Terrorangst und Telekom
Dax will den Tag vergessen
Die Angst vor Anschlägen und eine Gewinnwarnung der Deutschen Telekom haben zunächst eine Verkaufswelle am deutschen Aktienmarkt ausgelöst. Nachdem die befürchteten Verluste an der Wall Street jedoch ausblieben, platzierten die Anleger zum Teil sogar neue Kauforders. Der Dax rutschte auf 5.557 Punkte ab, berappelte sich später aber wieder und beendete den Handel bei einem Stand von 5.631 Zählern, ein Minus von 1,26 Prozent. T-Aktien brachen zeitweise um zehn Prozent ein.
"Die vereitelten Anschläge auf Flugzeuge, die Gewinnwarnung der Telekom und die Angst vor der Abschwächung der US-Konjunktur - wenn so viele negative Faktoren zusammenkommen, gerät der Markt unweigerlich unter Druck", sagte ein Händler. "Einen solchen Tag vergisst man am besten schnell wieder." Die britische Polizei verhinderte am Donnerstag in London offenbar geplante Anschläge auf Transatlantikflüge. Zahlreiche Fluggesellschaften strichen Flüge nach und von Heathrow. Hunderte Flüge nach London fielen aus. Die Papiere der Lufthansa, von British Airways und Air France KLM gaben deutlich nach.
Auch enttäuschende Ausblicke mehrerer großer Konzerne trübten die Stimmung am Aktienmarkt. "Die Unternehmen gehen von einer Abkühlung der Konjunktur aus und werden daher etwas vorsichtiger", sagte Marktanalyst Christian Schmidt von Helaba Trust. Es sei allerdings auch zu erwarten gewesen, dass das Gewinnwachstum der Unternehmen sich nach einer recht langen Aufwärtsphase irgendwann wieder abschwäche.
Mit einer Senkung ihrer Prognosen für 2006 und 2007 schockte die Telekom die Anleger. T-Aktien brachen um mehr als sieben Prozent auf 11,17 Euro ein und markierten bei 10,87 Euro den tiefsten Kurs seit mehr als drei Jahren. Das Papier war einst als "Volksaktie" von breiten Bevölkerungsschichten gekauft worden waren. "Das ist schockierend", sagte Analyst Hannes Wittig von JP Morgan. "Das Management senkt die Ebitda-Prognose für 2007 um über zehn Prozent nur neun Monate, nachdem es erstmals eine Prognose veröffentlicht hat." Rund die Hälfte des gesamten Handelsvolumens auf Xetra konzentrierte sich auf dieses eine Papier.
Auf Talfahrt gingen auch die Aktien der TUI, die 4,1 Prozent auf 14,90 Euro verloren. Der Touristikkonzern senkte nach einem operativen Verlust in der Schifffahrt im zweiten Quartal die Gewinnprognose für die Sparte für das Gesamtjahr. "Das Abschneiden in der Schifffahrt ist schon äußerst enttäuschend. Der operative Verlust in diesem Bereich war nicht erwartet worden", sagte eine Analystin.
Auch den Kursverlust von bis zu zwei Prozent bei den Aktien von RWE begründeten Börsianer mit dem vorsichtigen Ausblick. Der Energieversorger schränkte seine Erwartungen für den Nettogewinn ein und rechnet nur mit einem Wert am unteren Ende der bisher erwarteten Wachstumsspanne von zehn bis 20 Prozent.
Einer der wenigen Werte, die sich gegen den Abwärtstrend stemmten, waren die Papiere von K+S. Sie kletterten im MDax um 6,74 Prozent. K+S verdiente im zweiten Quartal operativ weniger als vor Jahresfrist. "Das ist ein Tiefpunkt und jetzt sehen wir Licht am Horizont für 2006", kommentierte LRP-Analystin Silke Stegemann. "Es waren schon viele negative Nachrichten in den Kurs eingepreist."
Massiv unter Druck gerieten in der zweiten Reihe dagegen die Aktien der Norddeutschen Affinerie. Sie verloren fast sechs Prozent, nachdem der größte Kupferhersteller Europas die Erwartungen der Analysten im abgelaufenen Quartal verfehlte.
