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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

Wawidu # 40398

13
22.03.09 17:27
Fazit: Die Fed zaubert (durch nichts gedecktes) Geld aus dem Hut, das sie dann mit einem Hebel von 10 in die Wirtschaft pumpt. Das Geld wird geschaffen, indem die Fed ein neues Konto für sich selbst einrichtet und dieses entsprechend überzieht. Mit diesem Poker-Trick werden 17,5 Billionen (*) Dollar künstlich "geschaffen" - denen keinerlei Wirtschaftleistung entgegensteht. Es ist eine reine Blähung der Fed. Ein gigantischer Finanzfurz, dessen Gestank man sich wegdenken muss.

Die Kriese zieht ihre Kreise ist überwunden.

(*): Es fällt auf, das kaum noch jemand von Milliarden spricht. Das Motto lautet offenbar: Nicht kleckern, sondern klotzen.
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daiphong:

@Malko07 Nachfrage beim Experten

3
22.03.09 17:45
in Sachen Realismus: wieso "witzig" für diese Überlegung.
Intern alles durch Fed und Staat absichern, extern durch Banken mit Nullzins voll investieren, den Dollar dadurch selber senken, bevor es andere tun, statt dessen nach der Abwertung Direktinvestitionen auslösen und industriell expandieren. Also zumindest schon mal den Abwertungsgewinn einfahren und den Abwertungsverlust im Ausland belassen. Außerdem realistischer Weise unterstellen, dass die USA im nächsten Aufschwung zunächst noch relativ abgekoppelt sind und Investitionen im Lande sich derzeit kaum lohnen.
Würde auch erklären, wozu die Fed für ihre Banken so viel Geld aus dem Hut zaubert...
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Anti Lemming:

Man könnte es auch

12
22.03.09 17:45
als neue "außerbilanzielle Zweckgesellschaft" der Fed bezeichnen, die damit zu einem gigantischen Hedgefonds wird. Die Inflationierung soll nun mit der Brechstange erzwungen werden. Ich fürchte, das Experiment wird pro forma klappen - aber eine Hyperinflation lostreten. Fängt die Inflation erst mal an zu galoppieren, wird sie auch durch eine Rückabwicklung der Stimulationen (Staatsanleihenbverkäufe usw.) nicht eingedämmt werden können, weil die Restwelt dem Hokuspokus der Wall-Street-Magier kein Vertrauen mehr schenkt.

Ich nehme weiterhin an, dass diesea Scheitern der "Rückabwicklung" der Inflationierungsmaßnahmen von den Verantwortlichen bereits JETZT klammheimlich erwartet wird. Es ist Teil der übergeordneten Strategie. USA würden dadurch ihre gigantischen Schulden los. "Schuldzuweisungen" gäbe es dann nicht, weil man ja "eigentlich nur eine Deflation wie in Japan verhindern wollte" - ein durchaus ehrenwerter Ansatz/Vorwand.

Wenn die Inflation dann dergestalt aus dem Ruder läuft, wird es scheinheilig heißen, das  "war überhaupt nicht abzusehen. Wir sind ehrlich schockiert." Am schockiertesten freilich werden die Gläubiger der USA sein, die dieses Ponzi-Schema jetzt nolens volens billigen.
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gogol:

glaubt hier wirklich jemand ernsthaft

7
22.03.09 17:48
das Amerika oder sonst wer eine............... übergeordneten Strategie ( Zitat AL) hat ?? mir kommt es eher so vor als wenn alles einmal ausprbiert wird nach dem Motto, irgendwas wird hoffentlich helfen.
auf unserem Planeten gibt es nur Propheten
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wawidu:

Fed - ein schrankenloser Hedge Fund

9
22.03.09 17:53
In Ergänzung zu # 40398:

www.marketoracle.co.uk/Article7578.html

Der gigantischste aller Hedge Funds sitzt nicht etwa auf Bermuda oder den Caymans, wo sich viele solcher Funds wegen weitgehend fehlenden Regulierungen und Kontrollen sowie erheblichen Steuervorteilen etabliert haben, sondern in den USA - nicht reguliert, kaum kontrolliert bzw. kontrollierbar und nicht besteuert, quasi "off budget", ein Staat im Staate.
Antworten
Anti Lemming:

Gogol

14
22.03.09 17:58
Auch die Verbriefungen der US-Housing-Kredite nebst Weiterreichung nach Europa (IKB, Landesbanken) war eine implizite Strategie. Die Eingeweihten (insbesondere bei den Rating-Agenturen) wussten sehr wohl, dass sie da ein gigantisches Madoff-Schema spielten. Da wurde solange an irgendwelchen Bewertungsparametern geschraubt, bis die Bewertungssysteme das "Wunschergebnis AAA" ausspuckten.

