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Der USA Bären-Thread


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fkuebler:

Das glaubt man nicht! "Ein Moloch, der die Gesell-

10
27.08.09 11:58

-schaft bedroht!

 Britischer Finanzaufseher für Tobin-Steuer

 Britischer Finanzaufseher für Tobin-Steuer

von George Parker (London) und Christine Mai (Frankfurt)

Ein Moloch, der die Gesellschaft bedroht: So sieht der Chairman der FSA den Bankensektor. Als Mittel für eine Schrumpfkur zieht Adair Turner auch globale Steuern auf Finanztransaktionen in Betracht - und belebt so eine alte Debatte wieder.

Der Chairman der britischen Finanzaufsicht FSA, Adair Turner, hat sich für die Einführung einer globalen Steuer auf Finanzgeschäfte ausgesprochen. Der Bankensektor mit seinen enormen Salären sei so stark gewachsen, dass er für die Gesellschaft zu groß sei - deshalb brauche es drastische Schritte, um ihn zurückzustutzen.

"Wenn man exzessive Gehälter in einem aufgeblähten Finanzsektor unterbinden will, muss man die Größe dieses Sektors verringern oder seine Gewinne besonderen Steuern unterwerfen", sagte Turner in einem Interview mit dem britischen Magazin "Prospect". Die derzeitige öffentliche Debatte um Boni bezeichnete er hingegen als "populistische Ablenkung".

Explizit nannte der FSA-Chef die Tobin-Steuer als Option - ein überraschender Schritt, da Großbritannien zu den entschiedensten Gegnern zählt. Der US-Ökonom und Nobelpreisträger James Tobin hatte 1972 eine Steuer auf sämtliche internationalen Devisentransaktionen vorgeschlagen. Eine solche Abgabe wird immer wieder diskutiert, auch als Finanzierungsmöglichkeit für Entwicklungshilfe.

Ungeachtet der Milliarden an Steuergeld, mit denen der Bankensektor gestützt wird, bilden Institute weltweit wieder enorme Rückstellungen für Prämien und zahlen hohe Gehälter. Politiker und andere Kritiker sehen das zunehmend als Zeichen dafür, dass die Branche in alte Gewohnheiten zurückfällt und keine Lehren aus der Krise zieht.

Die FSA selbst war vor kurzem bei Regelungen für Boni zurückgerudert. Entgegen ursprünglicher Pläne enthalten neue Vorgaben keine spezifischen Regelungen für die umstrittenen Prämien.

Turner sagte, seine Behörde werde vor allem schärfere Eigenkapitalvorschriften einsetzen, um zu verhindern, dass die Finanzbranche sehr hohe Risiken eingeht und exzessive Vergütungen zahlt. "Und wenn höhere Kapitalvorgaben nicht ausreichen, bin ich gern bereit, Steuern auf Finanztransaktionen in Betracht zu ziehen, Tobin-Steuern."

Wachsende Skepsis über Rolle der Londoner City

Mitarbeiter von Schatzkanzler Alistair Darling sagten, über derartige Steuern werde nicht nachgedacht. Angela Knight, die Vorsitzende der britischen Bankenvereinigung, sagte, der Finanzsektor sei ein wichtiger Arbeitgeber und Steuerzahler. Neue Steuern könnten dies untergraben.

Turner sagte außerdem, es gehöre nicht mehr zu seinen obersten Zielen, die Rolle Londons als führendem Finanzplatz zu stützen. Die FSA "sollte da sehr, sehr vorsichtig sein", sagte er. Die Äußerungen deuten darauf hin, dass die vermeintlichen Vorteile, die mit einem wichtigen Finanzzentrum verbunden sind, in Großbritannien zunehmend skeptisch betrachtet werden.

FTD.de, 10:31 Uhr

 

Antworten
fkuebler:

"Ein Moloch, der die Gesellschaft bedroht" II

4
27.08.09 12:06
Ich kann es ja immer noch fast nicht glauben! Und das aus UK, und nicht etwa von einem reanimierten Altlinken wie Tony Benn, sondern vom Chairman der FSA! Man stelle sich vor, Sanio hätte das gesagt, das wäre schon ein UFO. Aber in der Londoner City, der Trutzburg des angelsächsischen Liberalkapitalismus. Unglaublich...

So etwas gehört vielleicht tatsächlich zu den Vorboten einer eventuell kommenden Frugalitäts-Epoche, die wir, die wir unser ganzes Leben in der derzeit noch gültigen Epoche gelebt haben, uns nicht wirklich vorstellen können.

Aber wer konnte sich ernsthaft Wiedervereinigung und den Zusammenbruch der Sowjetunion vorstellen?

P.S.: ganz bodenständig: so faszinierend es auch sein mag, für unsere unterliegenden Spekulationszwecke helfen all diese Überlegungen leider rein gar nichts ;-)
Antworten
fkuebler:

"Sweetener" für Bärenseelen ;-)

4
27.08.09 12:40

 » More

Nicht von einer Dumpfbacke, sondern von einem erfahrenen Trader. Am Rande: in ihrer Fähigkeit, Dinge auf den Punkt zu bringen, sind die Amis ungeschlagen: zur FED/Treasury-Politik sagt der Mann "the government had only 2 choices, and they bought the cancer and sold the car-crash" ;-)

Das im obigen Link enthaltene Video ist auch nicht schlecht.

