Datenspionage anhand Modem-LEDs!


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Datenspionage anhand Modem-LEDs!

 
07.03.02 14:03
Es mag sich wie ein Aprilscherz anhören, aber britische und US-amerikanische Wissenschaftler meinen völlig ernst, was sie herausgefunden haben wollen: Das Blinken der LEDs von Modems beziehungsweise das reflektierte oder gestreute Licht von Monitoren lässt sich zum Ausspionieren von Daten verwenden.

Joe Loughry, der für die Lockheed Martin Space Systems arbeitet, beschreibt in seinem für die ACM Transaction on Information and System Security angefertigten Aufsatz Information Leakages from Optical Emanations drei Versuchsreihen mit zahlreichen Geräten. Die Statusanzeige an diversen Modems ebenso wie an LAN-Routern weist demnach eine hohe Korrelation mit dem ausgekoppelten seriellen Datenstrom, der an das Modem übertragen wird, auf. Bis zu einer Entfernung von etwa 20 Metern konnten aus den Signalen wieder Daten extrahiert werden.

Sein Kollege Martin G. Kuhn von der University off Cambridge kommt in seinem Artikel Optical Time-Domain Eavesdropping Risks of CRT Displays zu ähnlich beunruhigenden Schlüssen. Dabei geht es nicht um die elektromagnetische Abstrahlung von Monitoren, von der schon länger bekannt ist, dass sie zum Abhören benutzt werden kann (siehe dazu auch c't 4/1999, S.174 und c't 24/1998, S. 90). Vielmehr enthält der zeitliche Verlauf des reflektierten oder gestreuten Lichtes eines Computermonitors Informationen über die Helligkeit, gemittelt über die letzten rund tausend Pixel, argumentiert der Wissenschaftler -- im Prinzip handele es sich also um das optische Signal, das durch eine Tiefpass gefilter wurde.

Um die Wirksamkeit möglicher Spionageverfahren zu demonstrieren, wertete er das Licht aus, das von einem PC-Monitor bei 85 Hz Bildwiederholfrequenz mit 640 × 480 Bildpunkten abgestrahlt und von einer 1,5 Meter entfernten weißen Wand reflektiert wurde. Mit einer geeigneten Nachbehandlung des Signals war Kuh in der Lage, die auf dem Monitor dargestellten Buchstaben gut lesbar aus dem Signal zu extrahieren -- das Verfahren sollte, auch wenn es "spezielles Equipment und Geduld" erfordert, über etwa 100 Meter Entfernung funktionieren.
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erzengel:

Lol - was denen nicht alles einfällt - hahaha o.T.

 
07.03.02 14:08
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MOTORMAN:

Das ist echt wieder "Old-School"-Style Spionage

 
07.03.02 14:21
*g*
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JOHN MILLNER:

schrecklich sowas ....

 
07.03.02 14:45
... werd jetzt jeden morgen unter mein schreibtisch gucken, ob da nicht einer sitzt, der die signale der led der netzwerkkarte ausspioniert ....
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