Consors Kunden : es könnte knapp werden ..VORSICHT


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sv.Spielkind:

@furby,mio

 
12.12.01 14:42
@furby
na so sehr interessiere ich mich für consors nun wirklich nicht.
aber was sind schon 300 beschäftigte. spricht das wirklich FÜR consors.
..ich denke nicht dass in den nächsten wochen für consors rosige zeiten an-
stehen. ohne boom verdienen die einfach nicht genug.
auch die grossen sprüche von vorteilen bei neuemissionen haben sich doch nun
wirklich erledigt. consors ist doch immer zu spät auf einen trend/markt aufgesprungen. ist consors im ausland wirklich eine grosse adresse? nein!
kann consors noch was an wachstum vorweisen? nein!
warum sollte (ausser die zocker natürlich) irgendjemand den kurs nach oben treiben?
natürlich hat consors einige startrader auf die sie stolz sein mögen. doch ich
glaube nicht dass es davon mehr als eine 4stellig anzahl gibt.
consors ist bei der masse doch eher bekannt als fondsanbieter und sicherer
broker. -> doch verschenken tun die an kleinanleger auch nichts. -> können
sie sich zu recht auch nicht leisten.

ABER DAS IST ALLES EGAL.

consors ist einfach keine aktie mehr mit substanz. ich würde mit allem rechnen.
also nur noch zocken und enge stopps setzen.


@mio.
hi mein freund...
ich wünsche dir, dass dir consors lange erhalten bleibt. (auch fimatex möchte
ich nicht untergehen sehen.)
na wer kauft also consors? fimatex? die interessieren sich doch nicht wirklich

für fondskunden etc. ein zweites verlustgeschäft (kurzfristig zumindest)wollen die sich doch wohl auch nicht leisten. e*trade ... könnte gut sein. wäre aber nicht gut für dich.. die würden die preischraube sicher anziehen. diba ..tja, aber nur zu einem  sehr sehr sehr künstigen preis. -> da würde der sbrocker-verein wohl vorher zu schlagen. commerzb. .. bei denen muss man ja mit allem rechnen ... doch leisten können sie sich das eigentlich nicht. ->nichts tun würde sich für sie ja auch lohnen!

nun ist aber genug. wir werden wohl alle überrascht sein bei dem was da abgehen
wird.;-)
was ist eigentlich aus meiner mail geworden? nicht bekommen wie? schei..-online
tools. freenet sollte ihr system echt mal sicherer machen.;-(

ach was soll's, es kommt heute oder morgen 'ne neue mail.

gruss sv.Spielkind
 
Antworten
1Mio.€:

Hallo sv.

 
12.12.01 15:17
Aha Du hast also meine mail bekommen :-O !! Von Dir leider nichts bekommen.Warum haben eigentlich andere keine probleme mit email ??? Nur immer ich der mails nicht bekommt oder die leute meine nicht bekommen!

Klar wünsche ich Fimatex ein langes leben :-) War ja mein 2.broker nach der Comdefekt und an Fima hab ich noch gute erinnerung dran.

Jetzt lassen wir mal die übernahme von statten gehen und verdienen hoffentlich noch ein paar €uros beim zocken mit CSO :-)

Gruss Mio.
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Lalapo:

Jetzt verklagen wir Consors ..

 
12.12.01 15:20
Consors drohen Millionen-Klagen von Anlegern
 

Da werden mal wieder ein paar Anwält reich .... scheint Mode zu sein ..

Gruß LALI  
""


Nach Informationen, die wallstreet:online vorliegen, bereiten mehrere Anwälte eine Reihe von Klagen gegen den Direkt-Broker Consors vor. Hintergrund sind Schadenersatzforderungen, die sich aus verletzten Beratungspflichten nach dem Wertpapier-Handelsgesetz (WPHG) ergeben. Demnach – so der Klagevorwurf – haben die Nürnberger über einen langen Zeitraum versäumt, Kunden im Zusammenhang mit Wertpapierkrediten über die besonderen Risken aufzuklären. Dies stellt nach Ansicht der Kläger einen Verstoß gegen die Verpflichtungen aus dem WPHG dar. Consors drohen demnach Schadenersatzklagen in Millionenhöhe.