 "Artificially Sweetened" Market Could Face "Seismic Readjustment," Harrison Says

Posted Aug 26, 2009 02:16pm EDT by Aaron Task in InvestingRecession
After the heady rally off the March lows, Todd Harrison, CEO ofMinyanville.com, now believes the risk-reward favors shorting the market vs. being long.

"This is a Splenda market - because there's so much artificial sweetener involved," Harrison says.

After making bullish calls here in February (albeit early) and again late April, he's more lately shorting the Powershares QQQ with a tight 2% stop. "That's all I'm willing to lose on this bet," he says.

Technically, the Nasdaq is currently at a major convergence of the downtrend line from its 2007 peak, long-term resistance at around 2000, and a 50% retracement of decline from the October 2007 highs to the March lows, Harrison says. That setup could result in at least a temporary setback for related stocks.

Longer-term, his concerns center around the novel idea that there's going to be a price to pay for all the government stimuli that have resuscitated the U.S. economy and given a major jolt to both the equity and credit markets.

"The government is showing its hand and what they want to do: They want to transfer our obligations to our children, which will inherently lower the standard of living to our children," he says.

But even worse than the shocking $9 trillion deficit America faces over the next decade, Harrison worries that we don't control our own fate. "That transfer of risk to future generation is in the hands of foreign holders of dollar-denominated assets," he says. "A seismic currency readjustment is a legitimate risk."

 

Antworten
fkuebler:

Herr lass' es endlich Winter werden!...

4
27.08.09 12:53

... sage ich natürlich nicht als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft, sondern nur als Treuhänder für meine Shorts ;-)

Experten warnen vor Konsumeinbruch im Winter

Am Rande: wieder so'n durchgeknallter VoWi: "Um die Jahreswende wird es kritisch", erklärte Andreas Rees von Uni Credit. Sobald die Arbeitslosigkeit ansteige, und die Inflation sich auszuwirken beginne, werde die Stimmung kippen.

Die Inflation, die sich um die Jahreswende auszuwirken beginnt?... ;-)

Der USA Bären-Thread 6386437

27. August 2009, 10:55 Uhr

Trotz Aufschwung

Experten warnen vor Konsumeinbruch im Winter

Der Optimismus von Unternehmen und Verbrauchern wirkt offenbar ansteckend: Analysten und Konjunkturforscher gehen jetzt davon aus, dass die Wirtschaft zügig in Schwung kommt. Doch die Angst vor einem neuen Abschwung sitzt tief.

Frankfurt am Main - Die Konjunktur wird sich schneller erholen als erwartet, darüber herrscht in Expertenkreisen inzwischen Konsens. So rechnet die Deutsche Bank nach den jüngsten positiven Konjunkturmeldungen inzwischen mit einem Wachstum von 1,4 Prozent im kommenden Jahr, nachdem sie zuvor 0,4 Prozent prognostiziert hatte, berichtet die "Frankfurter Rundschau". Für das laufende Jahr erwartet die Deutsche Bank demnach einen Rückgang um 5,2 Prozent statt um sechs Prozent. Der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Christian Dreger, kündigte in dem Blatt ebenfalls eine Korrektur nach oben an.

Erwartete das DIW bislang für 2009 noch ein Schrumpfen der Wirtschaft um 6,4 Prozent, so hält es mittlerweile ein Minus von fünf bis sechs Prozent für realistisch. Auch sei die Wachstumsrate von einem halben Prozent für das kommende Jahr zu niedrig angesetzt, sagte Dreger der Zeitung. Die gleiche Tendenz zeigt sich der "FR" zufolge bei der Dekabank und bei Goldman Sachs. Damit würden sich auch die Aussichten für den Arbeitsmarkt wieder aufhellen: "Das Horrorszenario von fünf Millionen Arbeitslosen im nächsten Jahr ist vom Tisch", sagte Andreas Scheuerle von der Dekabank dem Blatt.

Ihre Zuversicht beziehen die Experten nicht zuletzt von der stabilen Grundstimmung im Lande. So sagen zum Beispiel die Marktforscher der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) das stärkste Konsumklima seit Jahresbeginn voraus. Der entsprechende Index steige auf 3,7 Punkte nach 3,4 Zählern im August, teilten die Experten mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit diesem Wert gerechnet.

Der Ifo-Index für das Geschäftsklima stieg im August sogar überraschend deutlich von 87,4 auf 90,5 Punkte. Dabei bewerten die Unternehmen nicht nur ihre Zukunftsaussichten positiv, sondern auch die aktuelle Lage. Zwar seien Rückschläge nicht ausgeschlossen, allerdings sei dies derzeit auch nicht erkennbar, sagte Ifo-Experte Gernot Nerb. Die Erholung werde sich auch bis in das kommende Jahr hinein fortsetzen.

Gleichwohl bleiben die Experten vorsichtig: "Wir sehen eine Phase der Stabilisierung", betonte DIW-Konjunkturexperte Dreger: "Insgesamt aber wird sich Deutschland eher langsam aus der Krise herausbewegen." Der Chef des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, rechnet damit, dass als Spätfolge der Krise noch etliche Firmen in der Metall- und Elektroindustrie in echte finanzielle Not geraten. Die Branche sei schwer getroffen, sagte Kannegiesser den am Freitag erscheinenden "VDI nachrichten". Zwar sei der Auftragseingang in den vergangenen zwei Monaten wieder gestiegen, aber das Wachstumstempo sei noch gering. "Selbst wenn es in diesem Tempo weiterginge, brauchten wir rein rechnerisch noch mehr als zwei Jahre, um die Auslastung des 1. Halbjahres 2008 wieder zu erreichen. Da wird manchem noch die Puste ausgehen."

