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Meldung des Tages: Deep-Value-Chance: 60 % Insideranteil – warum dieser Gold-Explorer als Geheimtipp gilt
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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.990,94 +0,20% Perf. seit Threadbeginn:   +379,17%
 
Anti Lemming:

Nomen est omen

4
14.02.09 15:20

Corn Belt Bank  

Muss den Gürtel nun enger schnallen

 

Trust Company  

In Bernanke we trust?

 

Riverside Bank

Eine Sandbank?

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permanent:

Wichtige Daten und Ereignisse

7
14.02.09 15:20

Wichtige Daten und Ereignisse - Woche: [16.02. - 20.02.2009]

TagRegionArt des TerminsHSBC TuBKonsensVorperiode
MoJPBIP-Wachstum, 4. Quartal 2008 (00.50)-3,4 % gg. Vq.-3,1 % gg. Vq.-0,5 % gg. Vq.
DiGBKonsumentenpreise, Jan. (10.30)2,9 % gg. Vj.2,6 % gg. Vj.3,1 % gg. Vj.
 DEZEW-Konjunkturerw., Feb. (11.00)-30,5-25,0-31,0
 USEmpire State-Index, Feb. (14.30)-19,0-24,0-22,2
  NAHB-Hausmarktindex, Feb. (19.00)988
MiGBBoE Sitzungsprotokoll (10.30)   
 USBaubeginne, Jan. (14.30)520.000 (ann.)530.000 (ann.)550.000 (ann.)
  Baugenehmigungen, Jan. (14.30)520.000 (ann.)525.000 (ann.)547.000 (ann.)
  Industrieproduktion, Jan. (15.15)-2,0 % gg. Vm.-1,4 % gg. Vm.-2,0 % gg. Vm.
DoJPBoJ-Zinsentscheidung0,1 %0,1 %0,1 %
 USProduzentenpreise, Jan. (14.30)0,2 % gg. Vm.0,2 % gg. Vm.-1,9 % gg. Vm.
  Philly Fed-Index, Jan. (16.00)-24,0-25,0-24,3
  FOMC-Sitzungsprotokoll (20.00)   
FrEURPMI, Verarb. Gew. (flash), Feb. (10.00)35,035,034,4
  PMI, Service-Sektor (flash), Feb. (10.00)42,842,642,2
 USKonsumentenpreise, Jan. (14.30)0,2 % gg. Vm.0,3 % gg. Vm.-0,7 % gg. Vm.
Quelle: HSBC Trinkaus

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pfeifenlümmel:

# 38340 Pursuit,

4
14.02.09 15:28
der Baltic Dry hat die Funktion eines Vor- und eines Nachläufers. In der Rezession läuft er vor und kündigt den Anstieg des Aktienmarktes an, bei der Überhitzung läuft er noch etwas hinterher ( Lieferverträge müssen noch erfüllt werden, der Kram ( Rohstoffe ) kommt auf Halde).

Noch ein weiterer Grund für meinen vorsichtigen Optimismus: Der Goldpreis steigt. Gold wird als Schutz vor einer Inflation gesehen, die wir jetzt noch nicht haben, aber die wird kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. Gold läuft den anderen Rohstoffen vorweg; es ist nur eine Frage der Zeit, bis die dann auch kräftig anziehen. Anziehende Rohstoffpreise ziehen die Weltwirtschaft hoch.

Obwohl ich kein Fan von Gold bin, wird der Goldpreis meiner Meinung nach explodieren. Es ist aber eine Frage, ob man nicht mit Aktien ( noch ) besser bedient sein wird. Die Frage bleibt allerdings, welches der beste Einstiegspunkt sein wird.

Übrigens: Man sollte sich jetzt schon mal die Aktienkurse der Rohstofflieferanten genauer ansehen.

Wer einen kleinen chart zum Baltic Dry und S&P sehen möchte:
www.collinseow.com/index.php/2009/02/06/baltic-dry-index-vs-sp/
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Supermario:

@Keno: #38316

 
14.02.09 15:56
danke für den sehr interessanten Link!

Allerdings ist eines unklar geblieben.

"Der Dollar wird so lange fest bleiben, bis die großen Abschreibungen nicht-amerikanischer Banken auf Dollarpapiere vorbei sind."

