US-Dollar, der gerade ein neues Jahrestief markiert, der Fantasie über weitere Barrick Zukäufe bis Ende September und des mehrmaligen Antestens der 1000 USD-Marke dennoch diese Marke nicht eindeutig nehmen. Wir deuten dies als relative Schwäche. Sollte der Goldpreis weiterhin unter 1000 USD notieren, wird es aus unserer Sicht die kurzfristigen Anleger, die zuletzt angesichts des starken Preismomentums und in Hoffnung auf einen starke Ausbruch in Gold investiert haben, dazu veranlassen, ihre Positionen zu schließen. Wir rechnen vorerst mit einer Preiskorrektur.

Ebenso schwer tut sich Palladium mit der 300 USD-Marke. Sollte dieses Niveau nicht bald erreicht werden, erwarten wir eine kurzfristige Korrektur auf 270 USD je Feinunze.

http://www.goldseiten.de/content/marktberichte/...e.php?storyid=11553

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Stöffen:

Auf die Inflation müssen wir noch warten müssen

13
13.09.09 18:22

Aus J.Jahnkes Blog:

Inflation hängt nämlich auch von der Geschwindigkeit ab, mit der Geld umläuft. Wenn sich die Geschwindigkeit stark verlangsamt, was wiederum von der Konjunktur abhängt, entsteht trotz Geldschöpfung keine Inflation. Derzeit ist diese Geschwindigkeit vor allem der Geldmengen M2 und M3 erheblich verlangsamt. Die Geschwindigkeit der M3-Geldmenge, die auch Anteile an Geldmarktfonds, Repoverbindlichkeiten, Geldmarktpapieren und Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren umfaßt, liegt so tief wie seit der Großen Depression nicht mehr. (Abb. 05207).

Der USA Bären-Thread 6478808

 

Erst wenn diese Geschwindigkeit wieder deutlich zunimmt, ist die Gefahr von Inflation angesagt und werden die Notenbanken gegensteuern müssen. Bis dahin ist Deflation die größere Gefahr

http://www.jjahnke.net/rundbr61.html#gel

 


 

Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Stöffen:

@Permanent, der Dollar-Chart

2
13.09.09 18:27
dazu aus Jesses Crossroads Cafe

H&S Top and "Iron Cross" on Weekly Dollar Chart Targets 66

The weekly chart on the US Dollar Index has rather awful technicals, as it has dropped to a recent low, and set the 'iron cross' in the moving averages that is generally the hallmark of a sustained decline.

There is a massive Head & Shoulders formation that *should* preclude a rally over 81 if it is working, limiting any gains to a further 'right shoulder.'

The ultimate objective of this formation remains 66.

It is difficult to square this with a technical outlook that includes a major decline in the US equity indices, since the pairs have been running inversely, that is, dollar down, and stocks up.

Anything is possible, especially when the governments are actively and aggressively 'tinkering' with the markets. It is possible that the Fed monetizes sufficiently to reinflate an equity bubble, essentially whoring out the Dollar and the real economy for the sake of the financial or FIRE sector.

jessescrossroadscafe.blogspot.com/
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Der USA Bären-Thread 259226
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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TGTGT:

Staatsverschuldung

6
13.09.09 18:48
(bereits im Quo in anderer Form gepostet). Das es jemals möglich sein wird diesen Schuldenberg wieder abzutragen bezweifle ich stark - eine Krise alle 10 Jahre (mal theoretisch genommen) würde doch schon reichen um die Mühe der Jahre zuvor zu nichte zu machen - nur inflationäre Tendenzen würden diesen Berg abtragen, was früher oder später seitens einer Reform das System umkrempeln wird - dann machts autsch und dannach gehts wieder von vorne los ^^ - schöne Schei***, auch die Staatsbeürgschaften bringen uns dort nicht weiter:

DJ Bundesregierung will Airbus Milliardengarantie geben - Focus

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Bundesregierung will den geplanten Bau des Langstreckenflugzeugs vom Typ Airbus A350 einem Zeitschriftenbericht zufolge mit einer Bundesgarantie von 1,1 Mrd EUR unterstützen. Damit soll ein entsprechendes Darlehen der staatlichen KfW an den europäischen Flugzeugbauer abgesichert werden, heißt es "Focus" zufolge in einer vertraulichen Mitteilung der Bundesministerien für Finanzen und Wirtschaft an den Haushaltsausschuss des Bundestages.

