waren da nicht erst im Herbst tumultartige Unruhen in Frankreich?
FTD, 16.1.06
Hafenarbeiter demolieren EU-Parlament
Tausende europäische Hafenarbeiter haben in Straßburg gegen die Liberalisierung der Hafendienste demonstriert. Der Protestzug wurde von gewalttätigen Ausschreitungen begleitet: Steinewerfende Demonstranten zerstörten rund 100 Quadratmeter an der Fensterfront des Europaparlaments.
Bei den Protesten wurden drei Polizisten wurden verletzt, einer davon schwer. Die französische Polizei trieb die gewalttätigen Demonstranten mit Tränengas und Wasserwerfern auseinander. Auch in der Innenstadt, wo die über 5000 Hafenarbeiter aus verschiedenen europäischen Ländern ihren Protestmarsch begonnen hatten, entstand Sachschaden.
Deutsche Gewerkschafter bedauerten die Ausschreitungen. "Das war nicht in unserem Sinne und wir haben uns nicht beteiligt. Wir haben uns bei den Europaabgeordneten entschuldigt", sagte Manfred Rosenberg, Fachgruppenleiter Hafen der Gewerkschaft Verdi. Die Gewalt sei aber auch Ausdruck der Sorge der Hafenarbeiter um ihre Arbeitsplätze.
In Griechenland, Frankreich, Spanien und Belgien legten Beschäftigte von Seehäfen aus Protest gegen das so genannte Hafenpaket II (Port Package II) die Arbeit nieder. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) warnte vor der Liberalisierung der Hafendienste.
Die Abgeordneten des Straßburger Europaparlaments beraten am Dienstag über die geplante EU-Hafenrichtlinie, die Abstimmung ist am Mittwoch geplant. Der Ausgang des Votums ist offen. Der Europaabgeordnete Michael Cramer (Grüne) sprach von einer großen schwarz-rot-grünen Koalition gegen den Gesetzesvorschlag. Auch die Liberalen behalten sich vor, das Hafenpaket komplett abzulehnen...
Moderation
Zeitpunkt: 29.04.12 14:10
Aktion: Löschung des Anhangs
Kommentar: Bildrechtsverletzung vermutet, andernfalls bitte widersprechen
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