""
Antworten
1Mio.€:

Solche ID....N !

 
12.12.01 15:23
Erst sich geld leihen um damit fett kohle an der börse zu machen und dann rumheulen und klagen wenns in die hose geht.
Kinder gehören in den kindergarten und nicht an die börse.

Gruss Mio.
Antworten
FloridaUSA:

Unsere Gerichte bzw. Richter sind

 
12.12.01 15:55
die Id..en. Sie geben doch solchen Nassauern noch Recht.
Warum hat in Deutschland immer der andere Schuld?
Flori
Antworten
sv.Spielkind:

diesen schnellen kredite wurde aber natürlich

 
12.12.01 15:57
nur absicherungslos in der boomphase vergeben. -> das war der fehler.
wer rechnete da schon mit durchschnittlichen verlusten von über 80% am nm.

ich habe auf die schnelle in der mitte sept.2000 keinen mehr bekommen, wenn ich ihn nicht mit einem grossen depot abdecken könnte/wollte.
diese nm-geschädigte gibts doch sicher überall. das kann man consors doch nun wirklich nicht ankreiden. die anwälte kommen damit auch niemals durch;-). ein
blick in die kontoeröffnungsunterhalten verrät das kleingedruckte.

@mio
ja .. diesmal bin ich eindeutig schuld.. ich hatte die freenet-plattform für meine schwester ausprobieren wollen. naja... ich hatte jedenfalls keine bestätigung bekommen und war schon stutzig geworden. doch der text in dem
eingabefeld war schon wech.;-( es liegt vielleicht auch daran, dass ich einfach
nicht schnell genug tippen kann.;-(

gruss sv.Spielkind
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Newletter:

Consors hat mir einen schönen Brief geschrieben,

 
12.12.01 16:00
u.a. Kapitaldecke sehr hoch,
 kerngesundes Unternehmen
 Geschäftsmodell Consors wegweisend
 und u.a. nur Veränderungen der Mehrheitsaktionärs!!


und das alles von Karl Matthäus Schmidt
Antworten
Lalapo:

sv

 
12.12.01 16:05
den Anwälten gehts doch am A... vorbei ob die gewinnen oder verlieren ,, die Leute werden reingetrieben , ""Was, man hat Sie nicht aufgeklärt, und dann haben Sie auch noch Geld von Consors bekommen und deswegen dieses Geld  in den Sand gesetzt "" "" da MÜSSEN SIE KLAGEN , sofort ""
Wie Flori sagt , in good Germany sind es immer die anderen .....


Gruß an Poobär ( nicht persönlich nehmen , sehe Dein Grinsen gerade ;-)


LALI
Antworten
Calibra21:

So einen Schwachsinn habe ich noch nie gehört!

 
12.12.01 16:07
Consors kann gar nicht das Geld von Depotinhabern zurückhalten.
Gesetzlich verankert!

Meine Meinung:

1. Consors wird als ganzes verkauft
2. Consors wird mit Sicherheit NICHT zerschlagen(Wegen dem Kundenstamm)


MfG


Antworten
hjw2:

jeder dermit OS handelt wird von seinem Broker

 
12.12.01 16:10
aufgeklärt und muss eine Erklärung, dass er über die Risiken aufgeklärt wurde unterschreiben..
Bei mir hat Consors sogar richtig Theater gemacht deswegen, und mich sogar angerufen und nochmals auf die Risiken hingewiesen...
Antworten
C.Webb4:

Die Klagerei ist ein Witz

 
12.12.01 16:26
aber warum gerade jetzt ??
Könnte das ein billiger Versuch sein den Kurs runterzuprügeln ??
Was meint ihr ?