Bei Airbus und der Muttergesellschaft EADS sowie dem Bundesfinanzministerium war am Sonntag zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums wollte den Bericht auf Anfrage von Dow Jones Newswires nicht bestätigen und ein Sprecher der KfW-Bankengruppe ihn nicht kommentieren.

Focus berichtet, dass die Steuerzahler laut der Mitteilung der Ministerien "im Falle des vorzeitigen Programmabbruchs das Risiko für die Tilgung des Darlehens und das der Rückerstattung der bis dahin aufgelaufenen Zinsen" trügen.

Airbus habe der Bundesregierung dem Schreiben zufolge zugesichert, bei der Entwicklung des A350 etwa 3000 Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen. Bei guter Auftragslage solle die Zahl auf mehr als 7500 Arbeitsplätze steigen. Außerdem habe der Flugzeugbauer die an das Großraumflugzeug A380 geknüpfte Arbeitsplatzgarantie für die neuen Bundesländer bis 2013 verlängert.

Das Risiko, dass Airbus das Darlehen nicht zurückzahlen kann, halte das Wirtschaftsministerium "auch vor dem Hintergrund der besonderen Förderungswürdigkeit des Projekts" für "vertretbar". Schließlich lägen bereits knapp 500 Festbestellungen für das neue Flugzeug vor. Mit der Milliardenhilfe wolle die Bundesregierung Airbus im Kampf gegen den US-Konkurrenten Boeing unterstützen, schreibt Focus.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 259229
Hinweis nach § 34 WpHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Der Autor dieses Textes kann unter Umständen Short- und/oder Long-Positionen in der/den behandelte(n) Aktie(n)/Indizes halten.
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Dreiklang:

stöffen: was ist der us-dollar-index?

 
13.09.09 18:49
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Stöffen:

@ Dreiklang

9
13.09.09 18:55
Via Google ;-))

Der US Dollar Index ist ein Index auf den US Dollar. Er wurde nach Abschaffung des Bretton-Wood Systems im Jahre 1973 eingeführt und auf einen Wert von 100 gesetzt. Im März 2008 hat der Index mit einem Stand von 72,89 seinen historischen Tiefstand erreicht, nachdem er schon auf einem Level von über 160 notierte. Der US Dollar Index wird 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche berechnet.

Währungen werden fast immer in Paaren nominiert, da man ihre Stärke eigentlich nur im Vergleich mit anderen Währungen ausdrücken kann. Beim US Dollar Index wird der Dollar aber nicht nur gegen eine Währung gewichtet, sondern gleich gegen 6. Somit bekommt man ein besseres und vor allem umfangreicheres Bild über den Wert des US Dollar. Der Index ist ein Korb mit den folgenden Währungen:

Euro (EUR) (57,6 Prozent)
Japanischer Yen (JPY) (13,6 Prozent)
Pfund Sterling (GBP) (11,9 Prozent)
Schweizer Franke (CHF) (3,6 Prozent)
Kanadischer Dollar (CAD) (9,1 Prozent)
Schwedische Krone (SEK) (4,2 Prozent)

Die Zahlen in den Klammern sind die Anteile der jeweiligen Währung am Index. Interessant ist, dass durch den Euro gleichzeitig die Währungen von 21 Ländern gegen den US Dollar abgebildet werden. Außerdem handelt es sich bei den Ländern, die im US Dollar Index vertreten sind um die wirtschaftlich stärksten der Welt.
Wenn der US Dollar Index auf 120 notiert, heißt dies, dass der US Dollar heute 20 Prozent mehr wert ist als 1973 zur Gründung des Index.