Abschreibungen sind neutral, aber er meint damit wohl, dass US-Anleihen, die nicht zurückgezahlt werden, keine Dollarverkäufe auslösen können. Das wäre dann klar, aber das hier:

"Allerdings gibt es im Moment so etwas wie eine gigantische Dollar-Short-Position. "

Was könnte er damit meinen? Gigantische Verschuldungen in USD, die aufgrund der aktuellen Lage bei Fälligkeit nicht refinanziert werden können?
Antworten
Kicky:

Fortsetzung v.38350

7
14.02.09 15:58
um das nicht gänzlich sinnverzerrt stehen zu lassen
Zum ersten Mal allerdings, wurde auf Basis der bereits von 390 Firmen veröffentlichten Geschäftsberichte, von der Ratingagentur Standard&Poors ein Verlust (Ergebnis nach Steuern) von -10,44 Dollar je Aktie für den gesamten Index ausgewiesen, nach +7,44 Dollar im Vorjahresquartal!Die bisher von 390 Unternehmen aus den S&P 500 Index, welche 84,8% des Marktwertes des Index ausmachen, berichteten Verluste beliefen sich auf -90,8 Mrd. Dollar. Der Anteil der Verluste der Finanzinstitute, welche im Index gelistet sind, beläuft sich auf -70,4 Mrd. Dollar. Die Unternehmen außerhalb des Finanzsektors weisen einen Verlust von -20,4 Mrd. Dollar aus. Allerdings, zieht man den Rekordverlust in Q4 2008 des US-Ölkonzerns ConocoPhillips in Höhe von -31,76 Mrd. Dollar ab, ergeben sich doch noch Gewinne für die Unternehmen außerhalb des Finanzsektors. Diese zeigen ein zusätzliches Abwärtspotential der Verluste für das 1. Quartal 2009 an, denn die wirtschaftliche Lage hat sich weiter verschlechtert!

wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/02/...500-erstmals.html
Antworten
Platschquatsc.:

@pfeifenlümmel BDI

6
14.02.09 16:19
Der BDI wird die letzten Tage/Wochen häufig als Zeichen für eine Wirtschaftserholung herangezogen was ja durchaus richtig sein könnte aber ich würde mich beim Chart und dem Erholungspotential weniger an den Konjunktur-Konsum-Kreditblasen-Kursen nach 2003 orientieren.
Meiner Meinung nach ist der BDI aktuell zu häufig im Mainstreamfokus insbesondere jetzt nach dem Boden und nicht  im Dezember als er am Boden war. Dazu der "eingeengte" Blickwinkel auf den Absturzchart seit Top und das daraus abgeleitete Erholungspotential wobei eben der BDI bei Vor-2003-Blasenbetrachtung schon wieder Konjukturhöchststände anzeigt wie z.B. in 2000/01
Fazit: Je nach Charthistorie ist im BDI entweder schon wieder ALLES eingepreist oder eben fast nichts wenn man der Meinung ist alles was nach 2003 passierte sei real gewesen.
Der USA Bären-Thread 216534
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musicus1:

METRO, die renovierung meiner hütte

4
14.02.09 16:43
ist seit 1 woche abgeschlossen.......aber auf den gedanken an eine HAUSSE an den märkten zu glauben, käme ich zum jetzigen zeitpunkt nicht, spitzen langfristig shorten, ist das credo, wenn man nicht jeden tag am monitor  tradet.....erstes ziel im sp 500  ...750 und drunter.......
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CarpeDies:

Wo stehen wir denn heute wirklich?

15
15.02.09 09:43
Da sich gerade erste bullishe bzw. neutrale Tendenzen hier im Thread etablieren (über Baltic Dry etc. wir hier argumentiert) bin ich ganz klar auf der Seite der fundamental orientierten Argumentation von AL.

Ich gebe zu folgendes zu Bedenken:
In Amerika steigen erst seit wenigen Monaten die Arbeitslosenzahl massiv an. In Europa, vor allem den westliche Ländern steigt die Arbeitslosigkeit erst seit Jahresbeginn, d.h. erst jetzt kommt die Rezession schön langsam bei Ottonormalverbraucher an.
Die Banken bei uns bluten die Unternehmen erst seit Q4/2008 mit höheren Sicherheiten-Forderungen bei Kreditvergabe aus.
So könnten ich noch eine ganze Zeit lang weiter argumentieren...
Fakt: die Deflation beginnt erst schön langsam. Das wird mEn aber auch Zeit. Wenn ich z.B.vergleiche, was das Haus meines Schwiegervaters vor 12 Jahren gebaut gekostet hat uns mit z.b. meinem Haus vergleiche, in das ich letztes Jahr eingezogen bin, dann kann ich schon mit Fug und Recht behaupten, dass innerhalb von geutne 10 Jahren die DM 1:1 in Euro umgerechnet wurde.
Mit stärker werdender Arbeitslosigkeit und mit zunehmender Angst um Arbeitsplätze wird der Konsumwunsch massiv stranguliert und das passiert bei uns erst jetzt.