Da dieses System ungeheuer komplex sind, sind die Ergebnisse für Außenstehende (europäische Käufer) nicht nachvollziehbar. Ihnen bleibt nichts übrig, als den Ergebnissen und den AAA-Ratings zu vertrauen.

Dieses Vertrauen wurde schon zum Zeitpunkt der Verbriefungen von den Verantwortlichen in übelster Weise missbraucht. IN einer internen Email der Rating-Agenturen schrieb jemand: "Ich hoffe, dass uns der Scheiß erst um die Ohren fliegt, wenn wir bereits in Rente sind."

Kann man eine vorsätzliche Betrugsabsicht klarer formulieren als so?

Das Entscheidende dabei ist, dass dies nach außen hin als ehrenwertes, solides und AAA-abgesichert "verkauft" wird - wohl wissend, dass es sich in Wahrheit um eine Stinkbombe handelt.

Die neue 17,5-Billionen-Zweckgesellschaft der Welt ist in diese üble "Tradition" mMn lückenlos einzureihen. Die Lüge ist bestens kaschiert ("Deflationsbekämpfung").
Antworten
Anti Lemming:

Korrektur

 
22.03.09 18:01
Im letzten Satz muss es heißen: "Die neue 17,5-Billionen-Zweckgesellschaft der Fed"
Antworten
daiphong:

gogol, die gewaltigen Dimensionen der Aktivitäten

 
22.03.09 18:02
erhärten inzwischen bei mir die Gewissheit, dass sich ein Masterplan herausgebildet hat. Nicht Inflation, wie AL glaubt. Dass auch der Hedgefond-Charakter hat, sollte eigentlich nicht mehr überraschen.
Antworten
gogol:

gibt einen halben Grünen

5
22.03.09 18:10
weil ich dir nur zur hälfte zustimmen kann
so z.b. glaube ich nicht.....( sind die Ergebnisse für Außenstehende (europäische Käufer) nicht nachvollziehbar)....... denn durch die ganze Vernetzung der Finanzsysteme und das Ratings sogar von indischen Firmen geschrieben wurden gibt es keinen separaten Markt mehr
ein Beispiel anderer Art ist die Deutsche Bank wo nun zwei Herren aus London in den Vorstand kommen die schon lange die Fäden ziehen und von Anfang an den Stuhl von Herrn Ackermann wollten
die heutigen Finanzinstitute sind trauen sich deshalb nicht über den Weg weil sie wissen was in ihren eigennen Kellern lagert
auf unserem Planeten gibt es nur Propheten
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Malko07:

Die Verschwörungstheoriien werden hier

6
22.03.09 18:37
immer bunter. Auch geht die Verhältnismäßigkeit über Bord. Man sollte doch noch zu einem einfachen Dreisatz fähig sein und wissen was Geld ist und wie es funktioniert. Wenn man solchen Gedanken wie heute hier nachhängt, wird man nicht in der Lage sein Investitionen sinnvoll zu platzieren und ein einigermaßen stimmiges Timing in den verschiedenen Anlageklassen zu erreichen. Ich empfehle deshalb den Kauf von Raviolidosen und  Maschinenpistolen und ansonsten allen noch ein schönes Restwochenende.
Antworten
permanent:

Obama der Optimist

 
22.03.09 19:28
Obama team sees rebound this year, hurdles loom
Sun Mar 22, 2009 1:07pm EDT

By John O'Callaghan

WASHINGTON (Reuters) - The Obama administration is "incredibly confident" the U.S. economy will rebound within a year, a top adviser said on Sunday, before a critical week in efforts to flesh out and sell the president's recovery agenda.

"We will be seeing signs the economy is turning around," Christina Romer, head of the White House Council of Economic Advisers, told the "Fox News Sunday" program.

On CNN's "State of the Union" show, Romer said she had "every expectation, as do private forecasters, that we will bottom out this year and actually be growing again by the end of the year."

President Barack Obama's steps to reverse a deep recession and restructure the ailing U.S. financial system have global implications as he prepares to meet leaders of major developed and developing nations at a Group of 20 summit in early April.

But Obama's reform plans and the vast spending envisioned to reboot the world's largest economy and purge at least $1 trillion in "toxic" assets from banks face steep resistance from some in Congress and corporate boardrooms.