Wie fast alles, das auf Charts basiert, kann man den US Dollar Index auch an dem New York Board of Trade (NYBOT) mit Optionen oder Futures handeln.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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TurboLuke:

US$

7
13.09.09 18:57
ergänzend zum Posting von Stöffen, die Zusammensetzung mal grafisch
(Verkleinert auf 63%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 259230
Mein Blog:
turboluke.wordpress.com/
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Stöffen:

Himmelsstürmer

6
13.09.09 19:59
noch ein kurzer Blick auf den Transportation Index.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 259242
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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permanent:

Wenn es um Wetten geht, ist Großbritannien das Maß

3
13.09.09 20:17

DÜSSELDORF. Wenn es um Wetten geht, ist Großbritannien das Maß aller Dinge. Das gilt auch für den Finanzmarkt. Während die Deutschen ihr Geld am liebsten am Geldmarkt oder in kapitalgarantierte Produkte investieren, blüht in Großbritannien das Geschäft mit Finanzwetten wie Spread Bets oder Contracts for Difference (CFDs). Millionen Briten spekulieren damit am Aktienmarkt.

In Deutschland schätzen Experten die Zahl der spekulativ orientierten Anleger auf bestenfalls 250 000. Um diese Klientel ringen Banken seit Jahren mit Optionsscheinen und Hebelprodukten. Seit einiger Zeit versuchen aber auch die Anbieter von CFDs bei den deutschen Zockern zu landen. Ihr Lockmittel: Extreme Gewinnchancen durch extreme Hebel

http://www.handelsblatt.com/finanzen/nachrichten/...ne-zocker;2447820

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Anti Lemming:

Allg. Assetblase gefährdet Japans Wirtschaft

11
14.09.09 08:01

Wie ich gestern schon im Detail begründet hatte, ist der Dollar das "Gegenstück" zur allgemeinen Assetblase in Aktien, Bonds, Rohstoffen, Gold usw.: Alles steigt, nur der Dollar fällt. Grund: Der Dollar hat wegen seiner Null-Zinsen als neue Carrytrade-Währung den japanischen Yen abgelöst, der bis 2007 vorzugsweise als Verschuldungswährung diente.

Folge ist, dass der Yen zum Dollar immer stärker wird. Dies gefährdet zunehmend die japanische Exportwirtschaft. Nicht nur die japanischen Exporte in die USA werden unrentabler (die eingenommenen Dollars sind - in Yen - immer weniger wert), sondern auch die Exporte nach China, dem aktuell größtem Handelspartner Japans (siehe Artikel unten). China hat den Yuan künstlich an den Dollar gebunden. Wertet der Dollar zum Yen ab, dann wertet in (fast) gleichem Maße auch der Yuan zum Yen ab. Japans Wirtschaft kämpft (oder strauchelt) somit an zwei Fronten: China und USA.  

Man kann daher behaupten, dass USA sich mit seiner Nullzinspolitik auch auf Kosten Japans - der (noch) zweitgrößten Wirtschaftsnation der Welt - saniert. Da Japan ein entwickeltes kapitalistisches Land mit liquiden Börsen und frei konvertierbarer Währung ist, hat es gegenüber der Staatsdiktatur China (wo die Währung per Dekret weitgehend fixiert ist) das Nachsehen.

Der Nikkei steht heute morgen wegen des starken Yen über 2 % im Minus (aktuell: -2,4 %). Auch Europas Exporterträge sind durch den schwachen Dollar bedroht.

Die schwachen Börsen bringen heute morgen aber auch - sozusagen die "Ursache" bekämpfend - Rohstoffe und Öl unter Druck. Auch der Dollar wurde über Nacht wieder etwas stärker. Insofern funktionieren die "Selbstheilungskräfte" des Marktes noch. Faber irrt daher, wenn er glaubt, die Liquiditätsschwemme könne ewig weiterlaufen. Ich hatte gestern schon mit Blick auf Europa darauf hingewiesen, dass die mit der Asset-Aufblasung einhergehenden Währungsungleichgewichte der Blaserei 3.0 enge Grenzen setzen. Wall Street tut so, als wäre die ganze Welt ihr Blase-Sandkasten. Bei den Währungen geht es aber "an's Eingemachte". Da steht das Schicksal ganzer Exportnationen auf dem Spiel.