Wie hier schon öfters beschrieben lebt ein Grossteil der 1. Welt (USA, good old europe) seit 20 Jahren oder mehr immer mehr auf Pump. Diese Tendenz hat sich umgekehrt und wird sich auch nicht so schnell wieder ändern. Warum?

Amerika hat es vorgemacht: selbst Leute mit geringem bis keinem Einkommen hatten es geschaftt zu einer oder mehreren Immobilien zu kommen. Zweierlei ist dabei völlig aus dem Ruder gelaufen: Die Bonität der Kunden wurde nicht geprüft oder als Grundlage für Kredite herangezogen. Dadurch dass die Immobilien stark gestiegen sind, haben sich die Leute oft mehrere Immobilien gekauft; dies war deswegen möglich, da die Preise gestiegen sind und man sich mit der einen Immobilie die nächst grössere finanzieren konnte, im Endeffekt also so eine Art von Immobilien-Schneeballsystem.
Die vielzu vielen und total überteuerten Immobilien hat der Ami oder Spanier als Geldautomat benutzt und ein Leben weit über seine Verhältnisse geführt. Einen schönen Reibach hatten die Banker dabei, die den ganzen Wahnsinn noch potenzierten in dem viele von Ihnen jeweils eine Verpackungen gemacht haben und natürlich entsprechende Boni kassiert haben.
Gleichzeitig haben sich, wie auch hier im Thread schon mehrmals gepostet, die Realeinkommen der Bürger aber seit den 80er nicht wesentlich gebessert.

Lange Rede kurzer Sinn:
die Immobilienblase ist geplatzt, die größtmögliche Blase, die jedermann eine Menge scheinbaren Wohlstand gebracht hat.  Es wird erst jetzt begonnen, die Rechnung dafür zu bezahlen.
die Arbeitslosen werden mehr; grosse Teile der Industrie sind in Billiglohnländer abgewandert,eine Situation , die auch nicht gerade für steigende Arbeitslöhne spricht.
Bush und jetzt auch Obama verschulden den Bürger weiter und bürden ihm damit im Bestfall eine jahrzehnte lange Last auf,  oder vielleicht auch eine massive Geldentwertung. Bush und Obama überschulden mit diesen Paketen nur die kommende Generation(en). Der Gedanke, dass nicht alles so weiter gehen kann wie bisher, ist einer, den wohl keiner zu denken sich traut geschweige denn die entsprechenden Massnahmen einzuleiten.

Wo also sollte euere Meinung nach das Geld für einen nachhaltigen Aufschwung kommen? Aus den nicht nur leeren sondern sogar verschuldeten Taschen der Bürger?
Die westliche Welt kann nicht auf ewig über ihre Verhältnisse leben und darüberhinaus auch erhebliche Folgekosten für die Umwelt in Kauf nehmen.

Fundametal betrachtet  sehe ich damit auch langfristig kein Licht am Horizont.
Ich lass mich aber gerne eines besseren belehren.
Antworten
CarpeDies:

test

 
15.02.09 09:44
Antworten
wawidu:

Weiteres Downleg "vorprogrammiert"?

10
15.02.09 10:26
Der Chart des $NYA50R deutet an, dass die Wahrscheinlichkeit einer Wiederaufnahme des Downtrends bei den Leitindizes hoch ist. Der Dreher von MA 25 ist ein starkes Indiz.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 216540
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wawidu:

@pfeifenlümmel - # 38353

10
15.02.09 10:49
"Der Goldpreis steigt. Gold wird als Schutz vor einer Inflation gesehen, die wir jetzt noch nicht haben, aber die wird kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. Gold läuft den anderen Rohstoffen vorweg; es ist nur eine Frage der Zeit, bis die dann auch kräftig anziehen. Anziehende Rohstoffpreise ziehen die Weltwirtschaft hoch."