In two key parts of the agenda, Treasury Secretary Timothy Geithner is expected to unveil long-awaited details of his bank bailout plan on Monday and then, at a congressional hearing on Thursday, to expand on proposals for financial regulatory reform.

One aim of the three-part strategy to cleanse the financial system will be to entice private investors with abundant loans and generous terms to buy bad mortgages and other toxic assets, a source familiar with the plan told Reuters on Saturday.

Obama, a Democrat whose high approval ratings are being tested in his third month as president as public anger rages over big bonuses at bailed-out financial firms, will discuss his recovery efforts in a prime-time news conference on Tuesday.

PRIVATE MONEY AND PUBLIC OUTRAGE

Geithner has been attacked over his failure to halt bonuses of at least $165 million, and possibly as much as $218 million, paid out to employees by hobbled insurer American International Group, which has been bailed out with about $180 billion in taxpayer money.

Obama has stepped up his defense of Geithner, including some Republican demands for him to quit, telling the CBS show "60 Minutes" in a program to air on Sunday that he would not accept his treasury secretary's resignation even if it were tendered.

Geithner, who dismissed the calls to step down while taking responsibility for the AIG bonuses controversy, has also been criticized over his slow roll-out of the rescue plans for the banking sector that are seen as vital to an overall recovery.

"He's lost a lot of credibility and a lot of political good will, but he can turn things around," said Nariman Behravesh, chief economist at IHS Global Insight. "If he can come up with a credible plan, fine. If not, then his days are numbered."

Public anger over the AIG bonuses overflowed last week, prompting the House of Representatives to pass a tax bill to claw back the payouts. The Senate has several of its own ideas about how to deal with executive pay.

Richard Shelby, a Republican member of the Senate Banking Committee, said "it's possible" that heavy taxes on pay may scare away investors from the Treasury's bank rescue program.

"We have to be careful of unintended consequences in legislation" passed by the House, Shelby told Fox, adding that "no one wants to award taxpayer money to people who have caused institutions to fail."

The New York Times said the Treasury will also unveil a sweeping plan this week to overhaul financial rules that would seek broader oversight of executive pay.

But an administration official said no announcements were planned for this week and dismissed the idea that executive pay was linked to reforms of financial regulations.

Governments around the world are moving to tighten rules on banks, hedge funds, insurers and other firms amid the worst financial crisis in generations -- a priority especially among some European leaders who will meet Obama at the G20 summit.

Adding to the gloom, World Bank President Robert Zoellick said on Saturday the global economy is set to contract by 1 to 2 percent this year and that the depth of the slowdown was unprecedented since the Great Depression of the 1930s.

BUDGET BATTLES

The new White House team, which inherited the crisis from the Republican administration of George W. Bush, is also trying to win support for big-ticket items in Obama's record $3.5 trillion budget proposal for the 2010 fiscal year -- something in very short supply among Republicans in Congress.

"It's an economic blueprint for our future, a vision of America where growth is not based on real estate bubbles or over-leveraged banks, but on a firm foundation of investments in energy, education and healthcare that will lead to a real and lasting prosperity," Obama said in his weekly radio address on Saturday.

The budget committees of the Senate and House are set to begin crafting their budget bills this week.

Republican Senator Judd Gregg appeared ready for a fight over the Obama budget that projects deficits of $1.75 trillion this fiscal year and $1.17 trillion next fiscal year.

"If we maintain the proposals which are in this budget over the 10-year period that this budget covers, this country will go bankrupt," he told CNN. "People will not buy our debt. Our dollar will become devalued."

The head of the Senate budget committee said he favors higher spending in the short term but that fiscal discipline was critical in the long term.

"I will present a budget that I think begins to move in that direction," Democratic Senator Kent Conrad said on ABC's "This Week With George Stephanopoulos."

"It acknowledges in the short term, yes, we have got to have added deficits and debt to give lift to this economy but, longer term, we have got to pivot."