Auch China wird die nahezu starre Ankopplung des Yuan an den Dollar nicht ewig weiter durchziehen können. Die bisherige graduelle Yuan-Aufwertung reicht nicht. Wenn China in der Weltliga der Wirtschaftsnationen mitspielen will, muss es eine frei konvertierbare Währung haben. Dies würde freilich dem Boom in China ein rasches Ende setzen. Der Yuan würde hochschießen, und der Lohnkosten-Vorteil der Chinesen - mit dem sie  z. B. deutsche Solarzellen-Hersteller ausstechen -  ginge flöten.

 


Asia Markets

Sept. 14, 2009, 12:52 a.m. EDT · Recommend · Post:
Yen's rise against yuan poses problem for Japan exporters
By V. Phani Kumar, MarketWatch

HONG KONG (MarketWatch) -- As the yen strengthens against the U.S. dollar, Japanese companies are getting hit not just on their exports to the U.S., but also to China, due to the Chinese currency's restricted moves against the dollar and other currencies.

The yuan-yen exchange rates are significant for Japanese exporters, as China is Japan's single-largest trading partner, and the volume of trade between the two Asian economic giants significantly exceeds Japan's trade with the U.S. as well as with Western Europe.

Patrick Bennett, Asia foreign-exchange and rates strategist at Société Générale, said that as Chinese authorities set the dollar's exchange rate against the yuan on a daily basis, the dollar's move against the other currencies influence cross rates between the yuan and those other currencies.

"As far as Japanese exports to China are concerned, China will be importing capital goods and capital-goods technology from Japan, and a higher price will be a challenge [because of the] fairly elastic demand for the specialized goods that Japan is supplying," said Bennett. "And increasingly, Japanese exporters have moved their supply chains offshore."

In Monday's foreign-exchange trade, the Chinese yuan was buying 13.228 yen, down from its previous close at 13.420 yen and far lower than the 15.671 yen it was buying a year ago, affecting Japanese exporters' repatriated earnings from China.

Against the U.S. dollar, the yuan has moved far less, however, with the greenback changing hands for 6.8282 yuan, not too far from its 6.845 yuan level a year ago.

The U.S. dollar, meanwhile, fell sharply against the Japanese currency to 90.38 yen, from 91.74 yen Friday and 107.27 yen a year ago

In the first half of 2009, Japan's exports to China totaled 4.44 trillion yen ($48.84 billion), far exceeding its exports worth 3.86 trillion yen to the U.S. and exports of 3.34 trillion yen to Western European countries.

China's importance as a destination for Japanese goods has also increased, as Japan's exports to China have been relatively resilient in the wake of the global economic crisis. For instance, Japan's exports to China in the first half of 2009 have fallen 32.1% from the same period a year-earlier, as compared to a 48.9% slump in its exports to the U.S., according to data from Japan's finance ministry.

Semiconductors, metals, motor vehicles, chemicals and scientific and optical instruments comprise a large part of Japan's exports to China.

The result has amplified the negative effect which gains for the yen has on Japan's major exporters in these China-sensitive sectors.

Monday's yen strength, for example, send Japanese exporter shares with Chinese trade exposure trading sharply lower....(Beispiele).

However, while the yen's ongoing climb against the yuan may present an opportunity in terms of shorting these Japanese exporters, the long-term outlook is less than certain.

SocGen's Bennett attributed some of the yen's recent weakness to "seasonal factors," such as repatriation of overseas earnings by Japanese companies, and suggested the trend may turn around.

"I think people are getting used to USD/JPY being under 100 now. I think that the yen might continue to outperform, but ultimately the yen [may] move back toward 95-100 rather than 90," he said.

Varahabhotla Phani Kumar is a reporter in MarketWatch's Hong Kong bureau.

http://www.marketwatch.com/story/for-japan-cheap-yuan-may-hurt-more-than-dollar-2009-09-14?dist=bigcharts
 

 

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Anti Lemming:

Charts dazu

3
14.09.09 08:09
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Der USA Bären-Thread 259324
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Stöffen:

Stiglitz: Probleme größer als vor Lehman-Pleite

9
14.09.09 08:15
Stiglitz Says Banking Problems Are Now Bigger Than Pre-Lehman

Joseph Stiglitz, the Nobel Prize- winning economist, said the U.S. has failed to fix the underlying problems of its banking system after the credit crunch and the collapse of Lehman Brothers Holdings Inc.