Gustav Horn, Chef des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, fürchtet ebenfalls Rückschläge: "Das ist noch nicht der Aufschwung", sagte Horn. Deutschland sei nach dem scharfen Absturz in der "Talsohle" gelandet. Jetzt stehe "kein steiler Aufschwung bevor, sondern eine lange Talwanderung".

Selbst die gute Stimmung der Verbraucher relativierten die Experten: "Um die Jahreswende wird es kritisch", erklärte Andreas Rees von Uni Credit. Sobald die Arbeitslosigkeit ansteige, und die Inflation sich auszuwirken beginne, werde die Stimmung kippen. "Das richtige deutsche Konsumentenwunder wird ausbleiben."

Auch Ulrike Karstens von Sal. Oppenheim glaubt nicht, dass der Konsum noch lange eine Stütze für die Konjunktur sein wird: "Wir werden im Spätherbst sehr starke Einschnitte sehen. Dann dürfte es mit der guten Konsumstimmung vorbei sein."

 

Antworten
Hagen v. Tronje:

Zum Moloch

10
27.08.09 13:01

Kolumne: Die verpasste Revolution

Wenn die Krise eines vor Augen geführt hat, dann ist der Reformbedarf der globalen Finanzarchitektur. Doch weil die Wähler zurzeit auf bewährte Parteien setzen, droht die nötige Korrektur des Kapitalismus zu scheitern.

Es gibt eine Kehrseite der Gelassenheit, mit der die Wähler in den meisten europäischen Ländern auf die Implosion des Kasinokapitalismus reagieren: Es fehlt jetzt möglicherweise der politische Dampf im Kessel, um die Konsequenzen aus dem Debakel zu ziehen und die Aufsichtsstrukturen zu schaffen, die der globale Finanzkapitalismus erfordert.

In Deutschland ist die Kanzlerinnenpartei gestärkt, in Frankreich erntet der Präsident glänzende Popularitätsraten. In Großbritannien zeichnet sich zwar ein Regierungswechsel ab. Der wäre aber auch ohne Krise wahrscheinlich gewesen. Sprich: In den drei wichtigsten EU-Ländern senden die Wähler das Signal, dass sie politische Stabilität suchen, und haben dabei eine leicht konservative Präferenz. In Zeiten, die ideologisch revolutionär sein könnten und analytisch revolutionär sein müssten, optieren ungerührte Wähler anscheinend für ein Weiter-so.

Diese Gelassenheit - in Deutschland krankt der Wahlkampf inmitten der bedrohlichsten Wirtschaftskrise doch tatsächlich an Langeweile! - mag enden, sobald die Folgen voll auf die Realwirtschaft durchschlagen. Wenn also die Arbeitslosigkeit drastisch steigt und die Leute erkennen, wie der Anstieg der Staatsschulden die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Hand einschränkt. Doch jetzt, zwei Jahre nach dem Beginn der Finanzkrise, befinden wir uns in einer Phase, in der bei vielen die Erleichterung darüber vorherrscht, einen wirtschaftlichen Zusammenbruch im Stil der 30er-Jahre abgewendet zu haben. Psychologisch ist deshalb die Versuchung groß, sich nach vollzogener Staatsinterventionsorgie einigermaßen erleichtert zurückzulehnen. Man wartet auf die Rückkehr der Politik in alte, normale, vermeintlich geordnete Bahnen.

Deutsche Denkfaulheit


Die Empörung über das Ackermann-Dinner bei Kanzlerin Merkel ist übrigens ein glänzendes Beispiel für die intellektuelle Leere oder besser Denkfaulheit, die den deutschen Wahlkampf in großen Teilen prägt. Welche Zeitverschwendung, sich über ein Abendessen im Kanzleramt zu echauffieren, das zu den üblichen Gepflogenheiten des Regierungsgeschäfts fast überall auf der Welt gehört. Wie merkwürdig, diese Energie nicht auf den eigentlichen und andauernden Riesenskandal zu lenken, dass Steuerzahler und staatliche Leistungsempfänger in den kommenden Jahren oder Jahrzehnten für die Geschäfte überbezahlter Finanzakteure bluten müssen. Schließlich verursachten die Bankmanager immense gesamtgesellschaftliche Verluste und bereicherten sich selbst dabei ebenso immens. Der öffentliche Schuldenstand in der Euro-Zone dürfte als Folge der Finanzkrise von rund 60 Prozent auf rund 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts oder mehr hochschnellen - und da erregt man sich über eine Mahlzeit?

Dass die Spitzengehälter von Spitzenmanagern speziell in der Finanzbranche in den vergangenen 20 Jahren so ungeheuer angewachsen sind, ist für sich genommen schon mehr als problematisch. Ein Skandal wird daraus, wenn eine ganze Wirtschaftselite es schafft, die enormen Verluste aus ihrem Handeln auf die Gemeinschaft abzuwälzen - ohne dass ihre eigene Position an der Spitze der Einkommenspyramide in nennenswertem Maße erschüttert oder zurückgestutzt würde. Eine solche Entwicklung ist mit den schlimmsten sozialpolitischen Exzessen vordemokratischer Zeiten vergleichbar.

Die exorbitanten Gehälter und Entschädigungen an der Spitze der Finanzbranche setzen die falschen Anreize. Sie sind dabei aber nur der kleinere Teil des Problems, dem sich Europas Regierungen und die globale Staatengemeinschaft jetzt stellen müssen.