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wawidu:

$USB langfristig

7
22.03.09 19:29
In großen Wellen steigende T-Bonds-Preise und entsprechend sinkende Renditen waren u.a. die "Marschmusik" für das beispiellose Wachstum der Wirtschaft, der Aktien-, Immobilien- und Commoditiesmärkte seit 1982 sowie der Kredit- und Konsumexzesse insbesondere in den letzten Jahren. Den Spike Ende 2008 sehe ich als letztes "Auskotzen" des größten Booms der Wirtschaftsgeschichte. Gnade uns Gott, falls dieses Kartenhaus aus irgendwelchen Gründen ins Wanken gerät!
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 223556
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permanent:

Kapitalerhöhung bei Daimler

5
22.03.09 19:31
STUTTGART (dpa-AFX) - Der von der Absatzkrise gebeutelte Autobauer Daimler Der USA Bären-Thread 5596855 hat
sich das Emirat Abu Dhabi als Großaktionär ins Haus geholt. Über eine
Kapitalerhöhung steige die staatlich kontrollierte Investmentgesellschaft Aabar
mit 9,1 Prozent bei Daimler ein, teilten die Stuttgarter am Sonntag mit. Dazu
erhöht Daimler das Grundkapital um 10 Prozent, die neu ausgegebenen Aktien gehen
zum Preis von 20,27 Euro an Aabar. Insgesamt kostet der Einstieg das Emirat
damit 1,95 Milliarden Euro.

Der Daimler-Aufsichtsrat habe der Kapitalerhöhung heute zugestimmt, hieß es.
Über einen Einstieg war bereits seit Monaten spekuliert worden. Daimler will mit
seinem neuen Großaktionär auch im Tagesgeschäft zusammenarbeiten: Gemeinsam soll
die Entwicklung von Elektroautos sowie von Verbundwerkstoffen vorangetrieben
werden./das
Antworten
Anti Lemming:

Malko - das Ungeheuerliche denken wagen

18
22.03.09 19:56
Als dieser Thread vor gut einem Jahr aufgemacht wurde, warst Du long in Aktien und hast gegen meine bärischen Statements laufend Gegenpositionen bezogen (nachlesbar). Hätte damals jemand behauptet, dass die größten US-Banken und Versicherungen wie Citi und AIG ein Jahr später zu Pennystocks würden, hättest Du dies vermutlich ebenfalls als "Verschwörungstheorie" abgetan. Nun ist es - wider Erwarten - Fakt.

Inzwischen ist die Ära des Niedergangs der großen Firmen und Banken  - in gewissem Sinne zwangsläufig - der Ära der kollabierenden Staaten samt ihrer Anleihen gewichen. Da du viele Staatsanleihen hältst, halte ich für möglich, dass Du - wie damals, als Du long in Aktien warst - nicht gern Deine eigenen Investments in Frage stellen möchtest.

Die Realität hat diese Befürchtungen dennoch inzwischen eingeholt. Staaten wie Island und die baltischen Staaten sind fast pleite, Großbritannien pfeift auf dem letzten Loch, Irland und die EU-Südstaaten sind ebenfalls bedroht. Und noch gefährdeter sind die größten Player des weltweiten Kredit-Schnellballsystems, die USA.

Es ist sicherlich unbequem für Dich, solche Argumente, wie ich sie heute vorbrachte, "ernst zu nehmen", weil man sich dann auch im wohligen Haus seiner Staatsanleihen nicht mehr recht wohlfühlen kann. Das Sein bestimmt das Bewusstsein.

Dennoch sind meine heutigen Argumente mMn nicht von der Hand zu weisen. So sind z. B. Einlagensicherungsfonds und der FDIC sicherlich eine schöne Sache, solange nur vereinzelt Banken pleite gehen. Bei drohenden Massenpleiten hingegen musste sogar hier zu Lande eigens Merkel aufs Podium, um fragwürdige Garantien für die Einlagen der dt. Sparer abzugeben. Die bisherigen Sicherungssysteme waren offenkundig überfordert.

Es ist nur logisch, dass mit jedem Staats-Bailout einer maroden Firma auch die Bonität des jeweiligen Staaten sukzessive sinkt. Am Ende droht eine "systemische Überforderung" ähnlich wie bei den Einlagensicherungsfonds. Sehr deutlich sehen wir dies in Irland und den anderen EU-Staaten, die S&P (sicherlich auch eigennützig) in der Bonität runtergestuft hat.

Unter diesem Aspekt solltest Du meine obigen Argumente vielleicht noch mal überdenken, ehe Du sie - Dich selber in falscher Sicherheit wiegend - für "witzig" deklarierst. Überleg mal, was von Deinen bullischen Gegenargumenten bei der Threaderöffnung heute noch valide geblieben ist.