“In the U.S. and many other countries, the too-big-to-fail banks have become even bigger,” Stiglitz said in an interview yesterday in Paris. “The problems are worse than they were in 2007 before the crisis.”

Stiglitz’s views echo those of former Federal Reserve Chairman Paul Volcker, who has advised President Barack Obama’s administration to curtail the size of banks, and Bank of Israel Governor Stanley Fischer, who suggested last month that governments may want to discourage financial institutions from growing “excessively.”

A year after the demise of Lehman forced the Treasury Department to spend billions to shore up the financial system, Bank of America Corp.’s assets have grown and Citigroup Inc. remains intact. In the U.K., Lloyds Banking Group Plc, 43 percent owned by the government, has taken over the activities of HBOS Plc, and in France BNP Paribas SA now owns the Belgian and Luxembourg banking assets of insurer Fortis.

While Obama wants to name some banks as “systemically important” and subject them to stricter oversight, his plan wouldn’t force them to shrink or simplify their structure.

Stiglitz said the U.S. government is wary of challenging the financial industry because it is politically difficult, and that he hopes the Group of 20 leaders will cajole the U.S. into tougher action.

G-20 Steps

“We aren’t doing anything significant so far, and the banks are pushing back,” said Stiglitz, a Columbia University professor. “The leaders of the G-20 will make some small steps forward, given the power of the banks” and “any step forward is a move in the right direction.”

G-20 leaders gather Sept. 24-25 in Pittsburgh and will consider ways of improving regulation of financial markets and in particular how to set tighter limits on remuneration for market operators. Under pressure from France and Germany, G-20 finance ministers earlier this month reached a preliminary accord that included proposals to reduce bonuses and linking compensation more closely to long-term performance.

“It’s an outrage,” especially “in the U.S. where we poured so much money into the banks,” Stiglitz said. “The administration seems very reluctant to do what is necessary. Yes they’ll do something, the question is: Will they do as much as required?”

Global Economy

Stiglitz, former chief economist at the World Bank and member of the White House Council of Economic Advisers, said the world economy is “far from being out of the woods” even if it has pulled back from the precipice it teetered on after the collapse of Lehman.

“We’re going into an extended period of weak economy, of economic malaise,” Stiglitz said. The U.S. will “grow but not enough to offset the increase in the population,” he said, adding that “if workers do not have income, it’s very hard to see how the U.S. will generate the demand that the world economy needs.”

The Federal Reserve faces a “quandary” in ending its monetary stimulus programs because doing so may drive up the cost of borrowing for the U.S. government, he said.

“The question then is who is going to finance the U.S. government,” Stiglitz said.

Stiglitz gave the interview before presenting a report to French President Nicolas Sarkozy that urged world leaders to drop an obsession for focusing on gross domestic product in favor of broader measures of prosperity.

GDP’s Shortcomings

“GDP has increasingly become used as a measure of societal well being and changes in the structure of the economy and our society have made it increasingly poor one,” Stiglitz said.

Assessing government’s contribution to economic output, which ranges from 39 percent in the U.S. to 48 percent in France, is one of the shortcomings of the GDP model, as is its difficulty in estimating improvements in quality of products such as cars instead of just quantity, Stiglitz said.

Similarly, increased household debt may drive up output numbers, even though that doesn’t amount to a real increase in wealth, he added.

While Stiglitz doesn’t recommend dropping GDP altogether, he wants governments to consider such matters, along with issues of environmental sustainability, in policy making.

“Most governments make a fetish out of it. If you take one message out of our report, make it avoid GDP fetishism,” he said. “The message is to encourage political leaders away from that.”

www.bloomberg.com/apps/...pid=newsarchive&sid=a7UTn7JFw1qk
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Anti Lemming:

I don't give a dime

2
14.09.09 08:33

on nickel.