In den USA hatte Franklin D. Roosevelts Regierung drastische regulatorische Konsequenzen aus der Großen Depression gezogen. Unter dem Ansturm der vor allem republikanisch inspirierten Antistaatsideologie wurde dieser regulatorische Rahmen wieder gezielt aufgeweicht. Es ist kaum zu bestreiten, dass dies speziell in den USA ein wichtiger Faktor bei der Entstehung der jetzigen Krise war.

Weil die Regierungen gemeinsam gehandelt haben, ist es ihnen diesmal offenbar gelungen, einen großen realwirtschaftlichen Zusammenbruch abzuwehren. Allerdings birgt dieser erste Erfolg die Gefahr, dass der politische Druck nun verebbt, Aufsicht und Regulierung wieder zu stärken. Denn einer global agierenden Finanzbranche steht eine aus globaler Sicht national fragmentierte Regierungslandschaft gegenüber, die größte Mühe haben wird, den Konsens herzustellen, der für viele Maßnahmen nötig ist.

Ohne Sicherheitsgurt in den nächsten Crash


Es ist gut, wenn das Wahlvolk zum Finanzdesaster nicht auch noch schwere politische Instabilität hinzufügt. Wenn die Wähler sich aber allzu friedlich geben, kann die Vernunft in dieser Krise nicht mehr auf etwas Empörung als Verbündeten zählen. Dann droht ein Szenario, in dem die Regierungen ihre früheren Ankündigungen bald vergessen. Sie werden hinnehmen, dass die Staatsverschuldung hochschnellt, und sie werden nur noch danach streben, die alten Verhältnisse wiederherzustellen. Das Finanzdesaster von 2007 wäre in dem Fall nicht mehr der Anlass, das Tempo der Finanzspekulation zu begrenzen und dem Kapitalismus neue Sicherheitsgurte zu verordnen. Es wäre nur noch ein schlimmer Unfall, dessen Folgen man Gott sei Dank einigermaßen gut verkraftet hat - munter vorwärts bis zur nächsten Blase und zum nächsten Crash.

Das wäre ganz in Ordnung, wäre da nicht das Risiko, dass die realwirtschaftliche Rettungsaktion bei der nächsten großen Krise schiefgeht. Zudem ist es unerträglich, dass die Allgemeinheit mit höheren Steuern bei verminderter staatlicher Leistungsfähigkeit für eine allzu freie Entfaltung der Finanzbranche haftet.

Politische Stabilität in Zeiten der Wirtschaftskrise ist etwas Gutes - solange wir nicht dem Irrtum verfallen, sie mit politischer Kontinuität zu verwechseln. Wer künftig stabilere Verhältnisse will, muss neue Lösungen wollen und Kontinuität bekämpfen. Stabilitätspolitik ist heute nicht konservativ, sondern revolutionär.


Von Thomas Klau

Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

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fkuebler:

Hagen v.Tro. #48380: Aufregen tut mich das auch...

5
27.08.09 13:13

"Es fehlt jetzt möglicherweise der politische Dampf im Kessel, um die Konsequenzen aus dem Debakel zu ziehen und die Aufsichtsstrukturen zu schaffen, die der globale Finanzkapitalismus erfordert"

... aber eine gewisse Hoffnung schöpfe ich (neben konvulsionsartigen Vernunftattacken einzelner Tommies wie Adair Turner :-) auch hieraus:

"Diese Gelassenheit mag enden, sobald die Folgen voll auf die Realwirtschaft durchschlagen. Wenn also die Arbeitslosigkeit drastisch steigt und die Leute erkennen, wie der Anstieg der Staatsschulden die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Hand einschränkt"

Der Glass-Steagall-Act kam in zwei Tranchen auch erst 1932 und 1933.

Antworten
permanent:

Eine provozierende Sicht der Finanzkrise

6
27.08.09 13:27
Eine provozierende Sicht der Finanzkrise

Von Gerald Braunberger

Der USA Bären-Thread 6386626

Die Notenbanken könnten es richten: Krisengespräche in Jackson Hole

26. August 2009 Die gängigen Begründungen für die Finanzkrise wie die Spekulationsblase auf dem amerikanischen Subprime-Immobilienmarkt, eine zu laxe Geldpolitik, schlechte Regulierungen oder eine zu hohe Verschuldung von Finanzhäusern sind unzureichend. Sie können vielleicht erklären, warum ein Teil des amerikanischen Immobilienmarkts in eine - übrigens keineswegs außergewöhnliche - Krise geriet. Aber sie erklären nicht, wie aus einer Krise auf einem Teil des amerikanischen Immobilienmarktes eine weltumspannende Finanz- und Wirtschaftskrise werden konnte. Diese Weltkrise besitzt ganz andere Ursachen als die üblicherweise genannten.

http://www.faz.net/s/...7FB5174539C9BCF6A6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Antworten
permanent:

FDIC's Coffers Are Depleted, It May Need Help

7
27.08.09 13:29
FDIC's Coffers Are Depleted, It May Need Help
FINANCIALS, BANKS, BANKING, FDIC, FUNDS, CASH, GOVERNMENT,
The Associated Press
| 27 Aug 2009 | 02:48 AM ET

The coffers of the Federal Deposit Insurance Corp. have been so depleted by the epidemic of collapsing financial institutions that analysts warn it could sink into the red by the end of this year.

That has happened only once before — during the savings-and-loan crisis of the early 1990s, when the FDIC was forced to borrow $15 billion from the Treasury and repay it later with interest.