Ich sehe das etwas anders: Zur wird Gold von den meisten Fans wohl kaum als "Inflationsschutz" gesehen, sondern in erster Linie als "sicherer Hafen", selbst - oder gerade - gegenüber Staatsanleihen, deren Ausgabe in den nächsten Monaten mit noch unbekannten Effekten für das Finanzsystem "inflationieren" dürfte. Dies ist jedoch keine echte Inflation, da die Verbraucher- und Produzentenpreise wie die Löhne weiter sinken werden.

In der Vergangenheit war es noch immer so, dass anziehende Rohstoffpreise nicht die Ursache sondern die Folge wirtschaftlicher Erholungen gewesen sind. Von den Preisentwicklungen der Rohstoffe hat sich Gold übrigens eindeutig abgekoppelt. Schau dir auch mal den Ratiochart $GOLD:$WTIC an!
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 216544
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Keno77:

Supermario (Zulauf Interview)

7
15.02.09 10:56

 

Wg. Deinen beiden Fragen.
 
"Der Dollar wird so lange fest bleiben, bis die großen Abschreibungen nicht-amerikanischer Banken auf Dollarpapiere vorbei sind."
 
 
Die Abschreibungen führen dazu, dass die Eigenmittel der Banken mehr als vollständig absorbiert werden.
 
Es bleibt keine Wahl, die Banken müssen rekapitalisiert werden. Meist erfolgt das durch die Regierungen. Das Rekapitalisierungsproblem wird dabei solange anhalten, bis die Banken alles abgeschrieben haben (es sei denn es wird eine „Bad Bank“ geben?). Auch ein negatives Eigenkapital wäre zu rekapitalisieren. Für Deutschland mag das nicht zutreffen, aber für viele andere Länder möglicherweise ja. Diese können sich das hierfür erforderliche Kapital wohl nur auf den internationalen Bondmärkten besorgen. Das Finanzinstitut ING schätzt etwa, dass alleine die Schwellenländer in diesem Jahr Fremdwährungsanleihen im Umfang von 65 Mrd. $ und damit von rund einem Drittel mehr als im vergangenen Jahr emittieren werden
 
Diese Situation wird den $ - Kurs zumindest stabil halten.
 
 
"Allerdings gibt es im Moment so etwas wie eine gigantische Dollar-Short-Position. Die kann dazu führen, dass der Euro in nächster Zeit bis auf eine Einheit der amerikanischen Währung fallen wird. "

Zum bessseren Verständnis habe ich noch den entscheidenden nachfolgenden Satz zugefügt. Short bezieht sich also auf den Kurs und meint nicht die Abwertung des Dollars. Mit den gigantischen Dollar – Short – Positionen meint Zulauf wohl die gigantischen US – Konjunktur-Programme.
 
Die Vereinigten Staaten geben zur Überwindung der Krise nach den gegenwärtigen Planungen mehr als doppelt so viel aus wie die Europäer (über 800 Mrd Dollar). Wegen der niedrigen Sparquote (2008: 1,5%) können sie sich dieses Geld aber nicht bei ihren eigenen Bürgern holen. Sie müssen vielmehr auf ausländische Quellen zurückgreifen und die dort geliehenen Mittel dann ins Inland transferieren. Das aber bedeutet nichts anderes als zusätzliche Nachfrage nach US-Währung. Es ergibt sich also die paradoxe Situation, dass die großen Fehlbeträge der USA im Hinblick auf den Wechselkurs keine Schwäche sind, sondern im Gegenteil eine Stärke.
 
Zulauf hält diese Effekte für so stark, dass er wieder die Rückkehr der Parität des Euros zum Dollar sieht.
Antworten
malsomalso:

Blog von Mish und ein paar eigene Gedanken

17
15.02.09 11:14

Auszug aus dem neuen Blogeintrag von Mish (http://globaleconomicanalysis.blogspot.com/2009/...-in-free-fall.html) über die ökonomische Entwicklung in Asien:

Asia Export Economy Details

 

  • Japanese exports fell 35 percent in December from a year earlier. Industrial production plunged a record 9.6 percent, month on month, in December.

     
  • Chinese exports declined for the third consecutive month in January, falling 17.5 percent from a year earlier, after a 2.8 percent decline in December. Imports plunged even further—43.1 percent, twice as much as December's 21.3 percent year-on-year drop.