 

(Verkleinert auf 89%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 259325
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permanent:

AL /japanischer Yen

8
14.09.09 08:34

Man kann daher behaupten, dass USA sich mit seiner Nullzinspolitik auch auf Kosten Japans - der (noch) zweitgrößten Wirtschaftsnation der Welt - saniert. Da Japan ein entwickeltes kapitalistisches Land mit liquiden Börsen und frei konvertierbarer Währung ist, hat es gegenüber der Staatsdiktatur China (wo die Währung per Dekret weitgehend fixiert ist) das Nachsehen.

Im umgekehrten Fall kann man auch behaupten, Japan hat sich mit seiner Nullzinspolitik und der dadurch künstlich geschwächten Währung jahrelang auf Kosten der Europäer saniert. Somit ist es eigentlich nur der Bumerang der wieder zurückfliegt.

Eine Sanierung der USA wird auf diese Weg nicht so einfach laufen, wie es in Japan lief. Die USA sind für eine laufende Wirtschaft auf den Konsum, die Binnenkonjunktur angewiesen. Japan ist auf eine prosperierende Weltwirtschaft angewiesen.

 

Permanent

Antworten
Anti Lemming:

Permanent - Präziser

6
14.09.09 08:51
hätte ich schreiben sollen, dass USA den Japanern nun das "Carry-Trade-Privileg" (das für Japan vorteilhaft war, weil es Exporte begünstigte) nimmt.

Doch USA wird daraus, wie Du richtig anmerkst, nicht in gleichem Maße Nutzen ziehen können. Vom Carrytrade kann eine Nation nur dann profitieren, wenn andere Länder (noch) hohe Zinsen bieten. Die Zins-Scheren sind aber inzwischen immer kleiner geworden.

Die Entwicklung in Japan zeigt auch, dass die seit 1990 währende Deflation immer längere Schatten wirft. Zu Zeiten, da Japan die einzige Tiefzins-Nation war, konnte das Land noch indirekt von der Deflation profitieren. Heute schwinden die Vorteile, weil fast alle bedeutenden Währungen kaum noch Zinsen bringen.
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daiphong:

#49063 die USA sitzen jetzt wohl

3
14.09.09 09:28
in der Liquiditätsfalle fest. Was immer an Liquidität freigesetzt wird (Investitionsausfall, Sparen, Entschulden) oder hineingepumpt wird (Ausland, Steuersenkung, Banken), ein Großteil fließt ins Ausland ab, pumpt dort liquide Märkte auf und senkt den Dollar. Den umgekehrten Weg werden eher Notenbanken gehen, aber ihr Geld kommt zurück. Außerdem dürfte der geschrumpfte Weltmarkt nun überschüssige Dollars freisetzen, die zurückströmen, man kauft ja sogar Treasuries.
Antworten
Malko07:

Der Hauptgrund für

12
14.09.09 10:08
unsere heutige weltweite Malaise sind die Handels- und Leistungsbilanzungleichgewichte. Die Hauptschuldigen sind also die Export- und Importweltmeister. In diesem Sinne sanieren sich die USA nicht auf Kosten von anderen, würde ihre Politik zur Einebnung der Ungleichgewichte beitragen.  Das ist momentan allerdings nur ein Seiteneffekt der explodierenden Spekulation der Finanzbranche und sind keine gewollten Effekte für die Realwirtschaft.

Ich sehe nicht, dass die Politik in den USA oder bei uns bereit ist die wirklichen Probleme anzugehen. So will z.B. Merkel aus dieser Krise mit noch einer stärkeren Exportfähigkeit herauskommen und stemmt sich gegen den Mindestlohn. Die Bananenrepublik soll weiter wachsen. Unter diesen Umständen werden die Amis quasi gezwungen weiter auf Pump zu konsumieren. Sie wollen aber nicht mehr. Es wird also noch richtig krachen. Bis es soweit ist stärken wir bei uns weiter die Fehlstrukturen.

Eine Medaille hat immer mindestens 2 Seiten.
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Dreiklang:

Eine Import-Nation wie USA

5
14.09.09 10:17
...hat vom Carry-Trade nichts.

Und der Carry-Trade Japans war nur möglich, weil Japan eine große Netto-Export-Nation ist. Wie hätten denn die ausländischen Schuldner sonst mit Yen ihre eigene Währung kaufen können?

