FRANKFURT (Dow Jones)--Die Daimler AG weiß nichts davon, dass die staatliche Beteiligungsgesellschaft Aabar Investments aus Abu Dhabi angeblich ihre Beteiligung verkaufen will. "Uns ist nicht bekannt, dass Aabar seinen Anteil reduzieren will. Es hat darüber keine Gespräche gegeben", sagte ein Daimler-Sprecher.
Aabar halte direkt weiter 3,07 Prozent am Unternehmen. Einschließlich der Aktien, die verliehen wurden und für die ein Rückübertragungsanspruch bestehe, liege die Beteiligung weiterhin bei 9,04 Prozent, ergänzte er.
Mit den Äußerungen reagierte Daimler auf einen Bericht des manager magazins. Laut Informationen des Magazins will das Emirat Abu Dhabi sein Engagement am Automobilkonzern beenden. Aabar wolle nicht nur aus der Daimler AG, sondern auch aus dem Formel-1-Rennstall des Autokonzerns und aus dem gemeinsamen Investment beim Elektroautobauer Tesla aussteigen. Derzeit liefen die Verhandlungen über die Modalitäten des Ausstiegs.
Aabar gehört neben dem Golf-Emirat Kuwait und der US-Beteiligungsgellschaft BlackRock zu den größten Aktionären der Stuttgarter und war in der Wirtschaftskrise 2009 bei den Schwaben eingestiegen.
Mohamed Al-Husseiny, CEO von Aabar Investments, sagte auf Anfrage, Marktspekulationen würden nicht kommentiert.