Gruß
CWebb4
Antworten
FloridaUSA:

hjw - du hast recht, aber

 
12.12.01 16:32
ich habe von einem Fall gelesen. Der Kunde hat jahrelang gehandelt,
wurde einmal nicht aufgeklärt, verlor das Geld und klagte.
Der Armleuchter von Richter hat im Recht gegeben.
Flori
Antworten
furby:

c.web44

 
12.12.01 16:45
ich freue mich über jeden Versuch den Consors Kurs "runterzuprügeln", obwohl ich schon investiert bin, das macht das Nachkaufen leichter. Insofern: auweia, das wird aber übel für Consors nicht wahr...

SV. : wir haben offenbar ein unterschiedliches Bild von der Attraktivität von Consors. Ich denke man sollte sich mit Vergleichen innerhalb der Branche beschränken und da sehe ich Consors recht gut aufgestellt.

Aber wie Du schon sagst, ist eigentlich egal, soll jeder seine Konsequenzen ziehen. Wir werden sehen wer Recht behält.

Gruß furby
Antworten
Marabut:

Die Kursberechnung ist ganz einfach!

 
12.12.01 16:59
Banken berechnen Online-Banken den Kurs nach der Formel, wieviel sie die Anwerbung eines neuen Kunden derzeit kostet. Nehmen wir an, das seien 100 Mark, dann wird das mit den 500.000 Kunden von Consors malgenommen und fertig! Derzeit rechnen manche mit ca 500 DM Werbungskosten pro Kunde. Nach dieser Formel wird Consors wohl bei 5-6 Euro pro Aktie herauskommen! Die Konkurrenz zahlt sicher nicht wesentlich mehr! Wenn Consors nämlich pleite ist, kriegen sie viele Kunden umsonst!
Antworten
furby:

Marabut: knapp daneben.....

 
13.12.01 10:57
ist auch vorbei.

1. Gib mal bitte eine seriöse Quelle für Deine genannte Werbekostenangabe pro Kunde an (aus dem Hause eines Directbrokers, nicht eines Analysten).

2. Consors hat derzeit nach letzten Angaben zum November 2001 563.000 Kunden nicht 500.000, wie von Dir angegeben.

3. In der Branche gelten die potentiellen Direktkunden als mehr oder minder verteilt, d.h. ein Kundenzuwachs mit normalem Werbeaufwand bewegt sich derzeit im (einige) 1000 er Kunden Bereich je Monat je Directbroker. Es macht daher in der eigenen Profitabilität einen gewaltigen Unterschied, ob man im nächsten Jahr sagen wir mal 10.000 bis 30.000 Kunden auf normalem Wege dazugewinnt oder mit einem Schlag 563.000 Kunden bekommt.

4. Der meistbietende der Interessenten wird nach derzeitigem Szenario den Zuschlag erhalten, ob da angesichts der bisher zahlreich interessierten ein Schnäppchenpreis zustande kommt......?

5. Consors ist etwa nicht weniger pleite als comdirect und steht besser da als die DAB. Hierzu hätte ich gern nähere Angaben zu Deiner Vermutung. Komisch auch das so viele Wettbewerber ihr Interesse anmeldeten, wenn Consors vor der Pleite stünde, oder?

Gruß furby
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Seth Gecko:

zahlreiche Interessenten? Also so wie ich das mit-

 
13.12.01 12:36
bekomme, besteht ein großer Mangel an Interessenten. Ständig werden Gerüchte in Umlauf gebracht, Ausländische Banken wären scharf auf den Deutschen (Kunden)-Markt. Normalerweise schon, aber die vielen faulen Kredite (nicht nur speziell Hofer Raum) und das Neuer-Markt-Desaster (denn Consors-Kunden hatten überwiegen auf Wachstumstitel gesetzt) machen den Deutschen Markt nicht attraktiver.
Ein paar mutige haben sich dennoch gemeldet, wandten sich aber alle schnell ab, nachdem die Familie Schmidt (eine der finanziell ungeschicktesten Familien der Welt) völlig überzogene Forderungen gestellt hat.
Das 'neue' Management sieht sich jetzt der schwierigen Aufgabe gegenüber, diesen Fehler wett zu machen. Außerdem steht Consors unter Zeitdruck, denn die mögliche Pleite ist kein Schreckgespenst findiger Kaufaspiranten, sondern tatsächlich im Bereich des Möglichen (übrigens: den anderen Direct-Brokerhäusern geht es nicht anders, aber Consors ist seit dem Schmidt-Bank-Auffang völlig auf sich allein gestellt, and that's the problem).
Insofern wird CSO vermutl. sehr günstig verkauft werden: Jetzt CSO ordern, in der Hoffnung daß es bald zum Verkauf kommt, halte ich für eine höchstspekulative Sache, bei der kaum Aussicht auf Rendite besteht.