Der Dollar würde durch Carry-Trades unter Druck geraten, da der gegenfin. Export fehlt. Als Importnation bedeutet das für die USA sofort importierte Inflation. Damit können die USA eine Niedrigzinspolitik nicht durchhalten, tatsächlich würden Carry-Trades eine Spekulation gegen den Dollar bedeuten.
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Malko07:

#49071: Der $-Carry-Trade schwächt

11
14.09.09 10:36
den $, keine Frage. Noch stärker wird der $ momentan durch die Auslandsspekulationen der US-Zockerbanken und ihrer Töchter geschwächt. Da ist es relativ uninteressant was da mit dem US-$ temporär passiert. Wenn diese Spekulationen aufgelöst werden (Kasse gemacht wird), geht es wieder in die andere Richtung.

Ob durch die temporäre Entwertung des $'s es wirklich zu einer merklichen importierten Inflation kommt, bleibt abzuwarten. Die Importeure stehen nämlich unter dem Zwang verkaufen zu müssen. Es wird also primär die Margen kürzen.

Ob man nun Export- oder Importweltmeister ist, ist egal. Carry-Trades der eigenen Währung wirken à la longue immer negativ. Man muss nur Geduld haben. Irgendwann wird die Rechnung präsentiert.

Die Ungleichgewichte der verflossenen Jahrzehnte haben beliebig Fehlstrukturen geschaffen. Wir, die Chinesen und die Japaner werden eine Abwrackprämie für Fabriken brauchen. Die USA haben es einfacher. Sie brauchen nur höhere Importzölle und Aufbauprämien für Fabriken. Die wirklichen Verlierer werden die sein, die umsonst gearbeitet haben. Wenn man nur sieht, was unsere Banken alles in den USA versenkt haben, besonders die staatsnahen, kann man sich vorstellen was mittel- bis langfristig auf uns zukommt. Das werden zukünftig die Menschen z.B. bei der Auszahlung ihrer Lebensversicherungen und Pensionen sehen. Zum Ausgleich für die niedrigeren Beträge ("schlechter als erwartet"), werden sie auch noch richtig kräftig besteuert werden müssen.
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Malko07:

Reifenstreit zwischen China und Amerika eskaliert

3
14.09.09 10:44

Protektionismus

Reifenstreit zwischen China und Amerika eskaliert

Es klingt nach Vergeltung: Kaum hat US-Präsident Obama angekündigt, Schutzzölle gegen Reifenimporte aus China zu verhängen, schlägt die Volksrepublik zurück. Peking will gegen die Einfuhr von Hühnerfleisch und Autoteilen aus den USA vorgehen - und warnt vor den negativen Folgen für den Welthandel.

Peking - Zwischen den USA und China bahnt sich ein gewaltiger Handelsstreit an: Nachdem US-Präsident Barack Obama in der vergangenen Woche erklärt hatte, die USA würden ab Ende September Strafzölle auf chinesische Reifenimporte verhängen, hat China seinerseits Ermittlungen wegen der angeblichen Ausfuhr von Hühnerfleisch und Autoteilen aus den USA zu Dumpingpreisen eingeleitet.

Der USA Bären-Thread 6482447

Das Handelministerium teilte zwar mit, es handle sich nicht um "Vergeltung". Dennoch scheint der zeitliche Zusammenhang zur amerikanischen Ankündigung klar. Offiziell hieß es in Peking, heimische Konzerne hätten das Handelsministerium zu dieser Maßnahme aufgefordert, weil sie kritisierten, dass die US-Waren durch "unfairen Wettbewerb" auf den chinesischen Markt kämen und die Industrie schädigten. Die Ermittlungen folgten demnach den Anti-Dumping-Regeln der Welthandelsorganisation (WTO).

In scharfem Ton warf das Außenministerium in Peking den USA "ernsten Handelsprotektionismus" vor, der die wirtschaftlichen Beziehungen und eine frühe Erholung der Weltwirtschaft untergraben werde. Eine Sprecherin äußerte die "große Unzufriedenheit" der Regierung. Washington missbrauche die Werkzeuge der WTO zur Lösung von Handelsproblemen. In einem Kommentar der Staatsagentur Xinhua hieß es sogar, der Schritt werde nicht nur China, sondern auch die USA und den gesamten Welthandel schädigen. Die Fortschritte im freien Welthandel hätten "zweifellos einen schweren Rückschlag erlitten".

