- André Hoffmann hat geringe Erwartungen an Trump in Davos.
- Er wurde Co-Präsident des WEF im Sommer 2023.
- Die Jahrestagung des WEF findet weiterhin in Davos statt.
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Es ist das erste Interview Hoffmanns in seiner Funktion als Co-Präsident des Stiftungsrates des WEF. Er hatte den Posten im Sommer gemeinsam mit Blackrock-Gründer Larry Fink übernommen. Einen Eklat fürchtet er nicht, obwohl er Trump einmal als "korrupten alten Mann" bezeichnet hatte. "Das WEF begrüßt es sehr, dass der Präsident der größten Weltmacht nach Davos kommt", so Hoffmann. "Wenn wir einen echten Spirit of Dialogue haben wollen, dann müssen verschiedene und wichtige Stimmen dabei sein", so der neue WEF-Chef.
Hoffmann stellt in Abrede, dass wegen Trump das Programm des WEF geändert wurde, und dass woke Themen gestrichen wurden. "Nein, das stimmt nicht. Das Programm stand, lange bevor klar war, dass die USA mit einer großen Delegation anreisen werden." Und es habe auch nie eine Anfrage gegeben, das Programm zu ändern.
Nach dem erzwungenen Abgang von WEF-Gründer Klaus Schwab sieht Hoffmann bei der Organisation WEF selbst keinen großen Reformbedarf, auch nicht im Stiftungsrat. Die Jahrestagung des WEF werde in Davos bleiben - darin sei er sich mit Larry Fink einig.
Auch Reformen beim WEF als Organisation an sich seien nicht in Sicht. "Im Moment bleibt alles, wie es ist." Wichtig sei vor allem die inhaltliche Arbeit. Und neben dem Treffen in Davos sollen auch die anderen Anlässe im Jahr an Relevanz gewinnen.
Nach dem abrupten Abgang von Klaus Schwab wird der WEF-Gründer keinen Abschied auf der großen Bühne in Davos erhalten. "Wir werden den Gründer des Forums würdevoll verabschieden, das holen wir nach. Aber nicht im Januar."/ra/to/AWP/jha
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