Mein Fazit: Consors bleibt uns wohl erhalten, aber schnelle Gewinne werden in dieser Spezialsituation für die Anleger sehr gering ausfallen.

cu, seth
Antworten
furby:

Hi seth

 
13.12.01 13:53
zahlreiche Interessenten:

Postbank, Fimatex, BNP paribas, DiBa (wurde allerdings zurückgepfiffen von ING Mutter), soweit aus der Presse der letzten Tage und Wochen entnehmbar. Das war doch nicht übertrieben.

Das Hofer Desaster, namentlich die faueln Kredite der Schmidt Bank, düften ohne Auswirkungen auf Consors selbst bleiben.

Wenn Consors nicht auch unter dem schlechten Börsenjahr gelitten hätte, würde man wohl kaum aktuell 25% der Belegschaft entlassen. Aber damit sehe ich die Kosten auch deutlich gebremst.

Seth bin selbst gespannt, ob das alles so läuft wie ich mir das denke. Ich rechne jedoch nach dem Kurstreiben bei Mannesmann während der Übernahme durch Vodafone mit einer vergleichbaren (in kleinerem Maßstab natürlich) Kursexplosion.

Wir werden sehen. Gruß furby

 
Antworten
sv.Spielkind:

consors: charttechnische situation nach p&f

 
13.12.01 14:22
Consors Kunden : es könnte knapp werden ..VORSICHT 509830members.tripod.de/Spiely1/cons.jpg" style="max-width:560px" >

meinungen?

gruss sv.

ps:kurszielschätzung bezogen auf sofortigen ausbruch.
Antworten
Marabut:

Wieso knapp daneben?

 
13.12.01 15:08
Da oben spekulieren die endlos rum, was Consors wert ist, und genauso wie ich sage, wird es berechnet. Und nicht anders. Ich weiss auch, dass Consors ein paar mehr Kunden hat, da sind aber auch Karteileichen dabei und alte Opas, die nur einmal alle zwei jahre was kaufen, die keiner will. Was soll das? Hättest Du es gleich oben berechnet Herr Furby, dann hätte ich nichts schreiben müssen! Erst wenn man euch anschubst, kommt euere Gehirn auch in Bewegung!
Antworten
Lalapo:

Sozialhilfeempfänger mit 1 Mill Euro EffKredit !!

 
14.12.01 09:09
Traurig traurig traurig .....wenns stimmt ..





Klagewelle rollt auf Online-Broker zu

Die großzügigen Kredite, mit denen die deutschen Online-Broker in den vergangenen Jahren ihre Geschäfte angekurbelt haben, bringen die Banken und ihre Kunden jetzt arg in die Klemme. Tausenden von Kleinanlegern droht die Pleite. Aktionärsschützer und Anwälte kündigen eine Welle von Schadensersatzklagen an.

Auf dem Höhepunkt der Aktienhausse vor zwei Jahren schien es der einfachste Weg zu sein, um das Vermögen der Kunden zu vermehren und den eigenen Gewinn zu maximieren: Die Online-Broker vergaben bis zum vorigen Jahr en gros Kredite auf Wertpapierdepots, damit die Anleger weitere Aktien kaufen konnten.

So hatte Consors-Chef Karl Matthäus Schmidt seinen Kunden per 30. Juni 2000 genau 682 Mio. Euro Kredite gegeben. Die DAB Bank hatte im vorigen Sommer 411 Mio. Euro so genannte Lombardkredite in den Büchern stehen. Beim Marktführer Comdirect erreichten die Darlehen an die Anleger Anfang 2000 einen Rekordstand von rund 750 Mio. Euro.