Durch die amerikanischen Strafzölle von bis zu 35 Prozent auf Reifen dürften 100.000 chinesische Arbeiter ihre Jobs verlieren und Chinas Reifenindustrie eine Milliarde Dollar an Exporten in die USA verlieren, verwies der Xinhua-Kommentar auf Expertenschätzungen. Gleichzeitig würden in den USA aber keine Arbeitsplätze gesichert. Vielmehr könnten dort 100.000 Jobs im Import, Vertrieb und Einzelhandel von Reifen "betroffen" sein, hieß es weiter.

Gewerkschaften haben US-Präsident unter Druck gesetzt

17 Prozent aller Reifen in den USA stammen nach US-Presseberichten inzwischen aus China. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind demnach chinesische Reifen für 1,3 Milliarden Dollar (rund 893 Millionen Euro) in die USA exportiert worden, während China Autoteile für 800 Millionen US-Dollar und Hühnerfleisch für 376 Millionen Dollar aus den USA importierte.

Die Entscheidung von US-Präsident Obama, die Strafzölle zu erheben, geht auf eine Beschwerde der Gewerkschaft der Stahlarbeiter zurück. Sie beklagt, dass sich der chinesische Anteil am US-Reifenmarkt in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht habe und 5000 Arbeitsplätze in dem US-Industriezweig verloren gegangen seien.

Obama reist im November nach China

Ein amerikanisches Gesetz erlaubt solche Strafmaßnahmen, wenn ein schneller Anstieg von Importen aus China einem US-Industriezweig schadet. Die Regierung in Peking hatte dieses bisher nicht angewandte Gesetz in den Verhandlungen für seinen WTO-Beitritt 2001 akzeptiert.

In den vergangenen Monaten hatten die Regierungen beider Länder stets erklärt, die Erholung der Weltwirtschaft gemeinsam vorantreiben und nicht mit Protektionismus auf den massiven Abschwung der Wirtschaft reagieren zu wollen. Der aktuelle Streit könnte nun das G-20-Treffen am 24. und 25. September in Pittsburgh sowie den China-Besuch von US-Präsident Obama im November überschatten.

böl/dpa/Reuters www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,648730,00.html

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daiphong:

Malko, die Probleme heißen USA und China,

4
14.09.09 10:56
nicht Europameister Deutschland und nicht mehr Ex-Weltmeister Japan.

Die US-Financels machen Kasse, wenn sie selbst oder ihre Klientel statt Vermögen reales Geld brauchen oder in Besseres umschichten können. Das könnte dauern. Oder temporär in einer Handelswelle.
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ratzeputz:

Ich hör die Korrekturglocken läuten

7
14.09.09 11:09
Es ist doch immer das selbe Spiel. Nach der überzogenen Aufwärtsbewegung (welche positiven Vorwegnahmen hier bereits eingepreist sind!) werden von renommierten und weniger erlauchten Analysten Kursziele (Dax 6.000) hinaus posaunt, um Otto-Normal-Aktionär zu suggerieren, da wäre noch etwas zu machen. Natürlich sind deren nicht kommunizierte trigger tiefer gelegen. Das das so ist, würde ich aus der heutigen Korrektur ablesen. Dumm, das viele sehr spät aufgesprungen sind. Die werden wieder den großen Schrecken bekommen, dann nimmt die Korrektur momentum auf. Ich habe heute short gekauft und werde mich auf eine 10-15%-ige Korrektur einstellen. Stop-loss bei umgerechnet Dax 5.600. Mal sehen! Habe bis vor 3 Monaten hervorragend agiert (crash und nachfolgende erholung), dann ist die Erholung für mich aber überraschenderweise massiv ausgefallen und ich habe mir meine Fingerchen doch ein wenig verbrannt. Eine KOrrektur wäre für diese Wunden heilsam! Viel Erfolg!
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