Quelle: n-tv.de
Euer
Einsamer Samariter
Dax will den Tag vergessen
Die Angst vor Anschlägen und eine Gewinnwarnung der Deutschen Telekom haben zunächst eine Verkaufswelle am deutschen Aktienmarkt ausgelöst. Nachdem die befürchteten Verluste an der Wall Street jedoch ausblieben, platzierten die Anleger zum Teil sogar neue Kauforders. Der Dax rutschte auf 5.557 Punkte ab, berappelte sich später aber wieder und beendete den Handel bei einem Stand von 5.631 Zählern, ein Minus von 1,26 Prozent. T-Aktien brachen zeitweise um zehn Prozent ein.
"Die vereitelten Anschläge auf Flugzeuge, die Gewinnwarnung der Telekom und die Angst vor der Abschwächung der US-Konjunktur - wenn so viele negative Faktoren zusammenkommen, gerät der Markt unweigerlich unter Druck", sagte ein Händler. "Einen solchen Tag vergisst man am besten schnell wieder." Die britische Polizei verhinderte am Donnerstag in London offenbar geplante Anschläge auf Transatlantikflüge. Zahlreiche Fluggesellschaften strichen Flüge nach und von Heathrow. Hunderte Flüge nach London fielen aus. Die Papiere der Lufthansa, von British Airways und Air France KLM gaben deutlich nach.
Auch enttäuschende Ausblicke mehrerer großer Konzerne trübten die Stimmung am Aktienmarkt. "Die Unternehmen gehen von einer Abkühlung der Konjunktur aus und werden daher etwas vorsichtiger", sagte Marktanalyst Christian Schmidt von Helaba Trust. Es sei allerdings auch zu erwarten gewesen, dass das Gewinnwachstum der Unternehmen sich nach einer recht langen Aufwärtsphase irgendwann wieder abschwäche.
Mit einer Senkung ihrer Prognosen für 2006 und 2007 schockte die Telekom die Anleger. T-Aktien brachen um mehr als sieben Prozent auf 11,17 Euro ein und markierten bei 10,87 Euro den tiefsten Kurs seit mehr als drei Jahren. Das Papier war einst als "Volksaktie" von breiten Bevölkerungsschichten gekauft worden waren. "Das ist schockierend", sagte Analyst Hannes Wittig von JP Morgan. "Das Management senkt die Ebitda-Prognose für 2007 um über zehn Prozent nur neun Monate, nachdem es erstmals eine Prognose veröffentlicht hat." Rund die Hälfte des gesamten Handelsvolumens auf Xetra konzentrierte sich auf dieses eine Papier.
Auf Talfahrt gingen auch die Aktien der TUI, die 4,1 Prozent auf 14,90 Euro verloren. Der Touristikkonzern senkte nach einem operativen Verlust in der Schifffahrt im zweiten Quartal die Gewinnprognose für die Sparte für das Gesamtjahr. "Das Abschneiden in der Schifffahrt ist schon äußerst enttäuschend. Der operative Verlust in diesem Bereich war nicht erwartet worden", sagte eine Analystin.
Auch den Kursverlust von bis zu zwei Prozent bei den Aktien von RWE begründeten Börsianer mit dem vorsichtigen Ausblick. Der Energieversorger schränkte seine Erwartungen für den Nettogewinn ein und rechnet nur mit einem Wert am unteren Ende der bisher erwarteten Wachstumsspanne von zehn bis 20 Prozent.
Einer der wenigen Werte, die sich gegen den Abwärtstrend stemmten, waren die Papiere von K+S. Sie kletterten im MDax um 6,74 Prozent. K+S verdiente im zweiten Quartal operativ weniger als vor Jahresfrist. "Das ist ein Tiefpunkt und jetzt sehen wir Licht am Horizont für 2006", kommentierte LRP-Analystin Silke Stegemann. "Es waren schon viele negative Nachrichten in den Kurs eingepreist."
Massiv unter Druck gerieten in der zweiten Reihe dagegen die Aktien der Norddeutschen Affinerie. Sie verloren fast sechs Prozent, nachdem der größte Kupferhersteller Europas die Erwartungen der Analysten im abgelaufenen Quartal verfehlte.
Quelle: n-tv.de
Euer
Einsamer Samariter