Den Online-Brokern verschaffen die Effektenkredite ein beachtliches Geschäft. Rund neun bis zehn Prozent ihrer Kunden kaufen Aktien auf Pump. Allein bei Comdirect sind dies rund 60.000 Anleger.

Rund die Hälfte ihres aktuellen Depotwerts können die Kunden in der Regel beleihen, um mit dem Geld weitere Aktien zu kaufen. Selbst bei den hoch spekulativen Papieren des Neuen Marktes geben Comdirect und Consors in der Regel 40 bis zu 50 Prozent des Depotwertes als Kredit.

Da war ein Desaster unvermeidlich. Seit dem historischen Hoch im März 2000 ist der Nemax-50-Index des Neuen Marktes um rund 90 Prozent eingebrochen. Wer damals seine Nemax-Werte mit 50 Prozent beliehen hat, steht heute vor einem Scherbenhaufen. Allein Comdirect hat dieses Jahr rund 1400 bis 1500 Depots zwangsweise zum Teil liquidiert, weil die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkamen.

Geld für Jedermann

Die Online-Broker haben das Geld praktisch an jedermann gegeben, oft ohne die Kundenbonität mit der gebotenen Sorgfalt zu prüfen. Der Gießener Rechtsanwalt Claus Schmidt kennt aus seiner Praxis einen Zivildienstleistenden, dem sein Online-Broker binnen zehn Wochen Wertpapierkredite von annähernd einer Viertelmillion Mark aufschwatzte. Sein Berliner Kollege Dietmar Kälberer vertritt einen Sozialhilfeempfänger, der Effektenkredite von einer Mio. Euro zurückzahlen soll. Ein anderer Mandant bekam Darlehen über zwei Mio. Euro, ohne über regelmäßige Einkünfte zu verfügen.

Natürlich sind Anleger, die Risikopapiere auf Pump kaufen, an ihrem Schicksal nicht ganz unschuldig. Nach Auffassung vieler Rechtsexperten haben die Online-Broker jedoch schuldhaft ihre Kunden nicht oder nicht ausreichend über die Risiken dieser Geschäfte aufgeklärt. Und die sind erheblich: "Wegen der Hebelwirkung sind Wertpapierkredite vergleichbar mit Optionsscheinen", sagt Anwalt Schmidt. "Die Direktbanken haben die Unerfahrenheit der Anleger ausgenutzt", meint Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

Das Gesetz schreibt zwingend vor, dass die Discount Broker ihre Kunden detailliert nach Erfahrungen, Kenntnissen und finanziellen Verhältnissen befragen müssen, bevor sie ihnen Kredit gewähren. Da aber gibt es in der Praxis immer wieder Probleme, hat das Bundesaufsichtsamt für das Wertpapierwesen (BAWe) beobachtet. "Vor allem die Deckungsprüfung wird lasch gehandhabt", sagt eine Sprecherin des BAWe. Das Amt hat daher die Online-Broker verstärkt in die Prüfung einbezogen.

Auch die geschädigten Anleger machen jetzt mobil. In der kommenden Woche will Anwalt Schmidt die ersten Schadensersatzklagen wegen fehlender Beratung gegen den Online-Broker Consors einreichen. Die Kanzlei Tilp und Kälberer vertritt mehr als 20 Mandanten, die derzeit allerdings noch auf außergerichtlichem Weg versuchen, sich mit ihren Online-Brokern zu einigen. Bei der DSW haben sich seit Anfang 2000 sogar rund 500 Anleger gemeldet, die sich von ihren Direktbanken übervorteilt fühlen.

Stefan Lochow von der Rechtsabteilung des Online-Brokers Consors sieht die Klageflut gelassen: "Aktienhandel ist eben ein risikobehaftetes Geschäft."