     
  • More than 20 million Chinese migrant workers have lost their jobs so far, with some analysts warning of 50 million more job losses if the economy deteriorates further.

     
  • India exports fell 24 percent in January. According to official data, one million Indian workers in the export sector have lost their jobs since September. Another half a million workers are expected to lose their jobs by March.
  • New Delhi's public debt stands at 75 percent of its GDP, compared to just 18.5 percent in China, leaving less room for large stimulus packages.

     
  • South Korea's exports, the main driving force of the economy, plunged 32.8 percent in January. Finance minister Yoon Jeung-hyun warned on Tuesday that the fourth largest economy in Asia would shrink by about 2 percent this year. Credit Suisse has projected as much as a 7 percent contraction.

     
  • Taiwan, the sixth largest Asian economy, saw its exports fall 44.1 percent in January from a year earlier—the biggest fall since records began in 1972. Imports plunged 56.5 percent in the same month. For an economy where exports account for 70 percent of GDP, the impact is devastating.

Taiwans Exporte haben sich auf Jahresbasis FAST HALBIERT!

M.E. findet hier ein Paradigmenwechsel statt. Man trägt inzwischen ja Eulen nach Athen, wenn man von der "schwersten Krise seit ..." spricht, und genau das wird auch ein Merkmal dieser Krise sein: das sie sich in den Köpfen aller einbrennen wird. Das Paradigma des ewigen Waschstum dürfte zerbrochen sein. Diese Dynamik, die eingesetzt hat, wird sich einfach entfalten, aller Interventionen zum Trotz.

Wenn ich mir mein Umfeld angucke - und ich nehme mich da, bei all der intensiven Beschäftigung mit dem Thema nicht aus - so sickern die Fakten langsam durch, aber emotional hängen wir doch alle noch (sorry für die Verallgemeinerung) Jahre hinterher. Wer kann sich denn hier bildlich vorstellen, wie es ist, wenn sich lange Schlangen vor den Suppenküchen bilden, die Arbeitslosenquote 30% beträgt, Menschen mit Schildern um den Hals "Nehme jede Arbeit"  stehen etc.

ICH kann das nicht wirklich glauben. NOCH verhalten sich die meisten wie bei allen Wachstumsdellen vorher ("ist bald vorbei, dann geht es wieder aufwärts"). Hier an meinem Wohnort  (Hamburg-Eimsbüttel, sehr gesuchte Wohngegend in der Stadt mit vielen jungen, eher besser ausgestatteten Familen und viele Singles) ist von Krise nichts zu spüren. Die Restaurants sind voll, ebenso die vielen Cafés, Geschäfte haben noch keine zugemacht (zumindest nicht über die normale Fluktuation hinaus). Sorry, ich kann nicht glauben, dass das so bleiben wird. Und diese Phase, dass die Krise richtig "im Bauch angekommen" ist, da sind wir noch nicht. Aber WENN das dann mal so ist, dann geht es doch erst richtig los: sparen, "nur noch das Nötigste", das Auto kann noch ein paar Jahre fahren, "essen können wir auch zu Hause" etc. etc. etc.  Bei Mish heißt das dann: "Frugality is in!". Der sich selbst verstärkende Abschwung. Und wenn der Abschwung, die Rezession oder dann vielleicht wirklich Depression in den Köpfen und Herzen angekommen ist, dann braucht es auch wieder Jahre, bis es wieder raus ist.

 

Und dann ist es doch auch so, wie es sowohl Mish als auch Malko desöfteren schon beschrieben haben: du kannst den Leuten auch Kredite zu 2% oder noch weniger anbieten - das könnten die Zentralbanken zur Not auch direkt machen, wenn die Geschäftsbanken das nicht mehr machen wollen: die Unternehmen und Privatpersonen werden es im Angesicht der Krise nicht mehr haben wollen. Liquidität ohne Umlauf bringt gar nichts.

Also mein Schuss ins Blaue ist derzeit: sieben Jahre rein, sieben Jahre drin, sieben Jahre raus.

Zum Schluss noch eine Beobachtung meines Vaters, der bei der Bergedorfer Tafel ehrenamtlich arbeitet (die "Tafeln" sammeln bei den Supermärkten, Bäckern etc. die übriggebliebenen Lebensmittel ein und verteilen sie an Bedürftige): die Bedürftigen werden immer mehr, und seit einiger Zeit bekommen sie von den Läden weniger Lebensmittel. Es wird offensichtlich knapper kalkuliert.