Hier der Chart des US-Banken-Index BKX seit Threaderöffnung:
(Verkleinert auf 82%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 223558
Antworten
Anti Lemming:

Korrektur

 
22.03.09 20:05
Dieser Thread wurde "vor gut zwei Jahren aufgemacht", nämlich am 20.2.07. Im BKX-Chart ist der Zeitrahmen richtig wiedergegeben.
Antworten
Anti Lemming:

Permanent - Die Irrtümer der Scheichs

11
22.03.09 20:11
Die Scheichs aus Abu Dhabi sind 2007 auch beim Kurs von 13 Dollar in den Chiphersteller AMD eingestiegen, der aktuell bei 2,67 notiert (und akut pleitebedroht ist).

www.golem.de/0711/56045.html

Großinvestoren sind oft nicht klüger als die Kleinen. Man denke nur an den US-Investor Flowers, der bei 22,50 in die HRE eingestiegen ist - und nun mit dem Bund feilscht, um wenigstens 2 Euro pro Aktie wieder rauszuholen. Er wird höchstwahrscheinlich enteignet.
Antworten
CarpeDies:

US-Genossenschaftsbanken unter den Rädern

8
22.03.09 21:58
Die beiden grössten Institute in staatlicher Obhut

Die Kreditkrise hat auch das genossenschaftliche Bankensystem in den USA erfasst. Am Wochenende wurden die beiden grössten Institutionen von der Aufsichtsinstanz übernommen. Diese braucht dringend Mittel, um die auf sie zukommenden Verluste abdecken zu können. Derweil hat die FDIC drei weitere Geschäftsbanken geschlossen.

Die Kreditkrise hat auch einen Bereich des Finanzsektors in den USA erreicht, der bis vor kurzem als «sicherer Hafen» galt, nämlich das genossenschaftliche Bankensystem, das von 28 «corporate credit unions» und über 7800 angeschlossenen Retail-Instituten getragen wird. Die zuständige National Credit Union Administration (NCUA) hat die beiden grössten Organisationen, nämlich die US Central Corporate Credit Union im Gliedstaat Kansas sowie die Western Corporate Federal Credit Union in Kalifornien, in ihre Obhut genommen. Die beiden verfügen zusammen über Anlagen von 57 Mrd. $. Während US Central vorwiegend mit den andern, kleineren «corporate credit unions» geschäftet, wird Western Corporate von rund 1100 Mitgliederinstituten auf der Retail-Ebene getragen, die mit Kredit und Dienstleistungen versorgt werden. Die Geschäfte der beiden beschlagnahmten Organisationen werden unter der Aufsicht der Behörde nahtlos weitergeführt. Es sollen neue Geschäftsleitungen eingesetzt werden.

Die Finger an CDO verbrannt

Das genossenschaftliche Bankensystem in Amerika bedient rund 90 Mio. Kunden meist in ländlichen Gegenden. Die NCUA versicherte am Wochenende, dass das Netzwerk insgesamt gesund sei und niemand zu Schaden komme. So konservativ wie bisher angenommen scheinen die Geschäftspraktiken in dem Bereich aber nicht mehr zu sein. Die beiden Delinquenten jedenfalls haben massiv in meist mit Subprime-Hypotheken unterlegte Wertpapiere (CDO) investiert und mussten auf diesen Positionen wie viele Geschäftsbanken hohe Abschreibungen tätigen. Um eine Vertrauenskrise zu verhindern, hatte die Aufsichtsbehörde im Dezember Notkredite für alle «corporate credit unions» in Aussicht gestellt und eine Garantie für sämtliche Einlagen zugesichert. Im Januar hatte sie dann der US Central eine Kapitalspritze von 1 Mrd. $ verabreicht, um Buchverluste auszugleichen. Seither hat sich die Lage offenbar stark verschlechtert. Laut NCUA wurden die Wertminderungen der toxischen Anlagen von beiden Instituten unterschätzt; sie könnten aus jetziger Sicht zu tatsächlichen Verlusten von 10 Mrd. bis 16 Mrd. $ führen. Der NCUA könnten daraus Kosten von bis zu 5,9 Mrd. $ entstehen. Dafür ist sie in keiner Weise gerüstet, weshalb beim Kongress nun eine Ermächtigung eingeholt werden soll, beim Schatzamt 30 Mrd. $ an Notkrediten aufzunehmen. Der Präsident der NCUA, Michael Fryzel, beschwichtigte am Wochenende gleichzeitig, dass keine der andern 26 «corporate credit unions» gefährdet sei. Das genossenschaftliche Bankensystem wies im vergangenen Jahr Gewinne von 2,44 Mrd. $ oder noch halb so viel wie im Jahr zuvor aus.
20 Bankenpleiten

