Sarah Wagenknecht bringt es heute in der Augsburger Allgemeinen, S. 16 (Quelle: NUMMER 269 SAMSTAG, 20. NOVEMBER 2021) auf den Punkt:
"Wagenknecht: Wir haben in Deutschland
aktuell rund 3500 Corona-Patienten
auf den Intensivstationen.
Aber wir haben über 6000 Intensivbetten
weniger als noch vor einem
Jahr, weil der Personalnotstand sich
weiter verschärft hat. Das zeigt
doch, wo die Hauptverantwortung
dafür liegt, dass jetzt schon wieder
Operationen verschoben werden
müssen."
"Wagenknecht: Von den 3500 Menschen
auf den Intensivstationen sind
rund 2500 ungeimpft. Wenn wegen
2500 Kranken in einem Land mit 80
Millionen Einwohnern der Zusammenbruch
des Gesundheitssystems
droht, dann ist am Gesundheitssystem
etwas faul. Den Pflegenotstand
gab es schon vor Corona, er hat sich
durch Corona nun zugespitzt. Seine
Ursachen haben mit der Gewinnorientierung
der Krankenhäuser zu
tun, mit Tarifflucht und Personalabbau.
Dass das Coronavirus im Herbst
wieder verstärkt kursieren würde, ist
keine Überraschung – das wird auch
in den nächsten Wintern so sein.
Und wenn sich der aktuelle Personalschwund
in den Krankenhäusern
fortsetzt, müssen wir irgendwann in
jeder größeren Grippewelle das
Land in den Lockdown schicken.
Wenn Leute wie Herr Spahn jetzt
ungeimpften jungen Leuten die
Schuld für die Misere zuschieben,
wollen sie nur davon ablenken, dass
sie jetzt schon den zweiten Sommer
verschlafen und nichts dafür getan
haben, dass wir besser vorbereitet in
die kühlere Jahreszeit gehen."
Mal wirklich klare, realistische und rationale Worte von der Linken.