Quelle: www.ftd.de/ub/fi/FTD1UUT66VC.html?nv=hptn



Antworten
furby:

Ist schon erstaunlich diese Kreditvergabe

 
14.12.01 09:42
a) daß offenbar die Bonität nicht geprüft wurde, dürfte zum Nachteil der Banken sein und rechtlich nicht zum Nachteil der Kreditnehmer sein

b) daß Kreditnehmer Direktbanken mangels Beratungsleistung verklagen wollen, wo doch jedermann weiß, daß man bei einer Direktbank eben deshalb günstigere Konditionen erhält, weil die Beratung in der Regel entfällt. Auch für den Fall, daß normalerweise eine Bertaungspflicht der Banken bei der Kreditvergabe besteht sollte, erwarte ich für diesen Fall, daß bei Direktbanken diese nicht besteht, weil dies branchenüblich so zu erwarten war. Mir scheint die Kreditnehmer werden nun ein zweites mal ausgenommen - diemal von Ihren Anwälten....

Gruß furby
Antworten
1Mio.€:

Ist echt der hammer ! o.T.

 
14.12.01 09:54
Antworten
Pichel:

Consors will mit lockeren Sprüchen der Krise trotz

 
17.12.01 12:29
en
Aus der FTD vom 17.12.2001  

Von Oliver Fischer

Übernahmekandidat Consors demonstriert in der Werbung Selbstbewusstsein. Experten warnen jedoch vor flotter Werbung in schlechten Zeiten.

Der Discount Broker Consors ist nach dem Notverkauf seiner Mutterfirma Schmidt Bank zum Übernahmekandidaten geworden - und dürfte bald von einer der Großbanken verschlungen werden, die er einst mit schnellem Service und unkonventionellem Markenauftritt abzuhängen versuchte. In seiner Werbung gibt sich das Unternehmen trotzdem kämpferisch. "Alle Welt will Consors kaufen", heißt es dort in großen Lettern. Im kleiner gedruckten Text ist nicht etwa von den schwierigen Verhandlungen mit anderen Banken die Rede. Stattdessen ist die Wertpapiernummer des - börsennotierten - Unternehmens hinzugefügt. "Consors-Kunden können beruhigt sein", behauptet der Broker in einer weiteren Anzeige.

Das Unternehmen wolle mit der selbstbewussten Werbung zeigen, dass es nach wie vor gewohnt hohe Leistungen erbringe, sagt Consors-Marketingleiter Kai Wulff. Der Broker werde zwar einen neuen Mehrheitsaktionär bekommen, die Servicequalität bleibe davon aber unberührt. Das Unternehmen habe sich bewusst dafür entschieden, in der Werbung seine "gewohnt smarte Art" beizubehalten, sagt Wulff, denn dies entspreche dem Charakter der Marke: "Wir sagen unseren Kunden: Consors bleibt Consors, und die Marke wird nicht zerschlagen."



Ironie nicht angebracht


Fachleute bezweifeln, dass allein lockere Sprüche das Vertrauen in eine strauchelnde Marke wiederbringen. Es sei zwar richtig, sich in einer unsicheren Situation lautstark zu Wort zu melden, sagt Alexander Demuth von der Agentur Citigate Demuth. Viele Unternehmen bevorzugten es, während einer Krise zu schweigen oder am Marketing zu sparen - ein Fehler. Allerdings müsse das Unternehmen in seiner Kommunikation den richtigen Ton treffen. Selbst eine unkonventionelle Marke sollte sich nach Demuths Ansicht jeglicher Ironie enthalten. Doppeldeutige Aussagen könnten die Kunden noch stärker verunsichern.


Dass es kontraproduktiv sein kann, wenn ein krisengeschütteltes Unternehmen den Ton verfehlt, musste Demuths Kollege André Kemper von der Agentur Springer & Jacoby (S&J) leidvoll feststellen. Der S&J-Kunde Mercedes versuchte nach dem Elchtest-Debakel seiner A-Klasse vor einigen Jahren, arrogant die Kritik abzuwürgen: "Wir wollen die Diskussion um die Sicherheit der A-Klasse beenden", tönte der Konzern in einer Anzeige und setzte nach: "Endgültig." Die Kritik wurde dadurch nur noch ätzender, erinnert sich S&J-Chef Kemper. Immerhin ging Mercedes in der Folge sensibler vor. Der Autobauer stattete seine Autos mit technischen Hilfsmitteln aus, initiierte Tests und verwies in seiner Werbung darauf. Experten bewerteten dieses Vorgehen als mustergültig.