Unabhängig von dieser Entwicklung hat die FDIC am Freitag nach Geschäftsschluss drei weitere kleine Geschäftsbanken in Missouri, Texas und Georgia mit zusammen 1,1 Mrd. $ an Anlagen und 853 Mio. $ an Kundeneinlagen geschlossen. Zwei der Institute wurden an andere Banken verkauft, das dritte in Georgia wird zunächst von der FDIC weitergeführt. Damit hat die FDIC seit Jahresbeginn 20 Banken geschlossen. Im vergangenen Jahr waren es 25 Institute gewesen, einschliesslich der beiden grossen kalifornischen Hypothekenbanken IndyMac Bancorp und Washington Mutual (WaMu). Der Versicherungsfonds der FDIC ist dadurch per Ende Jahr auf 18,9 Mrd. $ abgeschmolzen, von 34,6 Mrd. $ Ende September. Die mehr als 8500 FDIC-versicherten Banken haben im Schlussquartal 2008 zusammen Verluste von 32,1 Mrd. $ ausgewiesen. Es handelte sich um das erste defizitäre Quartal der Branche seit 18 Jahren, als die Sparkassenkrise getobt hatte. Per Ende Jahr weitete die FDIC ihre Liste der Problembanken um 47% auf 252 Institute aus. Die Behörde rechnet bis zum Jahr 2013 mit Kosten aus den Pleiten von 65 Mrd. $.

WaMu, deren operatives Geschäft mit Hilfe der Aufsichtsinstanz an JP Morgan Chase verkauft wurde, hat jetzt die FDIC auf über 13 Mrd. $ Schadenersatz eingeklagt. Der von JP Morgan entrichtete Preis von 1,9 Mrd. $ sei lächerlich gering gewesen, meint die Holdinggesellschaft, die nicht verkauft wurde und in ein Chapter-11-Verfahren unter dem Konkursrecht eingetreten ist.
Antworten
Eidgenosse:

Das vertrauen Schwindet

3
22.03.09 22:02
Verständlich bei dieser Regierung.

info.kopp-verlag.de/news/...ann-man-nicht-essen-von-wegen.html
Antworten
CarpeDies:

Peripheral care should be the central concern

2
22.03.09 22:18
Aus der Financial times:

By George Soros

Published: March 22 2009 18:21 | Last updated: March 22 2009 18:21

The forthcoming Group of 20 meeting is a make-or-break event. Unless it comes up with practical measures to support the less developed countries, which are even more vulnerable than the developed ones, markets are going to suffer another sinking spell just as they did last month when Tim Geithner, Treasury secretary, failed to produce practical measures to recapitalise the US banking system.

This crisis is different from all the others since the end of the second world war. Previously, the authorities got their act together and prevented the financial system from collapsing. This time, after the failure of Lehman Brothers last September, the system broke down and was put on artificial life support. Among other measures, both Europe and the US in effect guaranteed that no other important financial institution would be allowed to fail.

This necessary step had unintended adverse consequences: many other countries, from eastern Europe to Latin America, Africa and south-east Asia, could not offer similar guarantees. As a result, capital fled from the periphery to the centre. The flight was abetted by national financial authorities at the centre who encouraged banks to repatriate their capital. In the periphery countries, currencies fell, interest rates rose and credit default swap rates soared. When history is written, it will be recorded that – in contrast to the Great Depression – protectionism first prevailed in finance rather than trade.

Institutions such as the International Monetary Fund face a novel task: to protect the periphery countries from a storm created in the developed world. Global institutions are used to dealing with governments; now they must deal with the collapse of the private sector. If they fail to do so, the periphery economies will suffer even more than those at the centre, because they are poorer and more dependent on commodities than the developed world. They also face $1,440bn (€1,060bn, £994bn) of bank loans coming due in 2009. These loans cannot be rolled over without international aid.

Gordon Brown, the UK prime minister, recognised the problem and designated the G20 meeting to address it. Yet profound attitudinal differences have surfaced, particularly between the US and Germany. The US has recognised that the collapse of credit in the private sector can be reversed only by using the credit of the state to the full. Germany, traumatised by the memory of hyperinflation in the 1920s, is reluctant to sow the seeds of future inflation by incurring too much debt. Both positions are firmly held. The controversy threatens to disrupt the meeting.

Yet it should be possible to find common ground. Instead of setting a universal target of 2 per cent of gross domestic product for stimulus packages, it is enough to agree that the periphery countries need aid to protect their financial systems. This is in the common interest. If the periphery economies are allowed to collapse, the developed countries will also be hurt.