 

The government agency that guarantees depositors against the loss of their money in a bank failure may need its own lifeline.

The FDIC on Thursday will disclose how much is left in its insurance fund, and update the number of banks on its list of troubled institutions. That number shot up to 305 in the first quarter — the highest since 1994 and up from 252 late last year.

FDIC Chairman Sheila Bair may also use the quarterly briefing to discuss how the agency plans to shore up its accounts.

  • Slideshow: The World's Safest Banks in 2009

    Small and midsize banks across the country have been hurt by rising loan defaults in the recession. When they fail, the FDIC is responsible for making sure depositors don't lose a cent. It has two options to replenish its insurance fund in the short run: It can charge banks higher fees or it can take the more radical step of borrowing from the U.S. Treasury.

    None of this means bank customers have anything to worry about.

    The FDIC is fully backed by the government, which means depositors' accounts are guaranteed up to $250,000 per account. And it still has billions in loss reserves apart from the insurance fund.

    Because of the surging bank failures, the FDIC's board voted Wednesday to make it easier for private investors to buy failed financial institutions. Private equity funds have been criticized for taking too many risks and paying managers too much.

    Softer Rules for Buyers

    But these days fewer healthy banks are willing to buy ailing banks, and the depth of the banking crisis appears to have softened the FDIC's resistance to private buyers. Under the new rules, a buyer would need to maintain the failed bank's reserves at levels equal to 10 percent of its assets. An earlier proposal set the requirement at 15 percent.

     

    The new policy also eases the rules on when private investors must maintain minimum levels of capital that might be needed to bolster banks they own.

    But the FDIC sought to guard against private equity funds that might want to quickly buy and sell at a profit: It required the investors to maintain a bank's minimum capital levels for three years.

    At least in theory, allowing private investors to buy failing banks would mean the FDIC could charge a higher price, shrinking the amount of losses the agency would have to cover.

    Bair has not ruled out hiking premiums on banks for the second time this year or asking the Treasury for a short-term loan. She has said taking the longer-term step of drawing on the Treasury credit line is only for emergencies.

    So far this year, 81 banks have failed, compared with just 25 last year — and only three in 2007. Hundreds more banks are expected to fall in coming years because of souring loans for commercial real estate. That threatens to deplete the FDIC's fund.

    "I think the public should expect the fund to go negative at some point," said Gerard Cassidy, a banking analyst at RBC Capital Markets, which has predicted that up to 1,000 banks — or one in eight — could disappear within three years.

    Either lifeline for the FDIC carries risks. Borrowing from the Treasury could be seen as another taxpayer bailout. But charging more in premiums would shrink profits at healthy banks, squeeze troubled ones and make lending even tighter.

     

    "The more you levy these assessments on banks, the less money they have to lend to the general population," said Camden Fine, president of the Independent Community Bankers of America, an industry group that represents 5,000 banks.

    Last week's failure of Guaranty Bank in Texas, the second-largest this year, is expected to cost the FDIC $3 billion. The FDIC recorded more than $19 billion in losses just through March. The agency figures it will need $70 billion to cover bank failures through 2013, more than five times the $13 billion that was in the fund in March.

    The last time it was that low was during the S&L crisis in 1992, when the fund was down to $178 million. Some critics say regulators have taken too long to shut down troubled banks. Chicago's Corus Bankshares, for example, has staggered for weeks under the weight of bad real estate loans.

    FDIC spokesman Andrew Gray said the agency seeks to strike a balance between helping troubled banks work through their problems "so there's zero cost to the deposit fund," and intervening quickly if there are no other options.

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fkuebler:

Kicky/permanent: Caballero/Kurlat-Studie

6
27.08.09 14:23

"Falls im Zuge einer Krise ihre Kredite und Papiere erheblich an Wert zu verlieren drohen, können die Banken ihre TIC in Garantien der Notenbanken umwandeln. In normalen Zeiten ist eine solche Umwandlung unmöglich: "Man kann sie nur nutzen, wenn eine systemische Krise auftritt."

naja ob das eine Lösung ist???"

Im Prinzip ja (mMn): Systemische Krisen sind primär Vertrauenskrisen. Sie entstehen, wenn Vertrauen verlorengeht (z.B. in die Validität der Monoliner, oder in effektives Versichertsein durch CDSse, oder in die Sicherheit einer Gegenpartei) und sie hören wieder auf, wenn das Vertrauen durch eine Art "Nachschiessen" von Solvenz, also Vertrauensfähigkeit, wiedergeschaffen wird (Notenbanken, Staatsgarantien, V-Aufschwung :-).

Mit dem von Caballero/Kurlat vorgeschlagenen TIC-Versicherungssystem könnte man die Schwelle, an der das Vertrauen in Gegenparteien pauschal verlorengeht (der Einzelfall ist ja beherrschbar), vielleicht noch eine knappe Grössenordnung nach oben schieben.

Etwas zynisch, aber durchaus ernst gemeint: dann hätte man Bubble 2.0 möglicherweise zehnmal so gross aufblasen können. Erst wenn seine Grösse die Kraft der wichtigsten Staaten, die in dem Mechanismus ja zur Gegenpartei werden, übersteigt, dann knallt es. Bei Zwerg-Staaten wie Island ist das halt früher ;-)

Die zur Religiosität neigenden Amis könnten dann ja vielleicht noch Meta-TICs der nächsthöheren Instanz ins Spiel bringen... ;-)

Für mich bleibt die spannende Frage: kann man solche Dinge nachträglich heilen, sind also die jetzt de facto nachträglich ausgestellten TICs genug, um das Problem zu "heilen"?