Unternehmen in der Krise sollten zunächst ihre Hausaufgaben machen und dann über die Verbesserungen berichten, lautet die Lehre, die Kemper aus dem Desaster gezogen hat. Er empfiehlt eine möglichst seriöse, glaubhafte Aufklärung.



Gutes Lufthansa-Beispiel


Ein gutes Beispiel lieferte die Lufthansa, die nach dem 11. September in Anzeigen auf die Maßnahmen hinwies, die zur Erhöhung der Sicherheit ergriffen wurden. "Hätte die Lufthansa Gimmicks oder flotte Sprüche geliefert", so Kemper, "wäre das nach hinten losgegangen." Auch der Hamburger-Brater McDonald’s reagierte nüchtern, als sein Image von den BSE-Debatten belastet wurde. Das Unternehmen bildete Deutschland-Chef Gerd Raupeter ab, der sich für die einwandfreie Verarbeitung, Qualität und Kontrolle des verarbeiteten Rindfleischs verbürgte.


Besonders knifflig ist die Krisenkommunikation, wenn aktuelle Entwicklungen den Werbeaussagen krass entgegenlaufen. Nachdem ein Tanker mit dem Öl des TotalFina-Konzerns (heute: TotalFina Elf) die bretonische Küste verseucht hatte, erntete der Konzern bittere Häme für seinen Werbeslogan "Sie kommen nicht aus Zufall wieder zu uns". Demonstranten verballhornten den Spruch in: "Total. Wir kommen nicht wieder. Und das ist kein Zufall." Total-Konkurrent Shell war zuvor wegen der geplanten Versenkung der "Brent Spar"-Ölplattform in ein Image-Tief geraten - vor allem deswegen, weil er zuvor den gesellschaftskritischen Spruch "Das wollen wir ändern" verbreitet hatte. Alexander Demuth riet damals dem Konzern, den Slogan in "Wir wollen uns ändern" umzudichten. Dadurch konnten viele Kritiker nicht besänftigt werden, gibt Demuth heute zu. Immerhin registrierte er einen Effekt: "Wer sich entschuldigt, wird nicht mehr so stark geprügelt."


Der von den Medien geprügelte Consors-Broker berichtet übrigens, von seiner smarten Werbung profitiert zu haben. Die Zahl der "Nettoneukunden" sei in den vergangenen Wochen deutlich angewachsen.



© 2001 Financial Times Deutschland
Antworten
Seth Gecko:

zur Familie Schmidt fällt mir nichts mehr ein

 
17.12.01 12:39
Was die Geld gemacht haben, innerhalb kürzester Zeit, und dann innerhalb noch kürzerer Zeit einen Großteil wieder verloren...
Soll man die bedauern oder belächeln?
Und die Politik zur Stärkung der Region Hof, ging wohl voll in die Hose.
Das viel Geld auch viel Verantwortung bedeutet, sollte man mal einigen Leuten, die CSO so kräftig gefördert haben, mitteilen. Aber vermutl. wissen die's inzwischen auch selbst.

cu, seth (der mal wieder seinem Zynismus freien Lauf lassen mußte ;-)
Antworten
Pichel:

Postbank: Consors-Übernahme nicht ausgeschlossen

 
17.12.01 16:13
--------------------------------------------------



Eine mögliche Übernahme des Nürnberger Discountbrokers Consors durch die Deutsche Postbank ist nach den Worten von Vorstand Wulf von Schimmelmann grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Wie der CEO am Montag in Bonn verkündete, sei sein Unternehmen durchaus bereit, bei einem angemessenen Preis einen solchen Schritt zu vollziehen.


Wie von Schimmelmann weiter ausführte, rechne er allerdings nicht mehr damit, in diesem Jahr noch konkrete Angebote für Consors vorgelegt zu bekommen. (lw)

Internet: www.platow.de
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