As things stand, the G20 meeting will produce some concrete results: the resources of the IMF are likely to be doubled, mainly by using the mechanism of the “new arrangements to borrow”, which can be activated without resolving the vexed question of reapportioning voting rights.

This will be sufficient to enable the IMF to help specific countries at risk but it will not provide a systemic solution for the less developed countries. Such a solution is readily available in the form of special drawing rights. SDRs are complex but they boil down to the international creation of money. Countries that can create their own money do not need them but periphery countries do. The rich countries should therefore lend their allocations to the nations in need.

Recipient countries would pay the IMF interest at a very low rate, equivalent to the composite average treasury bill rate of all convertible currencies. They would have free use of their own allocations but would be supervised in how the borrowed allocations were used to ensure they were well spent.

In addition to the one-time increase in the IMF’s resources, there ought to be a big annual issue of SDRs, of say $250bn, as long as the recession lasts. It is too late to use the April 2 G20 meeting to agree this, but if it were raised by President Barack Obama and endorsed by others, this would be sufficient to give heart to the markets and turn the meeting into a resounding success.

The writer is chairman of Soros Fund Management and author of the forthcoming The Crash of 2008 (PublicAffairs 2009)
Antworten
wawidu:

Eine seltsame Beobachtung

10
22.03.09 23:09
Bei einem Langfristchart des $USB, der mit Futuredaten unterlegt ist, bin ich auf eine mir unerklärliche Divergenz am rechten Rand gestoßen: Der Kursspike von November/Dezember 2008 hat keine Entsprechung beim Open Interest und beim Volumen der Futures. Da haben wohl Direktkäufe großen Ausmaßes stattgefunden, allerdings nachweislich nicht seitens Ausländern. Diesbezüglich habe ich allerdings eine Vermutung: Könnte es sein, dass damals einige der Fed-gestützten Banken (ich denke da besonders an GS, die mE garnicht gestützt werden müssten) mit Stützungsgeldern in einem Agreement mit der Fed die T-Bonds hoch gekauft haben, dass diese also quasi als "Strohmänner" für die Fed bzw. die Regierung fungierten? Ein anderer Denkansatz: Durch das Hochkaufen der Bonds mit "Rettungsgeldern" haben Banken und/oder Mischfonds (allerdings nicht mit "Stützen") mit einer heftigen Jahresend-Rally ihre Quartals- bzw. Jahresbilanzen geschönt.
(Verkleinert auf 73%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 223591
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daiphong:

AL, Hyperinflation soll das Ziel der US-Maßnahmen

5
23.03.09 01:35
sein? Anarchie, Wirtschaftszerstörung, Vermögensvernichtung, Not und Elend ?
Damit die Auslandsschulden verschwinden (was weder umfassend sein muss noch schnell),
soll sich die USA sogar planvoll, noch nicht einmal aus Versehen, selbst zerstören?
Ich meine, man darf ja mal testhalber den apokalyptischen Reiter spielen, aber regelmäßig ersthaft so argumentieren...?
Antworten
Malko07:

A.L. (#40415), richtig Du hast inzwischen

9
23.03.09 08:27
korrigiert. Vor einem Jahr war ich schon lange nicht mehr in Aktien. Richtig ist auch, dass ich leicht zu früh raus bin. Hätte ich allerdings Deine Ratschläge befolgt, wäre ich noch wesentlich früher raus und hätte auf manchen Euro verzichtet. Die auch schon sehr früh von Dir und anderen angedrohte Hyperinflation will auch noch immer nicht kommen. Alle die, die zu früh auf Inflation setzten, sitzen heute zum Teil auch einer miserablen Verzinsung und haben das Beste am Anleihemarkt verpasst.

Ich habe sehr früh hier die Meinung (damals noch eine exotische Meinung) vertreten, dass alle US-Großbanken schlussendlich beim Staat landen würden. Kann man hier auch nachlesen. Ich streite auch nicht ab, dass erhebliche Risiken im weltweiten Finanz- und Währugssystem schlummern und das nicht erst seit 4 Jahren, die eine Katastrophe auslösen können. Wird kein rational denkender Mensch bestreiten wollen.  Nur mit diesem Risiko müssen wir leben und das Bewusstsein darüber hilft nicht beim Spekulieren.

Meine Einwände gingen primär gegen die kindischen Verschwörungstheorien und Ideen von Geld, die mal nicht den Geisteszustand des 18. Jahrhundert erreichen.  Auch sollte man in der Lage sein, zu Relativieren um manches an den Märkten richtig einschätzen zu können.