Das wiederum ist mMn eine ausschliesslich psychologische Frage, also eine der Stimmung (Vertrauen ist ja nichts anderes).

Meine derzeitige Bärenseele sagt übrigens Nein, ist sich aber nicht sicher.

Antworten
fkuebler:

Anscheinend besser als schlechter als erwartet, in

6
27.08.09 14:42

... Wirklichkeit aber schlechter als besser als erwartet...

Economy in U.S. Shrank 1% in Second Quarter, Less Than Economists Forecast

U.S. Initial Jobless Claims Drop to 570,000 in Sign Recession Is Abating

... denn die SPX-Futures, denen eine Minute vorher schon mit +3 Punkten das Wasser im Munde zusammengelaufen war, haben selbiges danach mit -5 Punkten wieder ausgespuckt, nur um jetzt erratisch um die Nulllinie zu pendeln.

BTW: ich habe von einem Insider gehört, dass die Fonds bis auf 3% Cash investiert sind, aber die grossen Institutionellen wie Versicherungen etc. noch im Entscheidungsprozess sind.

Also wie Malko immer zu sagen pflegt: alles ist möglich auch das exakte Gegenteil... ;-)

Antworten
Maxgreeen:

kaum sind die schlechten News durch, meldet Boeing

 
27.08.09 14:51
das sie nach 2, 5 Jahren Verzögerung soweit sind, Boeing ist im DOW und somit steigt der Future. Das mit den Boeingzahlen um 14:31 ist rein zufällig. Pre-market: 50.50 +2.68 (5.60%)

Boeing sees first Dreamliner flight by end of 2009; design modifications 'nearly complete'
Der USA Bären-Thread 255512
Antworten
Anti Lemming:

Wieso fällt Öl wie ein Stein

5
27.08.09 15:10
während Gas wie Blei fällt?

14:30 (MEZ)
Ort: Washington, D.C.

Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe ("Initial Jobless Claims") für die Vorwoche

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 570.000 gestiegen. Erwartet wurden 550.000 bis 565.000 neue Anträge nach zuvor 580.000 (revidiert von 576.000).
Antworten
Anti Lemming:

kleine Chart-Prognose

5
27.08.09 15:49
Der USA Bären-Thread 255526
Antworten
fkuebler:

Klare Ansagen schätzt man insbesondere dann,...

4
27.08.09 16:05

... wenn sie die eigene Meinung/Hoffnung bestätigen: ;-)

“In the Tank Forever”: U.S. Consumers, Retailers in a "Death Spiral," Davidowitz Says

"In the Tank Forever": U.S. Consumers, Retailers in a "Death Spiral," Davidowitz SaysPosted Aug 27, 2009 07:30am EDT by Peter Gorenstein

Rather than summarize, let me just highlight some of his best one-liners:

On retail:
  • "The retail business is terrible... It's almost all negative."
  • "We're going to close hundreds of thousands of stores." 

On the consumer:

  • "They’re still over leveraged, they're losing jobs, their credit has been cut back."

On America:

  • "We are in the tank forever. As a country we are out of control, we're in a death spiral." 

On the stock market:

  • "We're in terrible shape. That's what the fundamentals tell me. I can't explain the stock market."

But it's not all gloom and doom, believe it or not. Davidowitz, who runs a retail consulting firm Davidowitz and Associates, thinks certain discount retailers, grocers, drug store chains and a select few department stores can survive and prosper in the future.

Most notably he likes the "extreme discounters" like Family Dollar, Dollar Tree (which was up almost 5% Tuesday after the company raised its outlook) and 99 Cents Only Stores. And, in the department store sector, he says, Kohl's will "be the only winner" because of their cost controls. (Davidowitz has no positions in stocks mentioned.)

 

Antworten
Stöffen:

@ Kübel, der Gag des Artikels

5
27.08.09 16:49
war der Leser-Comment eines Yahoo-Users direkt darunter, welcher bezogen auf die Aussage von Howard Davidowitz, dass "certain discount retailers, grocers, drug store chains and a select few department stores can survive and prosper in the future" noch den Zusatz tätigte:

"He forgot to mention gun stores"
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Malko07:

Dennis Lockhart, ein Verantwortlicher

7
27.08.09 18:41

der Atlanta Fed sagt es gäbe 16% reale Arbeitslose in den USA und es würde ein sehr langer beschwerlicher Weg diese abzubauen:

Etats-Unis : le taux de chômage "réel" atteindrait 16 %        
Antworten
Stöffen:

Passt scho

5
27.08.09 19:00
•  U3 Total unemployed, as a percent of the civilian labor force (the 'official' unemployment rate)
•  U4 Total unemployed plus discouraged workers, as a percent of the civilian labor force
•  U5 Total unemployed, plus discouraged workers, plus all other marginally attached workers as a percent of the civilian labor force
•  U6 Total unemployed, plus all marginally attached workers, plus total employed part time for economic reasons, as a percent of the civilian labor force(the closest to real unemployment, and the one that should be used when comparing to other countries)
•  U7 U6, plus a broader definition of discouraged workers. Dropped in 1994.

www.nowandfutures.com/misc.html#unemployment
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 255576
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
daiphong:

Das besondere Problem bei der US-Staatsverschuldun

9
27.08.09 19:07
im Land der communities will keiner ausreichend Steuern zahlen.