Antworten
wawidu:

Gold und T-Bonds

6
15.02.09 11:23
Der Ratiochart $GOLD:$USB spricht Bände.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 216549
Antworten
Kicky:

Regulatoren prüfen bereits Citi,BoA und J:P:Morgan

6
15.02.09 11:40
dealbook.blogs.nytimes.com/2009/02/13/...ig-banks-look-anemic/ ....CreditSights’ projections were driven by its own forecast for future credit losses based on how badly the market could perform over the next two years. Under these assumptions, the losses from mortgage-related products would be significantly higher than the amount the banks have set aside already. It also envisions an unemployment rate of 10 percent. If the government's stress test is anything like Creditsights's stress test, then Wells Fargo will need another $119 billion; BofA, $99 billion; JPMorgan, $124 billion; Citi, $101 billion; Goldman Sachs, $47 billion; and Morgan Stanley, $34 billion. That's over half a trillion dollars right there, for those of you counting along at home.

Und die New York Times berichtet ,dass derzeit mehr als 100 Regulatoren die Citibank prüfen und Dutzende bei der Bank of America sind und bei J.P.Morgan. Banken,die es auch alleine schaffen ,müssen Kapital aufnehmen,andere die mehr als 500 Millionen benötigen kriegen ihre Managergehälter gestutzt .
NYT berichtet ,dass  dies für die oberen 25 Manager gelten soll.
www.nytimes.com/2009/02/14/business/economy/14pay.html?em
Antworten
Mouton:

Malko

2
15.02.09 11:42
Na dann hab ichs richtig verstanden. Aber wirklich pleite wären die Sparkassen auch nicht gegangen. Die Sparkassen werden durch die Kommunen gestützt, diese durch die Länder und dann durch den Bund. Nun hat man halt die Landesbanken direkt durch Bund und Länder gestützt und nicht erst den Sicherungsfonds der Landesbanken und Sparkassen zwischengeschaltet. Das Ergebnis ist das gleiche.
Antworten
louisaner:

@wawidu

 
15.02.09 12:33
...In der Vergangenheit war es noch immer so, dass anziehende Rohstoffpreise nicht die Ursache sondern die Folge wirtschaftlicher Erholungen gewesen sind....

machst du da nicht einen denkfehler, weil du die aussage nur auf einen kleinen horizont beziehst.

einen von sagen wir mal 30 oder 40 jahren.

was ist denn, wenn man den horizont erweitert auf 2 oder 300 jahre.

und schon sieht man, das es immer wieder -immer wieder-immer wieder inflationen gegeben hat hat und das die rohstoffpreise und raviolidosen teurer werden auch wenn die wirtschaft am boden liegt.(und im moment krümmt sie sich erst, dann kniet sie und in 3 jahren ist sie am boden).
es sind billionen ins geldsystem gepumpt worden, es werden weitere billionen reingepumpt.
das geld wird sich seinen weg suchen, in werthaltiges (auch aktien).
ich sehe halt einen langfristigen zyklus dessen ende gerade erst angefangen hat.
diesistkeineaufforderungzuirgendetwas
Antworten
pfeifenlümmel:

Vielleicht mal interessant

2
15.02.09 13:00

Habe mir die DOW / Gold Verhältnisse mal angesehen:

Jahr                                      DOW/GOLD                             Tendenz                         Kommentar

1930                                      15                                              fallend

1932                                      2-3                                             steigend                       in nur 2 Jahren extremer Abfall

1966                                      28                                               fallend                         

1980                                      nähe 1                                       steigend

2000                                      40                                               fallend

2009                                       8                                                fallend                          Gold steigt noch stark

Nach 1932 zog der DOW stark an.

1966 war der Anstieg des DOW beendet.

Von 1966 bis 1984 konnte man mit dem DOW nicht viel verdienen.

Nach 1984 ging die Post ab bis 2000.

chart DOW Entwicklung:           http://stockcharts.com/charts/historical/djia1900.html

Antworten
pfeifenlümmel:

Interessanter editor bei ariva!

2
15.02.09 13:01
Antworten
Anti Lemming:

Bist du sicher?