Ja, ich bin in Firmenanleihen und Staatsanleihen des Euroraums investiert. Bei US-Anleihen habe ich den Einstieg nicht geschafft. Der größere Teil liegt in Firmenanleihen. Dazu waren die Gelegenheiten Ende letztes Jahres einfach zu schön. Selbstverständlich haben auch Anleihen ihre Risiken. Risikolos ist nichts. Es geht aber beim Spekulieren darum mit einem einigermaßen abschätzbaren Risiko ein richtiges Timing zu betreiben. Dazu tragen Weltuntergangsphantasien nichts bei. Sie paralysieren nur.
Antworten
CarpeDies:

Deutsche Wirtschaft steuert auf Desaster zu

2
23.03.09 09:11
Der Konjunktureinbruch in Deutschland fällt nach Einschätzung der Commerzbank-Ökonomen in diesem Jahr weitaus dramatischer aus als bislang angenommen. Die Experten schließen einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um bis zu sieben Prozent nicht mehr aus. Vor diesem Hintergrund deutete die Europäische Zentralbank eine weitere Leitzinssenkung an.

Weiter unter www.handelsblatt.com/politik/...teuert-auf-desaster-zu;2211574
Antworten
Anti Lemming:

Inflationserwartung

6
23.03.09 09:26
Ich sollte das vielleicht mal konkretisieren. Ich schrieb zwar das effektheischende Wort Hyperinflation, glaube aber eher an eine starke Inflation ähnlich wie in den 1970-er/80-er Jahre. Die Inflation dürfte im Dollar-Raum deutlich stärker ausfallen als im Euro-Raum. Das dürfte mMn mittelfristig Druck auf den US-Dollar auslösen, der mindestens das alte Hoch um 1,60 (Mitte 2008) wieder erreichen könnte. Auch weitere Höhenflüge bis 1,80 und darüber sind nicht ausgeschlossen. Bezogen auf den jetzigen Stand von ca. 1,35 bei EUR/USD gibt es für den Dollar daher Einiges an Abwertungspotenzial - und dies ist von den Amis durchaus gewünscht. Nicht nur, weil ihre Schulden in China dann, bezogen auf den Durchschnitt aller Währungen, kleiner werden (in Dollar bleiben sie natürlich gleich), sondern auch, weil US-Multis mit Auslands- und speziell EU-Geschäft dann wieder (fiktive) Währungsgewinne verbuchen können.

Um es klar zu sagen: Mit einer Hyperinflation wie in Simbabwe oder Weimar rechne ich nicht, weder im Dollar- noch im Euro-Raum. Tut mir leid, wenn ich das gestern etwas missverständlich ausgedrückt habe. Rohstoffpreise könnten bei einem Anziehen der Inflation auch wieder steigen. Für die Börsen ist ein erneutes Anziehen der Inflation Gift, ebenso für längerfristige Staatsanleihen.

Zum Timing: Die Inflationserwartung lässt sich zwar bereits jetzt fundamental ableiten, doch "der Markt" preist sie nicht ein. Die Spreads zwischen inflationsgeschützten TIPS und 10-jährigen US-Treasuries sind unverändert niedrig. Da "Märkte länger irrational bleiben können als man selber liquide" (Keynes), empfehle ich auch niemanden, jetzt schon auf pro-Inflations-Trades zu setzen. Allerdings scheint es mir z. B. beim Kauf von Anleihen jetzt schon angezeigt, solche mit Laufzeiten über 1 bis 2 Jahren zu meiden, da deren Kurse beim Anziehen der Inflation (wann auch immer dies geschehen mag) in die Knie gehen.

Malko: Zu Deinem Long-Ausstieg im März 2007: Die Kurse unterschieden sich zu dem Zeitpunkt, als Du ausstiegst, nicht nennenswert von dem Level, als ich im Doomsday-Bärenthread mittelfristige Shorts empfahl (Okt/Nov. 2006) und in Puts auch längerfristig (Zeitraum 2 bis 4 Monate) investiert war. Diese (langlaufenden) Puts waren in gewisser Weise ein Fehltrade, weil ich beim Verkauf im März 2007, bedingt durch den Zeitwertverfall, nur wenig damit verdient hatte. Die anziehende Vola hatte den Zeitwertverfall allerdings kompensiert.

Hier der SPX-Chart von Juli 2006 bis April 2007. Meine Put-Einstiege (in drei Tranchen) erfolgten in den blauen Kästen, Dein Ausstieg (roter Kasten) unterscheidet sich davon im Kurslevel nur wenig.
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Der USA Bären-Thread 223614
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