Letztlich auch nicht Abgaben für eine allgemeine Sozialversicherung. Eher gibt es sozialpolitischen Bürgerkrieg. Nach Obamas Plan neigt der wuchernde Staatshaushalt noch weiter Richtung Ponzi Scheme. Man hat die Weltwährungsreserven komplett privatisert, in Lebensniveau und Auslandsbesitz. Wie sollten die Privaten das jetzt „freiwillig“ reduzieren? Das muss wohl der Markt machen. Man will zwar steuerlich an den großen Auslandsbesitz heran, legitim, schwierig und nicht ausreichend.  
Man will sich den Staat so weit wie möglich vom Ausland finanzieren lassen, das fehlende soll die Fed drauflegen, aber ausreichend Steuern zahlen...??? Das käme immer zur Unzeit, würde immer Konsumenten oder Margen, Aufschwung oder Abschwung, die Armen, überschuldete  Mittelständler oder unschuldige Reiche, das moderne Amerika ins Herz treffen
Es gibt Länder, da klappt keine längere Deflation, da muss der Markt andere, viel härtere Mächte einsetzen. Läuft mMn auf Massenarbeitslosigkeit, Abwertung, Inflation hinaus.
Antworten
fischerei:

Auf Wirtschaftsfacts gefunden

12
27.08.09 19:20
Malko07:

#48393: Ich nehme an unter

5
27.08.09 19:41
Massenarbeitslosigkeit wird eine deutlich höhere wie jetzt verstanden. Nehmen wir an wir würden mit der realen Quote nahe an 30% kommen, also über ein Drittel mehr als heute. Berücksichtigt man dann noch die Verschuldung des Konsumenten, würde der Konsum wesentlich stärker als in der Weltwirtschaftskrise der 30-ziger einbrechen. Wie soll es dann bei einem derartig niedrigen Nachtfragedruck zur Inflation kommen?
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Stöffen:

Frag' die Börsen, Malko

6
27.08.09 19:56
Wir haben die Diskussion ja just hier geführt, Kübel und AL haben es auch recht anschaulich dargelegt. Schaut man sich die Kurse der Aktienmärkte an, so ist hier eine bereits mehr als 4%ige Steigerung des US-GDP in 2010 schon ausgemachte Sache, schaut man auf den Bond-Markt, so sieht es da schon wesentlich differenzierter aus. Kübel hält die Bond-Boyz ja auch für 'nen Tick intelligenter als die Stoxx-Trader ;-))

Anbei daher hier nochmals die interessanten Gedankengänge von David Rosenberg / Gluskin Sheff

The real enemy for the equity market is Mr. Bond — that pesky Treasury market that just won’t sell off and validate the great reflation trade. Indeed, if we were seeing a real asset allocation move on the part of investors, as opposed to massive and ongoing short covering, then the 10-year Treasury note yield would be trading close to 5.0% — especially with these freshly minted Obama debt forecasts. But instead, the 10-year note is now getting perilously close to the July 10 low of 3.32%.

We’ve been saying that based on some of our statistical research, the corporate bond market is pricing in 2.0% real GDP growth, whereas the equity market, after this latest power surge since the first week of July, is discounting 4.0% real growth for the coming year. From our lens, the fixed-income market has more downside protection, and even if we do see a 4.0% or better GDP expansion, so much the better. Equities can still rally if in fact the economy does better than 4.0% growth, but frankly, we have decided this year to express whatever cyclical view we had in the corporate bond market rather than in the equity market. Now it may well be that 2.0% could be too high considering the fragility that follows a post-bubble credit collapse, but an 8.5% real Baa yield is still very juicy.

A question we often get is what turns us bullish on equities? It’s simple. Either we have to be convinced at this point that the U.S. economy grows more than 4.0% or we have to see the S&P 500 correct to a point that, like the investment-grade corporate bond market, is pricing in no better than 2.0% GDP growth for the coming year. We really feel, with all deference to the green shoots, which are little more than government-administered steroids, the economy will do little better than average 2.0% growth in the year ahead, and may possibly fall short of that mark as it did under eerily similar circumstances in 2002. But at 842 on the S&P 500, the stock market would be priced for 2.0% real GDP growth. Believe it or not, the market is not always in some magical equilibrium but often deviates from reality — if the S&P 500 were in a 700-800 range right now, priced for sub-2.0% growth, we would be growing horns — we’d be so bullish. But this market has gone far beyond that and has gone to levels that would be consistent with an economy in the second year of recovery, and here we are still debating what month the recession ended … if indeed it has.

Source: Gluskin Sheff
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Malko07:

Stöffen, ob Anleihekäufer

3
27.08.09 20:27
wirklich schlauer sind, möchte ich bezweifeln. Wenn man sieht was momentan auf dem Unternehmensanleihemarkt los ist, ist das mindestens so verrückt  wie auf den Aktienmärkten. Wachstumsraten, die angeblich schon in den Preisen stecken ist purer Blödsinn, Die Spekulation hat die Preise dahin getrieben wo sie heute sind - da sind keine fundamentalen Überlegungen drin begraben. Ich weiß auch nicht was man unter realem GDP versteht. ich weiß nur, dass die Amis mindestens 2% brauchen um ihre statistischen Tricks (starke hedonistisch Betrachtung) zu überwinden. Aber das alles war nicht das Thema. Das Thema war: Wo kommt bei Massenarbeitslosigkeit die Inflation her?
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Stöffen:

Welche Inflation?