 
15.02.09 13:24

!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="de"><head> <link rel="shortcut icon" href="http://www.ariva.de/favicon.ico" type="image/ico"> <link rel="stylesheet" type="text/css" href="/ariva-37.css">  <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=iso-8859-1"> <title>Forum - ARIVA.DE</title>   <meta name="description" content="Infos &uuml;ber Forum und mehr"> <meta name="keywords" content="Forum">  <script type="text/javascript">   postings=0;   func_overflow=0; </script>   <script type="text/javascript">ü onerror = stopError;

Antworten
musicus1:

-40% einbruch im maschinenbau......

 
15.02.09 13:38
das muss man sich mal geben, man!!!!!!!!!!!!!!
Antworten
Börsenfreak89:

Amerikanischer Wahnsinn

20
15.02.09 14:12
Finanzkrise: Diese Hütte ist das Symbol

103000 Dollar Kredit für eine Holzhütte in Arizona. Die Hütte - das Symbol der Krise. Weltweiter, institutionalisierter Kreditbetrug - made in USA.

Das Wall Street Journal auf den Spuren der Ursachen für die Finanzkrise. Akribisch forschten die Redakteure in den USA nach - in Sachen Hypothekenmarkt. Und es bewahrheiten sich schlimmste Befürchtungen.

Wertlose Holzhütten wurden mit über 100000 Dollar beliehen. So zum Beispiel dieses hübsche Häuschen in Avondale, Arizona / USA, in irgendeinem 3.klassigen Vorort:
Das, was Europäer nicht mal als Gartenlaube durchgehen lassen würden, hielt den örtlichen Kreditgeber mit dem doppeldeutigen Namen "Integrity Funding LLC" jedoch keineswegs davon ab, diesen Pappkarton mit einem Kredit von genau 103000 Dollar zu unterlegen. Das geschah im Frühjahr 2007.  

Da spielte es offenbar auch keine Rolle, dass die Besitzerin mit Namen Marvene Halterman nicht nur arbeitslos war, sondern auch eine lange Liste von Gläubigern hinter ihr her war, die schon damals vergeblich auf ihr Geld warteten.  Doch die Schuldnerin ist mittellos und mittlerweile 61 Jahre.  

Darüber hinaus, so schreibt das Journal, gab Marvene selbst zu, dass sie drogen- und alkoholabhängig war.
Der ganze Vorgang ist das Symbol des größten Betrugssystems der Weltggeschichte, made in USA. Allein der Kreditvermittler kassierte in diesem Fall über 10000$ Provision. Der Kredit wurde an Wells Fargo weitergereicht, welche sich ihrerseits ebenfalls mit einigen Tausend Dollar für diesen Auftrag bedankten.  

Wells Fargo, so die Recherchen des Wall Street Journal, verkaufte den Kredit weiter an HSBC London. Hier wurde die Hypothek dann zusammen mit 4050 anderen Hypotheken zusammengemixt. Doch 85% der Kredite dieses Mix' hatten die Bonität von Ms. Halterman. Allerdings interessierte sich in London dafür niemand mehr.

Trotz des problematischen Inhalts gab die Rating Agentur Standard & Poors ein AAA - Rating für den porblematischen Kreditmix.  S&P wollte sich allerdings nicht zu diesem Vorgang gegenüber dem Journal äussern. Auch HSBC gab keinen Kommentar zu den Hintergründen dieses offensichtlichen Kreditbetrugs.

www.mmnews.de/index.php/200902112228/...te-ist-das-Symbol.html

---

Diese Krise ist gewollt und geplant - allein mit Gier ist sowas nicht erklärbar!
Der USA Bären-Thread 216569
"Sie haben unsere Geschichte in ein Verbrecheralbum verfälscht"

Helmut Schmidt

--> www.vorkriegsgeschichte.de/ <--
Antworten
Anti Lemming:

Börsenfreak

3
15.02.09 14:40
siehe meinen Kommentar zur englischen Version (WSJ), die Ecki hier am 12.2. gepostet hatte:

http://www.ariva.de/...en_Aufbau_West_t283343?pnr=5435830#jump5435830
Antworten
Eidgenosse:

Man sollte dieses schmucke Häuschen

11
15.02.09 14:41
zum Hauptsitz von S&P machen. Schliesslich hat eine solche Agentur eine AAA würdiges Gebäude verdient.
Antworten
Anti Lemming:

Eidgenosse

2
15.02.09 14:43
Auf den Hund gekommen sind S&P und Moody's ja bereits. Eine Hütte wäre daher angemessen.
Antworten
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