4
27.08.09 20:38
Wo findet diese z.Z. statt? Zimbabwe & Weimar sind noch nicht in den USA vollständig angekommen. Wühl' mich gerade durch diverse Stats, aber sonderlich inflationäre Tendenzen kann ich da nicht sehen, sondern eher das Gegenteil...
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Malko07:

Ich glaube wir haben

4
27.08.09 20:46
ein Missverständnis geritten. Mein ursprüngliches Posting war eine Frage zu einer Feststellung von daiphong in #48393:

"Es gibt Länder, da klappt keine längere Deflation, da muss der Markt andere, viel härtere Mächte einsetzen. Läuft mMn auf Massenarbeitslosigkeit, Abwertung, Inflation hinaus."
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Stöffen:

FDIC - Der K(r)ampf geht weiter

7
27.08.09 20:49
Ich hatte zu diesem Fakt ja bereits vor kurzem ein bescheidenes Posting veröffentlicht

http://www.ariva.de/...rofits_in_2010_t283343?pnr=6371131#jump6371131

Die heutige Meldung untermauert den maroden Zustand des Instituts, welches die Einlagen bei den US-Banken garantieren soll, auch unter dem Gesichtspunkt, dass weitere Bank-Pleiten ohne großen Prophetismus künftig abzusehen sind. Aber scheissegal, soll doch der Steuerzahler in die Bresche springen, wenn’s kracht. Die Schulden doch bitte dann wie bereits gewohnt auf die kommenden Generationen verlagern, bitte bitte… Unsustainable!

Bank insurance fund down 20 percent in 2Q

Bank insurance fund down 20 percent in 2nd quarter, FDIC's Bair says no plans to tap Treasury

WASHINGTON (AP) -- The agency that guarantees bank deposits in the United States said Thursday it has no immediate plans to borrow money from the government to bolster its insurance fund, which has shrunk under the weight of collapsing banks.

The fund fell 20 percent to $10.4 billion in the second quarter as U.S. banks overall lost $3.7 billion, the Federal Deposit Insurance Corp. said. That is the fund's lowest point since 1992 at the height of a crisis involving savings and loan associations. Some analysts have warned that the fund could fall below zero by year's end.

The FDIC estimates bank failures will cost the fund around $70 billion through 2013. It has slipped to 0.22 percent of insured deposits, below a congressionally mandated minimum of 1.15 percent.

Asked about a possibility of tapping the Treasury, FDIC Chairwoman Sheila Bair said: "Not at this point in time. I never say `never,' but not at this point in time, no."

At the same time, Bair reaffirmed the likelihood of an additional fee on U.S. banks this year to help replenish the fund.

Despite the shrinking insurance fund, customers have nothing to worry about. The FDIC is fully backed by the government, which means depositors' money is guaranteed up to $250,000 per account. The agency also still has billions in loss reserves apart from the insurance fund.

Still, the FDIC needs to replenish its fund. It can do so by charging banks higher fees or by taking the more radical step of borrowing from the U.S. Treasury.

It also has opened the door wider for private investors to buy failed financial institutions. The FDIC's board voted Wednesday to reduce the cash that private equity funds must maintain in banks they acquire.

Private equity funds have been criticized as excessive risk-takers. But with fewer healthy banks willing to buy ailing institutions, the banking crisis has softened the FDIC's resistance to private buyers.

Eighty-one banks have failed so far this year, and hundreds more are expected to fall in coming years because of souring loans for commercial real estate. That threatens to deplete the FDIC's fund.

"No matter how challenging the environment, the FDIC has ample resources to continue protecting insured depositors as we have for the last 75 years," Bair said at a news conference. "A decline in the fund balance does not diminish our ability to protect insured depositors.

The FDIC has $21.6 billion in cash available as a reserve to cover losses at failed banks, down from $25 billion at the end of the first quarter.

The agency likely would not consider tapping its credit line at the Treasury Department, which now totals $500 billion, unless that cash were depleted, said Diane Ellis, deputy director of the FDIC's division of insurance and research.

The FDIC said surging levels of soured loans at banks dragged down profits in the April-June period. The $3.7 billion loss compared with profits of $7.6 billion in the first quarter, and $4.7 billion a year ago.

The agency also said the number of banks deemed to be in trouble jumped to 416 from 305 at the end of the first quarter. That is the highest number since June 1994. Total assets of troubled institutions surged to $299.8 billion from $220 billion in the first quarter.

The FDIC said nearly 66 percent of banks and savings and loans reported earnings below those in the second quarter of 2008, and more than a quarter posted a net loss.

"Banking industry performance is, as always, a lagging indicator," Bair said. "The banking industry, too, can look forward to better times ahead. But for now, the difficult and necessary process of recognizing loan losses and cleaning up balance sheets continues to be reflected in the industry's bottom line."

The 8,195 federally insured banks and thrifts in the United States set aside $66.9 billion in the second quarter to cover potential loan losses, up from $60.9 billion a year earlier.
The FDIC's insurance fund has been so depleted by the epidemic of collapsing financial institutions that analysts warn it could sink into the red by the end of this year.

That has happened only once before, during the savings and loan crisis of the early 1990s, when the FDIC had to borrow $15 billion from the Treasury and repay it later with interest.

Small and midsize banks nationwide have been hurt by rising loan defaults in the recession. When they fail, the FDIC is responsible for making sure depositors do not lose a cent.

http://finance.yahoo.com/news/...es&pos=main&asset=&ccode
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